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Kreuzgang der Abtei in St. Peter/Hochschwarzwald - Bild:: Leopold Rombach

Kreuzgang der Abtei in St. Peter/Hochschwarzwald – Bild:: Leopold Rombach

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  • Jesus-Maria-Garten in Freiburg St. Georgen: Was steckt hinter dem katholischen Verein? (17.9.2026)
  • Glaubensbewegungen

 

Jesus-Maria-Garten in Freiburg St. Georgen: Was steckt hinter dem katholischen Verein?
Jesus-Maria-Garten sorg für Irritation (Print-Ausgabe BZ)
„Vor einigen Jahren hat der Umbau dort angefangen“, erzählt Simon Kirsch. Er wohnt in St. Georgen und engagiert sich im „Bunt-bürgerlichen-Bündnis“, das sich einst zusammengefunden hatte, um ein Gegengewicht zu den Reichsbürgern zu bilden, die regelmäßig im Stadtteil demonstrieren. Nun hat er sich das Projekt am Hartkirchweg genauer angesehen – und ist beunruhigt. „Zuerst war ein Pflegedienst dort, dann Büroräume und eines Tages hingen da Jesusbilder und es lagen Kissen mit Heiligen drauf herum.“ Er stieß schnell auf den Verein, der das Gelände betreibt: Barmherziger Jesus e.V. Auf seiner Homepage wird von wohltätigen Aktionen berichtet und von Vortragsabenden. Die Liste der Vortragenden ist illuster. Viele, so Kirsch, seien „wiederholt mit dezidiert migrations-, queer- oder wissenschaftsfeindlichen Positionen in Erscheinung getreten“. Da ist etwa der ehemalige Weihbischof Marian Eleganti, über den Wikipedia zu berichten weiß, dass er Covid lieber mit Gebet als mit Impfungen und Masken bekämpfen wolle und der meinte, wegen einer LGBTQ-Pilgerfahrt für Wiedergutmachung beten zu müssen. Andere Vortragende kommen aus den Reihen der Neuen Rechten, sprechen sich gegen die Gleichstellung homosexueller Paare oder gegen die Ökumene aus oder pflegten eine ostentative Nähe zur Orban-Regierung in Ungarn. Kein Wunder, dass der Verein auch beim Bürgerverein St. Georgen schon zu zahlreichen besorgten Nachfragen geführt hat.

Er selbst, betont Kirsch, sei auch katholisch und in der Gemeinde in St. Georgen aktiv. Er kenne von dort aber niemanden, der mit dem Verein in Kontakt stehe. Und überhaupt: Als sich der Vatikan 2021 gegen die Segnung homosexueller Paare ausgesprochen hatte, habe die Gemeinde in St. Georgen eine Pride-Flagge an der Georgskirche gehisst. Da passe das Profil des Vereins wohl kaum zu dem der dortigen Gemeinde.
Bei der Gemeinde in St. Georgen ist man zwar über die Ausrichtung des Vereins auch nicht ganz glücklich, hat aber inzwischen zueinandergefunden. „Der Barmherzige Jesus e.V. ist ein Verein katholischer Menschen, der Vorstand wohnt schon lange in St. Georgen und hat schon länger die Idee, seine Vorstellung von Katholizismus den Menschen zugänglich zu machen“, erklärt Pastoralreferent Michael Hartmann. Und es gebe eben auch ein Publikum für diese Art des Katholizismus: marienfromm, konservativ mit ganz bestimmten Wertvorstellungen. Und die Kirche habe die Aufgabe, auch diesen Spielarten des Glaubens Platz zu bieten. Man sei bereits länger im Gespräch, inzwischen habe man eine Regelung gefunden, nach der der Verein die Kirche St. Georg als Gast nutzen dürfe. Die Priester müssen dabei jeweils eine Unbedenklichkeitsbescheinigung unterschreiben, bestätigt der Verein.
Željko-Franz Jelinic steht am Montagvormittag in den Räumlichkeiten des von ihm gegründeten Vereins und ist bestens gelaunt. Am Donnerstag soll der Jesus-Maria-Garten mit einem öffentlichen Fest eingeweiht werden, gerade ist die Gartenbaufirma dabei, Lavendelsträucher einzupflanzen. Endspurt bei den Bauarbeiten. Als klar war, dass die Marmorstatuen den Transport überstanden haben, sei ihm schon einmal ein Stein vom Herzen gefallen. Schließlich wurden sie in China extra für ihn angefertigt. Den Kalkstein für den Garten habe er aus dem Altmühltal geordert, die Planung und Ausführung des Gartens übernehmen lokale Firmen. Ihm ist schon klar, sagt er, dass er unter besonderer Beobachtung stehe. Da wolle er sich nicht vorwerfen lassen, keine regionalen Produkte zu verwenden.

Angefangen habe es schon, als er in den großen Raum im Erdgeschoss ein großes Jesusplakat gehängt hat. „Wäre es Elvis gewesen, hätten die Leute gesagt: Cool, er ist halt ein Fan. Aber weil es Jesus ist, finden das manche suspekt“, sagt er. Dabei sei alles ganz unspektakulär. Er selbst, erzählt er, sei als Kind kroatischer Eltern zwar traditionell erzogen worden und sei in die kroatische katholische Gemeinde gegangen, doch habe Gott nicht im Mittelpunkt seines Lebens gestanden. Sein Unternehmen, das Umzugsfirmen vermittelt, sei ihm wichtig gewesen, und natürlich seine Familie mit den drei Söhnen. 2014 habe er das Unternehmen an den Springer-Verlag verkauft. Aufgrund privater Schicksale sei dann die Religion für ihn wichtiger geworden. Er engagierte sich bei verschiedenen Hilfsprojekten in Afrika, dann wollte er aber auch vor Ort etwas zurückgeben. „Denn meine Nächsten“, sagt er, „die sind ja hier, in meiner Nähe“. Aus der Idee des Gartens ist schließlich der Verein gewachsen. „Ich hatte den Eindruck, dass man für bestimmte Angebote weit fahren muss“, sagt Jelinic. Also habe er mit seinen beiden Co-Vorsitzenden angefangen, auch Vorträge zu organisieren. Viele der Vortragenden kenne er über Youtube-Videos oder ähnliche Angebote. Rechts, sagt er, seien sie nicht, auch nicht konservativ, sie seien katholisch.

Er bemüht das Bild von Leitplanken. Alles dazwischen sei Straße. Und so sei es im Glauben auch. Die Leitplanken gebe die katholische Kirche vor. Darin müsse man sich bewegen. Ihm sei es auch ganz wichtig, dass der Verein innerhalb dieser Leitplanken bleibt. „Sonst wären wir eine Sekte.“ Dass seine Interpretation der kirchlichen Regeln streng ist, bestreitet er nicht. „Ich möchte mich eben an die Regeln des Glaubens halten. Dass das dann negativ dargestellt wird, finde ich traurig.“
Das Haus, in dem der Verein nun seinen Sitz hat, hatte Jelinic einst gekauft, über dem Verein sind Mietwohnungen. Für den Garten hat er die Parkplätze vor dem Haus entfernt. Adressieren möchte er mit dem Verein nicht nur Leute, die den Glauben sehen wie er. Alle seien willkommen, betont er. Sowohl zu den Veranstaltungen, vor allem aber in seinem Jesus-Maria-Garten. Der solle dazu einladen, innezuhalten, zur Ruhe zu kommen und den Blick auf Gott zu richten. Ob man gläubig sei oder nicht – solange der Garten respektvoll genutzt wird, seien alle willkommen, durchzuschlendern oder dort zu pausieren.
Einweihung des Gartens Hartkirchweg 23, St.Georgen: Der Verein lädt am Donnerstag, 17. September, ab 18 Uhr zu einer Segensfeier mit Domkapitular Bernd Gehrke und musikalischer Begleitung des kroatischen Sängers Stijepo Gled Markos ein. Eintritt frei.
…. Alles vom 17.9.2026 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/jesus-maria-garten-in-freiburg-st-georgen-was-steckt-hinter-dem-katholischen-verein

https://www.barmherziger-jesus.de/
https://www.instagram.com/barmherziger_jesus/

Einige Kommentare:
Überschrift ist: „Jesus-Maria-Garten in Freiburg St. Georgen: Was steckt hinter dem katholischen Verein?“ Ja was steckt hinter dem katholischen Verein ?.Etwas dezent reißerisch, die Formulierung. Ich sehe erstmal jemand mit tiefem Glauben, der Herr Zeljko Jelinic und Tatkraft. Er stellt sein Licht wahrlich nicht unter den Scheffel. Und wenn Herr Gehrke vom Erzbischof bei der Einweihung dabei ist, wer will da fragen, was dahintersteckt ? Klemens Kuch
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