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- Wie der Deutsche Bildungsserver die Seite wechselte (25.11.2025)
- Neue Buchmesse Halle – Leipzig – Frankfurt (14.11.2025)
- „Andere Meinung wird diffamiert“: Top-Meinungsforscher Hermann Binkert im Interview Seitenwechsel (14.11.2025)
- Zerstörung der Meinungsfreiheit (12.11.2025)
- Ulrike Stockmann: „Nichts so mächtig wie der persönliche Austausch“ (11.11.2025)
- Linker Gegenprotest und linker Proprotest – Buchmesse Seitenwechsel (10.10.2025)
- Reportage Seitenwechsel – Aber Googgle-Sucheinschränkung (10.11.2025)
- Livestream zur Buchmesse Seitenwechsel – über 4 Stunden (9.11.2025)
- Indubio Kultur – Auf der Buchmesse “Seitenwechsel” (9.11.2025)
- Was aussieht wie eine Buchmesse, ist eine Buchmesse (10.11.2025)
- Buchmesse Seitenwechsel Halle (9.11.2025)
- Die Buchmesse Seitenwechsel in Halle als Vorbote einer neuen Debattenkultur (7.11.2025)
- Alle nach Halle – außer MDR-Kultur (7.11.2025)
- Götz Kubitschek im Interview: „Gottes Tierpark ist groß, und für jeden gibt es das artgerechte Ställchen“ (7.11.2025)
- Susanne Dagen zu: Buchmesse „Seitenwechsel“ in Halle und Denkfest in Landau
(29.10.2025) - Wegducken bringt nichts! – Susanne Dagen zur Buchmesse Seitenwechsel im Interview (26.10.2025)
- Achijah Zorn: In Halle wird eine Hoffnungsmesse gelesen (18.10.2025)
- Warum wir noch Bücher lesen sollten: Print ist Display überlegen (17.10.2025)
- Dagmar Dagen zur Buchmesse Seitenwechsel: „Schon jetzt ein großer Erfolg“ (17.10.2025)
- Frankfurter Buchmesse: Debatte statt Zensur (17.10.2025)
- Satiriker Bernd Zeller an Kulturstaatsminister Wolfram Weimer zum Seitenwechsel (16.10.2025)
- UnsereDemokratie gegen Buchmesse: Wer lesen kann, ist ein Nazi? (7.10.2025)
- Seitenwechsel 8./9.11.2025 Halle (6.10.2025)
- Alternative Buchmesse „Seitenwechsel: Frei und subventionsfrei (17.9.2025)
- Alternative Buchmesse „Seitenwechsel“ am 8./9.11.2025 in Halle (8.6.2025)
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Seitenwechsel – drei mal
– Die politische Seite wechseln (Parteienstaat)
– Auf die andere Strassenseite wechseln (Innere Sicherheit)
– Auf die Seiten eines anderen Buches wechseln (Literatur)
Die vorliegende Website widmet sich letzterem.
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SeitenWechsel – Die BücherMesse in Halle
Unsere neue Messe feiert die Vielfalt und Kreativität des Verlagswesens und den einzigartigen Beitrag kleiner, unabhängiger Buchverlage zur literarischen Landschaft.
Freiheitlich entsteht hier eine Plattform, die die Stimmen und Visionen dieser Verlage stärker ins Rampenlicht rückt. Denn diese Messe bietet auch kleinen Verlagen eine finanziell erschwingliche Bühne. Sie fördert damit Autoren, die bereit sind, neue Perspektiven zu eröffnen, verschiedenste gesellschaftliche Themen zu beleuchten und dabei oft mutig gegen den Strom schwimmen.
https://www.messe-seitenwechsel.de/
8.-9.November 2025, Halle Messe, 10-18 Uhr
Messestrasse 10, 06116 Halle (Saale)
https://kulturhaus-loschwitz.de/seitenwechsel-die-buechermesse-in-halle/
Auf zur Büchermesse SeitenWechsel! Alle nach Halle!
von Susanne Dagen, 6.9.2025
https://www.youtube.com/watch?v=gN0HmlJzwig
Seitenwechsel – Die Büchermesse
https://www.bildungsserver.de/veranstaltung.html?veranstaltungen_id=39936
Buchmesse Seitenwechsel: „Der Weg ist das Ziel“ bzw. „Das Buch ist das Ziel“
Die Sicht ist behindert durch Mais links und rechts (oben)
oder die Sicht ist frei nach allen Seiten (unten)
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Wie der Deutsche Bildungsserver die Seite wechselte
Der gleichsam amtliche „Deutsche Bildungsserver“ hatte für die böse Büchermesse „Seitenwechsel“ in Halle (Saale) vor gut zwei Wochen geworben. Und trotz aller Meldestellen fiel dies erst nach der Messe auf.
Jetzt wurde der Eintrag posthum entfernt. Und: Mehr Kontrollen und Kontrolleure werden gebraucht!
Der „Deutsche Bildungsserver“ https://www.bildungsserver.de/, der laut Selbstdarstellung „vertrauenswürdige Webseiten zu allen Bildungsbereichen“ anbietet, ist auch nicht mehr das, was er einmal war. Diese traurige Feststellung ist die Quintessenz eines erhellenden Beitrages auf „t-online“ https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/gesellschaft/id_101010052/deutscher-bildungsserver-warb-fuer-rechte-buchmesse-seitenwechsel-.html,
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… Alles vom 25.11.2025 von Erik Lommatzsch bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/wie_der_deutsche_bildungsserver_die_seite_wechselte
Neue Buchmesse Halle – Leipzig – Frankfurt
Dieter Stein
Was für ein großer Aufschlag! Die erste alternative Buchmesse in Halle legte einen beeindruckenden Start hin. 6.000 Besucher an zwei Tagen – mit so einem Andrang konnten neue Verkaufsausstellungen selten aufwarten. Noch dazu bei derartigem Gegenwind. Linke steuergeldfinanzierte NGOs mobilisierten, unterstützt durch die Stadt Halle, seit Monaten gegen das von der Dresdner Buchhändlerin Susanne Dagen organisierte Treffen. Öffentlich-Rechtliche und etablierte Medien orchestrierten massive „zivilgesellschaftliche“ Boykottaufrufe auch gegen die Messegesellschaft. Ohne Erfolg.
Die Organisation der Messe selbst und der begeisterte Zuspruch der Besucher, die sich unbekümmert von Antifa-Fotografen und Blockaden vorbei aufs Ausstellungsgelände durchschlagen, ist eine mitreißende Abstimmung mit den Füßen gegen die Monokultur des offiziellen Kulturbetriebs. In Halle manifestiert sich ein Aufstand gegen die intellektuelle Langeweile und Diskursverweigerung, wie sie gerade die traditionellen Buchmessen in Frankfurt und Leipzig in den vergangenen Jahren immer stärker demonstrieren.
Die Brandmauer-Konzepte laufen sich tot, die Zeit des „Keine Bühne geben“ scheint endgültig vorbei.
Das ARD-Kulturmagazin Kontraste spricht beeindruckt von der „wohl größten rechten Publikumsmesse in der Geschichte des Landes“, die als Hüterin des Messestandorts am Main verunsicherte FAZ versteigt sich dazu, im Treffen einen „organisierten Angriff auf den Rechtsstaat unter dem Vorwand der Kultur“ zu erkennen. Doch scheinen sich solche Brandmauer-Konzepte allmählich endgültig totzulaufen. Deniz Yücel, früher taz, heute Welt und Vorsitzender des Autorenverbandes PEN Berlin, lehnte es schon zuvor ab, Protestnoten gegen die Seitenwechsel-Messe abzugeben. Die Zeit des „‘Keine Bühne geben’ ist vorbei“, so Yücel, Ausgrenzungen provozierten Selbstausgrenzungen und seien zwei Seiten einer Medaille.
Parallel zur Umwälzung der Parteienlandschaft werden wir also Zeugen einer wachsenden Selbstermächtigung privater Medien- und Verlagsprojekte. Sie setzen dem betreuten und mit staatlichen Subventionsmilliarden gefügig gemachten Kulturbetrieb selbst organisierte und dynamisch wachsende Freiräume entgegen.
Selbstbewußt kündigten die Veranstalter schon den Termin für die nächste Seitenwechsel-Messe am 7./8. November 2026 an. Wenn es gelingt, weitere Verlage und Medien mitzureißen, die sich nicht auf den Nenner einer reinen „rechten Messe“ beschränken lassen wollen, steht weiterem Wachstum und fester Etablierung als dritter Buchmesse nichts entgegen.
… Alles vom 14.11.2025 von Dieter Stein bitte lesen in der JF 47/25, Seite 1
Ulrike Stockmann: „Nichts so mächtig wie der persönliche Austausch“
Kultur ohne heruntergezogene Mundwinkel
In schwierigen Zeiten begegneten sich auf der Buchmesse „Seitenwechsel“ Aussteller und ihr Publikum. Die Veranstaltung bewies einmal mehr, dass angesichts von Polarisierung und verhärteten Fronten nichts so mächtig und wohltuend ist wie der persönliche Austausch.
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Ein paar Wochen vor der Messe hatte ich die Veranstalterin Susanne Dagen für meinen YouTube-Kanal interviewt https://www.youtube.com/watch?v=zlZGvNhvmt8 (siehe „Wegducken bringt nichts“ unten) und war einmal mehr von ihrer unerschütterlichen, aber besonnenen Entschlossenheit beeindruckt. Über ihren Umgang mit dem nach wie vor sehr schmalspurigen Mainstream sagte sie damals: „Wir müssen diesen lauten Stimmen etwas entgegensetzen. Und mit entgegensetzen meine ich nicht dagegen, sondern einfach sichtbar sein. Und auf 3000 Quadratmetern Messehalle ist man sehr wohl sehr sichtbar (…) Und da muss man nicht lange rumheulen und da sind wir auch keine Opfer, sondern da muss man in die Aktion gehen und sagen: ‚Ich zeig euch schon, was ihr für rechts betitelt und was für mich eigentlich die Freiheit und das demokratische Grundmittel bedeutet.‘“
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Nichts so mächtig wie der persönliche Austausch
Mich persönlich bewegten jedoch am meisten die vielen Begegnungen mit unseren Lesern und Zuschauern am Stand. Meinen Kollegen geht es sicher ähnlich. Denn so seltsam es klingen mag: Der Beweis, dass tatsächlich echte Menschen lesen, hören und sehen, was wir täglich ins Netz stellen, ist ein wunderschönes und auch beruhigendes Gefühl. Denn trotz Zugriffszahlen und Kommentaren ist und bleibt unser Handwerk größtenteils ein einsames, das sich einer unmittelbaren Reaktion unserer Leser, Zuschauer, „Kunden“ – also Ihnen! – entzieht.
Daher möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen bedanken, die uns auf der Messe besucht haben, und uns mit motivierenden Worten ermuntert haben. Das tat wahnsinnig gut und hat uns darin bestätigt, dass das, was wir tun, einen Sinn hat. Trotz aller Hürden, Zweifel und Anfeindungen, mit denen wir im Tagesgeschäft umzugehen haben. Und allein deshalb war „Seitenwechsel“ ein voller Erfolg: In mitunter hässlichen Zeiten begegneten sich Aussteller und Besucher auf zutiefst menschliche Weise. Und bewiesen einmal mehr, dass angesichts größter Polarisierung und verhärteter Fronten nichts so mächtig ist wie der persönliche Austausch. Ich kann es kaum erwarten, wenn es in einem Jahr wieder heißt: „Alle nach Halle!“
… Alles vom 11.11.2025 von Ulrike Stockmann bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/kultur_ohne_heruntergezogene_mundwinkel
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Linker Gegenprotest und linker Proprotest – Buchmesse Seitenwechsel
Die Wahrheits- und Qualitätspresse hat sich inzwischen darauf verständigt, von „Gegenprotesten” zu sprechen, wenn irgendwo jemand „gegen Rechts” auf der Straße sein Gewissen oder sein Einkommen oder beides aufbessert. Das Kontra des Gegenprotestes ist dann wohl der Proprotest. Jener ist ebenfalls, nur noch ausschließlicher, den Linken vorbehalten. Der „Gegenprotest” entspricht dem Gegenkonter im Fußball (oder beim Fechten), aber auch der Widerspruchsgegenmeinung bzw. dem Unterstützungszustimmungsapplaus bei Lanz.
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Um ihren Gegenprotest für die Medienvertreter zu visualisieren, waren die ansonsten eher unbeschäftigten Zeitgenossen vor dem Eingang der Messe daheim plakatkünstlerisch tätig geworden.
Verglichen mit dem, was dort sonst zu hören war, darf man beiden Aussagen eine gewisse Komplexität bescheinigen. Fragt sich nur, warum Menschen zu einer Buchmesse, aber nicht hinein gehen, sondern davor stehenbleiben und kundtun, dass sie die Bücher, die drinnen verkauft werden (und die sie nicht kennen, geschweige gelesen haben), niemals in ihr Regal stellen würden. Ich gehe doch nicht zu einem Konzert von, sagen wir, Herbert Grönemeyer, und halte dort ein Plakat hoch, auf dem geschrieben steht, dass ich nie zu einem Konzert von Herbert Grönemeyer gehen noch mir je eine Platte von ihm zulegen würde.
… Alles vom 10.11.2025 bitte lesen auf
https://www.klonovsky.de/2025/11/10-november-2025/
Livestream zur Buchmesse Seitenwechsel – über 4 Stunden
mit Uwe Steimle u.v.a Halle Saale – Alternative Messe zum Mainstream
Utopia TV Deutschland –
Ab 1:44 bis 1:52: Interview mit Susanne Dagen, auch zum Attacke auf Roland Tichy
9.11.2025
https://www.youtube.com/live/YPDZST-vA2I
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Susanen Dagen: Die BücherMesse ist nun vorbei
Es war ein grandioses Lesefest. Wir freuen uns auf nächstes Jahr!
https://x.com/AlleNachHalle/status/1987677608956342334
Indubio Kultur – Auf der Buchmesse “Seitenwechsel”
Gerd Buurmann war auf der Buchmesse „Seitenwechsel“ in Halle und hat mit Gästen und Autoren über die Messe und deren Wahrnehmung gesprochen, unter anderem mit Birgit Kelle, Horst G. Herrmann, Cristian Zeller, Gunter Frank, Martina Binnig und Kay Klapproth.
https://www.spreaker.com/episode/indubio-kultur-auf-der-buchermesse-seitenwechsel–68490244
https://www.achgut.com/autor/indubio
… Alles vom 10.11.2025 von Gerd Buurmann bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/indubio_kultur_auf_der_buchmessemesse_seitenwechsel_
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Was aussieht wie eine Buchmesse, ist eine Buchmesse
Von Peter Grimm • Wenn nach Halle zu einer Buchmesse geladen wird, viele Verlage kommen, viele Besucher erscheinen und viele Bücher kaufen, dann ist es vielleicht auch eine Buchmesse. Etliche Medien mochten aber nur irgendetwas zwischen rechtem Geheimtreffen und Reichsparteitag sehen. Doch die Wirklichkeit meint es nicht gut mit den Buchmessen-Leugnern.
„Volksfront überm Büchertisch“ überschrieb die FAZ ihren Bericht über die Buchmesse oder – korrekter https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/rechte-buechermesse-in-halle-accg-110772392.html Büchermesse – „Seitenwechsel“ in Halle am Wochenende. Der Teaser fasste die Sichtweise der Autorin prägnant zusammen: „Organisierter Angriff auf den Rechtsstaat: Wie Wertkonservative, Rechte und Rechtsextreme sich unter dem Vorwand der Kultur während der Büchermesse ‚Seitenwechsel‘ in Halle an der Saale am Wochenende in den Armen lagen.“
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Beim Lesen solcher Zeilen muss ich mich fragen, ob ich wirklich auf der gleichen Veranstaltung auf dem Hallenser Messegelände weilte wie die Autorin. Ich konnte nicht wahrnehmen, dass dort der Angriff auf den Rechtsstaat organisiert wurde, eher die Klagelieder über den Niedergang des Rechtsstaats und die Sehnsucht nach seinem Erstarken. Außerdem kann ich versichern, dass alle, mit denen ich an diesem Wochenende in den Armen lag, gesichert nicht rechts- oder anderweitig politisch extrem waren. Natürlich fanden sich in dieser Messehalle unter Ausstellern und Besuchern auch so einige, in deren Armen ich weder liegen, noch sie jemals in den Arm nehmen möchte. Aber das ist normal und war auch auf jeder früheren Buchmesse so, die ich in meinem Leben besucht habe. Interessant wird es in einem solchen Fall, wenn ein kultivierter Streit gelingt.
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Insofern war es natürlich doch mehr als nur eine Buchmesse, denn es war eine Demonstration von Menschen, die sich nicht von fördermittelfinanzierten Organisationen im volkserzieherischen Ton vorschreiben lassen wollen, wohin sie gehen dürfen und wohin nicht. Laut den Buchmessen-Leugnern diente die Messe vor allem der weltanschaulichen Erbauung von Rechten aller Art und nicht den Büchern. Aber – zur Freude der Aussteller – ein Großteil der Besucher wollte Bücher kaufen. Von etlichen vertretenen Verlagen hörte man am Sonntagnachmittag, dass sie überraschend viel verkaufen konnten. Das Buch war also tatsächlich Kerngeschäft der Büchermesse.
Kurioserweise ist aber genau das das beinahe revolutionäre Signal von „Seitenwechsel“. Wenn Institutionen wie etablierte Buchmessen plötzlich auf Ausgrenzung statt Austausch setzen, dann lassen sich Alternativen schaffen. Hier hat es mit Susanne Dagen eine bekannte und engagierte Buchhändlerin mit ihren Mitstreitern gewagt, ohne Unterstützung durch staatliche Fördermittel eine eigene Buchmesse zu organisieren. Und die ist ein Publikumserfolg bei einem Publikum, das Bücher kauft. Damit ist es eben nicht nur, wie es viele Medienvertreter gern hätten, ein Bekenntnisprojekt. Sondern wirklich eine ersthafte Buchmesse.
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… Alles vom 10.11.2025 von Peter Grimm bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/was_aussieht_wie_eine_buchmesse_ist_eine_buchmesse
Alle nach Halle – außer MDR-Kultur
Die linke Meinungs-Blase hat Mega-Muffensausen, denn morgen startet in Halle die Buchmesse „Seitenwechsel“, von der ich auf diesem Blog schon häufiger berichtet habe. Die Idee dazu und die Organisation hat die Dresdener Buchhändlerin Susanne Dagen. Das Ganze ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte. Immer noch kommen Anmeldungen. Der Ticketverkauft übertrifft alle kühnsten Erwartungen. Sobald das Vorhaben bekannt wurde, gab es Forderungen an die Messe-Besitzerin, „Seitenwechsle“ abzusagen. auch der Hallenser Bürgermeister sollte einschreiten, das tat er aber nicht. Dann plante eine Hallenser Buchändlerin ein Festival „Wir“, als Gegenveranstaltung, was aber nicht besonders öffentlichkeitswirksam wurde, wohl weil es an Geldquellen fehlte. Dann übernahm die Antifa. Nach den jüngsten Anschlägen dieser linksextremen Terrorgruppe muss man deren Ankündigungen als ernste Bedrohung ansehen. Als sich auch die Antifa als nicht genügend abschreckend erwies, wurde erneut die Nazi-Keule geschwungen. Man fand einen Aussteller heraus, der angeblich verfassungsfeindliche Symbole benutzt. Die Aufregung war groß, die Linken forderten eine sofortige Stellungnahme von Dagen.
Wenig später stellte sich heraus, dass dieser Aussteller sich durch die Hintertür in die Anmeldeliste getrickst hatte. Ein Schelm, der Böses dabei denkt? Der Mann flog jedenfalls achtkantig raus.
Heute morgen, als ich MDR Kultur hörte, vernahm ich gegen 7 Uhr die Ankündigung, dass morgen die Messe „Seitenwechsel“ stattfinde. Aus diesem Anlass hätte man gern Susanne Dagen interviewt, das wäre aber nicht geglückt. Nach der Musik würde man dazu Näheres erfahren.
Was da geboten wurde, war ganz großes Framing-Theater. Der Journalist, dessen Namen ich mir nicht gemerkt habe, beschwerte sich, dass seine Fragen vom Pressebeauftragten von „Seitenwechsel“ nicht, oder mit Gegenfragen beantwortet worden seien. So behindere man fairen Journalismus, der beiden Seiten die Möglichkeit geben wollte, sich zu der „umstrittenen“ Messe zu äußern. Ihm persönlich sei sei Gewaltaufruf unterstellt worden, das sei unerhört.
Aus diesem Anlass veröffentliche ich hier die Fragen des MDR-Mitarbeiters und die Antworten des Pressebeauftragten Bernd Zeller.
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Wie beschreiben Sie das Spektrum der Aussteller auf Ihrer Messe und welche Inhalte haben die im Gepäck?
Das Spektrum reicht von Prosa bis Sachbuch. Die Inhalte sind vorwiegend Texte, aber auch Fotos und Cartoons.
Sie haben auch Verlage aus dem Mainstream-Spektrum eingeladen. Wie waren die Reaktionen aus diesem eher nicht-rechten Feld?
Das eher nichtrechte Feld ist Ihre Phantasie und eine Metapher aus dem Militärischen, das ist keine literarische Kategorie. Es handelt sich vollständig um Zuschreibungen von Linksgrün.
Viele der Angefragten haben Angst vor Anschlägen oder davor, aus dem Kulturbetrieb ausgestoßen zu werden, aber das muss ich Ihnen gewiss nicht darlegen. Stellen Sie sich vor, Sie würden ein normales Buchmesseinterview machen, Sie wären unverzüglich umstritten. Was stört sie an dem Etikett „rechte Messe“?
Erstens, dass es ein Etikett ist. In Etiketten denken vielleicht die linken Kulturschaffenden und Redakteure und Nichtregierungsaktivisten, wir nicht.
Zweitens: Rechts wovon? Rechts von Heidi Reichinneck, rechts von TAZ und Frankfurter Rundschau? Rechts von Lars Klingbeil, rechts von MDR, rechts von NDR, rechts von RBB? Rechts von der Grünen Jugend? Rechts von denen, deren Arbeitsethos lautet: „Wir sind links, gebt uns Geld!“? Rechts vom Protestfestival „WIR“?
Drittens: Die Titulierung „rechts“ ist eine Zielmarkierung für das gewalttätige linke Milieu. Welche Gewalttätigkeit gegen die Messe würden Sie denn für angebracht halten, und möchten Sie sich schon vorab von Anschlägen distanzieren?
Das ist, was mich stört.
In der Berliner Zeitung haben Sie gesagt, die Inhalte der Messe und die Aussteller seien konservativ, rechts oder freiheitlich ambitioniert. Der Jung Europa Verlag oder der Verlag Antaios, die auch kommen, werden von Sozialwissenschaftlern, Investigativ-Journalisten oder Behörden als rechtsextrem beschrieben. Wie gehen Sie damit um?
Meine Benennung sollte verdeutlichen, dass die Zuschreibungen aus dem linksgrünen Förderkulturbetrieb reine Feindmarkierungen sind. Wenn es denen nicht passt, können die doch eine linke Buchmesse machen. Oh, gibt es schon. Da ich weder Sozialwissenschaftler, Investigativ-Journalist noch Behörde bin, gehe ich damit derart um, dass ich den Besuchern nicht vorschreibe, was sie angucken und lesen dürfen.
Haben Sie rote Linien? Welche Aussteller könnten Sie nicht akzeptieren?
Sind Sie sicher, dass Sie für das Kulturradio fragen? Das sind Fragen von Politkommissaren. Im übrigen ist dazu das zu sagen, was das Bundesverfassungsgericht zu Compact gesagt hat. Wenn Sie von der Rechtsprechung des Verfassungsgerichtes abweichen wollen, besprechen Sie das bitte mit Ihrem Verfassungsschutz.
Ein Unterstützerkreis um Uwe Tellkamp und Uwe Steimle spricht von „Bevormundung, Zensur und Denkverboten“ in Deutschland. Deswegen sei Ihre Messe wichtig. Wie verstehen Sie diese Stellungnahme?
Nicht der Kreis spricht, die Personen sprechen, und die haben etwas zu sagen. Wenn bei Ihnen die Rezeption bei den Wörtern endet, weiß ich nicht, wie ich Ihnen helfen kann, ich gebe nur den Spoiler: genau das ist es.
… Alles vom 7.11.2025 bitte lesen auf
https://vera-lengsfeld.de/2025/11/07/alle-nach-halle-ausser-mdr-kultur
Götz Kubitschek im Interview: „Gottes Tierpark ist groß, und für jeden gibt es das artgerechte Ställchen“
Der rechtskonservative Verleger Götz Kubitschek über die neue Buchmesse der Ausgegrenzten: kein Rückschritt, sondern Quittung; kein Scheitern, sondern Meilenstein; kein Groll, sondern „Nichts ist verloren!“ Nachdem bestimmte konservative und rechte Verlage in Frankfurt und Leipzig von den Veranstaltern selbst und von regierungsnahen Medien bekämpft und mit linksextremer Unterstützung diffamiert wurden, bekommt Deutschland jetzt eine neue Buchmesse in Halle. Veranstalterin der neuen Buchmesse der Ausgegrenzten ist die Löschwitzer Buchhändlerin Susanne Dagen https://www.messe-seitenwechsel.de/artikel/interview-susanne-dagen-buchhaus-loschwitz-1 Die Ausnahme-Verlegerin fällt regelmäßig damit auf, dass sie sich Brandmauern kategorisch widersetzt und Schubladen konsequent vermeidet. Frau Dagen zur Seite stehen mit „Kontrafunk“ und „Tichys Einblick“ zwei Schwergewichte als Medienpartner.
Zu den bekanntesten rechtskonservativen Playern im Verlagsgeschäft gehört zweifellos Götz Kubitschek und sein Antaios Verlag aus Schnellroda https://antaios.de/ . Er stand mehr als einmal im Zentrum des Hasses der Buchmesse-Veranstalter in Frankfurt und Leipzig, die nicht genehme Aussteller mit der Präsenz einer gewaltbereiten Antifa aus dem Haus treiben wollten. Wir sprechen mit Kubitschek über die Buchmesse „Seitenwechsel“, die den untragbar gewordenen Verhältnissen Frankfurt und Leipzig etwas Neues entgegensetzen will.
Alternative Buchmesse „Seitenwechsel“ in Halle. Wird damit nicht auch ein Scheitern in Frankfurt und Leipzig dokumentiert? Ist das ein Rückschritt?
Erst mal freut es mich, dass wir noch mal über die Messe sprechen können, die ja morgen schon beginnt. Also das ist natürlich kein Scheitern. Wir wären alle gerne in Frankfurt und in Leipzig als normale Verlage weiterhin Teilnehmer gewesen, als Aussteller willkommen wie jeder andere Verlag.
Aber beide Messebetreiber haben das verbockt, haben uns in Sackgassen geschoben. Die haben in ihren Messehallen gegen uns demonstrieren lassen, haben uns skandalisiert, haben uns das Leben dort so schwer wie möglich gemacht, obwohl wir angemeldet und zugelassen waren. Das alles hat uns nach Alternativen Ausschau halten lassen, und der „SeitenWechsel“: Das ist jetzt die Quittung.
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Gottes Tierpark ist groß, und für jeden gibt es das artgerechte Ställchen. So wird es auf dieser Messe auch sein. Und das ist ja das Schöne – ich will mal sagen „altliberale“ – an Susanne Dagen und auch an der Messeleitung. Die sagen: Wer sich anmeldet, kann kommen, und dann werden wir sehen, wohin sich die Leser, die mündigen Bürger, diejenigen, die wählen dürfen und die darüber bestimmen dürfen, wohin wir dieses Land schicken in den nächsten zwei Jahrzehnten – daß diese mündigen Leser dann entscheiden auf der Messe: Dieser Stand ist interessant. Dieser Stand ist spleenig. Dieser Stand ist abgefahren. Dieser Stand ist professionell. An diesem Stand gibt es wenigstens was zu lachen oder zu erleben und an jenem Stand muss man hart diskutieren, weil man völlig anderer Meinung ist. Und genau so muss so eine Messe ablaufen.
…. Alles vom 7.11.2025 bitte lesen auf
https://www.alexander-wallasch.de/gesellschaft/goetz-kubitschek-im-interview-gottes-tierpark-ist-gross-und-fuer-jeden-gibt-es-das-artgerechte-staellchen
Susanne Dagen zu: Buchmesse „Seitenwechsel“ in Halle und Denkfest in Landau
Der Rat der baldigen Heldenstadt Halle hat beschlossen, das Oppositionsfestival zu unterstützen, auch finanziell. Am einfachsten wäre es gewesen, die selbsternannte Büchermesse kurzerhand zu verbieten, bevor die vielfaltsfeindlichen Nicht-Wirs die Macht auf dem Buchmarkt ergreifen, aber leiderleider ist der Betreiber der Messe Halle ein Privatunternehmen – die Kapitalisten waren immer die Steigbügelhalter und Wassermühlenantreiber der Rechten –, wie es sonst nur noch eines in Gießen gibt; alle anderen Messen in ’schland befinden sich in städtischer Hand und damit automatisch ebenfalls im Widerstand.
In einem Interview https://www.youtube.com/watch?v=zlZGvNhvmt8 , das jeder aufrechte Antifaschist und Haltungsdeutsche (= Deutscher aus artgerechter Haltung) gesehen haben sollte, greift die Veranstalterin der Messe „SeitenWechsel”, die Dresdener Buchhökerin Susanne Dagen, das Wir!-Festival – also praktisch uns alle (außer denen) – an, sei es mit Brand-Sätzen wie „Kollegial wäre gewesen, wenn man mal anruft”, sei es mit der Behauptung, die Initiative verwende den Beschluss des Stadtrates, der aggressiv in die Gesellschaft eindringenden Büchermesse zivilgesellschaftlichen Widerstand entgegenzusetzen, als Druckmittel zur Teilnahmeerzwingung am WIRR!-Festival. Dagen sagt wörtlich: „Ich weiß, dass dort jede einzelne kommunale, städtische, staatliche Institution immer wieder darauf angesprochen worden ist: Sie nehmen doch teil? Sie sind doch nicht für die Büchermesse? Ich weiß von einigen, die sich dagegen gewendet und gesagt haben: Das hat doch mit uns nichts zu tun, das hat auch mit meiner Arbeit als Verein nichts zu tun, ich möchte nicht mit dabei sein. Und wenn man sich das Programm (des Wir-Festivals) anschaut, sie haben all die Veranstaltungen, die sowieso in Halle stattgefunden hätten, jetzt noch extra in dieses Programm gepackt. Vor allen Dingen ist das eines: Es ist erbärmlich.”
Die umstrittene Buchkrämerin äußert sich auch zu ihrer harten, aber notwendigen Ausladung vom „Denkfest” in Landau https://denkfest-rhein-neckar.de/ Anfang des Monats https://www.rheinpfalz.de/kultur_artikel,-die-ausladung-von-susanne-dagen-vom-denkfest-in-landau-ist-ein-fehler-_arid,5818729.html und gibt sich natürlich befremdet, dass der Veranstalter ihr mitgeteilt hatte: „Frau Dagen, ich muss sie ausladen. Wir haben Drohungen bekommen, wir haben enstzunehmende Anzeichen dafür, dass die Veranstaltung – und zwar die gesamte Veranstaltung – gestürmt wird. Wir haben dem nichts entgegenzusetzen. Wir sind ja um die Sicherheit unserer Gäste bemüht.”
Aber so und nicht anders geht Widerstand!
… Alles vom 30.10.2025 von Michael Klonovsky bitte lesen auf
https://www.klonovsky.de/2025/10/zurkenntnisnahme-empfehlung/
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Wegducken bringt nichts! – Susanne Dagen zur Buchmesse Seitenwechsel im Interview
Ulrike Stockmann interviewt die Buchhändlerin Susanne Dagen
Susanne Dagen gehört zu den bekanntesten Buchhändlern Deutschlands, weil sie sich seit einigen Jahren gegen die politische Korrektheit positioniert. Nun veranstaltet sie im November die Buchmesse „Seitenwechsel“, die eine alternative Buchmesse zu den Leipziger und Frankfurter Buchmessen darstellen soll. Warum genau jetzt diese Messe, was erwartet uns dort genau und wie politisch ist die Veranstaltung eigentlich?
Zeitstempel:
00:00:00 – 00:03:46 Einleitung
00:03:47 – 00:08:27 Warum ausgerechnet jetzt diese Buchmesse?
00:08:28 – 00:12:59 Wie gehen Sie mit der politischen Frage um?
00:13:00 – 00:25:29 Verunglimpfung der Buchmesse
00:25:30 – 00:34:41 Umgang mit der Cancel Culture
00:34:42 – 00:39:29 Welche anderen Aussteller wird es geben?
00:39:30 – 00:46:38 Wie ist Ihre Einstellung zum Mainstream?
00:46:39 – 00:52:19 Wie sehen Sie die Zukunft der Buchbranche?
… Alles vom 26.10.2025 bitte lesen auf
https://www.youtube.com/watch?v=zlZGvNhvmt8
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Achijah Zorn: In Halle wird eine Hoffnungsmesse gelesen
… „Seitenwechsel“ ist durch und durch ein Ereignis der Zivilgesellschaft; von Bürgern für Bürger ohne staatliche Finanzierung. Es ist ein Krankheitssymptom unseres Landes, dass die steuerfinanzierte Staatsgesellschaft mit der echten Zivilgesellschaft Probleme hat. So organisieren rotgrüne Gruppierungen, ausgestattet mit Steuergeldern, Veranstaltungen gegen „Seitenwechsel“. Diese regierungsmanipulierten Erschwernisse gegenüber oppositionellen Kräften führen umso mehr vor Augen, dass eine liberale Erneuerung unsers Landes unbedingt notwendig ist.
…
Ich selber freue mich sehr darauf, in Halle dabei zu sein, so Gott will und ich lebe. Sprechen Sie mich gern an. Ich freue mich, mit ganz vielen Menschen in Kontakt zu kommen. Sie erkennen mich an meinem „Collarhemd“, dem schwarzen Pfarrerhemd mit Kleruskragen. Als Christ und Theologe möchte ich in der liberal-konservativen Kulturbewegung folgende gesellschaftliche Impulse einbringen, die sich aus dem christlichen Glauben speisen:
• Die Reinigung der Politik von Sakralisierungen und Ideologien hin zu einer evidenzbasierten Rationalität: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ (Johannes 18,36). Das Reich Gottes ist nicht in der Politik zu finden.
• Die Bekämpfung von Moralismus und Pharisäertum in der Politik: „Selig sind die geistig Armen, denn ihrer ist das Himmelreich“ (Matthäus 5,3). Nicht hochnäsige gutmenschliche Arroganz, sondern Demut und Neugier auf Andersdenkende und der sachliche Streit miteinander sind das Kennzeichen der geistig Armen.
• Das Niederreißen von Brandmauern, weil auch Jesus auf alle Menschen zugegangen ist.
• Die Geborgenheit des Glaubens an Jesus Christus anpreisen, die frecher und freier macht, gesellschaftlichen Hauptströmungen und Hysterien zu widersprechen. „Der Herr ist mein Hirte. An seiner Seite wird mir nichts mangeln“ (Psalm 23,1); „man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“ (Apostelgeschichte 5,29).
.. Alles vom 18.10.2025 von Achijah Zorn bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/vorwort-zum-sonntag/in-halle-wird-eine-hoffnungsmesse-gelesen/
Dagmar Dagen zur Buchmesse Seitenwechsel: „Schon jetzt ein großer Erfolg“
Deutschland bekommt eine neue Buchmesse: Die erste „Seitenwechsel“ findet am 8./9. November in Halle statt – Medien und Politik laufen bereits Sturm. Veranstalterin Susanne Dagen wehrt sich gegen die Vorwürfe
Frau Dagen, wird es Ihren Gegnern gelingen, die Messe „Seitenwechsel“ noch zu verhindern?
Susanne Dagen: Nein, auf keinen Fall. Auch wenn es eifrig versucht wird.
Vom wem?
Dagen: Oh, da hat die sogenannte Zivilgesellschaft tief aus ihrem Füllhorn geschöpft. Etwa mit einer Resolution aus den Reihen des Hallenser Stadtrats.
Welche die Messe Halle GmbH auffordert, sich von der „als rechtsextrem einzustufenden Buchmesse“ Seitenwechsel geschäftlich „zu verabschieden“.
Dagen: Genau, unterzeichnet von Abgeordneten der SPD, Grünen, Linken und leider auch der Freien Wähler. Oder mit einer Petition auf der Plattform change.org mit über 30.000 Unterschriften, die von der Stadt Halle verlangt, Seitenwechsel abzusagen. Natürlich sekundiert, ja vorbereitet von einer einschlägigen Medienberichterstattung, für die der öffentlich-rechtliche Deutschlandfunk bereits im März den Aufschlag gemacht hat. Weitere Medien haben sich dann daran gehängt.
Insbesondere dem MDR wirft die Messe vor, sich „bereitwillig (an) der Verbotskampagne gegen Seitenwechsel“ zu beteiligen und mit seiner Berichterstattung auf die „moralische Exekution“ der Aussteller zu zielen. Wie kommt es, daß die Messegesellschaft nicht einknickt, wie das wohl die meisten Unternehmen tun würden?
Dagen: Sie dazu zu bewegen hat Oberbürgermeister Alexander Vogt, parteilos, ja schon probiert – erfolglos. Und auch das Stadtmarketing hat versucht, die Messe dazu zu bringen, den Mietvertrag mit uns aufzulösen. Doch wir arbeiten gut mit unserem Vermieter, der Messegesellschaft, zusammen. Und da die Messe Halle keine kommunale, sondern eine private Einrichtung ist, hat die Politik nun mal kaum Handhabe. Deshalb versucht man es jetzt auf andere Weise: Kann man Seitenwechsel nicht verhindern, will man sie sabotieren. Zum Beispiel die Mitteldeutsche Zeitung, die schreibt, man werde sehr genau beobachten, wer dort als Aussteller und auch als Besucher hinkommt. Das ist natürlich eine unverhohlene Drohung, um Verlage und Bürger abzuschrecken und Seitenwechsel zu einem Mißerfolg zu machen.
Könnte das gelingen?
Dagen: Nein, wir haben bereits sechzig Aussteller, zehn mehr als ich mindestens vorausgesetzt habe, und werden sicher auf 5.000 Besucher kommen.
Was, wenn nicht?
Dagen: Das wird nicht passieren, denn der Kartenvorverkauf läuft sehr gut.
Ein weiterer Versuch, Seitenwechsel noch auszumanövrieren, ist eine – fast zweimonatige! – Gegenveranstaltung. Was hat es damit auf sich?
Dagen: In der Tat, von September über Oktober bis hin zum Wochenende der Messe am 8. und 9. November veranstaltet die Hallenser Zivilgesellschaft nun ein „Wir-Festival“. Bezeichnend ist der Name, denn „Wir“ heißt ja: Ihr nicht! Allerdings entwickelt sich die Sache nicht nach der Vorstellung der Initiatoren. Die hätten gerne, daß die Stadt das Festival auch finanziell unterstützt – es geht also auch wieder einmal darum, mit dem „Kampf gegen Rechts“ Fördergelder zu generieren. Doch das klappt diesmal nicht, da die kommunalen Kassen leer sind. Die Realität spielt uns also in die Karten, und auch das „Wir-Festival“ wird nicht verhindern, daß unsere Messe stattfindet.
Was genau ist eigentlich Seitenwechsel?
Dagen: Ich bin seit 35 Jahren Buchhändlerin und habe die Entwicklung der Buchmessen sehr genau verfolgt. Das Jahr 2017 war eine Zäsur, als während der Frankfurter Buchmesse mehrere Stände konservativer Verlage beschädigt wurden, und zwar nachdem zuvor der Veranstalter der Messe politisch Stimmung gegen diese gemacht hatte.
Konkret gab es damals einen Aufruf des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels gegen rechte Verlage sowie eine von diesem organisierte Demo gegen diese vor deren Messeständen – betroffen war auch diese Zeitung.
Dagen: Das muß man sich einmal vorstellen: Der Messeveranstalter mobilisierte gegen seine eigenen Mieter! Die Konsequenz waren Übergriffe – kein Wunder, hatte der Börsenverein doch dazu aufgefordert, den mißliebigen Verlagen zu „begegnen“, sich gegen sie zu „engagieren“ und „Haltung zu zeigen“. In der Folge veröffentlichte ich den von etlichen Prominenten, wie Uwe Tellkamp, Hans-Joachim Maaz, Cora Stephan oder Matthias Matussek, unterzeichneten Protestaufruf „Charta 2017“.
Darin hieß es über den Börsenverein: „Wenn ein Branchen-Dachverband … darüber befindet, was als Meinung innerhalb des Gesinnungskorridors akzeptiert wird und was nicht, wenn gar zu ‘aktiver Auseinandersetzung’ mit mißliebigen Verlagen unter Nennung ihrer Standnummer aufgerufen wird und diese dann im ‘Kampf gegen Rechts’ beschädigt und ausgeräumt werden – dann ist unsere Gesellschaft nicht mehr weit von einer Gesinnungsdiktatur entfernt.“
Dagen: Ja, doch als Reaktion darauf verbannte der Börsenverein im kommenden Jahr die mißliebigen Verlage in einen abgetrennten Bereich, schuf also eine Art Messe-Ghetto. Mit all dem war klar, daß es keine freie Buchmesse mehr gibt. Hinzu kommt, daß dort immer weniger Verlage, dafür aber immer mehr staatliche Institutionen und NGOs vertreten sind, wie etwa die Bundeszentrale für politische Bildung oder die Amadeu-Antonio-Stiftung. Ich habe mir im Frühjahr mal die Mühe gemacht, das Ausstellerverzeichnis der Leipziger Buchmesse durchzugehen: Das hat nichts mehr mit den Buchmessen von vor zum Beispiel zwanzig Jahren zu tun.
Seitenwechsel verstehen Sie also als Gegenentwurf, als Rückkehr zur traditionellen, für alle offenen Buchmesse?
Dagen: Ja, und mit bezahlbaren Standmieten.
Aber ist Seitenwechsel nicht die Buchmesse des „rechten Lagers“, wie etwa der Berliner „Tagesspiegel“ schreibt?
Dagen: So versuchen uns die Medien nun zu framen, aber das ist lächerlich. Seitenwechsel steht vielmehr für einen Perspektivwechsel – und das ist ja, was wir als Leser ständig machen. Es ist also eigentlich gar nichts Neues, sondern nur das, was kluge und differenzierte Menschen immer tun. Eingeladen habe ich übrigens über 300 Verlage aus allen Richtungen, also auch solche, die sich als links verstehen.
Wenn die Linken aber nicht kommen, wird dann nicht zwangsläufig eine rechte Buchmesse daraus?
Dagen: Nein, es geht nicht um links und rechts, sondern um freie Geister. Darum, Verlagen wieder einen Raum zu geben, die sonst keinen mehr finden – sei es weil sie ausgegrenzt werden, in Frankfurt und Leipzig nicht mehr sicher sind, die Miete dort nicht mehr bezahlen können oder weil sie dort ihr Publikum nicht mehr finden etc.
Wenn die Zäsur 2017 war, warum kommt Seitenwechsel dann erst jetzt, acht Jahre später?
Dagen: Zum einen verfügte ich 2017 noch gar nicht über die dafür nötigen Kontakte. Vor allem aber muß man als Mensch in so etwas erstmal hineinwachsen. So war ich etwa bis 2019 eigentlich eher reaktiv – zum Beispiel war die „Charta 2017“ ja reine Reaktion. Dann habe ich vor sechs Jahren begonnen, mich in der Dresdner Lokalpolitik zu engagieren, zog für die Freien Wähler in den Stadtrat ein und bin damit immer mehr vom reaktiven zum aktiven bürgerschaftlichen Engagement gewechselt. Und schließlich haben sich seitdem auch die Verhältnisse zugespitzt. So war ich etwa noch 2018 auf der Leipziger Buchmesse zur Diskussion auf ein Podium eingeladen – heute vollkommen undenkbar! Die Frage ist auch, ob es 2017 für eine solche Messe bereits ausreichend Aussteller und Publikum gegeben hätte. Vergessen Sie nicht, daß seitdem Corona war, ein enormer gesellschaftlicher Brandbeschleuniger, der vielen Menschen erst klargemacht hat, in was für einer Gesellschaft sie leben.
Warum in Halle und nicht in Leipzig, der alten deutschen Buchhauptstadt, oder in Dresden, der Kulturhauptstadt Mitteldeutschlands?
Dagen: Zum einen wegen meiner guten Beziehungen zur Messe Halle, aber auch wegen der Standmieten. Zudem ist wie schon gesagt das Messegelände dort im Gegensatz zu Leipzig und Dresden nicht in kommunaler Hand, weshalb die Wahrscheinlichkeit, kurz vor knapp noch gekündigt zu kriegen, ziemlich gering ist. Und schließlich ist Halle als Messestandort zentraler gelegen als Dresden und Leipzig.
Seitenwechsel findet statt – das klingt, als sei nichts faul im Staate Deutschland. Aber Angst vor Kündigung, Druck auf die Messegesellschaft, politische Cancelversuche und Sabotage, mediale Verleumdung: Ist es normal, daß eine Buchmesse in einer demokratischen Gesellschaft unter solchen Bedingungen stattfindet?
Dagen: Nein, natürlich nicht. Im Grunde sind die Umstände ein Skandal! Für mich aber sind sie eben leider auch längst nicht mehr ungewöhnlich. All das hatte ich erwartet – anders als mein Vermieter, die Messe. Für sie ist die Erfahrung neu, und sie lernt nun das über unsere Gesellschaft, was ich bereits früher erfahren mußte. Um so dankbarer bin ich allerdings, bei ihr auf Menschen getroffen zu sein, die Rückgrat haben. In einem normalen, demokratischen Land dürfte das jedoch nicht nötig sein, ja in einem normalen Land gäbe es Seitenwechsel gar nicht, weil kein Bedarf bestünde, da dort Buchmessen Orte wirklicher Vielfalt sind. Und das führt uns zu der eigentlich zentralen Frage, die jeden Bürger umtreiben müßte: Warum ist das nicht möglich?
Wie lautet Ihre Antwort?
Dagen: Weil unser Land auf dem Weg in einen neuen Totalitarismus ist. Das fällt mir auch auf, wenn ich in die Verlagsprogramme schaue: Ich frage mich bei vielen Büchern: Für wen sollen die eigentlich sein? Früher, in der DDR, hätte man gesagt, Lektüre für die Parteisoldaten. Diese Bücher machen etwas mit der Branche, machen aber auch etwas mit dem Leser, den sie in eine Richtung drängen, die ihn Abweichendes nicht mehr denken lassen sollen.
Ist Seitenwechsel also nicht nur eine Messe, sondern auch ein Zeichen: Ein Symbol für den Zustand unserer Demokratie und Gesellschaft?
Dagen: Das Wort Zeichen finde ich grundsätzlich schwierig. Ich würde sagen, Seitenwechsel ist ein Lackmus-Test und hoffentlich auch Ausgangspunkt eines Wandels. Denn es ist ja immer so, daß dieser von einigen wenigen ausgeht, die voranschreiten und damit Dinge in Bewegung setzen.
Seitenwechsel wird etwas auslösen?
Dagen: Ich hoffe, daß wir im Lauf der Zeit immer mehr Initiativen nach uns ziehen. Daß immer mehr Menschen sagen, diese Art von Freiheit lassen wir uns nicht mehr nehmen! Ich glaube, Seitenwechsel ist der Anfang einer Normalisierung.
Mehrere Medien werfen Ihnen vor, daß Seitenwechsel „ausgerechnet am 9. November“ (FAZ), „dem Gedenktag der Reichspogromnacht“ (Tagesschau) stattfindet – sprich: Sie wollten entweder provozieren oder gar heimlich die Judenverfolgung abfeiern.
Dagen: Denen ist wirklich nichts zu dumm. Aber um das aufzuklären: Bei der Suche des Termins richte ich mich vor allem nach dem Veranstaltungskalender der Messegesellschaft. Zudem sollte der Termin nach der Frankfurter Buchmesse, aber noch vor dem Advent liegen. Doch falls er eine Bedeutung hätte, dann wäre es, daß der 9. November der Jahrestag des Mauerfalls ist. Es gibt ja das Wort „Fokussierungsillusion“, wonach die Fokussierung auf etwas zeigt, was einen ausmacht: Deshalb ist der 9. November für mich der Tag des Mauerfalls. Während die Fokussierung auf das Dritte Reich, die übrigens typisch für den Westen ist, einiges über die aussagt, die mir diese Koinzidenz vorwerfen.
Was wird der Seitenwechsel-Besucher konkret geboten bekommen?
Dagen: Ich rechne wie gesagt mit mindestens 5.000 Besuchern, auch dank unseres erschwinglichen Eintritts von 15 Euro pro Tag oder 25 Euro für beide Tage. Dann ist’s aber auch schon proppevoll! Unsere Gäste erwarten neben den Ausstellern auch fast siebzig Veranstaltungen, zum Teil mit Prominenten wie etwa Michael Klonovsky, Roger Köppel, Michael Meyen, Cora Stephan, Vera Lengsfeld, Antje Hermenau, Uwe Steimle, Matthias Matussek, Uwe Tellkamp oder Gloria von Thurn und Taxis.
Das klingt nach einem stark sachbuchorientierten Programm. Ist Seitenwechsel also im Gegensatz zu etablierten Buchmessen nichts für Freunde der Belletristik?
Dagen: Nein, auch die findet ihren Raum, repräsentiert durch die eher kleinen Verlage, etwa der Schweizer Verlag Loco mit den Autoren Peter Niebergall und Volker Mohr. Ich selbst, also der Verlag „edition buchhaus loschwitz“, werde etwa Jörg Bernig präsentieren, der Gedichte liest. Dennoch ist Ihre Frage berechtigt, denn sicher gibt es einen Schwerpunkt bei politischen Titeln und Themen – aber auch weil der Buchmarkt allgemein inzwischen politischer ist. Das Programm ist übrigens schon jetzt auf der Netzseite der Messe einzusehen.
Werden nach der ersten Seitenwechsel alle Hebel in Bewegung gesetzt, um eine Wiederholung 2026 zu verhindern oder wird sich Ihre Messe etablieren?
Dagen: Letzteres, kein Zweifel! Und zwar weil sich Skandalisierung abnutzt. Weil der Bedarf für Buchmessen wächst, da es das Buchhandelssterben für Verlage immer wichtiger macht, jede Gelegenheit zu nutzen, sich direkt den Lesern zu präsentieren. Und weil, wenn die politische Entwicklung so weitergeht, auch die Zahl der Bürger steigt, die frei und unabhängig lesen, denken und debattieren möchten. Quantitativ wird Seitenwechsel zwar vermutlich nur langsam wachsen, aber sich als „Institution“ rasch etablieren. Übrigens nicht zuletzt dank unserer Kritiker, denn daß diese sich vor Haß und Hetze gar nicht mehr einkriegen, macht Seitenwechsel schon jetzt zu einem großen Erfolg.
… Alles vom 17.10.2025 von Susanne Dagen mit Moritz Schwarz bitte lesen in der JF 43/25, Seite 3, https://www.junge-freiheit.de
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Susanne Dagen: Die Buchhändlerin, geboren 1972 in Dresden, gründete mit ihrem Lebenspartner 1995 das „BuchHaus Loschwitz“ im gleichnamigen Dresdner Stadtteil. Seit 2002 führen sie den Verlag „edition buchhaus loschwitz“ und eröffneten 2005 das neben der Buchhandlung gelegene Veranstaltungshaus „KulturHaus Loschwitz“.
https://www.kulturhaus-loschwitz.de
https://www.messe-seitenwechsel.de
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Satiriker Bernd Zeller an Kulturstaatsminister Wolfram Weimer zum Seitenwechsel
… zum Kulturstaatsminister W. Weimer. Der erhielt dieser Tage Post von Bernd Zeller, „Beantwortungsbeauftragter der Büchermesse Seitenwechsel”. In dieser Funktion bat der letzte deutsche Satiriker „um die ergänzende Mitteilung zu der Pressemitteilung des Kulturstaatsministers Weimer bezüglich der Verlagspreise, ob der getätigte Befund des Kulturstaatsministers‚ die kleinen und unabhängigen Verlage sind das Rückgrat unserer literarischen Vielfalt, mit ihrem unternehmerischen Mut und ihrer Bereitschaft, auch weniger auflagenstarke Bücher zu veröffentlichen, bereichern sie den kulturellen Diskurs und stärken verkörpern das verlegerische und persönliche Engagement, das aus kreativen Ideen handverlesene Bücher entstehen lässt, gerade in Zeiten gesellschaftlicher Herausforderungen brauchen wir solche Verlage, die mit Gespür und Eigensinn neue Perspektiven eröffnen und zum kritischen Denken anregen’, aus Sicht des Herrn Staatsministers auch für die in Halle auf der Büchermesse Seitenwechsel ausstellenden Verlage gilt.
Fragt, zur Verwendung in der Buchmessezeitung, die an beiden Tagen der Büchermesse Seitenwechsel erscheint, mit journalistischen Grüßen Bernd Zeller”.
Die Buchmessenzeitung heißt übrigens Das Organ.
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Bislang, so Zeller, sei keine Antwort eingegangen; „Geschriebenes scheint nicht so seins zu sein”.
… Alles vom 16.10.2025 bitte lesen auf
https://www.klonovsky.de/2025/10/16-oktober-2025/
https://www.messe-seitenwechsel.de/tickets
UnsereDemokratie gegen Buchmesse: Wer lesen kann, ist ein Nazi?
In Halle will die linke Stadtratsmehrheit die Buchmesse „Seitenwechsel“ mit Steuergeld und Amtshilfe verhindern, fordern SPD, Die Linke, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Volt. Angriffe von Rot-Grün auf kritische Medien häufen sich. Auch Apollo-News, NIUS und TichysEinblick sind betroffen.
Es ist selten, dass eine Stadt gegen eine Messeveranstaltung ankämpft – schließlich sind Messen Orte der Begegnung; und die lokale Wirtschaft freut sich über Besucher. Das wirtschaftlich klamme Halle will genau das versuchen: Mit städtischen Mitteln und Geldern eine Buchmesse in der kulturell eher armen Stadt blockieren. Wer lesen kann und will, wird als Nazi gebrandmarkt, als „rechtsextrem“, sowie mittelbar mit Ausgrenzung, Rassismus, Menschenfeindlichkeit und einem Doppelmord in Verbindung gebracht.
Anlass ist die neue Buchmesse „Seitenwechsel“. Tichys Einblick ist Medienpartner und veranstaltet am 8. November „Tichys Abend-Einblick“. Es soll ein Abend unter Freunden von Büchern und TE sein, mit Autoren, Diskussion, Musik und guten Gesprächen. Aber Literatur ist in Halle unerwünscht.
… Alles vom 7.10.2025 on Roland Tichy bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/sanktionen-buchmesse/
Alternative Buchmesse „Seitenwechsel: Frei und subventionsfrei
Der eben erwähnte Abgeordnete Frömming sprach heute im Bundestag https://www.youtube.com/watch?v=n8hKVCCoIDM über die Freiheit der Kultur, den Etat des Kulturstaatsministers und 551 überwiegend offene Fragen. Bei dieser Gelegenheit machte er auf die alternative Buchmesse „Seitenwechsel” https://www.messe-seitenwechsel.de/aufmerksam, die Anfang November zu Halle an der Saale stattfindet und wo sich unter anderem jene Verlage versammeln, die von der Frankfurter Buchmesse vergrault bzw. weggeekelt wurden; ich habe schon mehrfach darüber geschrieben, hier https://www.klonovsky.de/2025/07/10-juli-2025-plus-wiedervorlage/ und hier https://www.klonovsky.de/2025/06/8-juni-2025/ (jeweils etwas scrollen). Frömming wandte sich auch an den Kulturstaatsminister Wolfram Weimer – klar kenne ich ihn noch von Focus, er hat mich damals aus meinem journalistischen Dornröschenschlaf geweckt – und lud ihn ein, die Messe zu besuchen, um ein sogenanntes Zeichen für Freiheit und Meinungsvielfalt zu setzen (hier https://www.youtube.com/watch?v=n8hKVCCoIDM , ab 3.10); wie man sieht, schüttelt Weimer ablehnend den Kopf, denn es würde ja seinen kosten. Der Taufzettel, schrieb Heinrich Heine, sei für den Juden „das Entréebillett zur europäischen Kultur“; 200 Jahre später gibt es für elastische Konservative ein etwas preiswerteres Entréebillet in die deutsche Kulturszene: die Teilnahme am „Kampf” gegen „Rechts” und die öffentliche Distanzierung von der AfD.
Die Veranstalter der Bücherschau, die übrigens keineswegs nur „genderfrei” ist, wie der erwähnte Schwefelparteiredner sagte, sondern vor allem subventionsfrei, kündigen auf ihrer Webseite an: „Prominente Autoren wie Uwe Tellkamp, Alexander Wendt und Jörg Bernig, streitbare Publizisten wie Matthias Matussek, Michael Klonovsky, Roger Köppel, Gerald Grosz und Uwe Steimle sowie politische Persönlichkeiten wie Gloria von Thurn und Taxis, Vera Lengsfeld und Hans-Georg Maaßen gestalten an beiden Tagen auf verschiedenen Bühnen mit ihren Büchern und Neuerscheinungen ein anspruchsvolles und vielfältiges Lesefest.” Welche Verlage genau dabei sind, steht dort noch nicht; die linken Häuser lehnen die ganze Sache natürlich ab und schließen sich denjenigen an, die den „Seitenwechsel” am liebsten verbieten oder wenigstens verhindern wollen, und die aus dem Mainstream trauen sich nicht, weil sie sonst für kontaktschuldig befunden, als Salonfähigmacher denunziert und fortan boykottiert würden im besten ’schland ever.
… Alles vom 17.9.2025 von Michael Klonovsky bitte lesen auf
https://www.klonovsky.de/2025/09/17-september-2025/
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