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- Der Fall Noelia und die „weiße Legende“ vom katholischen Spanien (9.4.2026)
- Wir sind schuldig – wir alle! Noelia Tod 26.3.2026 durch Euthanasie (27.3.2026)
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- Spanien: „Die Ghettos explodieren“ auf den Straßen (18.7.2025)
- Torre Pacheco: Marokkaner überfallen Rentner – Bürgerkriegsähnliche Zustände (13.7.2025)
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- Starkregen bei Valencia- Der Fall Heinrich S. (1.11.2024)
- Nein: Die Flut von Valencia hat NICHTS mit menschengemachtem Klimawandel zu tun (3.11.2024)
- Kleinkind in Barcelona von Einwanderer brutal attackiert (8.10.2024)
- Buße: Matador Alvaro Munero entsagt sich dem Stierkampf (23.8.2023)
- Gunnar Heinsohn: Der Elefant im Brüsseler Verhandlungsraum – Spanien und Italien (22.7.2020)
- Juncker-Europa gegen Nation der Katalanen (17.4.2018)
- Trotz 53% Jugendarbeitslosigkeit keine Auswanderungswelle (1.12.2014)
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- Noelia-Gruppenvergewaltigung
- Teneriffa
Karwoche Spanien 2026 – Osterprozessionen
Semana Santa Spain 2026 🇪🇸 | Holy Week Easter Procession in Seville – Jesus Carrying the Cross
https://www.youtube.com/watch?v=WKLRrUm5_P4
https://www.youtube.com/watch?v=HA7oLEG-6hs
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Spanien legalisiert den Aufenthalt hunderttausender illegaler Migranten
„Akt der Normalisierung“
Die spanische Regierung unter Pedro Sánchez hat ein Dekret vorgelegt, das den illegalen Aufenthalt Hunderttausender Ausländer legalisieren soll. Die Opposition spricht von einer beispiellosen Verantwortungslosigkeit in Europa.
…
Die Opposition, vor allem die Partido Popular (PP) unter Alberto Núñez Feijóo, kritisiert das Dekret aufs Schärfste. Feijóo bezeichnete die Legalisierung von Hunderttausenden irregulären Migranten als eine „Verantwortungslosigkeit ohne Beispiel in Europa“. Die rechte Partei Vox benannte den Vorgang als „Legalisierung und Institutionalisierung der Migrationsinvasion“, wie okdiario berichtet.
… Alles vom 14.4.2026 bitte lesen auf
https://apollo-news.net/akt-der-normalisierung-so-legalisiert-spanien-den-aufenthalt-hunderttausender-illegaler/
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Einige Kommentare:
Wenn diese Leute legale Papiere eines EU Landes bekommen, dann können die sich logischerweise auch ungestört im Schengenraum bewegen. Das ist ja das Problem und gleichzeitig die „Europäische Lösung“ hintenrum.Die anderen Staaten werden sich dagegen kaum wehren können. Diese Leute werden in Deutschland kassieren, dafür aber im Sommer sich am Mittelmeer breitmachen und Dolce vita feiern so wie es ihre Kultur vorsieht. Ruler
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Irgendwie bezweifle ich, dass die spanischen Sozialisten dies aus reiner Menschlichkeit tun.
Ich vermute eher, dass sie rechtliche Hürden aus dem Weg räumen, damit diese hunderttausenden Illegalen nicht dem spanischen Steuerzahler auf der Tasche liegen sondern sich auf den legalen Weg nach Deutschland machen können. Der Zirkus
Ende Kommentare
Der Fall Noelia und die „weiße Legende“ vom katholischen Spanien
Der Euthanasie-Fall Castillo Noelia spaltete Spanien nicht, wie viele Medien titelten. Noelia erinnert nur ein seit langem gespaltenes Land daran, wie tief die Gräben heute wirklich sind. Eine kurze Geschichte über die „zwei Spanien“ bis zur Gegenwart.
Von Lukas Lange
Untergebracht in einem Jugendheim nach der Trennung der Eltern, mehrfach vergewaltigt, nach dem dritten Mal, einer Gruppenvergewaltigung, folgt ein Selbstmordversuch, der zu einer Querschnittslähmung führte. Schließlich die Euthanasie durch den spanischen Staat als „aktive Sterbehilfe“ – wobei die Behauptung des Vaters im Raume steht, dass die Euthanasie trotz Bedenken im letzten Moment nicht mehr aufgehalten werden konnte, weil Noelias Organe bereits zur Transplantation versprochen waren. Weil die Fälle nie angezeigt worden waren, kam es auch nie zu Ermittlungen.
Wäre die tragische Geschichte der 25-jährigen Spanierin Noelia Castillo Ramos als Dystopie über die linksliberale Gesellschaft vorgelegt worden, hätte sie wohl selbst der reaktionärste Verlag als zu klischeehaft und überladen zurückgewiesen.
In einer weniger geballten Verkettung persönlicher Tragödien hat man sich dagegen beinahe an Fälle aktiver Sterbehilfe in westlichen Gesellschaften gewöhnt – nur eben in Ländern wie Kanada, Belgien oder den Niederlanden, nicht im „katholischen Spanien“. Doch dieses katholische Spanien ist 2026 nicht mehr als ein ausländischer Stereotyp, genährt von den Bildern tiefspiritueller Semana-Santa-Prozessionen, deren zeitliche Nähe zum Euthanasie-Fall Noelia einen vermeintlich unüberbrückbaren Kontrast darstellt.
Nun ist es nicht so, dass diese Prozessionen ihrerseits ein Zerrbild wären, sie sind Realität – und in der Realität noch weitaus „tiefen-katholischer“ als von amerikanischen Influencern geteilte Videos es transportieren. Das katholische Spanien ist keine Fiktion, aber es ist nur ein Teil der Wahrheit. Und weitaus mehr „Teil“, als es in anderen pluralistischen Gesellschaften der Fall ist.
Die Geschichte der „zwei Spanien“
Spanien ist kulturell so polarisiert, dass der Begriff der „zwei Spanien“ ein stehender Begriff ist. Geprägt wurde die Erzählung der dos Españas von der „Generación del 98“, einer literarischen Bewegung des endenden 19. Jahrhunderts. Spanien stand damals im Begriff, mit Kuba, Puerto Rico und den Philippinen die letzten Überreste eines Kolonialreiches zu verlieren, in dem die Sonne niemals unterging.
Und damit die eigene „Übersee“ eines Landes, in dem sich zunehmend Gräben auftaten: Gräben zwischen dem Nationalstaat in Madrid und Regionalismen in Katalonien und dem Baskenland, zwischen Großgrundbesitz und verarmter Landbevölkerung, zwischen Monarchie und Republik.
Vor allem aber: zwischen der Katholischen Kirche und einer bereits zu dieser Zeit grassierenden Absetzbewegung vom Glauben. Dabei litt Spanien Jahrhunderte lang unter der „Leyenda negra“, einer Erzählung konkurrierender Kolonialmächte, die das südeuropäische Land als fanatisch katholisch, brutal, rückständig und verarmt darstellte. Heute ist die Erzählung weiß und zeichnet in positiver Verklärung ein „katholisches Spanien“, das es in dieser Eindeutigkeit schon lange nicht mehr gibt.
Kirchen brannten, Priester wurden erschossen
Das Wort geht auf das Gedicht „Proverbios y cantares“ („Sprichwörter und Gesänge“) des republikanischen Lyrikers Antonio Machado zurück, dessen letzte Strophe lautet:
„Es gibt einen Spanier, der leben will und zu leben beginnt, inmitten eines Spaniens, das stirbt, und einem anderen Spanien, das gähnt. Kleiner Spanier, der du zur Welt kommst, möge Gott dich behüten. Eines der beiden Spanien wird dir das Herz gefrieren lassen.“
Seine Worte hätten prophetischer nicht sein können. In der stark antiklerikal geprägten Zweiten Republik (1931-1936) brannten die Kirchen und starben die Priester und Ordensleute durch scharfe Munition, was wesentlich dazu beitrug, dass die Risse in der Gesellschaft sich zu Schützengräben vertieften:
„Das letzte Bild, das er von Spanien mit auf die Reise nehmen musste, war das der verkohlten Ruinen von Sakralgebäuden. Dies war nur ein weiterer Grund, zu den Waffen zu greifen, um das alte Spanien und seinen Glauben zu retten.“
So beschreibt Claude Martin in seiner Franco-Biografie die letzten Eindrücke von Spaniens späterem Generalissimus vor seiner Abkommandierung auf die Kanaren. Von hier aus hat sich General Francisco Franco 1936 einem Militärputsch angeschlossen, der in einem dreijährigen Bürgerkrieg der beiden Spaniens und seiner fast vierzigjährigen Herrschaft münden sollte. 1936 schrieb Anselmo Polanco, damaliger Bischof von Teruel, in seinem Hirtenbrief:
„Heute stehen nicht länger Regierungsformen zur Diskussion, die in diesem Land herrschen sollen, sondern etwas Grundlegendes und Substantielles für die Sache Gottes und Spaniens. Auf der einen Seite kämpfen die Verteidiger von Religion, Eigentum und Familie, auf der anderen die Vertreter des Unglaubens, des Marxismus und der freien Liebe. Dies sind die zwei verfeindeten Städte, von denen Augustinus spricht: die gegeneinander stehenden Kräfte von Gut und Böse.“
Polanco selbst fiel diesem Kampf nur zwei Jahre später zum Opfer, wofür der Bischof 1995 als Märtyrer seliggesprochen wurde. Der Sieg der Aufständischen und der darauffolgende Nationalkatholizismus sollten das Bild des katholischen Spaniens für die nächsten 36 Jahre wieder geraderücken: der Katholizismus wurde zur Staatsreligion erklärt, der Kirche umfangreiche Privilegien anvertraut, darunter die Kontrolle über große Teile des Bildungswesens, Zivilehe und Scheidung abgeschafft und staatliche Zeremonien mit katholischen Ritualen vermengt.
Ab 1957 berief Franco Supernumerarier des Opus Dei an die Schaltstellen der Macht – insgesamt sechs dem Opus Dei nahestehende Technokraten übernahmen Schlüsselministerien, um die wirtschaftliche Entwicklung und die Einführung des Massentourismus zu fördern.
Aus einer kirchlichen Perspektive bergen die engen Verflechtungen zwischen dem Franco-Regime und der Kirche im Nachhinein Licht und Schatten. Auf der einen Seite dominierten nach den antiklerikalen Exzessen der Zweiten Republik nun wieder die Kräfte, die dem Katholizismus eine führende Stellung in der Gesellschaft zugestehen wollten. Auch blieb das bis zum Tod des Diktators im Jahr 1975 nationalkatholisch regierte Spanien über die moralischen Verirrungen der 1960er Jahre im Rest Europas hinaus gesellschaftlich konservativ.
Umso mehr führt die jahrzehntelang unter Verschluss gehaltene Liberalisierung seitdem aber zu Übersprungshandlungen, die teilweise weit über die Entwicklungen in weniger polarisierten Gesellschaften Europas hinausgehen. „Es platzten die Knöpfe am klerikalfaschistischen Hosenstall“, drückte ein Essay von Hans Magnus Enzensberger einst drastisch aus, was in Spanien an „Nachholeffekten“ einsetzte.
Nur noch die Hälfte der Spanier bezeichnet sich als katholisch
50 Jahre später bezeichnen sich nur noch knapp 53 Prozent der Spanier in einer Umfrage des staatlichen Zentrums für Soziologische Forschung 2025 als Katholiken. Was zunächst nach einer satten Mehrheit klingt, ist bei näherem Hinsehen ambivalenter. Zum einen bezeichneten sich nur 17 Prozent auch als praktizierende Gläubige. Zum anderen gibt es in Spanien kein Pendant zum deutschen „Kirchenaustritt“. Spanische Steuerzahler entscheiden lediglich jedes Jahr freiwillig mit ihrer Steuererklärung, ob ein Teil ihrer Steuerschuld für die Kirche oder für andere soziale oder kulturelle Zwecke verwendet werden soll.
Auch auf der politischen Ebene ist der Katholizismus auf dem Rückzug. Zwar ist die politische Rechte betonter katholisch als in anderen europäischen Ländern – namentlich heute Vox, bis 2012 die Volkspartei –, die regierende Linke allerdings auch deutlich kirchenfeindlicher. Spaniens sozialistischer Ministerpräsident Pedro Sanchez bekannte nur wenige Tage nach der Euthanasie von Noelia Castillo: „Ich brauche keine Religion, um zu definieren, was richtig oder falsch ist“.
Seit Jahren bezeichnet sich der Regierungschef als „überzeugter Atheist“ und verzichtete bei seiner Vereidigung 2018 nicht nur auf die Bibel, sondern ließ auch das Kruzifix im Zarzuela-Palast abhängen. Ein anderes Kreuz will Sanchez sogar ganz abreißen: das mit 152 Metern höchste Kreuz der Welt im Tal der Gefallenen lässt Spaniens Linke nicht einmal nach der Umbettung von Francos Leichnam aus der darunter gelegenen Basilika im Jahr 2019 ruhig schlafen und ist ein schwelender Konflikt zwischen der sozialistischen Minderheitsregierung und der Kirche, die hier ein aktives Benediktinerkloster unterhält.
Die jüngsten Regierungen sind konsequent für Abtreibung
Die Regierungen von Sánchez’ Arbeiterpartei haben in den vergangenen Jahren dafür gesorgt, dass Spanien gesellschaftspolitisch zu den „progressivsten“ Ländern Europas gehört. Bereits Sánchez Vorvorgänger und Parteifreund José Luis Zapatero ließ 2010 das spanische Abtreibungsrecht liberalisieren. Aktuell darf in Spanien bis zur 14. Woche ohne Angabe von Gründen oder Beratungsnachweise abgetrieben werden. Bei einer Gefährdung der Gesundheit der Frau oder schweren Fehlbildungen des Fötus ist Abtreibung sogar bis zur 22. Woche erlaubt.
Sánchez geht das noch nicht weit genug. Erst senkte er das Mindestalter für eine Abtreibung ohne elterliche Zustimmung auf 16 Jahre und schaffte die bis dato vorgeschriebene Bedenkzeit ab. https://www.domradio.de/artikel/spaniens-kirche-besorgt-ueber-forderung-nach-recht-auf-abtreibung Nun will er ein vermeintliches Grundrecht auf Abtreibung sogar in die Verfassung aufnehmen. Damit würde das „katholische Spanien“, das bereits jetzt eines der liberalsten Abtreibungsgesetze Europas hat, sogar an Frankreich und Luxemburg vorbeiziehen, die eine „Freiheit zur Abtreibung“ 2024 bzw. 2026 zum Verfassungsgut erhoben haben.
Ob das durchgeht, hängt von der christdemokratischen Volkspartei ab. Die Verfassungsänderung muss in beiden Parlamentskammern abgesegnet werden, wobei die Volkspartei die Mehrheit im Senat hält. Wie auch andere christdemokratische Parteien in Europa zeigte sie sich die in jüngster Zeit aber als eher unzuverlässiger Partner der Lebensschutzbewegung: War die Partei unter Mariano Rajoy im Wahlkampf 2012 noch für eine Rücknahme der Abtreibungsreform angetreten, wollte sie nach der Regierungsübernahme nichts mehr von einem solchen Rollback wissen. Und als in Kastilien und Leon der rechtskonservative Koalitionspartner Vox Schwangeren vor einer Abtreibung wenigstens Herztöne und Ultraschallaufnahmen zeigen wollte, ließ die Volkspartei darüber gleich mehrere Regionalregierungen platzen.
Neben der Abtreibungsfrage ist Sánchez auch die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe 2021 zuzuschreiben, die im Gesetzestext selbst „Euthanasie“ genannt wird. Im Unterschied zum ebenfalls legalen assistierten Suizid, wo der Patient die bereitgestellte tödliche Substanz selbst einnimmt, wird die Substanz hier vom Arzt verabreicht. Beide Maßnahmen werden vom staatlichen Gesundheitssystem abgedeckt.
Voraussetzung ist eine schwere, unheilbare Krankheit oder ein chronisches Leiden mit großem Leidensdruck, dargelegt in zwei Anträgen der betroffenen Person samt ärztlicher Prüfung und Zweitmeinung. Hiergegen zog Noelia Castillos Vater bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg. Vergeblich, wie wir heute wissen – die Kultur des Todes hat auch ein immer weniger katholisches Spanien fest im Griff. Und so spaltet nicht der Fall Noelia Spanien, wie zahlreiche Medien titelten – Noelia erinnert nur ein seit langem gespaltenes Land daran, wie gespalten es ist.
In ihrem letzten ausgestrahlten Interview sagte Noelia: „Mir gefällt nicht, in welche Richtung sich diese Welt entwickelt.“
… Alles von Luks Lange vom 9.4.2026 bitte lesen auf
https://www.corrigenda.online/kultur/kultur-des-todes-der-fall-noelia-und-die-weisse-legende-vom-katholischen-spanien
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Lukas Lange, Jg. 1992, hat in Passau, São Paulo, Stuttgart und Lüttich Volkswirtschaftslehre studiert, ist danach aber doch lieber in seine rheinische Heimat zurückgekehrt. Trotz eines journalistischen Volontariats bei der Passauer Neuen Presse lockte ihn der schnöde Mammon in die Welt der Finanzen – schreiben mag der konservative Katholik dennoch lieber als rechnen. Lange ist verheiratet und Vater eines Sohnes.
Spanien: „Die Ghettos explodieren“ auf den Straßen
Die Migrationskrise des Landes tritt in ein neues Stadium ein / Opposition und Regierung schieben sich die Schuld zu
Ein breit gebauter Mann brüllt auf spanisch in sein Mobiltelefon: „Wir haben die Schnauze voll, die sollen alle gehen!“ Das kurze Video, das sich wie ein Lauffeuer in den sozialen Medien Spaniens verbreitet, ist bemerkenswert, denn der stark tätowierte und mindestens ebenso aufgebrachte Mann ist selbst Angehöriger einer oft als unterprivilegiert bezeichneten sozialen Schicht, er ist Angehöriger eines Clans iberischer Zigeuner.
Die beispiellose Welle der Gewalt, die aktuell durch Spanien fegt, hat auch Gruppen mitgerissen, die in der Vergangenheit nicht politisch in Erscheinung getreten sind. Glaubt man den unzähligen Videos, die durch das Internet geistern, ist die Migrationskrise, die das Land seit längerem plagt, in ein neues Stadium eingetreten. Nachdem marokkanische Jugendliche mehrere Spanier, darunter Senioren und jugendliche Paare, zusammenschlugen, kam es in mehreren Regionen zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Spaniern und Zigeunern auf der einen und Marokkanern auf der anderen Seite. Tatmotiv der Marokkaner war offenbar „Langeweile“, wie mehrere Medien übereinstimmend Polizeiquellen zitieren. Die Lage ist angespannt, die Polizei spricht von „bürgerkriegs-ähnlichen Szenen“, besonders betroffen sind die Regionen Andalusien, Katalonien und Valencia.
In Städten wie Algeciras, Badalona und Zaragoza wurden Autos angezündet, Supermärkte geplündert und Polizisten mit Feuerwerkskörpern, Steinen und Molotowcocktails attackiert. Die Polizei setzte Gummigeschosse, Tränengas und Helikopter ein, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Mehr als 170 Personen wurden festgenommen, 64 Beamte verletzt.
Die rechte Partei Vox macht die Regierung direkt verantwortlich für die Eskalation. Parteichef Santiago Abascal erklärte am Montag: „Diese Krawalle sind das direkte Ergebnis einer völlig verantwortungslosen Massenzuwanderungspolitik. Spanien hat den sozialen Frieden verkauft – und bekommt nun die Quittung. Ich kenne die Lösung, wie die große Mehrheit der Spanier: Massenabschiebungen illegaler Einwanderer und Abschiebungen legaler Einwanderer, die Verbrechern begehen.“
Auch Vox-Sprecher Iván Espinosa de los Monteros warnte vor einem vollständigen Kontrollverlust: „Die linkssozialistische Regierung hat Parallelgesellschaften geschaffen, in denen spanisches Recht längst nicht mehr gilt. Diese Ghettos explodieren nun – auf unseren Straßen, in unseren Städten.“
Umfragen sehen die rechte Vox nun auf einem Höhenflug
Ministerpräsident Pedro Sánchez rief unterdessen zur Deeskalation auf und kündigte verstärkte Polizeipräsenz in den betroffenen Regionen an. In einer Pressekonferenz sagte er: „Spanien ist ein Land der Toleranz und des friedlichen Zusammenlebens. Wir werden gegen jede Form von Gewalt konsequent vorgehen – unabhängig von Herkunft oder Nationalität.“
Doch in vielen Vierteln stößt Sánchez’ Appell auf taube Ohren. Lokale Bürgerinitiativen beklagen seit Jahren den wachsenden Einfluß migrantischer Jugendbanden und einen zunehmenden Verlust an Sicherheit. In einem offenen Brief forderten 30 Bürgermeister der Region Murcia ein „sofortiges sicherheitspolitisches Eingreifen“.
Auch sozialdemokratische Regionalpolitiker, die sich bislang eher migrationsfreundlich zeigten, räumen mittlerweile Fehler ein. Der Bürgermeister von Almería, einst selbst Unterstützer offener Grenzen, sagte gegenüber der Zeitung El Mundo: „Wir haben zu lange die Augen verschlossen. Die Menschen verlieren das Vertrauen in den Staat.“
Für Vox kommt die Krise zur rechten Zeit: Umfragen sehen die Partei auf einem Höhenflug, viele Wähler scheinen bereit, dem migrationskritischen Kurs zu folgen. Die nächsten Regionalwahlen könnten zur großen Bewährungsprobe für das politische System werden.
… Alles vom 18.7.2025 von Felix Hagen bitte lesen in der JF 30/25, Seite 9
Torre Pacheco: Marokkaner überfallen Rentner – Bürgerkriegsähnliche Zustände
„Nach dem mutmaßlichen Angriff einer marokkanischen Gruppe auf einen älteren Mann in Torre-Pacheco nehmen Spanier im ganzen Land die Sache nun selbst in die Hand. Angesichts des Versagens von Polizei und Politik sagen die Einheimischen: Es reicht.“
13.7.2025
https://x.com/ShockFeed1/status/1944221798054154420
Nein: Die Flut von Valencia hat NICHTS mit menschengemachtem Klimawandel zu tun
Man hat das Gefühl, mit klassisch konditionierten Existenzen konfrontiert zu sein, die auf Zuruf verbales Männchen machen:
Waldbrand in Griechenland: „Klimawandel, menschenverursacht“.
Überschwemmung in Spanien: „Klimawandel, menschenverursacht“.
Hurricane in Florida: „Klimawandel, menschenverursacht“.
Sommer mit sommerlichen Temperaturen: „Klimawandel, menschenverursacht“.
Indes, es gibt Situationen, in denen man als derartiger Träger eines verbalen Beißreflexes saudumm dasteht, dann zum Beispiel, wenn Überschwemmungen wie sie in Valencia und Umgebung zu sehen waren, etwas für diese Gegend weitgehend Normales sind, z.B. weil seit dem 14. Jahrhundert entsprechende Ereignisse, unterscheidbar in katastrophale Überschwemmungen und extra-ordinäre Überschwemmungen, aufgezeichnet und von Wissenschaftlern analysiert werden, solchen Wissenschaftlern:
Brriendos, Mariano, Salvador Gil-Guirado, David Pino, Jordi Tuset, Alfredo Pérez-Morales, Armando Alberola, Joan Costa et al. (2019). Climatic and social factors behind the Spanish Mediterranean flood event chronologies from documentary sources (14th–20th centuries). Global and Planetary Change 182: 102997.
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0921818118306660
715 Jahre umspannt der Zeitraum wiederkehrender Überschwemmungen an Spaniens Mittelmeerküste, den die oben genannten in ihrem Beitrag analysieren. 715 Jahre, die zeigen: Überschwemmungen sind in Spanien kein seltenes Ereignis …
… Alles vom 1.11.2024 bitte lesen auf
https://sciencefiles.org/2024/11/01/nein-die-flut-von-valencia-hat-nichts-mit-menschengemachtem-klimawandel-zu-tun/
Valencia: Überschwemmungen in Spanien – nicht das erste mal
… Gemäß Reuters Nachricht vom 1. November mittags ist die Zahl der Todesopfer durch die Überschwemmungen in Valencia auf 158 gestiegen. Der Fluss Turia war durch starke Regenfälle über die Ufer getreten und hatte Befestigungen eingerissen. In heutiger Zeit, und in Europa, ist eine Naturkatastrophe dieses Ausmaßes ein Ereignis, das jeden schockiert, und es verbietet sich aus Respekt vor den Opfern jegliche Instrumentalisierung. Politische Diskussionen müssen warten, bis die sachlich-technischen Aspekte analysiert und bewertet sind. Das hindert gewisse Kreise aber nicht daran, schon jetzt den Klimawandel, und damit alle außer sich selbst verantwortlich zu machen. Ein Blick in die Geschichte der Stadt ist dagegen sehr hilfreich.
Ursache für das extreme Wetter ist das meteorologische Phänomen „DANA“ (= depresión alta de nazuraleza aislada), eine isolierte Tiefdruckzone in großer Höhe, die für diese Region in dieser Jahreszeit typisch ist. Die gelegentlich damit einhergehenden Überschwemmungen wurden in der Geschichte, dem Datum entsprechend, nach den Heiligen des Tages benannt: San Miguel für den 29. September oder San Martín für den 11. November. Im Oktober 1957 gab es dann eine besonders tödliche Flut, die fast hundert Menschenleben forderte.
Damals lief das Flussbett mitten durch Valencia. Um die Stadt und ihre Bevölkerung für die Zukunft zu schützen, wurde ein gigantisches Projekt gestartet, die „Solución Sur“, die den Fluss südlich an der Stadt vorbei leitet. Dieser neue Flusslauf ist 12 Kilometer lang, zwischen 150 und 200 Metern breit und kann pro Sekunde 5000 Kubikmeter transportieren. Sollte das nicht ausreichen, so wird das Wasser vorübergehend in eine Reihe von Auffangbecken nahe dem Beginn des neuen Flussbetts geleitet. Das alte, trocken gelegte Flussbett wurde in Parks aller Arten umgewidmet und hat der Stadt neue Attraktionen beschert.
Die erwähnten Auffangbecken wurden in der Zwischenzeit zum Teil oder sämtlich beseitigt, und das so gewonnene Terrain wurde für Photovoltaik und ökologische Forschung genutzt. Hat diese Umwidmung, hat das Fehlen der Auffangbecken zu der tödlichen Auswirkung der aktuellen Flut beigetragen? Das wird die Analyse der Katastrophe zeigen müssen.
… Alles vom 3.11.2024 bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/ueberschwemmungen_in_spanien_nicht_das_erste_mal
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Dr. Hans Hofmann-Reinecke studierte Physik in München und arbeitete danach 15 Jahre in kernphysikalischer Forschung. In den 1980er Jahren war er für die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien als Safeguards Inspektor tätig. Er lebt heute in Kapstadt. Dieser Artikel erscheint auch im Blog des Autors https://think-again.org/blog/. Der Bestseller Grün und Dumm, und andere seiner Bücher, sind bei Amazon erhältlich.
Buße: Matador Alvaro Munero entsagt sich dem Stierkampf
Es ist schon länger her: Mitten im Kampf setzte sich Matador Alvaro Munero plötzlich reuevoll an den Rand der Arena. Später, in einem Interview, sagt er:
„Plötzlich sah ich nicht die Hörner, sondern die Augen eines Stiers. Er stand vor mir und sah mich an. Er stand nur da und sah zu, versuchte nicht anzugreifen. Die Unschuld, die alle Tiere in ihren Augen haben, sah mich an und bat um Hilfe. Es war wie ein Schrei nach Gerechtigkeit, und irgendwo tief in mir wurde mir plötzlich klar, dass er mich so ansprach, wie wir Gott im Gebet ansprechen:
‚Ich will nicht mit dir streiten, bitte schone mich, weil ich es nicht getan habe tut dir was weh. Töte mich, wenn du willst, wenn es dein Wille ist, aber ich will nicht gegen dich kämpfen.‘
Und ich, als ich das in seinen Augen las, fühlte mich wie das schlimmste Geschöpf der Welt und unterbrach den Kampf. Danach wurde ich Vegetarier und begann, gegen den Stierkampf zu kämpfen.“
Juncker-Europa gegen Nation der Katalanen
Ein souveränes „Catalunys“ in einem Europa der freien Völker. Es ist beschämend, was sich die politisch wie wirtschaftlich zurzeit stark belastete EU in Bezug auf den Freiheitswillen des katalanischen Volkes leistet. Die Katalanen mit ihrer Hauptstadt Barcelona und ihrem Heiligtum Monserrat sind eine eigene Nation in Sprache, kultureller Überlieferung und Geschichte. Der ethnische Ursprung Katalaniens liegt bei dem vorchristlichen Volk der Iberer, die keine Indoeuropäer waren, ebenso wie die Basken keine sind.
Es ist eine Schande für die Demokratie, was die EU geschehen lässt. Ging es den Brüsseler Bürokraten um ein demokratisches Europa der Völker, müssten sie – entsprechend der schottischen demokratischen Volksabstimmung – die Souveränität Katalaniens, wenn nicht unterstützen, jedoch zumindest respektieren. Es bestätigt sich wieder einmal, dass dieses „Juncker-Europa“ nur ein Zusammenschluss von zum Teil korrupten Institutionen im Dienste der globalisierten Banken und Wirtschaftsmächte ist.
Es wird interessant sein, wie sich Emanuel Macron die Neuordnung Europas vorstellt und vor allem wie er versuchen wird, diese umzusetzen. Aber da muss gerade die Bundesrepublik Deutschland unter Merkel noch viel lernen – das Einmaleins der europäischen souveränen Kulturen.
17.4.2018, Peter Müller, Historiker und Archivar M.A, Denzlingen, BZO
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„Die katalanischen Separatisten sortieren sich neu“, Beitrag von Martin Dahms (Politik, 27. März)
https://www.badische-zeitung.de/ausland-1/katalanische-separatisten-sortieren-sich-nach-puigdemonts-festnahme-neu–150904419.html
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Luxemburg kleiner als Katalonien – deshalb an Frankreich?
Spanien hat die UN Sozialcharta unterschrieben. Laut Artikel 1 „haben alle Völker das Recht auf Selbstbestimmung. Kraft dieses Rechtes entscheiden sie frei über ihren politischen Status“. Ein Volk wiederum definiert sich auch über eine eigene Sprache. Es kann keine Frage darüber bestehen, dass Katalanisch eine eigenständige Sprache ist. Wie ist jedoch eine Verfassung zu bewerten, die gar keine Veränderung in dieser Frage zulässt? Carles Puigdemont muss deshalb auf freiem Fuss bleiben.
Im Übrigen kann die Größe einer Bevölkerung nicht Maßstab sein für einen eigenen Staat, auch wenn es Jean-Claude Juncker nicht gefällt. Luxemburg hat sicher weniger Einwohner als Katalonien. Sollte man etwa Luxemburg an Frankreich oder Deutschland angliedern?
17.4.2018, Jan Uttenweiler, Freiburg, BZO
Trotz 53% Jugendarbeitslosigkeit keine Auswanderungswelle
Die Jugendarbeitslosigkeit liegt in Spanien im Spätherbst 2014 bei 53 Prozent. Trotzdem gibt es keine Massenflucht ins Ausland – zwei Gründe: Enge Bildung an die Familie sowie schlechte Fremdsprachenkenntnisse (nur 22% der Spanier sprechen Englisch, aber 38% im EU-Durchschnitt).
Bis 2010 war Spanien Einwanderungsland. Die Zahl der Ausländer stieg von 500.000 in 1996 auf über 5,7 Mio in 2010 an. Seit 2010 gibt es mehr Aus- als Einwanderer: In 2013 verließen 550.000 Menschen Spanien. Von diesen wurden aber nur 76.000 in Spanien geboren, während die anderen 474.000 frühere Spanien-Immigranten waren.
Trotz der Krise in Spanien: In Spanien leben immer noch viel mehr Deutsche (im arbeitsfähigen Alter) als umgekehrt Spanier in Deutschland.

