Was Sterbende am meisten bedauern – 5 Wuensche

In ihrem Blog nennt die Palliativpflegerin Bronnie Ware fünf Dinge, die Sterbende am meisten bedauern – The top fife regrets of the Dying:
1. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben
2. Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet
3. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken
4. Ich wünschte, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden aufrechterhalten
5. Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein

Dazu stellt der Psychologe Jan Gramm von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) fest, dass kurz vor dem Lebensende Werte/Ziele wie Einfluss, Sicherheit, und Leistung bedeutungslos werden gegenüber dem Wunsch nach Frieden mit Familie und Freunden: „Man kann das als psychische Reaktion deuten auf die fehlende Kraft, die eigene Rolle aufrecht zu erhalten. Aus Sicht der Psychoanalyse würde man sagen: Die Abwehrmechanismen fallen weg und der Kern des Menschen wird sichtbar – und darin sind wir lebendige, sehr verletzliche Wesen.“ Der Sterbende ist ehrlich und offen wie ein kleines Kind – dies macht den Blog der australischen Krankenschwester Bronnie Ware so interessant. Darin listet sie auf, was Sterbende ihr am häufigsten antworteten auf die Frage „Was bedauern Sie rückwirkend bzw. was würden Sie anders machen?“:

(1) Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, ein Leben nach meinen Vorstellungen zu leben. Fazit: Wenn Du krank ist ist es zu spät, nur die Gesundheit räumt die Freiheit ein, die eigenen Träume zu leben und nicht immer nur die Erwartungen der Anderen zu erfüllen. Dieser Freiheit werden allzuviele erst auf dem Totenbett gewahr, wenn es zu spät ist.

(2) Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet . Diesen Wunsch gaben alle männlichen Patienten an. Sie bereuen, früher der Familie und den Kindern zu wenig Zeit eingeräumt zu haben.

(3) Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle zu zeigen. Durch das Verstecken der eigenen Gefühlswelt leiden viele ein Leben lang, vor allem im Alter.

(4) Ich wünschte, ich hätte meine Freundschaften besser gepflegt. Keine Zeit für Beziehungen und Freundschaften gehabt zu haben, nun sterben immer mehr Freunde weg bzw. tauchen unter.  Zum Lebensende vermisst jeder Freunde und Kontakte zu Menschen. Was bleibt, ist die Regelung der finanziellen Angelegenheiten.

(5) Ich wünschte, ich hätte mir mehr Glück erlaubt . Man bemerkt, lange zu sehr den Alltagsgewohnheiten und dem Trott nachgegangen zu sein und dabei das eigene Glück verpasst zu haben. Glück ist eine Wahl, die man treffen muß, das Glück will erkannt und festgehalten sein bzw. am Schopf gepackt werden  – und diese Wahl hat man verpasst.

Bronnie Ware:  „The Top Five Regrets of the Dying“
https://www.inspirationandchai.com

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