Obstbau

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Obstbäume im Markgraeflerland: Blick von “Am Kreuzweg” zwischen Sulzburg und Buggingen nach Nordwesten zum Kirchlein Betberg am 16.11.2006 morgens

Der Obstbau erfordert – wie die anderen Sonderkulturen Gemüsebau, Reben und Tabakbau auch – einen  hohen Arbeitsaufwand. Grund: Im Gegensatz zum Ackerbau können bei den Sonderkulturen nur sehr bedingt eingesetzt werden.
Und Lohn/Arbeit ist teuer.
Deshalb: Erwarten Sie fürs einheimische Obst keinen Schnäppchenpreis – Bezahlen Sie den fairer Preis.
Oder Sie helfen beim Ernten mit!

 

Ernte am 19.9.2014 in Freiburg: Trauben und Feigen

Ernte am 19.9.2014 in Freiburg: Trauben und Feigen

 

Obst – Bilder

 

 

                        
(1) Fiashetti in Moneglia 9/2013                  (2) Traubenernte am 9.9.2013               (3) Quitten am 5.10.2013

erdbeeren1feldkirch140419            erdbeeren-muensterplatz140426          kiwi-unreif140822
(4) Erdbeenen Feldkirch 19.4.2014         (5) Münstermarkt FR am 26.4.2014         (6) Kaki unreif fällt ab – 22.8.2014

kaki141207          kakifrucht161207           kakifrucht-scheiben161207
(7) Kaki am 17.12.2014                            (8) Kakifrucht am 7.12.2016                     (9) Kaki scheibchenweise 7.12.16

 

(7) Kaki am 17.12.2014: Unser vor einem Jahr gepflanztes Kaki-Bäumchen hat alle früchte im August abgeworfen – ausser zwei, die nun reif wurden: leider etwas verunstaltet, aber reif!
(8) Nur eine Kakifrucht wurde reif und wird am 7.12.2016 nach ersten Frostnächtengeerntet. SChmeckt gut!

 

 

Obst-Veredelung Apfelbaum

obstbaum1veredelung160328                    obstbaum2veredelung160328                           obstbaum3veredelung160328
(1) Unter die Rinde einsetzen             (2) Umwickeln am  28.3.2016                   (3) Verstreichen Teer oder Baumwachs

“Pfropfen hinter die Rinde”
1. Äste des umzupfropfenden Baums absägen
2. Längsschnitt ca 5 cm die Rinde des Pfropfkopfes . Durch den Saftdruck im Frühjahr lösen sich die Rindenflügel
sehr leicht, so daß sich das zurechtgeschnittene Reis leicht hinter die Rinde schieben läßt.
3. Die zuvor geschnittenen Edelreiser – hier Renette als alte Apfelsorte – (ca 15 cm lang, mit 2-3 Knospaugen) unten
ca 5 cm lang schräg anschneiden.
4. Edelreiser zwischen Rinde und Stamm einschieben (Bild 1) – die angeschnitte Seite zum Stamm hin.
5. Veredlung straff mit Bast oder Band umwickeln (Bild 2)
6. Die Wunden mit warmem Tee oder Baumwachs verstreichen. (Bild 3)

 

Fallobst – in der Natur vergammelt nichts

Stellen Sie sich vor: Ein Besucher sieht bei Ihnen in Kühlschrank und Vorratsraum Ware, die vergammelt, macht ein Foto, setzt es in die Zeitung und fordert dann, dass sich in Zukunft alle Besucher bei Ihnen “bedienen” können, da sowieso “alles vergammelt”!
Gerade dieses Jahr ist ungespritztes Obst stark von Wurm und Schorf befallen, was auf dem “Beweisbild” unschwer zu erkennen war. Selbst die Saftfirma verlangt gesunde Ware und würde dieses unreife, wurmig faule Obst vom Bild ablehnen. Oder der Eigentümer hat gerechnet: Lohnt sich für 5,5 Euro/100 Kilogramm das Herauslesen des Brauchbaren – oder kostet das Benzin mehr? Komme ich über den gesetzlichen Mindestlohn?
Die Stimmungsmache gegen solche Situationen sollte unterbleiben. Zu viele “Spaziergänger” sieht man zur Zeit mit Tüten und Taschen unterwegs! Die wenigsten Besitzer haben was dagegen, wenn Obst am Weg aufgelesen wird, aber sie wollen kein Getrampel auf ihren Grundstücken. Bäume und auch Fallobst sind so wichtig für die Natur, dass man die Besitzer nicht vergrämen darf.
Der Leserbriefautor braucht auch keine Gottesschande fürchten, weil in der Natur nichts vergammelt. Auch wenn mal was liegen bleibt, freuen sich Vögel, Igel und anderes Getier über Nahrung, und am Schluss steht die Verrottung mit Düngeeffekt fürs nächste Jahr. Gern kann er sich über Erntemöglichkeiten beim Besitzer informieren. Oder selbst ein Bäumchen pflanzen oder eine Baumpatenschaft übernehmen, wo alle pflücken dürfen. Im Schnapp war eine Annonce: “Suche kostenlos oder billig Obstbaum zum Ernten”. Das ist der richtige Weg. Würde die heimische Landwirtschaft durch Kauf besser unterstützt und mal ein Würmchen in Kauf genommen, müssten wir solche Bilder sicher auch weniger sehen.
.10.2013, Hermann Schwaab, Teningen

 

 

Obstbau-Links

Baden-württembergische Sortenerhaltungszentrale am Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee (KOB) in Ravensburg
Stichwort “Grundstücksangebot für Sortenerhaltung” – Flächen für alte Kirschsorten zur Verfügung stellen ,
Tel 0751/79030, c/o Manfred Büchele, buechele@kob-bavendorf.de,
http://www.kob-bavendorf.de 

Kreisverband Obstbau, Garten und Landschaft (KOGL) Emmendingen
Fachwartkurse für den Schnitt, die Veredelung und Pflege von Obstbäumen
http://www.kogl-emmendingen.de

Lehr- und Versuchsgarten des Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald am Tuniberg
Beratung von Obstgärtnern
http://www.versuchsgarten-opfingen.de

Stiftung Kaiserstühler Naturgarten
http://www.kaiserstuehler-garten.de

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