Suizid

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Selbstmord, Selbsttötung und Suizid?
Ein Mord ist eine heimtückische Tötung. Somit ist „Selbst-Mord“ ein unsäglicher Begriff, den man eigentlich durch Selbsttötung ersetzen müsste. Eine Selbsttötung bzw. Suizid ist ein tragischer und finaler Akt eines Menschen, der nicht mehr weiter weiß – so tragisch, dass wir diese Seite unsäglicherweise als Suizid- wie auch als Selbstmord-Seite bezeichnen und ehrlicherweise auch Tribut zollend an die Suchmaschine Google, um gefunden zu werden.

 

Suizid – in der Liste der Todesursachen

1.7 % aller Menschen sterben durch Selbstmord – doppelt so viel wie die 0.86 % aller Menschen, die durch Kriege und Gewalt zu Tode kommen.
0.37 % sterben durch Naturkatastrophen – und fast sieben Mal so viele durch Strassenverkehrsunfälle, eine der Top-Todesursachen weltweit.
Typhus ist für so viele Toite verantwortlich wie alle Naturkatastrophen. Aber über Typhus berichtet niemand, dabei kann man gegen Typhus impfen – ähnlich wie bei den Krankheiten Malaria, Tuberkulose, Meningitis, Durchfall und Hepatitis.
Vorzeitige Todesursachen in Deutschland: 1. Herzerkrankung, 2. Schlaganfall und 3. Lungenkrebs. Also weniger rauchen, trinken und fettes Fleisch essen sowie mehr bewegen und Nüsse, Obst und Fisch essen. Ganz einfach.

Quelle: „Blobal Burden of Desease“ , Studie der University of Washington in Seattle

 

 

Suizid und Suizidversuch sind keine Probleme von Randgruppen

Zwischen 11.000 und 13.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland durch die eigene Hand. Das bedeutet, dass sich durchschnittlich alle 47 Minuten ein Mensch das Leben nimmt. Alle fünf Minuten, so vermuten Fachleute, versucht es jemand. In Deutschland wie auch in Freiburg sterben mehr Menschen durch die eigene Hand als im Straßenverkehr, es sterben mehr Menschen durch Suizid als durch illegale Drogen, Aids und Verkehrsunfälle zusammen. Und: jeder Suizidtote lässt durchschnitt-lich ca. sechs nahe stehende Menschen zurück, die oft kaum wissen, wie sie weiterleben können. Freiburg im Jahr 2004:
3 HIV-Tote
8 Verkehrstote
9 Tote durch illegale Drogen
29 Suizide
https://www.suizidpraevention-freiburg.de/tabu_suizid.htm
mehr auch auf www.suizidpraevention-deutschland.de
In Deutschland nimmt sich etwa alle 47 Minuten ein Mensch das Leben und etwa alle fünf Minuten wird ein Suizidversuch begangen. Zwar ist die Suizidrate seit den 80er-Jahren rückläufig, mit 11 000 bis 12000 Selbsttötungen pro Jahr übertrifft sie aber die Zahl der durch Verkehrsunfall, Aids und illegalen Drogenkonsums Verstorbenen deutlich, zumal davon auszugehen ist, dass die Dunkelziffer sehr hoch ist. Unter Fachleuten ist unbestritten, dass sich hinter vielen Drogen- und Verkehrstoten Suizide verbergen. In Baden-Württemberg wurden vom Statistischen Landesamt 2004 1366 Selbsttötungen registriert — 1003 davon waren Männer. In Freiburg-Stadt starben 2004 18 Männer und elf Frauen durch Suizid, im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald 19 Männer und 9 Frauen.
Quelle: Arbeitskreis Leben Freiburg (AKL) im Fachverband für Prävention und Rehabilitation in der Erzdiözese Freiburg

 

 

Auch andere werden ins Unglück gestürzt
Anfang der 50er Jahre war es noch möglich, von einem in den Bahnhof einfahrenden Zug abzuspringen. Der Bahnpolizist, der mich in Freiburg dabei erwischte, zeigte mir zur Abschreckung Fotos von durch die Bahn überfahrenen Menschen. Mir wird heute noch schlecht davon!
Gleichzeitig bat er, mich in die Leute hinein zu versetzen, die die menschlichen Überreste von den Schienen räumen müssen. Vor allem aber bestürzte mich der Bericht von traumarisierten Lokführern. Bei einem Bremsweg von mehreren Kilometern lässt sich auch durch eine Vollbremsung der Zusammenprall mit einem Selbstmörder auf den Schienen nicht verhindern. Die Lokführer erleben dies unmittelbar mit. Manche sind dann nicht mehr in der Lage, ihren Beruf weiterhin auszuüben. Die Folge: Auch die Familien der Lokführer haben unter dem Trauma zu leiden. Vor diesem Hintergrund hält sich mein Mitleid mit den Menschen in Grenzen, die durch ihren Suizid andere ins Unglück stürzen!
16.4.2014, Joachim Scheil, Badenweiler

 

Siuzide im Jahr 2011 – Zahlen des Statistische Landesamtes Baden-Württemberg

– Anzahl der Suizide: 1303 , 6% weniger als 2010. Steter Rückgang: 2000 Suizide in 1985.
– 1013 Männer und 290 Frauen. Der Anteil der Männer steigt an seit 1985.
– Seltenste Monaten November und Dezember, häufigste Januar, Mai und September.
– Frühlings- und Sommermonate höhere Suizidhäufigkeit  (Depressionen) als Herbst- und Wintermonate
– Suizide  durch Erhängen, Ersticken 44%,  Vergiftung 13,1 %, vor den Zug 11,2 %, Sturz in die Tiefe 9,6 %.

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