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Frank Wahlig: Tauwetter zwischen Sahra Wagenknecht und AfD?
Die Experten werfen die Warnsirenen an. Die Gefahr für unsere Demokratie drohe nicht nur von rechts, sondern, wenn man die Wagenknecht-Partei für links hält, auch von links. Die Demokratie gerate in Gefahr, wenn das Bündnis Sahra Wagenknecht Gespräche mit der Alternative für Deutschland für möglich, für sinnvoll hält.

Ohne Brandmauer verlören SPD und Grüne ihre Macht
In der medial kontrollierten Politikwelt gibt es sie noch, die Brandmauer. Zumindest die zur AfD. In den Köpfen und im Wollen der Bürger schon längst nicht mehr. Seit Merkel läuft die Union in gebückter Haltung eines Dieners Wurm. Die Union macht sich klein vor der Machtmaschine SPD. Ohne Brandmauer verlören SPD und Grüne ihre Macht. Die Union müsste etwas zeigen, was ihr fünfzehn Jahre Merkel ausgetrieben hat: Mut, das linke Experiment in Deutschland zu beenden. Rasch gibt die „Bild“-Zeitung eine Umfrage in Auftrag mit dem Ergebnis, dass eine Koalition zwischen AfD und BSW abgelehnt werde. Außer bei Wählern der beiden Parteien. Nebenbei: Es stehen keine Wahlen an. Die Medien arbeiten also vorsorglich.
Sahra Wagenknechts Politbündnis BSW ist in Orientierungsschwierigkeiten. Die Partei weiß nicht, wofür sie steht und was sie möchte. Der Wähler übrigens auch nicht. Das BSW ist dressierter Mehrheitsbeschaffer für die SPD in Brandenburg, und in Thüringen besorgt sie einem farblosen CDU-Funktionär den Ministerpräsidentenposten. In Sachsen macht das BSW einen auf Opposition und gerät in die politische Bedeutungslosigkeit. Wozu ist das BSW denn gut? Posten für abgehalfterte SPD- und Linke-Funktionäre wie in Brandenburg und wie in Thüringen. Das ist zu abgeschmackt.

BSW in Not
Die Erfinderin dieser Partei für viele Fälle macht sich Sorgen. Umfragen zeigen, der Wähler traut dieser Partei, die nach allen Seiten offen scheint, immer weniger. Eine linke FDP. Die braucht niemand. Deshalb tat Sahra Wagenknecht das Unerhörte, das eigentlich so selbstverständlich ist. Sie macht der AfD ein Gesprächsangebot. Das alleine ruft die üblichen Experten auf den Plan. Die sind dafür da, jede Art der Kommunikation mit der AfD zurückzuholen. Die Radikalen in der AfD wie Björn Höcke seien das Problem, heißt es. Dieser Höcke, der wie ein Schaf auf dem Altar der politischen Korrektheit geopfert werden soll, hat einen verschwiegenen Chauffeur. Der hat ihn mehrmals bereits zu vertraulichen Treffen mit, sagen wir, BSW-nahen Kreisen gefahren.
Fazit der Treffen in Berlin: ein guter Mann mit einem schlechten Leumund. Eine Sahra Wagenknecht kommt nicht ohne Vorbereitung und Grund auf den Gedanken, mit der AfD zu sprechen. Sie nimmt diese Partei ernst, weil über die AfD der Weg zu politischem Einfluss führt. Was das Strategische betrifft, verfügen Alice Weidel und Sahra Wagenknecht über mehr Verstand als der von SPD und Grünen gefesselte Kanzler. Es ist noch Zeit bis zu dem Wahlmarathon im nächsten Jahr. In der Union stehen Politiker bereit, die nicht weiter vor den Linken kuschen wollen. Die auch nicht die Rache der SPD wegen der abgeblasenen Wahl linker Verfassungsrichter fürchten. Die Unionspolitiker im Bund nehmen das tatsächlich ernst und überlegen, was man den Linken Gutes tun kann, damit sie nicht so übelst gelaunt sind.
Verhinderung von Brosius-Gersdorf
Was für eine Koalition. Irgendwie scheinen Kanzler Merz und Fraktionschef Spahn gar nicht zu merken, dass ihre Leute etwas richtig gemacht haben. Es waren nämlich AfD- und eine Reihe vernünftiger Unionspolitiker, welche linksaktivistische Verfassungsrichter verhindert haben. Die SPD wollte das, was sie seit Jahrzehnten am besten kann: den Gang durch die Institutionen und dadurch das Gewebe des Staates verändern, auf links drehen. 16-Prozent-Putschisten. Die Unions-Parteispitze wollte „wie immer“ den Dienerwurm geben. Das ist gescheitert. Was sich daraus entwickelt? Offen! Sahra Wagenknecht wagt einen ersten Schritt. Denkt darüber nach, worüber auch mancher in der Union nachdenkt: die größte Oppositionspartei einbinden und beachten. Die Unionsfraktion hat Schneid bewiesen. Da ist etwas in Bewegung geraten. Die Verhältnisse tanzen noch nicht, aber sie zucken. Es gibt eine Politik jenseits von links-grün. Das AfD-Bashing ist eine Farce, und der Wähler zeigt es bei jeder Abstimmung. Vielleicht, das mag die Hoffnung sein, prügeln die kommenden Wahlergebnisse der Union ein wenig Verstand und Mut ein. Die Schläge können nicht hart genug sein.
… Alles vom 14.7.2025 von Frank Wahlig bitte lesen auf https://kontrafunk.radio/de/stimmen/kontrafunker/frank-wahlig

 

Wenn Weidel Wagenknecht will
Es gibt diese seltenen, kostbaren Momente in der Politik, da flackert plötzlich ein Hauch von Wahrheit auf – zwischen Nebelgranaten, Rhetorik und parteitaktischer Plattitüde. Es flackert.
„Ich finde Wagenknecht und Weidel klasse. Gemeinsam in Regierungsverantwortung – das würde Deutschland guttun.“ Ein Satz, gefallen am vergangenen Montag, beiläufig beim Kaffee in meinem Büro. Gesprochen von einem Mann (Dr. Mike Yeadon, langjähriger Vizepräsident bei Pfizer), der das Oval Office nicht nur von außen gesehen hat. Nur wenige Tage später entfaltet sich just jene Konstellation, halb Wunschbild, halb Provokation, als hätte das politmediale Theater plötzlich einen neuen Plot aufgegriffen.
Nun gut, die einen nennen es Ketzerei, die anderen kluge Anarchie. Was sich aber zwischen der AfD und dem BSW anbahnt – oder vielleicht auch nicht – ist mehr als nur der Flurfunk einer aufgeschreckten Republik. Es ist ein politischer Kipppunkt.
Denn da war er nun, Tino Chrupalla, der sächsische Zimmermann des rechten Riegels, und sprach im Fernsehen von Gesprächen – „über das, was Deutschland bewegt“. Und siehe da, der publizistische Erdrutsch folgte prompt. Man sprach plötzlich über den Schulterschluss zweier Parteien, die – so verschieden ihre Herkunft, so ähnlich ihre Diagnose – dem Irrsinn der Ampel eine intellektuell munitionierte Verweigerung entgegenstellen.
Freilich: Sahra Wagenknecht wiegelt ab. Noch. Aktuell keine Gespräche. Aber, so ihre Worte, ein Treffen mit der AfD sei „selbstverständlich“ möglich, denn es sei „undemokratisch“, diese parlamentarisch auszugrenzen. Ich bitte Sie! Das sind Sätze wie aus dem alten Brevier des gesunden Menschenverstandes – eines, das im Berliner Regierungsviertel längst vergilbt im Regal der politischen Relikte verstaubt.
Wir erleben gerade den Anfang eines politischen Tabubruchs. Und vielleicht auch den Beginn einer unheiligen Allianz – oder aber: einer heilenden.
Denn machen wir uns nichts vor: Die Gemeinsamkeiten sind da. Migration, Ukraine, soziale Fragen – das sind keine Nebenkriegsschauplätze, das sind die Schlagadern der Republik. Und während westdeutsche AfDler noch mit Wagenknechts Mietpreisbremse fremdeln, hat man im Osten bereits pragmatisch Handschlag geübt. Thüringen lässt grüßen.
Und nun stellen wir uns das einmal vor: Zwei kluge, kampferprobte Frauen – Weidel und Wagenknecht – die sich nicht an Genderfragen oder Bodyshaming aufreiben, sondern das Land mit intellektuellem Klartext und eiserner Contenance regieren. Beide mit akademischem Schwert. Die eine mit ostdeutscher Prägung, die andere mit libertärem Blick und ökonomischer Brillanz. Eine Lady-Legislatur. Warum eigentlich nicht? …

… Alles vom 8.7.2025 von Markus Langemann bitte lesen auf
https://www.clubderklarenworte.de