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- Schriftliche Division an GS – ade (23.2.2026)
- Wenn alle alles können sollen (31.1.2026)
- Das Gymnasium war Qualifikation und keine Selbstverständlichkeit (31.1.2026)
- Unterschiedliche Leistungsfähigkeit wird verpakt in Chancengerechtigkeit (31.1.2026)
- Wenn Arbeit nivelliert wird – Beispiel Mindestlohn (31.1.2026)
«Equality» bedeutet, dass alle gleich behandelt werden sollen, während «Equity» darauf gerichtet ist, Ungleichheiten durch gezielte Massnahmen zu beseitigen – um der Chancengleichheit willen.
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Wenn alle alles können sollen
Es wird systematisch alles abgebaut, was Menschen widerstandsfähig, eigenständig und tragfähig macht. Nicht, weil jemand bewusst eine Generation schwächen will, sondern weil man alles vermeidet, was fordert. So entsteht kein freier, starker Mensch. So entsteht ein abhängiger.
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Ich las den Absatz zweimal. Nicht, weil er kompliziert gewesen wäre, sondern weil ich kurz prüfen musste, ob ich ihn richtig verstanden hatte. Nein, es ging nicht um Fördermaterial. Nicht um Zusatzangebote. Es ging um regulären Unterricht. Klassiker in einfacher Sprache. Und je länger ich darüber nachdachte, desto klarer wurde mir, dass das kein Ausrutscher war, sondern ein Symptom. Klassiker in einfacher Sprache also: Goethe, Schiller, Shakespeare, Kleist, Kafka. Alles ohne sprachliche Fallhöhe, ohne Pathos, ohne Reibung, ohne Zumutung. Sorgfältig glattgezogen und so weit heruntergedimmt, dass niemand mehr an ihnen wachsen muss. Man kann darüber schmunzeln. Oder den Kopf schütteln. Oder man hält kurz inne und fragt sich, was hier eigentlich gerade passiert.
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Wenn man all diese Entwicklungen nebeneinanderlegt – die Vereinfachung von Bildung, die Nivellierung von Arbeit, die Austauschbarkeit von Menschen –, dann ergibt sich ein Bild. Kein finsterer Plan. Keine geheime Steuerung. Aber eine Richtung. Eine Gesellschaft, in der Besitz an Bedeutung verliert, Bindung flexibel wird und Menschen vor allem eines sein sollen: anpassungsfähig, funktional, ersetzbar.
Man muss das nicht glauben. Man muss es nicht gutheißen. Aber man kann kaum übersehen, dass man systematisch alles abbaut, was Menschen widerstandsfähig, eigenständig und tragfähig macht. Nicht, weil jemand bewusst eine Generation schwächen will, sondern weil man alles vermeidet, was fordert. Wenn Bildung nicht mehr fordert, sondern begleitet. Wenn Arbeit nicht mehr unterscheidet, sondern nivelliert. Wenn Verantwortung als Belastung gilt. Wenn Anspruch wichtiger wird als Bewährung. Dann entsteht kein freier, starker Mensch. Dann entsteht ein abhängiger. Einer, der Sicherheit sucht statt Verantwortung. Einer, der Versorgung erwartet statt Aufbau. Einer, der gut funktioniert, aber wenig trägt. Goethe hätte dafür vermutlich einen sehr langen, sehr unbequemen Satz gebraucht. Aber keine Sorge. Man hätte ihn heute vereinfacht.
… Alles vom 31.1.2026 von Patrick Peschl bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/wenn_alle_alles_koennen_sollen
https://www.youtube.com/watch?v=HCgkjX1tpiE
https://www.achgut.com/artikel/achgut_hoeren_wenn_alle_alles_koennen_sollen
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Patrick Peschl, geb. 1979 in Potsdam, ausgebildeter Bürokaufmann sowie Elektroanlagenkonstrukteur, arbeitet in der technischen Planung industrieller Anlagen. Zuvor mehrere Jahre lang als Zeitsoldat unter anderem beim KFOR-Auslandseinsatz im Kosovo tätig. Lebt als Selbstversorger mit seiner Familie auf einem kleinen Hof auf dem Land.
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Einige Kommentare:
Bravo, Herr Peschl, der sozialistische Einheitsbrei, welcher durch staatlich organisierte Gleichmachung, Nivellierung aller Unterschiede, Schleifung von gestaffelten Schulsystemen und vorgegaukelter ‚Gerechtigkeit‘ entsteht, sorgt bei mir zunehmend für Übelkeit. Den Brechreiz dazu ertrage ich bereits seit 2015. Die letzten beiden Sätze mochte ich schlicht nicht in einfacher Sprache schreiben. Manchmal wünsche ich mir den „Kindergarten-Cop“ für unsere Eliten als verpflichtende Fachfortbildung. Allerdings befürchte ich, daß für diesen Traum mein Zitronenfalter weiterhin Südfrüchte zusammenfalten darf. Manchmal träume ich auch von einem „Deutschen Aufstand der Denkfähigen“; oder wird man für solch einen Satz im Jahr 2026 mittlerweile morgens um 6 Uhr mit griffbereitem Bademantel rausgeklingelt? Diese rhetorische Frage stelle ich natürlich für einen Freund, da ich meistens eine feige und oft ziemlich bequeme Kartoffel bin. Holger Hertling
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Pol Pot hat dieses Nivellieren „etwas“ übertrieben, aber es ist die Denkungsart von Sozialisten, für die ein selbstdenkender Mensch per se eine Gefahr ist, weil er den basalen Fehler ihrer Ideologie und das, was daraus folgt, erkennen könnte. Wir leben in einem Herrschaftssystem, in dem z.B. die Kenntnis der Grundformel der Fotosynthese und den sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen zur Gefahr für die Herrschenden wird. Daraus resultiert zwingend die Notwendigkeit der Massenverblödung. Rold Lindner
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Danke für diesen wohltuenden Beitrag. Der Kulturkampf geht weiter, er ist offensichtlich gewollt, die Grenzen werden nicht geschlossen, so dass alle Probleme dieses einstigen Vorzeigelandes, das um seine Forschung, das technische Know-how, seine Bildung, seine Demokratie mit funktionierendem Rechtsstaat oft beneidet wurde sich noch massiv verschärfen werden. Unserer „Politelite“, die unbedingt an der Macht bleiben und sie noch ausbauen möchte, denkt fortwährend u.a. über totalitäre Maßnahmen nach, Andersdenkende und Kritiker des Systems sollen mundtot gemacht werden, die Bildung immer weiter abwärts gehen, die Sprache zerstört werden. Das Ziel der unterschiedlichen Schulformen, die Schüler auf ihrem Weg zu einem mündigen und kritischen Bürger dieses Landes zu unterstützen und ihnen dadurch die Möglichkeit zu eröffnen, sich beruflich zu orientieren, entweder durch eine Ausbildung oder ein Studium, scheint keine große Rolle mehr zu spielen. Ein kritischer Bürger, Leistung, Inhalte sind nicht mehr so gefragt, werden vom System eher gefürchtet. Die Klassiker in einfacher Sprache zu vermitteln, ist völlig absurd, aber leider nur ein Mosaikstein in dem großen Plan, Deutschland in den Abgrund zu führen, dieser Eindruck verfestigt sich immer mehr. M-A.Schneider
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Ein ausgezeichneter Artikel. Genauso ist der deutsche Alltag in Teilen strukturiert. Und es soll das ganze Volk so strukturiert werden. Ziel ist ein konturloser Brei von Minderleistern, versorgt von niemanden. Diese Politik führt zwingend in den Untergang unseres Landes. Es ist zu spät etwas zu ändern. Zu viele Minderleister unter den Großkopferten. Wer sollte den Niedergang stoppen? Merz? Klingbeil? Bas? Voigt? Günther? Usw. Heinrich
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Wenn Alle Alles können (sollen), endet das damit, das keiner was kann. Gleichheit funktioniert nur über „Alle gleich geht nur als alle gleich dumm.“ Volker
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Leichte Sprache an einer Hauptschule mit 90% Migrantenanteil könnte ein Vehikel darstellen, um Deutsch, genauer gesagt Pidgin-German oder Kanack überhaupt noch als „Lingua Franca“ zu erhalten, anstatt vor Arabisch zu kapitulieren, das die armen Türken auch in der Koranschule bimsen müssen, anstatt etwas zu lernen, was sie im Leben weiter bringt. In der gymnasialen Oberstufe hat diese Sprache nichts zu suchen. Wer dort Deutsch nicht perfekt, besser noch virtuos beherrscht, sollte sich Richtung erstgenannter Schulart orientieren. Natürlich sind komplexe Zusammenhänge mit einer solchen Sprache nicht vermittelbar und eine Qualifikation oberhalb eines Ziegenhirten unmöglich, was im zukünftigen Land der Ziegenweiden aber womöglich ein Karriere-Geheimtipp ist. Dietmas Hermann
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Früher musste man mit der Wirklichkeit klar kommen. Heute kommt der Strom aus der Steckdose, das Essen vom Pizzaservice und das Denken aus dem Internet. Warum noch etwas können? Dummheit und Faulheit sorgt nicht dafür, dass man verhungert? Roland Völlmer
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Alles was der Auto hier schildert, lässt sich mit dem Begriff sozialstische Gleichmacherei zusammenfassen. Die schulischen Anforderungen werden weiter abgesenkt werden müssen, damit auch die Zugewanderten „mitgenommen“ werden können. Auf diesem niedrigeren Niveau gehts dann in die Universitäten, ganz im Sinne der von grünlinken Kreisen geförderten Akademisierung dieses Landes. In diesen Brutstätten werden sie dann mit linkem Gedankengut gefüttert und erhalten so das Rüstzeug für ein sozialistisches Gesellschaftsmodell. Ist zwar weltweit überall gescheitert, führt generell zur Verelendung der Massen und hat Millionen von Menschen das Leben gekostet. Die menschenverachtende Ideologie ist trotzdem nicht totzukriegen und findet immer wieder neue Anhänger. Für meine Begriffe müsste man als erstes die Zugangsbedingungen für den universitären Bereich verschärfen bzw. auf ein früher übliches höheres Niveau anheben. Alleine damit ließe sich die Schwemme linksverseuchter nichtsnutziger Intelektueller eindämmen. Gleichzeitig sollte alles dafür getan werden, junge Menschen für Studiengänge in MINT-Fächern und auch für Handwerksberufe zu interessieren und entsprechende Anreize anbieten. Klaus Elbert
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Der Aussage zum „ fehlenden Plan“ , eine auffällige, immer wiederkehrende Anmerkung, folge ich nicht. Wobei ähnlich der „ Verschwörung“ die Definition des Begriffes Plan wichtig ist. Der hier skizzierte umfassende Prozess ist weder Zufall, noch vom Himmel gefallen. Es gibt Täter, welche diesen Prozess einleiteten und permanent eskalieren. Und natürlich wissen die Täter, was sie warum und wozu veranstalten, nicht nur in diesem Bereich. Die Neuformatierung von Mensch und Gesellschaft, eine Konstruktion, folgt durchaus einer Zielvorstellung, welche den Menschen als verfügbares Objekt des Handelns Mächtiger, einer völlig verkommenen, posthumanistischen Elite, begreift. Ein Stichwort von etlichen sind die Versammlungen und Orgas wie z. B. das WEF. Selbstredend gehört zur offensichtlichen, sogar erklärten Transformation auch die Frage, wie der Nachwuchs „ behandelt“ sprich sozialisiert und „ gebildet“ wird. Dss Ganze läuft unter Konditionierung. Und die hat sehr wohl ein Ziel. Kein sehr angenehmes, für die Untertanen. Ob die es allerdings „ merken“ , wad mit ihnen gerade gemacht wird, ist eine andere Frage. Die Polittäter fungieren hier als Handlanger einer durchaus bekannten Clique von neofeudalistischen Postaristokraten mit dem Auftrag zur ( Zitat) „Verhausschweinung“ der Objekte zu den jeweils gewünschten Zwecken. In etwa das Gegenteil zu Kant und die „ Umsetzung“ der Vision Nietzsches. Natürlich gibt es auch hier verpeilte Helfer, die aus psychoideologischen Gründen mitwirken , so wie es Beamte gibt, die die Vorgaben treu, aber gewissenlos umsetzen. Das alles sollte noch bekannt sein. Raimer Niersberger
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Friedrich Schiller in einfacher Sprache
Beispiel 1: Die Freiheit
Originale Idee: Schiller betont die Bedeutung der Freiheit des Individuums und der Gesellschaft.
Einfache Sprache: Schiller glaubt, dass Menschen frei sein sollten, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Freiheit ist wichtig für ein gutes Leben.
Beispiel 2: Die Schönheit
Originale Idee: Schiller spricht oft über die Rolle der Kunst und der Schönheit im menschlichen Leben.
Einfache Sprache: Kunst ist schön und macht das Leben besser. Schiller möchte, dass Menschen sich für Kunst und Schönheit begeistern.
Beispiel 3: Der Konflikt
Originale Idee: In vielen seiner Stücke zeigt Schiller Konflikte zwischen verschiedenen Werten und Idealen.
Einfache Sprache: Manchmal gibt es in unserem Leben Streitereien zwischen dem, was richtig und falsch ist. Schiller zeigt, wie schwierig es manchmal ist, die richtige Entscheidung zu treffen.
Beispiel 4: Die Freundschaft
Originale Idee: Schiller beschreibt die Bedeutung von Freundschaft und menschlichen Beziehungen.
Einfache Sprache: Freunde sind wichtig für unser Glück. Schiller sagt, dass gute Freundschaften uns stark machen. (Beispiele KI)
Die komplexe Sprache Friedrich Schillers wird in plumpes Tagesschau-Deutsch transponiert und für die eigene naive Weltsicht mißbraucht, womit die Intelligenz und das Interesses des Publikums schon unterschätzt wird. Denn eine „Beschreibung der Bedeutung“ im letzten Beispiel läßt die Bewertung, ob gut oder schlecht, offen, während die Übersetzung sich scheinbar an Wunschvorstellungen aus Sex and the City oder Girlyzeitschriften orientiert. Luitz liebezeit
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Die Neuauflage von „Halt‚ Du sie dumm, ich halt‘ sie arm!“ Hier ist die Zusammenfassung von Goethes Faust in drei Sätzen einfacher Sprache: Ein Forscher namens Faust ist traurig, weil er nicht alles wissen kann, und macht deshalb ein Geschäft mit dem Teufel. Der Teufel verspricht ihm ein spannendes Leben, aber dafür muss Faust ihm nach dem Tod seine Seele geben. Faust verliebt sich in ein Mädchen namens Gretchen, doch durch die Hilfe des Teufels passiert viel Schlimmes und am Ende sind alle unglücklich.
Ihr werdet nichts besitzen (nicht mal mehr Bildung und Verständnis) und glücklich sein. Das ist die Zukunft, wenn wir uns nicht dagegen wehren! Uwe Heinz
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