B31-Ost Tunnel seit 10 Jahren

Es war ein Freudentag für die Anlieger der Schwarzwaldstraße in Freiburg und Freiburg-Ebnet, als am 24.10.2002 um 11 Uhr die neue B 31-Ost an der Maria-Hilf-Kirche ihrer Bestimmung übergeben wurde. Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon hob die Schranke, die Autos rollten in den Tunnel, und 31 weiße Tauben flogen gegen Osten. Als daraufhin das Lied erklang „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ da brauste der Applaus auf von einigen hundert Feiernden.

Über zwanzig Jahre hatte die Diskussion um den Bau dieser B 31-Ost neu den Freiburger Gemeinderat und die  Freiburger Bürgerschaft gespalten. Die Verwaltungsgerichte von Freiburg, Mannheim und Berlin hatten Recht zu sprechen, nachdem der Verlauf dieser Bundesstraße den Freiburger Gemeinderat dreizehnmal in stundenlangen Diskussionen beschäftigt hatte. Und schließlich war auch eine Lösung gefunden worden für die Finanzierung dieses Bundesstraßenneubaus. 
Am 24.10.2012 feierten die Bürger von Freiburg und Freiburg-Ebnet die Inbetriebnahme der neuen  B 31-Ost vor 10 Jahren im Clubheim der Dreisamhalle in Ebnet. Zu Beginn flogen 10 weiße Tauben in Richtung Küferhof von Franz und Bernhard Reichenbach. Anwesend waren die ehemaligen Vertreter des Regierungspräsidiums, Herr Dr. Norbert Nothhelfer, Herr Dr. Sven von Ungern-Sternberg, Freiburgs ehemaliger Oberbürgermeister  Herr  Dr. Rolf Böhme und Vertreter der Behörden des Landes Baden-Württemberg, sowie der ehemalige Landtagsabgeordnete Dr. Klaus Schüle. Sie untermauerten in ihrem Rückblick die schwierige und problematische Umsetzung dieses Straßenbaus. Die Bürgerschaft war in zwei Lager gespalten: Die Gegner wollten keine Straße neben der Höllentalbahn im Bereich  des Konrad-Günther-Parks und unterbeiteten Alternativvorschläge. Die Befürworter wollten die Entlastung der Wohngebiete in Freiburg, Freiburg-Ebnet und in Zarten und außerdem den Schutz des Freiburger Trinkwasser-schutzgebietes zwischen Ebnet und Zarten. 1994 prallten beim ersten Spatenstich nochmals die Meinungen der Befürworter und der Gegner aufeinander. Acht Jahre dauerten danach die aufwändigen Baumaßnahmen.  In zwei Tunnel und einer Galerie wird nun der Straßenverkehr  durch den Freiburger Osten geleitet.
Bei der Jubiläumsveranstaltung im Clubheim der Dreisamhalle wurde anhand von Dokumentationsmaterial  Situationen und tatkräftige Einsätze Einzelner oder von Gruppen der Notgemeinschaft wieder in Erinnerung gerufen, z.B. durch das Video von Herrn Werner Müller über die Enthüllung der Gedenktafel am Ebneter Felsen. Der SWR-Film von 1989 „Straße des Leidens“ zeigte die damalige Verkehrssituation in Ebnet. Gezeigt wurden Fotos von Frau Erna Bailer vor, während und nach der Bauzeit der B 31-Ost neu. Manche Anwesende erkannten sich auf den Fotos wieder, manches Mitglied war inzwischen leider verstorben. Viele Transparente zeigten die Ideenvielfalt erboster Bürger. Altortsvorsteher Hermann-Josef Wolf zeigte die Umgestaltung des nördlichen Dreisamtals: Ein Radweg statt der alten B 31, Baumpflanzungen und Ruhebänke. Oberbürgermeistern Dr. Dieter Salomon hat den Weitblick der Notgemeinschaft Schwarzwaldstrasse erkannt, wenn er sinngemäß sagt: Heute kann man sich gar nicht mehr vorstellen, wie das früher war. Das Motto der Notgemeinschaft Schwarzwaldstraße ist in Freiburgs Osten verwirklicht worden: „Freiburg unterfahren – Umwelt bewahren“. Mit dem Bau des Stadttunnels würde, diesem Konzept entsprechend, das dringendste Freiburger Verkehrsproblem gelöst sein.  Für die  ehemalige Notgemeinschaft Schwarzwaldstraße bedankten sich Frau Erna Bailer und Herr Klaus Zimmermann  bei allen Anwesenden für die tatkräftige Unterstützung bei der Erreichung des Vereinsziel. Die Vereinsfahne der Notgemeinschaft Schwarzwaldstraße wurde dem Ebneter Rathaus übergeben. Ein freundliches Dankeschön an den Hausherrn, Herrn Ortsvorsteher Bernhard Sänger, und das zu diesem Anlass neugetextete Badnerlied, beendeten die gut besuchte Veranstaltung. 
1.11.2012, www.dreisamtaeler.de

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