Seitenwechsler

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Tele-Blick vom Feldberg-Seebuck nach Süden über den Nebel von Hochrhein und AKW (links) zu den Alpen am 7.1.2013

 

 

 

 

Seitenwechsler

Seitenwechsler überraschen immer. Sie wechseln die Seite aus Überzeugung, um im Zeitgeist mitzuschwimmen (Greenwash), wegen dem lieben Geld, zwecks beruflichem Fortkommen oder auch auch aus Altersgründen.Seitenwechsler mutieren vom Saulus zum Paulus oder aber vom Paulus zum Saulus – je nach Seitenblick.
Seitenwechsel vollziehen sich peu a peu oder ganz plötzlich, zum Beispiel nach Katastrophen wie Tszschernobyl oder nach Fuhushima, also viele Atomkraftbefürworter zu Anti-AKW-Lbbyisten wurden.

In der Politik sind Seitenwechsler leider häufig anzutreffen – von unten bis ganz hoch. So wechselte Gerhard Schröder nach seiner Abwahl als Bundeskanzler im November 2011 bereits Anfang 2006 zum russischen Energiekonzern Gazprom. Oder SPD-Ministerpräsident Beck aus Rheinland-Pfalz zu Boehringer als großem Konzern im Land

Es gibt Mehrfach-Seitenwechsler. Stuttgart 21 war anfangs ein grünes Projekt: ÖPNV unter die Erde, gute Luft und Wohnqualität oben. Dann waren die Grünen gegen das Projekt, um nach der Volksabstimmung und inzwischen an der Regierung das Anti-S21-Dorf abreißen zu lassen.

Es gibt unbekannte und bekannte Seitenwechsler wie etwa Mark Lynas, der von den Umweltschützern zum Gentechnikkonzern Monsanto wechselte.

 

Prominente Seitenwechsler

Roland Koch: Der frühere CDU-Ministerpräsident wechselt 2013 zur Baufirma Bilfinger+Berger und wird im Juli 2014 dort entlassen.

Kurt Beck: Der frühere SPD-Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz ist seit 2013 im Beraterkreis des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim.
Wolfgang Clement: Der ehemalige SPD-Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit sitzt heute unter anderem im Aufsichtsrat des Energieunternehmens RWE Power AG.

Georg Fahrenschon: 2012 trat der CSU-Mann und frühere bayerische Finanzminister das Amt des Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes an.

Joschka Fischer: Der ehemalige grüne Außenminister und Vizekanzler gründete 2009 die Firma Joschka Fischer & Company. Sie berät Unternehmen unter anderem bei Nachhaltigkeitsstrategien.

Gerhard Schröder: Kurz nach seinem Abschied aus dem Kanzleramt übernahm der SPD-Mann 2005 den Aufsichtsratsvorsitz bei dem Ostsee-Pipeline-Konsortium Nord Stream.        
6.8.2014

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