Merz: Rückkehr 80% der Syrer

Anläßlich des Staatsbesuchs von Syriens Präsident Al-Scharaa in Berlin erklärte Bundeskanzler Merz vor der Presse, daß 80 Prozent der seit 2015 nach Deutschland immigrierten Syrer in die Heimat zurückkehren, um beim Wiederaufbau des Landes mitzuhelfen.
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In Deutschland leben über 1,2 Millionen syrische Einwanderer und deren Nachkommen. Eine überwiegende Mehrheit davon reiste infolge des Bürgerkriegs und der Grenzöffnung 2015 als Asylbewerber ein. Hinzukommen über 100.000 Personen über den Familiennachzug. Von 2021 bis 2024 wurden mehr als 226.000 Syrer eingebürgert. Dagegen wurden Abschiebungen nach Syrien bis Dezember 2025 ausgesetzt, seitdem vollstreckte Deutschland insgesamt vier Zwangsrückführungen von Straftätern.
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Leider ist zu erwarten, daß dieses 80 %-Rückkehr-Statement von Friedrich Merz wie auch seine früheren Versprechungen zur Schuldenbremse und Grenzkontrolle nicht eingehalten werden. Das zweiseitige ach so beeindruckende 80%-Gefasel von Merz und Al-Scharaa wird zeigen, daß „diese Debatte den Bürger für blöd verkauft“ (4).
30.3.2026
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Ende von Beitrag „Merz: Rückkehr 80% der Syrer“
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Beginn von Anlagen (1) – (4)
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(1) Syriens Präsident in Berlin von Muslimen begeistert gefeiert – Video von Sana, der staatlichen Nachrichtenagentur von Syrien
30.3.2026
https://x.com/AtticusJazz/status/2038493720593522910
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(2) Mit „Allahu akbar“-Rufen empfangen Syrer ihren Präsidenten in Berlin
„Allahu akbar! Allahu akbar!“, schallt es dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa freudig entgegen, als er Syrer in Berlin besucht. Al-Scharaa ist zurzeit in Berlin und trifft sich am Montag auch mit Bundeskanzler Friedrich Merz. In einem Video, das von der syrischen staatlichen Nachrichtenagentur Sana veröffentlicht wurde, ist zu sehen, wie zahlreiche Männer und Frauen den Präsidenten euphorisch in einem Saal des Hotels Ritz-Carlton begrüßen.
https://x.com/QUSAY_NOOR_/status/2038399823880097848
Al-Scharaa erklärt bei dem Besuch laut der Nachrichtenagentur, dass er stolz sei, dass die Syrer an ihrer nationalen Identität und ihrer Verbundenheit zur Heimat festhielten. Sie seien ein wichtiger Teil, um das authentische Syrien zu repräsentieren. Auch der syrische Außenminister Asaad Hassan Al-Shaibani nahm daran teil. Er musste zuvor von der Terrorliste gestrichen werden, als er im März 2025 erstmals die EU besuchte

… Alles vom 30.3.2026 bitte lesen auf
https://apollo-news.net/mit-allahu-akbar-rufen-empfangen-syrer-ihren-prsidenten-in-berlin/

https://apollo-news.net/80-prozent-der-syrer-in-deutschland-sollen-zurckkehren-merz-verspricht-wiederaufbauhilfe/

https://apollo-news.net/gehrt-vor-ein-gericht-kurdische-gemeinde-demonstriert-gegen-den-staatsbesuch-von-ahmed-al-scharaa/
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(3) Empfang für IS-Schlächter al-Scharaa: Diese Bilder treiben die AfD über 30 Prozent
Der Berliner Empfang für den syrischen IS-Schlächter al-Scharaa und der frenetische Jubel tausender seiner Anhänger markieren einen Kipppunkt. Solche Bilder fräsen sich ins Gedächtnis. Wird hiernach nicht entschlossen gehandelt, wird die CDU als stärkste Kraft endgültig abgelöst.
Manchmal kippt Politik nicht durch Programme, Parteitage oder Leitartikel. Manchmal kippt sie durch Bilder. Berlin liefert an diesem 30. März 2026 genau solche Bilder. Ein Mann mit jihadistischer Vergangenheit wird von Mullah-Freund Steinmeier devot mit höchsten Staatsehren empfangen, trifft Merz, wird von einem gewaltigen Sicherheitsapparat abgeschirmt, in einem Luxushotel im Herzen der deutschen Haupstadt einquartiert – und auf deutschen Straßen sammeln sich zugleich Tausende seiner Anhänger, um ihn zu feiern. Mehr Verdichtung des Migrations- und Autoritätsversagens an einem einzigen Tag ist kaum noch möglich.

Denn jeder Bürger versteht sofort, was er da sieht. Er sieht einen Staat, der seit Jahren Kontrolle, Begrenzung und Ordnung verspricht und stattdessen wieder nur organisiert, absperrt, beschwichtigt und verwaltet. Rund um Bellevue, Kanzleramt und Ritz Carlton gelten Versammlungsverbot, Straßensperren und ein Großeinsatz der Polizei. Die Hauptstadt wird zur Kulisse eines Besuchs, der das Land nicht beruhigt, sondern die tiefste Zumutung noch einmal in grelles Licht stellt.
Genau hier beginnt der eigentliche politische Schaden für die CDU. Sie kann sich nicht mehr in die Pose der verspäteten Korrektur retten. Sie ist nicht die Zuschauerin dieses Zustands, sondern seine jahrzehntelange Trägerin. Merz empfängt al-Scharaa selbst, und laut Berichterstattung stehen bei den Gesprächen auch Rückführung syrischer Flüchtlinge und der Wiederaufbau Syriens auf der Tagesordnung. Das klingt nach Ordnung. Die Bilder dazu schreien das Gegenteil. Wer Rückführung sagt, aber gleichzeitig den Berliner Ausnahmezustand für einen syrischen Machtpolitiker samt Jubelkulisse liefert, erzeugt nicht Vertrauen, sondern Hohn.
https://x.com/1980Aktuell/status/2038361746507751750

Mit Johann Wadephuls Zusage zum Wiederaufbau erreicht diese politische Verwahrlosung die nächste Stufe. Im selben Land, in dem man den Bürgern Mehrwertsteuererhöhungen zumutet, am Ehegattensplitting sägt und selbst die Familienversicherung zur Disposition stellt, soll plötzlich wieder deutsches Geld locker werden – diesmal für den Wiederaufbau eines Landes, an dessen Spitze ein Mann aus dem islamistischen Gewaltmilieu steht. Wadephul hat al-Scharaa heute in Berlin Unterstützung beim Wiederaufbau zugesichert, Welt, ZDF und Deutschlandfunk berichten übereinstimmend darüber. Der deutsche Staat erklärt den eigenen Familien, für sie sei alles zu teuer, aber für Syrien und seine neuen Herren findet sich offenbar immer noch ein offenes Portemonnaie.
…. Alles vom 30.3.2026 von Sofia Taxidis bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/diese-bilder-treiben-die-afd-ueber-30-prozent/.
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(4) Syrische Ärzte unverzichtbar für Deutschland? Wie diese Debatte den Bürger für blöd verkauft
Zwei Staatsmänner, die sich die 80-Prozent-These zuschieben, eine unsägliche Debatte über syrische Ärzte – und der Steuerzahler soll’s schlucken. Ein Kommentar
an muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen: Da stellt sich der Bundeskanzler Friedrich Merz hin und spricht von der „Perspektive“, dass 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer binnen drei Jahren zurückkehren sollen – und kaum hat der Satz die Presselandschaft durchquert, ist es plötzlich gar nicht mehr seiner. Sondern der Wunsch von Ahmad al-Scharaa, dem syrischen Übergangspräsidenten. Der wiederum hebt in London die Augenbraue und sagt sinngemäß: Moment mal, das war doch Ihre Idee, Herr Kanzler.
Was folgt, ist politisches Schwarzer-Peter-Spiel auf internationalem Niveau – nur leider ohne jede Fallhöhe, weil es so unerquicklich banal ist. Zwei Staatschefs, die sich gegenseitig Zitate zuschieben wie heiße Kartoffeln. Und ein Publikum, das sich fragt, ob hier eigentlich noch jemand den Überblick hat.
Was bleibt, ist politische Verwirrung mit Ansage. Der Kanzler zitiert einen Wunsch, den der angebliche Urheber postwendend dementiert. Und irgendwo dazwischen sollen ganz viele Menschen „in der längeren Perspektive“ ihre Koffer packen. Längere Perspektive – das klingt nach Planung, ist aber vor allem eins: aufgrund vieler Faktoren leider nicht umsetzbar.
Ende 2025 lebten rund 936.000 syrische Staatsbürger in Deutschland. Der überwiegende Anteil von ihnen genießt einen Schutzstatus. Das heißt, die meisten Syrer haben entweder einen Flüchtlingsstatus, fallen unter ein Abschiebungsverbot oder genießen subsidiären Schutz. Dieser greift, wenn kein Anspruch auf Asyl oder Flüchtlingsschutz nach der Genfer Konvention besteht, aber dennoch ein ernsthafter Schaden im Heimatland droht. Basierend auf diesen Zahlen würden Merz’ Aussagen von 80 Prozent also bedeuten, dass in den kommenden drei Jahren rund 750.000 Syrer in ihr Heimatland zurückkehren würden.

Abschiebungen? Laut Merz nur eine „kleine Gruppe“
Tatsächlich sind 2025 nicht einmal 10.000 freiwillig gegangen, Abschiebungen finden faktisch nicht statt. Selbst Friedrich Merz spricht von einer „kleinen Gruppe“ – ein paar Straftäter. Realität daher: nahe null. Rhetorik: maximale Lautstärke. Während politisch mit Luftzahlen jongliert wird, läuft der Zähler weiter: knapp 30 Milliarden Euro flüchtlingsbezogene Bundesausgaben, insgesamt rund 50 Milliarden für Asyl und Migration. Macht pro Kopf fünfstellige Summen im Jahr. Zur Wahrheit gehört nämlich auch: Deutschland hat im 14 Jahre andauernden Bürgerkrieg mehr Syrer aufgenommen als jedes andere EU-Land.

Plötzlich kippt die öffentliche Debatte
Und als wäre diese Luftnummer nicht schon grotesk genug, passiert das eigentlich Erstaunliche: Die Debatte macht einen eleganten Haken – weg von der Frage, wie man bitte Hunderttausende Menschen „zurückführt“, hin zur rührseligen Sorge um syrische Ärzte. Die öffentliche Debatte kippt. Plötzlich geht es nicht mehr um die schlichte Unmöglichkeit dieser 80-Prozent-Idee, sondern um syrische Ärzte. Um einen drohenden Fachkräftemangel. Um Krankenhäuser, die angeblich kollabieren, wenn „die Syrer gehen“. Als hätte jemand einen Schalter umgelegt: von Abschiebefantasie zu Versorgungsangst. Faktencheck: In Deutschland arbeiten laut Bundesärztekammer 7000 Ärzte aus Syrien, von insgesamt 437.000 (Stand Ende 2024).
Das ist kein Zufall. Das ist Ablenkung mit System
… Alles vom 14.2.2026 von Anne-Kattrin Palmer bitte lesen auf
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/syrische-aerzte-unverzichtbar-fuer-deutschland-wie-diese-debatte-den-buerger-fuer-bloed-verkauft-li.10028088

 

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