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- Martenstein: „gefährlich“ also gefährliches Wort der Woken (1.3.2026)
- Die absurdeste Szene von allen im „Prozess gegen Deutschland“ (21.2.2026)
- Nur Anti-AfD-Rede war noch abrufbar: Thalia Theater stellt nach Empörungswelle „Prozess gegen Deutschland“ wieder online (26.2.2026)
- Däubler-Gmelin rügt Khan, da Heinecke zu Khan „Bullshit“ sagt (21.2.2026)
- Deutschlands schreckliche Richter (19.2.2026)
- Cotar: Freiheit AfD Demokratie (16.2.2026)
- Martenstein: Thalia Demokratie (15.2.2026)
- Redetext Harald Martenstein: „Kampf gegen Rechts“ ist Kampf gegen Demokratie (14.2.2026)
- Harald Martenstein: „Wir reden über das Ende der Demokratie“ (14.2.2026)
- Politisches Theater: Fiktives AfD-Verbotsverfahren im Thalia Theater beginnt (13.2.2025)
- „Prozess gegen Deutschland“ von Milo Rau – Thalia Hamburg 13.-15.2.2026 (12.1.2026)
- AfD-Verbot
- Altparteien
- Demokratie
- Kampf gegen Rechts
- Opposition
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Die absurdeste Szene von allen im „Prozess gegen Deutschland“
Im „Prozess gegen Deutschland“ kam es letztes Wochenende zu einigen absurden Szenen, die tiefe Einblicke in die deutsche Kulturszene, aber auch insgesamt in die deutsche Gesellschaft gewährten. Die absurdeste Szene von allen war diese.
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Am Samstag befragte zunächst die Verteidigerin Liane Bednarz den Zeugen Feroz Khan, einen Influencer mit pakistanischen Wurzeln. Seine Eltern wurden in Pakistan als Ahmadiyya verfolgt und erhielten in Deutschland Asyl, er wurde 1990 in Frankfurt am Main geboren. Er selbst, so gab er explizit zu Protokoll, fühle sich voll und ganz als assimilierter Deutscher. In dieser Befragung gab Khan sich ferner als AfD-Wähler zu erkennen und begründete dies insbesondere mit seinem Wunsch nach einer völlig anderen Migrationspolitik. Vor allem den Sicherheitsaspekt hob er dabei hervor und sprach davon, dass es inzwischen über 700 Gruppenvergewaltigungen im Jahr gebe und um die 30.000 Messerdelikte und dass bei den Tatverdächtigen der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund jeweils bei 70 bis 80 Prozent läge.
Daraufhin übernahm die Strafanwältin Gabriele Heinecke aus dem linksradikalen Milieu als Vertreterin der Anklage die weitere Befragung. In deren Welt- und Menschenbild schien der YouTuber mit Migrationshintergrund und AfD-Nähe so gar nicht zu passen. Gleich zu Beginn sagte sie: „Sie sind ein interessanter Typ. Das, was Sie eben gesagt haben, hat mich sehr verwundert, weil es mein Weltbild etwas verändert hat.“ Bei Linksradikalen und Linksextremisten fällt ja immer wieder auf, dass sie in einem sehr stark ideologisch gefärbten inneren Konstrukt leben, in dem vieles, was nicht in dieses Konstrukt passt, einfach ausgeblendet wird. Genau diese innere Abkoppelung von der äußeren Realität und die Unterordnung dieser unter die eigenen Vorstellungen und Ideen macht ja Ideologien gerade aus. Deshalb spricht man auch von einem verblendeten Bewusstsein.
….
Fassen wir zusammen: Der Zeuge hatte kein einziges respektloses Wort geäußert. Die Anklägerin, die aus dem gleichen politischen Lager kommt wie die Vorsitzende (sehr weit linksaußen), hatte gegenüber dem Zeugen gesagt, das, was er geäußert habe – korrekt zitierte Zahlen aus der Kriminalstatistik –, sei „totaler Bullshit“. Ich habe noch nie gehört, dass eine Anklägerin sich so über einen Zeugen äußerte. Und dann ermahnt die Richterin nicht die Anklägerin, sondern den von dieser gescholtenen Zeugen, er solle auf seine Sprache achten. Das war nur eine von vielen bemerkenswerten Szenen in diesem „Schauprozess“, wie Harald Martenstein es nannte, die in ihrer Absurdität aber schon extrem war. Die ganze Befragung von Feroz Khan kann hier, ab Minute 1:53:27, im Original angesehen und angehört werden. https://www.youtube.com/live/KjwfRttxsQ8?t=6807s Die Schlüsselszene war die folgende.
… Alles vom 21.2.2026 bitte lesen auf
https://juergenfritz.com/2026/02/21/die-absurdeste-szene-von-allen-im-prozess-gegen-deutschland/
Nur Anti-AfD-Rede war noch abrufbar: Thalia Theater stellt nach Empörungswelle „Prozess gegen Deutschland“ wieder online
Das Thalia Theater hat die vollständige Aufzeichnung des „Prozess gegen Deutschland“ erneut auf seinem YouTube-Kanal veröffentlicht. Zuvor war das Video kurzzeitig offline, nur ein Ausschnitt mit einer Gegenrede zur AfD war noch öffentlich einsehbar.
… Alles vom 26.2.2026 bitte lesen auf
https://apollo-news.net/nur-anti-afd-rede-war-noch-abrufbar-thalia-theater-stellt-nach-empoerungswelle-prozesses-gegen-deutschland-wieder-online/
Däubler-Gmelin rügt Khan, da Heinecke zu Khan „Bullshit“ sagt
Die absurdeste Szene von allen im „Prozess gegen Deutschland“
Im „Prozess gegen Deutschland“ kam es letztes Wochenende zu einigen absurden Szenen, die tiefe Einblicke in die deutsche Kulturszene, aber auch insgesamt in die deutsche Gesellschaft gewährten. Die absurdeste Szene von allen war diese.
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1) Feroz Khan: Um die 29.000 Messerdelikte im Jahre 2024. …
2) Gabriele Heinecke zu Khan wörtlich: „Soll ich Ihnen was sagen? Das was Sie hier gesagt haben, ist – Entschuldigung, nicht bös gemeint – aber totaler Bullshit.“ …
3) Däubler-Gmelin zu Khan: „Entschuldigung, Sie haben gerade in einer Art und Weise geantwortet, die nicht dem Gebot vor Gericht entspricht. Ich bitte Sie jetzt einfach, das zu akzeptieren und nicht mit mir zu diskutieren. Ist das klar? Frau Heinicke, Sie haben das Wort.“
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Fassen wir zusammen: Der Zeuge hatte kein einziges respektloses Wort geäußert. Die Anklägerin, die aus dem gleichen politischen Lager kommt wie die Vorsitzende (sehr weit linksaußen), hatte gegenüber dem Zeugen gesagt, das was er geäußert habe – korrekt zitierte Zahlen aus der Kriminalstatistik – seit „totaler Bullshit“. I
ch habe noch nie gehört, dass eine Anklägerin sich so über einen Zeugen äußerte. Und dann ermahnt die Richterin nicht die Anklägerin, sondern den von dieser gescholtenen Zeugen, er solle auf seine Sprache achten. Das war nur eine von vielen bemerkenswerten Szenen in diesem „Schauprozess“, https://juergenfritz.com/2026/02/17/afd-wahler-wollen-keinen-neuen-hitler-sondern-einen-neuen-helmut-schmidt/ wie Harald Martenstein es nannte, die in ihrer Absurdität aber schon extrem war. Die ganze Befragung von Feroz Khan kann hier, ab Minute 1:53:27 https://www.youtube.com/live/KjwfRttxsQ8?t=6807s, im Original angesehen und angehört werden. Die Schlüsselszene war die folgende.
… Alles vom 21.2.2026 bitte lesen auf
https://juergenfritz.com/2026/02/21/die-absurdeste-szene-von-allen-im-prozess-gegen-deutschland/
Deutschlands schreckliche Richter
In der Theater-Inszenierung „Prozess gegen Deutschland“ nennt Feroz Khan die Zahlen der Kriminalstatistik zu Messergewalt. Die „Anklägerin“ bezeichnet diese als „Bullshit“, auch die Richterin tadelt den Überbringer missliebiger Nachrichten. Sinnbild linker Selbstentlarvung: Inkompetenz, Arroganz, Machtmissbrauch.
Eine wachsende Zahl von Bundesbürgern ist der Meinung, sie seien Zeitzeugen einer Wiederholung der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts – allerdings mit umgekehrten Vorzeichen: Eine gegen die Bevölkerungsmehrheit ideologisch einseitig auf Links fixierte Regierung nutzt alle ihr zur Verfügung stehenden Hebel – vom Inlandsgeheimdienst über die von ihr kontrollierten Medien bis zu paramilitärischen Kampftruppen, um die demokratisch legitimierte rechte Opposition auszuschalten.
…
Die ganze Hilflosigkeit des links-grünen politisch-medialen Komplexes im Umgang mit der AfD verdichtete sich dabei in einer einzigen Szene, die von WELT-Autor Deniz Yücel auf X treffend kommentiert wurde. ….
…
Fiktion in Hamburg als Vorbote der Realität in Karlsruhe?
In Hamburg lief dieses Zusammenspiel von unfähiger linker Anklage, linkem Publikum und parteiischem linkem Gericht nur als fiktiver Schauprozess ab. Doch man muss wohl die Befürchtung der US-Regierung teilen, dass sich dies auch vor dem realen Bundesverfassungsgericht, dessen Richter von einer links-grün dominierten Politblase bestimmt werden, in genau dieser Aufgabenverteilung abspielen würde.
… Alles vom 19.2.2026 von Lothar Krimmel bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/deutschlands-schreckliche-richter/
Redetext Harald Martenstein: „Kampf gegen Rechts“ ist Kampf gegen Demokratie
„Wir reden über das Ende der Demokratie“
https://www.youtube.com/watch?v=fH8O9L3Cuuc
„Ich weiß es ist spät, ich bin wirklich der Letzte heute abend. Halten Sie durch.
Wir sprechen hier also in einer Art Schauprozess über das Verbot einer Partei, die im Westen Deutschlands von 20 Prozent der Menschen gewählt wird und im Osten von 35 bis 40 Prozent. Mit anderen Worten, wir reden über das Ende der Demokratie und ihre Ersetzung durch etwas anderes.
Die Meinung großer und immer noch wachsender Teile der Bevölkerung soll für die Politik in Zukunft keine Rolle mehr spielen. Wie soll das neue System eigentlich heißen? Gelenkte Demokratie? Unsere Demokratie? Bestimmt fällt Ihnen ein schönerer Name ein.
Ja, sie haben recht mit dem, was hier vermutlich vielen gerade durch den Kopf geht. Ja, die NSDAP hätte man mal besser verboten. Ob dieser Versuch etwas genützt hätte, weiß man natürlich nicht. Aber die sogenannte Machtergreifung von 1933 war zweifellos eine Katastrophe und Vorbote weiterer Katastrophen. Man musste alles versuchen, um das zu verhindern.
Ich stelle Ihnen einige Fragen. Die erste Frage sind die Begriffe rechts und rechtsradikal wirklich mehr oder weniger bedeutungsgleich? Ich frage das, weil beide Begriffe in den linken Debattenräumen meist wie Synonyme verwendet werden. „Kampf gegen Rechts“: So soll also ein Kampf für die Demokratie heißen? Es ist ein Kampf gegen die Demokratie.
Rechts und links sind seit 1789 die beiden Grundrichtungen aller demokratischen Staaten. Rechte lehnen ein sozialistisches Wirtschaftssystem ab. Sie verteidigen das Unternehmertum. Sie sind für Traditionen. Sie halten die Familie für ein gutes Modell und sie mögen ihr Land. Sie hassen es nicht.
Eindeutig rechte Politiker haben gegen die Nazis gekämpft und den Vorläufer der EU gegründet. Sie hießen de Gaulles, Adenauer und Churchill. Typisch rechte Politiker der jüngeren Geschichte waren Margaret Thatcher und Ronald Reagan.
Sie lehnen diese Leute ab, okay. Aber wollen sie allen Ernstes solche Haltungen verbieten? Sie sind dann ein Gegner der Demokratie. Das sollten sie dann aber auch zugeben vor sich selbst und vor der Welt.
Sie werden einwenden, dass sie nicht diese Oldschool-Rechten wie Adenauer oder Reagan meinen, wenn sie Verbote fordern. Sie meinen den Populismus, eine neue Spielart des Rechten, die in der gesamten westlichen Welt entstanden ist, nicht nur in Deutschland. Sie findet Zustrom bei denen, die bisher bürgerliche oder gemäßigt linke Parteien gewählt haben, also bei uns Union, SPD, FDP. Diese Wähler fühlen sich nicht mehr repräsentiert durch das alte Parteienspektrum.
Das meist abwertend gebrauchte Wort Populismus suggeriert, dass es ein Fehler wäre, beim Regieren auf die Zustimmung der Bevölkerung wertzulegen – genau diese Idee. Alle Macht muss durch den Willen der Mehrheit gerechtfertigt sein. Das ist aber nun mal die Grundlage unserer Verfassung.
Mit einem Verbot mehrheitsfähiger Parteien entzieht man diesem Staat seine Legitimation und verwandelt ihn in ein autoritäres Regime. Dafür muss man dann aber schon sehr gute Gründe haben. Man muss es mit einem Gegner zu tun haben, der selber die Demokratie abschaffen will. Man muss sich in einer Notwehrsituation befinden.
Die entscheidende Frage ist, ob so eine Partei legitime Ziele verfolgt oder illegitime. Es geht also nicht darum, ob Sie oder ich diese Ziele für richtig halten. Illegitime Ziele wären z.B. für die Beseitigung der Meinungsfreiheit, der Entzug von Grundrechten für Teile der Bevölkerung oder aber das Verbot von Parteien, die von den Regierenden als störend empfunden werden.
Ein illegitimes Ziel ist also genau das Ziel, das sie mit einem Verbot verfolgen. Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen.
Tatsächlich war diese Begründung, wir retten die Demokratie, historisch gesehen eine der beliebtesten bei denen, die sie abgeschafft haben. Kennen Sie eigentlich die historische Anti-Rechtsbewegung? Das sollten sie. Unter diesem Namen wurden 1957 in China fast 2 Millionen Menschen verhaftet. Bürgerliche Elemente, viele davon Intellektuelle und in Straflager gesperrt. Dort ermordete man viele von ihnen. Sinn der Anti-Rechtsbewegung war es China in einen Einparteienstaat zu verwandeln. Ja, es gab bis 1957 unter Mao Zeitung ein Mehrparteiensystem. Der Kampf gegen Rechts hat mit diesem Unsinn aufgeräumt und hier wurde ja auch schon in mehreren Wortbeiträgen über ein Verbot der Unionspartei nachgedacht. Das chinesische Modell.
Ähnliche Parteien wie die AfD waren bereits in mehr als einem dutzend europäischer Staaten in Regierungskoalitionen vertreten oder stützten Regierungen, unter anderem in Skandinavien. Demnächst könnten sie in Frankreich und Großbritannien regieren. Sie sollten sehen, dass Deutschland wieder mal einen Sonderweg beschreitet.
Nun zu einer anderen Frage. Ist es legitim für Verfassungsänderungen einzutreten? Es muss wohl legitim sein, denn das Grundgesetz wurde seit 1949 bereits mehr als 50 mal geändert oder ergänzt.
Ist es legitim für eine restriktive Migrationspolitik einzutreten? Es muss wohl legitim sein, denn es gibt eine solche Politik in so zweifellos demokratischen Staaten wie Dänemark oder Australien.
Ist es legitim, aus der EU austreten zu wollen? Das keineswegs faschistische Großbritannien hat es getan.
Ist Patriotismus legitim? Willi Brand war erklärtermaßen Patriot. Ich sage es noch einmal. Doch, doch, das war er.
Ich sage es noch einmal. Bei all diesen Fragen kommt es nicht auf richtig oder falsch an. Es geht nur darum, ob etwas in eine Demokratie erlaubt sein muss oder nicht. Es gehört zu den Merkmalen demokratischer Staaten, dass dort das Spektrum des politisch erlaubten sehr breit ist. Sie müssen sich also gegen ihr Naturell damit abfinden, dass es in einem freien Land mit freien Wahlen nicht immer so läuft, wie Sie es möchten. Falls Sie das überfordert, liegt das Problem bei Ihnen und nicht bei denen, die anders denken als Sie.
Wenn Sie wollen, dass die AfD verboten wird, müssen Sie nachweisen, dass diese Partei das Land in ein anderes System überführen möchte. Zum Beispiel, indem sie alle Parteien ausschaltet, die nicht das Weltbild der AfD teilen. Also, ich wiederhole mich, indem sie ungefähr das tut, was einige von Ihnen gern möchten. Aber von einer Verbotsforderung der AfD gegen die politische Konkurrenz ist bisher nichts bekannt.
Es genügt für ein Verbot keineswegs, dass einzelne Parteimitlieder rechtsextremen Bullshit von sich geben. Der Nachweis dessen ist leicht zu führen. Ich nehme an, davon wird man hier in den nächsten Tagen noch eine Menge hören.
Ich helfe Ihnen. Hier ein paar wirklich skandalöse Zitate. Sie sind alle belegt.
Zitat 1: „Was wir hier in diesem Land brauchen, sind mutige Bürger, die die roten Ratten dorthin jagen, wo sie hingehören, in ihre Löcher.“
Zitat 2: „Wir wollen von niemandem mehr, weder von Washington noch von Moskau, auch nicht von Tel Aviv, ständig an unsere Vergangenheit erinnert werden.“
Zitat 3: „Wir brauchen keine Opposition, wir sind schon Demokraten.“
Zitat 4, das letzte: „Ich bin ein Deutschnationaler und fordere bedingungslosen Gehorsam.“
Eklig, sicher. Spätestens beim letzten Zitat haben es sicher einige erkannt. All das war Originalton nicht etwa von Björn Höcke, sondern von Franz Josef Strauß, dem CSU-Vorsitzenden, der beinahe Kanzler wurde. Willy Brandt saß neben ihm im Kabinett. Dass Willy Brandt kein Nazi war, ist Ihnen ja vermutlich bekannt. Auch Strauß war kein Nazi, nur ein Reaktionär, sonst hätte sich Willy Brandt wohl kaum neben ihn gesetzt.
Der Vorsitzende der Grünen, Felix Banaszak, hat bei mir Eselsohren hinten drangemacht. Der Vorsitzende der Grünen Felix Banaszak sagte vor ein paar Tagen im Podcast meines Welt-Kollegen Paul Ronzheimer, die AfD stehe in einer Traditionslinie mit den Nationalsozialisten.
Das gleiche würde er vielleicht auch über Strauß sagen, über einen Ernst Jünger, über Boris Palmer oder über den Weihnachtsmann.
Es ist inzwischen völlig klar, dass Nazi ein moderner Sammelbegriff für alle ist, die nicht an den Sieg des Sozialismus glauben oder an die Wokeness.
Die Nazis unterscheiden sich von den Rechtskonservativen. Die Nazis hatten eine Miliz namens SA, die auf den Straßen Jagd auf Linke machte. Sie machten keinen Hehl daraus, dass sie Krieg wollten. Sie waren erklärte Antisemiten. Rassismus war ihr Programm. Sie wollten keine andere Republik. Sie wollten überhaupt keine Republik, sondern den Führerstaat.
1990 formulierte der amerikanische Autor Mike Godwin eine sozialpsychologische Theorie. Godwins Law gilt inzwischen als empirisch bewiesen. Er sagt, dass seit 1950 bei jeder größeren Meinungsverschiedenheit weltweit und immer irgendwann ein Vergleich mit den Nazis auftaucht. Dieser Vergleich habe nichts mit der realen Geschichte zu tun, sondern mit dem Wunsch des Sprechers seinem Gegenüber die Satisfaktionsfähigkeit abzusprechen.
Auch Angela Merkel wurde schon mit den Nazis verglichen von Hugo Chavez, auch Peer Steinbrück von irgendwelchen Schweizern. Sie wissen, dass es zwischen Heinrich Himmler und Alice Weidel schon ein paar Unterschiede gibt. Eine offen mit einer andersrassigen verbandelte Lesbe wie Alice Weidel wäre bei den Nazis ja im KZ gelandet.
Wer alle Rechten Nazis nennt, nur weil sie keine Linken sind, ist wirklich ein historischer Analphabet. Aber das wäre verzeihlich. Unbildung ist ja kein Verbrechen. Ihnen werfe ich vor, dass Sie wissen, was sie tun. Sie wissen, dass sie nicht das Vierte Reich verhindern, sondern dass sie lediglich ihre politische Konkurrenz ausschalten möchten.
Die AfD-Wähler, jedenfalls die meisten, wollen keinen neuen Hitler. Sie wollen so etwas ähnliches wie einen neuen Helmut Schmidt.
Es wäre ein Kinderspiel, die AfD klein zu halten. Man müsste dazu lediglich ein paar Probleme angehen, die echte Probleme sind und deren Existenz sie vermutlich bis zu ihrem letzten Atemzug leugnen würden:
– Passen Sie die Migration an die wirtschaftlichen Möglichkeiten dieses Landes an.
– Sorgen Sie für ein Level an Sicherheit, wie wir es 2010 hatten.
– Sorgen Sie dafür, dass unsere Schulen funktionieren und
– die Wirtschaft konkurrenzfähig ist.
Mehr muss es nicht sein. Ist das für Sie Faschismus?“
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Nach erneuten Buh-Rufen und Gemurmel im Publikum unterbricht Herta Däubler Gmelin: „Entschuldigung, ich glaube, Herr Martenstein weiß, daß er etwas länger redet, aber er darf das auch. Ich bitte Sie einfach die Geduld, die wie heute abend haben, jetzt auch noch bis zuletzt zu haben. Bitte schön, Herr Martenstein“
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„Ich glaube, sie haben verdrängt, dass in der Sowjetunion im Namen des Sozialismus neun Millionen Menschen ermordet oder dem Hungertod preisgegeben wurden. Sie haben die Millionen Opfer von Pol Pot und Mao erfolgreich verdrängt. In Venezuela wurde nach der gefälschten Wahl von 2024 auf den Straßen 24 Demonstranten von Maduros Truppen außergerichtlich hingerichtet, auch Minderjährige. Wenn Trump das getan hätte, wäre ganz schön was los.
Links ist gut, rechts ist böse. So einfach ist das nicht.
Die entscheidende Trennlinie verläuft zwischen autoritären Regimen und solchen, in denen alle die gleichen Bürgerrechte besitzen.
Egal, wo sie politisch stehen, egal ob sie die Regierung großartig finden oder sie verabscheuen. Wer sich an die Gesetze hält und keine Gewalt anwendet oder anzuwenden beabsichtigt, ist sicher und bei dem klingelt früh morgens nicht die Polizei an der Haustür.
Danke.
14.2.2026, Harald Martenstein
https://www.youtube.com/watch?v=fH8O9L3Cuuc
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https://x.com/Dieter_Stein/status/2022679353012990220
https://x.com/ben_brechtken/status/2022628285503410522
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Kernaussagen von Harald Martenstein
– Der Kampf gegen rechts ist ein Kampf gegen die Demokratie
– Mit dem Verbot mehrheitsfähiger Parteien verwandelt man diesen Staat in ein autoritäres Regime
– Mit der Begründung „Rettung der Demokratie“ kann man die Demokratie abschaffen
– Ein breites politisches Spektrum ist Merkmal einer Demokratie
– Rechtsextremer Bullshit einzelner Parteimitglieder reicht für kein Verbot
– „Nazi“ ist zu einem Sammelbegriff geworden für alle, die nicht an den Sieg des Sozialismus glauben
– Wer alle Rechten Nazis nennt, nur weil sie keine Linken sind, ist wirklich ein historischer Analphabet
– Es wäre ein Kinderspiel, die AfD klein zu halten. Man müsste dazu lediglich ein paar echte Probleme angehen
– Mit dem Verbot mehrheitsfähiger Parteien verwandelt man diesen Staat in ein autoritäres Regime
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Einige Kommentare:
Bravo. Ich habe selten erlebt wie einem solchen Auditorium der Spiegel vorgehalten wurde. Exzellent. Meine Hochachtung an Herrn Martenstein. Die Buh Rufe zum Schluß bestätigen dies. Michael
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Verflucht, ich habe bei der Rede eine Gänsehaut bekommen, ruhig und gelassen hat Herr Martenstein die Politik der 🇩🇪 der letzten 10 Jahre zerlegt bzw. die die Defizite offen gelegt. Am liebsten würde ich diese 16 Minuten jeden Nazischreier um die Ohren hauen, jedoch befürchte ich, dass viele nach 5 Minuten „Nazi“ schreien und abschalten. Rotrunne
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Was für eine Veranstaltung war das genau? Lachen und buhh rufen als Abwehr-Mechanismus, ein Weltbild bricht zusammen. Das darf man nicht zu lassen. Das konnte man richtig spüren….wäre e nicht soviel Wahres dran,müsste man nicht so emotional reagieren. Sie wissen es…. Steph
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Ich war zwar nie Fanboy on Harald Martenstein. Aber seit er mit seinen verzweifelten Willy!Willy!-Rufen im Thalia darum betteln muss, vom versammelten Fischkopf-Scum nicht gelyncht zu werden, würde ich ihn gerne drücken heinrich
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Welch eine großartige, mit einem soliden Fundament untermauerte Rede. Das sollten die öffentlich-rechtlichen Sender einmal zur Primetime ausstrahlen. Dann würden endlich viele aus ihrem Traum aufwachen und erkennen, was gerade mit uns passiert. Wirth Thomas
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Jeder Satz ein Punkt, für „Die Demokratie “ und gegen „Unsere Demokratie“. Wie recht er hat, hört man an den Buhrufe im Publikum, die übliche Empörung. Bravo Herr Martenstein dasgitte
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Das ist der beste Vortrag zu diesem Thema den ich je gehört habe! Das ist die absolute Referenz zum Thema Demokratieverständnis. In Zukunft werde ich ihre Rede jedem zu hören geben der glaubt die Demokratie zu retten indem er sie vernichtet, hätte ich eine Auszeichnung zu vergeben….sie hätten sie heute von mir bekommen, vielen Dank Herr Martenstein! KarlHuben
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Die vor Moral besoffene linke „Zivilgesellschaft“ ruft Pfui, lacht und lächelt süffisant. Es ist unfassbar wie tief die linke Seite schon in totalitären Gedanken versunken sind. Eine echte Gefahr für die Demokratie. Martenstein bringt es perfekt auf den Punkt.Matthias
Bei den wiedergegebenen Zitaten von Strauß haben bestimmt einige innerlich gejubelt und gedacht, dass diese von Mitgliedern der AfD getätigt wurden. Johanna
Ende Kommentare
Politisches Theater: Fiktives AfD-Verbotsverfahren im Thalia Theater beginnt
Am Hamburger Thalia Theater wird in einer Inszenierung des Schweizer Regisseurs Milo Rau in einem fiktiven Gerichtsverfahren ein mögliches Parteienverbot der rechtspopulistischen AfD durchgespielt. Die Pseudo-Verhandlung dauert drei Tage und wird im Internet übertragen.
Den Vorsitz hat die ehemalige Bundesministerin der Justiz, Herta Däubler-Gmelin, von der SPD. Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) erklärte in seiner Eröffnungsrede: „Ich hoffe, dieser Prozess wird uns helfen, uns der Bedeutung und der Schutzwürdigkeit unserer Demokratie neu zu versichern“.
Unter dem Titel ”Prozess gegen Deutschland” argumentieren keine Schauspieler mit Textbuch, sondern rund 30 Experten, Kenner und Juristen. Darunter sind die ehemalige AfD-Chefin Frauke Petry, die ehemalige AfD-Abgeordnete Joanna Cotar (heute parteilos) und der Publizist Harald Martenstein. Als Prozessberichterstatter fungieren Reporter des „Hamburger Abendblatt“.
Bei den Theater-Aufführungen in der Hansestadt geht es auch um die Frage nach einem Social-Media-Verbot für alle unter 16 Jahren. Die Schlussreden finden am Sonntagnachmittag statt. Eine Hamburger Geschworenenjury soll anschließend das Urteil fällen.
… Alles vom 13.2.2026 bitte lesen auf
https://www.deutschlandfunk.de/fiktives-afd-verbotsverfahren-im-thalia-theater-beginnt-100.html
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13.2.2026
https://www.welt.de/kultur/theater/article698eedfff4d0b8d94ca1b18c/afd-theater-in-hamburg-beim-prozess-gegen-deutschland-gibt-es-die-erste-absage-wegen-ultrarechten-akteuren.html
„Prozess gegen Deutschland“ von Milo Rau – Thalia Hamburg 13.-15.2.2026
Regie und Idee: Milo Rau
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Vorsitzende Richterin: Herta Däubler-Gmelin
Beisitzer: Benjamin Däubler
Gerichtsdiener: Songül Eroglu
Ankläger*innen: Gabriele Heinecke, Andreas Speit
Verteidigung: Liane Bednarz, Frédéric Schwilden
Gerichtsreporter: Christoph Rybarczyk, Anika Würz
Eröffnungsredner, Auskunftspersonen, Expert*innen: Michel Abdollahi, Joram Bejarano, Eva Berendsen, Michael Bouteiller, Dr. Carsten Brosda, Joana Cotar, Robert Farle, Kathrin Groh, Ingo Hasselbach, Peter Hoeres, Andreas Kemper, Feroz Khan, Jens Lehrich, Harald Martenstein, Rainer Mühlhoff, Susan Neiman, Wolfgang Palaver, Jean Peters, Frauke Petry, Leonie Plaar, Kay Ray, Andreas Rödder, Gilda Sahebi, Valentin Schwarz, Jason Stanley, Pauline Voss, Dr. Volker Weiẞ, Eric Ahrens aka Andrew Y
Hamburger Jury: Denise Bellmann, Verena Dittrich, Michael Raab, Arnold Rautenberg, Liam Sielaff, Nils Tetzner, Helena Untiedt
Livestream: https://www.youtube.com/watch?v=lxiC5iS7Ir0
https://www.thalia-theater.de/de/stuecke/prozess-gegen-deutschland/264
