TMO

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Bick vom Schauinsland nach Süden zu Belchen, Hochblauen (rechts hinten) und Münstertal im Nebelmeer am 15.11.2012 – oben Schweiz, rechts Elsass

 

 

TMO – Trinationale Metropolregion Oberrhein 

Die im Dezember 2010 anerkannte Trinationale Metropolregion Oberrhein, kurz TMO, bildet das gemeinsame Dach der vier Hauptpartner Oberrheinrat, Oberrheinkonferenz, Städtenetz und Eurodistrikte.

Mit der Trinationalen Metropolregion Oberrhein wollen wir die Möglichkeiten des deutsch-französisch-schweizerischen Oberrheingebietes besser ausschöpfen und dafür die seit vierzig Jahren fruchtbare grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiter vertiefen.
Der Standort Oberrhein ist aus dem jeweils nationalen Blickwinkel ein Grenzraum, weitab von den nationalen Entscheidungszentren in Berlin, Paris oder Bern. Betrachtet man jedoch den Oberrhein unter dem Aspekt eines gemeinsam beschrittenen Weges zu einem europäischen Binnenmarkt mit einer wachsenden Zahl gesamteuropäisch gestalteter Politikfelder, so gewinnt er eine andere Bedeutung. Die Grenzregion wird zu einem zentralen Wirtschaftsraum mit starker Scharnierfunktion zwischen der Schweiz und der Europäischen Union. Damit gewinnt der territoriale Zusammenhalt dieser Region entscheidende Bedeutung. „Wir wollen in der Trinationalen Metropolregion Oberrhein (TMO) die Kräfte aus öffentlicher Hand, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft bündeln, um den Oberrhein zur einer Exzellenzregion mit nachhaltiger wirtschaftlicher Entwicklung zu machen. Die Bürger werden als Erste davon profitieren.“ Julian Würtenberger 2011

Der trinationalen Metropolregion Oberrhein gehören das Elsass, Süd- und Mittelbaden, die südliche Pfalz sowie die Schweizer Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft, Jura, Solothurn und Aargau mit zusammen fast sechs Millionen Einwohnern an.

Trinationale Metropolregion Oberrhein 
Villa Rehfus , Rehfusplatz 11, D-77694 Kehl
Vertreten durch:
Dr. Joachim Beck (Säule Wissenschaft)
Simon Kaiser (Säule Wirtschaft)
Dr. Johanna Kretschmer (Säule Zivilgesellschaft)
Caroline Huck (Säule Politik)
www.rmtmo.eu
RMT – Région Métropolitaine Trinationale du Rhin Supérieur
TMO – Trinationale Metropolregion Oberrhein

Metropolregion
Metropolen – das waren bisher historisch gewachsene Zentren, also große Städte und ihr Umland. Heute versteht man darunter generell Ballungsräume, die von internationaler Bedeutung sind. Die EU will ihre künftige Regionalförderung auf Metropolregionen aufbauen, weil diese als Motoren der wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Entwicklung gelten. Davon verspricht man sich eine besser Position im globalen Wettbewerb, der unter Metropolen ausgetragen wird. Der Oberrhein wäre, würde er anerkannt, die erste trinationale Metropolregion in Europa.

Fünf Handlungsfelder der Metropolregion:
1. Bildung: Gemeinsame Studiengänge und Lehrstühle, Austausch zwischen den Hochschulen. Der Oberrhein als “Exzellenzregion des Wissens” mit Forschung auf Gebieten der Geo-, Material- und Nanowissenschaften, Optik und Photonik. Bis 2015 soll eine deutsch-französische Berufsschule entstehen.
2. Wirtschaft: Industrie-Schwerpunkte Lebenswissenschaften (Biovalley), Information, Kommunikation und Automobilität der Zukunft vernetzen und sgemeinsam präsentieren. Wirtschaftsförderung, Arbeitsmarkt und Tourismusmarketing grenzüberschreitend. Trinationales Energie-Netzwerk geplant.
3. Bürger: Derzeit nur drei Bürgerforen.
4. Politik: Die Region soll gegenüber EU und den drei Staaten gemeinsam auftreten; einheitliche Verwaltungsstruktur.
5. Verkehr: Ausbau von TGV- und ICE-Strecken sowie die Anbindung der Flughäfen in der Region. Bei Gamsheim eine neue Rheinbrücke.
2010 wurde die Trinationale Metropolregion Oberrhein (TMO) von Vertretern der regionalen Politik und Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft gegründet und kurz darauf von den Regierungen in Berlin, Bern und Paris anerkannt. Sie umfasst das Gebiet der Oberrheinkonferenz mit sechs Millionen Einwohnern. Ihr Ziel ist es, durch vielfache bi- und trinationale Projekte die Zusammenarbeit am Oberrhein voranzutreiben.

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Metropolregion will sprachliche Barrieren abbauen: Englisch plus Deutsch sowie Französisch

Die vor drei Jahren gegründete TMO will energischer darangehen, die Fremdsprachbarrieren in ihrem Einflussbereich abzubauen. Arbeitskreise machten der Vollversammlung des Gremiums am 10.12.2013 in der Hochschule Offenburg dazu Vorschläge.
Laut Jean-Louis Hoerlé, dem Präsidenten der elsässischen IHK, muss die Metropolregion sich als Ziel setzen, dass die Jugendlichen in ihrem Gebiet neben Englisch die Sprache „des Nachbarn“ beherrschen, also Französisch beziehungsweise Deutsch. „Wir müssen in unseren Unternehmen darauf hinarbeiten“, verlangte er, „dass sich Ausbildungskandidaten nicht von den unterschiedlichen Sprachmilieus schrecken lassen.“ Dazu sei auch ein grenzüberschreitender Lehreraustausch geplant. Teilnehmer äußerten am Rande der Vollversammlung Unverständnis darüber, dass der boomende deutsche Arbeitsmarkt derzeit eher von gut qualifizierten Spaniern und Portugiesen nachgefragt werde als von arbeitslosen jungen Elsässern aus der direkten Nachbarschaft, etwa Mulhouse und Straßburg. Dem müssten die Partner der Metropolregion mit einer gemeinschaftlichen Strategie begegnen, verlangte auch Charles Buttner, der Präsident des Generalrats Oberelsass.
11.12.2013

 

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