DDR-Geschichte

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„Bildung statt Panzer“-Jugendbewegung gegen die Nachrüstung

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  • DDR-Geschichte soll im Lehrplan wegfallen können (16.1.2026)

 

„Das Fach Geschichte wäre, seriös unterrichtet,
ein Bollwerk gegen Ideologien“ (Josef Kraus)
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DDR-Geschichte soll im Lehrplan wegfallen können
Ausgerechnet in Berlin, der Stadt, die wie keine andere für deutsche Zeitgeschichte der letzten 150 Jahre steht, in der man auf Schritt und Tritt den Hinterlassenschaften von zwei Diktaturen begegnet, sollte die Geschichte der DDR nicht mehr Pflichtgegenstand in der Oberstufe sein. Und das gefördert von einer CDU-geführten Berliner Schulbehörde. Die zuständige Senatorin rudert nun zurück.

Ein historischer Analphabetismus greift um sich
„Bildungsnation“ Deutschland auf dem Weg zum Schwellenland?
Ernsthaft: Deutschlands Schüler sind historisch und zumal zeitgeschichtlich völlig unterbelichtet. Sie sind zu historischen Analphabeten (gemacht) geworden. Warum? Aus ideologischen Gründen, denn das Fach Geschichte wäre, sofern es seriös betrieben wird, ein Bollwerk gegen Ideologien. Das ist wohl ein Grund, warum Geschichte bei Ideologen in keinem guten Ruf steht. Sie ist unbequem, weil sie Skepsis gegen Utopien und Ideologien zu vermitteln vermag. Darum hat der Archivar Winston Smith in George Orwells 1984er Wahrheitsministerium ja die Aufgabe, Geschichte ständig umzuschreiben, damit sie sich den jeweils aktuellen politischen Wünschen fügt. Geschichtspolitik nennt man so etwas.
Folge: Das Wissen um die DDR ist bei Alt und gerade bei Jung erschreckend defizitär.
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Laut früheren Studien des – im Dezember 2024 aufgelösten (!) – „Forschungsverbundes SED-Staat“ der Freien Universität Berlin kennt mehr als die Hälfte der Schüler das Jahr des Mauerbaus nicht. Nur jeder Dritte weiß, dass die DDR die Mauer gebaut hat. Nur 27 Prozent der west- und 17 Prozent der ostdeutschen Schüler haben Kenntnis von der Todesstrafe in der DDR. 71 Prozent aller Schüler finden es gut, dass in der DDR jeder einen Arbeitsplatz gehabt habe. Außerdem sei es der Umwelt – und den Rentnern – dort besser gegangen als in der Bundesrepublik. An diesen Defiziten hat sich seit diesen Studien augenscheinlich nichts zu Besserem gewendet.

Will etwa Berlin mit seiner Schulpolitik signalisieren, dass die DDR doch gar nicht schlimm war und durchaus dem Vergessen unterliegen darf? Und das in Zeiten, in der die real existierende Bundesrepublik sich Schritt für Schritt einer DDR 2.0 – mit Moment noch etwas mehr Wohlstand – nähert. Und das in einer Zeit, in der die zur „DIE LINKE“ gehäutete Rechtsnachfolgerin der vormaligen SED bundesweit jeden achten bis siebten Wähler anspricht.
… Alles vom 16.1.2026 von Josef Kraus bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/berlin-ddr-geschichte-lehrplan/