Fussball un de Siegzwang

D Zittige schriibe vun „Klatsche“, de SC sei „ratlos“ nach de 2:5 Niederlag’ gege Wolfsburg, d Wolfsburger hätte de SC „nass gemacht“. Un, het’s g’heiße, de SC wär em Gegner mannschaftlich un individuell nit g’wachse gsii. Ja un? Des goht me aafange gege de Geischt, dass ä Mannschaft nimmi verliere derf. „Die sin doch bis uffs letschte Iidipfili vorbereitet gsin, wird lamentiert, de Gegner isch mit alli möglige Methode analysiert, Stärke un Schwäche sin uffg’lischtet, Spielerverhalte un Spielverläuf medial simuliert wore.“ Als gäb’s numme noch programmierti Spieler un bim entsprechende Input könnt me do au de entsprechende Output erwaarte. So n-ä Blödsinn! Nit ämol bim Schachspiele kammer des. Nach jedem verlorene Spiel wurd ussg’rechnet, was d Ursache sin: Verlorini Zweikämpf, Fouls, Fehler, Schüss übers, nebe’s un uffs Tor. Wieviel Kilometer si g’rennt sin, wird registriert: Wolfsburg 128,3 km, Friiburg 122,2 km. Als gäb’s numme Zahle un kei Mensche meh. Sieger-Mathematik, Sieger-Ökonomie. Spieler, wo n-ä schlechte Daag verwitscht hen? Verbote! Mannschafte, wo ussem Spielfluss kumme? Verbote! Chance nit verwerte? Verbote! Nachlässigkeit? Verbote! Kammer 90 Minute volli Pulle spiele, ohni ei Sekund „nachlässig“ si? De Oliver Sorg het g’sagt: „Außerdem sind wir der SC Freiburg und können nicht davon ausgehen, jedes Spiel zu gewinnen.“ Die Feststellung versöhnt mi widder un i wünsch em SC gege Dortmund viel Glück. Des g’hört nämlig au-n-ä weng zu jedem Spiel. Un ’s Glück kannsch nit verzwinge!  ’s Glück verzwinge isch wie ’s Lache befehle.
13.3.2013, Stefan Pflaum, Wunderfitz, www.dreisamtaeler.de

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