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„Bildung statt Panzer“-Jugendbewegung gegen die Nachrüstung

Einfach mal machen
Kinder haben manchmal die erfrischende Eigenschaft, dass sie das tun, was sie wollen, auch wenn es auf den ersten Blick unmöglich erscheint. Sie tun es einfach. Ein auf Videoplattformen bekanntes Video zeigt einen kleinen Jungen, der in kindlicher Nonchalance ein Huhn auf sein Fahrrad setzt und damit losfährt.
Kind nimmte Huhn aufs Fahrrad
Toddler Takes Chicken on Ride on His Bike
https://www.youtube.com/watch?v=yvGl9UgDp-U

Ja, mag der ein oder andere einwenden, Hühner werden mit der Zeit sehr zahm, das Video zeigt eine Ausnahme … Richtig, es verdeutlicht aber, was möglich ist, wenn man etwas tut. Einfach mal macht. Das heißt aber auch, dass man manchmal das tun muss, was man nicht mag. Gremienarbeit zum Beispiel. Je verwirrender und unordentlicher die Situation wird, desto mehr kommt es auf Menschen an, die die Ordnung, die gottgegebene Ordnung, wiederherzustellen versuchen. Das gilt auch im Kleinen: In der Familie, im Dorf, im Viertel, im Verein, im (Pfarr-)Gemeinderat. Es gilt, bestehende Strukturen peu à peu zu übernehmen, oder aber alternative zu schaffen. Überall im deutschsprachigen Raum findet man Gleichgesinnte, kann sich zusammen- oder anschließen, kann aktiv werden, kann Vorbild sein.
Das geht aber nicht mit mieser, lähmender Laune. Die entfacht nur destruktive Kräfte. Ein Katholik, der angesichts des Zustands der Kirche besorgt sei, habe aufgehört, Katholik zu sein, schrieb der unvergleichliche Nicolás Gómez Dávila. Da Abwarten und Tee trinken aber keine Option ist, da uns der liebe Gott Talente gegeben hat, die genutzt werden wollen, heißt es spätestens jetzt: Einfach mal machen.

Noch einmal Viktor Frankl. In seinem bahnbrechenden Werk „…trotzdem Ja zum Leben sagen“ notierte er:
„Was hier nottut, ist eine Wendung in der ganzen Fragestellung nach dem Sinn des Lebens: Wir müssen lernen und die verzweifelten Menschen lehren, dass es eigentlich nie und nimmer darauf ankommt, was wir vom Leben noch zu erwarten haben, vielmehr lediglich darauf: was das Leben noch von uns erwartet!“
Um diesem Sinn nachzuspüren, gibt es gemäß Frankl drei Wege:
1. „Entweder schöpferisch, indem wir ein Werk schaffen, indem wir eine Tat setzen.
2. Oder aber erlebend, indem wir die Schönheit der Natur, die Güte eines Menschen erleben. Oder einen Menschen liebend, ihn in seinem innersten Wesen erlebend.
3. Drittens, wo es notwendig ist, wo die Ursache einer Leidenssituation sich auf keinen Fall mehr beseitigen lässt, kommt es darauf an, mit welcher Haltung und welcher Einstellung wir das Leiden auf uns nehmen: in Tapferkeit und in Würde.“
… Alles vom 1-1-2026 bitte lesen auf
https://www.corrigenda.online/politik/neujahrseditorial-2026-von-lukas-steinwandter-einfach-mal-machen