Gender

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Blick vom Seebuck am Feldberg nach Süden über Nebel zu den Alpen am 7.1.2013

 

Gender = soziokulturelles Geschlecht

Für das englische Wort gender im Sinne von soziokulturellem Geschlecht im Gegensatz zum biologischen Geschlecht (englisch: sex) gibt es im deutschen Sprachgebrauch keine Entsprechung.

Gender Mainstreaming – was ist das?
Für Gender Mainstreaming gibt es keine deutsche Übersetzung. Gender bedeutet Geschlecht. Mit Gender werden die Geschlechterrollen von Mann und Frau bezeichnet, seien sie gesellschaftlich, sozial, historisch bzw. kulturell geprägt.

Gender Mainstreaming – ganz kurz:
Bekämpfung der Geschlechterunterschiede in der Gesellschaft

bis hin zur Leugnung der biologischen Prägung.
So soll verhindert werden, dass sich Kinder mit ihrem Geschlecht identifizieren,
damit “wahre Gleichheit” entstehe.
Mainstream heißt Hauptstrom. Damit ist gemeint, dass Entscheidungen aufgrund bzw. unter Berücksichtigung der Geschlechtergerechtigkeit getroffen werden sollen.

Gender-Mainstreaming bekämpft die Geschlechterunterschiede in der Gesellschaft bis hin zur Leugnung der biologischen Prägung. So soll verhindert werden, daß sich Kinder mit ihrem Geschlecht identifizieren, damit „wahre Gleichheit“ entstehe.

Gender Budgeting – was ist das?
“Gender Budgeting ist eine Anwendung des Gender Mainstreaming im Haushaltsprozess. Es bedeutet eine geschlechterbezogene Bewertung von Haushalten und integriert eine Geschlechterperspektive in alle Ebenen des Haushaltsprozesses. Durch Gender Budgeting werden Einnahmen und Ausgaben mit dem Ziel restrukturiert, die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern.“ (Definition der Europäischen Union) … alles klar nun?

In Deutschland gibt es 2015 ca 190 Lehrstühle bzw. Professuren für  Gender Studies – davon sind 10 männlliche Professoren, die anderen weibliche Professorinnen.

“Hätten wir ‘Studierenden’, die Studentinnen und Studenten der Nachkriegszeit,
um Worte gefeilscht,
statt intensiv zu studieren,
ich wage mir nicht auszumalen,
welchen Rang die Bundesrepublik Deutschland in der Welt heute einnehmen würde.”

Dr. Johannes Kreßner, in: Studenten oder Studierende?, DIE ZEIT vom 16.6.2016, Seite 60, www.zeit.de

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Biologie-Professor gegen Genderforschung: “Jung, attraktiv, muss gut kochen können”

Männer wollen nette Frauen, keine Feministinnen, sagt der Kasseler Evolutionsbiologie-Professor Ulrich Kutschera und macht Stimmung gegen Genderforschung: “Gleich einem Krebsgeschwür” versuchten demnach deren Vertreterinnen, die Biologie zu erobern…  Wenn er sich die Aktivitäten in der Geschlechterforschung anschaue, dann sei klar, das habe nichts mit Naturwissenschaft zu tun. “Naturwissenschaftler erforschen reale Dinge, die wirklich existieren”, sagte Kutschera. “Unsere Theorien basieren auf Fakten, während in der Sozialkunde eben vor sich hin theoretisiert wird in aller Regel, und Fakten wenig zählen.” …. Alles vom 5.9.2015 bitte lesen auf
http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/universitaet-kassel-professor-ulrich-kutschera-zieht-ueber-genderforschung-her-a-1050888.html#utm_source=politik#utm_medium=medium#utm_campaign=plista&ref=plista

 

Gender-Lehrplan
Der Unterschied zwischen Respekt und Toleranz ist der, dass letztere oftmals nicht mehr ist als Gleichgültigkeit.
Warum heißt das Thema der geplanten Bildungseinheit nicht Respekt gegenüber anderen Lebensformen, die Lernende (gender-gerecht) kennen lernen sollen? Dabei kann es keineswegs nur um sexuelle Lebensformen gehen.
Wer mehr zu diesem angedachten Bildungsplan wissen will, soll sich informieren unter:
http://www.gender-curricula.com
Das hier zu Lesende wird in manchen Bundesländern bereits umgesetzt. Das Problem besteht weniger in der Darlegung verschiedener sexueller Lebensformen (die sind mittlerweile zur Genüge bekannt), sondern in der Intention und Urheberschaft dieses Bildungsplans.
Am Ausgangspunkt befindet sich die Gesellschaft für Sexualpädagogik und deren Prof.Uwe Sielert als Verkünder einer Gender-Sexualpädagogik. Dieser möchte drei Lebensumstände “entnaturalisieren”:
a) die Kernfamilie
b) die Heterosexualität
c) die Generativität
Sielert kommt wiederum aus der Kentler-Schule der 70iger Jahre, in der auch Päderastie – durchaus in Verbindung mit der Odenwald-Schule – als menschliche Befreiung propagiert wurde. Wie man weiß, gab es in dieser Zeit auch einen Arbeitskreis bei den Grünen, der solches Verhalten in das Parteiprogramm aufnehmen wollte. Offensichtlich gibt es davon immer noch Ausläufer.
Nach gründlicher Lektüre des Curriculums kam der gewiss unverdächtige Kinderschutzbund “Zartbitter” zur Erkenntnis, dass diese Inhalte an den Bedürfnissen der Kinder vorbeigehen und schon fast als übergriffig bezeichnet werden müssen. Man darf auch gespannt sein, wie muslimische Schüler reagieren werden.
Es steht zu befürchten, dass irgendwann auch noch das wissenschaftlich orientierte Fach Biologie zugunsten des Gender-Quarks ins Hintertreffen gerät.
24.6.2015, Ekkehard Senn

 

Geschlechterrollen: Die Unterschiede zwischen Mann und Frau sind im Gehirn angelegt
Die schwedischen “hen”-Leute sind nicht progressiv, sondern hinken der Wissenschaft hinterher, die längst herausgefunden hat, dass die geschlechtliche Gleichmacherei falsch ist, da die Unterschiede zwischen Frau und Mann schon im Gehirn zu finden sind. Will man das Thema richtig sehen, muss man das Buch “Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken” lesen. In der heutigen Gesellschaft will man unbedingt glauben, dass Frauen und Männer die gleichen Fähigkeiten, Talente und Potentiale haben, und dies zu einem Zeitpunkt, da die Wissenschaft erste unwiderlegbare Beweise gefunden hat, dass das Gegenteil der Fall ist.
25.4.2015, Hartmut Gramse, Müllheim

Zu: “Hen statt er oder sie”, Unterm Strich von André Anwar (Politik, 16. April):
http://www.badische-zeitung.de/kolumnen-sonstige/unterm-strich-hen-statt-er-oder-sie–103442389.html

 

An der Uni Freiburg sind die Geschlechterrollen seit 560 Jahren zementiert
– Bei den Philologen 75% Frauenanteil – hier wird gequasselt.
– Mathe und Physik nur 30% Frauenanteil.
– An der Technischen Fakultät nur 18% Frauen.
– Studiumabschluß 55% Frauen, Doktorandinnen nur 40% und Habilitation nur 25%

Am “Zentrum für Anthropologie und Gender Studies” bemüht man sich – so heißt es auf der Homepage: “Der Studiengang Gender Studies behandelt Fragen der Ungleichartigkeit und Ungleichheit zwischen den Geschlechtern, thematisiert Differenzen innerhalb der Geschlechter und sensibilisiert für die Veränderbarkeit sozialer Praxis”.
Doch am ZAG selbst liegt der Frauenanteil bei stolzen 85%. Hier sollte mal kräftig durchgegendert werden, warum nicht im eigenen Hause anfangen?

“Zentrum für Anthropologie und Gender Studies” an der Uni Freiburg
http://www.zag.uni-freiburg.de/

Drei bedenklich stimmende Fakten:
1) In den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) geht der Frauenanteil immer weiter zurück.
2) “In der Hochschulbildung hat Deutschland – jedenfalls bei den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) – seinen Vorsprung beim Humankapital verloren.”, so der statistisch-wissenschaftiche Nachweis von Thilo Sarrazin, Deutschland schafft sich ab, S. 68.
3) Nur MINT trägt zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei, und wenn’s in Zukunft mit dem BIP bergab gehen wird, dann haben auch die Frauen ihren guten Anteil an diesem Niedergang. “All die Juristen, Germanisten, Politologen, Soziologen, und Philosophen, die unsere Universitäten verlassen, tragen durchaus zum allgemeinen Bildungsniveau bei, ihr Beitrag zum wissenschaftlich-technischen Fortschritt (und damit zum BIP) geht gegen Null. Es gibt in den Kultur- und Sozialwissenschaftenebene keinen systematischen Fortschritt, ebenso wenig wie es einen solchen bei der Dichtkunst oder der bildenden Künsten gibt. Die Werke von Andy Warhol sind nicht besser als die von Breughel, sie sind anders, James Joyce hat nicht besser geschrieben als Goethe, sondern anders, und Henry Moore nicht besser gestaltet als Schadow, nur eben anders.” (Sarrazin, S. 57)

1.3.2015

 

Norwegen hat ab 1.1.2015 alle Gelder für Gender und Gender-Forschung gestrichen.
3.12.2014

 

Gender-Scheiße
“Das fängt schon bei dieser Gender-Scheiße an. Diese sprachliche Unsitte,dass man auch immer die weibliche Form erwähnen muss: “Liebe Kolleginnen und Kollegen”. Das werden Sie jetzt wieder als Herrenwitz verstehen, aber wenn ich “Mit-Glieder” sage, müsste ich politisch korrekt doch auch “Mit-Mösen” sagen”.
Jürgen von der Lippe, 27.10.2014, S. 152, www.spiegel.de

Studierx statt StudentInnen, Studierende, Studenten/Studentinnen oder Student_innen
Heißt es StudentInnen, Studierende oder Student_innen? An den Unis tobt ein Streit um gerechte Sprache. Lann Hornscheidt vom Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien der Humboldt-Universität schlägt eine neue Form vor: Studierx….
Alles vom 24.4.2014 bitte lesen auf
http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/gendertheorie-studierx-lann-hornscheidt-ueber-gerechte-sprache-a-965843.html

Sie haben zusammen mit Ihrer AG einen Leitfaden verfasst, in dem es um geschlechtergerechte Sprache geht (hier als PDF). Als ich studiert habe, kam gerade der Gender-Unterstrich in Mode wie in Student_in, dann gab es den dynamischen Unterstrich, der irgendwo im Wort auftaucht wie in Stu_dentin. Sie schlagen jetzt unter anderem die X-Form vor – Studierx. Warum?
Hornscheidt: Alle anderen Sprachformen wie das Binnen-I in StudentInnen oder der Unterstrich in Student_innen sagen Folgendes: Es gibt Frauen und Männer und dazwischen vielleicht noch ein paar andere Leute. Die X-Form sagt erst mal nur: Da ist eine Person. Das könnte sprachlich viel grundlegender das Geschlecht als wichtige Kategorie in Frage stellen. Das X durchkreuzt herkömmliche Personenvorstellungen.
http://www.lannhornscheidt.com/

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Gender-dogmatische Frauenquote bei Strassennamen in Berlin

In Berlin-Kreuzberg darf ein neuer Platz nicht nach einem Philosophen der Aufklärung “Moses-Mendelssohn-Platz” heißen, sondern mitsamt Moses’ Ehefrau Fromet “Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz”. Grund: 2005 hatten die Grünen eine Frauenquotenregelung durchgesetzt, nach der Strassen und Plätze so lange nur nach Frauen zu benennen sind, bis ein Gleichstand “Männlein-Weiblein” erreicht ist. Spott wird laut, da die Bedeutung der Frau nun aus ihrer Heirat resultiert, wie einst die Anrede “Frau Doktor” und “Frau Professor” für nicht promovierte und habilitierte, aber begüterte Damen der Gesellschaft. Witze wie “Seeler seine Frau ihr Stadion” passen gender-dogmatisch dazu.
28.4.2013

 

Vorständinnen und Vorstände in Vorstandschaften

Die Duden-Redaktion sehe gute Chancen, dass das Wort “Vorständin” den Sprung in die nächste Ausgabe des Rechtschreibewerkes schaffe. Im Online-Duden steht es schon. Hallo, geht’s noch? Seid ihr jetzt völlig verrückt geworden? Doch bevor Feministinnen hinter diesem Aufschrei wieder männlichen Chauvinismus wittern und einen “Shitstorm” in Richtung Redaktion abfeuern: Nein, wir haben nichts gegen weibliche Sprachformen, auch nicht gegen Frauen in Vorständen. …. Alles vom 16.1.2013 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/kommentare-1/vorstaendinnen-in-vorstandschaften–68243620.html

Deutsche Normübererfüllung: “female cyclists and male cyclists” (Radfahrerinnen und Radfahrer)
In der Sache gebe ich Herrn Hauser Recht. Schon lange beobachte ich die Umdefinition des grammatikalischen Geschlechts aller möglichen und unmöglichen Begriffe einzig zu dem Zweck, den Plural durch Wortverdoppelung aufzublähen, wobei einem Exemplar ein “-innen” angehängt wird. An dieser ausufernden Spracherweiterung ist aber auch die BZ (neben anderen Medien) nicht ganz unschuldig. Was musste man da nicht schon alles lesen? “Kritikerinnen und Kritiker” sind vergleichsweise harmlos.
Das Ausland hat weniger Probleme: Im Französischen sind “les Medicins” oder “les Ministres” Ärzte und Minister beiderlei Geschlechts. Im Englischen sind “cyclists” Fahrradfahrer, egal ob weiblich oder männlich. Möchte man radfahrende Frauen kennzeichnen, spricht man von women oder female cyclists. Kein vernunftbegabter Redakteur auf der Insel käme jedoch auf die Idee, “female cyclists and male cyclists” (Radfahrerinnen und Radfahrer) zu schreiben. Was bleibt, ist der Eindruck, dass deutsche Normübererfüllung in puncto Political Correctness die Dinge meist schlechter und nicht besser macht. Immerhin sind weibliche Gäste noch keine Gästinnen und kluge Frauen noch keine Schlauköpfinnen. Ich fürchte aber, auch damit wird man uns noch beglücken.
30.1.2013, Kordula Lind, CH-Kreuzlingen

Sprachverhunzer
Ich finde es löblich, dass sich jemand Ihres Blattes, in diesem Fall ist es sogar der Chefredakteur selbst, über die Sprachverhunzer aufregt. Ja, ihm schwellen sogar die Zornesadern. Nun, so weit geht es bei mir nicht, aber Herrn Hauser ist grundsätzlich zuzustimmen. Schade nur, dass er aber nicht den Balken im eigenen Auge sieht. Oder wie ist es zu erklären, dass in der Badischen Zeitung immer von “Datenautobahnen” und “Stromautobahnen” zu lesen ist? Solche Fehler unterlaufen nicht in der Hektik des Alltags, sondern aus unkritischer Übernahme. Gleiches gilt für Wendungen wie “seit Anfang diesen Jahres”, statt “seit Anfang dieses Jahres”. Ich finde es ärgerlich, dass die Redakteure solche Fehler immer wieder ignorieren. Oder erkennen sie sie am Ende gar nicht als Fehler?
30.1.2013, Manuel Timm, Staufen

 

 

Mütter sind Motorinnen

Starkbier und Oktoberfest sind Männersache; deshalb tragen Bockbiere markige Namen wie Maximator, Triumphator, Adamator, Gladiator oder Salvator. Der Terminator hingegen ist kein Doppelbock, sondern ein beinharter Roboter mit übermenschlichen Kräften, der 1984 durch den jetzigen Gouvernator von Kalifornien Mensch wurde. Das lateinische Suffixator ist seither ein mächtiges Instrument der Wortneubildung: Aus Hermann Maier wurde der Herminator, aus Schumi Schuminator, aus Kelvin Kelvinator (Kühlschrank). Selbst der schmächtige Finanzminister Eichel war zeitweilig als “Sparminator” so bekannt wie der fast gleichlautende “Sperminator” in der Pornobranche. Nur aus der Ursula wird nie ein Usurpator: Her- , Ter- und andere Toren sind immer Macher und Täter, aggressiv und voll im Saft. Gut, es gibt auch die auf Ausgleich bedachten Moderatorinnen, sogar Terminatorinnen. Aber das ist ungefähr wie Frauenfußball: Nicht Fisch, nicht Fleisch; es sei denn, wir werden gerade Weltmeisterinnen. Es gibt jedenfalls definitiv kein weibliches Bockbier. Wohl aber neuerdings Motorinnen. Ausgerechnet Maria Böhmer (CDU), die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, hat die Mütter als “Motorinnen der Integration” gewürdigt. Der alte Macho Henryk M. Broder höhnte natürlich gleich, eigentlich müsse es doch “Mütterrinnen sind Motoren” heißen, aber der taz-Sprachbeauftragte gibt Frau Böhmer Recht. Die korrekte weibliche Form von Motor ist zwar Motrix. Aber gibt es nicht auch Rektorinnen, Pastorinnen, Autorinnen und im Spanischen sogar Monitorinnen (allerdings mehr im Sinne von Betreuerin als Bildschirmerin)? Warum sollte Angela Merkel (gelegentlich auch schon “Angelator” gerufen) nicht Motorin der europäischen Integration, ja Traktorin des Sprachwandels werden? Die Autoindustrie hätte schon aus Umwelt- und Imagegründen nichts gegen eine Verweiblichung des Antriebsaggregats. Motoren sind zwar, anders als die meisten Pastoren und Mentoren, Maschinen und keine Lebewesen. Aber entwickelt sich nicht auch der Kohlendioxid-Exterminator Schwarzenegger “vom Terminator zum Bürokrator” (Spiegel)? Wir in Freiburg sind natürlich wieder mal weiter: Bei uns werden alle “Scherbinnen und Scherben” auf Radwegen, Straßen und Bürgerinnensteigen sofort weggeräumt.
Martin Halter, 29.9.2007, www.badische-zeitung.de

 

Ladendiebe bitte zu Ladendiebinnen gendern

Zur fehlenden Konsequenz der sprachlichen Gleichberechtigung in der Presse: Das Gender Mainstreaming ist noch nicht ausgeschöpft. Wenn nämlich ein Begriff negativ unterlegt ist, findet es keine Anwendung. Ich habe noch nie gehört oder gelesen: Diebinnen und Diebe, Raserinnen und Raser, Mörderinnen und Mörder. In der BZ vom 31. August, Seite 17 hätte deshalb die Überschrift heißen müssen: “Aggressive Mädchen als Ladendiebinnen.” Sonst wird nie was aus der Gleichberechtigung. Sie beruht ja schließlich auf Gegenseitigkeit.
BZ-Leserbrief vom 11.9.2007 von Bernhard Wichmann, Gundelfingen

 

Frisch gegendert: Reifin, Raserin – Scherbin und Scherberich?

Was wäre diese Rubrik ohne die Leserinnen und Leser?! Sie versorgen uns wie ein unerschöpflicher Quell mit Geschichten, die das Leben selbst amüsanter und aufregender schreibt, als Schurnalisten sie sich je ausdenken könnten. So wäre uns fast ein epochaler Wandel im Rathaus entgangen, hätte uns nicht ein Leser darauf aufmerksam gemacht, dass das städtische Amtsblatt das in Freiburg – mit Recht! – besonders gehätschelte Gender Main Streaming auf eine neue und höhere Stufe transformiert hat. Anlass war die so genannte Scherben-Hotline, also der heiße Draht, mit dem auf Radwegen verstreute Reifenkiller aus Glas gemeldet werden können, die dann von der Straßenreinigung flugs beseitigt werden. Denn, heißt es: Diese Scherben werden “zum Risiko für Radlerinnen und Radler und ihre Reifinnen und Reifen”. Richtig gegendert wäre der Hinweis allerdings erst gewesen, wenn da auch die Scherbinnen Erwähnung gefunden hätten.
17.8.2007, BZ

Vergangenen Samstag berichteten wir von den “Scherbinnen und Scherben”, die im Rahmen des “Gender Mainstreaming” im Amtsblatt auftauchten und dort als Radreifenschlitzer gebrandmarkt wurden. Nun weist uns die Redaktion des Amtsblatts korrekterweise darauf hin, dass “die Scherbe” bereits eine weibliche und damit optimal gegendert ist. Im Rahmen des “Gender Mainstreaming” gelobe man allerdings, künftig auch den “Scherberich” zu erwähnen. Ähnliche Gedanken machte sich ein BZ-Leser: Wenn ein Begriff negativ unterlegt sei, wundert er sich, gendere man nicht. Warum eigentlich? “Ich habe noch nie gehört oder gelesen: Ladendiebinnen und Ladendiebe, Raserinnen und Raser, Mörderinnen und Mörder.” Wir auch nicht

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