Blutspende

Home >Engagement >Gesund >Spende >Blutspende

Klatschmohn am 1. Juli 2013

 

 

 

Blutspendezentrale der Uniklinik Freiburg auslagern? 
Meine nächste Blutspende wäre für mich (0 Rhesus negativ – ein “Universalspender”) die Nummer 95, ich darf mich also wohl zu den Dauerspendern kurz vor einem “Jubiläum” zählen und ging bislang mit Überzeugung in das Haus Langerhans. Der Freiburger Bedarf an Blut ist so hoch, dass ich davon ausgehen kann, dass das von mir gespendete Blut vor Ort Patienten zugute kommt – und nicht wie beim DRK etwa zentral gesammelt wird, um dann einer vorrangig kommerziellen Verwertung zugeführt zu werden, der man, wie der DRK-Blutspendeskandal gezeigt hat, durchaus auf die Finger schauen muss. Jeder, der etwa die Veräußerung der Wasserversorgung (oder auch Wohnungen) in manchen Kommunen an große Unternehmen verfolgt hat, weiß, dass man einmalig und kurzfristig sicher die Kassen füllen kann, dann aber langfristig deutlich draufzahlen muss: Das Wasser oder in unserem Fall das Blut wird ja weiterhin gebraucht, muss dann aber von einem kommerziellen Alleinanbieter eingekauft werden. Auch werden Dienstleistungen bei enorm gestiegenen Kosten erfahrungsgemäß nicht gerade besser oder auch “nur” billiger. Das Modell war bislang nirgendwo ein Erfolg. Ich bin somit der festen Überzeugung, dass es auch ökonomisch geradezu hirnrissig wäre, einen solchen Verkauf ins Auge zu fassen. Das dann vorhandene faktische Blutspendemonopol des DRK wäre ökonomisch, moralisch und gesellschaftlich-politisch bedenklich. Ein mögliches Kopplungsgeschäft mit einem Reinraum lässt da schon tief blicken.

Nicht nur Patienten erhalten Blut – auch die Forschung vor Ort profitiert von dem in der Klinik gespendeten Blut. Man darf spekulieren, ob das in Zukunft auch noch möglich bleibt, wenn das Blut vollständig zur Ware geworden ist. Die Spendenbereitschaft ist bereits jetzt bedenklich, um nicht zu sagen gefährlich niedrig, bei Organen naturgemäß mehr als bei Blut. Sie darf auf keinen Fall durch wie auch immer geartete “Geschäfte” weiter in Mitleidenschaft gezogen werden.
Das Blutspenden ist eine Spende im Wortsinne und lebt von ethischem Anspruch und Hilfsbereitschaft. Niemand in Freiburg, ob Klinik, die Patienten, die Mitarbeiter oder Spender, wird von so einem Geschäft profitieren – nur ein ferner (faktischer) Konzern kann sich die Hände reiben.
24.8.2015, Stefan Kahrs, Freiburg

 

DRK Freiburg – Blutspendentermine

Deutsches Rotes Kreuz, www.drk-freiburg.org
Aktuelle Blutspendetermine unter Tel 0800/1194911

Alle Blutspendetermine bei uns in der Regio auf einen Klick:
http://www.drk.de/blutspendedienst

 

 

 

Uniklinik Freiburg – Bluspende

Blut spenden können im Prinzip alle gesunden Erwachsenen im Alter von 18 bis 68 Jahren, die mindestens 50 Kilo wiegen – Frauen alle drei, Männer alle zwei Monate. Neuspender sollten nicht älter als 60 sein. Einschränkungen gibt es zum Beispiel nach der Einnahme von Medikamenten, nach bestimmten Auslandsreisen oder für Angehörige so genannter Risikogruppen. Vorher sollte man gut essen und viel trinken; für die Spende selbst braucht man seinen Personalausweis und etwa eine Stunde Zeit.

  Aufruf zum Blutspenden 3.8.2013 am Strandbad – Wolfgang Ruf und Karl-Heinz Silbereisen

Blutspendenzentrale des Universitätsklinikums Freiburg,
Haus Langerhans, Hugstetter Straße 55, Tel 0761/270-4444,
Öffnungszeiten: Montag und Dienstag 8 bis 15 Uhr,
Mittwoch und Donnerstag 12 bis 19 Uhr, Freitag 8 bis 13 Uhr,
jeden ersten und dritten Samstag 8 bis 13 Uhr.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
www.blutspende-uniklinik.de, Mail blutspende@uniklinik-freiburg.de

Blutspender können in der nur wenige Meter von der Blutspendezentrale entfernten Tiefgarage des Uniklinikums kostenlos parken. Auch mit  öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Blutspendezentrale der Uniklinik im  Haus Langerhans, Hugstetter Straße 55, gut erreichbar (Linie 5,  Haltestelle: Friedrich-Ebert-Platz).

Hinterlasse eine Antwort