Europa-Untergang

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Blick über St. Märgen im Hochschwarzwald über Nebel zum Feldberg am 10.11.2024

 

 

Bürgerkrieg in zerfallenden westeuropäischen Staaten
Das Papier „Nationale Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten 2025“ behandelt „Europa” – näherhin ja die EU und darin speziell die mählich zerfallenden westeuropäischen Staaten – als ein Exempel, ja als Menetekel, wie man es besser nicht machen sollte. Nach der Prognose von Professor David Betz, Experte für moderne Kriegsführung und Strategie am King’s College in London,
„Civil War Comes to the West“
https://www.militarystrategymagazine.com/article/civil-war-comes-to-the-west/
liegt die Wahrscheinlichkeit für den Ausbruch von Bürgerkriegen oder bürgerkriegsähnlicher Zustände in den westlichen Gesellschaften bei über 50 Prozent. Die Länder, in denen man am ehesten damit rechnen müsse, seien Großbritannien und Frankreich. Die Ursache ist ein gewisser symbolischer Elephant im Raum, der in natura aus hinreichend vielen jungen männlichen Kombattanten besteht, die sich ethnisch-kulturell deutlich von der indigenen Bevölkerung unterscheiden und deutlich andere Vorstellungen vom erstrebenswerten Modus des Zusammenlebens haben als jene. Rolf Peter Sieferle, er ruhe in Frieden, ließ seine Schrift „Das Migrationsproblem” mit den Orakelworten enden:
„Die Industrialisierung hat sich ja schon lange von ihrem Entstehungsraum und ihrem Entstehungskontext abgekoppelt. (…) Weltregionen wie das nördliche Amerika oder Ostasien befinden sich ohne Zweifel nicht nur auf dem Niveau der Probleme, sondern sie übertreffen heute schon die europäische Lösungskompetenz. Die Menschheit ist auf Europa nicht mehr angewiesen. Vielleicht wirkt das europäische Beispiel sogar eher als Warnung und Mahnung für die ‚Kompetenzfestungen’ (Heinsohn), die daraus lernen, welchen Pfad sie vermeiden müssen. Dies könnte ein letzter wertvoller Beitrag Europas zur Menschheitsgeschichte sein.”
… Alles vom 7.12.2025 bitte lesen auf
https://www.klonovsky.de/2025/12/7-dezember-2025/

 

Niedergang: Von EU-USA-China in 2000 zu China-USA-EU in 2022
Gemessen an dem nach der Kaufkraftparität (PPP) bereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) lassen sich die drei Wirtschaftsblöcke EU, USA und China vergleichen.
Im Jahr 2000 machte die EU ca 21,5 % der Weltwirtschaft aus, gefolgt von den USA mit 20,7 % und China mit 6,4 %.
Im Jahr 2022 rangierte China mit 18,5 % vor den USA mit 15,5 % und der EU mit 14,7 %. Wurde man prosperierende Länder wie Indien, Russland und Brics-Staaten in den Vergleich einbeziehen, dann sieht der Niedergang der EU noch verheerender aus.

Die EU – und dabei vor allem Deutschland – verfügt über nur wenige Rohstoffe, die einzige Ressource ist die Bildung bzw. das KnowHow der Menschen. Das Fazit aus o.a. Gegenüberstellung müsste also lauten: Bildung, Bildung und nochmals Bildung intensivieren. Damit sind Naturwissenschaften, Mathematik und Ingenieure gemeint, nicht aber Gender und andere Geschwätzwissenschaften. Anmerkung: An hiesigen Hochschulen soll es mehr Gender- als Physik-Lehrstühle geben. Das Schulsystem bewegt sich nach der Grenzöffnung 9/2015 auf den Kollaps hin – ein geordnetes Unterrichten ist kaum noch möglich. Und an den Hochschulen spielen Ideologie und Haltung eine immer größere Rolle als Leistung und Sachwissen. Nach seine Chinareise setzt der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeswar die dortige „Lust auf Innovation“ (Robotik, IT, KI) der unsrigen „Angst vor Klima“ (mitsamt Friedensangst und Ideologieangst, kurz: German Angst) gegenüber.

Deutschland ist im vierten Jahr ohne Wirtschaftswachstum – um die genauen Zahlen der etwaigen Minuspunkte streiten sich die Statistiker. Derweil übernimmt der US-amerikanische Private-Equitiy-Gigant Carlyle die Leckerbissen des kaputten Chemie-Giganten BASF. Die Deindustrialisierung hat auch die anderen Schlüsselbranchen Automobil, Stahl und Maschinenbau erfasst.

Der polit-mediale Komplex schweigt zu diesem wirtschaftlichen Niedergang, er befasst sich statt mit ökonomischen Fragen lieber mit solchen von ideologisch adäquter Haltung (woke) und Moral (Schuld). Gleichzeitig sagt die Arbeitsministerin Bärbel Bas den Arbeitgebern den Kampf an, nachdem sie von selbigen ausgelacht worden ist. Seit Kriegsende waren alle Arbeitsminister auf den Ausgleich von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bedacht legten so den Grundstein für den Wiederaufbau und das Wirtschaftswunder – dank Flexibilität der Unternehmer des Mittelstandes sowie Fleiß und Zurückhaltung der Arbeiter bei den Tarifauseinandersetzungen. Nun setzt die Arbeitsministerin auf Klassenkampf – eine Katastrophe in Zeiten einer schrumpfenden Volkswirtschaft.

Zurück zum BIP-Vergleich 2000 (EU ca 21,5%, USA 20,7%, China 6,4%) und 2022 (China 18,5%, USA 15,5%, EU 14,7%). In seinem Bericht „National-Security-Strategy“ vom 28.11.2025 geht US-Präsident Trump auch auf das Abdriften von Europa und Deutschland ein.
7.12.2025

 

Europaweit stehen Bürger auf gegen die ungebremste Masseneinwanderung
Migrationspolitik: Ein Schleier zerreißt
Torre-Pacheco – bis vor zwei Wo­chen war dieser Ortsname allenfalls Spanien-Enthusiasten geläufig. Die Kleinstadt in der südspanischen Re­gion Murcia ist zum Symbol gewor­den: für die Zerstörung westlicher Gesellschaften durch ungezügelte Massenmigration; für Verach­tung und Gewalt jener, die sich schon als neue Herren fühlen, gegenüber den angestammten Einwohnern; für das Aufbegehren Einheimischer gegen den Verlust ihrer Lebenswelt und die fort­gesetzte Demütigung durch eine politisch-mediale Klasse, die unbeherrschbare Migrantenströme in ihre Länder gelassen hat und nährt.
Das Bild des blutüberströmten 68jährigen spa­nischen Rentners Domingo, den drei jugendliche nordafrikanische Migranten in wahlloser Gewalt­lust brutal zusammengeschlagen hatten, ist eines der unzähligen Gesichter dieser Demütigung. Für einen Moment zerriß der Schleier des Verschwei­gens: Tausende Bürger fanden sich nach Aufrufen der rechten Oppositionspartei Vox zu Protestkund­gebungen ein.
Es folgten Szenen wie aus einem kommenden Bürgerkrieg. Schlägertrupps vergriffen sich an ma­ghrebinischen Migranten, die in Torre-Pacheco ein Drittel der Bevölkerung stellen, doppelt so viele wie im Landesdurchschnitt, junge Männer bewaffne­ten sich und machten Jagd auf Einheimische. Über mehrere Nächte dauerten die Ausschreitungen an, bis ein Großaufgebot an Sicherheitskräften die Lage vordergründig wieder in den Griff bekam.
Seit geraumer Zeit mehren sich die Anzeichen, daß die innere Zersetzung der Gemeinwesen der westlichen Welt durch den massenhaften Import von Einwanderern aus anderen Kulturkreisen das Stadium des molekularen Bürgerkriegs bereits er­reicht, wenn nicht überschritten hat. Zu groß ist die schiere Zahl der Neuangesiedelten, zu eklatant sind die kulturellen Gegensätze und die Konfliktpoten­tiale, als daß eine friedliche Eingliederung mach­bar oder auch nur erwünscht erscheinen könnte.

Schon demographisch sind aller­dings die heraufziehenden Vertei­lungskämpfe um Raum, Geld und Ressourcen zwischen den fordernd auftretenden und stetig anwachsen­den Heerscharen junger Männer im wehrfähigen Alter und den kinderar­men, überalternden, schrumpfenden und pazifistisch sozialisierten einhei­mischen Bevölkerungen ungleich.
Letztere hatten bislang zudem auch in der Regel Staatsmacht, Ver­waltungsapparate und veröffentlichte Meinung samt deren gesellschaftli­cher Hilfstruppen gegen sich, soll­ten sie sich der von oben in Gang gesetzten Trans­formation der Länder und Nationen widersetzen, die zunehmend nur noch dem Namen nach die ihren blieben.
Das Aufbegehren von Torre-Pacheco ist dennoch kein isoliertes Ereignis. Es ist das jüngste Alarm­signal in einer ganzen Kette von Notsignalen, die aus einer Vielzahl von Ländern in allen Teilen Eu­ropas gesendet werden. Ihnen gemeinsam ist die Botschaft: Es reicht. Die Geduld der Bürger ist am Ende. Es muß sich etwas ändern in der Mi­grationspolitik.
Die Protestwelle, die vor einem Jahr nach dem barbarischen Kindermord von Southport über gro­ße Teile Englands zog, war eines dieser unüberhör­baren Signale. Eine Serie von Massendemonstra­tionen hat auch die irische Insel erfasst. Sowohl in der verstärkt von Migranten gefluteten Republik Irland als auch im britischen Norden gehen die Menschen in zahlreichen Protestkundgebungen auf die Straße. Zehntausende waren es im Früh­jahr mit prominenter Unterstützung in der Repu­blik-Hauptstadt Dublin, während in Nordirland die symbolische Verbrennung eines Flüchtlingsbootes den Ruf „Stop the Boats“ drastisch illustrieren sollte.
Das ächtende „Rassismus“-Ver­dikt ist in Nordirland ebenso wie in Südspanien routiniert zur Hand. Doch die eingeübten Strategien der Protestunterdrückung geraten sicht­bar an ihre Grenzen. An den Grenzen der Niederlande und Polens patrouil­lieren Bürgerwehren, und selbst im obrigkeitsgläubigen Deutschland for­mieren sich Bürger zur Abwehr der islamistischen Unterdrückung ihrer Kinder an einer Schule.
Nur unter Einsatz aller Repressionsinstrumente, von Polizeigewalt und Zensur bis zu quasi-totali­tärer Zwei-Klassen-Justiz mit rigorosen Polizeiein­sätzen und absurden Haftstrafen gegen regierungs­kritische Meinungs-Delinquenten, für die eigens die Gefängnisse von migrantischen Kriminellen geleert werden mußten, konnte die linke britische Regierung den Flächenbrand einwanderungskriti­scher Proteste noch einmal austreten.
Doch obwohl Premier Keir Starmer selbst in den Skandal verwickelt ist, kommt seine Regierung nicht daran vorbei, die über Jahre hinweg vertuschte Ungeheuerlichkeit um den systematischen sexuel­len Mißbrauch junger englischer Mädchen durch pakistanische Banden doch noch zu untersuchen. Die Panik über neueste Umfragen, nach denen die einwanderungskritische „Reform“-Partei von Nigel Farage einen Erdrutschsieg erringen und die eta­blierten Parteien atomisieren könnte, spielt dabei zweifellos eine Rolle.
Von Nord bis Süd, von West bis Ost wehren sich Europas Bürger an der Wahlurne und erzwingen in einer Reihe von Ländern ein politisches Umden­ken. Deutschland geht auch hier einen Sonderweg, treibt Repression und Gesinnungskontrolle mit teutonischer Gründlichkeit, viel Steuergeld und Stasi-inspiriertem Bespitzelungseifer auf die Spit­ze und diskutiert ernsthaft über ein Verbot jener Partei, durch deren Unterstützung die Bürger ihrer Forderung nach Veränderung Ausdruck verleihen.

Währenddessen gehen Italien und Griechenland unter dem Druck des Volkswillens hart gegen ille­gale Migranten und Schleuser vor, beschließen die Niederlande trotz Regierungskrise weitere Asylver­schärfungen. Ungarn und weitere osteuropäische Länder, das abschreckende Beispiel Westeuropas vor Augen, verweigern sich der Massenmigrationsagagenda ganz. Jeder zweite Finne identifiziert sich inzwischen als „rechts“, und Dänemark, das sich seit Jahren der strengsten Asylpolitik in der EU rühmt, will in seiner Ratspräsidentschaft auch das heiße Eisen Zurückweisungsverbot anpacken.
Auch die deutsche Bundesregierung kann sich dem europäischen Trend zu restriktiver Migrati­onspolitik nicht entziehen. Mit Verlautbarungen auf EU-Ebene und symbolischer Verringerung des Zustroms ist es allerdings nicht getan. Die Kon­fliktpotentiale, die EU-Europa sich durch unkon­trollierte Massenmigration aufgeladen hat, sind so groß, daß nur ein rigoroser Zuwanderungsstopp und Rückführungen in substantiellem Umfang das Ruder noch herumreißen können. Die Alternative heißt Diktatur und Identitätsverlust.

… Alles vom 25.7.2025 von Michael Paulwitz bitte lesen in der JF 31/25, 2

 

Emmanuel Todd: Der Westen im Niedergang
Ein Buch über Ökonomie, Kultur und Religion im freien Fall
Der prominente französische Historiker Emmanuel Todd sagte bereits 1976 das Ende der Sowjetunion voraus. In seinem neuen Buch wagt er wieder den Blick in die Zukunft: Er prognostiziert den endgültigen Niedergang der westlichen Welt.
Er ist der Typus des französischen Intellektuellen, der sich nicht in ein Raster zwängen läßt sondern die Unabhängigkeit der Aufklärung und die Überlegenheit des Denkens pflegt: Emanuel Todd. Tugenden, die in Deutschland selten geworden sind, weil sich zu viele Pseudo-Intellektuelle an den Futtertrögen staatlicher Einrichtungen mästen und beim Verdauungsvorgang das Lied ihrer Geldgeber singen. Die Cancel Culture hat in den Universitäten begonnen und deshalb sind diese im sicheren Niedergang begriffen.
Aber Todd geht es um Weltpolitik, und da liefert er immer wieder neue, gut belegte Analysen, denen man vielfach wertvolle Einsichten abgewinnen kann und selbst der Widerspruch zu Todd schärft die Einsichtsfähigkeit – und das macht den Wert des Intellektuellen aus, nicht das Nachbeten von Vorgekautem.
So sieht Todd den Westen: Im Kern verrottet, aber nach außen expandierend steht der Westen einem Russland gegenüber, das sich stabilisiert hat und nunmehr konservativ auf die Länder der restlichen Welt wirkt, die den USA und ihren Verbündeten nicht in ihre Kriege folgen wollen.
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Todd schätzt Russland wirtschaftlich weit stärker und innenpolitisch weitaus solider ein, als es die westlichen Minnesänger des baldigen Sieges der Ukraine über Russland sehen. Da sind zum einen Fakten, die den westlichen Ökonomen entgangen sind: Rückgang der Todesfälle durch Suff, sinkende Kindersterblichkeit, Zurückdrängen der Kriminalität und Zunahme der Lebenserwartung im Alter sind Indikatoren für einen sozialpolitischen Erfolg.
Was den katastrophalen Rückstand Russlands mit Kennzahlen des Bruttoinlandsprodukts betrifft, so relativiert Todd diese Zahl mit dem Blick auf die „Tarnkappenindustrie“ Russlands: Es gibt prozentual mehr Studenten, die Ingenieurwesen studieren, mehr „harte“ Industrie, die reale Güter (und damit auch Panzer) produziert als eine auf die Finanz- und Unterhaltungsbranche ausgerichtete Dienstleistungsgesellschaft westlichen Musters. Todd setzt dem blinden BIP der westlichen Welt ironisch das „WIP“ entgegen, das „wahre oder realistische Inlandsprodukt“. Um das zu ermitteln, bringt er in Abzug, dass die dortigen „15 140 Ökonomen des Landes, von denen die meisten große Lügenpriester sind, ein Jahresgehalt von im Schnitt 121 000 Dollar beziehen“. Deren Arbeit zählt er nicht zum WIP, wohl aber die der Ingenieure. So liest sich sein Buch sowohl intellektuell anregend als auch wegen seiner demonstrativen Boshaftigkeit amüsant.
Er pflegt den französischen Anti-Amerikanismus und liefert Stoff für anti-transatlantische Hass-Gesänge. Intensiv widmet er sich dem „Washingtoner Blob“, ein Begriff, der von Ben Rhodes stammt, einem Ex-Berater von Obama, um den für Außenpolitik zuständigen Mikrokosmos zu beschreiben: „Der Name bezeichnet einen schleimig aussehenden, einzelligen Organismus, den man in Wäldern antrifft, wo er sich vermehrt, indem er Bakterien und Pilze in seinem Umfeld absorbiert. Er besitzt kein Hirn“.
Und Gehirnlosigkeit sieht er in der Washingtoner Politik vorherrschend. Das Buch hat er allerdings vor dem Wahlsieg Donald Trumps geschrieben und er sieht die USA im unausweichlichen Niedergang befindlich.
Todd regt zum Denken an: Setzt Trump nicht grundsätzlich andere Signale? Wird er den Niedergang der USA stoppen können, indem er mit einer neuen Mannschaft den „Blob“ beseitigt, mit Elon Musk den Staat verschlankt und Washington schleift, ein neues Bewusstsein an die Stelle der Wokeness stellt? Das sind die Fragen, die Todd provoziert.

Die Niederlage in der Ukraine ist bereits nahezu Fakt, prophezeit Todd. Schlussendlich ist es deshalb unvermeidlich, dass es zu einem Einfrieren des Konfliktes zwischen der Europäischen Union und Russland kommt. Ein Europa befreit von US-amerikanischem Einfluss könnte das Ergebnis sein. Deutschland kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, und diese Rolle sollte es selbstbewusst annehmen – das ist Todds Appell in diesem Buch. Denn er sieht Deutschland und Russland näher beieinander als uns lieb sein kann: Beide großen Länder befinden sich im demographischen Niedergang. Weder Deutschland noch Russland können einen großen Krieg führen – es fehlen die Männer, die Schlachten-Opfer, und die Mütter in beiden Ländern würden aufbegehren gegen einen Krieg, der ihre einzigen Söhne frißt.
Auch diese Prognose Todds scheint sich zu bewahrheiten. Putin will 100.000 nordkoreanische Söldner anwerben. Die Söhne von Mütterchen Russland sind zu kostbar für einen Krieg geworden.
An vielen Stellen stößt Todd damit eine schmerzhafte Debatte an; auf seine Interpretation, warum Ignoranz und Dummheit zum Merkmal der deutschen Politiker-Kaste geworden ist, habe ich an anderer Stelle hingewiesen.
Man mag Todd zwar nicht immer folgen, er provoziert auch Widerspruch. Aber man ist nach der Lektüre klüger. Und das ist das Beste, was man von einem Buch erwarten kann.
… Alles vom 22.11.2024 von Roland Tichy bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/buecher/todd-oekonomie-kultur-religion-im-freien-fall/
 
Emmanuel Todd, Der Westen im Niedergang. Ökonomie, Kultur und Religion im freien Fall. Westend Verlag, Hardcover mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 28,00 €.
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Emmanuel Todd Der Westen im Niedergang – Einige Zitate
Kinderarmut ermöglichen friedliche Kooperation von D und RU – Youth Bulges:
„Ich bin davon überzeugt, daß die Bemühungen der Vereinigten Staaten, Deutschland von Russland zu trennen – eine ihrer strategischen Obsessionen seit 1990 – letztlich scheitern werden. Auf der Landkarte Europas stechen zwei große Kräfte ins Auge, Deutschland und Russland. Ihre gemeinsame Geburtenrate von 1,5 Kindern pro Frau stimmt sie versöhnlich und nähert sie einander an. Sie können nicht mehr gegeneinander Krieg führen; ihre wirtschaftlichen Spezialisierungen ergänzen sich gegenseitig“ (S. 296)

Elite vs. Volk: Ende der repräsentativen Demokratie
„Vor dem Ukrainekrieg nahmen nun also die Beobachter westliche Demokratien als von einem Übel untergraben wahr, das sich verschlimmern würde. Bei diesem Übel stehen sich zwei große ideologische und mentale Kategorien gegenüber, der Elitarismus und der Populismus. Die Eliten beklagen ein Abdriften der Bevölkerung in die fremdenfeindliche Rechte, und die Bevölkerung verdächtigt die Eliten, einem wahnsinnigen ‚Globalismus‘ zu verfallen. Wenn das Volk und die Elite nicht mehr miteinander übereinkommen, um gemeinsam zu funktionieren, dann hat der Begriff der repräsentativen Demokratie keinen Sinn mehr. Wir landen bei einer Elite, die nicht mehr vertreten will, und bei einem Volk, das nicht mehr vertreten werden will“. (Seite 130)

„Sowohl in Washington als auch in Moskau werden die Europäer als Vasallen und Diener angesehen, die jede Fähigkeit zum eigenständigen Handeln verloren haben. Sie werden verachtet“ (Seite 330)

NATO als Kontrollinstrument der USA über Europa
„Es bleibt festzuhalten. dass der Westen oligarchisch strukturiert ist und dass das NATO-System weit mehr ist als ein Schutz gegen Russland. Es repräsentiert in seiner jetzigen Form, vielmehr einen Mechanismus, mit dem Washington die Kontrolle über die Eliten und Vasallenarmen ausübt.“ (Seite 331).

„Die Unsicherheiten der Zukunft betreffen Europa. Die grundlegende Unsicherheit besteht in der Fähigkeit europäischer Oligarchien, ihre Bevölkerungen in der Feindschaft zu Russland zu halten oder sie sogar in einen direkten Krieg zu verwickeln, obwohl sie keinem Risiko ausgesetzt waren und obwohl die Konfrontation zu einer Verschlimmerung der materiellen Schwierigkeiten der Normalbürger führt.“ (Seite 332).