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Schauinsland am 3.10.2022: Brennholz sägen und spalten

 

Wieviel CO2 hat die Gasheizung eines Dreifamilienhauses verursacht?
Neue schwarz-grüne Regierung in Baden-Württemberg hält am CO2-Wahn fest: Ist „klimaneutral“ auch wissenschaftsneutral?

Die Regierungsbildung des Landes Baden-Württemberg liegt in den letzten Zügen oder besser gesagt Zuckungen. Die Grünen werden trotz der Stimmenverluste mit Cem Özdemir weiterhin den Ministerpräsidenten stellen; der eigentliche Gewinner nach Stimmzuwächsen, die CDU, bleibt dank der „Unterstützung“ aus Berlin Juniorpartner. Dass die Grünen mit ihrem bisherigen Ministerpräsidenten Kretschmann an der Spitze bei der Landtagswahl zwar Stimmen verloren hatten, ändert wie üblich nichts an den Machtverhältnissen; regiert wird brandmauerkonform und in bewährter Kombo, wenn auch ohne Senior- und Juniorpartner; beide, Grüne und CDU, sind zusammen an der Macht und stellen gleich viele Abgeordnete. Im „Ländle“ wird sich damit kaum etwas ändern; insbesondere wird weiter an der energiepolitischen Klima-Null-Politik festgehalten. Das bedeutet: Anders als die EU im Jahr 2050 und Deutschland im Jahr 2045 will die Regierung in spe in Stuttgart sogar schon im Jahr 2040 „klimaneutral“ werden. Nun ja; der Bahnhof „Stuttgart 21“ sollte, wie der Name seit Jahrzehnten suggerierte, 2021 in Betrieb gehen; böse Zungen meinen inzwischen allerdings, mit „21“ sei stets 2100 gemeint gewesen. Die Kosten für das Bahnprojekt haben sich vervierfacht – doch die angestrebte vorzeitige Klimaneutralität des Landes wird diese Kostenexplosion bei weitem in den Schatten stellen.
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Ob und in welchem Umfang das CO2 wirklich zur Klimaveränderung beiträgt, ist wissenschaftlich umstritten. Ich verstehe nichts von Chemie, aber einiges von Physik und verfolge die Klimadebatte von Wissenschaftlern halb ehrfürchtig, halb ungläubig, wobei Letzteres eher schon überwiegt – was ich anhand der Gasrechnung für mein Dreifamilienhaus erläutern will: Neuerdings müssen die Gaslieferanten mit der Menge an bezogenem Gas nämlich auch angeben, wieviel CO2 die Beheizung der Wohnungen angeblich verursacht hat.
Laut der Abrechnung des letzten Jahres haben die Mieter meiner drei Wohnungen 1.426 Kubikmeter Gas verbraucht, die fast drei Tonnen CO2 verursacht haben sollen; exakt 2.839 Kilogramm CO2 soll beim Beheizen und für Warmwasser der drei Wohnungen emittiert worden sein. Ich rechnete nach: Erdgas besteht überwiegend aus Methan (CH4) mit einem spezifischen Gewicht von 0,717 kg je Kubikmeter, also weniger als Luft mit 1,29 Kilogramm pro Kubikmeter.
Die Jahresmenge Gas wog also 1.022 Kilogramm. Wenn diese 2.839 Kilogramm CO2 verursacht haben sollen, entspräche die Nutzung zur Wärmegewinnung einem Faktor von 2,777 mehr CO2-Gewicht, als zuvor das CH4-Gewicht betragen hatte. Ein befreundeter Diplom-Chemiker versuchte mir das mit Formeln zu erklären, die für mich aber „böhmische Dörfer“ sind. Kann das Verbrennen von leichtem Methan schwereres CO2 verantworten? Er meint Ja. Und das soll dann noch schädlicher sein als Methan, obwohl Methan sehr viel kürzer in der Atmosphäre verbleibt als CO2? Fragen über Fragen.

Wann wird das Atmen strafbesteuert?
Den errechneten CO2-Preis der Gaslieferanten jedenfalls müssen nach dem unergründlichen Willen des Gesetzgebers die Vermieter mittragen, was kompliziert im „Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz“ (CO2KostAufG) geregelt ist. Eine Frage sei hier allerdings gestattet: Haben denn die Vermieter diese Heizwärme benötigt oder die Mieter? Was kommt als nächstes, wann werden die Vermieter auch noch für den von den Mietern direkt verursachten CO2-Ausstoß haftbar gemacht? Folgendes könnte schon in grünen Hirnen herumspuken: Der Mensch setzt mit jedem Atemzug beim Ausatmen fast das Hundertfache an CO2 frei, was er beim Einatmen an dem Spurengas aufgenommen hat. Der CO2-Anteil der Luft beträgt 430 ppm (parts per million), also 0,043 Prozent, doch in der ausgeatmeten Luft, nach dem Gasaustausch in der Lunge, beträgt er rund vier Prozent. Das Atemminutenvolumen nun beträgt in Ruhe 10 bis 15 Liter pro Minute; sagen wir 11,1 Liter, um besser rechnen zu können. Ein Kubikmeter Einatemluft wird auf das rund 90-fache mit CO2 angereichert. In 90 Minuten sind das 40 Liter reines CO2. Das CO2 eines Kubikmeter Ausatemluft wiegt 79 Gramm. Im Jahr mit 8.760 Stunden atmet ein Mensch 461 Kilogramm CO2 aus. Diese Quelle kommt auf „ein Kilogramm CO2 in der Ausatemluft pro Tag, also 365 Kilo im Jahr. Laut Dr. Matthias Heil vom Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung atmet ein durchschnittlicher Mensch im Jahr zwischen 168 Kilogramm CO2 (2.100 Kubikmeter Luft) und 2.040 Kilogramm CO“ (25.500 Kubikmeter Luft!) aus“. Was man aber nicht verstehen muss.

Auf das Konto meiner fünf Mieter in den drei beheizten Wohnungen gehen also – mit dem Mittelmaß 400 Kilogramm gerechnet – 2.000 Kilogramm ausgeatmetes CO2 im Jahr – zwei Drittel des (angeblichen) CO2-Ausstoßes der Gasheizung. Könnte der Gesetzgeber da nicht demnächst bald auf die „grüne“ Idee kommen, auch das Atmen mit der CO2-Abgabe zu belegen? Und muss diese Abgabe dann ebenfalls der Vermieter tragen, weil die Mieter schließlich die halbe Zeit in der Mietwohnung verbringen und dort atmen? Atmen wir gar das Klima kaputt? Nein, geben die Klimapäpste Entwarnung: Die Natur absorbiere angeblich den CO2-Ausstoß der Menschen; eine Erklärung, die sie aber nur für das CO2 der Ausatemluft gelten lassen, nicht jedoch für das (chemisch identische!) sonstige CO2!?? Können die CO2 absorbierende Vegetation und sonstige natürlichen CO2-Senker etwa genau unterscheiden, welche CO2-Partikel aus den Mäulern oder anderen Körperteil von Mensch und Tier kommen und welche aus einer Heizanlage? Nach Überzeugung der ideologischen Klimawissenschaft offenbar schon…

Ursache und Wirkung vertauscht?
Wie auch immer: Klimawissenschaftler gelangen zunehmend zur Erkenntnis, dass nicht das CO2 die Erdtemperatur vor sich hertreibt, sondern dass die CO2-Konzentration umgekehrt den Temperaturänderungen folgt – aus vielerlei Ursachen. In der Erdgeschichte war die Erdatmosphäre über lange Zeit bereits mit 4.000 ppm CO2 gesättigt – einem Vielfachen von heute, doch damals gab es noch keine Menschen und folglich auch keine künstlichen Emissionen. Und in der kleinen Eiszeit, die Mitte des 19. Jahrhunderts mit 280 ppm CO2 endete, waren die Wachstums- und Lebensbedingungen so schlecht, dass die Erde – in den von Menschen bewirtschafteten Zonen – keine zwei Milliarden Menschen ernähren konnte. Jedes Zehntelgrad mehr Temperatur lässt die Meere entsprechend wärmer werden, was ihre Gasaufnahmekapazität senkt, woraufhin das im Wasser gebundene CO2 an die Atmosphäre freigegeben wird. Die heute weitaus üppigere Vegetation (deshalb werden Gewächshäuser mit CO2 begast!) – kann inzwischen über 8 Milliarden Menschen ernähren.

Sollte diese physikalisch plausible und durch CO2-Isotopenmessungen (die auf einen steigenden Anteil von zuvor in den Ozeanen gebundenen CO2 in der Atmosphäre hindeuten!) gestützte wahre Herkunft des zusätzlichen CO2 zutreffen und diese Erklärung der Zusammenhänge den Tatsachen entsprechen ist, dann wären all die billionenschweren Klimaschutzinvestitionen völliger Unfug und monströs in den Sand gesetzte Unsummen. Und das Wettrennen um die schnellste “Klimaneutralität” wäre erst recht absurd, wenn CO2 kaum klimarelevant ist. Zwar ist es grundsätzlich nicht nur sinnvoll, Ressourcen zu schonen, sondern auch nötig, weil auch die nach uns lebenden Generationen Rohstoffe brauchen; aber der Fokus auf das CO2 erscheint zunehmend als ein kostspieliger und zerstörerischer Irrweg. Deutschland hat seinen CO2-Ausstoß seit 1990 zwar rechnerisch halbiert, und auch im übrigen Europa sieht es tendenziell ähnlich aus – doch wem hat das genützt? Weltweit sind die Gesamtemissionen seither drastisch gestiegen. Auch die globalen Temperaturen sind allen Maßnahmen zum Trotz leicht gestiegen. Besonders stark hingegen sind die Schulden. Der Preis des grünen Klimasozialismus ist verheerend: Wirtschaftlich kann der Kontinent gegenüber andere nicht mehr mithalten und Deutschland, seiner Klimalobby sei “Dank”, am wenigsten. Dürfen wir uns als Resultat dieser suizidalen Politik dann wenigstens den wirtschaftlichen Heldentot zugutehalten?
… Alles vom 20.4.2026 von Albrecht Künstle, kuenstle.a@gmx.de

 

 

Ampel-Zynismus: 80-Jährige dürfen ihre Öl-/Gasheizung weiterbetreiben
Die Entwurzelung der Menschen … wird zum politischen Programm dieser Bundesregierung
Die Bundesregierung erweist sich als Zynikerin voller menschlicher Kälte: Über 80-Jährige dürfen ihre Öl- und Gasheizung weiterbetreiben. Bei allen anderen muss die Heizung raus. Man gewährt also jenen eine scheinbare Gnade, mit deren baldigem Ableben man rechnet.
Das ist also der „Kompromiss“ in der Ampel, der als Sieg der FDP und der Vernunft gefeiert wird: Denn nachdem er zunächst als Verlierer verkauft wurde, konnten sich Habeck und sein Ministerium in Wahrheit mit ihren Plänen durchsetzen. Ab 1. Januar 2024 dürfen nur noch neue Heizungen in Ein- und Zweifamilienhäuser eingebaut werden, die mit mindestens 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden. Ausgenommen sein sollen von der Regelung künftig nur Hauseigentümer, die über 80 Jahre alt sind. Sie dürften sich auch weiter herkömmliche Gasheizungen einbauen lassen, wenn ihr bisheriges Gerät kaputtgeht. Geht das Haus später an einen jüngeren Eigentümer über, beginnt eine Übergangsfrist: Innerhalb von zwei Jahren muss der neue Besitzer dann nachweisen, dass er mit mindestens 65 Prozent „erneuerbarer“ Energie heizt – die es (bislang) noch gar nicht gibt.
Absicht dahinter ist offenbar, die Lebensplanung vieler Menschen zu zerstören. Denn das eigene Haus oder die Eigentumswohnung ist nicht bloße Sentimentalität – sie ist Bestandteil der wirtschaftlichen Lebensplanung vieler Bürger. Ein wenig Rente, vielleicht ein Zuschuss von der Betriebsrente – das klappt im Alter, wenn man mietfrei wohnt.
Die Ampel setzt auf Bürokratie und Regeln statt Klugheit und Eigenverantwortung. Wenn neue Heizungen sich so rechnen, wie behauptet wird, wird sie jeder einbauen, der es möglich machen kann. Aber genau das ist ja offensichtlich nicht der Fall. Die Bürger werden gezwungen, wirtschaftlich unsinnige Lösungen zum eigenen Schaden und zur Vernichtung ihrer wirtschaftlichen Basis anzuwenden.
Damit, sagt Bundeskanzler Olaf Scholz wörtlich, „damit halten wir den Klimawandel auf“. Mehr Größenwahn war selten.
… Alles vom 3.4.2023 bitte lesen im Newsletter von https://tichyseinblick.de

 

Gasliefervertrag für Mehrfamilienhaus gekündigt: Antwortschreiben
Wohlstand auf der Kippe
Hier ein Antwortschreiben an meinen Energieversorger, der mir zu Lasten meiner Mieter den für drei Jahre vereinbarten Gasliefervertrag vorzeitig kündigen will und stattdessen einen „EGT Privatgas Strategie SPOT“ anbietet. Der neue Gaspreis soll kein Fixpreis mehr sein, sondern sich am Spot(t)markt orientieren. Dieser aber ist so unberechenbar wie unsere bundesdeutsche Politik. Nicht mit mir:

„Sehr geehrte Herren Geschäftsführer,
schon die Regierungen unter Kanzlerin Merkel verschrieben sich dem Ausstieg aus fossilen Energieträgern. Seit die Grünen nun richtig am Drücker sitzen und Habeck zum Energieminister gekrönt wurde, hat diese Strategie eine letzte Steigerung erfahren. Zum beschlossenen Ausstieg aus der Kohle sollte das Erdgas nur noch die entstehende Lücke schließen, obwohl es sauberer als Kohle ist. Doch den deutschen Machthabern ging es mit dem “Ausstieg“ nicht schnell genug, was sich jetzt bitter rächt.

Nordstream2 wurde gebaut und sollte in Betrieb genommen werden, nicht, um noch mehr Gas aus Russland zu beziehen. Sondern diese Pipeline sollte die Versorgungssicherheit Deutschlands und Europas gewährleisten für die Ausfallzeiten von Nordstream1 wegen Instandhaltung und für den Fall möglicher Sabotage. Das gleiche galt für die Überlandleitungen durch die östlichen Nachbarländer, wenn deren politische Führungen die Gashähne abdrehen, aus welchen Gründen auch immer. Oder das Gas zu unseren Lasten abzweigen, wie das bei der Ukraine der Fall ist, die nicht „auf dem Trockenen sitzt“. Auch Polens Speicher sind voll.

Doch die Sabotage erfolgte durch die USA und Brüssel (auf Bestellung aus D?). Nach der Fertigstellung von Nordstream2 wurde die Inbetriebnahme der Pipeline von der Gründung einer anderen Rechtsform in Deutschland abhängig gemacht. Nachdem diese Gesellschaft EU-rechtssicher gegründet war, wurde die Boykottstrategie für das russische Erdgases geändert. Die neue Begründung war, man wolle nicht Putins Krieg in der Ukraine mit dem Bezug russischen Gases finanzieren. Was eine arglistige Täuschung ist, denn weniger als ein Prozent des Erlöses der Gaslieferungen fließt in Putins Militär wies ich nach.

Bis diese Woche galt Deutschland als einziges Land der Welt, das selbstverschuldet einen Energienotstand ausgerufen hat. Nun tat es auf Betreiben der EU-Chefin von der Leyen auch die EU. Doch es sind wenige Länder, die uns aus der Patsche helfen wollen, einige haben sofort erklärt, dass sie ihre Energieträger selbst benötigen. Deren Politiker nehmen ihren Amtseid ernst, Schaden nur von ihrem jeweils eigenen Volk abzuwenden und nicht auch noch vom deutschen Volk, das seine Regierung erst vor Kurzem neu wählte.

Deshalb: Nehmen Sie die gewählte Bundesregierung in Regress, geehrte Herren Geschäftsführer, und versuchen Sie nicht, bestehende Lieferverträge ohne ausreichende Rechtsgrundlage aufzukündigen – pacta sunt servanda! Auf § 313 BGB (Störung der Geschäftsgrundlage) i.V.m. § 242 BGB können Sie sich nicht berufen, solange die Bundesregierung nicht einen rechtswirksamen Notstand ausruft, auf den Sie sich als Energieversorger berufen könnten. Im Übrigen enden befristete Verträge wie der unsere durch Fristablauf und nicht durch eine Kündigung als einseitige Willenserklärung Ihrerseits.
Aber ich wäre bereit, freiwillig eine Preisanpassung zu akzeptieren, wenn Sie
der Bundesregierung Regress androhen, falls diese nicht
bereit sein sollte, Nordstream2 in Betrieb zu nehmen, um
die Versorgungssicherheit mit Erdgas zu gewährleisten, damit
sich die Gaspreise auf den Märkten stabilisieren können.
Sobald Sie mir ein entsprechendes Schreiben an Berlin vorlegen, verhandeln wir über eine Vertragsanpassung nach billigem Ermessen gemäß § 242 BGB. Wobei ich mich frage, ob meine Bereitschaft zu einer Preisanpassung nicht als rechtswidriger „Vertrag zulasten Dritter“ gelten würde, auf Kosten meiner Mieter.
In Ihrer Haut möchte ich nicht stecken, aber das Debakel haben Sie nicht Putin zu verdanken, sondern der energiepolitisch amoklaufenden Bundesregierung“,
gezeichnet Albrecht Künstle
… Alles vom 27.7.2022 bitte lesen auf
https://die-andere-sicht.de/2022/07/27/kuenstles-sicht-unsere-regierungen-wollten-kein-gas-mehr/

 

Wärmepumpen sollen der Kern einer Wärmewende sein
Wärmepumpen sind begehrt. Die Anlagen funktionieren wie ein Kühlschrank – nur umgekehrt. Theoretisch kann man mit ihnen auch kühlen. Der Stromverbrauch kann sehr unterschiedlich sein.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sagt, Deutschland braucht „schnell mehr Wärmepumpen“. Sein Ziel sind 500.000 neu installierte Wärmepumpen pro Jahr ab 2024. Dafür bekommt er viel Zustimmung: Der Bundesverband Erneuerbare Energie bezeichnet den Einbau von Wärmepumpen als „Kernbestandteil der Wärmewende“, die Deutsche Energieagentur nennt das Projekt einen „zentralen Beitrag zum Klimaschutz“, der Zentralverband Sanitär Heizung Klima lässt wissen: „Das Heizungsbauerhandwerk steht bereit“.

Was ist eine Wärmepumpe aus technischer Sicht?
Das Gerät funktioniert im Prinzip wie ein Kühlschrank – nur nutzt man die Technik umgekehrt. Beim Kühlschrank ist die Erzeugung von Kälte das Ziel, die Wärme entsteht auf der Rückseite als zwangsläufiger Nebeneffekt. Eine Wärmepumpe hingegen ist ein ähnlicher Kältekreislauf, nur hat dieser die Erzeugung von Wärme zum Ziel. Dafür muss ein anderes Medium abgekühlt werden; das kann die Luft sein, das Erdreich, Grundwasser oder auch Abwärme. Man kann den Begriff Wärmepumpe tatsächlich bildlich verstehen: Man pumpt Wärme von einer Seite auf eine andere, kühlt also ein Medium ab und erwärmt dafür im Gegenzug ein anderes.

Aber dafür ist Strom nötig. Ist das dann eine besonders effiziente Stromheizung?
Kann man so sehen, denn der Prozess wird – wie ein Kühlschrank – elektrisch betrieben. Entscheidend für die Energieeffizienz ist die sogenannte Jahresarbeitszahl (JAZ). Diese besagt, wie viele Kilowattstunden Wärme mit einer Kilowattstunde Strom erzeugt werden. Im Extremfall sind heute Werte bis etwa sechs möglich, schlechte Werte liegen kaum über zwei. Eine JAZ von zumindest annähernd vier sollte angestrebt werden.

Wovon hängt die Effizienz einer Wärmepumpe ab?
Vor allem vom Temperaturhub, also der Differenz der Temperaturen einerseits der genutzten Wärmequelle und andererseits der Zieltemperatur. Je geringer dieser Hub ist, umso effizienter kann die Wärmepumpe arbeiten, das ist schlichte Physik. Je geringer die Vorlauftemperatur einer Gebäudeheizung ist, desto weniger Strom benötigt man. Flächenheizungen, wie Fußbodenheizungen, kommen mitunter mit 30 Grad Vorlauftemperatur aus – ein solcher Wert ist sehr effizient mit einer Wärmepumpe zu erzielen.
Die klassischen Heizkörper, die Radiatoren, benötigen je nach Auslegung und Raumgröße hingegen oft 60 Grad oder mehr. Da geht die Effizienz der Wärmepumpe deutlich in die Knie. Als zweiter Faktor kommt die Temperatur des Mediums ins Spiel, das man abkühlt. Diese sollte umgekehrt möglichst hoch sein.
Energieknappheit: Wer sich von Gas unabhängig machen will, bekommt vor dem Winter keine neue Heizung mehr

Welche Medien sind dafür nutzbar?
Am billigsten nutzbar ist natürlich die Außenluft. Diese ist aber auch die ineffizienteste Wärmequelle, vor allem, weil diese gerade dann, wenn man viel Heizwärme braucht, naturgemäß besonders kalt ist. Will man bei minus 15 Grad der Außenluft noch Wärme entziehen, kann die Wärmepumpe fast zur reinen Stromheizung mutieren – dann bringt eine Kilowattstunde Strom im Extremfall nur noch eine Kilowattstunde Wärme. Effizienter sind zum Beispiel Erdkollektoren, denn im Erdboden sind die Temperaturschwankungen im Jahresverlauf geringer. Erdkollektoren sind großflächige Schlangen, die etwa 1 bis 1,5 Meter unter der Erdoberfläche verlegt werden, um die Wärme aufzunehmen. Diese nachzurüsten ist aber bei bestehenden Gebäuden oft nicht praktikabel, weil die nötige Fläche beträchtlich ist. Als Faustregel der Kollektorgröße gilt die Hälfte der zu beheizenden Wohnfläche – da müsste mancherorts der ganze Garten abgetragen werden. Eine andere Option sind Erdsonden, die in Tiefen hinab reichen, wo die Temperatur konstant ist. 99 Meter sind ein gängiges Maximum, weil ab 100 Meter Tiefe das Bergrecht gilt.

Was bedeutet in diesem Zusammenhang ein kaltes Nahwärmenetz?
Ein kaltes Nahwärmenetz bringt zwar Wärme ins Haus, deren Temperatur reicht aber – anders als bei einem klassischen Nahwärmenetz – zum direkten Heizen nicht aus. Man benötigt dann zusätzlich eine Wärmepumpe. Ein kaltes Nahwärmenetz kann zum Beispiel Abwärme von 10 oder 15 Grad ins Haus liefern. Sinnvoll kann dieses Konzept sein, weil die Wärmepumpe im Haus dann weder eine Erdbohrung benötigt, noch ist sie auf die ungünstige Variante Außenluft angewiesen. Die Wärmepumpe entzieht die benötigte Energie schlicht dem Wasser, das im kalten Nahwärmenetz zirkuliert. Dieses wird dabei dann zum Beispiel von zehn auf acht Grad abgekühlt.

Kann man mit der Wärmepumpe auch kühlen?
Ja, das ist ihr großer Vorteil. Dabei ist der Betrieb der Wärmepumpe selbst für die Kühlung o1ft nicht einmal nötig, denn oft reicht alleine die bestehende Infrastruktur für eine passive Kühlung. So kann man etwa mit einer Erdsonde im Sommer Kälte von etwa zehn Grad aus dem Erdreich empor fördern und damit das Wohnhaus effizient klimatisieren. In diesem Fall läuft nur die Umwälzpumpe, nicht die Wärmepumpe. Ähnliches geht auch mit kalter Nahwärme.
… Alles vom 25.7.2022 von Bernward Janzing bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/waermepumpen-sollen-der-kern-einer-waermewende-sein–215358149.html

Kommentare
…und wieder wird die nächste Sau durchs Dorf getrieben. Erst sollen alle weg vom Öl, nehmen wir halt Gas. Jetzt auf einmal Wärmepumpen. Glauben die, man kann alle paar Jahre seine Heizung ersetzen?
25.7.2022, St.T.

Wir haben seit 2006 eine Grundwasserwärmepumpe
und sind sehr zufrieden damit. Auf der einen Seite des Hauses ist der Entnahmebrunnen, auf der anderen Seite der Schluckbrunnen. Es werden je nach dem 2 – 4 Grad Wärme dem Grundwasser entzogen.
2006 gab Badenova einen Sondertarif für Wärmepumpen, der wurde aber wieder aufgehoben
25.7.2022, Maria Treskow
Ende Kommentare

 

Der Einsatz von Wärmepumpen ist nicht der Weg ins Paradies
Wärmepumpen sollen ein wichtiger Teil einer Wärmewende werden und Gasheizungen ersetzen. Diese Vorschusslorbeeren kann Bernward Janzing nicht nachvollziehen.
Eine bizarre Debatte. Gasheizungen sollen partout raus aus den Kellern, Wärmepumpen dafür mit Macht hinein, weil diese ja – so die verbreitete Lesart – nur erneuerbare Energien nutzen. Naja, sie nutzen halt Strom. Das tun sie im Idealfall zwar sehr effizient, aber es ist eben Strom und der entstammt in Deutschland noch zur Hälfte der Atomkraft und den fossilen Energien. So erhöht jede neue Wärmepumpe den Druck auf die Stromwirtschaft, vor allem für kalte Wintertage ausreichend fossile Kraftwerke bereitzuhalten.
Das soll jetzt nicht grundsätzlich gegen die Wärmepumpe sprechen; diese Technik kann in effizienten Gebäuden sinnvoll sein. Aber der von Energiewende-Verfechtern erweckte Eindruck, wenn alle Häuser erst Wärmepumpen haben, heizen wir alle Kohlendioxid-neutral, in ein Zerrbild.
Auch bei den Kosten verträgt die Debatte mehr Realismus. Der panische Versuch, vom Gas wegzukommen, aus Angst, den Brennstoff schon bald nicht mehr bezahlen zu können, ist zwar nachvollziehbar. Doch die Wärmepumpe heizt nicht unbedingt billiger. Denn die Strompreise werden noch immer – bittere Realität eben – stark durch den großen Anteil der Fossilen im Strommix geprägt. Vor allem zu jenen Zeiten, in denen die Erneuerbaren schwächeln, wird Strom in Zukunft sehr teuer sein.
Die aktuellen Winterpreise geben einen Vorgeschmack. Die Kilowattstunde Strom zur Lieferung in den beiden kommenden Quartalen wird derzeit für über 40 Cent gehandelt. Und das sind wohlgemerkt die Großhandelspreise. Der Strom muss dann noch in die Häuser gelangen, es kommen also noch die Netzentgelte hinzu, neben Steuern und Abgaben. Da kann die Wärmepumpe schwerlich eine billige Alternative zur Gasheizung sein.
Die Wärmepumpe ist eine interessante Technik, aber der Hype um sie ist nicht sachgerecht. Auch die Wärmepumpe ist nicht der Erlöser, der uns in ein Paradies ohne Kohlendioxid-Emissionen katapultiert. Wenn an kalten, windstillen Winterabenden die Wärmepumpen en masse anspringen, wird die Heiztechnik mitverantwortlich dafür sein, dass Kohle- und Ölkraftwerke aus der Reserve geholt werden müssen. Die Wärmepumpen werden das Stromsystem noch herausfordern – so viel Ehrlichkeit gehört zur Debatte dazu.
… Gesamten Kommentar vom 25.7.2022 von Bernward Janzing bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/der-einsatz-von-waermepumpen-ist-nicht-der-weg-ins-paradies–215358112.html