AfD-Migration

Home >Engagement >Partei >Parlamentarismus >Opposition >AfD >AfD-Migration

Kleiner Sitzungssaal im Bundestag für die AfD als zweitgrößte Partei am 26.5.2025

  • Listenauswahl eines Beitrags (Artikel/Datum, Seite/Inhalt): Klicken oder scrollen
  • Neue Umfrage: Viele Migranten wählen AfD (1.10.2025)

 

Neue Umfrage: Viele Migranten wählen AfD
Polen, Russlanddeutsche, Balkan-Flüchtlinge: Warum sie ein Zeichen setzen
Es ist der Albtraum jedes Linken – und eine Realität, die viele Konservative noch gar nicht begriffen haben: Die AfD punktet nicht nur bei Biodeutschen, die die Nase voll haben vom rot-grünen Polit-Theater – sondern auch zunehmend bei Migranten. Genauer gesagt: bei den „alten Migranten“. Jenen, die seit Jahrzehnten hier leben, sich abgerackert und integriert haben, deutsch geworden sind – und jetzt zusehen müssen, wie all das entwertet wird.

Immer mehr Einwanderer der ersten oder zweiten Generation wählen AfD. Und zwar nicht trotz, sondern gerade wegen deren migrationskritischer Positionen. In Duisburg, wo besonders viele Einwanderer leben, wurde die AfD bei den jüngsten Integrationsratswahlen zweitstärkste Kraft – in Hagen sogar erste. Besonders stark fällt der Zuspruch – laut einer neuen Studie der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, für die mehr als 1.100 Menschen mit Migrationshintergrund befragt wurden – unter Menschen mit polnischem Hintergrund aus – mit einem AfD-Anteil von 33 Prozent. Unter allen Spätaussiedlern, also ethnischen Deutschen etwa aus Russland, Polen oder Ex-Jugoslawien, erreicht die AfD sogar 31 Prozent – und ist damit stärkste Kraft. Bei russlandstämmigen Befragten insgesamt – also unabhängig davon, ob sie als Spätaussiedler gelten oder nicht – liegt der Wert hingegen bei nur 14 Prozent. Auch Spätaussiedler aus Ex-Jugoslawien zeigen mit 26 Prozent eine deutlich überdurchschnittliche Zustimmung.

Was auf den ersten Blick paradox klingt – Sympathien für eine migrationskritische Partei bei Migranten – ergibt auf den zweiten Blick eine beklemmende Logik. Welt-Redakteurin Fatina Keilani https://www.welt.de/politik/deutschland/video68dbeb4e12c5eba0ff760e5d/studie-der-adenauer-stiftung-migranten-waehlen-zunehmend-afd-sie-wollen-ihr-gutes-altes-deutschland-zurueck.html beschreibt es so: Viele der Einwanderer aus der Türkei, dem ehemaligen Jugoslawien oder der ehemaligen Sowjetunion haben sich ihre Existenz in Deutschland hart erkämpft. Sie mussten Jahrzehnte warten, um überhaupt eingebürgert zu werden. Mussten ihre ursprüngliche Staatsbürgerschaft abgeben. Haben sich in einer Gesellschaft behauptet, die sich selbst nicht als Einwanderungsland verstand – und in der das „Blutrecht“ („ius sanguinis“), also das Abstammungsprinzip, galt. Wer nicht von Deutschen abstammte, war kein Deutscher. Punkt.
Dann kam das Jahr 2000 – und mit ihm ein historischer Einschnitt durch die damalige rot-grüne Koalition: Das deutsche Staatsangehörigkeitsrecht wurde erstmals grundlegend reformiert. Erstmals war nicht mehr allein das „Blutrecht“ entscheidend, sondern auch der Geburtsort. Kinder ausländischer Eltern konnten unter bestimmten Bedingungen Deutsche werden – ein Recht, das der ersten Migrantengeneration noch verwehrt war. Sie mussten Jahrzehnte warten, ihre alte Staatsbürgerschaft aufgeben, sich durch Bürokratie kämpfen – nur um irgendwann vielleicht dazugehören zu dürfen.

Im Jahr 2024 folgte dann durch die nächste rot-grüne Regierung die nächste Reform – diesmal mit dem Vorschlaghammer. Die Einbürgerung ist nun bereits nach drei Jahren möglich, bei besonderer Integrationsleistung. Die doppelte Staatsbürgerschaft wurde zum Regelfall. Selbst Personen mit kaum verwurzelter Bindung an Deutschland können heute auf dem Schnellweg eingebürgert werden.

Es ist mehr als nur ein Gefühl von Ungleichbehandlung. Es ist ein tiefer Vertrauensverlust.
… Alles vom 1.10.2025 bitte lesen auf
https://reitschuster.de/post/neue-umfrage-viele-migranten-waehlen-afd/