Lindenberg

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Blick nach Süden über Lindenberg-Kirche und Dreisamtal-nebel zum Schauinsland am 23.10.2012

Blick vom Lindenberg nach Süden übers Nebelmeer des Dreisamtals zu Tote Mann mit Stollenbach (oben links) am 12.12.2013

 

Lindenberg – Aussichtsterrasse, Gaststätte und Kirche
Für viele Freiburger und Dreisamtäler ist „der Lindenberg“ bei St. Peter mehr als Wallfahrtskapelle und Gaststätte. Ab und zu im Jahr muß man wieder mal oben sein, auf dem Höhenrücken zwischen Eschbachtal und Ibental. Um von der schönen Aussichtsterrasse umher schauen zu können: Runter ins Dreisamtal, rüber nach Norden zum Kandel, hoch nach Süden zum Feldbergmassiv. Um die klare Lindenbergluft schnaufen zu können, über der Nebelsuppe von Dreisam- und Rheintal. Und um sich dabei zu fragen: „Ja, wann war ich denn zum letzten Mal hier oben? – So lange her, wie schnell doch die Zeit vergeht.“

                                       
(1) Blick nach Süden am 23.10.2012      (2) Nebel steigt 23.10.2012                      (3) Blick nach Süden ins Ibental
                       
(4) Blick zu Kirche und Pilgergaststätte  (5) Blick zum Lindenberg 12.12.2013     (6) Kirche um 13 Uhr am 12.12.2013
                    
(7) Feldberg (links) im Süden                  (8) Schauinsland im Südwesten           (9) Dreisamtal im Nebel 12.12.2013
          
(10) Kybfelsen im Südwesten                 (11) Schlegelhansenhof-Kreuzstock

 

 

Der Brunnen bei der Kirche am Lindenberg

                                   
(1) Blick nach Norden am 12.12.13        (2) Vertreibung                                  (3) Entweihung im Jahr 1787

(4) Blick nach Osten am 12.12.2013

(2) Vertreibung der Schwestern vom Lindenberg
(3) Entweihung im Jahr 1787 und Abriß der Kapelle

 

 

Kreuzweg vom Ibental hoch auf den Lindenberg

 

                               
(1) Blick nach Südwesten 12.12.2013  (2) Kreuzweg-Station 8                            (3) Station 8
                   
(4) Station 7                                                (5) Station 11 am 12.12.2013                     (6) Kreuzwegende am Lindenberg

Kreuzweg vom Gallihof im Unteribental zum Kindenberg:
https://www.freiburg-schwarzwald.de/lindenberg-kreuzweg.htm
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Beten für den Frieden, rund um die Uhr – was treibt die Gebetswächter vom Lindenberg bei St. Peter an?
Männer aus der Erzdiözese Freiburg beten auf dem Lindenberg seit 70 Jahren rund um die Uhr für den Frieden. Eine historische Reise Konrad Adenauers gab einen wichtigen Impuls

in sonniger Vormittag auf dem Lindenberg. Wer sich einen Moment Zeit nimmt, spürt wie von selbst, warum die Anhöhe bei St. Peter seit Jahrhunderten ein Wallfahrtsort ist. Der Blick schweift in die Ferne, Ruhe stellt sich ein, die Uhr scheint langsamer zu ticken.
Johannes Hauger, 74, aus Villingen-Schwenningen, der 74 Jahre alte Elztäler Gottfried Singler, und der ein Jahr ältere Herbert Pfaff aus Gütenbach, die an einem Tisch im Exerzitienhaus der Wallfahrtskirche sitzen, kommen schon lange und immer wieder hierher. Das hat einen besonderen Grund. Sie sind drei der fast 800 Männer, die fast das ganze Jahr für den Frieden beten. Eine Woche lang. Von Samstag bis Samstag. Rund um die Uhr. Jahr für Jahr.
Am Sonntag feiert die Gebetswache des katholischen Männerwerks der Erzdiözese Freiburg ihr 70. Jubiläum. Erzbischof Stephan Burger zelebriert eine Messe und weiht die dem Friedensheiligen Bruder Klaus gewidmete neue Glocke. In Zukunft wird sie einmal am Tag geläutet, um ihre Botschaft in die Welt zu tragen.
Als die Gebetswache 1955 begann, waren sie für viele zurückgekehrte Soldaten eine Möglichkeit, ein Zeichen zu setzen. Von den Nachkommen eines Kampfpiloten hat Herbert Pfaff gehört, dass der Soldat während eines Luftkampfs ein Gelübde abgelegt habe: Wenn er überlebe, wolle er etwas für Frieden und Versöhnung tun. Auf diese Weise stießen viele der ersten Generation zur Gebetswache.
Die erste Gebetswache des Männerwerks auf dem Lindenberg fand im Februar 1955 statt, sagt Rolf May-Seehars, Referent für Männerpastoral der Erzdiözese. Gebetet ist während der Fastenzeit, die am 8. April endete. Zwei Monate später wurde bekannt, dass die Sowjetunion Bundeskanzler Konrad Adenauer zu Gesprächen nach Moskau eingeladen hatte. Männer aus der Erzdiözese Freiburg pilgerten daraufhin im September in die Schweiz, um für den Erfolg der Reise zu beten – Adenauer wollte die Freilassung der letzten Kriegsgefangenen erreichen.
So ist die historische Reise nach Moskau ein wichtiger Impuls geworden und bis heute mit der Gebetswache auf dem Lindenberg verbunden. Seit 1957 sind die Wachen in Gästebüchern dokumentiert. Woche für Woche kam und kommt eine Gruppe von, im Idealfall 21 Männern auf den Lindenberg. Sie wechseln sich in Gruppen von zwei bis drei Männern ab und beten tagsüber je eine Stunde sowie in der Nacht je zwei Stunden in der Kirche. In den ersten Jahren war dies von Januar bis Juli der Fall, seit 1977/1978 das ganze Jahr über, abgesehen von der Zeit zwischen 1. Advent und Dreikönig.
Neben dem Frieden wird für viele weitere Anliegen von Kirche und Gesellschaft gebetet. Tagsüber beten die Männer oft still. Nachts wird meditiert oder gesungen, begleitet von Männern, die ihr Musikinstrument mitbringen. Das Vaterunser oder der Rosenkranz sind Standard. in einem extra zusammengestellten Büchlein finden sich über 70 Gebete, Lieder, Psameln und Andachten.

43 Gebetsgruppen gibt es in der Erzdiözese Freiburg. Manche Männer machen seit 40 Jahren mit. Neueinsteiger sind in der Regel jenseits der 40, viele steigen nach Ende des Arbeitslebens ein. Der Altersschnitt ist hoch. Nachlassende Gesundheit, Pflegepflichten oder -bedürftigkeit sind ein Problem. „Viele sind fest im Glauben verankert. Da ist es schmerzhaft, wenn sie nicht mehr auf den Lindenberg kommen können“, sagt May-Seehars. Verglichen mit 2015/16 gibt es heute, natürlich auch durch Sterbefälle, 200 Gebetswächter weniger. Angesichts der Neuzugänge in den Gruppen sei er zuversichtlich, dass die aktuelle Zahl von fast 800 stabil bleibe, sagt Johannes Hauger, der Diözesanvorsitzender des Männerwerks ist.
Hauger und den anderen gibt die Gebetswoche Kraft und die Möglichkeit, innezuhalten oder während der Pausen mit den anderen über ihren Alltag zu reden. Das und den Zusammenhalt schätzen alle sehr. Natürlich fragen Außenstehenden nach: „Warum rennst Du auf den Lindenberg? Du rettest doch die Welt auch nicht.“ Aber wenn er sich anschaue, wie alles angefangen habe „und was heute in der Welt los ist“, steht für Herbert Pfaff fest: Aufgeben ist keine Option.
… Alles von Peter Disch vom 16.7.2025 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/beten-fuer-den-frieden-rund-um-die-uhr-was-treibt-die-gebetswaechter-vom-lindenberg-bei-st-peter-an
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Konrad Adenauer – Die Heimkehr der Zehntausend Kriegsgeangenen aus Russland
Im September 1955 verhandelte Bundeskanzler Konrad Adenauer in Moskau mit der Sowjetunion über die Freilassung von 10.000 deutschen Kriegsgefangenen und 20.000 internierten Zivilisten – im Gegenzug für die Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Männer aus der Erzdiözese Freiburg beteten während der Moskaureise Tag und Nacht für das Gelingen der Mission – und zwar in der Kapelle des Schweizer Friedensheiligen Nikolaus von Flüe alias Bruder Klaus. Adenauer soll sich im August selbst „mehrere Stunden, vielleicht sogar die ganze Nacht am Sarkophag des heiligen Nikolaus von Flüe aufgehalten“, haben, schreibt der Sachbuchautor Werner Kilian im Aufsatz „Adenauer und der Bruder Klaus“. Es gebe keine schriftlichen Belege oder Fotos des Besuchs, wohl aber mehrere Zeitzeugenberichte. Bei den Gesprächen vom 9. bis 13. September erreichten beide Seiten ihr Ziel. Die Rückkehr der Gefangenen ist heute als „Heimkehr der Zehntausend“ bekannt. Die ersten kamen schon Oktober 1955 zurück.
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Glockenweihe und Festgottesdienst am Sonntag, 20. Juli 2025, ab 10.30 Uhr, Wallfahrtskirche Maria Lindenberg. Der Gottesdienst wird auf den Vorplatz übertragen (bei Regen in den Pilgersaal). Danach Mittagessen. Keine Anmeldung erforderlich.
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Mehr als 60 Jahre lang Gebetswache in der Kirche am Lindenberg
Seit 60 Jahren ist immer einer da: In St. Peter wird Gebetswache gehalten – rund um die Uhr. Etwa 1000 Männer pro Jahr kommen zu Gebet und Einkehr in die Wallfahrtskirche auf dem Lindenberg. …. Alles vom 21.11.2015 auf
https://www.badische-zeitung.de/st-peter/st-peter-mehr-als-60-jahre-lang-gebete-an-einem-stueck 

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