Berlin-Exodus

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Berliner Spezialität: „Kill the Rich“ bzw. „Investors not welcome“

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  • Berlin, Berlin, wir flüchten aus Berlin (8.5.2026)

 

Berlin, Berlin, wir flüchten aus Berlin
Seit Jahren ziehen mehr Menschen aus Berlin in andere Bundesländer als umgekehrt. Die Stadt wächst nur durch Ausländer. Da beträgt das Plus 330.000 seit 2018. Das ist ein ganzer Stadtbezirk – oder einmal Bielefeld.
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Berlins Bewohner interessieren sich nicht wirklich für ihre Stadt. Und die Stadt interessiert sich nicht für ihre Bewohner. Man hat sich gegenseitig durchaus verdient. Berlin hat die Gleichgültigkeit zur Weltanschauung gemacht. Was auch passiert: Das Amt hat keinen Termin oder ist nicht zuständig. Oder beides. Der Nachbar hat nichts gesehen, der Passant geht weiter. Verantwortung liegt überall herum. Aber niemand hebt sie auf.
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Menschenexperiment:
Die Politik hat sich angepasst und behandelt die Stadt nicht sorgsam, sondern als großes Versuchslabor für allerlei Ideologien. Der Bewohner von Berlin ist in diesem Schauspiel nur die Kulisse – und natürlich die Finanzquelle. Wobei: Zahlen tun gar nicht die Berliner selbst, sondern vor allem die Bayern. Ohne die ständigen Überweisungen aus dem Freistaat könnte Berlin sich noch nicht einmal den Strom für die Ampeln leisten. Allein im vergangenen Jahr flossen sagenhafte 4,2 Milliarden Euro aus dem Finanzkraftausgleich an die Spree. Berlin macht Dauerparty mit einer bayerischen Kreditkarte.
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Ort ohne Zukunft:
Die Schlauen verlassen die Stadt. Es kommen die Ignoranten – und die Bedürftigen. Mehr Einwohner retten das Modell nicht. Ein zusätzlicher Name im Melderegister repariert keine Schule, baut keine Wohnung und gründet kein Unternehmen. Und selbst wenn Menschen kommen (was viel zu selten der Fall ist), die Fähigkeiten und Initiative mitbringen: Dann müsste die Stadt ihnen erlauben, daraus etwas zu machen.
Aber das Einzige, was Berlin baut, sind Hindernisse. Keine Frage: Die Stadt zerstört sich selbst. Was Berlin braucht, sind Menschen, die bauen, gründen, investieren und Verantwortung übernehmen. Was Berlin bietet, ist ein Alltag, in dem diese Menschen ihre Energie an Widerständen verbrennen. Jeder, der mobil genug ist und eine Alternative hat, kann gar nicht anders, als irgendwann zu rechnen: Wie viel Lebenszeit ist dieser Standort noch wert?
Neubürger können Weggezogene allenfalls zahlenmäßig ausgleichen. Aber sie ersetzen keine verlorene Verbundenheit. Eine Stadt besteht aus mehr als vermieteten Wohnungen. Sie braucht Menschen, die bleiben wollen, weil sie dort etwas aufbauen möchten. Wer bloß durchhält, bis sich endlich etwas Besseres bietet, schafft keine Zukunft.
Deutschland wäre ohne dieses Berlin besser dran. Sogar die Berliner wären ohne dieses Berlin besser dran .
… Alles vom 8.5.2026 von Alexander Heiden bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/wir-fluechten-aus-berlin/