Bürgerverein Littenweiler – Verkehr Schwerpunkt in 2012

Draußen ist es warm, trotzdem ist der Saal gut gefüllt bei der Versammlung. Es stehen Wahlen an beim Bürgerverein Litten­weiler. Manche Gesichter sieht man nur bei dieser Ge­­legenheit. In der Pressemitteilung, die schon am Tag nach der Versammlung erscheint, betont der erste Vorsitz­en­de, Franz-Jürgen Zeiser, die konstruktive Zusammenarbeit im Vorstand und die verbesserte Öffentlichkeitsarbeit des Vereins. Man habe mit der Erstellung eines neuen Leitbil­des nicht nur konzeptionell gearbeitet, sondern bei vielen aktuellen Themen die Interessen des Stadtteils gegenüber der Stadtverwaltung offensiv vertreten. Letztes Jahr war das Schwerpunktthema der Umbau der Rein­hold-Schneider-Schule zur Ganztagesschule. Dieses Jahr geht es verstärkt um die Verkehrssituation in Littenwei­ler. Dazu wird es spezielle Veranstaltungen und Aktionen geben. Der Bürgerverein setzt sich immer noch für eine gemäßigte Be­bauung am Bahnhofsareal ein. Baubürgermeister Mar­tin Haag wird noch einmal zu einer Bürgeranhörung kommen. Der Vorschlag des Bürgervereins, die Stadtbahn bis zum Bahn­hof zu verlängern, wird nicht realisiert, die Verlängerung zum Kappler Knoten wird sich wohl noch bis 2018 verzögern. Der abgespeckte Umbau der Reinhold-Schnei­der Schule wird wahrscheinlich in 1,5 Jahren realisiert sein. Über den geplanten Umbau oder die Verlegung des SC-Sta­di­ons konn­­te sich der Vorstand des Bürgervereins noch keine Meinung bilden.

„Veranstaltungen wie der Neujahrsempfang, der Weihnachtsmarkt und das Stadtteilfest rund um den Bürgersaal sind zu festen Bestandteilen des Jahresprogramms geworden und werden von der Bevölkerung gern besucht“,  heißt es in der Pressemitteilung. Wer schon mal beim Neujahrsempfang war, hat selbst gemerkt, dass dort wesentlich mehr Menschen sind, wie bei den Mitgliederversammlungen. Hier wünscht sich Franz Jürgen Zeiser etwas mehr Interesse.
Dann geht es über zu den Wahlen. Heinz Graf tritt aus ge­sund­heitlichen Gründen nicht mehr für das Amt als Schrift­führer an. Helga Tries rückt nach. Sie war bisher für die Ver­mietung des Bürgersaales zuständig und Pressesprecherin. Franz Jürgen Zeiser wird in Zukunft die Pressearbeit ge­meinsam mit Helga Tries erledigen, um sie zu entlasten und um diese wichtige Aufgabe in der Hand des Vorstands zu lassen. Etwas überraschend kam der Vorschlag, dass nun die Zahl der Beisitzer auf sechs erhöht werden soll, es gab aber eine eindeutige Mehrheit für diesen Vorschlag. Ralf Jettke ist nun als ehemaliger Kassenprüfer im Beisitz, ebenso rückt Heinz Graf  in den Beisitz, die anderen Beisitzer bleiben. Somit besteht der Vorstand aus:
1. Vorsitzender: Franz-Jürgen Zeiser, 2. Vorsitzender: Martin Kotterer, Kassierer: Wolfgang Allgeier, Schriftführerin: Helga Tries. Beisitzer: Ulrike Rotzinger, Astrid Schaffert Christof Gerlitz, Heinz Graf, Günter Hasenfratz, Ralf Jettke.

Der Wunsch wird ausgesprochen eventuell eine Satzungsänderung zu beantragen, damit die Kassenprüfer länger als zwei Jahre im Amt bleiben können, so wie es sonst auch bei vielen anderen Vereinen üblich ist. Zum 100-jährigen Jubiläum des Stadtteils Littenweiler im Jahr 2014 sind zahlreiche Aktionen geplant. Der Vorstand sammelt aber noch Ideen und freut sich über Vorschläge der Bürger. Es wird eine Broschüre geben, über Bilder würde sich der Bürgerverein freuen. Beginnen werden die Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr mit dem Neujahrsempfang. Angedacht ist auch ein Fotowettbewerb und anderes. Verschiedene Kleinigkeiten kamen noch zur Sprache, so der angeblich zu große Schornstein vom Blockheizkraftwerk neben dem Strandbad, der hier aber noch niemanden gestört hat. Ein Mitglied fragte nach der Asphaltierung des Schotterweges am Bahnsteig. Vor einiger Zeit hatte der SPD-Orts­ver­ein Spenden gesammelt, um den Bahnhofszugang vom Eb­ne­ter Weg zu asphaltieren, aber Gleisnost hat seine dafür nötige dreistellige Spende wieder zurückgezogen, da es sich nicht lohnen würde, für die drei Jahre, bis das Bahnhofsareal umgebaut wird. Walter Krögner bietet dem Mitglied aber seine aktive Mithilfe an: „Wann treffen wir uns Herr . . .  mit Asphalt in Eimern vor Ort.“ Eigeninitiative ist gefragt in unserem Stadtteil. Im Leitbild des Bürgervereins heißt es: „Wir setzen uns dafür ein, unseren Stadtteil Littenweiler noch schöner und lebenswerter zu machen.“
Anja Lusch, 12.6.2012, Littenweiler Dorfblatt

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