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  • Dänemark reagiert auf Gewalt im Klassenzimmer mit neuen Lehrer-Befugnissen (12.10.2026)

 

Dänemark reagiert auf Gewalt im Klassenzimmer mit neuen Lehrer-Befugnissen
… Dänemark will Lehrern nun künftig per Gesetz weitgehende Eingriffsmöglichkeiten bei erheblichen Störungen im Unterricht ermöglichen. Ein Gesetzentwurf sieht vor, dass Lehrer Schüler körperlich festhalten oder gegen ihren Willen aus dem Klassenzimmer bringen dürfen. Das berichtet die französische Zeitung Le Monde https://www.lemonde.fr/en/international/article/2026/10/10/denmark-set-to-allow-the-return-of-physical-force-to-maintain-order-in-schools_6758443_4.html
…
Die dänische Initiative ist nicht zu Ende gedacht. Zumal es hier nicht um legitime Notwehr geht. Man stelle ich einmal vor: Eine zierliche Lehrerin will einen muskelbepackten sechszehnjährigen Störenfried-„Pascha“ mit eigener Hand aus dem Klassenzimmer befördern. Muss sie dafür erst einen Judokurs absolvieren? Welche Lehrerin traut sich das in dieser Situation zu, zumal sie eine Eskalation durch eine Solidarisierung weiterer Paschas erwarten muss und nicht weiß, was der entfernte Schüler „draußen“ anstellen kann und die Lehrerin damit ihre Aufsichtspflicht vernachlässigt. Das wäre aufsichtsrechtlich nur vertretbar, wenn die Lehrerin den Störenfried an einen schulischen Sicherheitsbodyguard überstellte. Ganz zu schweigen davon, dass eine körperliche Aktion – die nicht einer Notwehrsituation entspricht – das Recht auf körperliche Unversehrtheit verletzen könnte. Und wie stellt sich die Lage dar, wenn – durchaus üblich – die Störerin eine Schülerin ist, die ein Lehrer mit körperlicher Gewalt entfernen will? Die Klagen wegen sexueller Übergriffigkeit kann man jetzt schon erahnen bis hin zu Aktionen der Rettung der Familienehre usw.

Nein, dieses dänische Gesetz ist mit heißer Nadel gestrickt. Es dürfte wohl auch kaum Bestand haben vor höheren nationalen oder internationalen Berichten.
Notwendig ist etwas anderes: Die Schulen müssen – Bildungsrecht und Schulpflicht hin oder her – die Möglichkeit bekommen und diese auch konsequent praktizieren dürfen, Schüler aus dem Unterricht für eine gewisse Zeit auszuschließen. Verbunden mit Sanktionen für Eltern, die es unterlassen, ihre Kinder zu einem disziplinierten Schulbesuch anzuhalten. Zum Beispiel durch Kürzungen von Transferleistungen. Nur darauf regieren viele Eltern.
Ansonsten ist ernsthaft zu überlegen, ob man nicht wieder Sonder-/Förderschulen für Schüler einrichtet, die früher Schulen für „Schwererziehbare“ hießen. Abseits des hehren Prinzips Inklusion: Eine Klassengemeinschaft als Ganzes hat das gute Recht, geordneten Unterricht zu bekommen – ohne dauerhaft Störende.
… Alles vom 12.10.2026 von Josef Kraus bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/daenemark-lehrer-gewalt-klassenzimmer