Klinik ambulant – stationaer

Um die regionale Gesundheitsversorgung zu verbessern, hat sich die gesundheitspolitische Sprecherin der baden-württembergischen Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Bärbl Mielich, für mehr Kooperationsmodelle zwischen ambulanter und stationärer Versorgung ausgesprochen. Die Freiburger Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Sozialausschusses besuchte das Evangelische Diakoniekrankenhaus, um sich über die aktuellen Entwicklungen zu informieren. »Ich halte den Austausch mit den Praktikern vor Ort für unabdingbar«, sagte Bärbl Mielich: »Nur so kann ich auch die richtigen Impulse in der Landespolitik geben.« Die Schwerpunktbildung des Diakoniekrankenhauses in der Versorgung von Magen-Darm-Krankheiten, dem Brust-Zentrum und der Geburtshilfe sieht Bärbl Mielich als richtigen Weg. Kooperationen mit selbstständigen Praxen wie der Praxisklinik 2000 und dem demnächst eröffneten Strahlentherapiezentrum vor dem Diakoniekrankenhaus hätten Modellcharakter, lobte die Gesundheitsmarkt-Expertin. Allgemein gebe es an der Schnittstelle zwischen der ambulanten und stationären Versorgung noch einiges zu verbessern. Sie sprach sich auch dafür aus, die Finanzierung von Krankenhäusern zu optimieren. Dass trotz Leistungssteigerung die Krankenhäuser finanziell mit dem Rücken zur Wand stehen, dürfe man nicht einfach hinnehmen. Hier brauche es beispielsweise höhere Ausgleiche für Tarifsteigerungen. Außerdem müsse man die regionalen Gegebenheiten stärker berücksichtigen, insbesondere im ländlichen Bereich. »Das muss sich in den Abrechnungssystemen widerspiegeln«, fordert Mielich. Um die Berufe im Gesundheitsbereich attraktiver zu machen, spricht sich Mielich dafür aus, den Stellenwert der Pflege durch differenzierte Ausbildungswege und mehr Verantwortung zu stärken. Beruf und Familie müssten insgesamt besser vereinbar sein.
Bärbl Mielich besuchte außerdem die Baustelle des neuen OP- und Intensivbereichs des Krankenhauses. Das rund 18 Millionen teure Bauprojekt wird vom Land mit knapp zehn Millionen Euro gefördert. Es entstehen OP-Säle auf dem höchsten technischen Niveau und eine neue Zentralsterilisation, außerdem wird die Versorgung von Intensiv-Patienten deutlich verbessert. Die Baumaßnahmen sollen im Jahr 2014 abgeschlossen sein.

(v.l.): Pfarrer Marc Witzenbacher (Theologischer Vorstand), Michael Decker (Kaufmännischer Direktor), Bärbl Mielich MdL, Prof. Dr. Hans-Peter Allgaier (Ärztlicher Direktor). Foto: Anette Kauerz

Marc Witzenbacher, witzenbacher@diak-fr.de  
www.diakoniekrankenhaus.de <https://www.diakoniekrankenhaus.de>

 

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