Erneuerbare Energien in FR und EM – 15 Mrd Euro und Verbrauch halbieren

Um Freiburg sowie die Landkreise Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald komplett aus selbst erzeugten erneuerbaren Energien zu versorgen, müssen 15 Mrd Euro investiert und der Energieverbrauch halbiert werden – so eine Studie der Energieagentur Regio Freiburg. Zwölf Milliarden Euro müssten die Immobilienbesitzer zur Sanierung ihrer 280.000 Wohnungen mit 25 Mio qm aufwenden, schließlich sind 70 % der Gebäude über 30 Jahre alt. In neue Windanlagen sind 600 Mio Euro und in Fotovoltaik 1,7 Mrd Euro zu investieren (Effizienz).
Energiesparinsvestition immer besser als Habenzinsen kassieren
Bisher war es schon immer so, dass sich Investitionen langfristig deutlich besser lohnen, als das zu verwendende Bargeld gegenauf zurechnen und lieber den Guthabenzins zu kassieren. Egal welches Beispiel Sie nehmen, egal wie Sie es rechnen werden, die Investition wird immer besser sein.
Nimmt man den Hauseigentümer der die Immobilie als Kapitalanlage nutzt. Die Investition einer Modernisierung bringt dem Eigentümer die Möglichkeit die Kaltmiete um 11 % der Modernisierungkosten (aufs Jahr gerechnet) zu erhöhen. Hat dieser auch noch die Kosten finanziert, kann er die zu bezahlenden Zinsen steuerlich in den Einkünften aus Vermietung § 21 EStG als Ausgabe anrechnen lassen. Zudem hat der Wertzuwachs der Immobilie durch die Modernisierung auch noch sein Teil dazugetragen.
Als Eigentümer einer Immobilie die selbst bewohnt wird, ist die Rechnung ähnlich. Investieren Sie ebenfalls in das eigene Haus z.B. in Form einer Heizung, kommen zwar erstmals hohe Kosten auf einen zu, die Einsparung wirkt sich jedoch im selben Atemzug aus. Eine Heizungsanlage – je nach Ausführung kann die Amotisierung bis zu 20 Jahren dauern (ist aber auch schon nach 5 – 7 Jahren möglich). Hat man die Kosten dann erstmal eingefahren, spart man dadurch deutlich mehr. Sicherlich hätte man gleichzeitig das Geld anlegen können (die kalk.Zinsen muss man natürlich in die Amotisierung einrechnen), jedoch ist es in der Vergangenheit nicht so, dass der Guthabenzins auf Banken deutlich höher steigt, als die Preissteigerung des Öl- bzw. Gaspreises.
Haben sich dann, wie eben erwähnt, die Kosten der Modernisierung amotisiert, hört man ja nicht auf mit der Einsparung der Heizkosten (mal angenommen), sondern man verbraucht ja auch zukünftig weniger. Hätte man das Geld angelegt, würde man zwar auch weiterhin Zinsen und Zinseszins bekommen, der Sprung durch eingesparte Kosten wiederum ist deutlich höher. Vergessen darf man aber nicht, das das Zinsniveau weitestgehend stabil (konstant) bleibt, während der Öl- und Gaspreis sehr stark am Schwanken ist. Sehr deutlich wird die Amortisierungsrechnung z.B. hier erklärt: www.meineheizung.de/ratgeber/amortisationsrechnung. Unterm Strich, so bin ich überzeugt, das eine Investition in Modernisierungen sich normalerweise immer besser rechnet, als irgendwelche Zinsen zu kassieren, und im Gegenzug (z.B.) höhere Heizkosten dadurch zu bezahlen. Der positive Nebeneffekt dabei ist auch noch, dass man zeitgleich auch noch umweltbewusst handelt.
Robert Wendt, 5.9.2012

Energieagentur Regio Freiburg – Energiestudie 8/2012
www.freiburg.de/energiestudie

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