Nationalpark

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Blick nach Südwesten über den Küchlehof ins Geroldstal am 28.5.2013 - reiterinnen vom Steiertbartlehof

 

Das Land sollte seine Prioritäten überdenken

Rot-Grün, im Bund in der Opposition, wird nicht müde, Verlauf und Erfolg der Energiewende zu kritisieren. Ganz anders die Kollegen in der Landesregierung Baden-Württembergs: Diese blockieren durch das Vorantreiben des Nationalparkprojektes im Nordschwarzwald zentrale Elemente einer sinnvoll strukturierten ökologischen Energiewende.
Die Nutzung der Biomasse Holz bildet eine der wenigen wirtschaftlichen und nachhaltigen Möglichkeiten, klimaneutrale Energie speicherbar, also auf Abruf, zu nutzen, wenn diese gebraucht wird. Gerade der Schwarzwald bietet mit seinen enormen Erträgen ein großes Potential hierfür. Energie kann mit den alternativen Hauptenergieträgern Sonne und Wind nicht wirtschaftlich gespeichert werden. Ein Hauptproblem der Trassenplanungen für Stromtransporte von den windreichen Küsten nach Süden ist der Widerstand der Öffentlichkeit vor Ort.
Hier liegt ein weiterer Vorteil der Biomasse Holz, die über bestehende Trassen (Schiene, Straße, Wasserstraße) transportiert werden kann. Eine moderne, wirtschaftliche Nutzung vereint all die Vorteile, die ein Wald mit sich bringen kann. Als Lieferant ökologischer und klimaneutraler Bau- und Werkstoffe kann dieser speicherbare und transportierbare Energie liefern, ohne dass dadurch Naherholungswert, Landschafts-, Natur- und Artenschutz leiden müssen. Daneben schafft eine solche Art der Bewirtschaftung Arbeitsplätze vor Ort.
Der Energieträger Biomasse Holz ist einer der wenigen ökologischen Energieträger, der ohne oder mit geringsten Subventionen genutzt werden kann. Die Landesregierung täte also gut daran, ihre Prioritäten zu überdenken. Und die Bundesregierung sollte vor dem Hintergrund der Energiewende prüfen, ob bestehende oder geplante Nationalparks generell nicht einer Prüfung unterzogen werden, Flächen oder Teile davon nicht besser zur Erzeugung ökologischer und nachhaltiger Energieträger zu nutzen und entsprechende Rahmenrichtlinien festlegen. Das Gleiche gilt auch für andere naturschutzrechtliche Beschränkungen einer wirtschaftlichen Waldnutzung. Wenn die gesellschaftlich gewollte Energiewende erfolgreich sein soll, sollte daher eine Verlagerung reiner Naturschutzaktivitäten in unseren Wäldern hin zu einer integrativen Waldbewirtschaftung diskutiert werden, bei welcher auf gleicher Fläche alle Waldfunktionen erfüllt werden.
7.6.2013, Alexander von Marschall, March

 

WWF-Umfrage: Mehrheit auch in der betroffenen Region für einen Nationalpark

Der WWF Deutschland hat am 12.5.2013 das Ergebnis einer Emnid-Befragung bekanntgegeben, nach der 52 Prozent das Naturschutzprojekt befürworten. Etwas mehr als ein Viertel (28 Prozent) äußerten sich ablehnend. Emnid hatte Anfang Mai 1000 Menschen aus den Kreisen Freudenstadt, Calw, Rastatt, Ortenau und dem Stadtkreis Baden-Baden interviewt. “Die Umfrage ist ein positives Signal. Die Bevölkerung in der Region steht dem Nationalpark aufgeschlossen gegenüber”, bewertete die WWF-Leiterin Naturschutz Deutschland, Diana Pretzell, das Ergebnis. Dennoch müsse weiter aufgeklärt werden. “Das vehemente Auftreten unterschiedlicher, dem Nationalpark kritisch gegenüberstehender Interessengruppen, unter anderem auch der Forst- und Holzwirtschaft, hat bei vielen Bürgerinnen und Bürgern für Verunsicherung gesorgt.”
14.5.2013, http://www.wwf.de/2013/mai/votum-fuer-nationalpark-schwarzwald/
  

Sieben Gemeinden votieren gegen Nationalpark

Die Abstimmungsergebnisse haben bestätigt, dass auf württembergischer Seite das Projekt kritischer gesehen wird als auf badischer. Über dem Schwarzwaldkamm verläuft die alte Landesgrenze. Kein badischer Ort bis auf Forbach hielt eine Bürgerbefragung für nötig. …. Alles vom 14.5.2013 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/badener-pro-wuerttemberger-kontra–71865892.html 

Damit können die Bürger wählen: Entweder sie lassen sich überzeugen – oder vom Landtag überstimmen. So einfach ist Politik. Und so schwierig zu vermitteln. Gerade für eine Regierung, die der direkten Demokratie derart erfolgreich das Wort geredet hat, dass nun ihre Gegner immer öfter versuchen, sie mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. …. Alles vom 14.5.2013 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/meinung/kommentare/zu-wenig-ans-herz-gedacht–71866176.html 

 

Freiburger Ö-Konzept begutachtet Waldökologie des Nationalparks

Durchgesetzt hätten sie sich, glaubt Geschäftsführer Krug, weil das Büro den Nordschwarzwald gut kenne und zudem sehr viel Erfahrung mit Waldökologie habe. Krug und viele seiner 20 Mitarbeiter sind Forstwissenschaftler, außerdem arbeiten vor allem Biologen und Kartografen bei dem Büro, das seinen Sitz an der Heinrich-von-Stephan-Straße hat. …. Alles vom 7.5.2013 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/gutachter-auf-schwieriger-mission–71688605.html 

ö:konzept GmbH
Heinrich-von-Stephan-Straße 8b, 79100 Freiburg, Tel  (0761) 89 647 – 0
www.oekonzept-freiburg.de

ö:konzept erstellt ökologische Kartierungen und Gutachten für Wald und Offenland als Grundlage für die Landschafts- und Raumplanung

 

Gutachten zum Nationalpark Nordschwarzwald

Das von der Landesregierung BW in Auftrag gegebene Gutachten wurde von der Beratungsfirma Pricewaterhouse-Coopers zusammen mit den Freiburger Gutachtern “Ö:Konzept” erstellt. Im Suchraum liegen folgende Kommunen: Achern, Bad Herrenalb, Bad Peterstal-Griesbach, Bad Wildbad, Baiersbronn, Bühl, Bühlertal, Dobel, Enzklösterle, Forbach, Freudenstadt, Gernsbach, Loffenau, Oppenau, Ottenhöfen, Ottersweier, Sasbach, Seebach und Weisenbach.
Der Nationalpark mit 10000 Hektar beansprucht nur 0.7 % der Waldlandschaft von Baden-Württemberg: Fichten sind weit verbreitet im Schwarzwald – Fichtenmonokulturen. Fichten haben zwei Feinde: Den Klimawandel (2 Grad Erwärmung lassen bis zum Jahr 2050 über 50% der Fichten absterben) und den Borkenkäfer bzw. Buchdrucker (der ausschließlich Fichten befällt).
– Mit Nationalpark: Der Borkenkäfer fällt die Fichten und verwandelt die Fichtenmonokultur in einen Bannwald als
  “Mischwald”
– Ohne Nationalpark: Die Motorsäge des Forsts fällt die Fichten, um einen Mischwald aus Tannen und Buchen
  anzulegen.
Gutachten zum Nationalpark um Download:
http://schwarzwald-nationalpark.de/index.php?id=20 

 

Naturschutz, Tourismus und Fortstwirtschaft – Nationalpark
“Aus naturschutzpolitischer Sicht gibt der Nationalpark einen Mehrwert, ganz klar. Aus touristischer Sicht hat das Gutachten das erwartete Potential bestätigt. Aus Sicht des Forstes hingegen ist ein Nationalpark nicht zwingend notwendig. Ausschlaggebend für mich waren deswegen Signale von Vertretern der Holzwirtschaft, wonach sie kompromissbereit wären, wenn ihre Ausfälle – wie von der Landesregierung zugesagt – kompensiert würden.”
Alles vom 19.4.2013 von Patrick Rapp lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/stimmen-nicht-bedingungslos-zu–71062301.html

       
Gutachten bewertet Nationalpark positiv
Das Gutachten stellt die Effekte eines Nationalparks auf den Tourismus und auf die Holzindustrie gegenüber. Ergebnis: Selbst im pessimistischsten mehrerer Szenarien ist der Gesamteffekt positiv, da der Zugewinn im Tourismus Verluste in der Holzindustrie mehr als wettmachen würde. Im besten Fall rechnen die Gutachter mit 620 neuen Arbeitsplätzen, als realistischer gilt ein Zugewinn von gut 400 Vollzeitjobs.
alles vom 9.4.2013 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/was-im-gutachten-ueber-den-nationalpark-schwarzwald-steht–70727759.html 

 

 

 

14 Nationalparks in Deutschland

Der Großteil der Fläche dieser Parks darf nicht vom Menschen genutzt werden. In den Kernzonen gibt es zum Beispiel keine Forstwirtschaft. Tourismus ist möglich, wenn er behutsam betrieben wird. Der älteste Park ist der Nationalpark Bayerischer Wald, der 1970 gegründet wurde. Baden-Württemberg gehört mit Rheinland-Pfalz zu den großen Flächenländern, die noch keine Nationalparks ausgewiesen haben. Neben dem Bayerischen Wald gibt es folgende Nationalparks: Berchtesgaden (Bayern), Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, Niedersächsisches Wattenmeer, Hamburgisches Wattenmeer; Jasmund, Müritz , Vorpommersche Boddenlandschaft (alle drei Mecklenburg-Vorpommern), Sächsische Schweiz, Harz (Niedersachsen und Sachsen-Anhalt), Unteres Odertal (Brandenburg), Hainich (Thüringen), Kellerwald-Edersee (Hessen), Eifel (Nordrhein-Westfalen).

 

Der umkämpfte Schwarzwald

Gewollter Rummel im Südschwarzwald sorgt für Ärger, verordnete Ruhe im Nordschwarzwald aber auch. Und da wären ja noch die schizophrenen Städter. Je naturferner sie leben, desto romantischer scheint ihr Naturverständnis zu werden. Klar, wer die Woche über im überhitzten Büro mit Blick auf eine graue Hauswand sitzt, will am Sonntag im Grünen radeln. Den Nationalpark würden Städter sicherlich gern mal besuchen. Mit den Kindern zum Skifahren auf den Feldberg wollen sie aber auch, um sich dann über die kilometerlangen Autoschlangen zu ärgern.
Alles von Martina Philipp vom 6.3.2013 bitte lesen auf
http://www.badische-zeitung.de/kommentare-1/leitartikel-der-umkaempfte-schwarzwald–70658485.html 

 

 

Pro Nationalpark:

Seite des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
www.nordschwarzwald-nationalpark.de

Freundeskreis Nationalpark Schwarzwald: 
www.pro-nationalpark-schwarzwald.de
www.facebook.com/pro.nationalpark.schwarzwald

Peter Wohlleben, Förster aus der Eifel

NABU speziell:
www.nationalparknordschwarzwald.de

BUND
http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/nationalpark-nordschwarzwald.html

https://www.vile-netzwerk.de/im-blickpunkt/articles/ein-plaedoyer-fuer-den-nationalpark-schwarzwald.html

 

Contra Nationalpark

www.unser-nordschwarzwald.de

DEHOHA Baden-Württemberg: Pro und Contra
http://www.dehogabw.de/index.php?id=3595

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