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Blick nach Norden von der Dreisam zur Kartaus am 29.10.2009

 

Emmendinger Zentrum für Psychiatrie: Pflege-Personalmangel
Das Zentrum für Psychiatrie (ZfP) in Emmendingen gehört mit 1500 Mitarbeitern zu den größten psychiatrischen Kliniken im Land. Wer hier behandelt wird, hat Angstzustände oder Wahnvorstellungen, er ist depressiv, drogensüchtig, dement. Er ist schwer krank und braucht Hilfe, die er woanders nicht bekommen kann. „Wir sind nicht die Alternative zur Kur im Allgäu“, sagt Stephan Schieting, Psychiater und Medizinischer Direktor. Der Stuttgarter arbeitet seit 1991 in Emmendingen. Damals nahm die Klinik noch 3800 Patienten im Jahr auf, mittlerweile sind es 7800. Die Zahl der Mitarbeiter hat sich nicht verdoppelt, dafür ist das Tempo gestiegen: Vor 30 Jahren dauerte eine Behandlung im ZfP durchschnittlich 49 Tage, mittlerweile sind es 24. Doch die Zeiten werden schwerer: Schieting und seinen Chefarztkollegen laufen die Mitarbeiter weg: Die psychiatrischen Kliniken suchen mittlerweile im Ausland nach Pflegekräften – oder kaufen diese für viel Geld bei Zeitarbeitsfirmen ein, um kurzfristige Lücken zu schließen. „Es gibt einen echten Personalmangel“, sagt Schieting.
… Alles vom 18.11.2019 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/duestere-aussichten-xiszdx3yx–179538817.html

 

GKV als Pflichtversicherung – mit gleichem Prozentsatz des Einkommens
Eine gute Pflege ist die eine Sache – die Pflegeversicherung eine andere. Und die Pflegeversicherung ist zu beanstanden, weil sie die tatsächlichen Kosten der Pflege nicht zu 100% abdeckt. So lange die Pflegebedürftigen ihr Häuschen verscherbeln müssen und die Rücklagen, die zu vererben gewesen wären, für die Zuzahlung zur Pflege ausgeben müssen, ist die Versicherung blanker Hohn.
Es ist zu fordern, dass die GKV eine Pflichtversicherung für alle Bürger werden muss, die ohne begrenzte Höchstbeiträge von allen den gleichen Prozentsatz ihres Einkommens zu bekommen haben muss. Alles andere hat nichts mit Solidarität oder sozialer Marktwirtschaft zu tun. Bei der Realisierung meines Vorschlages sollen keine Mieteinnahmen oder Kapitalerträge berücksichtigt werden. Aber dennoch könnte dann der Beitrag auf 10% des Einkommens reduziert werden. 
Bei gleichen Anteilen für den Arbeitgeber und Arbeitnehmer, wären auch die Lohnnebenkosten reduziert, was auch ein Vorteil für die Wirtschaft wäre. Und die GKV einschl. der Pflegeversicherung würde im Geld schwimmen.
26.12.2014, Bernice Bacheberle

 

Pflege (Privat, kommunal, kirchlich) wird vom Bürger bezahlt
Oft werden Staat und Kirche gegeneinander ausgespielt, wenn es um die Finanzierung von Sozialleistungen geht. Fakt ist, dass die Sozialleistungen weder vom Staat, noch von der Kirche bezahlt werden, sondern von den Bürgern. Und zwar in erster Linie über Sozialabgaben.
Deshalb ist es nun wirklich unredlich, Kirchensteueranteile in Relation zum gesamten deutschen Sozialhaushalt zu setzen, den Sie mit 800 Milliarden angeben. Wenn Sie dann feststellen, dass da nur Promille rauskommen, ist das zwar rechnerisch richtig, es sagt aber nichts aus.
Wenn ein Bürger (Kirchenmitglied oder nicht) jahrelang in die Pflegeversicherung eingezahlt hat und dann irgendwann pflegebedürftig wird, hat er ein Recht, diese Pflegeleistung auch zu erhalten. Zum Glück haben wir in Deutschland die Wahlfreiheit, in welches Pflegeheim wir dann gehen wollen. Ein kommunales, ein kirchliches oder ein privates. Aus irgendeinem Grund scheinen die kirchlichen dabei nicht die unbeliebtesten zu sein…
Diese Pflegeheime erbringen dann eine Leistung und können diese Leistung bei der Pflegeversicherung abrechnen. Das ist ein völlig legitimes Geschäftsmodell, bei dem private Anbieter auch ganz selbstverständlich mit Gewinnerzielungsabsicht tätig sind. Das findet auch niemand verwerflich.
Im Gegensatz zu den privaten Anbietern machen die kommunalen und kirchlichen Einrichtungen in der Regel keinen Gewinn, sondern zahlen im einstelligen Prozentbereich drauf. Anstatt das anzuerkennen, wird daraus oft den Kirchen (seltsamerweise aber nicht den Kommunen) der Vorwurf abgeleitet, das sei zu wenig und man solle gefälligst mehr draufzahlen
17.4.2014, Dirk Schumacher

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