Schwarzwald für Ehrenamtliche, Geschäftige und Erholungssuchende - Volunteering, Business and Holidays in the Black Forest


Weihnachten

im südlichen Hochschwarzwald und Breisgau
  

Home >Gesellschaft >Soziales >Weihnachten                                                   Ihr Beitrag - Ihre Idee?

Weihnachtswunsch, Advent, Bescherung, ...

Tele-Blick vom Bildstöckli nach Norden über die Römerstrasse auf Blansingen am 20.11.2006
Tele-Blick vom Bildstöckli bei Huttingen nach Norden über die Römerstrasse auf Blansingen am 20.11.2006
... bei 20 Grad um 12 Uhr noch keine Spur von (Vor-)Weihnachten

 
Spenden über die BZ-Aktion Weihnachtswunsch

    Badische Zeitung Freiburg

BAD KROZINGEN
Sparkasse Breisach-Staufen (BLZ 680 523 28), Nummer: 94 22 007; Volksbank Staufen (BLZ 680 923 00), Nummer: 199 400; Volksbank Breisgau Süd (BLZ 680 615 05), Nummer: 30375904

KREIS EMMENDINGEN
Volksbank Breisgau Nord (BLZ 680 920 00), Nummer. 555 002; Sparkasse Freiburg- Nördlicher Breisgau (BLZ 680 501 01), Nummer: 200 40112

FREIBURG
Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau (BLZ 680 501 01), Nummer: 23 99506,
Stichwort "Aktion Weihnachtswunsch"

LAHR
Sparkasse Offenburg/Ortenau (BLZ 664 500 50), Nummer: 76 000 555; Volksbank Lahr (BLZ 682 900 00), Nummer: 1 2222 01

BAD SÄCKINGEN
Sparkasse Hochrhein (BLZ 684 522 90), Nummer: 26 011 999; Volksbank Hochrhein (BLZ 684 922 00 Kontonummer: 2099713; Volksbank Rhein-Wehra (BLZ 684 900 00), Kontonummer: 413208

LÖRRACH
Sparkasse Lörrach-Rheinfelden (BLZ 683 500 48), Nummer: 100 88 20; Volksbank Dreiländereck (BLZ 683 900 00), Nummer: 31 31, Stichwort "Hilfe zum Helfen"

MÜLLHEIM
Sparkasse Markgräflerland (BLZ 683 518 65), Nummer: 802 4440; Volksbank Müllheim (BLZ 680 919 00), Nummer: 144 100, Stichwort "Freude am Helfen" .

TITISEE- NEUSTADT
Sparkasse Hochschwarzwald (BLZ 680 510 04), Nummer: 40 100 88; Volksbank (BLZ 680 900 00), Nummer:
18 098 105
(Sachspenden nehmen alle karitativen Organisationen in der Region entgegen)



Bargeld:
kann in der Geschäftsstelle im BZ-Haus, Bertoldstraße 7, oder im Pressehaus, Basler Straße 88, abgegeben werden. Sachspenden werden dort nicht angenommen.

Möbel und Hausrat

"Spinnwebe" des Diakonievereins in der Krozinger Straße 11, Telefon 0761/4764094.
Fairkauf -Gebrauchtwarenkaufhaus des Caritasverbands,  Waltershofener Straße 9, Telefon 0761/ 4760942

Kleidung

(falls gut erhalten) abgeben beim Kleiderladen der Vereinigung Freiburger Sozialarbeit
Schwarzwaldstraße 31, Tel 0761/706539

Benedikt Burget, Gerhard Stichling: Mehr notleidende Menschen >Markgraeflerland4 (1.12.07)
Bedürftige Familien: Zuwendung bei BZ oder DRK beantragen >Weihnachten (23.11.2007)
BZ-Aktion Weihnachtswunsch bei 196 912,45 Euro >Spende2 (8.1.2006)
BZ-Aktion Weihnachtswunsch >Soziales3 (1.12.2005)
 

 

Weihnachtsmärkte
 
Weihnachtsmarkt am 16.12.2006 in Freiburg - Rathaus "Frohes Fescht" am 20.12.2006 im Neubaugebiet beim Wiehrebahnhof  
Weihnachtsmarkt am 16.12.2006 in Freiburg - Rathaus "Frohes Fescht" am 20.12.2006 im Neubaugebiet beim Wiehrebahnhof  

Burkheim am Kaiserstuhl,
Markt in der Altstadt,
Fr 30.11.2007 16-21 Uhr, Sa 1.12.2007 11-22 Uhr und So 11-1 Uhr

Ebnet bei Freiburg,
Ebneter Schloss, Sonntag, 2.12.2007, 11 bis 18 Uhr

Emmendingen,
Lammstrasse, Sa 1.12.2007 10-20 Uhr und So, 2.12.2007, 11-18 Uhr

Freiamt
Freiämter Weihnachtsmarkt, Freitag, 07.  Dezember 2007, 15 bis 20 Uhr

Freiburg-Littenweiler
Weihnachtsmarkt im Bürgersaal >Littenweiler

Munzingen am Tuniberg,
Schloß Reinach, Sa 15.12.2007 10-22 Uhr und So 11-20 Uhr



Bedürftige Familien: Zuwendung bei BZ oder DRK beantragen

Vom 1. bis einschließlich 20. Dezember können Menschen in besonderen Notlagen im Rahmen der BZ-Aktion Weihnachtswunsch eine Zuwendung beantragen. Es werden keine formlosen Briefe, sondern nur schriftliche Anträge entgegengenommen, denen unbedingt kopierte Einkommensnachweise beigelegt werden müssen. Entschieden wird nach der Bedürftigkeit. Antragsformulare können ab dem 3. Dezember abgeholt werden:
Beim DRK, Rimsinger Weg 15 (Industriegebiet Haid), sowie
In der BZ-Geschäftsstelle in der Bertoldstraße und am Pressehaus, Basler Straße 88
Telefonische Sprechstunde: werktags 10 bis 12 Uhr beim DRK, Tel 0761/88869810.

 

 

Produkte aus den Caritaswerkstätten St. Georg auf Weihnachtsmärkten

Die Caritaswerkstätten St. Georg bieten auch in diesem Jahr ihre Produkte von Menschen mit Behinderungen auf verschiedenen Weihnachtsmärkten in der Stadt Freiburg sowie den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen an: 

24.11.: Adventsbasar in der Werkstätte Uffhauserstraße
02.12.: Weihnachtsmarkt im Zentrum für Psychiatrie Emmendingen
03.12.: Klausmarkt Heitersheim
07.12.: Adventsmarkt Bahlingen
08.12.: Weihnachtsmarkt Staufen
08./09.12.: Weihnachtsmarkt Titisee-Neustadt
08./09.12.: Weihnachtsmarkt Umkirch

09.12.2007, 15.00 – 20.00 Uhr: Adventsfest in der Werkstätte March mit Bratäpfeln, Flammkuchen, Bratwürsten, Olliebollen, Kuchen und Angeboten von Eigenprodukten

16.12.: Kunstmarkt im Malteserschloss Heitersheim

In den 10 Werkstätten unter der Trägerschaft des Caritasverbandes Freiburg-Stadt werden zwischenzeitlich über 1.000 Menschen mit Behinderungen im Rahmen beruflicher und sozialer Rehabilitation gefördert und betreut.
19.11.2007, Weitere Infos über
Karlheinz.Gaessler@Caritas-Freiburg.de

 

Weihnachtsgeschenkidee: Höfechronik Titisee

Noch ist ein Restbestand der Höfechronik Titisee (Viertäler) vorhanden. Das Heimatbuch ist zum Sonderpreis von € 18,00 (bisher € 35,00) erhältlich. Auf 486 Seiten mit 96 Federzeichnungen sind die Besitzer und ihre Familien von 61 Höfen sowie 54 alten Häusern, Mühlen und Wirtschaften dokumentiert. Früheste Hofbesitzer sind bis 1529 nachgewiesen. Vielfältige verwandtschaftliche Verbindungen bestehen auch zu  anderen Gemeinden des Hochschwarzwaldes und darüber hinaus.
Das Buch ist erhältlich im Buchhandel sowie bei der Touristinformation in Titisee und der Gemeindeverwaltung Breitnau oder beim Verfasser Helmut Heitzmann (Tel. 0761/64276).
17.11.2007

 

Kriegsweihnacht 2006
 
Kriegsweihnacht 2006

*Das war ´ne heiße Märzenzeit,
Trotz Regen, Schnee und alledem!
Nun aber, da es Blüten schneit,
Nun ist es kalt, trotz alledem!
Trotz alledem und alledem-
Afghanistan und alledem,
Ein schnöder scharfer Winterwind
Durchfröstelt uns trotz alledem!*
ziemlich frei nach Freilighrat (1848)

Ich wünsche Euch Trotz alledem und alledem,
trotz Gefahrzeitverlängerung, Genmais, Greenwash
und ferner, (noch) stiller Kriege,
mit alledem was Krieg bedeutet,
eine ruhige stille Zeit um Kraft zu sammeln
Axel Mayer, 21.12.2006

 

 

Über 29000 Euro in Titisee-Neustadt

Bis gestern sind auf den Konten der Aktion Weihnachtswunsch 29 032 Euro eingegangen. Die Tanzgruppe des Kneippvereins Titisee-Neustadt sammelte wieder während ihrer Adventsfeier und stellte 100 Euro für kranke, behinderte und mittellose Menschen im Hochschwarzwald zur Verfügung. Sehr großzügig zeigten sich auch die Mitglieder des Schwarzwaldvereines Titisee. Im Verlauf der Weihnachtsfeier waren die Probleme alter Menschen und Familien Thema. Dabei wurden 238 Euro gesammelt, die Alois Willmann für die Aktion einzahlen konnte. Gespendet haben weiter: Gerda Thoma, Titisee (25); Maria Witt, Neustadt (30); Martin Gut, Schluchsee (30); Reinhold Meder, Eisenbach (50); Berthold Ruch, Hinterzarten (50); Norbert und Jutta Wehrle, Eisenbach (20); Rita Siegel, Schluchsee (20); W. Blatter (20); Hubert Hog (20); Hedwig Grän, Neustadt (20); Willi Nägele (25); Klaus Disch, Rötenbach (30); Elisabeth + Franz Kraut, Schluchsee (50); Rudi Faller, Schluchsee (50); Adolf Wisser, Lenzkirch (50); und viele anonyme Spender.
20.12.2006, BZ Titisee-Neustadt

 

Zuckerbrötli - Hildabrötli - Springerle

Di meischte werde wohl scho bache sii und guet vesorgt. So dass selle schnaigig Ma nit dra chunnt. Bim Bache hät er in de Chuchi nit velore, aber es isch guet,wenn d Huusfrau e Vesuecherli useruckt. Quasi als Vorgschmack uf kommendi "Gaumenfreude".

Zuckerbrötli! Was vebirgt sich doch nit alles hinter dem Wort? Zimtschtern und Haselnusshüfli, Lebchüechli und Basler Leckerli, Kokosmakrönli ( selli läng zum Biispil ich nit a) und Marzipanchugle, und, und, und. Damit de Weihnachtsteller aber au schön voll wird, dörfe Butterbrötli und vo de Huusfrau bacheni Keksli nit fehle. Uf viile, viile Brötliteller ghöre als ebbis ganz bsunders d Hildabrötli. Sin die numme im Badische z finde, oder heiße si numme bi uns eso? Viilicht hän si ihre Name von de letschte badische Großherzogin Hilda übercho.

Ganz gwiß chönn sich no Lüt in Friiburg und in Badenwiiler an selli Frau erinnere. Si isch 1952 in ihrem Palais in Badenwiiler gschtorbe. In e me Nochruef heißt es über si: " . . . eine aufrechte, gütige, fromme, deutsche Frau" . S isch also guet mögli, dass mer mit dem herrliche Gebäck ihr hät wölle Ehr a tue. Sei s wie s will: Hildabrötli sin eifach guet.

Die "Krönung" vo alle Zuckerbrötli aber sin d Springerli. Mit em " Füeßli" uf de Anischörnli, am richtige Ort und im e richtige Gfäß ufbewahrt, werde si bis zuem Fescht schön weich. Immer wiider cha mer di schöne und so ganz veschiidene "Bildli" uf de Holzmodel bewundere. Hm, jetz mueß i ufhöre, s Wasser lauft mer scho im Muul zsämme. Aber s goht jo nümmi lang, und ich ha e ganze Teller voll — - Zuckerbrötli. No en chleine Rot ihr mitwartende Männer: Schparet nit mit Lob. Des freut d Frau und s chönnt si, dass im nächste Johr e Sorte meh uf em Brötliteller lit. Bi mir hät es vor Johre fascht immer klappt.
Willi Schlageter, 16.12.2006, Badische Zeitung

Üss'm Laewe gegriffe bin liederbrunne.com

Liewi Frind,
Es gibt wieder viel Nejes im Liederbrunne, der Verein von de elsässische Liedermacher:
- "Üss'm Laewe gegriffe" d'nej CD vom Robert-Frank Jacobi
- e neji Ufflaj von "Morjerot", von Isabelle
- un natierlig e ganzi Reih CDs mit Lieder zu Wihnachte
Am beschte lüeje-n-Ihr glich, was es alles gibt bim www.liederbrunne.com
Un wenn ihr glich bstelle, kommt's uff alli Fall vor Wihnachte an !

Il y a des nouveautés à découvrir chez Liederbrunne, l'association des auteurs-interprètes de la chanson alsacienne:
- "Üss'm Laewe gegriffe", le nouveau double-CD de Robert-Frank Jacobi
- une ré-édition de "Morjerot", le CD d'Isabelle
- et bien sûr plusieurs CD de saison dans la rubrique "Wihnachte"
Le catalogue complet des CD et la manière de se les procurer sont présentés sur www.liederbrunne.com
Une idée de cadeau différente ...

E froehlichi Wichnachte un e glecklich Nej Johr wuenchst Ejch
Ejri Mannschaft vom Liederbrunne
13.12.2006, schriwe-bounces at ml.liederbrunne.com

 

Adventskalender: Ne freudig Stündli - isch's nit e Fündli?

Was birgt doch das Lesen für eine wunderbare Bereicherung in sich? Man kann Personen begegnen, die längst schon nicht mehr unter den Lebenden weilen und uns doch immer noch so viel zu sagen haben. Wie Johann Peter Hebel zum Beispiel, der aus einfachen Verhältnissen stammende, früh verwaiste und zum ersten evangelischen Kirchenmann in Baden aufgestiegene Volksdichter.

Schon zu Lebzeiten hat er seinen Lesern viel Freude bereitet und mit dieser Wohltat auch danach eigentlich nie aufgehört. "Ne freudig Stündli - isch' s nit e Fündli?" , meint er und lockt uns jetzt, wenn es früh dunkel und in der guten Stube heimelig wird, mit seinen Kalendergeschichten oder alemannischen Gedichten aufs Sofa. Und bringt uns ins Staunen. So viel Liebe und Verständnis für die einfachen Leute und die kleinen Dinge scheint in seinen Geschichten und Gedichten durch, dass es einem ganz wohl ums Herz wird. Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom Kannitverstan, dem naiven deutschen Handwerksburschen, den es nach Amsterdam verschlägt? Dort begegnet er augenfälligem Reichtum und auf seine Frage nach dem Besitzer hört er immer nur eine Antwort: "Kannitverstan". Ein bisschen Neid kommt bei ihm da schon auf. Doch das hört schnell auf, dann nämlich, als er einen stattlichen Leichenzug an sich vorbeiziehen sieht, bei dem — wie könnte es anders sein — der vermeintliche Herr Kannitverstan zu Grabe getragen wird. Hebels Kalendergeschichten sind weit über die Grenzen unserer Region hinaus bekannt, seine alemannischen Gedichte dagegen weniger. Obwohl gerade diese nach ihrer Herausgabe im Jahre 1803 von vielen Größen der Zeit, so auch von Goethe, gelobt und als unbedingt lesenswert herausgestellt wurden.

Warum sich also nicht heute einmal "ne freudig Stündli" machen und Hebels beseelte Welt besuchen, wo Wochentage und Jahreszeiten personifiziert werden, ebenso wie die Sonne oder der Abend- und der Morgenstern?
"De Samschtig het zum Sunntig gsait:
"Jetz han i alli schloofe glait
Si sinn vom Schaffe her un hi
gar sölli müed un schlööfrig gsi ..."
beginnt sein Gedicht "Sonntagsfrühe" und führt den Leser in eine friedliche Welt. Aber auch aufwühlende Fragen behandelt Hebel, etwa die nach dem Woher und Wohin, nach der "Vergänglichkeit" , in dem gleichnamigen Gedicht. In bewegender Weise unterhält sich da der Vater mit seinem Sohn über den Lauf der Dinge, ja sogar über den jüngsten Tag, ohne je das Hier und Jetzt aus den Augen zu verlieren oder sich darüber zu beklagen, dass alle dem Kirchhof zugehen. Es steckt ein gerütteltes Maß an Weisheit in Hebels Worten, wenn er den Vater darüber sinnieren lässt, was der aus der Ferne auf die Erde blickende Wanderer nach dem Weltuntergang zu seinem Kameraden sagt:
"Lueg, dört isch d Erde gsi, un selle Berg
het Belche gheiße! Nit gar wit dervo
isch Wislet gsi; dört han i au scho glebt
...
Un möcht jetz nümme hi."

Doch zuerst einmal kommt Weihnachten und auch zu diesem Thema hat Hebel ein Gedicht: "Die Mutter am Christabend" . Da schmückt eine liebende Mutter den Christbaum für das noch schlafende Kind. "Gitzeli" und "Mummeli" (Kinderworte für Zicklein und Kälbchen) aus Lebkuchen werden da an den Baum gehängt und ein "Rümmechrüsliger" (eine bestimmte Apfelsorte) darf auch nicht fehlen. Was würde Hebel wohl dazu sagen, wenn er die aufgeputzten Christbäume von heute sehen würde?

Friedel Scheer , 9.12.2006, www.badische-zeitung.de

Nikolaus bleibt im Hochschwarzwald eine Größe

Im Hochschwarzwald denkt niemand daran, ihn aus Rücksicht auf andere Religionen abzuschaffen

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Während für viele Eltern und Kinder die Nikolaus- oder die Weihnachtsfeier im Kindergarten zur traditionellen Erziehung gehört, verzichtet ein evangelischer Kindergarten in Stuttgart-Gablenberg aus Rücksicht auf nicht-christliche Kinder darauf. Von den 36 Kindern sind vier evangelisch und vier katholisch, die anderen Jungen und Mädchen gehören einer anderen Glaubensrichtung an oder sind ungetauft. Die BZ hörte sich in Kindergärten im Hochschwarzwald um. Wie wird gefeiert und wie auf andere Glaubensrichtungen Rücksicht genommen?

Der Pfarrer von Gablenberg zeigt Verständnis für die Entscheidung der Kindergartenleitung, die bei dem hohen Anteil nicht-christlicher Kinder ein Weihnachtsfest als schwer vermittelbar empfindet. In den Hochschwarzwald-Kindergärten ist der Anteil an Zuwanderern in den einzelnen Gruppen nicht so hoch oder sogar verschwindend gering. Die Eltern, besonders diejenigen, die ihr Kind in einem kirchlichen Kindergarten anmelden, wissen um die im Konzept verankerte Vermittlung christlicher Werte.

Der größte Neustädter Kindergarten St. Elisabeth ist auch der mit dem höchsten Anteil nicht-christlicher Kinder in Neustadt. Die Namenspatronin Heilige Elisabeth wird genauso gefeiert wie der heilige St. Nikolaus. Doch wird der Ablauf der Feste jedes Jahr variiert, die Bedürfnisse und die Situation in den einzelnen Gruppen ständig neu betrachtet. "Dieses Jahr haben auch wir keinen Knecht Ruprecht dabei" , meint die Leiterin Regina Wasmer "doch den Nikolaus treffen die Kinder im Kurgarten. Sie sind mit Liedern und Geschichten auf diesen Tag vorbereitet und bekommen Äpfel, Mandarinen, Nüsse und Schokolade in ihre mitgebrachten Strümpfe gesteckt." Probleme mit andersgläubigen Familien sieht sie in ihrer Arbeit nicht. Im Aufnahmegespräch würden die künftigen Kindergarteneltern über die christlichen Feste aufgeklärt. "Natürlich haben alle Kinder, die nicht mitfeiern wollen oder sollen, die Möglichkeit an diesen Tagen fern zu bleiben.

Im katholischen Kindergarten St. Raphael in Titisee werden die Kindergartenkinder traditionell auf den Namenstag des Bischofs Nikolaus vorbereitet. Die Kinder sind hier gut informiert über die biblische Geschichte und wissen um den Hintergrund des 6. Dezember. "Wir sind ein katholischer Kindergarten, da wird das auch erwartet" , meint die Leiterin Veronika Andris. Nur ein Kind ist muslimischen Glaubens, es akzeptiert den christlichen Hintergrund des Kindergartenkonzepts. Pfarrer Johannes Herrmann schlüpft an diesem Tag selbst in die "Haut" des heiligen Nikolaus — nicht in rotem Mantel und Zipfelmütze, sondern ins authentische Bischofsgewand. Dazu werden Weckmänner und Kaba gereicht. "Die Kinder wissen, dass dies nicht der echte Sankt Nikolaus ist. Wir wollen nicht den strafenden Nikolaus vermitteln, wie er von manchen Menschen in der Erziehung ausgenutzt wird, sondern den gütigen , wie er war." Einen Knecht Ruprecht wollen die Titiseer Erzieherinnen ihren Kindern nicht zumuten, wie die meisten der befragten Kindergärten. Die Freude an dem Fest solle den Kindern schließlich nicht durch Angst genommen werden.

Auch Eisenbachs gemeindlicher Kindergarten Kunterbunt in Oberbränd geht den Namenstag des Nikolaus traditionell an. In den fünf Gruppen gibt es zehn nicht-christliche Kindern, und so stellt sich die Frage auf einen Verzicht der Adventsfeiern nicht. Trotz der hohen Kinderzahl will Leiterin Heike Schäfer aus der Nikolausfeier keine Massenveranstaltung machen. Die Kinder werden mit Liedern, Gedichten und Fingerspielen auf den Besuch des Bischofs vorbereitet, die Vorfreude soll geweckt werden, das Teilen im Mittelpunkt stehen. Harald Huber übernimmt diese Aufgabe seit Jahren. "Unsere muslimischen Kinder machen auch mit, doch die Möglichkeit eines Dialoges mit den Erzieherinnen besteht natürlich jederzeit." Niemand solle zu christlichen Festen gezwungen werden, bei Bedarf würde man auf die Bedürfnisse des einzelnen Kindes eingehen, im Fall eines religiösen Konflikts könnte das Kind an den betreffenden Tagen einfach zu Hause bleiben. "Doch viele Eltern unserer nicht-christlichen Kinder sind selbst schon in diesen Kindergarten gegangen. Sie sind mit unseren Festen und Traditionen wohl vertraut. Optisch oder sprachlich mag man manchmal zwar noch einen anderen Landesursprung erkennen, aber sie leben schon so lange hier — Fremde sind sie nur noch auf dem Papier." In den Sack aus Jute greifen in Eisenbach christliche und nicht christliche Kinder gemeinsam. "Es soll ein Tag des Teilens sein."

Der Kindergarten Maximus in Löffingen ist mit 140 Kindern in sechs Gruppen eine große Einrichtung. Sie beziffern den Anteil nicht christlicher Kinder mit ungefähr fünf Prozent als gering. Auch hier stellt sich die Frage nach einem Verzicht der christlichen Feste nicht. Beschwerden oder Reaktionen aus andersgläubigen Familien liegen nicht vor. " Kinder, die nach den Schriften der Zeugen Jehovas leben, kommen an diesem Tag einfach nicht" , sagt Erzieherin Irina Balke.

Im Kindergarten Wunderfitz in Lenzkirch wird trotz Wahrung der christlichen Tradition etwas unkonventioneller vorgegangen. Von den 70 Kindern seien ungefähr 15 bis 20 Zuwandererkinder mit anderen Traditionen oder Glaubensrichtungen. Nikolaus wird auch im Wunderfitz gefeiert, im Wald fanden die Kinder den Jutesack mit den guten Gaben und einem Brief des Nikolaus an die Kinder schon einen Tag eher, um die Aufregungen der Kinder zeitlich zu verteilen. Doch werden auch andere Feste besprochen. Voriges Jahr beispielsweise wurden russlanddeutsche Mütter eingeladen, die über ihre Art Weihnachten zu feiern erzählten, und bald konnten alle Kinder ein russisches Weihnachtslied freudig singen. Der Leiterin Gabriele Hein ist es ein großes Anliegen, alle Ansichten, Religionen und Traditionen zu respektieren und den Kindern zu vermitteln, um so ein friedliches Miteinander zu schaffen.

Die Bedenken des Freiburger Religionspädagogen Professor Wilhelm Schwendemann, der einen ängstlichen Rückgang bei der Vermittlung christlicher Inhalte an den Kindergärten beobachtet haben will, bestätigen sich in den Kindergärten des Hochschwarzwalds nicht.
Marion Pfordt , 8.12.2006, www.badische-zeitung.de

 

Auch türkische Mitbürger wollen Weihnachten feiern

Türkische Mitbürger berichten über ihre Einstellung zum Christfest / Ob christlich oder muslimisch — die Geburt von Jesus wird mit der Familie gefeiert

Wutöschingen (va). Weihnachten ist vom Ursprung her zwar ein Fest des Christentums, doch auch viele in Deutschland lebende Menschen mit anderem religiösem Hintergrund feiern an Weihnachten gerne gemeinsam mit ihren Familien. Bei uns relativ unbekannt ist, dass beispielsweise im Islam Jesus als Prophet und auch dessen Mutter Maria verehrt werden. So verwundert es nicht, dass viele in Deutschland lebende Menschen mit türkischen Wurzeln anscheinend keine Probleme haben, Weihnachten wie in deutschen Familien zu feiern. In der überwiegend von Besuchern türkischer Herkunft aufgesuchten Gaststätte in Schwerzen, dem Schlosskeller, sprachen wir mit einigen Anwesenden zum Thema Weihnachten und erhielten bereitwillig Auskunft.

Der seit 27 Jahren in Deutschland lebende Schlosskeller-Wirt Ilmiti Atar (41) überrascht gleich zu Beginn mit einer für viele Mitteleuropäer überraschenden Information: Auch in der Türkei, zumindest in den westlichen Landesteilen, seien Weihnachtsfeiern üblich, nur wären diese nicht so pompös gehalten wie in Deutschland. Für ihn persönlich sei Weihnachten ein Fest, das gemeinsam mit der Familie gefeiert wird und es gibt auch Geschenke für die Kinder.
Ähnlich sieht dies auch der seit 1971 in Deutschland lebende Aydenol Ramazan (53), der mit einer deutschen Frau verheiratet ist: "Trotz unterschiedlicher Religionen, müssen die Menschen doch friedlich zusammen leben" . An Weihnachten werde die Wohnung mit Lichtern geschmückt, für die Kinder gebe es Geschenke. Auch für den seit 36 Jahren in Deutschland lebenden Ali Gürsac ist Weihnachten ein großes Fest gemeinsam mit der ganzen Familie: "Ob christlich oder muslimisch ist egal, auch wir Muslime feiern die Geburt von Jesus."
Einen klaren Standpunkt bezieht auch der seit 1992 in Deutschland wohnende Quela Nexhat (33): "Ich akzeptiere jede Religion, das ist notwendig für das Zusammenleben." Weihnachten will er feiern, wie in Deutschland üblich mit Familie und Geschenken. Er kann sich noch an seine Schulzeit erinnern: "Damals wurden uns von den Lehrern gesagt, wir sollten die Schuhe abends draußen lassen, so dass sie der Weihnachtsmann mit Geschenken füllen kann."
8.12.2006, www.badische-zeitung.de

Schlosskeller Schwerzen
Willmendinger Str. 26, 79793 Wutöschingen-Schwerzen, Tel 07746 - 929245


 

BZ-Weihnachtsaktion wird für viele zur Überlebenshilfe:

Der Aufschwung geht an vielen spurlos vorüber / Mitarbeiter des Sozialamts sprechen von einer erschreckenden Entwicklung

Es ist derzeit viel vom Aufschwung die Rede. Aber es gibt in Freiburg einen großen Kreis von Menschen, an denen er vollkommen vorbei geht. Für sie ist die heute beginnende "Aktion Weihnachtswunsch" der Badischen Zeitung zur festen Größe geworden, um Notlagen ein wenig zu lindern. In den Wochen bis Weihnachten werden wir einige von ihnen vorstellen. Fast 160 000 Euro haben die Freiburger im vergangenen Jahr gespendet als Ausdruck dafür, dass ihnen die Armut in ihrer Nachbarschaft nicht gleichgültig ist. Auf ihre Solidarität hoffen die Veranstalter auch in diesem Jahr. "Die Zahl der Menschen, die auf Hilfeleistungen angewiesen sind, ist weiter angestiegen" , bilanziert der zuständige Abteilungsleiter des Sozialamts, Uwe Würthenberger. Seine Behörde sorgt für 5000 Menschen, die zu alt, zu krank, pflegebedürftig, körperlich oder psychisch behindert sind und dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen können. Mit mehr als 11000 Menschen in 8452 "Bedarfsgemeinschaften" gehören die weitaus meisten auf Unterstützung angewiesenen Menschen zu den Empfängern von Arbeitslosengeld II (Alg II). Sie werden im Zuge der Hartz-IV-Reformen seit Beginn des Jahres von der Arge (Arbeitsgemeinschaft der Stadt mit der Agentur für Arbeit) "gefördert und gefordert" . An die 500 Neuanträge monatlich zählt deren Geschäftsführer Norbert Mattusch. Mit 345 Euro monatlich plus Miet- und Heizkosten müssen sie auskommen. Etwa 700 Menschen verdienen in "Ein-Euro-Jobs" noch ein bisschen was dazu. Mit dem Fördern und Fordern klappt es längst nicht bei allen. Etwa ein Fünftel der bei der Arge registrierten Personen wird in Umschulungen, Fortbildungen oder Arbeitsgelegenheiten vermittelt. 250 pro Monat finden eine Arbeit. "Der Arbeitsmarkt bietet zwar bessere Möglichkeiten, aber nicht für alle" , sagt Mattusch. Ohnehin dümpelt die Arbeitslosenquote in Freiburg bei 8,8 Prozent vor sich hin. Bleibt eine große Gruppe von Menschen in so genannten prekären Lebenslagen. Mit ihnen werden die "Fallmanager" der Arge täglich konfrontiert: kinderreiche Familien, alleinerziehende Eltern, wohnungslose Frauen, psychisch kranke oder drogenabhängige Menschen. "An dieser Klientel geht der Aufschwung völlig vorbei" , weiß Arge-Mitarbeiterin Susanne Müller. Zumal sich mit 345 Euro keine großen Sprünge machen lassen. "Geben der Herd oder die Waschmaschine in einer Familie mit drei Kindern den Geist auf, ist das eine Katastrophe."
Von erschreckenden Entwicklungen berichten die Mitarbeiter des Sozialamts: Kinder, die keine Schutzimpfungen mehr bekommen; pflegebedürftige Menschen, die sich keinen Zahnersatz oder keine Brille leisten können; dringend nötige Arztbesuche, die an der Praxisgebühr scheitern; ältere Menschen, die nicht mehr in der Lage sind, sich vernünftig zu ernähren. "Die medizinische Versorgung hat deutlich nachgelassen, und das wird sichtbarer" , stellt Kirsten Lietz vom Allgemeinen Sozialdienst fest. "Die Kumulation der finanziellen Einschnitte ist nicht mehr zu verkraften" , beobachtet Uwe Würthenberger. Die unbürokratische Unterstützung durch die "Aktion Weihnachtswunsch" werde deshalb für immer mehr Menschen zur Überlebenshilfe.
Anita Rüffer , 25.11.2006, www.badische-zeitung.de

 

 Ihre Gruppe/Verein/Initiative/Idee

© by freiburg-schwarzwald.de, Kontakt, Update 05.12.07