Schwarzwald für Ehrenamtliche, Geschäftige und Erholungssuchende - Volunteering, Business and Holidays in the Black Forest


Essen und Trinken
im Hochschwarzwald und Breisgau
 

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Essen, Trinken, Rezepte, Ernährung, Waldpilze, Bärlauch, Mangold, ...

Brot und Wicken und Aprikosen und .... im Juli 2002

Aprikosen und Brot, Zucchini (gelb), Wicken (violett), Petersilie und China-Kohl Strauchtomaten an der Hausmauer, Mädchenauge (gelb) und Hibiskus (blau)
  

Salat mit Kapuzinerkresse, Boretsch und Malven
 

Obst/Gemüse senken Schlaganfallrisiko:

Drei bis fünf Portionen am Tag senken das Risiko um elf Prozent, so Forscher im britischen Medizinjournal Lancet. Wer noch häufiger zu Äpfeln, Birnen oder Karotten greift, hat demnach sogar ein 26 Prozent niedrigeres Risiko als Menschen, die weniger als drei Obst- und Gemüseportionen am Tag essen.
Die Untersuchung umfasste 260 000 Personen
 
Mangold (Blätter grün und Stangen rot), Fenchel, Malvenbüten (violett), Kapuzinerkresse (gelb)    

 

Marcher Frauen verfassen Rezeptebuch für Fasten- und Freudenzeiten

"Gutes Essen für Fasten- und Freudenzeiten" verspricht das neue Kochbuch der Seelsorgeeinheit March. Sieben Frauen aus allen Ortsteilen von March haben zusammen mit Ulrike Burger vom Verlag Kniebühler Druck in Teningen die fast 200 Seiten starke Rezeptsammlung erarbeitet. Im Mittelpunkt stehen vegetarische Gerichte.

Das reich bebilderte Kochbuch beginnt mit Verzicht. So ist das erste Textkapitel s überschrieben, das Christen durch die Fastenzeit begleiten soll. Diese Gedanken über Verzicht, Innehalten oder Hoffnung sind mit Rezeptvorschlägen kombiniert - für alle sechs Fastenwochen. "Manche finden es komisch, dass ein Kochbuch mit einem Fastenteil beginnt" , erzählt Gabi Rabold, eine der Autorinnen. Jedoch wollten viele Leute an diesen Tagen mal etwas anderes kochen, ihnen fehlten dann aber schlicht die Ideen, so Rabold weiter. Dem will das Buch abhelfen: "Einfache und preiswerte Rezepte" , viele davon ohne Fleisch und Fisch, manche noch von der Großmutter, machen den Hauptteil des Buches aus. Dessen Schöpferinnen wollen so auch einen Akzent gegen die Fünf-Sterne-Küche setzen, wie sie in vielen Kochsendungen im Fernsehen gezeigt wird. Man solle das Essen bewusster wahrnehmen und dankbar dafür sein, meinen Ulrike Burger, Lisa Gier, Carola Moskal, Gabi Rabold, Irmgard Reich, Annemarie Scheuermann, Astrid Siegel und Gabi Tritsch. Die Hobby-Köchinnen haben alle Rezepte selbst ausprobiert. Nach einem Aufruf im Gemeindeblatt hatten auch andere Marcher Rezepte eingeschickt. Sie wurden allesamt verwendet, deshalb gibt es in dem Buch auch drei Varianten für Käsekuchen und zwei für Pesto. "Viele Rezepte sind so gut, dass man sie das ganze Jahr über kochen kann" , verraten die Autorinnen. Die Palette reicht vom klassischen Rinderschmorbraten über Omas Pfludde bis hin zum exotischen Couscous mit Feta. Originelles wie ein After-Eight-Gugelhupf oder eine Linsenbolognese komplettieren die Sammlung, aber auch südamerikanische Rezepte vom Frauen-Weltgebetstag. Und auf Seite 99 wird ein Blick in Don Camillos Pfarrhausküche gewährt, wo gerade Saltimbocca auf dem Herd brutzelt. "Ich finde es schön, dass wir endlich ein Kochbuch von der ganzen Seelsorgeeinheit haben", sagt Gabi Tritsch. Der Erlös aus dem Verkauf ist für die Jugendarbeit und andere soziale oder caritative Zwecke bestimmt.
Barbara Schmid , 3.12.2007, BZ

Das Kochbuch ist in allen Pfarrbüros der Seelsorgeeinheit March (Hugstette, Buchheim, Neuershausen) und im Pfarrbüro FR-Hochdorf erhältlich, sowie in einigen Geschäften und auf dem Marcher Weihnachtsmarkt.

Info im Pfarrzentrum Hugstetten, Seelsorgeeinheit March, Frau Siegel, 9-11.30 Uhr,
Tel 07665/1728, E-Mail: info@kath-kirche-march.de , www.kath-kirche-march.de

"Rezepte: Gutes Essen für Fasten und Freudenzeiten"
Ulrike Burger, Lisa Gier, Carola Moskal, Gabi Rabold, Irmgard Reich, Annemarie Scheuermann, Astrid Siegel und Gabi Tritsch. 194 Seiten, March 2007
Buchpreis 11,80 Euro, zwei Bücher gibt es für 22 Euro, fünf kosten 50 Euro.
Das ideale Weihnachtsgeschenk!


 

 

Apfelkuchen mit Kartoffelguss - Rezept
 

Mürbeteig:

250 g Mehl in eine Schüssel sieben

½ Pckg. Backpulver

125 g Butter  in Flöckchen darübergeben

65 g Zucker zugeben

1 Pr. Salz zugeben, mit dem Handrührgerät kneten bis die Butterstücke ca. erbsengroß sind

1 Ei zugeben

Alle Zutaten rasch zu einem glatten Teig verarbeiten, zu einer Kugel formen, flachdrücken und ca. 30 Min. kühl stellen, Teig ca. 3 mm stark auswellen, eine Springform mit 26 cm Durchmesser damit auslegen
 

Für den Belag:
800 g Äpfel waschen, schälen, fein schneiden
2 EL Zitronensaftzugeben
1 EL Zucker alles mischen, auf den Mürbeteig geben

Für den Kartoffelguss:
125 g erkaltete Kartoffeln    durchpressen
3 Eiweiß steif schlagen, zur Seite stellen
65 g Butter
3 Eigelb
200 g Zucker Schaummasse herstellen
Zimt
Zitronenschale
4 EL Sahne zugeben
65 g Haselnüsse fein reiben, Kartoffeln, Nüsse und Eischnee unter die
Schaummasse ziehen, den fertigen Guss auf die Äpfel verteilen und bei 175°C ca. 45 Min. backen

Kartoffelgourmet-Testessen und Erlebniskiste Kartoffel für Schulen >Ernaehrung1 (30.11.2007)

 

Wilder Bärlauch nicht mit giftigen Herbstzeitlosen verwechseln
 
Der Bärlauch wächst in feuchten Wäldern; seine Blätter sind
an der Basis deutlich gestielt und riechen nach Knoblauch.
Die Blätter der zumeist auf Wiesen wachsenden
Herbstzeitlosen sind ungestielt und geruchlos

Frühjahrszeit ist Bärlauch-Zeit: In den feuchten Laubwäldern des Landkreises sind derzeit zahlreiche Sammler auf der Suche nach dieser alten Heil- und Küchenpflanze, die bereits von den Germanen geschätzt wurde. Doch beim Pflücken der Blätter sollte man aufmerksam sein: Verwechslungen mit der Herbstzeitlosen führen jedes Jahr zu schweren oder gar tödlichen Vergiftungsfällen — Tendenz steigend.

"Dieses Jahr hatten wir bereits zehn Fälle von Gesundheitsbeschwerden nach vermeintlichem Bärlauch-Verzehr" , sagt Maren Hermanns-Clausen von der Vergiftungs-Informations-Zentrale am Freiburger Universitätsklinikum. Seit 2002, so die Ärztin, sei die Zahl der einschlägigen Telefonanrufe stetig angestiegen; einige Vergiftungsfälle aus den Jahren 2002 und 2004 verliefen sogar tödlich. Ob Bärlauch in den letzten Jahren tatsächlich häufiger als früher mit der stark giftigen Herbstzeitlosen verwechselt wird, ist fraglich: "Vielleicht haben auch einfach nur mehr betroffene Leute bei uns angerufen" , gibt Hermanns-Clausen zu bedenken. Fest steht jedoch, dass Bärlauch — der Name geht auf alte Überlieferungen zurück, wonach diese Pflanze die erste Nahrung von "Meister Petz" nach dessen Winterschlaf gewesen sein soll — in den letzten Jahren häufiger gesammelt wird: Zum einen erlebt die Pflanze eine "Renaissance" als schmackhaftes Gemüse; zum anderen schätzen viele Leute ihre Heilwirkung, zum Beispiel gegen Bluthochdruck. Verwechslungen mit der Herbstzeitlosen sind deshalb möglich, weil bei beiden Liliengewächsen im Frühjahr zunächst nur die Blätter zu sehen sind: Beim Bärlauch, der in feuchten Laubwäldern zu Hause ist, erscheinen die meist 20 bis 30 Zentimeter langen, lanzettlichen Blätter bereits im März — die weißen Lilienblüten tauchen erst in der zweiten Aprilhälfte auf. Die Herbstzeitlose wächst vor allem in Mäh- und Obstwiesen, an deren Mäh-rhythmus sie gut angepasst ist: Ihre Blätter findet man bereits vor der ersten Mahd im April, wohingegen die Blüte erst im Frühherbst einsetzt — also zumeist nach der letzten Mahd. Beim Sammeln sollte man sich aber nicht allein auf die Fundumstände verlassen: "Manchmal kommen beide Pflanzen nebeneinander vor" , sagt Hermanns-Clausen. Besonders in Auwäldern und auf Waldlichtungen muss mit beiden Arten gerechnet werden. Eine genaue Betrachtung der Blätter kann indes hilfreich sein: "Im Gegensatz zu den stiel- und geruchlosen Blättern der Herbstzeitlose sind die Blätter des Bärlauchs gestielt und riechen nach Knoblauch" , erklärt Irmgard Merfort, Professorin für Pharmazeutische Biologie an der Universität Freiburg. Im Zweifelsfall sollte man jedoch unbedingt die Finger davon lassen: Das als "Colchicin" bekannte Herbstzeitlosen-Gift ist sehr stark; es stört den korrekten Ablauf der Zellteilung. Eine Portion falscher "Salat" kann bereits tödlich sein, wobei der Tod meist durch Atemlähmung und Organversagen eintritt. "Erste Vergiftungszeichen sind Durchfall und Erbrechen" , sagt die Ärztin Hermanns-Clausen. Bei älteren Patienten sowie nach dem Verzehr gekochter Pflanzenteile sei der Verlauf oftmals besonders schwer. Im Verdachtsfall sollte man daher unverzüglich einen Arzt, bei schweren Symptomen am besten gleich eine Klinik aufsuchen. Mitunter werden auch Blätter des ebenfalls giftigen Maiglöckchens für Bärlauch gehalten: Außer Durchfall und erbrechen können hier auch Herzrhythmusstörungen die Folge sein.
Andreas Braun, 17.4.2007, www.badische-zeitung.de

Eine Übersicht mit Fotos zur Unterscheidung der Pflanzen findet man auf der Homepage der Vergiftungs-Informations-Zentrale Freiburg

 

Bärlauch hat gefährliche Doppelgänger

Bärlauch am 30.4.2006 bei Schelingen im Kaiserstuhl Bärlauch am 30.4.2006 bei Schelingen im Kaiserstuhl

Sobald der letzte Schnee verschwindet, ist der Bärlauch wieder an Bachläufen oder in lichten Au- und Laubwäldern zu finden. Warum es also nicht dem Bären - seinem Namensgeber - gleichtun und nach einem langen Winter die gesunde Wildpflanze genießen.

Die Blätter des Bärlauchs werden als schmackhaftes Wildgemüse gegessen. Die Inhaltsstoffe gelten unter Fachleuten als noch gesünder als bei Knoblauch. Wenn der Bärlauch zerkleinert und roh unter Salate oder andere Speisen gemischt wird, bleiben seine wertvollen Geschmacksstoffe und der hohe Vitamin-C-Gehalt am besten erhalten. Durch Erhitzen gehen diese teilweise verloren. “Bärlauch wird beim Sammeln immer wieder mit dem Maiglöckchen und den im Frühjahr austreibenden Blättern der Herbstzeitlosen verwechselt, mit häufig tödlichen Folgen”, warnt Rainer Stoll. Ein Erkennungszeichen: Nur Bärlauchblätter riechen beim Zerreiben nach Knoblauch. Allerdings bleibt der Geruch lange Zeit an den Fingern zurück und bei der nächsten Probe könnten die Blätter verwechselt werden. Ein Bestimmungsbuch hilft, um die sich ähnelnden Pflanzen vor Ort sicher unterscheiden zu können.

“Die Beliebtheit des Bärlauchs ist erheblich gestiegen. Manche Bestände sind dadurch stark zurückgegangen”, sagt Stoll. “Daher sollten von einzelnen Pflanzen nur ein oder zwei Blätter sauber mit einem Messer abgeschnitten werden, damit sie das nächste Jahr wieder austreiben können. In Naturschutzgebieten zu sammeln, ist natürlich tabu.” Wer den Bärlauch im eigenen Garten ernten möchte, findet im Handel ein breites Angebot. Bärlauchzwiebeln können ganzjährig in frostfreien Boden gepflanzt werden. Der Bärlauch bevorzugt schattige Plätze unter Bäumen oder hinter Mauern, wo zudem wenige andere Pflanzen gedeihen. Dort breitet er sich schnell aus.

Weitere Tipps und Verhaltensregeln, die dazu beitragen, die Natur unbeschwert genießen zu können, gibt der Ratgeber „Trotz Zecke, Wespe, Fuchsbandwurm“, der gegen fünf Briefmarken zu 0,55 Euro bestellt werden kann beim NABU Baden-Württemberg, Tübinger Str. 15, 70178 Stuttgart, Tel. 0711-96672-12, Fax -33, E-Mail: service@nabu-bw.de , www.nabu-bw.de

Alles vom 31.3.2006 www.markgraefler-buergerblatt.de  lesen

 

Fischessen am Aschermittwoch im Strauß/Siedelbach

"Es ist der anstrengendste Tag im Jahr", sagt Juniorchefin Walburga Maier vom Gasthaus zum Strauß im Siedelbach über das traditionelle Fischessen am Aschermittwoch. Weil schönes Wetter ist, erwarten die Maiers und ihre Aushilfen jede Menge Stress.

Es ist kurz nach 11 Uhr, in der Küche schmoren Kartoffeln und Sauerkraut in riesigen Töpfen, der Salat ist gerichtet und die ersten Fischfilets liegen in der heißen Butter. Gleich geht's richtig los, die ersten Gäste haben bestellt und lassen sich das Wasser im Mund zusammenlaufen. Walburga Maier schleppt gemeinsam mit einer Aushilfe einen großen Bottich mit eingelegtem Seelachs aus dem Aufzug und wuchtet ihn auf den Tisch. Nach einem "ganz geheimen Rezept" hat sie die Filets zweieinhalb Stunden in eine Marinade gelegt, nun werden sie paniert und von Seniorchefin Gertrud Maier in viel Butter goldbraun gebraten. Das Rezept stammt von Klara Reiner, der Mutter von Gertrud Maier. Sie hat es in ihrem Dienst bei Ordensschwestern in Freiburg aufgeschnappt. Wie viel Kilogramm Seelachs Maiers bestellt haben, will die Juniorchefin nicht verraten. Aber es ist viel - sehr viel: "Wir rechnen mit 400 Gramm pro Person." Denn die Stammgäste "sparen es sich extra auf", um richtig zulangen zu können. Von morgens zehn bis abends neun Uhr muss der Fisch reichen, für 9,50 Euro kann jeder Gast soviel Seelachsfilets essen, wie er schafft. Dass die Leute kräftig reinhauen, "ist erwünscht", so Walburga Maier. "Es soll ein richtiges Festessen sein."
 ....
Die Aufgaben sind klar verteilt: Hubert und Gertrud Maier sind fürs Kochen zuständig, Walburga Maier für die Vorbereitung des Fischs und Seniorchef Rudolf Maier für die Theke. Noch arbeiten sie recht gelassen, erhitzte Gesichter sind noch keine zu sehen. "Die gibt's nachher, um zwei", lacht Hubert Maier. Trotz Stress kommt aber der Spaß nicht zu kurz. "Seit alle denken können", gibt es im "Strauß" am Aschermittwoch Fisch, sagt die Juniorchefin. Den traditionellen Stockfisch bieten Maiers allerdings schon seit 50 Jahren nicht mehr an. Zum einen mögen ihn viele nicht, zum anderen ist er zu teuer. Der Seelachs kommt von der deutschen Seeunion, das Kraut von den Fildern, die Kartoffeln aus Forchheim - also alles deutsch. ....
Ganzen Text vom 10.2.2005 auf www.bzol.de lesen

  

 

Schlemmerduell im Waldrestaurant St.Ottilien bei Freiburg

SChlemmerduell St.Ottilien 10/2004

Unser Bild zeigt (v. l.):

Die zweite Siegerin, Irmgard Maier vom Löwen in Oberried-Geroldstal,
Dattler-Küchenchef Norbert Bürger,
essen Chef-Entremetier Sven Clemens
und den Organisator Markus Puscha

Foto: Hanspeter Schweizer

 

Freiburg (u.) Initiiert von Markus Puscha vom „La Finca" in FR-Herdern finden von Zeit zu Zeit Wettkochveranstaltungen statt, die den Namen „Schlemmerduell" tragen. Zwei Kochteams treten gegeneinander an und servieren jeweils drei Gänge. Die Gäste wissen dabei zum Teil nicht unbedingt, wer hinterm Herd steht. Für sie heißen die Kochkünstler entweder „Messer" oder „Gabel", und nach den Desserts schmeißt jeder seinen Löffel in einen Karton, der entweder mit „Messer" oder mit „Gabel" gekennzeichnet ist, womit die Sieger feststehen und die Köche sich outen dürfen.

Das erste Schlemmerduell fand im Juni 2003 statt. Eröffnungsthema der 'kulinarischen Reise durch Europa' war damals Spanien. Am Donnerstag vergangener Woche startete die 1. Etappe der zweiten Auflage im Waldrestaurant St. Ottilien. Thema: „Der Goldene Oktober". 71 Gäste hatten sich eingefunden. Knapp die Hälfte wusste vermutlich wirklich nicht, wer sie da verwöhnen wird, wenngleich ein im Eingangsbereich des Restaurants geparkter Lieferwagen den allzu Neugierigen etwas Linderung verschaffte und Moderator Markus Puscha bei der Vorstellung der einzelnen Gänge auch schon mal verriet, dass es sich beim Kontrahenten um eine Frau handeln musste. Beiläufig fiel auch schon mal das Wort „David gegen Goliath", was die Spannung weiter erhöhte.

Nun, die Gäste warteten gespannt auf das, was man ihnen bescheren möge, und in der Tat war bereits beim ersten Gang klar, dass das Angebot der ganzen Bandbreite der hiesigen Gastronomie entsprechen dürfte. Kam von „Gabel" eine eher ordinäre, aber dennoch sehr schmackhafte Kürbiscremesuppe, servierte „Messer" eine pochierte Lachsrose auf schwarzen Nudeln an Safran-Gemüseschaum. „Gabels" Hauptgang war Wildschweinrücken mit Waldpilzen, hausgemachten Spätzle vom Brett und Rosenkohl, während „Messer" mit Hirschrückenfilet im Wirsingmantel an Wacholdersauce mit Waldpilzen, Maronenpüree und Kartoffelplätzchen aufwartete. Spätestens jetzt war klar, dass hier Äpfel mit Birnen verglichen wurden, dass die Kochteams in verschiedenen Ligen unterwegs waren. Aber das war nicht schlimm. Die Kriterien „Optik, Kochkunst und Geschmack" konnte man trotz alledem anwenden.

Als „Gabels" Dessert mit „Kuchenfees Apfelstrudel mit hausgemachtem Zimteis an Vanillesauce" vorgestellt wurde, erinnerte sich manch ein Kenner der hiesigen Szene, dass mit „Kuchenfee" nur Irmgard Maier vom Gasthaus Löwen in Oberried-Geroldstal gemeint sein kann. Demnach müsste der zweite Dessergang, Feigenterrine im Marzipanmantel am Walnusseis in Krollkuchen" in Zusammenhang zu dem vorm Eingang geparkten VW T 4 mit „Schlossbergrestaurant Dattler"-Schriftzug passen, was denn auch stimmte.
Nun waren die Gäste an der Reihe: Jeder schmiss seinen Löffel in den von ihm favorisierten Karton „Messer" oder „Gabel". „Gabel", was sich als Irmgard Maier vom Löwen in Geroldstal bewahrheitete, unterlag dabei knapp. Wäre der Maßstab „Haute Cusine" gewesen, wäre der Unterschied vielleicht deutlicher ausgefallen, aber da die Gäste den puren Geschmack und die Aufmachung der gereichten Speisen mit in ihre Entscheidung einfließen ließen, kam es zu einem echten Achtungserfolg der kleinen Oberriederin, die sich mit ihrem Sohn Tobias mehr als wacker schlug. Herzlichen Glückwunsch!
Hanspeter Schweizer am 4.11.2004 auf www.dreisamtaeler.de

  

 

 


Kürbiscremesuppe für 2 Personen - Rezept
 
      400g - 500g Kürbis
      ½ l Brühe
      1 Zwiebel
      20 g Butter
      20 g Mehl
      1 - 2 saure Äpfel
      2 EL Weißwein
      Mühlenpfeffer
      2 TL Cr. Fraiche
      2 EL Schlagrahm
      gehackte Kürbiskerne und Kürbiskernöl

Zwiebeln hacken und in Butter und Mehl hell anrösten, mit Brühe löschen.
Kürbis (eingelegten mit Lake) und Apfelstücke hinzufügen und 15 Min. kochen (frischen Kürbis 30 Min). Dann mit Zauberstab pürieren und mit 2 EL Weißwein, Creme Fraiche sowie Schlagrahm und Pfeffer abschmecken. Mit (eventuell zerstoßenen ) Kürbiskernen und Kürbiskernöl servieren.  Mahlzeit!

Außerdem kann man Kürbisbrot, Kürbismarmelade ( mit Orangen ) und andere feine Sachen machen.
paul.erl@t-online.de , 6.9.2004

  
 

Kürbisse und Halloween

Laternen- oder Halloween-Kürbisse
... sind speziell für ihren Zweck gezüchtet. Sie haben nur ein paar Zentimeter unter der Schale Fruchtfleisch. In der Mitte, wo die Kerne sitzen, sind sie fasrig. Deshalb ist das Aushöhlen leicht.

Delicata und Hokkaido
Da das Fruchtfleisch eher fad schmeckt und auf der Kürbis-Geschmacksskala gerade Mal zwei Punkte erreichen würde, sollte man es einfach drin lassen, rät Edith Mampel.

Speisekürbis Delicata
Der Kürbis ist gelblich, etwas dicker als eine Salatgurke, kann mit der Schale gekocht werden schmeckt wie Esskastanien. 

Buttercup
Die Schale wird beim Kochen weich. Mit Muskat-Aroma lässt sich die Geschmacksrichtung beschreiben.

Hokkaido
Guter Suppen-Kürbis -  in orange oder grün. Auch diese Sorte muss man nicht schälen.

Im Mai oder Juni die vorgezogenen Keimlinge pflanzen. Einfach den Samen auszustreuen, birgt die Gefahr, dass die Schnecken die Aussaat wegfressen.

Halloween - ein Fest mit keltisch-heidnischem Ursprung

  

 

Bärlauch- und Spargeleis vom Eckhof in Horben

Am besten schmeckt es selbst gemacht: Das echte und erste regional hergestellte "Bauerneis". Nach feinster handwerklicher Tradition, aus der Milch eigener Kühe. Mit seiner Produktion füllt Familie Rees vom Horbener Eckhof eine Nische ihrer auf Grünland-und Milchwirtschaft ausgerichteten Landwirtschaft. Die Kundschaft wächst ständig, Feriengäste, Wanderer, Radfahrer, Schulklassen, Diabetikerkurse . . .
"Der Kreislauf in einem zeitgemäßen Betrieb muss sich schließen" - Andreas Rees weiß wovon er spricht: Einst als Postbote bei der Bundespost tätig, schulte er seit 1995 auf Landwirtschaft um und stieg als Pächter in den elterlichen Hof ein. Auf diesem 1762 entstandenen Eckhof hat wirtschaftliches Handeln Tradition. Seit 220 Jahren ist er in Reesschem Familienbesitz. 35 Milchkühe bevölkern den Laufstall und finden sich zu den Melkzeiten im Melkstand ein. Auch der Nachwuchs darf sich ohne Anbindestrick um den Hals frei im Kälberbereich bewegen. Sie gehören zur Betriebspacht des 29-jährigen Sohnes. Der Vater kümmert sich um den eigenen Wald, und den Bereich "Ferienwohnungen" managt Andreas Rees'Mutter. Haushalt, Kindererziehung, Eisherstellung, Buchhaltung - Ehefrau Christines Tag ist ausgefüllt.

"Stall umbauen, Vieh aufstocken und bei steigenden Kosten und sinkenden Milchpreisen weniger verdienen?" - Andreas Rees zog kreativen Umgang mit dem vorhandenen Kapital vor: 95 Prozent der Milch seiner "Mitarbeiter", wie er die Kühe nennt, liefert er an Breisgaumilch ab. Die restlichen fünf Prozent fließen in die Eisherstellung.

Dazu investierte Rees 2002 in einen ehemaligen Schuppen, aus dem ein streng nach Vorschrift unterteilter Herstellungsbereich, eine moderne Eismaschine und ein Verkaufsraum, die "Eisvitrine", entstanden. 14 Sorten Eis stehen in der Vitrine, darunter Unkonventionelles wie Schwarzkirsch- und Zwetschgeneis von eigenen Früchten. Produziert wird zweimal die Woche "so etwa 120 Liter pro Tag". Zum Verkauf ab Vitrine in Kugeln oder Gebinden. Bestellungen ab 20 Liter aufwärts werden im Umkreis bis 50 Kilometer angeliefert. Selbst einen Partydienst gibt es. Besonderheiten sind Bärlauch-, Senf- oder Spargeleis.
Monika Rombach, 4.8.2003

  

 

Wildkräuter kostenlos: Bärlauch, Sauerampfer und Löwenzahn

Bärlauch - auch Bären-Lauch (Allium ursinum) oder Bärlapp genannt - ist als Lauchgewächs mit dem Knoblauch und der Zwiebel verwandt. Seine schwefelhaltigen Inhaltsstoffe unterstützen die Verdauung, beugen der Arteriosklerose vor, senken den Blutdruck und auch den Cholesterinspiegel.
Bärlauch liebt lockeren Lehmboden in Laub-, Buchen- und Auwäldern. Die Erntezeit der langstieligen Blätter ist in die Zeit von März bis Mitte Juni.
Tip: Bärlauch nicht mit den giftigen Maiglöckchen verwechseln. Zerreiben Sie ein Blatt der Pflanze zwischen ihren Fingern zerreiben - Bärlauch riecht ähnlich wie Knoblauch.
Bärlauch gibts z.B. in den Rheinauen bei Breisach, im Wald bei Hockenheim, Sandhausen oder zwischen Leimen und Nussloch.

Bärlauch

Sauerampfer (Rumex acetosa) wächst auf feuchten Wiesen. Er enthält Oxalsäure, die für den säuerlichen Geschmack verantwortlich ist, viel Vitamin C und Mineralstoffe. Geerntet werden - im Frühling und Frühsommer - vor allem die jungen Blätter, aber auch die Spitzen des Triebes. Die innenliegenden Herzblätter bleiben stehen.
Achtung: Rheuma- oder Nierenkranke müssen auf Sauerampfer verzichten. Die Säure im Sauerampfer und ein weiterer Inhaltsstoff - Kaliumoxalat - können zu Magen- und Nierenstörungen führen.

Sauerampfer sollte möglichst frisch verwendet werden, denn wie Salat wird er schnell welk. Die Blätter schmecken gut in Salaten oder Suppen oder können wie Spinat zubereitet werden.

Sauerampfer

Der gemeine Löwenzahn - auch Kuhblume genannt - ist weit verbreitet. Greifen Sie zu - Löwenzahn ist kostenlos zu haben, aber tun Sies schnell. Denn zum Verzehr eignen sich nur ganz junge, zarte Blätter von Pflanzen, die noch keine Blüten gebildet haben. Auch diese zarten Blätter enthalten die Bitterstoffe, die das wildwachsende Gewächs so gesund machen.

Löwenzahn

Gefahr durch den Fuchsbandwurm: An den im Wald gesammelten Blättern von Wildkräutern können Eier des "kleinen Fuchsbandwurms" haften, der für den Menschen gefährlicher als ein gewöhnlicher Bandwurm ist. Deshalb die Wildkräuter gründlich unter fließendem Wasser abwaschen. Abgetötet werden die Fuchsbandwurm-Eier bei Kochtemperaturen ab 60 Grad; sie sterben aber nicht beim Einfrieren ab.

  

 

Links

Adresse der  Verbraucherzentrale Hamburg.
http://www.vzhh.de

Überprüfen anhand von Nummern auf den Eiern die Umweltbelastung.
http://www.kat-cert.de

Regionale Rezepte - Tips zu Essen&Trinken bei Badenerland.de:

Baden-wuerttembergische Verbraucherzentrale
www.verbraucherzentrale-bawue.de

Steinbackofen-Schlemmerei
Viele Infos rund um den Steinbackofen. Von Willi Palm aus Erkelenz
www.steinbackofen-schlemmerei.de, steinbackofen at onlinehome.de



  

 

© by freiburg-schwarzwald.de, Kontakt, Update 05.12.07