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Beschreiben geht kaum: Wanderung, Klangerlebnis
am Wasser im Berginnern und Hock in der Abendsonne vor dem Wasserschlössle waren
einmalig schön. Vor allem - die Initiatoren und Helfer haben sich sehr viel Mühe
gemacht und Freude bereitet, den zahlreichen Besuchern und auch sich selbst.
Klaviermusik in der großen Pumpenhalle zwischen den riesigen Wasserrohren.
Besinnliche Texte tief im Berg. Die Querflöte mit ihren vielen Echos, die aus
den Wasserkatakomben hallten. Herr Engler erklärte, warum Freiburg auch im
Hitzejahr 2003 nicht verdursten mußte. Und Frau Breyer sorgte sich um die
Organisation - mit viel Hingabe. Kontakt:
Zu den Quellen: Waldwanderung ab Sternwaldeck Eine Veranstaltung in der Reihe
"Nachhaltigkeit als Lebenskunst":
Wasserschlössle im Sternwald - Blick auf die Stadt In der Zeit von 1888 bis 1913, während Otto Winterer als Oberbürgermeister die Geschicke der Stadt Freiburg an oberster Stelle mitbestimmte, war es gang und gäbe, dass neue oder restaurierte öffentliche Gebäude sich in historischem Stil präsentierten. Monumentale Türme, Zinnen und Erker prägten das Stadtbild der sogenannten "Gründerzeit" . Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass bei dem Bau eines neuen Trinkwasser-Hochbehälters dieses technische Bauwerk mit pompöser Fassade versehen wurde. Seit dem frühen Mittelalter wurde die Stadt Freiburg mit dem Wasser, das aus Quellen im "Mösle" unterhalb des Bromberges (ursprünglich Bronnberg) stammte, versorgt. Es wurde über hölzerne Wasserleitungen (Deicheln) in die Stadt geführt und speiste dort die vielen Laufbrunnen, aus denen die Freiburger Bürger ihr Trinkwasser holten. Die noch heute vorhandenen "Bächle" , der Gewerbekanal und die sonstigen Runzen erhielten dagegen seit eh und je ihr Wasser aus der Dreisam. Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die hölzernen Deicheln durch gusseiserne Röhren ersetzt und die gestiegene Wassernachfrage durch den Bau weiterer Tiefbrunnen im Möslegebiet gesichert. Der starke Bevölkerungszuwachs gegen Ende des vorletzten Jahrhunderts führte zum Bau eines Wasserwerkes bei Ebnet (1872 bis 1876), wo man aus dem Grundwasser der Dreisam erhebliche Mengen schöpfte. Diese wurden in einen am Hange des Schlossberges gebauten Hochbehälter, der 4000 Kubikmeter Wasser fasste, geleitet und dort gespeichert. Durch den Anschluss von immer mehr Privathaushalten an das Wassernetz und die Beseitigung der Abwässer über die inzwischen installierte (Schwemm-)Kanalisation reichte auch bald diese Kapazität nicht mehr aus. Man erschloss deshalb weitere Sammelstellen für Grundwasser (Neuhäusel), verlegte neue Großzuleitungen und begann 1895 mit dem Bau eines weiteren Hochbehälters am Sternwaldeck (Glümerhöhe), der mit diesem Wasser gefüllt wurde. Diese neue Wasserkammer ist 45 Meter lang, 33 Meter tief sowie 6 Meter hoch und fasst 3600 Kubikmeter. Noch heute wird von hier der gesamte Freiburger Osten mit Trinkwasser versorgt. Vor den Speicher baute man nach den Plänen des Hochbauamtes eine mittelalterliche Burgfassade aus hellen Sandsteinquadern. Sie ist mit ihren drei Türmen, den krönenden Zinnen und Torbögen einem alten Stadtsiegel aus dem Jahre 1245 nachempfunden und führte dazu, dass der imposante Baukomplex im Volksmund als "Wasserschlössle" bezeichnet wird. Eine Brunnenschale, in die aus einem bronzenen Löwenkopf das kühle Nass sprudelt, ist in die mittlere Tornische eingelassen. Im Innern ist außerdem ein kleines Museum eingerichtet, das über die Freiburger Wasserversorgung informiert. Das frühe Stadtsiegel mit dem Symbol der "freien Burg" findet man übrigens auch auf den alten gusseisernen Kanaldeckeln, die in der Freiburger Innenstadt zu finden sind. Sie sind allerdings schon vor dem Bau des "Wasserschlössle" entstanden und zieren bereits seit 1872 die begehrten Schmuckstücke. Von Anfang an war das "Wasserschlössle" ein beliebtes stadtnahes Wanderziel. Von hier hat man einen sehr schönen Blick auf Freiburg mit Münster und Schwabentor. Diese Aussicht über die Türme und Zinnen des Wasserspeichers zeigt auch die Postkarte aus dem Jahre 1909. Damals hatte man noch eine von Bäumen unverdeckte Sicht, die in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg immer mehr zuwucherte. Erst zur Hundertjahrfeier des "Wasserschlössle" wurde wieder eine freie Sicht geschaffen und das Jubiläum mit einem großen "Brunnenfest" rund um das Bauwerk gefeiert. Rund 5000 Besucher zählte damals die Veranstaltung, die seither jährlich wiederholt wird. Dass dies nicht das erste und einzige Fest am Sternwaldeck war, zeigt schon eine Postkarte aus dem Jahre 1898. Damals lud die Stadt Freiburg am 9. Juli zu Ehren der Universität und der Immatrikulation des 1500. Studenten auf die Plattform des Wasserwerkes ein, und aus dem Trinkbrunnen floss statt reinem Wasser frisch gebrauter Gerstensaft. Alles von Hans Sigmund am 30.10.2006 auf www.badische-zeitung.de lesen
Wasserschlössle-Fest im Freiburger Sternwald Im Jahr 1996 wurde das Wasserschlössle-Fest erstmals veranstaltet, heute hat es einen festen Platz im Freiburger Sommerkalender. Alles rund um das Element Wasser ist am kommenden Sonntag im Sternwald in Freiburg zu bewundern. Doch auch das Wasserschlössle selbst ist mehr als nur einen Blick wert. Das prächtige Bauwerk, hinter dem ein Ortsunkundiger kaum eine Versorgungsanlage für Trinkwasser vermuten würde, befindet sich in einer idyllischen Lage.
Der Innenraum des Wasserschlössles beherbergt ein
kleines Museum. Kunstvoll gestaltete Brunnen, reich verzierte schmiedeeiserne
Türen, drei Türme mit Zinnen, eine prunkvolle Quadersteinfassade und andere
architektonische Details erwarten den Besucher. Die große
Wasserkammer im Innern ist 33 Meter tief, sechs
Meter hoch und 46 Meter lang und fasst insgesamt 3800 Kubikmeter Wasser.
Von dem Schlössle im Sternwald wird der gesamte
Freiburger Osten mit Trinkwasser versorgt. Das Fest am Sonntag bietet
musikalische Unterhaltung sowie Spiel und Spaß für die Jugend. Denn Langweile
wird nicht aufkommen, dafür sorgen Spielmobil, Hüpfburg und lustige
Luftballontiere. Bei regelmäßigen Führungen kommen die Besucher außerdem ins
Innere.
Der Stephanienbrunnen liegt zwischen Wasserschlössle und Sternwaldeck - ca 300 m vor der Schlößle. Gutes, weiches Wasser. Ein magischer Ort? Hier fehlt Ihr Beitrag, Ihr Photo. Bitte um Nachricht. © by www.freiburg-dreisamtal.de, Kontakt, Last Update 20.07.11 |