{"id":99587,"date":"2022-03-24T09:53:52","date_gmt":"2022-03-24T08:53:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=99587"},"modified":"2022-03-24T09:53:52","modified_gmt":"2022-03-24T08:53:52","slug":"ukraine-fluechtlinge-spenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/ukraine-fluechtlinge-spenden\/","title":{"rendered":"Ukraine-Fl\u00fcchtlinge &#8211; Spenden"},"content":{"rendered":"<p>Dokumentation eines Spendenaufrufs f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/ukraine\/\">Ukraine<\/a>&#8211;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/migration-ukraine\/\">Fl\u00fcchtlinge<\/a> von &#8222;Die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/konservativismus\/\">Konservativen<\/a> e.V.&#8220;, der eine etwas ungew\u00f6hnliche Sicht gew\u00e4hrt: &#8222;Ich wei\u00df es von vielen ehemaligen Soldaten der Deutschen Wehrmacht, die es als Augenzeugen selber erlebt haben: Als die Deutsche Wehrmacht beim \u201eUnternehmen Barbarossa\u201c in die Ukraine einmarschierte, <!--more-->da standen die Menschen in Massen an den Stra\u00dfen, warfen den deutschen Soldaten Blumen zu und begr\u00fc\u00dften sie mit dem traditionellen Empfangs-Gru\u00df f\u00fcr willkommene G\u00e4ste: Brot und Salz.<br \/>\nDie armen Menschen ahnten nicht, da\u00df Hitler und sein schlimmer Bluthund, Heinrich<br \/>\nHimmler, diese jubelnden Massen als \u201eminderwertig\u201c betrachteten und sie bestenfalls als<br \/>\nArbeitssklaven sahen. Ganz zu schweigen von Himmlers Mord-Kommandos, die der<br \/>\nWehrmacht folgten \u2013 mit dem Auftrag, \u201eunwertes Leben \u2013 vor allem Juden \u2013 auszurotten\u201c. Aus der Freude wurde bitterb\u00f6se Entt\u00e4uschung.<br \/>\nUnd Stalin? Der hat mindestens 3 Millionen Ukrainer durch \u201eHolodomor\u201c (Mord durch<br \/>\nHunger) umgebracht. Zeitzeugen leben nur noch wenige. Was sie erz\u00e4hlen, l\u00e4\u00dft das Blut in<br \/>\nden Adern gefrieren. Die Menschen stritten sich in ihrer Not um Baumrinde, Bl\u00e4tter, Knospen und Kaulquappen. M\u00fctter t\u00f6teten aus Verzweiflung ihre Kinder, um sich von deren Fleisch zu ern\u00e4hren. Traurig, was die gebeutelten Ukrainer bisher alles erleben mussten.<\/p>\n<p>Und jetzt gibt es in der Ukraine wieder Krieg. Wir sehen es tagt\u00e4glich mit dramatischen<br \/>\nFernsehbildern. Eine der betroffenen Ukrainerinnen ist Irina, die wie Tausende andere<br \/>\nUkrainer von Bombendetonationen aus dem Schlaf gerissen wurde. In jener Nacht, \u00fcber die Menschen in Kiew, Warschau und Riga vermutlich noch in 100 Jahren sprechen werden: am 24. Februar, dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine. Die 32j\u00e4hrige und ihr Mann springen aus dem Bett und sehen nach dem siebenj\u00e4hrigen Sohn<br \/>\nNaser. Nichts passiert. Was f\u00fcr ein Gl\u00fcck! Aber was ist los? Mehrfach h\u00f6ren sie Flugzeuge<br \/>\n\u00fcber ihre K\u00f6pfe hinwegdonnern und weitere Explosionen. Ein Blick auf das Mobiltelefon<br \/>\nbest\u00e4tigt den Verdacht: Die Ukraine wird nach Wochen des russischen Aufmarsches an der Grenze angegriffen.<br \/>\nWas ist zu tun? Zun\u00e4chst glaubt die Familie, der Angriff w\u00fcrde vielleicht nur einen Tag<br \/>\ndauern und nur milit\u00e4rische Ziele betreffen. Aber das erweist sich als Trugschlu\u00df. Schnell<br \/>\nwird klar, da\u00df es nach mehr aussieht. Russische Panzer r\u00fccken sogar auf Kiew vor.<\/p>\n<p>.<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ukraine-kriegsfluechtlinge20220321.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-99588\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ukraine-kriegsfluechtlinge20220321-180x135.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"135\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ukraine-kriegsfluechtlinge20220321-180x135.jpg 180w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ukraine-kriegsfluechtlinge20220321-640x480.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ukraine-kriegsfluechtlinge20220321-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ukraine-kriegsfluechtlinge20220321.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sechs Tage nach Kriegsbeginn entscheidet Irina sich zur Flucht mit ihrem Sohn und ihrer<br \/>\nFreundin Marina (42) und deren S\u00f6hnen Ilja (14) und Stanislaw (7, siehe beigelegtes Foto). Sie holt die drei mit ihrem Renault in einem Vorort von Kiew ab und f\u00e4hrt los \u2013 Richtung Westen. Die Eltern bleiben zur\u00fcck, die M\u00e4nner sowieso, denn sie m\u00fcssen k\u00e4mpfen. Marina berichtet, wie sie die Fenster mit Decken abgeh\u00e4ngt hat, um ein Splittern zu verhindern. Wie die Schlangen vor den Gesch\u00e4ften f\u00fcr so Allt\u00e4gliches wie Brot schnell immer l\u00e4nger wurden. Wie die B\u00fcrger Blut spendeten f\u00fcr Verwundete. Und: \u201eJede Nacht im Bunker, das war schwer auszuhalten.\u201c\u00a0 Die Stra\u00dfen in der Ukraine sind schlecht und jetzt auch noch vollgestopft. Irina h\u00e4lt manchmal an und macht Zwischenstopps, um zu sehen, ob die Luft rein ist. So dauert es zwei Tage, bis sie endlich die polnische Grenze bei Dorohusk erreicht.<\/p>\n<p>An dem kleinen Grenz\u00fcbergang ist Hochbetrieb. Kriegsfl\u00fcchtlinge stehen Schlange, wollen<br \/>\nausreisen. F\u00fcr osteurop\u00e4ische Verh\u00e4ltnisse geht es geordnet vonstatten: Autos fahren vor,<br \/>\nFrauen und Kinder greifen nach ihren Taschen und Rollkoffern. Sie reihen sich in eine<br \/>\nSchlange ein, die mitten auf der Stra\u00dfe eingerichtet wurde, und verabschieden sich von ihren V\u00e4tern, Br\u00fcdern, S\u00f6hnen. Tr\u00e4nen rollen. Dann fahren die M\u00e4nner zur\u00fcck. Mancher Abschied wird f\u00fcr immer sein.<br \/>\nFrauen und Kinder bringen sich in Sicherheit. Wer kann, der geht in gr\u00f6\u00dferen Gruppen zu Fu\u00df nach Westen. Wer nicht laufen kann oder einen Kinderwagen dabeihat, der nimmt einen Bus, der unregelm\u00e4\u00dfig pendelt. Die Kolonne der Fu\u00dfg\u00e4nger sieht aus wie ein Fl\u00fcchtlingstreck im Jahr 1945 \u2013 aber im Heute und in \u201eFarbe\u201c.<br \/>\nAuf der polnischen Seite werden die Kriegsfl\u00fcchtlinge in Empfang genommen. Es gibt<br \/>\nKleidung, Essen und sogar Sim-Karten f\u00fcr Handys. Viele Ukrainer haben Verwandte oder<br \/>\nBekannte in Polen, bei denen sie zun\u00e4chst unterkommen. So auch Irina und Marina, die nach Danzig wollen. Wer hingegen keine Bleibe hat, den bringen die Polen notd\u00fcrftig unter.<\/p>\n<p>Schnell kommen die vielen Erz\u00e4hlungen der Zeitzeugen, die ich erw\u00e4hnt habe, wieder in<br \/>\nErinnerung. Und das im Jahr 2022, mitten in Europa. Deshalb haben wir sogleich einen gro\u00dfen Hilfstransport auf die Beine gestellt. Mit zwei gro\u00dfen LKWs, vollgepackt mit dem Notwendigsten. Haltbare Lebensmittel, Verbandsmaterial, Schlafs\u00e4cke und vor allem Medikamente. 50.000 (!) Euro haben wir aus unserer \u201eNot-Kasse\u201c f\u00fcr diesen Hilfstransport eingesetzt. Diese Hilfe wird jenen, die an der Grenze eintreffen \u2013 wie Irina und Marina \u2013 zugute kommen. Aber auch denen, die noch in der Ukraine sind \u2013 sei es, weil sie nicht mehr wegkommen oder weil sie glauben, in der Westukraine sicher zu sein.<br \/>\nWir haben Kontakt zur Verwaltung der westukrainischen Region Wolhynien, wo zuverl\u00e4ssige Menschen die Verteilung von Hilfsg\u00fctern \u00fcbernommen haben.<br \/>\nLeider wird unsere Hilfe die Versorgungslage nur ein wenig mildern. Es mangelt immer noch an allem. Aber gemeinsam k\u00f6nnen wir noch viel mehr bed\u00fcrftigen Menschen helfen.<br \/>\nNur zuschauen und hoffen, da\u00df der furchtbare Krieg schnell endet, das kann ich nicht. Wir<br \/>\nk\u00f6nnen den Krieg nicht stoppen. Aber das Leben von vielen, vielen Menschen doch ein wenig verbessern &#8230;&#8230; und das ist auch schon gro\u00dfartig.<br \/>\n.<br \/>\nDie politischen Hintergr\u00fcnde d\u00fcrfen in diesem Zusammenhang keine Rolle spielen; darauf werden wir gesondert und differenziert eingehen. Heute geht es darum, den armen Menschen zu helfen und die existenzielle Not zu mildern. Unterschiede zwischen Herkunft oder ethnischer Zugeh\u00f6rigkeit mache ich nicht. Aus diesem Grund werden wir auch, soweit wie m\u00f6glich, Menschen in der Ost-Ukraine helfen. Unser Kriegsreporter Billy Six (35) bereitet gerade seine Reise in das Krisengebiet vor. Er wird keine Hilfsg\u00fcter \u00fcbergeben k\u00f6nnen, aber Menschen mit Geldspenden unterst\u00fctzen. Seine Reise wird uns sicherlich auch eine bessere Berichterstattung vermitteln. Den Nachrichten aus unseren Medien schenke ich nur bedingt Glauben.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, da\u00df meine Bittbriefe l\u00e4stig sind, aber bitten tue ich nicht f\u00fcr mich, sondern f\u00fcr<br \/>\nMenschen, die jetzt keine Stimme haben und auf unsere Hilfe dringend angewiesen sind.<br \/>\n<em><strong>Bitte, machen Sie mit! F\u00fcr Menschen, die so gro\u00dfe Hoffnungen auf die Deutschen setzen. Die Ukrainer noch einmal entt\u00e4uschen \u2013 das d\u00fcrfen wir einfach nich<\/strong><\/em>t. Ich stehe mit meinem Wort daf\u00fcr ein, da\u00df unsere Hilfe in der Ukraine in die richtigen H\u00e4nde kommt.<br \/>\nBitte, helfen Sie uns mit einer Spende, damit wir unsere \u201eNot-Kasse\u201c wieder auff\u00fcllen und<br \/>\nnoch weitere Hilfstransporte organisieren k\u00f6nnen.<br \/>\nDanke, da\u00df Sie mir \u201ezugeh\u00f6rt\u201c haben.<br \/>\nMit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nIhr Joachim Siegerist, <a href=\"mailto:info@konservative.de\">info@konservative.de<\/a> , 22-3-2022<\/p>\n<p>Spenden erbeten an:<br \/>\nMenschen in Not &#8211; Konservative &#8211; Ukraine-Hilfe<br \/>\nIBAN DE77 2905 0101 0080 7528 01<br \/>\nBIC SBREDE22XXX, Sparkasse Bremen<br \/>\nDie Konservativen e.V.<br \/>\nBeethovenstrasse 60, 22083 Hamburg<br \/>\nTel 040\/299 44 01<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.konservative.de\">https:\/\/www.konservative.de<\/a> ,<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dokumentation eines Spendenaufrufs f\u00fcr Ukraine&#8211;Fl\u00fcchtlinge von &#8222;Die Konservativen e.V.&#8220;, der eine etwas ungew\u00f6hnliche Sicht gew\u00e4hrt: &#8222;Ich wei\u00df es von vielen ehemaligen Soldaten der Deutschen Wehrmacht, die es als Augenzeugen selber erlebt haben: Als die Deutsche Wehrmacht beim \u201eUnternehmen Barbarossa\u201c in &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/ukraine-fluechtlinge-spenden\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[54,52,36,155,161],"tags":[485,520,667,677,622,270],"class_list":["post-99587","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ehrenamt","category-einewelt","category-engagement","category-integration","category-spende","tag-refugee","tag-frieden","tag-krieg","tag-krim","tag-migration","tag-gift"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/99587","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=99587"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/99587\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":99589,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/99587\/revisions\/99589"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=99587"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=99587"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=99587"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}