{"id":98608,"date":"2022-02-13T09:42:41","date_gmt":"2022-02-13T08:42:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=98608"},"modified":"2023-02-15T11:31:46","modified_gmt":"2023-02-15T10:31:46","slug":"bomben-auf-dresden-13-2-1944","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bomben-auf-dresden-13-2-1944\/","title":{"rendered":"Bomben auf Dresden 13.2.1944"},"content":{"rendered":"<p>Am 13. Februar 1944 wurde <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/dresden\/\">Dresden<\/a> von englischen und alliierten Flugzeugen bombardiert in der Kenntnis, da\u00df in der Stadt zu dieser Zeit &#8222;nur&#8220; noch Frauen, Kinder, Alte und Fl\u00fcchtlinge zugegen waren. Der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/erinnerungskultur\/\">Gedenktag<\/a> an dieses Unrecht f\u00e4llt heuer mit der Wahl von Frank-Walter Steinmeier zum Bundespr\u00e4sidenten zusammen &#8211; welche eine Koinzidenz.<!--more--><br \/>\n\u201eDie Besch\u00e4digung oder Zerst\u00f6rung von Gedenkorten ist nie politisch, sondern einfach nur Vandalismus\u201c. Dieses Statement stammt von Desden&#8217;s Oberb\u00fcrgermeister Dirk Hilbert (FDP), nachdem <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/extremismus\/linksextremismus\/\">Linksextremisten<\/a> dem <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/dresden-nur-vandalismus\/\">&#8222;Trauernden M\u00e4dchen am Tr\u00e4nenmeer&#8220;<\/a> &#8211; dem Erinnerungsort an die Luftangriffe vom 13.-15.2.1944 &#8211; am 31.1.2022 die Beine abgeflext hatten.<br \/>\nDieses Statement ist Unsinn, weil damit jeder Anschlag auf einen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/heimat\/geschichte\/erinnerungsorte\/\">Erinnerungsort<\/a> als <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/dresden-nur-vandalismus\/\">Vandalismus<\/a> &#8211; also <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/graffiti-haus-wiehre-kunst\/\">Graffiti<\/a>, Sachbesch\u00e4digung bzw. Dummejungenstreich &#8211; abgetan und verniedlicht wird.<br \/>\nDieses Statement ist auch von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/moral2015\/doppelmoral\/\">Doppelmoral<\/a> gen\u00e4hrte Heuchelei, da die Verniedlichung nur f\u00fcr den Linksextremismus gilt: Man stelle sich vor, die Beine w\u00e4ren von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/extremismus\/\">Rechtsextremisten<\/a> abges\u00e4gt worden: Ein medialer Aufschrei mitsamt Bundestagssondersitzung w\u00e4ren &#8211; zu Recht &#8211; die Folge gewesen.<\/p>\n<h5><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/dresden1945.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-98638\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/dresden1945-180x140.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"140\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/dresden1945-180x140.jpg 180w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/dresden1945-640x497.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/dresden1945.jpg 696w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a>\u00a0 \u00a0 Dresden 1945<\/h5>\n<p>Albrecht K\u00fcnstle aus Herbolzheim hat zu diesem denkw\u00fcrdigen Datum einen sehr pers\u00f6nlichen Beitrag verfasst, da sein Vater damals in Dresden zugegen war &#8211; siehe unten (1).<br \/>\n13.2.2022<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/erinnerung-dresden-13-2-1944\/\">Erinnerung: Dresden 13.2.1944<\/a>\u00a0(14.2.2023)<\/p>\n<div id=\"attachment_98250\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/dresden-traenenmeer20220131pan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-98250\" class=\"size-full wp-image-98250\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/dresden-traenenmeer20220131pan.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/dresden-traenenmeer20220131pan.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/dresden-traenenmeer20220131pan-180x101.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-98250\" class=\"wp-caption-text\">Gedenkst\u00e4tte zur Bombardierung von Dresden 13.2.195: <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/dresden-nur-vandalismus\/\">M\u00e4dchen im Tr\u00e4nenmeer<\/a> gef\u00e4llt Ende Januar 2022<\/p><\/div>\n<p>.<br \/>\nEnde von Beitrag &#8222;Bomben auf Dresden 13.2.1944&#8220;<br \/>\n======================================================<br \/>\nBeginn von Anlage (1)<br \/>\n.<br \/>\n.<strong><br \/>\n(1) Bombardierung von Dresden am 13. Februar 1944<br \/>\nIn Dresden auch 100\u00a0000 Fl\u00fcchtlinge bombardiert<\/strong><br \/>\n&#8211; Linksextremisten begr\u00fc\u00dfen Zerst\u00f6rung und zerst\u00f6rten Denkmal<br \/>\n&#8211; Heute holen sie Fl\u00fcchtlinge herein \u2013 es sind ja keine Deutschen<br \/>\n&#8211; Sind die sogenannten Antifa eigentlich Altnazis oder Neonazis?<\/p>\n<p>Vom 13. bis 15. Februar 1945 wurde Dresden in Grund und Boden gebombt. Von britischen und amerikanischen Bomberstaffeln \u2013 \u00fcber 3000 Tonnen fielen. Nochmal 3000 Tonnen wurden am 17. April abgeworfen. Die Historiker berichten von 25\u00a0000 bis 500\u00a0000 Toten, seri\u00f6se Quellen nennen 135\u00a0000 Todesopfer. Aber anscheinend waren das einigen \u201elinken\u201c (?) Genossen der Zeitgeschichte nicht genug Tote. Es seien schlechte Deutsche gewesen, meinen Dresdens Linke bzw. ganz Linke.<\/p>\n<p>Diese Querk\u00f6pfe schreiben, \u201eDie Bombenangriffe waren n\u00f6tig\u201e um den Nationalsozialismus zu besiegen. Die Toten seien keine Opfer, sondern T\u00e4terinnen und T\u00e4ter gewesen. Dresdens Bombentote im kollektiven Gedenken zu betrauern sei falsch. Deshalb sch\u00e4ndeten diese Querdenker der anderen Art die Skulptur Trauerndes M\u00e4dchen im Tr\u00e4nenmeer auf dem Dresdner Heidefriedhof. Auch die Tagesstimme und alternative Medien berichteten dar\u00fcber. Aber \u2026<\/p>\n<p>Rund 100\u00a0000 der damaligen Menschen in Dresden waren Fl\u00fcchtlinge. Keine exotischen aus aller Herren L\u00e4nder, sondern Binnenfl\u00fcchtlinge. Sie kamen nicht aus freien St\u00fccken, sondern waren vertriebene Landsleute auf der Flucht vor der vordringenden Roten Armee. Warum aber quoll Dresden fast \u00fcber von rund 20 Prozent Vertriebenen? Dresden war ein Eisenbahnknoten, weshalb viele der Vertriebenen ohne Besitz mit der noch funktionierenden Bahn Richtung Westen flohen, in Dresden Zwischenstation machen mussten, um dann per Bahn weiter nach Westen verfrachtet zu werden.<\/p>\n<p>Aus \u201eDer Untergang Dresdens \u2013 Feuersturm 1945\u201c (Buch von David Irving): \u201eAm Nachmittag des 12. Februar erreichte Dresden mit der Ankunft der letzten Fl\u00fcchtlinge aus dem Osten seine h\u00f6chste Einwohnerzahl. Die ersten Fl\u00fcchtlingsz\u00fcge nach dem Westen sollten einige Tag sp\u00e4ter eingesetzt werden. Noch immer str\u00f6mten Fl\u00fcchtlingskolonnen zu Fu\u00df und dichtgedr\u00e4ngt auf Pferdewagen nach Dresden hinein, ein ununterbrochener Menschenstrom w\u00e4lzte sich auf der Autobahn aus dem Osten heran.\u201c Viele neu Angekommene hielten sich noch ungesch\u00fctzt in Parks und vielen Pl\u00e4tzen auf, bevor sie nach drei Tagen weiterziehen sollten. Und dann setzte das Bombardement ein \u2013 ohne Schutz.<\/p>\n<p>Die Herzen der politischen Querk\u00f6pfe schlagen nur f\u00fcr die heutigen Fl\u00fcchtlinge, die damaligen Fl\u00fcchtlinge, Vertriebene der gleichen deutschen Bev\u00f6lkerung, verachten sie als \u201eT\u00e4ter\u201c. Hohlk\u00f6pfe k\u00f6nnen solche Leute nicht sein, denn ihre Hirne sind \u00fcberf\u00fcllt von pathologischem Gedankengut. Wobei dieser Begriff nicht passt, denn was soll an solchen Gedanken gut sein? Es sind wohl Anf\u00e4nge von Schizophrenie, denn ein Bewusstsein muss schon sehr gespalten sein, wenn solche Leute aktuell alles in Bewegung setzen, um vermeintliche Fl\u00fcchtlinge ins Land zu holen, und vertriebenen Landsleuten den Tod w\u00fcnschen. Vielleicht ist doch etwas dran am mutma\u00dflichen Bev\u00f6lkerungsaustausch?<\/p>\n<p>Warum mich Dresden besch\u00e4ftigt und mental \u201emitnimmt\u201c? Mein Vater war w\u00e4hrend des Bombenangriffs in Dresden, und einen kleinen Teil seines Augenzeugenberichts m\u00f6chte ich wiedergeben. Er war bei der Luftwaffe und wurde am 10.1.1945 zum Fliegerhorst (Luftkriegsschule) Dresden-Klotzsche abkommandiert, um das Ostragehege f\u00fcr die JU 52 start- und landetauglich zu machen. Anscheinend war es nur eine Frage der Zeit, dass der bisherige Flugplatz Klotzsche zerst\u00f6rt wurde. \u00dcberlebende Soldaten mussten von der Ostfront zur\u00fcckgeholt werden. Zu dem weiteren Flugplatz kam es aber nicht mehr. Auch verlegte mein Vater f\u00fcr das Radar zur Meldung von Luftangriffen die riesigen Antennen \u00fcber den D\u00e4chern der Stadt. Seine Nebenbesch\u00e4ftigung: Er musste den Offizieren und \u201eh\u00f6heren Tiere\u201c die Eintrittskarten besorgen f\u00fcr die Dresdner Oper.<\/p>\n<p>Die Karten f\u00fcr Fastnacht und Aschermittwoch jedoch bekam er von ihnen geschenkt, um sie weiter zu geben oder auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Der Grund lag nachtr\u00e4glich betrachtet im Datum 13.\/14. Februar. Die Milit\u00e4rs wussten anscheinend, was bevorstehen w\u00fcrde und setzten sich ab. Was dann kam, k\u00f6nnte bei meinem Vater ein Trauma ausgel\u00f6st zu haben, denn er sprach auch in unpassenden Momenten davon. Nachdem die Bomben gefallen waren, zuerst Sprengbomben, dann Brandbomben, rannten die Menschen orientierungslos kreuz und quer durch die Stra\u00dfen auf der Suche nach Angeh\u00f6rigen oder Bekannten. Wer nicht aus den Kellern herauskam, erstickte darin. Mein Vater stellte sich wie ein Schupo auf eine Kreuzung und wollte die Menschen zum Elbufer dirigieren, weil er dort noch gen\u00fcgend Sauerstoff vermutete. Aber viele rannten in die falsche Richtung und wurden teilweise vom Feuersturm in die Glutzentren gerissen.<\/p>\n<p>Nach jenem Inferno waren Tausende von Opfern aus den Kellern zu holen, er watete kn\u00f6cheltief in Fett und Leichenwasser der durch Hitze \u201eger\u00f6steten\u201c Menschen, die wie Mumien aussahen, aber kleiner waren. So auch die auf den Stra\u00dfen erstickten und mit dem hei\u00dfen Asphalt verschmolzen. Andere stiegen in Feuerl\u00f6schbecken und wurden dort gesiedet. Sie wurden auf zerst\u00f6rten Eisenbahnschienen und -schwellen aufgeschichtet und verbrannt, um Seuchen zu vermeiden.<\/p>\n<p>Wof\u00fcr eine solche Zerst\u00f6rung und Massenmord? Milit\u00e4risch war Dresden nicht (mehr) bedeutend. Es ging den Strategen in London und den USA um die Demoralisierung der Bev\u00f6lkerung \u2013 die Kampfkraft des deutschen Heeres war bereits gebrochen und Piloten waren schon so dezimiert, dass mein Vater f\u00fcr die Bomberabwehr eingesetzt wurde \u2013 als Sportflieger ohne milit\u00e4rische Pilotenausbildung. Bei Adolf Hitler war die Demoralisierungsstrategie gelungen (wenn er denn je eine Moral hatte). Er nahm sich am 30.\u00a0April 1945 das Leben, nachdem er befand, das deutsche Volk habe seinen Untergang verdient \u2013 eine Menschenverachtung pur.<\/p>\n<p>Das Verm\u00e4chtnis Hitlers, \u00fcberliefert durch Albert Speer: \u201e\u2026 das Volk h\u00e4tte sich als das schw\u00e4chere erwiesen und dem st\u00e4rkeren Ostvolk geh\u00f6re dann ausschlie\u00dflich die Zukunft. Was nach dem Kampf \u00fcbrigbliebe, seien ohnehin nur die Minderwertigen; denn die Guten seien gefallen.\u201c Mit anderen Worten, nur tote Deutsche waren \u201egute\u201c Deutsche. Erg\u00e4nzend hierzu Goebbels: &#8222;Das deutsche Volk hat versagt, es hat das Schicksal verdient, das es jetzt erwartet.&#8220; Er wiederholte, was Hitler bereits einmal zuvor noch drastischer einem hohen SS-Offizier gesagt hatte: &#8222;Unterliegt das deutsche Volk, dann soll es krepieren und dem biologisch St\u00e4rkeren Platz machen.&#8220; (eine Quelle von vielen <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/fanatischen-parolen-steuerte-nazi-fuehrung-untergang-11731620.html\">https:\/\/www.fr.de\/politik\/fanatischen-parolen-steuerte-nazi-fuehrung-untergang-11731620.html<\/a>)<\/p>\n<p>So schlie\u00dft sich der Kreis zwischen den einstigen Nationalsozialisten und den heutigen nicht-nationalen Linksextremen, die \u00fcbereinstimmend der heimischen Bev\u00f6lkerung den Tod w\u00fcnschen \u2013 damals und heute noch oder wieder. Deren Menschenverachtung scheint auf einer \u00e4hnlichen Ideologie zu fu\u00dfen. Sind diese selbsterkl\u00e4rten Antifaschisten nun Altnazis oder Neonazis? H\u00e4ngen sich solche Leute nur das linke M\u00e4ntelchen um, damit sie vor dem Verfassungsschutz Ruhe haben? Dessen Auftrag lautet durch die Ampel-Regierung noch st\u00e4rker, sich um Rechtsextreme zu k\u00fcmmern.<br \/>\nUnd wer den Toten der Weltkriege gedenkt, l\u00e4uft inzwischen schon Gefahr in diese Ecke gestellt zu werden. Wie weit ist die Blindheit auf bestimmten Augen fortgeschritten?<br \/>\n13.2.2022, Albrecht K\u00fcnstle, Herbolzheim, <a href=\"https:\/\/die-andere-sicht.de\/\">https:\/\/die-andere-sicht.de\/<\/a><\/p>\n<p><strong>Zuschrift zum Artikel Bombardierung Dresdens<\/strong><br \/>\n&#8211; Zwei Zahlen werden bestritten &#8211; \u201enur\u201c 35\u00a0000 Tote!<br \/>\n&#8211; Hielten sich dort wirklich so viele Vertriebene auf?<\/p>\n<p>Mein Artikel zum 13. bis 15. Februar 1945 hatte nur 600 Aufrufe auf meiner eigenen Seite <a href=\"https:\/\/die-andere-sicht.de\">https:\/\/die-andere-sicht.de<\/a>, darunter aber einen aus Chicago von einem regelm\u00e4\u00dfigen Leser meiner Ver\u00f6ffentlichungen. Diese Zuschrift aus \u00dcbersee will ich nicht vorenthalten. Er hat Recht, was die Opferzahl angeht. Ich entnahm die Zahl 135\u00a0000 dem erw\u00e4hnten Buch, in der folgenden Ausgabe war die 1 vor 35\u00a0000 nicht mehr enthalten. Doch was die Fl\u00fcchtlingszahl angeht, d\u00fcrfte sich der Leser irren. Es ist zwar zutreffend, dass Dresden eine Durchgangstation f\u00fcr die Vertriebenen mit drei Tage Aufenthaltsdauer war, aber bei Millionen die das Schicksal von Flucht und Vertreibung traf, hielten sich neben den \u00fcber 500\u00a0000 Einwohnern rund 100\u00a0000 weitere Menschen vor\u00fcbergehend in Dresden auf. Die einen zogen weiter nach Westen, neue kamen aus dem Osten nach. Sie campierten trotz des Winters \u00fcberwiegend im Freien und waren Bomben ausgesetzt. Anders als heute, wo f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge und solche die so genannt werden, warme Stuben reserviert sind und zu deren Betreuung viel Personal zur Verf\u00fcgung gestellt wird \u2013 das woanders fehlt. Nun aber zur Leserzuschrift aus den USA:<\/p>\n<p>\u201eGuten Tag Herr K\u00fcnstle, die seri\u00f6sen Quellen f\u00fcr 135\u00a0000 Tote in Dresden w\u00fcrde ich gern mal wissen. Ich habe mich vor Jahren mit diesem Thema mal auseinandergesetzt und das Internet durchw\u00fchlt. Ich habe jetzt die Quellen nicht mehr, aber ich kam zu folgendem Ergebnis:<br \/>\nDie Anzahl der Toten war etwa vergleichbar mit Hamburg, also irgendwo zwischen 30\u00a0000 und 40\u00a0000. Die 100.000 toten (Fl\u00fcchtlinge) in Dresden sind ein Mythos, ergeben von der sich aus den ersten Propagandameldungen, die vom NS Regime ver\u00f6ffentlicht wurden (Richtigstellung K\u00fcnstle: Ich behauptete keine 100\u00a0000 toten Fl\u00fcchtlinge, sondern dass diese auch unter den Toten waren).<br \/>\nEs gab damals klare Befehle der Wehrmacht, dass die Fl\u00fcchtlinge Dresden zu meiden hatten, weil Dresden, mittlerweile nahe der Ostfront, wichtiger Durchmarsch- und Versorgungspunkt der Wehrmacht war und damit Schiene und Stra\u00dfe offengehalten werden mussten. Weiterhin fehlen Berichte von vollgestopften Stra\u00dfen in Dresden durch Fl\u00fcchtlinge aus dieser Zeit, Zeltlager oder Berichte als ob tausende von Dresdenern diese Menschen irgendwo aufgenommen h\u00e4tten, ganz zu schweigen von den Versorgungsengp\u00e4ssen.<br \/>\nMein Heimatort bekam auch eine gro\u00dfe Anzahl Fl\u00fcchtlinge aus Schlesien, und mein Eindruck ist, dass diese vorgezogen haben, \u00fcber das Land zu fliehen, weil die M\u00f6glichkeit, etwas zu essen zu bekommen, besser war als in den St\u00e4dten. Es fehlen auch die Massengr\u00e4ber f\u00fcr die 100 000 Tote (Einwand K\u00fcnstle: Richtig, weil im Feuersturm oder anschlie\u00dfend Verbrannte nicht nochmal beerdigt werden mussten). Diese neuen Ergebnisse sind alle durch ver\u00f6ffentlichte Forschungen im Internet zusammengekommen, weitestgehend in den 1990er und 2000er Jahren.<br \/>\nBeste Gr\u00fc\u00dfe aus Chicago, J. Kurzen<\/p>\n<p>Dann schlie\u00dft die Zuschrift zutreffend, \u201eGeschichte \u00e4ndert sich immer wieder und ist daher immer spannend.\u201c Ja, so ist es auch aus meiner Erfahrung. Denn die herrschende Geschichtsschreibung ist immer die Geschichtsschreibung der Herrschenden. Und mit dem Wechsel einer Herrschaft \u00e4ndern auch geschichtliche \u201eWahrheiten\u201c \u2013 die Wahrheit bleibt relativ. So z.B. auch, dass die Zahl der Toten von Dresden immer weiter heruntergedeutet wird und inzwischen bei 25\u00a0000 angelangt ist. Wann wird die Sichtweise der erw\u00e4hnten Linken in Dresden, die das Mahnmal zerst\u00f6rten, zur Staatsdoktrin, dass die Opfer die wahren T\u00e4ter waren? Die Geschichtsumdeutung und Bilderst\u00fcrmerei auf Mahnmale, Inschriften und Stra\u00dfennamen feiert \u201efr\u00f6hlich (?) Urst\u00e4nd.\u201c<br \/>\n15.2.2022, Albrecht K\u00fcnstle<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einige Kommentare:<br \/>\n<strong>Anzahl der Toten durch die Luftangriffe?<\/strong><br \/>\nDresden hatte anno 1945 \u00fcber 600.000 Einwohner, dazu kamen \u00fcber 100.000 Vertriebene, vorwiegend aus Schlesien! + Das damalige sowjetische Au\u00dfenministerium sch\u00e4tzte die Anzahl der Ermordeten auf 250.000! + Adenauer auf 250.000! + + Hier die Liste aus verschiedenen Blickwinkeln:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.dzig.de\/sites\/default\/files\/Die-Anzahl-der-Toten-im-Inferno-Dresden_Stand-2008.pdf\">https:\/\/www.dzig.de\/sites\/default\/files\/Die-Anzahl-der-Toten-im-Inferno-Dresden_Stand-2008.pdf<\/a><br \/>\n13.2.2022, Obe<\/p>\n<p><strong>Zeitzeugen von damals leben kaum noch<\/strong><br \/>\nMeine Mutter hatte Dresden nach dieser brutalen Bombadierung erlebt als Fl\u00fcchtling aus dem Osten, aus Schlesien, als Teenager. Leichen lagen \u00fcberall herum, steif gefroren. Da vor allem die Briten Phosphorbomben abwarfen, verbrannten sehr viele. Die in Brand gesetzten sprangen in die Elbe, aber Phosphor brennt im Wasser trotzdem. Ihre Leichen hatten die Gr\u00f6\u00dfe von Kinderleichen, die man mit Mistgabeln auf LKW\u00b4s lud. Niemand hat weder die Briten noch die Amerikaner f\u00fcr ihre Kriegsverbrechen an deutschen Zivilisten zur Verantwortung gezogen.<br \/>\n13.2.2022, Ket<\/p>\n<p><strong>Jeder sollte sich den Film \u201eHellfire \u201eansehen<br \/>\n<\/strong>\u00a0Seit Jahrzehnten werden die Todesopfer von Dresden herunter gerechnet, jetzt auf \u201enur 25.000\u201c.<br \/>\n13.2.2022, Hel<br \/>\nEnde Kommentare<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 13. Februar 1944 wurde Dresden von englischen und alliierten Flugzeugen bombardiert in der Kenntnis, da\u00df in der Stadt zu dieser Zeit &#8222;nur&#8220; noch Frauen, Kinder, Alte und Fl\u00fcchtlinge zugegen waren. 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