{"id":97131,"date":"2022-01-03T10:19:18","date_gmt":"2022-01-03T09:19:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=97131"},"modified":"2022-01-03T11:36:09","modified_gmt":"2022-01-03T10:36:09","slug":"tyrannei-der-mehrheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/tyrannei-der-mehrheit\/","title":{"rendered":"Tyrannei der Mehrheit"},"content":{"rendered":"<p>Die von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/parlament\/parlamentarismus\/\">Alexis Tocqueville<\/a> bereits 1840 angesprochene &#8222;Tyrannei der Mehrheit&#8220; gilt heute noch bzw. wieder: Diese Mehrheit lebt vom Desinteresse an den Vorg\u00e4ngen im eigenen Land. Ihre <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/globalisierung\/macht\/\">Herrschaft<\/a> gr\u00fcndet auf der Atomisierung der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/gesellschaft\/\">Gesellschaft<\/a>, in der sich aufgrund der durchg\u00e4ngigen Individualisierung der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/buerger\/\">B\u00fcrger<\/a> <!--more-->keine Gemeinschaften mehr bilden lassen, die die allm\u00e4chtige <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/staatsquote\/\">Staatsgewalt<\/a> kontrollieren bzw. im Zaum halten k\u00f6nnen. Marco Gallina hat nun mit dem gleichtitulierten Artikel &#8222;Tyrannei der Mehrheit&#8220; (siehe unten) einen \u00e4u\u00dferst informativen \u00dcberblick geliefert, aus dem die folgenden wichtigen Zitate eine erste Orientierung geben m\u00f6gen:<\/p>\n<p>&#8222;Es gibt keine schweigende Mehrheit&#8220;. Eine Mehrheit von 87% des Wahlvolks ist im gro\u00dfen und ganzen einverstanden mit der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/corona-virus\/\">Coronapolitik<\/a>. Alle <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/parteienstaat\/\">Parteien<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/mainstream\/\">Medien<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/kirchen\/\">Kirchen<\/a> , <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/ngo\/gongo\/\">GONGOs<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/ngo\/\">NGOs<\/a> dieser Mehrheit sind auf der gleichen Linie: Langweilige Gleichmacherei einerseits bei gef\u00e4hrlicher Unkontrollierbarkeit andererseits.<\/p>\n<p>&#8222;Die Mehrheit zieht Sicherheit der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/freiheit\/freiheitsrechte\/\">Freiheit<\/a> vor&#8220;, schlie\u00dflich sind die wenigsten Deutschen Liberale im eigentlichen Wortsinn. Da\u00df die Mainstreammedien eine Scheinsicherheit als Sicherheit anpreisen, will bzw. kann diese Mehrheit nicht wahrnehmen.<\/p>\n<p>&#8222;Die Mehrheit begr\u00fc\u00dft die Aushebelung von Grundrechten&#8220; . Dies ist das vielleicht wichtigste und zugleich erschreckendste Zitat des Beitrags. Die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/grundgesetz\/grundrechte\/\">Grundrechte<\/a> sind zwar als unver\u00e4u\u00dferlich im Grundgesetz festgeschrieben &#8211; aber man l\u00e4\u00dft sie sich freiwillig wegnehmen: sei es aus \u00dcberzeugung, aus Opportunismus, aus Gleichg\u00fcltigkeit bzw. aus Unwissenheit.<\/p>\n<p>Der franz\u00f6sische Staatsmann Alexis Tocqueville sagte im Jahr 1840: &#8222;Ich erblicke eine Menge einander \u00e4hnlicher und gleichgestellter Menschen, , die sich rastlos im Kreise drehen, um sich kleine und gew\u00f6hnliche Vergn\u00fcgungen zu verschaffen, die ihr Gem\u00fct ausf\u00fcllen. &#8230; \u00dcber diesen erhebt sich eine gewaltige, bevormundende Macht, die allein daf\u00fcr sorgt, ihre Gen\u00fcsse zu sichern und ihr Schicksal zu \u00fcberwachen. Sie ist unumschr\u00e4nkt, ins Einzelne gehend, regelm\u00e4\u00dfig, vorsorglich und mild.&#8220;<br \/>\nZu diesem Zitat \u00e4u\u00dfert sich <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturrevolution\/\">Michel Houellebecq<\/a> (&#8222;Unterwerfung&#8220;) im Jahr 2011\u00a0 so: &#8222;Das ist schwindelerregend. Was die Ideen betrifft, so enth\u00e4lt diese Passage praktisch mein gesamtes geschriebenes Werk.&#8220; Seit Houellebecq ist also Tocqueville in Europa aktueller denn je.<\/p>\n<p>&#8222;Die Tyrannei lebt vom Individualismus. Gruppenspezifisches Denken &#8211; von der Nation bis hin zur Familie &#8211; steht unter Generalverdacht.&#8220; Selbst das Private ist politisch (dies gilt seit den <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/68er\/\">68ern<\/a>). Derzeit ist gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/ampel\/\">Ampel<\/a>-Koalition die Familie als bisheriger Kern unseres Gemeinwesens dran, von der Politik vereinnahmt bzw. zerst\u00f6rt zu werden.<\/p>\n<p>&#8222;Die Neurose der gegenw\u00e4rtigen Gesellschaft ist ein komplexes Ph\u00e4nomen, deren Ursache &#8230;. mit dem Verlust der christlichen Religion zusammenh\u00e4ngt.&#8220; Diese Bezugnahme zum gro\u00dfen Religionsphilosophen Romano Guardini gr\u00fcndet den Beitrag von Marco Gallina im Christentum, sie bringt dem Autor aber auch viel Kritik (siehe die Kommentare ganz unten) ein.<br \/>\nZu sehr ist unser <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zeitgeist\/\">Zeitgeist<\/a> gepr\u00e4gt von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/merkel-deutschland\/\">KGE&#8217;s<\/a> Statement, das gesellschaftliche Miteinander m\u00fcsse neu ausgehandelt werden &#8211; t\u00e4glich bzw. mit jeder neuen Welle (Mode-Welle, Klima-Welle, Migrations-Welle, Corona-Welle, Gender-Welle). Zu sehr ist unser Zeitgeist gepr\u00e4gt durch die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/angst\/angstmachen\/\">Angstmache<\/a> der zugeh\u00f6rigen Ersatzreligionen. Nur gut, da\u00df jede Welle irgend wann abebbt.<br \/>\n3.1.2022<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Tyrannei der Mehrheit<\/strong><br \/>\nvon Marco Gallina<br \/>\nDieser Tage erlebt der Begriff der Tyrannei eine Wiederauferstehung. \u201eWelt\u00e4rztechef\u201d Frank Ulrich Montgomery spricht von der \u201eTyrannei der Ungeimpften\u201c. Andere beklagen den autorit\u00e4ren Geist hinter den Corona-Ma\u00dfnahmen. Auf welcher Seite des Grabens man bei dieser gewollten Spaltung der Gesellschaft auch stehen mag: Die Diktatur ist keine zur\u00fcckliegende Sph\u00e4re und kein blo\u00dfes Schreckgespenst. Herrschsucht ist nur ein Aspekt. Zum autorit\u00e4ren Reflex geh\u00f6rt auch der Ruf danach, bestraft zu werden. Der Wille zum Verbot bestand schon vor der Corona-Krise bei Sanktionsforderungen zugunsten des Klimas.<br \/>\nZur Bestandsaufnahme geh\u00f6rt die Einsicht. Es gibt keine schweigende Mehrheit. Es handelt sich um keine Minderheit, die sich nichts sehnlicher als sch\u00e4rfere Regeln w\u00fcnscht. Die Ampelparteien haben eine Mehrheit in diesem Land, und rechnete man die gerade unter Angela Merkel neu dazugekommenen Vertreter einer sozialdemokratischen Union dazu, dann w\u00e4re diese Mehrheit wahrscheinlich noch gr\u00f6\u00dfer. Die SPD hat uns nicht allein in diese Lage gef\u00fchrt. Und so sehr die Personalie Karl Lauterbach im liberal-konservativen Lager Kopfsch\u00fctteln hervorruft, so sehr muss man betonen, dass es breite Schichten der Gesellschaft gibt, die sich den SPD-Mann auf den Posten gew\u00fcnscht haben.<\/p>\n<p>Die Mehrheit zieht Sicherheit der Freiheit vor<br \/>\nWie sehr man demnach die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts beklagt, wie sehr man auch die Scheidung in eine Zwei-Klassen-Gesellschaft kritisiert, wie sehr man sich dar\u00fcber wundert, wie die Impfkampagne als Allheilmittel trotz ihrer offensichtlichen L\u00fccken gepriesen wird \u2013 es geschieht nicht gegen den Wunsch der Mehrheit. An der normativen Kraft des Faktischen \u00e4ndert auch nichts, dass sich ein gro\u00dfer Teil dieser \u00dcberzeugung aus medialer Beeinflussung speist oder auf dem mangelnden Interesse an Politik zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Nur die wenigsten Menschen \u2013 zumindest in diesem Land \u2013 sind Liberale im Wortsinn, dass sie Freiheit zum h\u00f6chsten Gut in ihrem Leben k\u00fcren. Sie ziehen Sicherheit der Freiheit vor. Das ist nichts Schlimmes. Auch die genuinen Konservativen betonen Sicherheit vor Freiheit. Doch zugleich haben viele Konservative mit der Sicherheitspolitik des Staates gebrochen.<br \/>\n\u201eKonservativ\u201c ist hier kein politischer, sondern ein philosophischer Begriff. Die eine Seite sieht ihre Sicherheit bedroht und ruft den Staat zur Hilfe; die andere sieht ihre Sicherheit durch diesen Staat bedroht. Es ist bei Letzteren nicht der Freiheitsgedanke als solcher, der z\u00e4hlt, sondern das Eigeninteresse, sein Leben so weiterf\u00fchren zu k\u00f6nnen, dass es planbar bleibt, ohne behelligt zu werden, und seinen Alltag fortzuf\u00fchren, wie man es gewohnt ist. Das ist kein idealistisches Freiheitsdenken \u2013 wir h\u00f6ren heute viel von \u201efalsch verstandener Freiheit\u201c oder \u201eVulg\u00e4rliberalismus\u201c \u2013, sondern die Basis des gesunden Menschenverstandes. \u00dcberspitzt gesagt: Es geht hier nicht mehr um Freiheit, sondern Leben im Sinne des Lebensstils. Es ist das Menschenrecht darauf, in Ruhe gelassen zu werden, wie es Roland Baader einstmals formulierte. Es dominiert der negative Freiheitsbegriff: Nicht die Freiheit als solches gilt, sondern die Freiheit von etwas.<br \/>\nSo bitter es klingt, aber die neurotische Politik antwortet nur auf die Bed\u00fcrfnisse einer neurotischen Gesellschaft. W\u00e4hrend Einzelhandel und Gastronomen vor der Pleite stehen, beklagten zu Lockdown-Zeiten viele Stimmen aus dem linken Lager den Schongang der Bundesregierung gegen\u00fcber \u201eder Wirtschaft\u201c. Zero-Covid, der totale Stillstand, der Wunsch nach deutlich rigideren Ma\u00dfnahmen \u2013 er dominiert Teile eines Spektrums, das rechts der Mitte kaum wahrgenommen wird. Den Druck auf die Schulen, ob bei Tests oder Schlie\u00dfungen, forcierten Elternvertreter, M\u00fctter und V\u00e4ter.<br \/>\nEs ist deutlich zu einfach, nur einen autorit\u00e4ren Staat ins Visier zu nehmen, der seinen B\u00fcrger zu immer neuen Regeln verpflichtet und Teilaspekte des Lebens verbietet. Der Unterschied zwischen der Demokratie als Entscheidung der Mehrheit und dem Rechtsstaat als Bewahrer republikanischer Ideale ist heute kaum noch gel\u00e4ufig. Pessimisten neigen dazu, dass die Demokratie am Ende sei. Unter dieser Pr\u00e4misse ist es tats\u00e4chlich so, dass die Demokratie immer noch fabelhaft funktioniert. Denn auch die Aushebelung von Grundrechten wurde von einer Mehrheit begr\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p>Die Mehrheit begr\u00fc\u00dft die Aushebelung von Grundrechten<br \/>\nWir sind Epigonen. Das ist ern\u00fcchternd wie aufschlussreich. Es mag einsch\u00fcchtern, dass jeder Gedanke gedacht, jedes Wort gesagt und jede Situation bereits eingetreten ist; zugleich k\u00f6nnen wir aus einem immensen Fundus sch\u00f6pfen. Statt zu beklagen, dass nichts grundlegend kreativ oder originell sein kann, haben wir die Gnade der sp\u00e4ten Geburt, dass alles bereits von kl\u00fcgeren Geistern gesagt wurde \u2013 und dazu auch noch besser, als wir es k\u00f6nnten. Man k\u00f6nnte auf die antiken Vordenker wie Platon, Aristoteles und Polybios verweisen, demnach auf die Demokratie die Ochlokratie, als die von den guten Gesetzen entkleidete Form der Volksherrschaft folgt; oder auf Thomas Hobbes, demnach der Mensch dem Menschen ein Wolf ist, und es einen starken Staat braucht, der durch Gesetze die nat\u00fcrliche Anarchie im Zaum h\u00e4lt.<br \/>\nEin Kerngedanke, auf postmoderne Zeiten angewandt, d\u00fcrfte sein, dass es ja nicht der Staat ist, der willk\u00fcrlich seine Untergebenen in Bande legt, sondern nicht nur zu Anfang der Pandemie, sondern auch heute der Gedanke in der Bev\u00f6lkerungsmehrheit vorwiegt, dass man verantwortlich seinen Teil beitr\u00e4gt \u2013 und im Zweifel nach dem Staat ruft, um die Ordnung zu erhalten oder wiederherzustellen.<\/p>\n<p>Hier setzen einige Grundfragen der letzten Monate an: Wieso kann der Staat walten, wie er will? Wieso ist die Delegierung der Verantwortung eines offensichtlichen Staatsversagens bei der Pandemiebek\u00e4mpfung in Richtung der Ungeimpften so einfach? Warum st\u00f6\u00dft der Gedanke kaum noch auf, dass die Spaltung der Gesellschaft keine schlechte Sache sei? Warum neigt ausgerechnet die von Individualit\u00e4t und Autonomie gekennzeichnete Gesellschaft des 20. und 21. Jahrhunderts zum Totalit\u00e4ren?<br \/>\nDie Neurose der gegenw\u00e4rtigen Gesellschaft ist ein komplexes Ph\u00e4nomen, deren Ursache an dieser Stelle zu kl\u00e4ren zu lange dauern w\u00fcrde, aber in ihren Grundmustern zuvorderst mit dem Verlust der christlichen Religion zusammenh\u00e4ngt, an dessen Stelle bis heute kein moralischer, institutioneller, philosophischer, gruppenspezifischer und Identit\u00e4t verleihender Ersatz getreten ist, allen Ersatzreligionen wie Nationalismus, Fortschrittsglauben, Kommunismus, Hedonismus und \u2013 seit neuestem \u2013 Klimarettung zum Trotz.<br \/>\nIhre mangelnde Substanz macht die Gesellschaften Europas ansprechbar f\u00fcr jedes Heilversprechen und jede Warnung vor der Apokalypse. Sie sind dar\u00fcber hinaus aber auch von einer gesellschaftlichen und politischen Dynamik gekennzeichnet, bei der die Demokratie als Staatsform eine hochaktuelle Rolle spielt. Man kann den franz\u00f6sischen Staatsmann Alexis Tocqueville daher nur bewundern, dass er mit der \u201eTyrannei der Mehrheit\u201c bereits 1840 ein vertrautes Konzept prophezeite, damals noch in Bezug auf die \u201eDemokratie in Amerika\u201c.<\/p>\n<p>\u201eDer Prozess der Vereinzelung ist abgeschlossen.\u201c<br \/>\nTocqueville hat sp\u00e4testens mit seiner Rezeption durch den Schriftsteller Michel Houellebecq auch au\u00dferhalb der Gelehrtenzirkel ein Revival erlebt. Bereits in einem Interview mit Sylvaine Bourmeau zeigte er sich 2011 verbl\u00fcfft von der Aktualit\u00e4t Tocquevilles und den Parallelen zwischen dessen Zukunftsvision und seiner eigenen \u00dcberzeugung. Die Passage, die Houellebecq in dem bis heute verf\u00fcgbaren Interview vorlas, verwendete er sp\u00e4ter bei seiner Dankesrede zur Verleihung des Frank-Schirrmacher-Preises. Sie soll an dieser Stelle nochmals zitiert werden:<br \/>\n\u201eIch will mir vorstellen, unter welchen neuen Merkmalen der Despotismus in der Welt auftreten k\u00f6nnte: Ich erblicke eine Menge einander \u00e4hnlicher und gleichgestellter Menschen, die sich rastlos im Kreise drehen, um sich kleine und gew\u00f6hnliche Vergn\u00fcgungen zu verschaffen, die ihr Gem\u00fct ausf\u00fcllen.<br \/>\nJeder steht in seiner Vereinzelung dem Schicksal aller andern fremd gegen\u00fcber: Seine Kinder und seine pers\u00f6nlichen Freunde verk\u00f6rpern f\u00fcr ihn das ganze Menschengeschlecht; was die \u00fcbrigen Mitb\u00fcrger angeht, so steht er neben ihnen, aber er sieht sie nicht; er ber\u00fchrt sie, und er f\u00fchlt sie nicht; er ist nur in sich und f\u00fcr sich allein vorhanden, und bleibt ihm noch eine Familie, so kann man zumindest sagen, dass er kein Vaterland mehr hat.<br \/>\n\u00dcber diesen erhebt sich eine gewaltige, bevormundende Macht, die allein daf\u00fcr sorgt, ihre Gen\u00fcsse zu sichern und ihr Schicksal zu \u00fcberwachen. Sie ist unumschr\u00e4nkt, ins Einzelne gehend, regelm\u00e4\u00dfig, vorsorglich und mild. Sie w\u00e4re der v\u00e4terlichen Gewalt gleich, wenn sie wie diese das Ziel verfolgte, die Menschen auf das reife Alter vorzubereiten; stattdessen aber sucht sie blo\u00df, sie unwiderruflich im Zustand der Kindheit festzuhalten; es ist ihr recht, dass die B\u00fcrger sich vergn\u00fcgen, vorausgesetzt, dass sie nichts anderes im Sinne haben, als sich zu belustigen.<br \/>\nSie arbeitet gerne f\u00fcr deren Wohl; sie will aber dessen alleiniger F\u00f6rderer und einziger Richter sein; sie sorgt f\u00fcr ihre Sicherheit, ermisst und sichert ihren Bedarf, erleichtert ihre Vergn\u00fcgungen, f\u00fchrt ihre wichtigsten Gesch\u00e4fte, lenkt ihre Industrie, ordnet ihre Erbschaften, teilt ihren Nachlass; k\u00f6nnte sie ihnen nicht auch die Sorge des Nachdenkens und die M\u00fche des Lebens ganz abnehmen?\u201c<br \/>\nHouellebecq f\u00fcgt hinzu: \u201eDas wurde 1840 ver\u00f6ffentlicht, im zweiten Teil von Tocquevilles Meisterwerk \u201a\u00dcber die Demokratie in Amerika\u2018. Das ist schwindelerregend. Was die Ideen betrifft, so enth\u00e4lt diese Passage praktisch mein gesamtes geschriebenes Werk. Ich habe dem nur eines hinzuzuf\u00fcgen gehabt, und das ist, dass das Individuum, welches bei Tocqueville noch Freunde und eine Familie hat, sie bei mir nicht mehr hat. Der Prozess der Vereinzelung ist abgeschlossen.\u201c<\/p>\n<p>In ihrem Streben nach Genuss kontrolliert der Staat seine Kinder<br \/>\nDer zuk\u00fcnftige Staat also, der nicht in paternalistischer, sondern maternalistischer Manier seine B\u00fcrger als Kinder h\u00e4lt, die sich mit ihren kleinen Bed\u00fcrfnissen besch\u00e4ftigen, indes kein Gef\u00fchl f\u00fcr eine gemeinsame kulturelle Identit\u00e4t, einen gemeinsamen Glauben oder einen gemeinsamen B\u00fcrgersinn existiert, liest sich im Kern wie eine Beschreibung der Regierung der scheidenden Kanzlerin. Schon seit den Ereignissen von 2015, aber umso deutlicher mit der Corona-Krise, nimmt die von Houellebecq richtigerweise analysierte Aufl\u00f6sung des sozialen Umfeldes ihren Lauf.<br \/>\nPl\u00f6tzlich spaltet Politik Familien, vorher noch wegen anderer \u00dcberzeugungen in der Migrationsfrage, aber nunmehr sogar aus schierer Panik vor dem Tod beim Weihnachtsessen, das nicht mehr stattfindet, oder bei dem Ungeimpfte ausgeladen werden. Man mag einwenden: An Vergn\u00fcgen und Zerstreuung hatte man in Corona-Zeiten wenig. Aber genau hier setzt der Text an. In ihrem Streben nach Genuss \u2013 oder die R\u00fcckkehr zu ihm \u2013 kann der Staat seine Kinder kontrollieren.<\/p>\n<p>Die letzte Form der neuen Demokratie lebt nicht von Angst. Es ist kein Regime, das von der Furcht seiner Untertanen zehrt. Tocquevilles Dystopie hat wenig mit Orwells \u201e1984\u201c gemein, wenn, dann finden sich eher Ankl\u00e4nge bei Huxleys \u201eBrave New World\u201c. Es ist eine Herrschaft von gegenseitigem Konsens. Sie zeichnet der Verlust ziviler Vehikel aus: etwa den einer kritischen Presse, die ihre Funktion vorrangig in der Korrektur der Regierungspolitik sieht, oder das Fehlen von Berufsgenossenschaften und Gewerkschaften, die nicht mit dem Staat zusammenarbeiten, sondern in einem distanzierten und autonomen Verh\u00e4ltnis stehen.<br \/>\nDie Tyrannei der Mehrheit lebt vom Desinteresse an den wahren Vorg\u00e4ngen im Land. Ihre Herrschaft beruht auf der Atomisierung der Gesellschaft, in der es keine Gemeinschaften mehr gibt, die einer allumfassenden, benevolenten Staatsmacht entgegenarbeiten k\u00f6nnen. Sie erscheint nicht brutal, sondern f\u00fcrsorglich; ihr Handeln wird mit den guten Absichten des Staates legitimiert. Sie \u00fcbernimmt im wahrsten Sinne des Wortes in letzter Instanz das Denken \u2013 wem m\u00f6gen da nicht die Expertenr\u00e4te in den Sinn kommen, die die Regierungspolitik guthei\u00dfen und die Verlautbarungen der Politik, sie h\u00e4tte alles im Griff, man solle folgen und tun wie gehei\u00dfen, denn dann w\u00fcrde alsbald alles wieder gut?<br \/>\nDie Tyrannei lebt demgem\u00e4\u00df vom Individualismus. Gruppenspezifisches Denken \u2013 von der Nation bis hin zur Familie \u2013 steht unter Generalverdacht. Es ist auff\u00e4llig, wie der politische Gedanke bis ins Arbeits- und Privatleben die Richtlinie vorgibt. Mit der Formel, dass das Private politisch sei, haben die 68er die Endzeit der Demokratie vorangetrieben. Wir haben eine ganze Reihe historischer Schritte zur westlichen Zivilisation im Glauben an eine vermeintliche Modernit\u00e4t abgelegt.<br \/>\nClan-Strukturen erscheinen uns r\u00fcckw\u00e4rtsgewandt, dabei sind es die Abwehrkr\u00e4fte von Abstammung, Heirat und Adoption, die jahrhundertelang gegen die Willk\u00fcrherrschaft gesch\u00fctzt haben; nah\u00f6stliche Parallelgesellschaften oder die s\u00fcditalienische Mafia sind wom\u00f6glich nicht die nachahmenswertesten Modelle, sie verdeutlichen aber, warum sie sich gegen den Zugriff des Staates so erfolgreich wehren. Der moderne Mensch muss sich kritisch fragen, was armseliger ist: die t\u00fcrkische Gro\u00dffamilie unter patriarchalischer F\u00fchrung, die ihr Familienfest trotz Corona-Verboten und trotz ungeimpftem Status und ohne Bewilligung von Reisegenehmigung begeht, oder doch eher die deutsche Kleinfamilie, in der Onkel Harald subtil vom Weihnachtsessen ausgeschlossen wird, weil bekannterma\u00dfen Corona-Leugner und impfunwillig?<\/p>\n<p>Vereinzelung f\u00f6rdert Misstrauen<br \/>\nEs ist also Zeit, sich ehrlich zu machen. Die Maskenpflicht lebt nicht in erster Linie von der Autorit\u00e4t des Staates. Sie lebt von einer Mehrheit, die sie entweder aus \u00dcberzeugung oder Anteilslosigkeit bef\u00fcrwortet oder toleriert. Sie lebt von den Damen im Zug, die eine soziale Rolle durch Ermahnung von Maskenverachtern aus\u00fcben. Sie lebt von der Missbilligung des pensionierten Oberschulrates, der sieht, dass sich andere nicht an die Regeln halten. Sie lebt vom Neid des einstigen Rebellen, der dar\u00fcber grollt, dass andere eine Gesellschaftsordnung brechen, die er im Herbst seines Lebens mitgeformt hat. Sie lebt von der Angst der Mutter, die so sehr um ihre Kinder f\u00fcrchtet, dass sie diese testen, daheim betreuen und impfen will. Sie lebt von der emp\u00f6rten Studentin, die einen Gastronomen anzeigt, weil er im Separee des Restaurants hinter dem Vorgang Ungeimpfte und Ungetestete bewirtet.<br \/>\nMan kann sich mit dem Gedanken tr\u00f6sten, dass diese Form der Tyrannei anders als so vieles menschlich bleibt, und nicht allein in die reine Anonymit\u00e4t des Schreibtisches f\u00e4llt. Die Vereinzelung beg\u00fcnstigt das Misstrauen untereinander; daraus erst resultiert die Forderung nach dem Eingriff des Staates. Wer mag sich dem Mob der Mehrheit entziehen? Robin Alexander hat gesagt, dass sich bei der Nominierung Karl Lauterbachs zum Gesundheitsminister die \u201edemokratische \u00d6ffentlichkeit\u201c gegen\u00fcber der Parteipolitik durchgesetzt h\u00e4tte. Was, wenn der Parteienfilz doch nur das geringere \u00dcbel ist gegen das, was sich bisher nur als radikale Meinungs\u00e4u\u00dferung in sozialen Netzwerken findet? Dort bietet sich ein Vorgeschmack auf das, was droht, und nicht nur in der sich \u00fcberschlagenden Spracheskalation zwischen \u201eGeimpften\u201c und \u201eUngeimpften\u201c.<br \/>\nEine irrationale Angst vor der Nichtigkeit des Lebens l\u00e4sst Generationen von Menschen ohne \u00dcberzeugungen und Glauben in Verzweiflung fallen, weil ihnen nichts bleibt als das Leben selbst. Wir haben keinen Totentanz wie das Mittelalter, oder einen Vanitas-Gedanken wie der Barock entwickelt. Es gibt kein Dekameron, das uns aufheitert. Verzweifelt blickt der Mensch des 21. Jahrhunderts auf ein Virus, weil er die Grenzen der Machbarkeitsfantasien erreicht hat, und ohne Gott, ohne Familie und ohne Heimat nur nach dem Staat \u2013 laut Friedrich Nietzsche das k\u00e4lteste aller Ungeheuer \u2013 rufen kann.<br \/>\nAuff\u00e4llig an Tocquevilles Regierungsbeschreibung ist, dass sie etwas \u00fcber den Mechanismus, \u00fcber die Art und Weise der Regierung sagt, aber nichts \u00fcber die Qualit\u00e4t der Regierungspolitik. Denn trotz der Machtf\u00fclle in seiner Administration, in seinen Verordnungen und Eingriffen ist der Staat anders als Gott nicht allm\u00e4chtig. In der Lockdown- und Impfpolitik war Vertrauen die goldene W\u00e4hrung. Aber im Gro\u00dfen hat bisher keiner der hiesigen Politikans\u00e4tze eine R\u00fcckkehr zur Normalit\u00e4t erm\u00f6glicht.<br \/>\nDer Staat ist in den gro\u00dfen Dingen nicht f\u00e4hig, die Probleme zu l\u00f6sen \u2013 und das zeigt sich in j\u00fcngster Zeit mehrfach in den verschiedensten Ressorts, jedoch nirgends so deutlich wie in der Pandemie. Die Verfallserscheinungen eines Staates offenbaren sich genau in solchen Dingen: dass er nicht mehr die eigentlichen Versprechen halten kann, f\u00fcr die er urspr\u00fcnglich installiert wurde, sondern nur noch in den kleinsten Verordnungen, Verboten und G\u00e4ngelungen tats\u00e4chlich funktioniert.<\/p>\n<p>Der Staat setzt sich nur bei den Schwachen durch<br \/>\nEr kann der Gro\u00dfmutter eine h\u00f6here Rente zusichern, aber nicht, dass sie in ihrer eigenen Wohnung sicher ist; er kann veganes Essen in der Schulkantine einf\u00fchren, aber nicht daf\u00fcr sorgen, dass die Sch\u00fcler regelm\u00e4\u00dfigen Unterricht erhalten; er kann Truppen nach Afghanistan senden, aber nicht die Ordnung an der Au\u00dfengrenze sichern; er kann Autofahrer durch umfangreiche Blitzaktionen drangsalieren, nicht aber die Instandsetzung von Autobahnen und Br\u00fccken garantieren; und er kann immer neue Bu\u00dfgelder, Gesch\u00e4ftsschlie\u00dfungen und Hygienekonzepte einf\u00fchren, aber zuletzt doch nicht daf\u00fcr sorgen, dass Corona verschwindet. Die Dekadenz des Staates \u2013 aber eben nicht staatlicher Macht \u2013 bedingt, dass kleinere Vergehen drakonischer Bestrafung unterliegen, gro\u00dfe Verbrechen dagegen kaum mehr bew\u00e4ltigt werden k\u00f6nnen. \u201eJe ernster die Probleme, umso gr\u00f6\u00dfer ist die Zahl der Unf\u00e4higen, die die Demokratie zu ihrer L\u00f6sung aufruft\u201c, sagt Nicol\u00e1s G\u00f3mez D\u00e1vila.<br \/>\nDie Gegenwart betont den hohen Wert des Individuums; sie sieht es im grundlegenden Antagonismus zum Totalit\u00e4ren. Doch die Tyrannei der Mehrheit offenbart das Gegenteil. Nicht die Gemeinschaft ist Ausgangspunkt des Kollektivs, sondern die Atomisierung. Es mutet paradox an: Freiheit und Demokratie sind Ursache des neuen Totalitarismus sanfter Pr\u00e4gung. Der katholische Religionsphilosoph Romano Guardini hat diesen Zusammenhang eingehend beschrieben. Die Revolutionen haben die alten Autorit\u00e4ten hinweggefegt, aber sie haben das Zerst\u00f6rte nie ersetzen k\u00f6nnen. Der Ruf nach Freiheit war immer der Ruf der Freiheit von Gott. Der Mensch kann voller Mensch erst werden, wenn Gott verschwindet; ein Ideal, dass die franz\u00f6sische wie die bolschewistische Revolution angetrieben hat. Doch das in der materialistischen Weltsicht propagierte Ideal des freien Menschen hat sich realiter nie erf\u00fcllt<br \/>\nDas ist der Grund, warum der Kommunismus nie eine nur schlecht umgesetzte Idee war, sondern eine inh\u00e4rent schlechte Idee ist: Die Diktatur des Proletariats vertritt eine Arbeiterschicht, ist also nur Rechenschaft gegen\u00fcber eines \u201eAnonymons\u201c schuldig, \u201everk\u00f6rpert in Beh\u00f6rden, die absolute Macht aus\u00fcben, aber sich nie einer echten Rechenschaft stellen\u201c. Das Ergebnis ist \u201eder absolute Staat, antlitzlos und unangreifbar\u201c. F\u00fcr Guardini sind diese Formen vermeintlicher Freiheit und totalit\u00e4rem Staat kein Gegensatz. Denn \u201efrei ist nur die Person\u201c.<br \/>\nDie menschliche Person kann aber nach christlicher Auffassung nur sie selbst sein in Antwort auf die Person Gottes. \u201eSobald Gott geleugnet wird, erlischt die Personalit\u00e4t des Menschen, und es bleibt ein Wesen \u00fcbrig, das sein Recht auf Freiheit nicht mehr einsichtig machen kann\u201c, so Guardini. \u201eDer autonome Einzelne und der absolute Staat; die Revolution des autonomen Einzelnen und die Diktatur des absoluten Staates \u2013 das sind zwei Momente, die vom ersten Augenblick an miteinander gegeben sind.\u201c<\/p>\n<p>Die Verstummung des Menschen<br \/>\nDie Sezierung der demokratischen Evolution ist kein Pl\u00e4doyer f\u00fcr oder gegen sie. Tocquevilles Prognose veranschaulicht, dass der Ist-Zustand keiner Perversion, keinem Abweg geschuldet ist, sondern den Zw\u00e4ngen eines Systems, die schon vor rund 200 Jahren offensichtlich waren. Die Aush\u00f6hlung kultureller Traditionen und zivilen Errungenschaften \u2013 der franz\u00f6sische Edelmann hatte den Erhalt alter und guter Sitten angemahnt \u2013 l\u00e4sst den Staat in das Vakuum treten und dort schalten und walten. Der Erhalt von Traditionen ist anstrengend. Die Politik hat bisher jeden Verzicht auf sie als Erfolg verkauft.<br \/>\nAls langfristige Voraussetzungen jener freiheitlich-s\u00e4kularen Ordnung, die der Staat nicht selbst garantieren kann (Ernst-Wolfgang B\u00f6ckenf\u00f6rde), sind sie im demokratisch-politischen Denken, das nur auf Wahlperioden, denn auf die Gesamterhaltung des Staatswesens schielt, ein vernachl\u00e4ssigbares Thema. Ohne sie kehrt die Demokratie zu ihrer reinsten Form zur\u00fcck. Dazu geh\u00f6rt der Ostrakismos, das altgriechische Scherbengericht, das unliebsame Gestalten ins Exil schickt. Die neue Demokratie hat auch in diesem Falle eine mildere, eine m\u00fctterliche Form gefunden, die anders als die klassische Diktatur nicht verfolgt, einsperrt und t\u00f6tet. Es ist die Verstummung des Menschen. An dieser Stelle nochmals Guardini:<br \/>\n\u201e\u00dcber alles M\u00f6gliche wird gesprochen. Best\u00e4ndig schallen die Worte. (\u2026) \u00dcberall ist L\u00e4rm, und \u00fcberall ist der qualifizierte L\u00e4rm, das Gerede. (\u2026) Ebendas bewirkt eine eigent\u00fcmliche Stummheit. Es gibt ein zeitgeschichtlich bedingtes Symbol dieser Situation: die des Menschen im totalit\u00e4ren Staat. Um ihn her, auf ihn dr\u00f6hnt best\u00e4ndig das Gewalt antuende Reden der Propaganda, der Parteifunktion\u00e4re, der Zeitung, des Rundfunks usw. Zugleich verschwindet aber die M\u00f6glichkeit des offenen Wortes; die M\u00f6glichkeit, pers\u00f6nlich Wahrheit zu realisieren. Der Mensch kann das nicht mehr, weil er f\u00fcrchten muss, sofort zerst\u00f6rt zu werden. In einer Welt, in der unaufh\u00f6rlich das Reden der sogenannten Gemeinschaft dr\u00f6hnt, wird der Mensch stumm.\u201c<br \/>\nEs w\u00e4re ein Fehler, die Tyrannei der Mehrheit nur eines singul\u00e4ren Ereignisses wie der Corona-Krise wegen zu konstatieren. Sie existierte schon zuvor in Ans\u00e4tzen, und sie wird auch danach weiterbestehen und sich vertiefen. Sie geht weit \u00fcber die platte Verfemung einer \u201eCorona-Diktatur\u201c hinaus. Sie ist ein geschichtsphilosophischer Prozess. Gott schickt keine Seuchen, bem\u00fchten sich Vertreter der Kirche zu wiederholen. Aber erst das Elend sch\u00e4rft den Blick. Es ist nicht abzusehen, in welchem Ma\u00dfe Tocquevilles Vision bereits Wirklichkeit geworden ist, doch die Zeichen sind deutlicher denn je.<br \/>\nZuletzt bleibt die Einsicht, dass die Demokratie weniger Errungenschaft und Endpunkt, sondern Ausgangspunkt einer fatalen Entwicklung ist, als deren Gegenteil sie sich historisch empfohlen hat. Dass die positiv konnotierten Begriffe von Freiheit und Individuum in letzter Instanz auch das Ende unserer Staats- und Gesellschaftsordnung bedeuten, weil Letztere die Grunds\u00e4tze verlassen haben, die au\u00dferhalb der Politik die eigentlichen Standpfeiler unserer Zivilisation sind, bleibt eine Ironie der modernen Geschichte.<br \/>\n&#8230; Alles vom 1.1.2022 von Marco Gallina bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/meinungen\/tyrannei-der-mehrheit\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/meinungen\/tyrannei-der-mehrheit\/<\/a><\/p>\n<p><em>Marco Fausto Gallina (*1986), in Italien geboren, im Rheinland sozialisiert, hat in Verona und Bonn Geschichts- und Politikwissenschaften mit Schwerpunkten auf Internationale Beziehungen, Diplomatiegeschichte und europ\u00e4ischer Geschichte studiert. Danach war er bis 2021 Mitarbeiter im Deutschen Bundestag. Dort spezialisierte er sich auf Themen zur Au\u00dfen-, Sicherheits- und Energiepolitik.<\/em><\/p>\n<p>.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nDer Quatsch lebt davon, dass die Mehrheit zu liberal-tolerant ist und sich von intoleranten Kleingruppen via Politik St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck das Leben diktieren l\u00e4sst, aus Gr\u00fcnden der Harmonie nur gelegentlich hinter der Hand grummelnd, so lange es noch irgendwie ertr\u00e4glich ist.<br \/>\n1.1.2022, H.W.<\/p>\n<p><strong>Nein!! Es ist Wohlstandsverwahrlosung.<\/strong><br \/>\nDie Leute sind satt \u2013 zumindest ein gro\u00dfer Teil. Und die die um ihre Existenz k\u00e4mpfen m\u00fcssen haben keine Zeit um sich um infantile intolerante Kleingruppen zu k\u00fcmmern die vor lauter satter Langeweile nicht wissen was tun und wenigstens einen Erfolg im Leben feiern wollen. Koste es was es wolle. Die h\u00fcpfenden Kinder z.B. denken nicht dar\u00fcber nach da\u00df wenn der elterliche Geldsegen versiegt sie es sind die f\u00fcr ihre Forderungen bezahlen m\u00fcssen. Das gro\u00dfe Erwachen wird kommen denn nicht alle von denen die heute noch die Schule schw\u00e4nzen um h\u00fcpfend absurde Forderungen zu stellen werden bei Parteien oder beim \u201eStaat\u201c unterkommen um am Monatsanfang Geld auf dem Konto zu haben. Das wird f\u00fcr viele von denen bitter werden. Sehr bitter sogar.<br \/>\n1.1.2022, M.M.<\/p>\n<p><strong>Richtig: Das Hauptproblem sind die Medien, die durch ihre Panikmache<\/strong><br \/>\nso viele beeinflussen, die gar nicht auf die Idee kommen, dass sie angelogen werden.<br \/>\nWenn die Propagandamedien nicht w\u00e4ren, k\u00f6nnte sich Jemand wie Lauterbach keine 5 Minuten im Amt halten, auch wenn er die Parteiendiktatur hinter sich h\u00e4tte.<br \/>\nEine \u201cRevolution\u201d gegen die Medien ist wichtiger als eine gegen die Politiker.<br \/>\n1.1.2022, A.M.<\/p>\n<p><strong>Terrorisierung der Vereinzelten mittels Fernsehen und Zeitungen<\/strong><br \/>\nIch m\u00f6chte einen Aspekt erg\u00e4nzen, der mit dem Artikel durchaus kompatibel ist, aber bei der Betonung des Autors auf den symbiotischen Charakters des Verh\u00e4ltnisses zwischen Staat und Mehrheit untergeht: ohne die jahrelange Terrorisierung der Vereinzelten mittels Fernsehen und Zeitungen (allabendliche \u201eSchwerpunkt Corona\u201c etc.) w\u00e4re die Gleichschaltung zum Gleichschritt auch nicht so perfekt gelungen. Die Konditionierung l\u00e4uft auch wesentlich \u00fcber die \u00f6ffentliche Bewirtschaftung der individuellen \u00c4ngste: es wird drakonisch eingeh\u00e4mmert, welche \u00c4ngste verboten (Islamisierung, Zerst\u00f6rung des Nationalstaates , Angst vor Impfnebenwirkungen etc etc.) sind. Und umgekehrt, welche nicht nur erlaubt, sondern geboten sind. Dem entspricht als Spiegelbild die Palette von positiven \u201ewarmen\u201c Gef\u00fchlen, die wir etwa \u201eFl\u00fcchtlingen\u201c oder der \u201eGemeinschaft der Geimpften\u201c entgegenbringen sollen. Dieses halte ich aber f\u00fcr sekund\u00e4r, das Prim\u00e4re ist die Bewirtschaftung der \u00c4ngste.<br \/>\n1.1.2022, N.E.<\/p>\n<p><strong>Lieber Herr Gallina, Sie bringen es auf den Punkt:<\/strong><br \/>\n\u201eEs ist also Zeit, sich ehrlich zu machen. Die Maskenpflicht lebt nicht in erster Linie von der Autorit\u00e4t des Staates. Sie lebt von einer Mehrheit, die sie entweder aus \u00dcberzeugung oder Anteilslosigkeit bef\u00fcrwortet oder toleriert. Sie lebt von den Damen im Zug, die eine soziale Rolle durch Ermahnung von Maskenverachtern aus\u00fcben. Sie lebt von der Missbilligung des pensionierten Oberschulrates, der sieht, dass sich andere nicht an die Regeln halten. Sie lebt vom Neid des einstigen Rebellen, der dar\u00fcber grollt, dass andere eine Gesellschaftsordnung brechen, die er im Herbst seines Lebens mitgeformt hat. Sie lebt von der Angst der Mutter, die so sehr um ihre Kinder f\u00fcrchtet, dass sie diese testen, daheim betreuen und impfen will. Sie lebt von der emp\u00f6rten Studentin, die einen Gastronomen anzeigt, weil er im Separee des Restaurants hinter dem Vorgang Ungeimpfte und Ungetestete bewirtet.\u201c<br \/>\nEs ist die Angst vor den Mitmenschen, vor ihrer Aggressivit\u00e4t, die mich in der U-Bahn die Maske tragen l\u00e4\u00dft und nicht die Angst, von der Polizei erwischt zu werden. Das ist unser aller Problem. Ein frohes neues Jahr<br \/>\n1.1.2022, Ban<\/p>\n<p><strong>Individualismus ist nicht gleich Egoismus &#8211; Hayek<\/strong><br \/>\nIch halte die Analyse ebenfalls f\u00fcr falsch. Hayek schreibt in seinem Buch \u201eder Weg zur Knechtschaft\u201c, dass wir bereits im 19. Jh und vorher ein \u201c Kernst\u00fcck der abendl\u00e4ndischen Kultur\u201c aufgaben, wie sie aus christlichen, griechischen und r\u00f6mischen Elementen entstanden ist. Hayek: \u201eNicht nur den Liberalismus des 18. und 19. Jh geben wir Schritt f\u00fcr Schritt auf, sondern auch die Grundlagen der individualistischen Philosophie, die wir als Verm\u00e4chtnis von Erasmus und Montaigne, Circero und Tacitus, Perikles und Thukydides empfangen haben.\u201c<br \/>\n\u201eIndividualismus\u201c hat heute einen \u00fcblen Beiklang, aber zu Unrecht, wie Hayek und auch Popper schreiben. Er wird f\u00e4lschlich mit \u201eEgoismus\u201c gleichgesetzt. Dabei ist Individualismus wie gesagt der Kern der freiheitlichen abendl\u00e4ndischen Gesellschaft. Es hei\u00dft ja im Neuen Testament \u201eliebe deinen N\u00e4chsten wie dich selbst\u201c (das ist ja kaum Egoismus), aber nicht \u201eliebe das Kollektiv mehr als dich selbst\u201c.<br \/>\nAuch ein anderes Zitat Hayeks trifft heute auf die verbitterten K\u00e4mpfer gegen \u201eRechts\u201c, finde ich:\u201c\u2026so kommt es, dass nicht wenige, die sich \u00fcber die Verirrungen des Nationalsoz. erhaben d\u00fcnken und alle seine \u00c4u\u00dferungen ehrlich hassen, sich doch f\u00fcr Ideale einsetzen, deren Verwirklichung auf geradem Wege die verabscheute Tyrannis herbeif\u00fchren w\u00fcrde.\u201c<br \/>\n1.1.2022, P.M.<\/p>\n<p><strong>Wir alle \u2013 fast alle \u2013 sind Opfer, mehr oder weniger,<\/strong><br \/>\ndie einen aus diesen, die anderen aus jenen Gr\u00fcnden; Opfer einer herrschs\u00fcchtigen, verantwortungslosen Clique aus Politik, Propoagandamedien und opportunistischen Mitl\u00e4ufern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verb\u00e4nden. Die einen wurden Opfer der bewusst und gezielt verbreiteten Panik zur Gef\u00e4hrlichkeit des Virus\u2018, die anderen des L\u00fcgens oder Verschweigens \u00fcber Wirksamkeit und Dauer des Impfschutzes, wieder andere Opfer der N\u00f6tigung und Erpressung zur Impfung und eine letzte Gruppe sieht sich in der Rolle des S\u00fcndenbocks, der vom v\u00f6lligen Versagen dieser Clique bei der Krisenbew\u00e4ltigung ablenken soll. Allen gemeinsam ist der Verlust der freien, eigenverantwortlichen Entscheidung f\u00fcr oder gegen etwas. Der T\u00e4terclique ist es gelungen, getreu dem durch Jahrhunderte hindurch bew\u00e4hrten Motto \u201eteile und herrsche\u201c die einen Opfer gegen die anderen Opfer so aufzuwiegeln, dass sie die eigenen Interessen verleugnen und dem Stockholm-Syndrom erliegen. Wenn es den S\u00fcndenb\u00f6cken nicht gelingt, den anderen Opfern zu vermitteln, dass auch sie Opfer der gleichen T\u00e4ter sind, wird die Gesellschaft auf Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, im Chaos der allgemeinen Spaltung versinken. Leider habe ich trotz meiner 75 Jahre keine Ahnung, wie das gelingen soll, wenn schon die leisesten Versuche, sich gemeinsam friedlich zum Protest zu versammeln, mit massivem, grenz\u00fcberschreitendem Polizeieinsatz unterbunden werden.<br \/>\n1.1.2022, Ath<\/p>\n<p><strong>Leider wird Demokratie \u00fcberbewertet und fehlinterpretiert<\/strong><br \/>\nund leider f\u00e4llt mir auch keine bessere bzw. gerechtere Staatsform ein. Aber Demokratie entscheidet nicht dar\u00fcber wer oder was richtig oder falsch, gut oder b\u00f6se ist. Eine \u201edemokratisch\u201c gew\u00e4hlte Regierung ist grunds\u00e4tzlich nicht besser oder schlechter als ein Diktator oder ein Monarch. Vor allem haben Demokratie, Diktatur oder Monarchie eine entscheidende Gemeinsamkeit: Nirgends<br \/>\nwird die Frage nach Einverst\u00e4ndis zum \u201eregiert\u201c werden gestellt Man bekommt das jeweilige System \u00fcbergest\u00fclpt bzw. wird darin hineingeboren. Auch in der Demokratie wird nicht die Frage nach dem ob, sondern nur nach dem wer gestellt.<br \/>\nEgal welche Staatsform, alle Regierenden erhalten qua Position das Monopol zur Gewalt. Und dieses Gewaltmonopol ist es am Ende, die jedes Gesetz, jede Verordnung erst Umsetzbar macht. Ohne Gewalt oder deren Androhung ist jedes Gesetz nur ein St\u00fcck Papier. Das beweist alleine schon die Nichtausl\u00f6sung des \u00a720 Abs.4.trotz vorhandener Voraussetzung.<br \/>\nUnd so kann der Gradmesser f\u00fcr eine \u201erichtige und gute\u201c Regierung nur die Freiheit sein. Wer seinen B\u00fcrgern die gr\u00f6\u00dft m\u00f6glichen Freiheiten (auch wenn es hierbei sicherlich gro\u00dfe Interpretationsdifferenzen gibt) zugesteht verzichtet damit in jedem \u201eFreibereich\u201c auf Gewalt(androhung). Freiheit bedeutet ja auch dass jeder die Freiheit besitzt sich f\u00fcr das Gemeinwohl einzuschr\u00e4nken und es gro\u00dfz\u00fcgig zu finanzieren. Den eigenen kleinen Sozialismus auszuleben.<br \/>\n1.1.2022, W.E.<\/p>\n<p><strong>Entscheidend ist immer was der Einzelne im Leben tut<\/strong><br \/>\nDie Geschicke eines Volkes werden von denjenigen gelenkt die die Macht innehaben. Handelt es sich um Menschen die einer Religion angeh\u00f6ren, gibt diese den moralischen background. Areligi\u00f6se erfinden sich einen abh\u00e4ngigen Ethikrat, der bei uns demn\u00e4chst wohl auch die Klimapolitik moralisch unterf\u00fcttern wird.<br \/>\nAktuell wird die Macht von einem Zusammenschlu\u00df von Klein- und Kleinstparteien ausge\u00fcbt. Deren wichtigste Grundlage ist ihr eigener Zusammenhalt , da sie ansonsten zu Partikelchen zerfallen. Ich traue diesem Klub nicht zu dauerhaft zu werden. Allerdings glaube ich, das hinter diesem Geschehen andere Kr\u00e4fte ihre lenkenden Finger im Spiel haben. Entscheidend m\u00fcsste die Bev\u00f6lkerung sein die sich gegen diese Pseudodemokratie auflehnt.<br \/>\nLese ich die Kommentare hier, ist die Bev\u00f6lkerung denkfaul, medial fehlinformiert, unf\u00e4hig zum selber denken, geschichtsvergessen und unf\u00e4hig zur Selbstkritik.<br \/>\nM\u00fcssen sich hier nicht alle die Frage stellen : \u201eWas habe ich gegen die Entscheidungen von Frau Merkel unternommen und was gegen die CDU die ihr so willig folgte?\u201c. Und was ist heute zu tun um die Geschicke zu wenden? Wieviel Mut ist notwendig? Wer h\u00e4tte in der Hitler\u00e4ra bei sich zuhause Juden versteckt? Wer hat sich f\u00fcr Assange eingesetzt? Wer geht pers\u00f6nlich zu seinem Abgeordneten und sagt ihm die Meinung ins Gesicht, wer seinem Pfarrer oder B\u00fcrgermeister? Wer geht auf die Sta\u00dfe oder schaut vom Sofa aus zu wie es andere f\u00fcr ihn erledigen? Wer hier ist bereit von der Hand im Mund zu leben f\u00fcr den Erhalt der Demokratie?<br \/>\nEs ist ein wirklich interessanter Artikel, aber f\u00fcr mich entscheidend ist immer was der Einzelne im Leben tut. Es ging und geht immer um\u00b4s Handeln und da reicht das eigene Umfeld. Siehe Herr Tichy, der mit seiner Zeitung doch wirklich das Beste aus seiner journalistischen Situation gemacht hat und dabei uns allen n\u00fctzt.<br \/>\n1.1.2022, Far<\/p>\n<p><strong>Grundrechtekatalog und die Rechtsstaatlichkeit essentiell<\/strong><br \/>\nIch stimme dem Artikel in Vielem zu, auch wenn ich als Agnostiker die christliche Position des Autors nicht teile. Es ist schon so, dass die Demokratie keineswegs ein Weg in das Paradies und in die Freiheit ist.<br \/>\nTats\u00e4chlich ist f\u00fcr mich als klassischen Liberalen der Grundrechtekatalog und die Rechtsstaatlichkeit viel essentieller ist als das demokratische Wahlverfahren. Ich w\u00fcrde lieber in einer liberalen Monarchie oder Aristokratie leben als in einer repressisven Demokratie oder Ochlokratie, auf die dieses Land heute zustrebt.<br \/>\nFreiheit ist pragmatisch gesehen: Eigenverantwortung f\u00fcr das eigne, das Leben der Familie und sonstigen Schutzbefohlenen zu \u00fcbernehmen und dazu muss ich mein legitimes Eigeninteresse verfolgen k\u00f6nnen und mit Eigentum absichern d\u00fcrfen. Das ist in dem heutigen Regime immer schlechter m\u00f6glich, trotz oder vielleicht sogar wegen der Demokratie.<br \/>\n1.1.2022, P.t.<\/p>\n<p><strong>Dieser Artikel ist eine brilliante Analyse dessen,<\/strong><br \/>\nwie es so weit kommen konnte. Es ist wahr: \u201eDer Staat\u201c erm\u00e4chtigt sich selbst, Sinn und Zweck des Grundgesetzes beliebig in seinem Sinne bis ins Paradoxe hinein zu verdrehen. Damit er in diesem Tun nicht gest\u00f6rt wird, besetzt er BGH und Verfassungsschutz mit getreuen Vasallen, die keine Skrupel kennen. So kann der Staat ungest\u00f6rt \u00fcber den ehemals freien B\u00fcrger verf\u00fcgen und \u00fcber sein Leben und seine Freiheit bestimmen.<br \/>\nUnd wie reagiert die \u00fcbergro\u00dfe Mehrheit ebenjener B\u00fcrger darauf? Sie applaudieren und fordern noch mehr Entm\u00fcndigung, noch mehr Regeln, noch mehr Freiheitsentzug, noch mehr Eingriffe ins Private. Es ist wie es ist: Die Mehrheit in diesem Land sehnt sich nach der Diktatur, f\u00fcr die sie bei jeder Wahl ganz demokratisch abstimmt.<br \/>\n\u201eDie gl\u00fccklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.\u201c Marie von Ebner-Eschenbach<br \/>\n1.1.2021, C.B.<\/p>\n<p><strong>Eine hervorragende Analyse und der Schlusssatz<\/strong><br \/>\nbringt noch einmal die Paradoxie geschichtlicher Prozesse auf den Punkt.<br \/>\n\u201eDass die positiv konnotierten Begriffe von Freiheit und Individuum in letzter Instanz auch das Ende unserer Staats- und Gesellschaftsordnung bedeuten, weil Letztere die Grunds\u00e4tze verlassen haben, die au\u00dferhalb der Politik die eigentlichen Standpfeiler unserer Zivilisation sind, bleibt eine Ironie der modernen Geschichte.\u201c<br \/>\n1.1.2022, T.S:<\/p>\n<p><strong>Ohne die traditionelle Familie ist die Gesellschaft verloren<\/strong><br \/>\nMan kann diesen hervorragenden Text so zusammenfassen: Ohne die traditionelle Familie, die Ausgangspunkt jeglicher Zivilisation ist und die vor diesem Hintergrund absoluten Schutz seitens der Gemeinschaft bedarf, ist die Gesellschaft und der Mensch verloren, das wir gegenw\u00e4rtig im Zuge der jahrzehntelangen Verbreitung der Idee des Feminismus durch Medien und Politik, das vor allem die Identit\u00e4t der (jungen) Frauen zerst\u00f6rt hat, das sich wiederum auf deren Geschlechterrolle respektive Familien- und M\u00e4nnerbild auswirkt, erleben!<br \/>\n1.1.2022, M.K.<\/p>\n<p><strong>&#8230; manipulierbare, denkfaule Bev\u00f6lkerung<\/strong><br \/>\n&#8222;Verzweifelt blickt der Mensch des 21. Jahrhunderts auf ein Virus, weil er die Grenzen der Machbarkeitsfantasien erreicht hat, und ohne Gott, ohne Familie und ohne Heimat nur nach dem Staat \u2013 laut Friedrich Nietzsche das k\u00e4lteste aller Ungeheuer \u2013 rufen kann.&#8220;<br \/>\nMit diesem Satz \u201eadeln\u201c Sie Corona zum Killervirus. Bei einer Form von Grippe mit 0,1% Sterblichkeit bei Menschen unter 50 Jahren muss ich nach einem dominanten Staat rufen? Nee, nicht wirklich.<br \/>\nDiese Regierung hat auch nicht mein immerw\u00e4hrendes Ablenkung durch \u201eVergn\u00fcgen\u201c im Sinn sondern eine ungez\u00fcgelte Ausbeutung bei gleichzeitiger Zwangsumstellung f\u00fcr den \u201egenutzten B\u00fcrger\u201c auf puritanische, bis ins kleinste Detail von Oben (gerne vollkommen vernunftfreie) vorgeschriebene Lebensweise. Kommunismus eben. Nur machbar mit einer manipulierbaren, denkfaulen Bev\u00f6lkerung.<br \/>\n1.1.2022, ana<\/p>\n<p><strong>Und die Perspektive? Eine \u201efatale Entwicklung\u201c mit fatalem Ende?<\/strong><br \/>\nEin linksautokratisch-sozialistischer EU-Obrigkeits-und Bevormundungsstaat unter Herrschaft einer radikalen Klimapartei und global(istisch)er Finanz- und (Social)-Media-Konzerne?<br \/>\nMein Vorschlag (auf die Schnelle):<br \/>\n(Mehr) Politische Bildung (einschl. historischer Wahrheiten und Zusammenh\u00e4nge)<br \/>\n(Mehr) Direkte Demokratie<br \/>\nAn beidem ist der regierende\/herrschende Partei(en)staat, nicht interessiert, weil beides geeignet w\u00e4re, ihn regelm\u00e4\u00dfig zu hinterfragen, ihm zu widersprechen, ihn ggf. sogar abzulehnen und auszutauschen.<br \/>\nTrotz der bedauerlichen, fast tragischen Individualisierung, Aufl\u00f6sung von Gemeinschaften, Vereinen, Stammtischen, Dorfschenken, Volksfesten, Familie, Nation, Religion, Gott insbesondere seit der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts \u2013 heute gibt es das Internet, das nichts davon wirklich ersetzt aber dennoch dazu geeignet ist, Interessensgruppen und Gemeinschaften neu zu motivieren und zu organisieren.<br \/>\nDer herrschende Partei(en)staat in Ost und West und seine m\u00e4chtigen global agierenden Stichwortgeber suchen dies nun immer drakonischer durch Beobachtung, Manipulation, Diffamierung, Zensur und Verboten von Social Media Accounts\/Kan\u00e4len, Medien\/Presse, Parteien, Bewegungen bereits im Keim zu unterdr\u00fccken. Ihnen gemein ist, dass sie als \u201erechts\u201c oder \u201erechtsextrem\u201c, als Verschw\u00f6rungstheorien und\/oder \u201efalsche\u201c Aussagen\/Meinungen verbreitend, bezeichnet, diffamiert und allein somit L\u00f6schungen\/Verbote legitimiert werden.<br \/>\nDer zunehmend aktivistische Einfluss des (herrschenden) Staats auf die (ver-)\u00f6ffentlichte Meinung und individuelle Meinungs\u00e4u\u00dferungen des Volkes sowie die rigorose Bek\u00e4mpfung von Kritikern und Oppositionellen nebst permanenter moralische Einsch\u00fcchterung eigenst\u00e4ndig- und selbstdenkender B\u00fcrger wie j\u00fcngst CDU-Funktion\u00e4r Uwe Becker<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.juedische-allgemeine.de\/politik\/querdenker-sind-selbst-ein-gefaehrliches-virus\/\">https:\/\/www.juedische-allgemeine.de\/politik\/querdenker-sind-selbst-ein-gefaehrliches-virus\/<\/a><br \/>\nist heute in der Jetztzeit auch signifikant urs\u00e4chlich daf\u00fcr, dass die \u201eschweigende Mehrheit\u201c eine solche bleibt und Minderheiten klein, gespalten, zersplittert und gesellschaftlich ausgegrenzt bleiben.<br \/>\n1.1.2021, Kon<\/p>\n<p><strong>Die Masse ist schlichtweg dumm<\/strong><br \/>\nMag sein, dass die Ursachen komplex sind. Meiner Ansicht nach ist das Problem allerdings trivial. Die Masse ist schlichtweg dumm. Ich sehe in meinem Umfeld viele Menschen, die nur nachplappern und von Politik keine Ahnung haben. Die Wenigsten haben einmal live Bundestagsreden angeh\u00f6rt oder selbst Statistiken beim Statistischen Bundesamt gelesen. Diese Leute konsumieren Massenmedien und erz\u00e4hlen eins zu eins dasselbe, was sie dort h\u00f6ren.<br \/>\nEigene Denkanstrengung Fehlanzeige. Die meisten Leute haben keine Lust oder keine Zeit sich mit Politik, \u00d6konomie oder Physik zu besch\u00e4ftigen. Die Tyrannei der Mehrheit ist Ausdruck ihrer v\u00f6lligen Unwissenheit. Es bedarf nur dem Druck einer Minderheit, um diese Masse zu lenken. Wie ein Schneeball, der eine Lawine ausl\u00f6st. Schnell entsteht eine Gleichschaltung, weil der Mensch ein Herdentier ist. Das ist traurig, aber bittere Realit\u00e4t.<br \/>\n1.1.2022, St.Sch<\/p>\n<p><strong>Himmel! Dass Demokratie und Rechtsstaat keine Einheit bilden,<\/strong><br \/>\nsondern die (Mehrheit in der) Demokratie dazu neigt, den Rechtsstaat (zum Beispiel die Grundrechtsgarantien) zu beseitigen, ist nicht neu. Dass Tyrannei durch Gewalt, aber auch durch Wahlen an die Macht kommen kann, ist ebenso alt und hat mit der Emanzipation des Einzelnen vom Gruppenzwang \u2013 ein unver\u00e4ndert erstrebenswertes Ideal \u2013 gar nichts zu tun. Das Problem liegt nicht im Herrschaftssystem (Wo sind \u00fcbrigens Ihre \u2013 besseren \u2013 Alternativen?), sondern im Zeitgeist, der ma\u00dfgeblich durch Krisen oder deren Abwesenheit geformt wird, und den verfestigten Strukturen, die eine Leistungsauswahl behindern. Viele Abiturienten haben nur das Baerbock-Niveau. Man kann das (auf gef\u00e4hrliche Art) kindisch nennen. Doch es ist eine Generation, die keine Katastrophen erlebt hat. Die Eliten werden nun aus solchen Unreifen gebildet. Doch k\u00f6nnen sie sich abseits von Wahlen in Netzwerken formieren und \u2013 unabh\u00e4ngig von ihrem Versagen \u2013 an der Macht halten. Ich sehe das Problem nicht darin, dass es vor\u00fcbergehende Phasen gibt, in denen es schlecht l\u00e4uft oder die B\u00fcrger auf dem falschen Dampfer fahren. Das Problem ist die fehlende Korrektur.<br \/>\nDas hat mit Egoismus, Liberalit\u00e4t oder einer sozialen Inkompetenz gar nichts zu tun. Es ist eine Struktur entstanden, die bestimmte Cliquen vom Zuspruch abkoppeln. So entstehen Zeitungen ohne Leser (Wo ist denn \u00fcbrigens hier Ihre Mehrheit der Tyrannen abgeblieben?) und Politik ohne Mehrheiten (denn Sie \u00fcbersehen die m\u00e4\u00dfigen Wahlbeteiligungen und die sehr unterschiedlichen politischen Versprechen vor der Wahl, die pl\u00f6tzlich verschwunden sind; Stichwort \u201ekeine Impfpflicht\u201c). Nein, eine Systemkrise haben wir nicht im Sinne, die B\u00fcrger passen nicht zur Demokratie. Da sind Sie den Bonzen auf den Leim gegangen. Die meisten B\u00fcrger wollen keinen unsichere Stromversorgung, hohe Preise oder NGOs mit ihrem Lohn unterhalten oder das Weltsozialamt spielen.<br \/>\nIch glaube, das wissen Sie auch. Die eigentlich spannende Frage ist: Warum findet es trotzdem statt? Covid war der Versuch, diese Themen durch ein anderes zu \u00fcberlagern und ein nationales Projekt, das alle in den H\u00fchnerstall des herrschenden politisch-medialen Komplexes treiben sollte, zu etablieren. Das ist misslungen \u2013 und deshalb ist die Reaktion auch so scharf. Deutschland hat \u2013 v\u00f6llig zu Recht \u2013 nicht an einem Strang gezogen. Es ist gut, dass es diesen Widerstand gab und immer mehr gibt. Das ist richtig und nicht falsch. Und es toben die Netzwerker, Bollwerker, Volksp\u00e4dagogen und ihr Hass zeigt nur ihr Versagen. Erg\u00f6tzen wir (ich spreche vom Wir aus freien St\u00fccken) uns daran und feiern wir die, die sich als kleinere Einheiten behaupten (konnten). Ihnen gilt unser Stolz, den Spazierg\u00e4ngern (\u00fcbrigens eine Gruppe: aus Individuen), denn sie haben gelernt und zeigen ein Deutschland, das wirklich Vertrauen verdient.<br \/>\n1.1.2022, K.SCH<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Die Mehrheit begr\u00fc\u00dft die Aushebelung von Grundrechten.<\/strong><br \/>\nDas d\u00fcrfte aber eine gewagte These sein, denn das w\u00fcrde ja sachliches Denken voraussetzen und da kann man so seine Zweifel haben und d\u00fcrfte eher der Gleichg\u00fcltigkeit oder der Naivit\u00e4t geschuldet sein, als rationalen \u00dcberlegungen.<\/p>\n<p>Fakt ist, da\u00df wir unter der Merkel-\u00c4ra Jahr f\u00fcr Jahr einen \u00fcbergriffigeren Staat erhalten haben und das d\u00fcrfte ihrer Herkunft und Sozialisierung gezollt sein, denn wer dort dem System auf irgendeine Art gedient hat mu\u00dfte ja davon \u00fcberzeugt gewesen sein und w\u00e4hrend meiner Gesch\u00e4ftsreisen im damaligen Osten hatte ich das recht zweifelhafte Vergn\u00fcgen mit dieser Art der Volksgenossen konfrontiert zu werden, die von ihrer Sache reichlich \u00fcberzeugt waren, sie zwar den steten Mangel kannten, aber trotzdem ihren Verpflichtungen nachkamen, wenn es um ausw\u00e4rtige Auftr\u00e4ge ging.<\/p>\n<p>Wer nun so aufgewachsen ist in diesem System, der konnte nur was werden, wenn er sich nicht nur unterordnete, sondern auch dem System mit vollem Herzen diente und wer das machte, der konnte nicht \u00fcber Nacht seine \u00dcberzeugung an der Garderobe abgeben, nachdem die Grenze gefallen ist und somit wurden dann auch einige aus dem Osten hochgesp\u00fclt, obwohl es den Grunds\u00e4tzen des freien Westens widersprach und sich dann aber in der Politik wiedergefunden hat, mit der wir heute t\u00e4glich konfrontiert werden.<\/p>\n<p>Die einzige gro\u00dfe Leistung war im Prinzip die gr\u00f6\u00dfte demokratische Partei nach links zu drehen und dadurch wurde die Ausgewogenheit zerschlagen und seither ist die Linke in ihrer Gesamtheit dominierend und dabei kommen immer wieder alte DDR-Gedanken zum Vorschein, die in dieser Form vorher so nicht praktiziert wurde, weil der Bundestag noch ein Hort der Entscheidung war und die auf der Regierungsbank sich noch einigerma\u00dfen rechtstreu verhalten haben, was seit 2015 zur Makulatur geworden ist.<br \/>\nDas haben sich dann auch andere Interessenten von innen und au\u00dfen zunutze gemacht und dabei wurde der Souver\u00e4n immer mehr zur Seite gedr\u00e4ngt und wer dagegen opponierte wurde schlichterhand zum Nazi oder Verschw\u00f6rungstheoretiker erkl\u00e4rt und die kamen dabei in Erkl\u00e4rungsnotstand, in dem sie sich noch heute befinden, w\u00e4hrend die andere Seite lustig weitermacht, ohne auf dei Befindlichkeit der Andersdenkenden R\u00fccksicht zu nehmen und das geht nicht gut aus, deshalb auch der erneute Appel des Zusammenhaltes, der allerdings von der spalterischen Tendenz von jenen ausgeht, die genau das fordern, was sie vorher durch eigene Taten bef\u00f6rdert haben und nun selbst merken in welche Sachgasse sie hineingefahren sind und wollen wir hoffen, da\u00df wir da wieder rauskommen, denn das k\u00f6nnte sonst am Ende der Gasse sehr eng werden, was dann f\u00fcr niemand n\u00fctzlich w\u00e4re.<br \/>\nMit anderen Worten, vor dem Eintritt der SED in die bundesrepublikanische Politik war die Welt noch einigerma\u00dfen in Ordnung, danach eben nicht mehr was bis heute anh\u00e4lt und die Mitb\u00fcrger im Osten sehen dieses Elend noch am besten und wehren sich gegen alte Tendenzen, w\u00e4hrend sich der Westen sich dieser Gefahr nicht bewu\u00dft ist und dann genau jene w\u00e4hlt, die sich an der ganzen Sache beteiligen und das Ganze nur noch schlimmer machen.<br \/>\n1.1.2022, Nib<\/p>\n<p><strong>Die &#8222;sch\u00fctzende Masse&#8220;<\/strong><br \/>\nIch habe Ihren Artikel mit gro\u00dfem Interesse gelesen. Trotzdem bleiben f\u00fcr mich Fragen offen. Wenn Sie schreiben: \u201eEs handelt sich um keine Minderheit, die sich nichts sehnlicher als sch\u00e4rfere Regeln w\u00fcnscht.\u201c frage ich mich: w\u00fcrde die Mehrheit sich auch sch\u00e4rfere Regeln w\u00fcnschen, wenn die Medien die Widerspr\u00fcche der Politik schonungslos aufdecken w\u00fcrden, z.B. die Versprechen wie: ein Piks und das Problem Corona ist erledigt. Inzwischen wissen wir, dass auch drei Piks (auch wenn der dritte modern als Booster bezeichnet wird), keine Sicherheit bieten; weder selbst infiziert zu werden noch andere zu infizieren.<br \/>\nSie sprechen die Sicherheit an, die sich Menschen bevorzugt w\u00fcnschen und daf\u00fcr auf die Freiheit verzichten. Aber es ist ja nur eine Scheinsicherheit, die keiner objektiven Untersuchung stand h\u00e4lt.<br \/>\nWas also w\u00fcrde passieren, wenn die reichweitenstarken Medien neben den von der Politik verk\u00fcndeten Meinungen auch die gegens\u00e4tzlichen Meinungen darstellen w\u00fcrden; w\u00fcrde die Masse das bef\u00fcrworten oder doch ablehnen, weil dann ein Abw\u00e4gen der verschiedenen Standpunkte erforderlich w\u00e4re, was eigenes Denken voraussetzt?<br \/>\nWenn jetzt viele Geimpfte unterbewusst daran zweifeln, dass ihnen die Impfung wirklich Sicherheit gebracht hat, k\u00f6nnten sie ihre eigene Entscheidung, sich impfen zu lassen, in Zweifel ziehen. Damit w\u00fcrden sie sich aber selbst eingestehen, dass sie mit der Impfung eine falsche Entscheidung getroffen haben. Da ist es angenehmer, den Medien zu folgen und den Ungeimpften die Schuld an den Defiziten der Impfung zuzuschreiben.<br \/>\nMenschen f\u00fchlen sich rein instinktiv in einer gro\u00dfen Masse sicherer, als in einer Minderheit, weil ein Einzelner leichter angreifbar ist. Die o.g. k\u00f6nnten jetzt die Nichterf\u00fcllung der Erwartungen den Politikern und Medien wegen falschen bzw. unvollst\u00e4ndigen Informationen anlasten. Sie sind sich aber unterbewusst klar dar\u00fcber, dass sie dann die \u201esch\u00fctzende Masse\u201c verlassen und damit leicht angreifbar w\u00fcrden. Das machen sicher nur Wenige.<br \/>\n1.1.2022, Rai<\/p>\n<p><strong>Das Individuum wird dekonstruiert und alle individuellen Eigenschaften entfernt<\/strong><br \/>\nDa ist sehr Vieles zutreffend beschrieben, einiges bedarf der Korrektur oder zumindest der Praezisierung. Die permanent beklagte angebliche Individualisierung trifft nicht das Problem, nicht einmal ansatzweise, und ist in ihrer Begrifflichkeit falsch. Hier und heute geht es nicht um Individualisierung oder das Individuum, pathetischer formuliert \u201eden Menschen\u201c, sondern um seine objekthafte, verzwecklichende Regression oder Reduktion, die mithilfe diverser westlicher (Wohlstands) Phaenomene, Angsterzeugung und Neurosen sowie einer Kollektivierung oder Vermassung (Menschenzoo) gesellschaftlich und damit totalitaer umgesetzt wird. Nicht das Individuum oder eine Individualisierung sind das Problem, sondern ihr Gegenteil. Das Individuum wird dekonstruiert und aller individuellen Eigenschaften werden entfernt. Natuerlich koennen Individuen eine homogene Gesellschaft bilden und gemeinsame Werte, Inhalte, \u00dcberzeugungen und Traditionen pflegen. Allerdings nur dann, wenn man sie nicht exakt dieser und letztlich ihrer Identit\u00e4t beraubt haette, wobei ein sehr grosser Teil sich dieser auch (gerne) selbst begeben hat. Die Loesung sind nicht archaische Glaubensgemeinschaften und Strukturen, in denen der Einzelne nichts, das Kollektiv alles ist und Allah und seinem Propheten bedingungslos gefolgt wird. Die Loesung setzt im Gegenteil ein selbst denkendes, selbstbewusstes und seine Neurosen und Abh\u00e4ngigkeiten ueberwindendes Individuum voraus, ein Individuum, das allerdings nicht nur von und wegen der Befeiedigung seiner Affekte und Triebe existiert und damit Machthabern alle Option zur totalitaeren Herrschaft bietet. Eine gewollt! heterogene Gesellschaft mit derartigen \u201eObjekten\u201c auf der einen wie auf der anderen Seite ist selbstredend kein Souver\u00e4n und demokratieunfaehig. Natuerlich sind und bleiben Gemeinsamkeiten fuer eine funktionierende Gesellschaft und ein Gemeinwesen unverzichtbar und exakt um deren Abschaffung geht es den Transformatoren. Und natuerlich braucht der postmoderne Mensch etwas fuer sein Seelenheil, von mir aus auch den christlichen Glauben an Gott, wenn er \u201ehilft\u201c oder ben\u00f6tigt wird.<br \/>\nDie aktuell von Menschen geschaffenen Ersatzreligionen und ihre Sekten sind inhuman, loesungsungeeignet und am Ende wie immer desastroes. Ein Individuum i. e. S. mit Sinn und Verstand duerfte hier aber kaum anf\u00e4llig und verfuehrbar sein, ein Herdentier sehr wohl. Es folgt entweder der einen oder der anderen Macht, denn sie \u201ehilft\u201c ihm, dem oder der Ich-Schwachen, der nur so tut, als sei er selbstbewusst. Das Problem ist nicht ein Zuviel an (scheinbare) Individualit\u00e4t, sondern ein Zuwenig, nicht zu verwechseln mit Egozentrismus oder dem a \u2013 bzw antisozialen, affekt- oder impulsgesteuerten Befriedigungsverhalten. Das Problem sind die politideologisch gewollte Entwurzelung und Entbindung von (kulturellen) Gemeinsamkeiten, die man auch und gerade als Individuum sch\u00e4tzt und braucht und die Schaffung eines Menschenzoos aus limbisch gesteuerten, gleichen und beliebig verwendbaren, austauschbaren Objekten.<br \/>\n1.1.2022, R.E.<\/p>\n<p><strong>Eine bedr\u00fcckend andere Sichtweise auf die sich zerst\u00f6renden Demokratien<\/strong><br \/>\nwestlicher Pr\u00e4gung. Die Zwangsl\u00e4ufigkeit dieser \u201eTransformation\u201c, die sich aus einem unverhinderbaren Entwertungsprozesses \u2013 im wahrsten Sinne des Wortes \u2013 der die Gesellschaft ausmachenden Individuen herleitet, fusst meines Erachtens weitgehend auf der hier bei TE vielfach beschriebenen Wohlstandsverwahrlosung. Letztere allerdings erst erm\u00f6glicht durch die Ausserkraftsetzung marktwirtschaftlicher Mechanismen durch die politischen M\u00e4chte, deren Machterhalt streng an die M\u00f6glichkeit der Geldsch\u00f6pfung gebunden ist. Kollabiert das Finanzsystem heutiger Pr\u00e4gung ist der Obrigkeitsglaube der Mehrheit schnell verflogen.<br \/>\n1.1.2022, H,H.<\/p>\n<p><strong>Ursache der Misere: Desinteresse, geistige Substanz, digitale soziale Medien<\/strong><br \/>\nDer Text von Marco Gallina gef\u00e4llt mir sehr sehr gut. Ich bin davon \u00fcberzeugt, dass eine Mehrheit die Gesamtrichtung der Politik bestimmt (Energie, Migration, Corona, Gendern, EU). Es wird nicht gegen die Mehrheit regiert (entgegen Tichy vor einigen Tagen). Ursache der Misere sind Desinteresse, fehlende geistige Substanz (Bedeutung der Religion nahe Null) und, das hat Gallina vergessen, digitale soziale Medien. Die sozialen Medien machen die Menschen zum Spielball des jeweiligen Trends. Konformit\u00e4t und Gedankenlosigkeit kommen aus der Ecke. Eine Therapie w\u00e4re guter Journalismus. Ich habe heute via Onleihe die FAZ, SZ und Welt durchgebl\u00e4ttert. Nicht uninteressant, aber so gedankentief wie der Beitrag von Gallina habe ich nichts gefunden. Gratuliere!<br \/>\n1.1.2022, B.S.<\/p>\n<p><strong>Keine Dichotomie Freiheit &#8211; Sicherheit<\/strong><br \/>\nDie hier konstruierte Dichotomie zwischen \u201ephilosophischem\u201c Freiheitsbed\u00fcrfnis und selbstbestimmter Besitzstandswahrung ist keine. Sondern letzteres ist eine Teilmenge des ersteren, und ersteres ist eine conditio sine qua non f\u00fcr letzteres. Freiheit bedeutet nicht nur, tun zu k\u00f6nnen, was man will, sondern mindestens im selben Ma\u00dfe, nicht tun zu m\u00fcssen, was man nicht will. Mir gef\u00e4llt Dushan Wegners Freiheitsbegriff: Mit den zur Verf\u00fcgung stehenden Wahlm\u00f6glichkeiten zufrieden zu sein. Guten Rutsch allerseits!<br \/>\n1.1.2022, Tom<\/p>\n<p><strong>\u201eNur die wenigsten Menschen \u2013 zumindest in diesem Land \u2013 sind Liberale<br \/>\n<\/strong>im Wortsinn, dass sie Freiheit zum h\u00f6chsten Gut in ihrem Leben k\u00fcren.\u201c<br \/>\nMir kommen Medien in den Sinn, wo Redakteurende*Innen keine Sekunde der \u00fcblichen \u00f6kosozialistischen Propagandasendungen verpassen \u2013 obwohl das Abschalten bisher nicht sanktioniert ist. Nat\u00fcrlich gibt es immer eine Balance zwischen der Freiheit und dem Alltag.<br \/>\n1.1.2022, H.M.<\/p>\n<p><strong>Zitat von Tocqueville h\u00e4tte gen\u00fcgt<\/strong><br \/>\nTrefflich analysiert, Herr Gallina. Eigentlich h\u00e4tten Sie mit dem Zitat Toquevilles Ihren Text beenden k\u00f6nnen. Die weitere Beweisf\u00fchrung war nicht notwendig. Man kann beliebig viele Beispiele aus dem gegenw\u00e4rtigen Leben anf\u00fchren, immer stellt man fest, das Volk ist selbst Schuld an seinem erb\u00e4rmlichen Zustand. Man hat trotz der 200 Jahre Demokratieentwicklung nichts, aber auch gar nichts verstanden. Im Sommer letzten Jahres hat die Schulklasse meines Kindes \u201eDie Welle\u201c als Theaterst\u00fcck angesehen \u2013 mit Maske! Das Erschreckende ist: Das Groteske daran war noch nicht einmal aufgefallen. Es war tats\u00e4chlich eine \u201eSch\u00f6nwetter-Demokratie\u201c in der wir uns gem\u00fctlich eingerichtet hatten. Aber die entscheidende, weiterf\u00fchrende Frage ist doch: Kann man in diesem Umfeld in absehbarer Zeit zu demokratischen Verh\u00e4ltnissen zur\u00fcckfinden, lohnt es sich \u00fcberhaupt daf\u00fcr zu k\u00e4mpfen?<br \/>\n1.1.2022, C.F.<\/p>\n<p><strong>FAULHEIT und FEIGHEIT sind die Ursachen,<\/strong><br \/>\nwarum ein so gro\u00dfer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur l\u00e4ngst von fremder Leitung freigesprochen (naturaliter maiorennes), dennoch gerne zeitlebens unm\u00fcndig bleiben; und warum es anderen so leicht wird, sich zu deren Vorm\u00fcndern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unm\u00fcndig zu sein.<br \/>\nAUFKL\u00c4RUNG ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unm\u00fcndigkeit. Unm\u00fcndigkeit ist das Unverm\u00f6gen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unm\u00fcndigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschlie\u00dfung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufkl\u00e4rung.<br \/>\nImmanuel Kant, K\u00f6nigsberg in Preu\u00dfen, den 30. September 1784<br \/>\n1.1.2022, J.W.<\/p>\n<p><strong>Tyrannei der Dummheit<\/strong><br \/>\nDer Begriff \u201eTyrannei der Mehrheit\u201c k\u00f6nnte ein Synonym f\u00fcr Demokratie sein, was in einem Staatswesen nicht das Schlechteste w\u00e4re.<br \/>\nBereits hier stellt sich die jedoch die erste Frage. Beruht die Politik der letzten 16 Jahre tats\u00e4chlich auf Mehrheiten? Welche Mehrheit hat die Kernkraftwerke abgeschaltet? Welche Mehrheit hat die Grenzen und Sozialkassen ge\u00f6ffnet? Welche Mehrheit hat die EU-Vertr\u00e4ge gebrochen und der Vergemeinschaftung der Schulden zugestimmt? Es w\u00e4re \u00fcberraschend wenn jeweils eine Mehrheit diesen Vorg\u00e4ngen demokratisch zugestimmt h\u00e4tte.<br \/>\nDie zweite Frage, ob eine \u201eTyrannei der Mehrheit\u201c oder eine Demokratie vorliegt, ist damit ebenfalls beantwortet. Was die Machthalter von Mehrheiten und Demokratie halten, hat sich zudem bei der doppelten Nichtwahl von Friedrich Merz gegen den Willen der Parteibasis gezeigt.<\/p>\n<p>Nur zur Vollst\u00e4ndigkeit ist zu erg\u00e4nzen, dass eine Demokratie, wenn sie denn vorliegen w\u00fcrde, auf einer freien Meinungsbildung und nicht auf einer Meinungsbildung beruht, die mit pers\u00f6nlichen Konsequenzen, wie Ausgrenzung und Jobverlust verbunden ist.<\/p>\n<p>In diesem Sinne w\u00e4re eine tats\u00e4chliche \u201eTyrannei der Mehrheit\u201c im Rahmen der Grundgesetzes ein Fortschritt gegen\u00fcber dem R\u00fcckschritt zur Alternativlosigkeit der letzten Jahre bzw. der \u201eTyrannei der Dummheit\u201c von Individuen, die glauben, Grenzen w\u00e4ren nicht zu sch\u00fctzen oder eine Energiewende w\u00e4re f\u00fcr eine Eiskugel zu haben.<br \/>\n1.1.2022, W.M.<\/p>\n<p><strong>&#8230; von einer \u201eHerrschaft der Mehrheit\u201c zu einer \u201eDiktatur der Mehrheit\u201c<\/strong><br \/>\n\u201eDU BIST NICHTS\u2026 man muss diesen unheilvollen Spruch nicht zu Ende f\u00fchren, jeder historisch einigerma\u00dfen Gebildete kennt ihn. Die Bundesrepublik Deutschland wurde einst als Gegenentwurf zur Diktatur des dritten Reichs gegr\u00fcndet und war das einzige demokratische Deutschland nach dem Krieg. Im Unterschied zu der braunen und roten Diktatur (DDR) betonte das Grundgesetz der Bundesrepublik nicht das Kollektiv, sondern die Grundrechte des Individuums.<br \/>\nLetzteres steht immer im Spannungsfeld zwischen den Anspr\u00fcchen der Gesellschaft und seinen eigenen Interessen. Demokratie bedeutet zwar grunds\u00e4tzlich \u201eHerrschaft der Mehrheit\u201c, aber nicht \u201eDiktatur der Mehrheit\u201c. Die Individualrechte sind auch und gerade in einer Demokratie von \u00fcbergeordneter Bedeutung und daher zu achten.<br \/>\nDie Coronakrise zeigt, dass unser Gemeinwesen von einer \u201eHerrschaft der Mehrheit\u201c zu einer \u201eDiktatur der Mehrheit\u201c tendiert. Dies bedeutet aber eine Missachtung von Grund- und Menschenrechten und darf unter keinen Umst\u00e4nden geduldet werden.<br \/>\n1.1.2022, H.CH<\/p>\n<p><strong>&#8222;Es gibt keine schweigende Mehrheit.\u201c<\/strong><br \/>\nDas Problem der Mehrheit ist strukturell, dass sie aus vereinzelten stummen Menschen besteht, w\u00e4hrend die bundesdeutsche Organisations-Landschaft Macht und Einfluss aus\u00fcbt. Die Hunderte\/Tausende von Organisationen\/NGOs\/staatlichen Stellen mit einer bestimmten Weltsicht sind i.d.R. gut organisiert und zum Teil von j\u00e4hrlichen Steuergeldern, Spendenquittungen, Finanzspritzen von finanziell starken Stiftungen usw. gest\u00e4rkt. Und sie d\u00fcrften in ihrer gro\u00dfen Mehrheit partei-politisch im linken Spektrum angesiedelt sein. \u2013 Was die Rest-Mehrheit denkt, wei\u00df man nicht so sicher. Teile von ihr d\u00fcrften desinteressiert an bestimmten Entwicklungen sein, diese ignorieren wollen, die Augen schlie\u00dfen und auf ihr Privatleben konzentriert sein. Andere Teile haben sich eingeigelt und f\u00fchlen sich hilflos, \u00fcbergangen, selbst wenn ihnen dies und das definitiv nicht zusagt. Nur leider gilt das alte Sprichwort: Wer schweigt, stimmt zu.<br \/>\n1.1.2022, HP<\/p>\n<p><strong>Die tyrannischen Mehrheiten sind immer das Werk einer Minderheit,<\/strong><br \/>\ndie sich f\u00fcr \u00fcberlegen und gebildet h\u00e4lt und die Massen verf\u00fchrt, was besser gelingt, wenn die Gesellschaft, das menschliche Miteinander, zerst\u00f6rt wird. Die Zeche zahlen am Ende die so verf\u00fchrten.<br \/>\n1.1.2022, AJM<\/p>\n<p><strong>Unver\u00e4u\u00dferliche Grundrechte contra &#8222;Tyrannei der Mehrheit&#8220;<\/strong><br \/>\nDie V\u00e4ter des Grundgesetzes waren sich der Gefahr einer \u201eTyrannei der Mehrheit\u201c bewu\u00dft. Daher haben sie unver\u00e4u\u00dferliche Grundrechte in das Grundgesetz geschrieben, die auch von einer Mehrheit nicht eingeschr\u00e4nkt werden d\u00fcrfen. Dass es nun mit dem Impfzwang gegen eine saisonale Atemwegserkrankung dennoch geschehen soll, ist verfassungswidrig.<br \/>\nMit dem unseeligen \u201eInfektionsschutzgesetz\u201c (die \u201eUrs\u00fcnde\u201c) wurde die Exekutive zu so weit reichenden Eingriffen in die Grundrechte \u201eerm\u00e4chtigt\u201c, dass eine demokratische und juristische Gegenwehr der B\u00fcrger verunm\u00f6glicht wurde. Die Ausgrenzung der AfD aus dem parlamentarischen Gestalten hat dazu ebenfalls beigetragen.<br \/>\nWir haben aus der Geschichte NICHTS gelernt.<br \/>\n1.1.2022, G.J.<\/p>\n<p><strong>Wer die Macht hat, kann die Mehrheit schieben<\/strong><br \/>\nEs ist ja keine \u201eTyrannei der Mehrheit\u201c. Der Mehrheit sind die Dinge schlicht egal. Oder sie schluckt einfach, was ihr vorgesetzt wird. Wer die Macht hat, kann die Mehrheit dorthin schieben, wo er sie haben will.<br \/>\nDie gleiche Mehrheit, die heute pro kommunistisch ist, kann morgen pro kapitalistisch und \u00fcbermorgen pro islamistisch sein.<br \/>\n1.1.2022, EB<\/p>\n<p><strong>Den Gegensatz zur \u201eTyrannei der Mehrheit\u201c erleben wir gerade,<\/strong><br \/>\nwenn eine woke Minderheit, insbesondere der Gr\u00fcnen, sich anschickt die Themen zu verankern mit denen sie Regierung und Land nach ihrem Geschmack treiben wollen.<br \/>\nTyrannei setzt aktives Tun voraus, wenn dann also eine tyrannische Mehrheit hierzulande etwas tyrannisiert h\u00e4tte, h\u00e4tten wir dieses und die entsprechende Ver\u00e4nderungen bemerkt. Nur wei\u00df die angebliche tyrannische Mehrheit davon nichts und so schl\u00e4frig wie die angebliche Mehrheit hierzulande vor sich hin murrt, ist sie zum Tyrannen nicht geeignet.<br \/>\n1.1.2022, awM<br \/>\nEnde der Kommentare zu Marco Gallina &#8222;Tyrannei der Mehrheit&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die von Alexis Tocqueville bereits 1840 angesprochene &#8222;Tyrannei der Mehrheit&#8220; gilt heute noch bzw. wieder: Diese Mehrheit lebt vom Desinteresse an den Vorg\u00e4ngen im eigenen Land. Ihre Herrschaft gr\u00fcndet auf der Atomisierung der Gesellschaft, in der sich aufgrund der durchg\u00e4ngigen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/tyrannei-der-mehrheit\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18,181,96,36,13,80,19,172],"tags":[281,633,682,549,631],"class_list":["post-97131","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bildung","category-buergerbeteiligung","category-dichter","category-engagement","category-kultur","category-medien","category-religion","category-zukunft","tag-burgerinitiativen","tag-demokratie","tag-freiheit","tag-gesetz","tag-staat"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/97131","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=97131"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/97131\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":97156,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/97131\/revisions\/97156"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=97131"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=97131"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=97131"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}