{"id":96397,"date":"2021-11-28T13:41:47","date_gmt":"2021-11-28T12:41:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=96397"},"modified":"2021-11-29T15:00:35","modified_gmt":"2021-11-29T14:00:35","slug":"lasst-die-kinder-in-ruhe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/lasst-die-kinder-in-ruhe\/","title":{"rendered":"Lasst die Kinder in Ruhe"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;\u201eSchaut, die Kinder sind die Treiber der Pandemie!\u201c Was nachgewiesenerma\u00dfen wissenschaftlich einfach v\u00f6lliger Unsinn ist. Ich habe noch nie in meiner Praxis in den 22 Monaten \u2013 und ich habe eine gro\u00dfe Kinderarztpraxis \u2013 ein Kind gehabt, das \u00fcberhaupt nur relevant an Covid erkrankt gewesen w\u00e4re, geschweige denn schwer. <!--more-->Und das ist ja auch gar nicht zu erwarten. Schwere Verl\u00e4ufe im Kindesalter sind buchst\u00e4blich eine Rarit\u00e4t. Bei Kindern gilt tats\u00e4chlich: H\u00f6rten wir auf zu testen, h\u00e4tten wir in dieser Altersgruppe keine Pandemie, kein Problem&#8220; &#8211; so der M\u00fcnchner Kinderarzt Dr. Steffen Rabe im Cicero-Interview (mehr siehe unten).<br \/>\nWie so viele \u00c4rzte, Kinderpsychologen und P\u00e4dagogen warnt er davor, nach der Freigabe durch die EMA (European Medicines Agency, <a href=\"https:\/\/www.ema.europa.eu\/en\">https:\/\/www.ema.europa.eu\/en<\/a>) nun mit dem Impfen und Boostern von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/corona-virus\/corona-kinder\/\">Kindern<\/a> ab 5 Jahren zu beginnen.<\/p>\n<p>Warum nicht dem Vorschlag so vieler Fachleute folgen und anstelle einer generellen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/corona-virus\/impfzwang\/\">Impfpflicht<\/a> f\u00fcr alle zwischen 5 und 100 Jahren nur gezielt die Risikogruppen impfen, denen bei Infektion eine schwere Erkrankung droht? Immer wieder werden diese vier Gruppen genannt: 1) Senioren, 2) Adip\u00f6se, 3) Migranten und 4) Sozial Benachteiligte. Zuletzt der Virologe Klaus St\u00f6hr auf der Talkshow zur Impf-Pflicht im Hangar 7:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/ij7dEHqczfI\">https:\/\/youtu.be\/ij7dEHqczfI<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.servustv.com\/aktuelles\/b\/talk-im-hangar-7\/aa-1q676hwq91w11\/\">https:\/\/www.servustv.com\/aktuelles\/b\/talk-im-hangar-7\/aa-1q676hwq91w11\/<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.servustv.com\/aktuelles\/v\/aa1xaq8xh9q95tjxygy1\/\">https:\/\/www.servustv.com\/aktuelles\/v\/aa1xaq8xh9q95tjxygy1\/<\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr diese vier Intensiv-Risikogruppen m\u00fcssen endlich &#8211; trotz dem der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/political-correctness\/\">Political Correctness<\/a> geschuldetem Tabu &#8211; exakte valide Daten erhoben werden, um dann diese Personengruppen gezielt informieren und bewerben zu k\u00f6nnen \u00fcber AHA-Regeln und Impfvorteil. Besonders f\u00fcr Menschen mit Migrationshintergrund scheint dies dringend erforderlich zu sein. Die beiden folgenden Beispiele dokumentieren, da\u00df das Problembewu\u00dftsein da ist:<br \/>\nAm 11.10.2021 beklagte <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/mansour\/\">Ahmad Mansour<\/a>: \u201e90 Prozent der Intensivpatienten auf den Corona-Stationen sind <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/corona-virus\/corona-migration\/\">Menschen mit Migrationshintergrund<\/a> \u2013 aber warum wird in den Medien, in der breiten \u00f6ffentlichen Wahrnehmung und in der Politik nicht mehr dar\u00fcber gesprochen und diskutiert?\u201c<br \/>\nAm 5.3.2021 sagte RKI-Chef Lothar Wieler zum hohen Anteil der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/corona-virus\/corona-migration\/\">Intensivpatienten mit Migrationshintergrund<\/a> \u201eEs ist ein Tabu\u201c. Regelbrechern geht es ja offenbar schlechter als den regelkonformen Deutschen, womit Wieler seine Corona-Politik legitimierte und das <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/tabu\/\">Tabu-Thema<\/a> auf ein ungef\u00e4hrlicheres Format brachte. Aber beim Brechen der aktuellen Infektionswelle darf es keine Tabus mehr geben.<br \/>\n.<br \/>\nLasst die Kinder in Ruhe mit <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/corona-virus\/impfung\/\">Impfen<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/corona-virus\/maske\/\">Masken<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/corona-virus\/lockdown-endlos\/\">Schulschlie\u00dfungen<\/a> und all den sonstigen Bezeugungen eurer Ratlosigkeit. Lasst den Kindern ihre Rechte und lasst sie in <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/freiheit\/frei\/\">Freiheit<\/a>\u00a0gro\u00df werden.<br \/>\n28.11.2021<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Dr. Steffen Rabe: \u201eHier werden Kinder als Versuchskaninchen eingesetzt\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>Corona-Impfung bei Kindern<\/strong><br \/>\n<em>Die europ\u00e4ische Arzneimittelbeh\u00f6rde EMA hat gr\u00fcnes Licht f\u00fcr die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech f\u00fcr Kinder ab f\u00fcnf Jahren gegeben. Der M\u00fcnchener Kinderarzt Steffen Rabe h\u00e4lt das f\u00fcr ein verheerendes Signal. Denn junge Menschen br\u00e4uchten keine Impfung. Zudem seien die Risiken v\u00f6llig un\u00fcbersehbar.<\/em><\/p>\n<p>Herr Dr. Rabe, Sie betreiben eine Kinderarztpraxis in M\u00fcnchen. Inwiefern haben Sie da \u00fcberhaupt mit dem Thema Corona zu tun?<br \/>\nNat\u00fcrlich von Anbeginn an, und zwar in mehrfacher Hinsicht. Vor allen Dingen, weil ich eben Kinder betreue, und die von Anfang an in dieser Pandemie von der Politik in willk\u00fcrlicher und wissenschaftlich v\u00f6llig ungerechtfertigter Art und Weise in ihren Freiheiten, in ihren Grundrechten<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/corona-diskurs-funfkampf-gegen-die-freiheit\">https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/corona-diskurs-funfkampf-gegen-die-freiheit<\/a><br \/>\nund in ihrer kindlichen Entwicklung beeintr\u00e4chtigt und beschnitten worden sind. Kinder waren es, die mit als erste in den Lockdown geschickt wurden<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/corona-lockdown-psyche-depressionen-krise\/plus\">https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/corona-lockdown-psyche-depressionen-krise\/plus<\/a><br \/>\n\u2013 Schulen wurden geschlossen, Kitas ebenso. Es hat nicht lange gedauert, <em><strong>da mussten Kinder dann auch Masken tragen.<\/strong><\/em> <em><strong>Was f\u00fcr mich als Kinderarzt das gr\u00f6\u00dfte Verbrechen ist, das wir Kindern in der bundesrepublikanischen Geschichte jemals angetan haben.<\/strong><\/em><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/corona-pandemie-kinder-generation-lockdown-bildung-notstand-depressionen\/plus\">https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/corona-pandemie-kinder-generation-lockdown-bildung-notstand-depressionen\/plus<\/a><br \/>\nDenn Kinder brauchen Gesichter, um sich in ihrer emotionalen und seelischen Entwicklung \u00fcberhaupt orientieren, entwickeln und entfalten zu k\u00f6nnen. Ich m\u00f6chte mir als Kinderarzt gar nicht vorstellen, was wir dieser Generation hier angetan haben. Wir werden die Fr\u00fcchte, dieser \u2013 wie gesagt \u2013 wissenschaftlich v\u00f6llig unn\u00f6tigen und politisch willk\u00fcrlichen Ma\u00dfnahmen noch in Jahrzehnten ernten. Das sagen uns ja auch renommierte Hirnforscher wie zum Beispiel Gerald H\u00fcther aus G\u00f6ttingen.<\/p>\n<p>Hatten Sie in Ihrer Praxis schon Kinder in sehr jungem Alter, die mit dem Corona-Virus infiziert und deswegen ernsthaft erkrankt waren?<br \/>\nIch sehe nat\u00fcrlich bei den Tests, die ich auch als Kinderarzt in meiner Praxis durchf\u00fchre, hin und wieder positive Testergebnisse \u2013 das kann nicht ausbleiben bei den Unmengen an Tests, die wir speziell bei Kindern durchf\u00fchren m\u00fcssen. Das ist doch auch der Grund f\u00fcr diese vermeintlich so hohen \u201eInzidenzen\u201c bei Kindern im Moment, die reine Testinzidenzen sind. In allen anderen Altersgruppen haben wir durch die pl\u00f6tzlich kostenpflichtigen Tests<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/kostenpflichtige-corona-tests-interview-wolfram-henn\">https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/kostenpflichtige-corona-tests-interview-wolfram-henn<\/a>\u00a0einen R\u00fcckgang positiver Ergebnisse gesehen. Nicht bei den Schulkindern \u2013 die haben wir immer weiter getestet, und da ist nat\u00fcrlich deren Anteil an der Gesamttestzahl wesentlich h\u00f6her geworden in dieser Zeit. Und alle haben gesagt: \u201eSchaut, die Kinder sind die Treiber der Pandemie!\u201c Was nachgewiesenerma\u00dfen wissenschaftlich einfach v\u00f6lliger Unsinn ist. Ich habe noch nie in meiner Praxis in den 22 Monaten \u2013 und ich habe eine gro\u00dfe Kinderarztpraxis \u2013 ein Kind gehabt, das \u00fcberhaupt nur relevant an Covid erkrankt gewesen w\u00e4re, geschweige denn schwer. Und das ist ja auch gar nicht zu erwarten. Schwere Verl\u00e4ufe im Kindesalter sind buchst\u00e4blich eine Rarit\u00e4t. Bei Kindern gilt tats\u00e4chlich: H\u00f6rten wir auf zu testen, h\u00e4tten wir in dieser Altersgruppe keine Pandemie, kein Problem.<\/p>\n<p>Die europ\u00e4ische Arzneimittelbeh\u00f6rde EMA hat soeben gr\u00fcnes Licht f\u00fcr die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech\/Pfizer f\u00fcr Kinder ab f\u00fcnf Jahren gegeben. Wie bewerten Sie diesen Schritt als Kinderarzt?<br \/>\nIch halte das f\u00fcr v\u00f6llig unn\u00f6tig und f\u00fcr ein v\u00f6llig falsches Signal. Die Anzahl der Kinder, bei denen wir tats\u00e4chlich in Erw\u00e4gung ziehen m\u00fcssen, sie mit einem Covid-Impfstoff vor schweren Verl\u00e4ufen zu sch\u00fctzen, k\u00f6nnen wir an wenigen H\u00e4nden abz\u00e4hlen in Deutschland. Das sind Kinder mit ganz seltenen, speziellen Risikokonstellationen. Vielleicht vor allen Dingen in ihrer eigenen medizinischen Biografie, weil sie eben Risikofaktoren haben, die das Risiko von schweren Verl\u00e4ufen erh\u00f6hen, oder in ebenfalls raren, besonderen Familiensituationen.<br \/>\nDas sind aber insgesamt so wenige, dass letztendlich in diesen seltenen F\u00e4llen immer ein Gebrauch des Impfstoffs auch au\u00dferhalb der Zulassung m\u00f6glich ist, ein sogenannter Off-Label-Use. Das machen wir Kinder\u00e4rzte ja jeden einzelnen Tag in unseren Praxen, dass wir Medikamente auch ohne spezielle Kinderzulassung anwenden. Kurzum: Ich halte dieses Signal der EMA f\u00fcr verh\u00e4ngnisvoll, weil es ein gef\u00e4hrliches Signal ist und zur Verwirrung f\u00fchrt.<br \/>\nWenn die Tagesschau etwa meldet, die EMA habe den Impfstoff f\u00fcr Kinder empfohlen, beweist sie nur einmal mehr, dass sie den Unterschied zwischen Zulassung, f\u00fcr die die EMA zust\u00e4ndig ist, und Empfehlung, f\u00fcr die in Deutschland die Stiko zust\u00e4ndig ist, nicht verstanden hat oder nicht verstehen will. Die EMA hat lediglich den rechtlichen Rahmen geschaffen, dass die nationalen Beh\u00f6rden eine Empfehlung aussprechen k\u00f6nnen. An diesem Narrativ merken Sie aber, wie diese Zulassung verstanden wird, n\u00e4mlich als De-facto-Empfehlung. Das halte ich als Kinderarzt f\u00fcr verh\u00e4ngnisvoll, denn Kinder brauchen keine Covid-Impfung.<\/p>\n<p>Aber m\u00f6glicherweise die Gesellschaft insgesamt.<br \/>\nAnders als gern behauptet, braucht auch die Gesellschaft keine Kinderimpfung f\u00fcr die immer noch als goldenes Kalb umtanzte \u201eHerdenimmunit\u00e4t\u201c. Erstens, weil Kinder bei der \u00dcbertragung dieser Erkrankung keine wesentliche Rolle gespielt haben oder spielen. Und zweitens, weil wir in dieser Pandemie mit diesen Impfstoffen, die keinen relevanten \u201eFremdschutz\u201c leisten k\u00f6nnen, ohnehin keine Herdenimmunit\u00e4t durch Impfen erreichen k\u00f6nnen. Kinder d\u00fcrfen ihre eigene Immunit\u00e4t aufbauen durch das f\u00fcr sie so gut wie immer harmlose Durchleben der Erkrankung.<\/p>\n<p>Kinder ab f\u00fcnf Jahren sollen nur ein Drittel der Impfstoffdosis f\u00fcr Erwachsene erhalten und zwei Dosen im Abstand von drei Wochen. Laut EMA ist das Vakzin Studien zufolge sicher und effektiv. Bisher seien keine schweren Nebenwirkungen festgestellt worden \u2013 allenfalls milde Reaktionen wie Fieber, Schmerzen an der Einstichstelle, M\u00fcdigkeit oder Kopfschmerzen. Die Experten hatten seit Oktober Studien der Hersteller gepr\u00fcft. Ist das ausreichend, um Kindern den Impfstoff zu verabreichen?<br \/>\nNein, nat\u00fcrlich nicht. Die Zulassungsstudien des Biontech-Impfstoffs in dieser Altersgruppe umfassen gerade mal 1.500 Kinder. Der Beobachtungszeitraum ist viel zu kurz, um wirklich die Sicherheit herstellen zu k\u00f6nnen, die wir speziell nat\u00fcrlich in einer Altersgruppe haben m\u00fcssen, bei denen zwei Dinge zusammentreffen. Auf der einen Seite brauchen Kinder diesen Impfstoff wie gesagt \u00fcberhaupt nicht, um sich selber vor der Erkrankung zu sch\u00fctzen \u2013 sie d\u00fcrfen ihre eigene Immunit\u00e4t gegen Covid-19 aufbauen durch eine Infektion, die in 70 Prozent der F\u00e4lle ohne jedes Symptom und im Rest der F\u00e4lle fast immer unproblematisch verl\u00e4uft. Und auf der anderen Seite muss nat\u00fcrlich in dieser Altersgruppe unser Anspruch an Sicherheit noch viel h\u00f6her sein als bei denen, f\u00fcr die diese Impfstoffe eigentlich gemacht sind \u2013 n\u00e4mlich f\u00fcr die alten Menschen mit Vorerkrankungen und einem hohen Risiko schwerer Erkrankungen. Kinder haben eine noch viel gr\u00f6\u00dfere Lebensspanne vor sich. Wir m\u00fcssten also noch viel mehr wissen \u00fcber die mittel- und langfristige Sicherheit dieser Impfstoffe, bevor wir daran denken, sie in dieser Altersgruppe fl\u00e4chendeckend \u2013 und das bahnt und plant die EMA ja \u2013 anzuwenden. Und wir wissen nichts zur mittelfristigen Sicherheit dieser Impfstoffe; nicht einmal zur kurzfristigen. Das schreibt zum Beispiel auch die amerikanische Zulassungsbeh\u00f6rde. Die Food and Drug Administration hatte diesen Impfstoff schon vorher zugelassen und schreibt ausdr\u00fccklich in ihren Unterlagen, dass die Zulassungsstudien viel zu klein seien, um selbst das dramatischste Risiko etwa einer Herzmuskelentz\u00fcndung abzubilden, wie wir sie von den Jugendlichen kennen und f\u00fcrchten. Deswegen machen die jetzt eine Studie nach der Zulassung in der Anwendung, um zu schauen, wie h\u00e4ufig eine solche Myokarditis auftritt. Und das ist nat\u00fcrlich ein v\u00f6lliges Unding. Hier werden diese Kinder tats\u00e4chlich als Versuchskaninchen eingesetzt.<\/p>\n<p>Kinder m\u00f6gen zwar nur h\u00f6chst selten an Covid-19 erkranken. Doch Aussagen der EMA-Experten zufolge k\u00f6nnten sie dennoch schwer krank werden. Die Vorz\u00fcge der Impfung seien daher h\u00f6her zu bewerten als m\u00f6gliche Risiken. Bestehen die Risiken tats\u00e4chlich nur in den erw\u00e4hnten \u201emilden Reaktionen\u201c?<br \/>\nWenn wir das Risiko dieser Impfung, wie gerade eben dargelegt, \u00fcberhaupt nicht einsch\u00e4tzen k\u00f6nnen f\u00fcr die Kinder aufgrund der viel zu kleinen und viel zu kurzen Zulassungsstudien: Wie soll eine solche Aussage wissenschaftlich haltbar sein, dass ein Nutzen-Risiko-Verh\u00e4ltnis \u2013 denn das behauptet die EMA in diesem Fall ja \u2013 positiv sei? Wenn also der Nutzen minimal ist, und ich das Risiko nicht kenne? Wissenschaftlich ist das unhaltbarer Unfug.<\/p>\n<p>Das l\u00e4sst den Gedanken zu, dass die Zulassung durch die EMA eher politisch motiviert ist.<br \/>\nWas die Motivation hinter dieser Impfstoffzulassung und der ja zu bef\u00fcrchtenden Impfstoffempfehlung \u2013 zumindest f\u00fcr Teilgruppen \u2013 ist, dar\u00fcber kann man nur spekulieren. Da diese Zulassung wie ausgef\u00fchrt medizinisch nicht sinnvoll geschweige denn notwendig ist, ist der Verdacht einer politischen Motivation sicher nicht abwegig.<\/p>\n<p>Kinder befinden sich im Wachstum, ihr K\u00f6rper ist noch nicht voll ausgebildet. Was bedeutet das im Zusammenhang mit einer mRNA-Inpfung? Wei\u00df man da \u00fcberhaupt Genaueres? Immerhin bekommen Kinder ja auch andere Vakzine verabreicht, etwa gegen Masern, Mumps und R\u00f6teln.<br \/>\nDa wir hier in der Tat noch Prozesse ber\u00fccksichtigen m\u00fcssen wie Wachstum und Entwicklung, die wir bei Erwachsenen nicht mehr in dem Ma\u00dfe ber\u00fccksichtigen m\u00fcssen, sollte uns das bei der Zulassung eines solchen Impfstoffs noch viel, viel vorsichtiger werden lassen. Wir br\u00e4uchten tats\u00e4chlich viel gr\u00f6\u00dfere und viel l\u00e4nger laufende Zulassungsstudien f\u00fcr solche Impfstoffe \u2013 gerade weil es sich, anders als bei den herk\u00f6mmlichen Impfstoffen, etwa dem Masernimpfstoff, um eine v\u00f6llig neuartige Technologie handelt, die tiefst m\u00f6glich in Regulationsvorg\u00e4nge des menschlichen K\u00f6rpers eingreift. N\u00e4mlich auf der Ebene der Erbinformationen und deren Umsetzung in k\u00f6rpereigenes oder hier eben sogar k\u00f6rperfremdes Eiwei\u00df. So tief greifen andere Impfstoffe nicht ein. Es geht um eine ganz neuartige Technologie, bei der wir nicht auf Analogieerfahrung mit Impfstoffen gegen andere Erkrankungen zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen. Es gibt ja sonst keine mRNA-Impfstoffe, die fl\u00e4chendeckend zugelassen werden. Ich wiederhole es: Wir m\u00fcssten viel vorsichtiger und viel zur\u00fcckhaltender sein, als es die Politiker im Moment von den Beh\u00f6rden fordern.<\/p>\n<p>Thomas Mertens, Vorsitzender der \u201eSt\u00e4ndigen Impfkommission\u201c (Stiko), hat sich dahingehend ge\u00e4u\u00dfert, die Rolle der Kinder in der Coronapandemie-Bek\u00e4mpfung werde \u201evon manchen \u00fcberbetont\u201c. Warum stehen Kinder dann \u00fcberhaupt auf der Agenda, wenn es ums Impfen geht?<br \/>\nAuch das ist eine Frage, zu der man nur spekulieren kann. Medizinisch gesehen, m\u00fcssten Kinder beim Impfen gegen Covid-19 gar nicht auf der Agenda stehen. Sie waren aber von Anfang an im Zentrum der Ma\u00dfnahmen, obwohl sie nie im wissenschaftlich-medizinischen Focus dieser Pandemie standen. Das ist es ja, worunter wir diese Kinder so haben leiden sehen \u2013 mit dieser unendlichen, so nie gekannten Flut an schweren und schwersten psychischen Problemen und Erkrankungen. Das sagen Ihnen alle Kinderpsychologen, alle Kinderpsychiater, alle kinderpsychiatrischen Kliniken, die einen Ansturm erleben, der v\u00f6llig beispiellos ist. Wohlgemerkt: Diese Ma\u00dfnahmen bei Kindern waren und sind wissenschaftlich unn\u00f6tig. Wir brauchen keine Masken in Schulen, wir brauchen keine Massentests in Schulen. Kinder spielen in dieser Pandemie, und da gebe ich Thomas Mertens v\u00f6llig recht, wissenschaftlich eine von Anfang an v\u00f6llig untergeordnete, politisch aber von Anfang an v\u00f6llig \u00fcberbewertete Rolle. Kinder, Kindeswohl und Kinderrechte haben in unserem Land offenbar einen extrem geringen Stellenwert. Und vor allem haben sie keine laute Lobby. Das ist das Problem.<\/p>\n<p>In Israel wurde schon mit dem Impfen bei Kindern im Alter von f\u00fcnf Jahren an begonnen. Insofern gibt es ja bereits Erfahrungswerte, wenn auch in geringem Ausma\u00df. Besteht da also eine gewisse Sicherheit, wenn es auch in Deutschland demn\u00e4chst mit Kinderimpfungen losgehen sollte?<br \/>\nNein, definitiv nicht. Israel beginnt jetzt sozusagen mit der letzten Patrone im G\u00fcrtel die Abwehr einer dort gerade beginnenden f\u00fcnften Welle, weil der Booster dies offenbar nicht vermag. Da werden jetzt eben auch noch die Kinder geimpft. Und auch in den USA laufen die Kinderimpfungen seit knapp einem Monat. Und selbst wenn uns die Zahlen sagen, dass dort jetzt seit nicht einmal einem Monat bereits 18 Millionen Kinder geimpft worden sind, existiert aufgrund der K\u00fcrze der Zeit keine relevante Erfahrung. Das sagt Ihnen jeder Pharmakologe: Die Erfahrung mit einem neuen Medikament in einer neuen Patientengruppe \u00fcber drei bis vier Wochen ist unbedeutend. Denn eines haben uns diese Impfstoffe von Anfang an gelehrt: dass n\u00e4mlich ihr Nebenwirkungsprofil sich sehr stark in einzelnen Bev\u00f6lkerungsgruppen manifestiert und unterscheidet.<\/p>\n<p>Inwiefern?<br \/>\nNehmen Sie zum Beispiel bei den Virus-Vektorimpfstoffen diese viel diskutierte Sinusvenenthrombose. Wenn Sie die auf die Gesamtbev\u00f6lkerung aller zu Impfenden beziehen, ist deren H\u00e4ufigkeit nicht stark erh\u00f6ht. Wenn Sie die aber bei den Frauen unter 55 Jahren betrachten, haben wir dramatische Zahlen. F\u00fcr mich als Kinderarzt ist nat\u00fcrlich vor allen Dingen diese v\u00f6llig dramatische H\u00e4ufung der Herzmuskelentz\u00fcndungen bei den m\u00e4nnlichen Jugendlichen zwischen 16 und 25 das zentrale Thema. Das Risiko liegt bei mindestens 1 : 5000. Das ist beispiellos. Ich kann Ihnen kein anderes Medikament und auch keinen anderen Impfstoff nennen, der eine so schwere Erkrankung, eine so schwere Nebenwirkung h\u00e4tte wie eine Herzmuskelentz\u00fcndung mit einer auch nur vergleichbar hohen H\u00e4ufigkeit.<\/p>\n<p>Bevor in Deutschland auch Kinder eine Corona-Impfung erhalten k\u00f6nnen, muss zun\u00e4chst die Stiko gr\u00fcnes Licht geben. Allerdings tat man sich in diesem Gremium schon mit Impfungen f\u00fcr Zw\u00f6lfj\u00e4hrige nicht ganz leicht. Rechnen Sie damit, dass die Stiko am Ende dennoch ihr Plazet gibt?<br \/>\nWenn Sie die Stiko-Empfehlung f\u00fcr Jugendliche ganz genau und auch ein bisschen zwischen den Zeilen lesen, dann ist der entscheidende Grund f\u00fcr die Stiko-Empfehlung der Impfung f\u00fcr Jugendliche letztendlich der, dass die Stiko gesagt hat: Wir m\u00fcssen die Jugendlichen sch\u00fctzen vor der sozialen Isolation und vor dem Ausschluss vor sozialer Teilhabe. Was f\u00fcr ein Armutszeugnis unserer Politik, dass eine Impfkommission eine auch in dieser Altersgruppe medizinisch unn\u00f6tige Impfung als Schutz vor sozialer Ausgrenzung und Diskriminierung empfehlen muss. Der von mir sehr gesch\u00e4tzte kinder\u00e4rztliche Kollege R\u00fcdiger von Kries im M\u00fcnchener Universit\u00e4tskinderklinikum, \u00fcbrigens ein Stiko-Mitglied seit vielen Jahren, hat das neulich im Bayerischen Rundfunk sehr sch\u00f6n auf den Punkt gebracht. Er hat einfach gesagt: Wir m\u00fcssen die Jugendlichen nicht vor Covid sch\u00fctzen, wir m\u00fcssen die Jugendlichen vor den Politikern sch\u00fctzen. Und diese Herausforderung sehe ich bei den Kindern in noch viel h\u00f6herem Ma\u00dfe. Ich hoffe inst\u00e4ndig, dass die Stiko sich sehr lange Zeit l\u00e4sst und am Ende keine allgemeine Impfempfehlung f\u00fcr Kinder in diesem Alter ausspricht. Alles andere w\u00e4re mit einer evidenzbasierten Medizin nicht vereinbar \u2013 und das entspr\u00e4che nicht dem Stil der Stiko von Thomas Mertens.<\/p>\n<p>In Ihrer Praxis nehmen Sie selbst Impfungen bei Kindern vor \u2013 allerdings erst nach einem ausf\u00fchrlichen Beratungsgespr\u00e4ch. Was raten Sie Eltern in der derzeitigen Situation?<br \/>\nIch bin bisher noch nicht konfrontiert worden mit dem Wunsch nach einer Impfung bei Kleinkindern. Ich impfe aber in meiner Praxis sehr wohl den Biontech-Impfstoff \u2013 und zwar nach ausf\u00fchrlicher Aufkl\u00e4rung auch bei Jugendlichen, die mich darum bitten. Aber diese Jugendlichen bitten mich ausnahmslos nie darum, weil sie Angst vor der Erkrankung oder um ihre Gro\u00dfeltern h\u00e4tten. Sondern weil ihnen von der Politik \u00fcber bald zwei Jahre hinweg ihre Grundrechte entrissen worden sind und sie jetzt aufgrund eines br\u00fcchigen Versprechens hoffen, mit der Impfung ihr \u201ealtes Leben zur\u00fcckzubekommen\u201c. Sie werden von der Politik zur Impfung erpresst. Es ist ein Armutszeugnis, aber mein Credo ist es, letztendlich immer den Wunsch und den Willen derjenigen zu respektieren, die nach einer ausf\u00fchrlichen und ergebnisoffenen Impfberatung auf Augenh\u00f6he eine Entscheidung f\u00e4llen. Aber wie gesagt: Die Motivation ist durchweg nicht der Gesundheitsschutz, sondern Argumente wie \u201eMein Sport ist mir so wichtig, ich muss weiter trainieren d\u00fcrfen.\u201c Nur um klar zu machen, dass ich grunds\u00e4tzlich kein Impfgegner bin: Ich impfe in meiner Kinderarztpraxis jeden einzelnen Tag. Sie glauben gar nicht, wieviel Geld ich jeden Monat nur f\u00fcr Impfstoffe an meine Apotheke \u00fcberweise!<\/p>\n<p>Halten Sie es f\u00fcr m\u00f6glich, dass es am Ende hei\u00dft, Schulbesuch nur noch bei Impfnachweis? Auch bei Grundsch\u00fclern?<br \/>\nBisher hat es die Stiko in ihrer Empfehlung f\u00fcr Jugendliche ganz klar so formuliert, dass es nicht sein darf, dass die soziale Teilhabe an den Impfstatus gekn\u00fcpft wird. Und dankenswerterweise haben sich auch nochmal alle kinder\u00e4rztlichen Fach- und Berufsverb\u00e4nde in den letzten Tagen ebenso klar in diesem Sinne positioniert. Aber das sind halt die Experten \u2013 und die werden nur dann geh\u00f6rt, wenn es der Politik gerade in den Kram passt. Wenn es gerade nicht in den Kram passt oder zu lange dauert, dann machen Gesundheitsminister mit Banklehre oder einem Politologiestudium die Impfempfehlung eben einfach selber \u2013 wie im Sommer bei der Impfung f\u00fcr Jugendliche.<br \/>\n&#8230; Alles vom 27.11.2021 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/corona-impfung-bei-kindern-ema-versuchskaninchen-steffen-rabe\">https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/corona-impfung-bei-kindern-ema-versuchskaninchen-steffen-rabe<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/corona-virus\/impfung\/\">Biontech-Impfung: Herzmuskelentz\u00fcndung bei Jugendlichen<\/a> (26.11.2021)<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Impfen: Lasst endlich unsere Kinder in Ruhe!<\/strong><br \/>\nWeil die Erwachsenen sich nicht in ausreichendem Ma\u00dfe impfen, m\u00fcssen es nun die Kinder wieder richten. Diese werden seit dem Fr\u00fchjahr regelm\u00e4\u00dfig getestet. In welchem Betrieb wurde das seither so konsequent durchgef\u00fchrt? Nun will man den Kindern und ihren Eltern quasi durch die Hintert\u00fcr eine Impfpflicht aufzwingen. Denn wer m\u00f6chte schon, dass seine Kinder vom Sozialleben vollst\u00e4ndig ausgeschlossen werden? Also wird man seine Kinder zwangsl\u00e4ufig impfen lassen, auch wenn sie nicht diejenigen sind, die die Klinikpl\u00e4tze belegen.<br \/>\nIch bin so w\u00fctend. Denn daf\u00fcr bekommen unsere Kinder: keine L\u00fcftungsanlagen, nicht gen\u00fcgend Lehrkr\u00e4fte, keinen regelm\u00e4\u00dfigen Unterricht, keine ausreichende digitale Ausstattung, auch keine Schr\u00e4nke f\u00fcr ihre Klassenzimmer, keine sozialen Treffpunkte, kein Wahlrecht et cetera. Diese Liste k\u00f6nnte man unendlich weiterf\u00fchren.<br \/>\n26.11.2021, Gesa Schwerdtfeger, L\u00f6rrach<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;\u201eSchaut, die Kinder sind die Treiber der Pandemie!\u201c Was nachgewiesenerma\u00dfen wissenschaftlich einfach v\u00f6lliger Unsinn ist. 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