{"id":95910,"date":"2021-11-08T11:04:37","date_gmt":"2021-11-08T10:04:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=95910"},"modified":"2021-11-08T11:10:30","modified_gmt":"2021-11-08T10:10:30","slug":"digitalkompetenz-bei-jung-alt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/digitalkompetenz-bei-jung-alt\/","title":{"rendered":"Digitalkompetenz bei jung? alt?"},"content":{"rendered":"<p>Die Vermittlung von Digitalkompetenz wird an den <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/schulen\/schulen-digital\/\">Schulen<\/a> weiterhin vernachl\u00e4ssigt. Dies zeigt sich an der Besetzung im deutschen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/bundestag\/\">Bundestag<\/a>: <em>&#8222;Nach den Lebensl\u00e4ufen zu urteilen, verf\u00fcgen gerade einmal ein Prozent der 736 neuen Abgeordneten \u00fcber eine tiefergehende Digitalkompetenz&#8220;<\/em> &#8211; <!--more-->so die Freiburger <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/informatik-mathe-physik-imp\/\">Informatik<\/a>professorin Hannah Bast (s.u.). Ein Armutszeugnis, wenn man davon ausgeht, da\u00df das <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/parlament\/\">Parlament<\/a> ein Spiegelbild der Gesellschaft darstellt.<br \/>\nUnsere Bildungspolitiker scheinen nach der geradezu t\u00f6richten Devise zu agieren: Da die Digitalisierung viele Gefahren in sich birgt (<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/verbraucher\/datenschutz\/\">Datenschutz<\/a>, Datenmi\u00dfbrauch in Computer-Netzen, Unterordnung Mensch-Maschine, KI), streichen wir die Thematik einfach aus den Lehrpl\u00e4nen der Schulen.<\/p>\n<p>In <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/ostasien\/\">Ostasien<\/a> erlernt die Jugend zwei <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/programmieren-als-pflichtfach\/\">Programmiersprachen<\/a>. Eine, um Grundbegriffe der Algorithmik wie Auswahl (Selektion), Schleife (Iteration) und Unterablauf (Rekursion) zu erfahren. Eine zweite, um Software hardwarenah (z.B. mit der Programmiersprache C) zu entwickeln.<br \/>\nW\u00e4hrenddessen diskutieren die Zurschulegehenden in Deutschland, wie die genderm\u00e4\u00dfig EINE Toilette f\u00fcr die M\u00e4nnleins, Weibleins und X-leins zu gestalten ist und wie unser kleiner\u00a0 1,8% Anteil an CO2-Aussto\u00df <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/weltrettung\/\">weltrettungsm\u00e4\u00dfig<\/a> nachhaltig zu vermindern ist. Diese krasse Formulierung ist nicht abwertend gegen die Themen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/frauen\/gender\/\">Gender<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/klimawandel\/\">Klima<\/a> gerichtet; sie weist vielmehr darauf hin, da\u00df es neben der Digitalkompetenz auch an Gender- und Klimakompetenz mangelt. Die Diskussion um den <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/menschengemacht\/\">menschengemachten<\/a> Klimawandel gr\u00fcndet auf mathematischen Prognosemodellen, die &#8211; da nicht ex-post, sondern ex-ante formuliert &#8211; (noch) nicht falsifizierbar sind. Wann lernen Sch\u00fcler das Grundprinzip solcher wissenschaftlichen Modelle im Unterricht kennen? Wann erfahren sie etwas \u00fcber Wissenschaftstheorie? Nie und nirgends! Auch um die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/jugend-kompetenz-oder-nix\/\">Klimakompetenz<\/a> der Jugend ist es schlecht bestellt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/china\/\">Chinas<\/a> Jugend lebt <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/lust-auf-innovation-in-china\/\">&#8222;Lust auf Innovation&#8220;<\/a>, w\u00e4hrend unsere Jugend zwar Robotik \u201esuper geil\u201c findet, dazu aber lieber brav per Mausclick bei der allwissenden Alexa nachfragt &#8211; so der Wissenschaftsjournalist <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/lust-auf-innovation-in-china\/\">Yanga Yogeshwar<\/a>\u00a0deprimiert nach seiner Asienreise.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist es verlockend, weil bequemer, <em>\u00fcber<\/em> etwas zu sprechen als sich <em>mit demselben<\/em> auseinanderzusetzen &#8211; die Flucht vor\/aus der Realit\u00e4t in die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/meta-ebene-gesellschaft\/\">Meta-Ebene<\/a> bzw. virtuelle Welt ist derzeit &#8222;in&#8220;.<\/p>\n<p>Wenn unsere Jugend mit 16 oder 18 Jahren die Schule verl\u00e4\u00dft und sich ihre Erfahrungen mit Digitalisierung mehr oder weniger auf <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/spiele\/\">Gaming<\/a> (Jungen) und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/internet\/social-networking\/\">Social Media-Chats<\/a> (M\u00e4dchen) beschr\u00e4nken, dann &#8230;, ja was dann? Dann ist dies wunderbar f\u00fcr ein Land, das im Grunde nur \u00fcber einen einzigen Produktionsfaktor verf\u00fcgt &#8211; die &#8222;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/bildungsmisere\/\">Bildung<\/a>&#8222;. Es ist ein Jammer, wie unsere Bildungspolitiker mit unserer Jugend bzw. Zukunft umgehen und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/bildungsprekariat\/\">Bildungprekariat<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/bildungsmisere\/\">Bildungsmisere<\/a> pflegen.<br \/>\n8.11.2021<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Digitalkompetenz l\u00e4sst sich nicht auslagern<\/strong><br \/>\nHannah Bast stellt eine weitverbreitete Abwehrhaltung gegen ein Fortschreiten der Digitalisierung fest .<br \/>\nIch w\u00fcnsche der neuen Regierung unseres Landes viel Gl\u00fcck. Vor allem w\u00fcnsche ich mir, dass wir beim Thema Digitalisierung endlich einen gro\u00dfen Schritt vorankommen. Immerhin haben sich das die vier st\u00e4rksten Parteien alle auf ihre Fahnen geschrieben. Hinsichtlich konkreter Vorschl\u00e4ge und Problemanalyse bleibt es aber schwammig. Von einem Digitalministerium ist da die Rede und dass die Verwaltungsabl\u00e4ufe digitalisiert und effizienter werden m\u00fcssen.<br \/>\nSo weit, so vern\u00fcnftig, aber schauen wir mal etwas genauer hin. Der Blick in die Zusammensetzung des neuen Bundestages ist ern\u00fcchternd. Nach den Lebensl\u00e4ufen zu urteilen, verf\u00fcgen gerade einmal ein Prozent der 736 neuen Abgeordneten \u00fcber eine tiefergehende Digitalkompetenz. Damit meine ich Menschen, die nicht nur selbstverst\u00e4ndlich mit Handy und Computer umgehen k\u00f6nnen (die sogenannten &#8222;digital natives&#8220;, deren Zahl erfreulicherweise immer gr\u00f6\u00dfer wird), sondern die auch die Technik dahinter kennen und verstehen. Diesem einen Prozent stehen gegen\u00fcber etwa 20 Prozent Juristen und Juristinnen, 15 Prozent aus den Geistes- und Sozialwissenschaften und 15 Prozent aus dem kaufm\u00e4nnischen und betriebswirtschaftlichen Bereich.<\/p>\n<p>Dieses Ungleichgewicht ist ein Problem, denn praktisch alle Gremien des Parlaments werden von Abgeordneten geleitet und sind auch gr\u00f6\u00dftenteils mit ihnen besetzt. Selbstverst\u00e4ndlich werden je nach Thema ausw\u00e4rtige Sachverst\u00e4ndige mit entsprechender Expertise eingeladen. Aber die sind eben nur eingeladen und sitzen nicht am Steuer. F\u00fcr das, was am Ende herauskommt, ist aber ganz entscheidend, wer f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Dieses Problem gibt es nicht nur in der Politik. Auch in vielen Organisationen herrscht nach wie vor die Auffassung, man k\u00f6nne sich die Digitalkompetenz einkaufen oder sie auf andere Weise auslagern. Das ist ein fataler Irrtum. Kaum einer traut sich heute noch, ein wichtiges Entscheidungsgremium ausschlie\u00dflich mit M\u00e4nnern zu besetzen und zu argumentieren, dass man bei Bedarf ja kompetente Frauen um ihren Rat bitten k\u00f6nnte. Es ist l\u00e4ngst Konsens, dass die Frauen mit dabei sein m\u00fcssen und zwar nicht nur eine, sondern ein angemessener Anteil, und nicht nur mit dabei, sondern mit an der Spitze. Es haben auch inzwischen die meisten verstanden, dass es nicht darum geht, die eine Gruppe gegen die andere auszuspielen, sondern darum, miteinander zu L\u00f6sungen kommen, die ganzheitlich und praxistauglich anstatt einseitig und realit\u00e4tsfern sind. Beim Thema Digitalisierung sind wir immer noch am Anfang, es hapert selbst noch am Problembewusstsein.<br \/>\nIch sehe daf\u00fcr vor allem zwei Gr\u00fcnde. Erstens herrscht nach wie vor eine weit verbreitete, teilweise unbewusste Abwehr gegen ein Fortschreiten der Digitalisierung, und zwar sowohl in der breiten Masse der Bev\u00f6lkerung als auch in F\u00fchrungskreisen. Letztere stimmen zwar vom Kopf her inzwischen alle zu, dass das Thema wichtig und zukunftsentscheidend ist. Viele sind aber selber nicht digitalkompetent und oft nicht einmal &#8222;digital natives&#8220;. Manch einer im letzten Abschnitt des Arbeitslebens hofft, dass dieser Kelch noch an ihr oder ihm vor\u00fcbergeht. Es \u00fcberwiegen dann die Bedenken und insgeheim ist es vielen wohl ganz recht, wenn es nicht so schnell voran geht, wie es k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Zweitens mangelt es vielen technisch versierten Menschen an Enthusiasmus oder der Bereitschaft, in der Politik oder anderen Entscheidungsgremien mitzuwirken. Wir haben ja durchaus Digitalkompetenz in unserem Land, aber f\u00fcr viele dieser Personen ist es eher eine Horrorvorstellung, sich in ein Umfeld zu begeben, in dem f\u00fcr ihr Gef\u00fchl viel geredet und wenig getan wird und das nicht den klaren Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten folgt, die sie an ihrem Gebiet so lieben. D<br \/>\nie enorme Nachfrage nach Fachpersonal in den IT-Berufen macht es ihnen noch leichter, in ihrer Komfortzone zu bleiben. Auch ein Digitalministerium wird uns nichts bringen, wenn es in der bisher bekannten Manier besetzt wird: mit Personen, die selber nicht digitalkompetent und wom\u00f6glich nicht einmal &#8222;digital natives&#8220; sind.<br \/>\nWir brauchen dringend mehr Anreize, um Menschen zu einer technisch tiefen Ausbildung zu motivieren und noch mehr Anreize, um einen Teil dieser Menschen in die Kreise zu bringen, in denen politische Entscheidungen getroffen werden. Es ist kein Luxusproblem, sondern unser zuk\u00fcnftiger Wohlstand h\u00e4ngt entscheidend davon ab.<br \/>\n..Alles vom 6.11.2021 von Hannah Bast bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/digitalkompetenz-laesst-sich-nicht-auslagern--206226382.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/digitalkompetenz-laesst-sich-nicht-auslagern&#8211;206226382.html<\/a><\/p>\n<p><em>Hannah Bast ist Professorin im Fach Informatik an der Ui Freiburg. Sie war Dekanin der Technischen Fakult\u00e4t und Mitglied der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags zur &#8222;K\u00fcnstlichen Intelligenz&#8220; KI.<br \/>\n<\/em>.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\n<strong>Es geht um die Daten, nicht um die Digitalisierung<\/strong><br \/>\nDas \u00f6ffentliche Gejammer \u00fcber unzureichende &#8222;Digitalisierung&#8220; des Landes ist fake und ein Ablenkungsman\u00f6ver. Es muss doch einem Gesetzgeber vollkommen egal sein, welche (ggf. irgendwie &#8222;digitalen&#8220;), jedenfalls zul\u00e4ssigen W e r k z e u g e ein Unternehmen zum Einsatz bringt, um seinen legalen Gesch\u00e4ftszweck zu erreichen, und um der Allgemeinheit ben\u00f6tigte und n\u00fctzliche Produkte zu liefern &#8211; und hat dabei Erfolg. Es ist dem Gesetzgeber in der Tat auch egal.<br \/>\nDenn es geht diesem Gesetzgeber in Wahrheit um die\u00a0 D a t e n\u00a0 der Unternehmen. Die sollen nicht nur in herk\u00f6mmlichen oder digitalen Datenspeichern im Land herum liegen , sondern m\u00f6glichst viel auf irgendwelchen &#8222;Datenbautobahnen&#8220; unterwegs sein, die vielen isolierten Datenspeicher sollen untereinander vernetzt sein, die Daten sollen leichter unter Marktteilnehmern ausgetauscht werden k\u00f6nnen.<br \/>\nAls ob die Urheber dieser Daten das immer so gern h\u00e4tten ! Denn dieser Austausch verunklart massenhaft Urheberrechte, und macht die Daten von au\u00dfen angreifbar, stehlbar, manipulierbar, blockierbar, verschl\u00fcsselbar, zerst\u00f6rbar. Die Hacker-Angriffe sind ja real, und sie passieren weltweit jeden Tag. Jeden Tag l\u00f6sch schon ich Privatmensch zweifelhafte eMails unge\u00f6ffnet.<br \/>\nDiese Daten sollen unterwegs sein, weil daran viel Geld zu verdienen ist. Und damit. Drum schreib auch ich seit Langem &#8222;die Klaut&#8220;. Ganz besonders regt mich dieses Ansinnen auf, wenn es um Patientendaten gibt. Dass die der Zappelspahn gern der Firma Arvato zuschustern will, einer 100-%-Tochter von Bertel&#8217;s Frau, das hat er lange vor Amtsantritt publiziert (&#8222;App vom Arzt&#8220;, 2016, Herderverlag). Er hat sich damit bereits vor der Vereidigung als schamloser Lobbyist geoutet. Ich finds zum Verr\u00fccktwerden, dass das niemals \u00f6ffentlich thematisiert worden ist. Danke f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit !<br \/>\n6.11.2021, P.R.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Die Gleichsetzung &#8222;digital&#8220; mit &#8222;effizienter&#8220; ist haneb\u00fcchen<\/strong><br \/>\nLobbyistengeschwafel. Unertr\u00e4glich.<br \/>\n1. Wenn etwas (etwa ein Werkzeug, und sei es ein &#8222;digitales&#8220;) sich im Alltag eines Marktteilnehmers bew\u00e4hrt, braucht es kein Akzeptanzmarketing sondern setzt sich in k\u00fcrzester Zeit durch.<br \/>\n2. Die Gleichsetzung &#8222;digital&#8220; mit &#8222;effizienter&#8220; ist haneb\u00fcchen schwachsinnig. Wer sowas schlankweg behauptet, war noch nie den Unbilden unerwarteter Software-Updates zur Unzeit ausgesetzt. Ich glaube nicht, dass so jemand zu Zeiten des Bill Geiz auf der Welt \u00fcberhaupt noch existiert.<br \/>\n3. Wo digital nachzur\u00fcsten ist, ist das in den Beh\u00f6rden des Staats h\u00f6chstselbst<br \/>\n4. Dabei werden jahrzehntelange \u00dcbergangsfristen nicht zu umgehen zu sein, und dennoch datenvernichtende und viel viel Zusatzarbeit verursachende Systembr\u00fcche stattfinden<br \/>\n5. von der grunds\u00e4tzlichen Unsicherheit und Unsch\u00fctzbarkeit &#8222;digital&#8220; und weltweit vernetzt gespeicherter Inhalte ganz zu schweigen<br \/>\n&#8230;<br \/>\nMein Thema war die informationelle Vernetzung. Wenn die Datenklau bedeutet, will ich die nicht. Wenn die Effizienz bedeutet, nutz ich die gern. Allein: dazu fehlt mir der Beweis.<br \/>\n6.11.2021, P.R.<\/p>\n<p><strong>&#8230; die zwei Seiten der Digitalisierung<\/strong><br \/>\nFrau Bast ist in Freiburg ja keineswegs unbekannt. Ihre Funktion an der Uni ist jedoch eine ganz andere als das, was wir in der Praxis brauchen. Ich nehme an, Frau Bast wird zustimmen, da\u00df sie auf dem Gebiet der Grundlagenforschung arbeitet. Und ich denke, dort macht sie auch eine gute Arbeit. Die Anwendungsseite hat damit sehr wenig zu tun. Um es verst\u00e4ndlich zu machen arbeitet Frau Bast an Algorithmen dar\u00fcber, wie man Daten finden kann. Wie das dann in der Praxis geht, kennt man von Suchmaschinen wie Google oder eben auch f\u00fcr Arztinformationssysteme. F\u00fcr beide Beispiele ist Frau Basts Arbeit h\u00f6chst interessant f\u00fcr die Datensuche. Die Demarkationsline ist allerdings die Seite des Datenausspionierens.<br \/>\nHier hat der Chaos-Computer-Club schon mehrfach gezeigt, wie leicht Suchmaschinen zur Aussp\u00e4hung von eigentlich gesch\u00fctzen Daten mi\u00dfbraucht werden kann &#8230; j\u00fcngstes Beispiel ist der simple Enkeltrick, bei dem mit t\u00e4uschend echten Mails ahnungslose Mitb\u00fcrger gen\u00f6tigt werden, gesch\u00fctzte Informationen wie PINs weiterzugeben.<br \/>\nFrau Bast wird zur Lobbyistin, wenn sie bedauert, da\u00df so wenige Bundestagsabgeordnete \u00fcber eine Digital-Kompetenz verf\u00fcgen, ganz so als sei es eine h\u00f6here Entwicklungsstufe f\u00fcr die Gattung Mensch, sich mit Computern auszukennen. Sie beklagt, da\u00df es unendlich mehr Juristen im Bundestag gibt. Die aber kennen die dunkle Seite der IT. Es sind Juristen, die ein ungez\u00fcgeltes Voranschreiten der Digitalisierung bremsen, weil sie den Datenmi\u00dfbrauch und die Offenlegung der Privatseite verhindern.<br \/>\nWas ist besser? Wir haben erlebt, wie die Forschung auf dem Bereich der Kernenergie nicht nur zum Bau von Atombomben mi\u00dfbraucht wurde, sondern da\u00df auch die friedliche Nutzung der Kernenergie zu nie gekannten Sch\u00e4den gef\u00fchrt hat.<br \/>\nFrau Bast ist eine Grundlagenforscherin. Deswegen sollte sie sich kritischer auf dem Parkett der Digitalisierung bewegen. Vielleicht gerade weil die Grundlagenforschung so immens interessant ist. W\u00fcrde aber Frau Bast das Mi\u00dfbrauchpotential ihrer Ideen f\u00fcr ein schnelleres Finden von Daten nutzen, um wie in der Pharmaindustrie einen Beipackzettel zu schreiben \u00fcber Risiken und Nebenwirkungen, dann w\u00fcrde sie sicher sehr schnell die Freundlichkeiten der Nutzerindustrie verlieren.<br \/>\nHerr Dr.Rapp und ich sind nun mal \u00c4rzte und sehen sehr wohl, was passieren kann, wenn Patientendaten erste einmal in einer Cloud aufbewahrt werden.<br \/>\n6.11.2021, H-H.B.<\/p>\n<p><strong>Die Computerexperten vom Heiseverlag schreiben folgendes dazu<\/strong><br \/>\nDigitalisierung: Einfach mal weniger wagen<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/select\/ct\/2021\/22\/2031014540350429916\">http:\/\/www.heise.de\/select\/ct\/2021\/22\/2031014540350429916<\/a><br \/>\nDigitalisierung im Gesundheitswesen verz\u00f6gert sich weiter<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/select\/ct\/2021\/23\/2128109101286064308\">http:\/\/www.heise.de\/select\/ct\/2021\/23\/2128109101286064308<\/a><br \/>\n&#8222;E-Rezept &amp; Co.: \u00c4rzte fordern Digitalisierungspause im Gesundheitswesen&#8220;<br \/>\nDie Bundes\u00e4rztekammer und andere Medizinervereinigungen monieren, dass die Telematikinfrastruktur und zugeh\u00f6rige Anwendungen \u00fcberst\u00fcrzt eingef\u00fchrt werden.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/news\/E-Rezept-Co-Aerzte-fordern-Digitalisierungspause-im-Gesundheitswesen-6250143.html\">http:\/\/www.heise.de\/news\/E-Rezept-Co-Aerzte-fordern-Digitalisierungspause-im-Gesundheitswesen-6250143.html<\/a><br \/>\nDigitalisierung: Der H\u00e4lfte geht&#8217;s zu langsam, jedem 7. gar zu schnell<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Digitalisierung-Der-Haelfte-geht-s-zu-langsam-jedem-7-gar-zu-schnell-6251809.html\">https:\/\/www.heise.de\/news\/Digitalisierung-Der-Haelfte-geht-s-zu-langsam-jedem-7-gar-zu-schnell-6251809.html<\/a><br \/>\n6.11.2021, St.Z.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr den Notfall drei Zettel im Portemonnaie<\/strong><br \/>\n&#8222;Zettel im Portemonnaie&#8220; &#8211; eeexakt so musses sein. Ich hab da immer drei Zettelchen drin. Einen mit den Telefonnummern meiner family, einen mit meinen Medis, und einen, auf dem steht (wie in der handgeschriebenen Verf\u00fcgung im roten Ordner schr\u00e4g gegen\u00fcber von mir), dass ich im Notfall nicht an die Maschine will sondern eine Palliativtherapie.<\/p>\n<p>Diese Zettel findet immer sofort, wer mich mal wo auffinden sollte. Ohne Bill Geiz, ein Netz, Batteriestrom oder Passw\u00f6rter bem\u00fchen zu m\u00fcssen.<br \/>\nSo muss es sein. Alles andere ist verlogenes Lobbyistengelaber, so wie das vom Zappelspahn.<br \/>\n6.11.2021, P.R.<br \/>\nEnde Kommentare<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Vermittlung von Digitalkompetenz wird an den Schulen weiterhin vernachl\u00e4ssigt. 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