{"id":94565,"date":"2021-09-03T08:07:19","date_gmt":"2021-09-03T06:07:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=94565"},"modified":"2021-09-08T08:50:11","modified_gmt":"2021-09-08T06:50:11","slug":"ortskraefte-integration-clan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/ortskraefte-integration-clan\/","title":{"rendered":"Ortskr\u00e4fte &#8211; Integration &#8211; Clan"},"content":{"rendered":"<p>Im Zuge des Umbaus der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/krieg\/bundeswehr\/\">Bundeswehr<\/a> von der Verteidigungs-zur Interventionsarmee wird es vermehrt zu Eins\u00e4tzen in Krisen- bzw. Kriegsgebieten in Asien, arabischem Raum und Afrika kommen. Dabei sind die Milit\u00e4rs auf einheimische Ortskr\u00e4fte angewiesen. Da sich im <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/krieg\/\">Krieg<\/a> Gegner gegen\u00fcberstehen, die Feinde sind, d.h. t\u00f6ten wollen, <!--more--><br \/>\nkommt dem Begriff &#8222;Ortskr\u00e4fte&#8220; eine Vielfalt von Bedeutungen zu:<br \/>\n&#8211; Arbeitnehmer, die f\u00fcr ihre Leistungen bezahlt werden<br \/>\n&#8211; Demokratiebegeisterte Helfer und Unterst\u00fctzer<br \/>\n&#8211; Kollaborateure<br \/>\n&#8211; Eingeschleuste Spione, Verr\u00e4ter<br \/>\n.<br \/>\nDer abrupte R\u00fcckzug aus der Bundeswehr aus <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/afghanistan\/\">Afghanistan<\/a> und der kampflose Einmarsch der Taliban in Kabul am 15.8.2021 haben gezeigt, da\u00df <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/nation\/nation-building\/\">Nation-Building<\/a> sowie <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/demokratie-export\/\">Demokratie-Export<\/a> nicht funktionieren k\u00f6nnen und zudem vermessen sind: <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/groessenwahn\/\">Gr\u00f6\u00dfenwahnsinnig<\/a> im Hinblick auf die eigenen F\u00e4higkeiten wie auch diskriminierend den Afghanen gegen\u00fcber. Uralte Kulturen, Religionen und Traditionen gilt es zu respektieren.<br \/>\nDa trotzdem an der Interventionspolitik (Eingreiftruppen) festgehalten wird, sind weitere solcher R\u00fcckz\u00fcge der Bundeswehr zu erwarten, z.B. in Mali.<br \/>\nDie Frage &#8222;Was geschieht mit den Ortskr\u00e4ften?&#8220; wird sich also weiterhin stellen; leider wird sie in Deutschland mangels <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/diskussionskultur\/\">Diskussionskultur<\/a> nicht ergebnisoffen besprochen, sondern nur einseitig beantwortet. <em>&#8222;M\u00f6glichst viele Ortskr\u00e4fte nach Deutschland holen&#8220;<\/em> lautet die Devise, die von den\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/mainstream\/\">Mainstream<\/a>-Medien unisono propagiert wird. Doch was im Namen von angeblicher <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/gutmenschen\/\">Menschlichkeit<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/naechstenliebe\/\">N\u00e4chstenliebe<\/a> geschieht, f\u00fchrt f\u00fcr die Ortskr\u00e4fte selbst zumeist zur traurigen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/entwurzelung\/\">Entwurzelung<\/a>: Aufgrund von Sozialisation und kultureller Pr\u00e4gung <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/integration-gescheitert\/\">scheitert die Integration<\/a> und die immigrierten Ortskr\u00e4fte landen in den prek\u00e4ren <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/parallelgesellschaft\/\">Parallelgesellschaften<\/a> deutscher Ballungsgebiete. Die Libanon-Clans sind ein Beispiel.<\/p>\n<p>Am Beispiel zweier Bundeswehr-Veteranen, die in Afghanistan gedient haben, l\u00e4\u00dft sich der aktuelle Dissens um die Ortskr\u00e4fte verdeutlichen.<br \/>\nAuf der einen Seite der Hauptmann Marcus Grotian vom &#8222;Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskr\u00e4fte e.V.&#8220; <a href=\"https:\/\/www.patenschaftsnetzwerk.de\/\">https:\/\/www.patenschaftsnetzwerk.de\/<\/a>, \u00fcber den die Mainstream-Medien breit berichten. <em>&#8222;Wir sind moralisch verletzt&#8220;<\/em>, sagt Grotian in der S\u00fcddeutschen und fordert, m\u00f6glichst viele Ortskr\u00e4fte mitsamt ihren Familien (<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/clan\/\">Clan<\/a>-Strukturen, also Gro\u00dffamilien) nach Deutschland zu holen.<br \/>\nAuf der anderen Seite der Oberst Dr. Thomas Sarholz, ehemals Kommandeur in Kabul, dem es trotz <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/meinungsfreiheit\/eigene-meinung\/\">abweichender Meinung<\/a> gelang, in einem Leserbrief in der FAZ (s.u.) seine Kritik am Einfliegen von Tausenden von Ortskr\u00e4ften darzustellen und zu begr\u00fcnden. Ein Beitrag in der Schweizer NZZ l\u00e4\u00dft drei weitere Veteranen mit reiner Kritik zu Wort kommen, die in die gleiche Richtung weist: Prim\u00e4r ist die Frage, ob sich die Ortskr\u00e4fte in die deutsche Gesellschaft auch integrieren k\u00f6nnen. Sekund\u00e4r mu\u00df der Wunsch der Migrationsdienstleistenden bleiben, hier ihren angeblichen guten <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/aufklaerung\/humanismus\/\">Humanismus<\/a> vorzeigen zu k\u00f6nnen.<br \/>\n.<br \/>\nDie Problematik liegt in dem vom BAMF so leicht dahinformulierten Satz <em>&#8222;evakuierten Ortskr\u00e4fte und deren Familien&#8220;<\/em> (s.u.):<br \/>\nZum einen sind die junge afghanischen M\u00e4nner eingebunden in den Verbund von Gro\u00dffamilien (Clan-Struktur), in dem sie aufgewachsen und sozialisiert sind, ohne je die mit der individuellen Freiheit verbundene Last der Eigenverantwortlichkeit erfahren zu haben.<br \/>\nZum anderen beinhaltet Familie f\u00fcr sie stets Gro\u00dffamilie. Sind diese M\u00e4nner nicht besser grenznah in den ebenfalls islam-gepr\u00e4gten Nachbarstaaten aufgehoben?<br \/>\n3.9.2021<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>BAMF: Aufnahme ehemaliger afghanischer Ortskr\u00e4fte<\/strong><br \/>\n<strong>Asyl und Fl\u00fcchtlingsschutz<\/strong><br \/>\nUnterst\u00fctzung der Ma\u00dfnahmen durch das BAMF nach Ankunft in Deutschland<br \/>\nDieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.<br \/>\nDas Bundesamt f\u00fcr Migration und Fl\u00fcchtlinge (BAMF) steuert die Aufnahme und Verteilung der aus Afghanistan evakuierten Ortskr\u00e4fte sowie deren Familien nach ihrer Ankunft in Deutschland. Dazu kommen noch afghanische Journalistinnen und Journalisten, Menschenrechtlerinnen und Menschenrechtler sowie Mitarbeitende von NGOs, die mit ihren Familien ebenfalls ausgeflogen werden.<br \/>\n&#8230; Alles vom 19.8.2021 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.bamf.de\/DE\/Themen\/AsylFluechtlingsschutz\/ResettlementRelocation\/AufnahmeAfghanOrtskraefte\/aufnahme-afghanische-ortskraefte-node.html\">https:\/\/www.bamf.de\/DE\/Themen\/AsylFluechtlingsschutz\/ResettlementRelocation\/AufnahmeAfghanOrtskraefte\/aufnahme-afghanische-ortskraefte-node.html<\/a><br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Oberst Sarholz: Afghanische Ortskr\u00e4fte &#8211; Es lohnte sich, f\u00fcr uns zu arbeiten<br \/>\nLeserbrief im Wortlaut<\/strong><br \/>\n&#8222;Zur Afghanistan-Berichterstattung in der F.A.Z. vom 24. August<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/luftbruecke-nach-kabul-liegt-in-der-hand-der-taliban-17499834.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/luftbruecke-nach-kabul-liegt-in-der-hand-der-taliban-17499834.html<\/a> und hier insbesondere die zur Evakuierung von Ortskr\u00e4ften plus Angeh\u00f6rigen <a href=\"https:\/\/zeitung.faz.net\/faz\/politik\/2021-08-24\/von-flucht-verlust-und-echter-freundschaft\/653217.html\">https:\/\/zeitung.faz.net\/faz\/politik\/2021-08-24\/von-flucht-verlust-und-echter-freundschaft\/653217.html<\/a>: Haben Sie besten Dank f\u00fcr die ausf\u00fchrliche Berichterstattung zu den Vorg\u00e4ngen in Afghanistan, vor allen Dingen zu den Bem\u00fchungen, Ortskr\u00e4fte und deren Angeh\u00f6rige auszufliegen.<\/p>\n<p>Auch ich geh\u00f6re zu den Soldaten der Bundeswehr, die in Afghanistan eingesetzt waren. 2005\/2006 war ich, Dienstgrad Oberst, im 9. und beginnenden 10. Deutschen Einsatzkontingent Kommandant von Camp Warehouse in Kabul, des damals gr\u00f6\u00dften internationalen Camps mit ungef\u00e4hr 2400 Soldaten aus mehr als 20 Nationen. Was die Ortskr\u00e4fte angeht, so habe ich einen anderen Zugang als der, der \u00fcblicherweise in den Medien verbreitet wird. Als Kommandant von Camp Warehouse hatte ich einige Ortskr\u00e4fte. Diese jungen M\u00e4nner (bei Radio Andernach gab es sogar einige Afghaninnen) kannten haargenau die Situation in der sie umgebenden Gesellschaft.<br \/>\nSelbstlosigkeit war das Letzte, was diese Leute angetrieben hat, um f\u00fcr uns zu arbeiten. Diese romantisch-idealisierenden Vorstellungen sind dort unbekannt beziehungsweise sto\u00dfen auf v\u00f6lliges Unverst\u00e4ndnis. Das Leben ist viel zu hart, um sich mit derartigen Wohlstandsgefasel zu besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>Unsere Ortskr\u00e4fte wurden f\u00fcr afghanische Verh\u00e4ltnisse f\u00fcrstlich entlohnt, gut behandelt und nahmen wie selbstverst\u00e4ndlich an unserer ausgezeichneten Mittagsverpflegung teil. Von den Soldaten des deutschen Kontingents wurden sie in der Regel bei Kontingentwechseln mit Kleidung, Schuhen und so weiter beschenkt. Ich habe Dutzende sogenannte Mitnahmebescheinigungen unterschrieben, damit ihnen diese Geschenke bei der Kontrolle an der Wache nicht abgenommen wurden.<br \/>\nEs hat sich also gelohnt, f\u00fcr uns zu arbeiten. Dies war selbstverst\u00e4ndlich auch ihrer Umgebung bekannt. Geh\u00f6rten sie starken Familien, St\u00e4mmen, Clans an, haben auch diese davon profitiert und sch\u00fctzten diese Leute.<br \/>\nGut zu wissen: Ein Afghane definiert sich ausschlie\u00dflich \u00fcber seine Familien- beziehungsweise Stammeszugeh\u00f6rigkeit; Individualismus ist unbekannt. Geh\u00f6rten sie zu schw\u00e4cheren Gruppen, waren Schutzgeldzahlungen f\u00e4llig, um nicht umgebracht zu werden. Dar\u00fcber hinaus waren Informationen zu liefern. Die Taliban oder \u00e4hnliche Gruppierungen waren somit bis ins Detail \u00fcber unsere Zahl, Ausr\u00fcstung, gegebenenfalls sogar \u00fcber unsere Absichten informiert.<\/p>\n<p>Meine beiden deutschen Soldaten, die mich bei der F\u00fchrung des Camps unterst\u00fctzt haben, waren entsprechend instruiert und zur Vorsicht bei der Informationsweitergabe ermahnt. Dass gerade diese Ortskr\u00e4fte jetzt s\u00e4mtlich zu uns kommen wollen, \u00fcberrascht mich nicht; hatten sie doch einen recht genauen Einblick \u00fcber unseren Lebensstandard erlangt. Innerlich verachten uns diese Menschen, was sie aus nachzuvollziehenden Gr\u00fcnden nat\u00fcrlich nie zugeben werden. Sie wollen ja etwas erreichen: den Wohlstandsmagneten Deutschland.<br \/>\nIch will nicht verkennen, dass es Ausnahmen geben mag. Nur: mir sind sie nicht begegnet. Aber vielleicht war und bin ich ja blind. Mit Letzterem befinde ich mich, wenn ich mir die Berichterstattung \u00fcber den Zusammenbruch der durch die westlichen Staaten gef\u00f6rderten politischen Ordnung in Afghanistan betrachte, jedoch in bester Gesellschaft.<br \/>\nDr. Thomas Sarholz, Oberst a. D., Andernach&#8220;<br \/>\n&#8230; Alles vom 26.8.2021 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/briefe-an-die-herausgeber\/leserbriefe-vom-26-august-2021-17501255.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/briefe-an-die-herausgeber\/leserbriefe-vom-26-august-2021-17501255.html<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>\u00abDie kommen hier nicht zurecht\u00bb: Deutsche Afghanistan-Veteranen warnen vor grossz\u00fcgiger Aufnahme ehemaliger Ortskr\u00e4fte<\/strong><br \/>\nDrei ehemalige deutsche Soldaten erinnern sich im Gespr\u00e4ch an ihre Eins\u00e4tze in Afghanistan. Die M\u00e4nner sind sich einig: Ihre eigene Arbeit sei sinnvoll gewesen. Aber der Versuch des Westens, das Land in eine moderne Demokratie zu verwandeln, sei von vornherein zum Scheitern verurteilt gewesen.<br \/>\nvon Oliver Maksan, Berlin<br \/>\n.<br \/>\nDie drei Veteranen kennen sich nicht. Der deutsche Reservistenverband hat sie vermittelt. Sie sind ungleich alt, waren zu unterschiedlichen Zeiten und in andersartigen Verwendungen in Afghanistan. Und doch sind sie sich im Gespr\u00e4ch mit der NZZ erstaunlich einig: Der zwanzigj\u00e4hrige Einsatz der Bundeswehr in dem Land sei die Opfer nicht wert gewesen. Und Opfer gab es: 59 Tote und Gefallene, Hunderte Verletzte und Traumatisierte. Dazu kommen die Kosten in Milliardenh\u00f6he f\u00fcr Milit\u00e4r und Entwicklungshilfe.<br \/>\nGerade zwei Wochen sind seit dem Fall Kabuls Mitte August vergangen, als sich die drei M\u00e4nner mit der NZZ per Zoom-Schalte treffen. Die Uniform haben sie l\u00e4ngst abgelegt. In ziviler Kleidung sitzen sie vor ihren Bildschirmen. Keiner ist mehr aktiver Soldat. Der 40-j\u00e4hrige Denny Vinzing arbeitet heute f\u00fcr den Katastrophenschutz des Landkreises Cloppenburg. Peter M\u00fcller, 59, ist im Raum Krefeld im Vertrieb t\u00e4tig. Der 35-j\u00e4hrige Marco Hochstein verdient seinen Unterhalt in Koblenz bei einer IT-Firma.<\/p>\n<p>Gefragt, ob sie die Nachrichten vom schnellen Fall Afghanistans an die Taliban \u00fcberrascht h\u00e4tten, winken die drei ab. \u00abMir war schon 2010 klar: Wenn wir gehen, ist alles wieder beim Alten\u00bb, sagt Denny Vinzing. Die breite Masse der Bev\u00f6lkerung wolle die Scharia, sonst w\u00e4ren die Taliban nicht wieder an der Macht, so der ehemalige Fallschirmj\u00e4ger. Er war 2010 und 2013 im Raum Kunduz stationiert. Echte Kampfeins\u00e4tze. \u00abUnser Auftrag war es, Land zu nehmen und zu halten\u00bb, fasst er seine Mission zusammen. An drei Feuergefechten nahm Vinzing teil, auch am ber\u00fcchtigten Karfreitagsgefecht 2010 mit den Taliban \u2013 mit drei Toten und mehreren Schwerverletzten auf deutscher Seite.<br \/>\nMarco Hochstein stimmt zu. Der heutige IT-Fachmann war letztmals 2018 in Kabul, wo er im Stab t\u00e4tig war. Der ehemalige Fernmelder meint: \u00abDie westliche Aufbauarbeit war von Anfang an zum Scheitern verurteilt und deshalb die Opfer nicht wert.\u00bb Afghanistan sei schliesslich, wie Ex-Jugoslawien, ein Vielv\u00f6lkerstaat. Es sei hoffnungslos, in einem solchen Land einen funktionierenden Zentralstaat aufbauen zu wollen. \u00abNur die Schnelligkeit des Zusammenbruchs hat mich \u00fcberrascht.\u00bb<br \/>\n.<br \/>\n<em>Peter M\u00fcller half, die afghanische Armee auszubilden.<\/em><br \/>\nDer heute als Vertriebsfachmann t\u00e4tige Peter M\u00fcller war von 2010 bis 2011 in Mazar-e-Sharif mit der Ausbildung der afghanischen Armee betraut. Er stimmt seinen Kameraden zu. F\u00fcr nachhaltig hielt auch er das Nation-Building nicht. Es ist ihm dabei aber wichtig, zwischen der Mission der Bundeswehr und dem zivilen Aufbau zu differenzieren. \u00abDie Bundeswehr hat ihren Auftrag erledigt. Sie sollte ein sicheres Umfeld schaffen. Das hat sie. Solange wir da waren, gab es keine Taliban. Jetzt, wo wir weg sind, sind sie zur\u00fcck\u00bb, sagt M\u00fcller. Die beiden anderen Veteranen nicken.<br \/>\nM\u00fcller war ohne grosse Erwartungen nach Afghanistan gegangen. Seiner Meinung nach hatte das westliche Nation-Building bereits auf dem Balkan versagt. \u00abAls ich f\u00fcr die Bundeswehr in Bosnien war, sah ich das Totalversagen des zivilen Aufbaus\u00bb, sagt er. In Kosovo sei es dann auch so gewesen. Aber Afghanistan empfand er als am schlimmsten.<br \/>\nM\u00fcller berichtet von einem Staudammprojekt, dem die Stromleitungen fehlten, von Strassen, die wider besseres Wissen durch Wadis gebaut wurden. Mit dem Fr\u00fchjahrsregen h\u00e4tten die sonst ausgetrockneten W\u00fcstenfl\u00fcsse alles weggesp\u00fclt, was sich ihnen in den Weg gestellt habe. Und dann erst die Sabotage im Alltag. \u00abIch erinnere mich an einen Fall, als wir in einem Dorf einen Brunnen bohrten. Nach ein paar Tagen wurde er vom Nachbardorf zerst\u00f6rt.\u00bb Dessen Bewohner h\u00e4tten weiter ihr eigenes Wasser an die Nachbarn verkaufen wollen. Denn Wasser sei in Afghanistan so wertvoll wie Benzin.<\/p>\n<p><em>Der Fernmelder Marco Hochstein war letztmals 2018 in Kabul im Einsatz.<\/em><br \/>\nDer heutige IT-Experte und fr\u00fchere Fernmelder Hochstein war anders als seine beiden Kameraden stets in der Hauptstadt stationiert. Er sah in der Metropole beim zivilen Aufbau durchaus Erfolge. Nach 2015 sei er 2018 erneut in Kabul gewesen. Da habe man schon eine Verbesserung der Infrastruktur erkennen k\u00f6nnen, etwa bei den Strassen, erinnert er sich. \u00abDas half mir, Sinn in meinem Einsatz zu finden. Offensichtlich bringt es tats\u00e4chlich etwas\u00bb, habe er sich damals in Stunden des Zweifels gedacht.<br \/>\nDeutschland will 40 000 ehemalige Helfer und Angeh\u00f6rige holen<br \/>\nWenn er jetzt die Bilder aus dem von den Taliban kontrollierten Kabul sehe, gehe ihm das nahe. Manche Ortskraft, die da zur\u00fcckgelassen worden sei und jetzt f\u00fcr das deutsche Fernsehen interviewt werde, meine er auch zu kennen.<br \/>\nEtwa 40 000 ehemalige lokale Helfer samt Angeh\u00f6rigen sind nach Sch\u00e4tzungen des deutschen Innenministeriums noch in Afghanistan. Auf Hochtouren wird an ihrer Ausreise nach Deutschland gearbeitet. Verkl\u00e4ren will Hochstein das Verh\u00e4ltnis zu den Ortskr\u00e4ften dennoch nicht. Die Erfahrungen w\u00e4hrend seiner Zeit in Kabul seien unterschiedlich gewesen. \u00abMan ist auf die Leute angewiesen gewesen\u00bb, sagt er. Aber vertraut habe er ihnen nicht. Aus Prinzip habe er bei Fahrten durchs Stadtgebiet dem \u00dcbersetzer das Marschziel erst fr\u00fchestens am Tag zuvor durchgegeben. \u00abDamit wollte ich mich sch\u00fctzen und verhindern, dass ich durch Verrat zum Anschlagsziel werde.\u00bb<\/p>\n<p>.<br \/>\n<em>Der Fallschirmj\u00e4ger Denny Vinzing nahm 2010 am Karfreitagsgefecht in Kunduz teil.<\/em><br \/>\nDer fr\u00fchere Fallschirmj\u00e4ger Vinzing wird noch deutlicher: \u00abIch hatte gar kein Vertrauen zu Ortskr\u00e4ften.\u00bb Und das h\u00e4nge mit der afghanischen Kultur zusammen. Es sei normal, dass ein Sohn bei der Polizei, ein anderer bei den Taliban, ein dritter bei einem Drogenbaron arbeite. \u00abDie wahre Treue der Afghanen geh\u00f6rt ohnehin der Familie und nur ihr.\u00bb Weil die Loyalit\u00e4ten der Ortskr\u00e4fte f\u00fcr ihn schwer durchschaubar gewesen seien, habe er selbst beim Sport eine Pistole mit sich getragen. \u00abUnd nachts lag die Waffe immer unter meinem Kopfkissen.\u00bb Es sei vorgekommen, dass Ortskr\u00e4fte durchgedreht seien, weil sie sich beleidigt gef\u00fchlt h\u00e4tten. Sicher, das seien Ausnahmen gewesen. Mit den meisten habe man sich gut verstanden, auch einmal Schach gespielt. \u00abAber vertraut habe ich den Ortskr\u00e4ften nicht.\u00bb<br \/>\n.<br \/>\nAnders als weite Teile der deutschen Politik und \u00d6ffentlichkeit sind die drei Veteranen nicht daf\u00fcr, ehemalige Ortskr\u00e4fte in jedem Fall nach Deutschland zu bringen. M\u00fcller meint, dass man unterscheiden m\u00fcsse, etwa zwischen \u00dcbersetzern, die jahrelang in exponierter Stellung f\u00fcr die Deutschen gearbeitet h\u00e4tten, und solchen, die in der K\u00fcche t\u00e4tig gewesen seien: \u00abDie Gef\u00e4hrdungslage ist nicht dieselbe.\u00bb Zudem gebe es meist einen Bruder oder einen Vetter auf der anderen Seite, der \u2013 falls n\u00f6tig \u2013 sch\u00fctzend seine Hand \u00fcber die ehemalige Ortskraft halte. Problematisch seien die ausl\u00e4ndischen Taliban, die keine famili\u00e4re R\u00fccksicht zu nehmen h\u00e4tten. \u00abSchon in den 1990er Jahren tobten sich saudische K\u00e4mpfer in Afghanistan aus\u00bb, so M\u00fcller.<br \/>\nHochstein gibt ihm recht. \u00abDie Taliban wollen einen Staat aufbauen. Eine ehemalige deutsche K\u00fcchenkraft tut denen nichts. Sie zu verfolgen, w\u00fcrde ihnen nur unn\u00f6tige Feinde in der Bev\u00f6lkerung schaffen.\u00bb Vinzing hat zudem Zweifel an der Integrierbarkeit der meisten Ortskr\u00e4fte in Deutschland. \u00abEhemalige \u00dcbersetzer werden sich wegen der Sprache bei uns leichter tun. Aber die meisten halte ich nicht f\u00fcr integrierbar. Sie leben nach ganz anderen Werten. Die Stellung der Frau ist radikal anders. Die kommen hier nicht zurecht.\u00bb<\/p>\n<p>Was kann man aus dem Afghanistan-Einsatz lernen? Der Ex-Fallschirmj\u00e4ger Vinzing ist \u00fcberzeugt, dass es bei k\u00fcnftigen Bundeswehreins\u00e4tzen realistischere Ziele braucht. \u00abDie hatten wir mit der Terrorbek\u00e4mpfung, nicht aber mit dem zivilen Aufbau\u00bb, sagt er. \u00abEntweder man schafft es in einer bestimmten Zeit oder nicht. Man muss merken, wenn es die breite Bev\u00f6lkerung nicht mehr will. Wir haben Brunnen gebohrt, bis wir irgendwann gepanzert raus sind.\u00bb Deutschland sei viel zu lange geblieben. Sp\u00e4testens 2008, als die Gefechte zugenommen h\u00e4tten, h\u00e4tte man gehen m\u00fcssen, sagt er.<br \/>\nDer ehemalige Armeeausbilder M\u00fcller glaubt zudem, dass Deutschland sich zu sehr an die Amerikaner gebunden habe. \u00abWir sind im Schlepptau der Amis da rein. Wir d\u00fcrfen uns aber nicht mehr auf Eins\u00e4tze einlassen, bei denen wir keine eigenen Ziele haben und Erfolg oder Misserfolg nicht selber definieren k\u00f6nnen.\u00bb Der Ex-Fernmelder Hochstein widerspricht in diesem Punkt. Deutschland m\u00fcsse b\u00fcndnistreu sein. 9\/11 sei ein Angriff auf die ganze westliche Welt gewesen.<br \/>\n.<br \/>\nHat sich der Anti-Terror-Einsatz gelohnt?<br \/>\nDer Lackmustest, ob sich wenigstens der Anti-Terror-Einsatz gelohnt hat, steht f\u00fcr alle noch aus. Sie erw\u00e4hnen den fr\u00fcheren deutschen Verteidigungsminister Peter Struck. Der mittlerweile verstorbene Sozialdemokrat hat den Afghanistan-Einsatz seinerzeit damit begr\u00fcndet, dass Deutschlands Sicherheit auch am Hindukusch verteidigt werde. M\u00fcller sagt: \u00abStrategisch haben wir den Feind zwanzig Jahre lang gebunden. Jetzt wird es interessant sein zu sehen, ob wir wieder mit Terror aus Afghanistan zu rechnen haben. Dann h\u00e4tte Struck recht, und der Einsatz h\u00e4tte doch wenigstens teilweise einen Sinn gehabt.\u00bb<\/p>\n<p>&#8230; Alles vom 3.9.2021 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/ortskraefte-nach-deutschland-afghanistan-veteranen-warnen-ld.1643661\">https:\/\/www.nzz.ch\/international\/ortskraefte-nach-deutschland-afghanistan-veteranen-warnen-ld.1643661<\/a><\/p>\n<p>.<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Zwei Afghanistan-Veteranen, zwei Meinungen, aber nur \u00fcber eine wird berichtet<\/strong><br \/>\n<strong>K\u00f6nnen Ortskr\u00e4fte auch \u00bbb\u00f6se Menschen\u00ab sein?<\/strong><br \/>\n&#8230;<br \/>\nUnterschiedliche Definition von \u00bbOrtskr\u00e4ften\u00ab<br \/>\nW\u00e4hrend Marcus Grotian vom Partnerschaftsnetzwerk \u00bbAfghanische Ortskr\u00e4fte e.V.\u00ab Ortskr\u00e4fte, die Deutschland aufnehmen muss bzw. soll, u.a. an ihrem \u00bbArbeitsvertrag\u00ab festmacht, definiert Sarholz die Zugangsberechtigung deutlich anders: \u00bbDass wir denjenigen helfen m\u00fcssen \u2013 ich unterstreiche: denjenigen, die wirklich mit uns auf dem Gefechtsfeld waren, die f\u00fcr uns wirklich den Kopf hingehalten haben \u2013 dass wir denen helfen m\u00fcssen, da gibt es [f\u00fcr mich] \u00fcberhaupt keine Diskussion. Und nat\u00fcrlich auch ihren Familien. Aber\u2026 wenn Sie mal sehen, wie viele jetzt pl\u00f6tzlich Ortskr\u00e4fte gewesen sein wollen\u2026, dann\u2026 m\u00f6chte ich doch zu einer gewissen Vorsicht mahnen.\u00ab<br \/>\nDanach stellt Bild-Live-Chef Claus Strunz angesichts dessen, dass inzwischen sogar von \u00bb70.000 Menschen, vielleicht \u00fcber 100.000 Menschen\u00ab im politischen Berlin die Rede ist, eine ganz wesentliche, bisher aber nie offen diskutierte Frage: \u00bbWenn ich formulieren w\u00fcrde \u203aAchtung, liebe Bundesregierung, auch Ortskr\u00e4fte k\u00f6nnen b\u00f6se Menschen sein\u2039, was w\u00fcrden Sie dazu antworten?\u00ab<br \/>\n\u00bbIch meine: Das lehrt [schon] die t\u00e4gliche Praxis. Wir haben doch Ortskr\u00e4fte erlebt, bei uns Deutschen weniger, aber zum Beispiel bei anderen Staaten, die sich als Selbstmordattent\u00e4ter\u2026 entpuppt haben. Wir haben Ortskr\u00e4fte erlebt, die als Wachm\u00e4nner eingesetzt von den Wacht\u00fcrmen aus, wenn Konvois die Camps verlassen haben, dies nach drau\u00dfen gemeldet haben. (\u2026)<br \/>\nWir m\u00fcssen uns doch mal die Gesellschaft dort anschauen. In Afghanistan ist der Einzelne nicht \u00fcberlebensf\u00e4hig und insbesondere keine Frau. Das hei\u00dft: wir sind hier mit einer Gesellschaft konfrontiert, in der der Zusammenhalt der Familien, der Clans, der St\u00e4mme \u00fcberlebenswichtig ist. (\u2026) Dass diese Menschen dort versuchen, in dieser Umgebung zu \u00fcberleben, das kann man ja niemand vorwerfen. Das werfe ich auch niemandem vor. Wir m\u00fcssen uns [aber] dieser Tatsache klar werden. Das ist das, was\u2026 ich mit diesem Leserbrief zum Ausdruck bringen wollte.\u00ab<br \/>\n&#8230; Alles vom 6.9.2021 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/reitschuster.de\/post\/zwei-afghanistan-veteranen-zwei-meinungen-aber-nur-ueber-eine-wird-berichtet\/\">https:\/\/reitschuster.de\/post\/zwei-afghanistan-veteranen-zwei-meinungen-aber-nur-ueber-eine-wird-berichtet\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\n<strong>Leserbrief von Oberst Sarholz<\/strong><br \/>\nJa, ich hatte den beeindruckenden Leserbrief aus der FAZ auch in meinem Blog zitiert (&#8222;Die Warnung des Kommandanten&#8220;).<br \/>\n<a href=\"https:\/\/aktuellezeitkultur.wordpress.com\/2021\/09\/04\/die-warnung-des-kommandanten\/\">https:\/\/aktuellezeitkultur.wordpress.com\/2021\/09\/04\/die-warnung-des-kommandanten\/<\/a><br \/>\nEs handelt sich immerhin um den Kommandeur einer Einheit! In der NZZ (also au\u00dferhalb Deutschlands, Hihi) wurden drei Veteranen interviewt, die aber alle in die selbe Kerbe hieben. Und jetzt taucht pl\u00f6tzlich dieser Grotian auf und er ist zuf\u00e4llig der Chef einer politischen Aktivistengruppe, und erz\u00e4hlt das Gegenteil? Ein Schelm, wer Arges dabei denkt. Hier wird wieder mal von interessierter Seite der \u00d6ffentlichkeit etwas vom Pferd erz\u00e4hlt.<br \/>\n6.9.2021, H-H.ST<\/p>\n<p><strong>Die christlichen Gemeinden &#8211; gr\u00f6\u00dftenteils ausradiert<\/strong><br \/>\nIch kenne Originalquellen und habe selber eine Hinrichtung via Video gesehen! Die christlichen Gemeinden sind gr\u00f6\u00dftenteils ausradiert, hingerichtet worden!<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.faimission.org\/wire\/afghanistan-official-statement-underground-church\">https:\/\/www.faimission.org\/wire\/afghanistan-official-statement-underground-church<\/a><br \/>\nIch poste mal die deutsch \u00dcbersetzung hier rein, damit ihr begreift, welcher Horror dort in Afghanistan gerade abgeht! Das offizielle Statement von den Leitern der Untergrundkirche in Afghanistan:<br \/>\n&#8222;Was wir gerade erleben, ist die Dezimierung von Land und Leuten in Afghanistan. Wir beobachten, wie zwanzig Jahre Arbeit und die St\u00e4rkung einer Nation an einem einzigen Tag zerst\u00f6rt werden.<br \/>\nDie Taliban haben eine Abschussliste bekannter Christen, die sie verfolgen und t\u00f6ten wollen. Die US-Botschaft ist erloschen und es gibt keinen sicheren Zufluchtsort mehr f\u00fcr Gl\u00e4ubige. Alle Grenzen zu den Nachbarl\u00e4ndern sind geschlossen und alle Fl\u00fcge von und nach mit Ausnahme von Privatflugzeugen wurden eingestellt. Menschen fliehen auf der Suche nach Asyl in die Berge. Sie sind voll und ganz auf Gott angewiesen, der der Einzige ist, der sie besch\u00fctzen kann und wird.<br \/>\nDie Taliban gehen von T\u00fcr zu T\u00fcr und nehmen Frauen und Kinder mit. Die Leute m\u00fcssen ihr Haus mit einem \u201eX\u201c kennzeichnen, wenn sie ein M\u00e4dchen \u00fcber 12 Jahre alt haben, damit die Taliban sie mitnehmen k\u00f6nnen. Wenn sie ein junges M\u00e4dchen finden und das Haus nicht markiert war, werden sie die ganze Familie hinrichten. Wird eine verheiratete Frau \u00fcber 25 Jahren gefunden, t\u00f6ten die Taliban umgehend ihren Mann, machen mit ihr, was sie wollen, und verkaufen sie dann als Sexsklavin. Ehem\u00e4nner und V\u00e4ter haben ihren Frauen und T\u00f6chtern Waffen gegeben und ihnen gesagt, dass sie, wenn die Taliban kommen, w\u00e4hlen k\u00f6nnen, ob sie sie t\u00f6ten oder sich selbst umbringen \u2013 es ist ihre Entscheidung.<br \/>\n&#8222;Einige Frauen sagten, sie h\u00e4tten keine Zeit, um eine Burka zu kaufen, um den Taliban-Regeln zu entsprechen, dass Frauen verh\u00fcllt und von einem m\u00e4nnlichen Verwandten begleitet werden sollten, wenn sie das Haus verlassen. F\u00fcr Afghanistans Frauen repr\u00e4sentiert das Tuch den pl\u00f6tzlichen und verheerenden Verlust der Rechte, die sie in 20 Jahren erworben haben \u2013 das Recht auf Arbeit, Studium, Bewegung und sogar auf ein Leben in Frieden \u2013, von dem sie bef\u00fcrchten, dass es nie wiedererlangt werden wird.&#8220; [Quelle: CNN World]2<br \/>\nGlobal Catalytic Ministries (GCM) , ein langj\u00e4hriger Dienstpartner von FAI , nimmt eine aktive Haltung im Gebet, in der Unterst\u00fctzung und in der F\u00fcrsprache f\u00fcr unsere Br\u00fcder und Schwestern ein \u2013 von denen viele als Leiter gedient haben, w\u00e4hrend die afghanische Kirche in einem historischen Tempo w\u00e4chst ( derzeit nur an zweiter Stelle nach dem Iran). Obwohl die Menschen auf die Berge fliehen, wollen viele im Land bleiben und das Evangelium weiter verbreiten; Wir werden jedoch diejenigen umsiedeln, die gesch\u00fctzt werden m\u00fcssen. Die Haltung von GCM war immer und wird es sein, alles Notwendige zu tun, um das Evangelium voranzubringen. Unsere Br\u00fcder und Schwestern in Afghanistan inspirieren uns weiterhin mit ihrer K\u00fchnheit und Entschlossenheit in ihrer dunkelsten Stunde.<br \/>\nBitte betet f\u00fcr die afghanische Kirche, dass sie Kraft und Ausdauer hat. Sie leitet weiterhin Bibelstudien, Gebetstreffen und evangelisieren proaktiv w\u00e4hrend der Ereignisse, die ihr in den Nachrichten seht. Betet, dass sie von der Hand des Herrn auf \u00fcbernat\u00fcrliche Weise verborgen werden, genau wie in Johannes 8,59, als Jesus in der Menge verschwand.<br \/>\nDie afghanische Kirche und GCM glauben, dass die besten Tage vor uns liegen und wir Zeugen der gr\u00f6\u00dften Erl\u00f6sung unter den Muslimen aus der Asche dieser Katastrophe werden.<br \/>\n&#8211; Betet, dass diejenigen, die auf die Berge fliehen, besch\u00fctzt werden (Psalm 73, Psalm 91)<br \/>\n&#8211; Betet um wundersamen Schutz f\u00fcr Frauen und Kinder, die gewaltsam entf\u00fchrt wurden, und f\u00fcr diejenigen, die bereits zu ihrem Schutz, ihrer Erl\u00f6sung und Befreiung entf\u00fchrt wurden. (2 Thessalonicher 3:1-5)<br \/>\n&#8211; Betet, dass die afghanische Kirche in ihre Identit\u00e4t in Christus eintritt und in Einheit mit dem Heiligen Geist wandelt. (Hesekiel 37, R\u00f6mer 15:5-6)<br \/>\n6.9.2021, Kri<br \/>\n.<br \/>\n<strong>&#8220; Innerlich verachten uns diese Menschen&#8220;<\/strong><br \/>\nOberst Dr. Thomas Sarholz hat in meinen Augen vollkommen Recht. Dieser Familien\/Clan-Zusammenhang ist nicht nur in Afghanistan, sondern auch in Pakistan und teilweise Indien zu erleben. Ihre Lebensweise und ihre Mentalit\u00e4t sind f\u00fcr uns Europ\u00e4er nicht nachzuvollziehen, so gern wir das auch wollen. Unser Bestreben liegt immer darin, unsere Lebensweise anderen V\u00f6lkern aufzuoktruiren. Solange diese V\u00f6lker davon profitieren, halten sie sich bedeckt. &#8220; Innerlich verachten uns diese Menschen, was sie aus nachzuvollziehenden Gr\u00fcnden nat\u00fcrlich nie zugeben werden.&#8220; Dieser Satz birgt viel Wahrheit, da\u00df habe ich des \u00f6fteren schon auf meinen Reisen durch Pakistan\/Indien, Syrien\/Jordanien, Marokko und Tunesien bemerkt. Aber ist es umgekehrt anders ? Dies liegt wohl in der Natur des Menschen&#8230;<br \/>\n6.9.2021, M.D.<\/p>\n<p><strong>Wie bei jedem Thema, so gibt es auch hier zwei Seiten der Medaille<br \/>\n<\/strong>Beide Seiten haben ihre Berechtigung und sind nur im Miteinander tats\u00e4chlich vollst\u00e4ndig. Ja, die Ortskr\u00e4fte und deren Familien verdienen die Unterst\u00fctzung der Bundesrepublik, genauso ist aber auch Vorsicht geboten, wen man da ins Land l\u00e4sst. Wie bereits deutlich wird, wei\u00df man nicht wirklich, wer in den Evakuierungsfl\u00fcgen sa\u00df; die wenigsten waren wohl tats\u00e4chlich Ortskr\u00e4fte. Der aktive Hauptmann scheint sich hier nahe am Aktivismus zu bewegen, wohl nicht vereinbar f\u00fcr einen Uniformtraeger. Die mediale Rolle ist inzwischen ja bekannt; dass was dem polit. Mainstream scheinbar entspricht, wird vermehrt und vornehmlich berichtet. Differenzierung st\u00f6rt hier nur die zementierte Meinung; es kann nicht sein, was nicht sein darf.<br \/>\n6.9.2021, D.G.<\/p>\n<p><strong>Nein, es geht bei Ortskr\u00e4ften nicht um gute oder schlechte Menschen<\/strong><br \/>\nMit diesen Kriterien befinden Sie sich auf dem Holzweg. Es geht darum, dass die afghanische Gesellschaft so v\u00f6llig anders funktioniert, dass die Chance der dort Gepr\u00e4gten, sich in Deutschland zu integrieren, minimal ist. Und da sollen Zehntausende kommen, vielleicht sogar Hunderttausende?Realit\u00e4t sind aber jetzt schon die stark \u00fcberh\u00f6hten Kriminalit\u00e4tsraten der bereits hier befindlichen Afghanen. Wie viele Gewalttaten brauchen wir denn noch, um das zu begreifen?<br \/>\n6.9.2021, C.Z.<\/p>\n<p><strong>Ausland nur aus der urlaubenden Trinkgeldzahlerperspektive gesehen?<\/strong><br \/>\nNach den Statistiken stellen die Afghanen als ethnische Gruppe die Spitze der Gewaltdelikte \u00fcberhaupt dar! Abgesehen davon, dass die Bev\u00f6lkerung nie gefragt wurde, ob sie diese Einwanderung \u00fcberhaupt tolerieren will: es steht zu bef\u00fcrchten, dass die n\u00e4chsten Clans, die sich in Deutschland festsetzen, afghanischer Nationalit\u00e4t sein werden. Offenbar hat die Erfahrung mit den Libanesen nicht gereicht, um aus Schaden Club zu werden. Vielleicht haben Sie auch den Artikel oben nicht richtig gelesen.<\/p>\n<p>Mein Gott, wie naiv kann eine Gesellschaft sein<br \/>\nAngesichts dieser Passage aus dem Brief (von Oberst Sarholz): Zweifeln Sie an dieser Vorhersage? Andere Stimmen haben das best\u00e4tigt, nachzulesen in der NZZ.<br \/>\n&#8222;Ein Afghane definiert sich ausschlie\u00dflich \u00fcber seine Familien- beziehungsweise Stammeszugeh\u00f6rigkeit; Individualismus ist unbekannt. Geh\u00f6rten sie zu schw\u00e4cheren Gruppen, waren Schutzgeldzahlungen f\u00e4llig, um nicht umgebracht zu werden. Dass gerade diese Ortskr\u00e4fte jetzt s\u00e4mtlich zu uns kommen wollen, \u00fcberrascht mich nicht; hatten sie doch einen recht genauen Einblick \u00fcber unseren Lebensstandard erlangt. Innerlich verachten uns diese Menschen, was sie aus nachzuvollziehenden Gr\u00fcnden nat\u00fcrlich nie zugeben werden. Sie wollen ja etwas erreichen: den Wohlstandsmagneten Deutschland. Ich will nicht verkennen, dass es Ausnahmen geben mag. Nur: mir sind sie nicht begegnet.&#8220;<br \/>\nZahlungen, um nicht umgebracht zu werden. Da sind doch die Schutzgeldzahlungen an die hiesigen arabischen Clans doch direkt human: Da geht es meistens nur um Schaufensterscheiben oder ein blaues Auge.<br \/>\nMein Gott, wie naiv kann eine Gesellschaft sein? Ich frage mich, haben die alle das Ausland nur aus der urlaubenden Trinkgeldzahlerperspektive kennengelernt?<br \/>\n6.9.2021, H.ST<\/p>\n<p><strong>Entscheidend ist doch aber die Statistik<\/strong><br \/>\nIch kenne auch nur die netten, denn von den anderen halte ich mich fern. Entscheidend ist doch aber die Statistik, also eine Aussage \u00fcber das Verhalten aller Deutschen und aller bereits in Deutschland lebenden Afghanen und die wird nicht ver\u00f6ffentlicht. Warum eigentlich, wenn doch alle gleich sind? Es sollte doch kein Problem sein, uns wissen zu lassen, wer beispielsweise in unseren Gef\u00e4ngnissen sitzt und wie ihr prozentualer Anteil an der Bev\u00f6lkerung ist.<br \/>\nEin Einzelner, der sich hier integrieren will, kann eine Bereicherung sein, Massen von Zuwanderern, die schlie\u00dflich hier ihre Kultur etablieren wollen und werden, vor der sie angeblich geflohen sind, sind es nicht.<br \/>\n6.9.2021, N.B.<br \/>\nEnde Kommentare<br \/>\n.eine<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Zuge des Umbaus der Bundeswehr von der Verteidigungs-zur Interventionsarmee wird es vermehrt zu Eins\u00e4tzen in Krisen- bzw. Kriegsgebieten in Asien, arabischem Raum und Afrika kommen. Dabei sind die Milit\u00e4rs auf einheimische Ortskr\u00e4fte angewiesen. Da sich im Krieg Gegner gegen\u00fcberstehen, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/ortskraefte-integration-clan\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[52,14,155,60,19,9,172],"tags":[409,749,682,724,725,622],"class_list":["post-94565","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-einewelt","category-global","category-integration","category-jugend","category-religion","category-soziales","category-zukunft","tag-armut","tag-diskussionskultur","tag-freiheit","tag-heimat","tag-integration","tag-migration"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94565","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=94565"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94565\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":94570,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94565\/revisions\/94570"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=94565"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=94565"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=94565"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}