{"id":92775,"date":"2021-07-23T09:55:03","date_gmt":"2021-07-23T07:55:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=92775"},"modified":"2021-07-23T10:01:32","modified_gmt":"2021-07-23T08:01:32","slug":"ein-wort-an-die-jugend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/ein-wort-an-die-jugend\/","title":{"rendered":"Ein Wort an die Jugend"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Ein Wort an die Jugend&#8220; ist der Text einer <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/wahlen2021\/\">Wahlkampfrede<\/a>, die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/klonovsky\/\">Michael Klonovsky<\/a> am 21. Juli 2021 in <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/chemnitz-messermord26-08-2018\/\">Chemnitz<\/a> gehalten hat. In seiner Sorge um die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/jugend\/jugend-zukunft\/\">Zukunft<\/a>, also die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/jugend-kompetenz-oder-nix\/\">Jugend<\/a>, greift Klonovsky zu eindringlichen Worten, deren <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/ehrlichkeit\/\">Ehrlichkeit<\/a> seine Vita erkl\u00e4rt: Der gelernte Maurer aus dem Erzgebirge, Jahrgang 1962, wurde in der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/ddr\/\">DDR<\/a> verfolgt, <!--more-->mit Arbeitsverbot belegt und ins <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/ddr-stasi\/\">Gef\u00e4ngnis<\/a> gebracht. Heute gilt er als einer geistreichsten und gebildetsten deutschen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/literatur\/\">Schriftsteller<\/a> und Publizisten &#8211; unabh\u00e4ngig von der politischen Richtung, die er als <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/partei\/rechtskonservative\/\">Wertkonservativer<\/a> vertritt.<br \/>\n23.7.2021<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Ein Wort an die Jugend<br \/>\n<\/strong>von Michael Kolonovsky<br \/>\nMeine Damen und Herren der j\u00fcngeren Jahrg\u00e4nge, liebe nachwachsende Landsleute,<br \/>\nSie sind die erste Generation seit dem Kriegsende in Deutschland, die mehrheitlich nicht den Lebensstandard ihrer Eltern erreichen wird. Mehr noch: Sie werden ihn deutlich unterschreiten. Ob Sie jemals eine Rente beziehen, steht in den Sternen, wie auch die W\u00e4hrung, in der Sie diese Rente beziehen werden \u2013 oder eben nicht. Ob das Land, in dem Sie geboren wurden, dann noch als Staat existiert, ist ebenfalls nicht sicher.<\/p>\n<p>Man wird Ihnen offiziell das Angebot machen, in all dem einen Fortschritt zu sehen. Ihr Verzicht auf Konsum oder Reisen oder ein eigenes Auto, wird man Ihnen sagen, sei gut f\u00fcr das Klima. Dass Sie weniger besitzen als Ihre Eltern, sei sozial gerecht, denn daf\u00fcr bek\u00e4men nun andere mehr.<br \/>\nEine merkw\u00fcrdige Allianz aus Reichen und Linken bietet Ihnen an, sich wenigstens gut zu f\u00fchlen, wenn es Ihnen schlechter geht. Das Weltwirtschaftsforum \u2013 also Million\u00e4re, die regelm\u00e4\u00dfig mit ihren Privatjets nach Davos fliegen \u2013 unterbreitet Ihnen sogar den Vorschlag, vollkommen auf Privateigentum zu verzichten, um das Klima zu retten und die Gesellschaft gerechter zu machen.<\/p>\n<p>Ich zitiere aus einem Text des <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/globalisierung\/wef\/\">Weltwirtschaftsforums<\/a>, damit Sie ahnen, was diese \u00e4u\u00dferst einflussreichen Leute mit Ihnen vorhaben:<br \/>\n<em>\u201eWillkommen im Jahr 2030. Willkommen in meiner Stadt \u2013 oder sollte ich sagen \u201ain unserer Stadt\u2019. Ich besitze nichts. Ich besitze kein Auto. Ich besitze kein Haus. Ich besitze keine Ger\u00e4te oder Kleidung. Es mag Ihnen seltsam erscheinen, aber es macht f\u00fcr uns in dieser Stadt vollkommen Sinn. Alles, was Sie als Produkt angesehen haben, ist jetzt zu einer Dienstleistung geworden. Wir haben Zugang zu Transportmitteln, Unterk\u00fcnften, Essen und allem, was wir in unserem t\u00e4glichen Leben brauchen. Nacheinander wurden all diese Dinge kostenlos, so dass es f\u00fcr uns keinen Sinn machte, viel zu besitzen.\u201d<\/em><br \/>\nKein Privateigentum, keine Privatsph\u00e4re \u2013 so klingt Sozialismus. Ob auch die Kinder Gemeinschaftseigentum werden sollen, beantwortet der Text nicht, weil Kinder in dieser Welt wahrscheinlich nicht vorgesehen sind. Sie sto\u00dfen ohnehin nur CO2 aus, und Kinder gibt es in anderen Erdteilen schon mehr als genug.<\/p>\n<p>Meine Damen und Herren diesseits der drei\u00dfig, Sie sind noch zu jung, um die DDR kennengelernt zu haben, das letzte deutsche Regime, das m\u00f6glichst viel Privateigentum abgeschafft und in Gemeinschaftseigentum verwandelt hat. Aus den Schulb\u00fcchern wissen Sie, dass die Menschen damals in Scharen versucht haben, dieses Land zu verlassen \u2013 wobei ich mir nicht sicher bin, ob Ihnen in der Schule auch erkl\u00e4rt wurde, dass diese Menschen vor dem Sozialismus geflohen sind.<br \/>\nSozialismus hat nie funktioniert und wird nie funktionieren. Was allen geh\u00f6rt, geh\u00f6rt am Ende keinem. Niemand wird sich darum k\u00fcmmern. Sozialismus macht erst alle gleich und dann alle arm. Ihre Generation soll die n\u00e4chste sein, an der dieses freiheitsfeindliche und menschenverachtende Experiment ausprobiert wird.<\/p>\n<p>Was ist das Wesen des Sozialismus? Keineswegs eine h\u00f6here Moral, wie man Ihnen einzureden versucht, sondern ein Aberglaube. Es handelt sich um den Aberglauben, dass die Entwicklung der Menschheit menschlicher Planung zug\u00e4nglich ist und deshalb keinesfalls dem Zufall \u2013 etwa dem chaotischen Markt \u2013 \u00fcberlassen bleiben darf. Dieser Meinung waren \u00fcbrigens auch die Nationalsozialisten \u2013 weil sie Sozialisten waren. Auch die Nazis f\u00fchlten sich \u201ewoke\u201d, bei ihnen hie\u00df das nur \u201eDeutschland erwache!\u201d Der Unterschied zur Gegenwart besteht darin, dass die heutigen Sozialisten Internationalsozialisten sind.<\/p>\n<p>Der Nichtsozialist wei\u00df, dass gesellschaftliche Entwicklungen wie zum Beispiel die Automobilit\u00e4t den Regeln der Evolution folgen, also: Versuch \u2013 Irrtum \u2013 Scheitern \u2013 Verbessern \u2013 neuer Versuch \u2013 weiteres Verbessern. So entwickelt sich Komplexit\u00e4t. Evolution ist das genaue Gegenteil von Plan. Planung verhindert Entwicklung.<\/p>\n<p>Dennoch sind die Planer \u00fcberall auf dem Vormarsch. Nat\u00fcrlich sagt man Ihnen nicht, dass zu Ihren Lebzeiten ein neuer Sozialismus errichtet werden soll, sondern man versichert Ihnen, dass es um eine sozial gerechtere, \u00f6kologischere und nachhaltigere Zukunft geht, um Global Governance, einen Green Deal und den Great Reset. Die absonderliche Logik dahinter lautet: Wenn erst die ganze Welt so zentralistisch wie die DDR organisiert ist oder wie Venezula, dann sind wir endlich in der Lage, das Klima, die Meere und nebenbei noch Afrika zu retten.<\/p>\n<p>Dieselben Politiker, die Ihnen erz\u00e4hlen, dass Sie der Welt kein CO2 hinterlassen d\u00fcrfen, haben nicht das geringste Problem damit, Ihnen Schuldenberge in Billionenh\u00f6he zu hinterlassen. Die schrittweise \u00dcbertragung unserer Parlamentsrechte und Regierungsaufgaben auf die Beh\u00f6rden der EU wird dazu f\u00fchren, dass eine Handvoll namenloser Br\u00fcsseler B\u00fcrokraten \u00fcber Ihr Leben bestimmt.<br \/>\nDie Abschaffung des Bargelds wird im Zusammenspiel mit einer immer l\u00fcckenloseren elektronischen \u00dcberwachung dazu f\u00fchren, dass der Staat alles \u00fcber Sie wei\u00df und Ihre Grundrechte nach Gutd\u00fcnken beschneidet, wenn Sie sich nicht regierungskonform verhalten.<\/p>\n<p>Der Staat ist nicht Ihr Freund. Da Sozialismus nicht funktioniert, ist der Kollaps der europ\u00e4ischen Schuldenblase und ein anschlie\u00dfender Zusammenbruch des Euro alles andere als unwahrscheinlich.<br \/>\nIhre Ersparnisse und Ihre Altersvorsorge k\u00f6nnen Sie dann vergessen.<br \/>\nSollten Sie Eigentum besitzen, wird man es Ihnen \u00fcber Steuern und wom\u00f6glich Zwangsanleihen scheibchenweise wegnehmen.<br \/>\nSie sind doch f\u00fcr Europa \u2013 oder etwa nicht?<\/p>\n<p>Die drei wichtigsten politischen Aufgaben Ihrer Generation \u2013<br \/>\nSicherung des Geldes und Verm\u00f6gens,<br \/>\nBeendigung der Masseneinwanderung und<br \/>\nBehauptung des nationalen Selbstbestimmungsrechts<br \/>\n\u2013 werden von den etablierten Parteien und den Medien mit Themen wie Klimarettung, Antirassismus, Diversity, Coronakrise und soziale Gerechtigkeit zugedeckt. Im Wahlkampf finden sie praktisch nicht statt.<\/p>\n<p>\u00dcber die fortgesetzte Migration wird man Ihnen sagen, sie sei n\u00f6tig, weil unsere Gesellschaft \u00fcberaltert ist. Man wird Ihnen aber nie sagen, dass die einknickenden Geburtenzahlen ab Ende der Sechziger Jahre eine direkte Folge des Feminismus waren. Je emanzipierter die Frauen, desto unfruchtbarer das Land. Und weil man zu wenig Kinder produziert hat, sollen nun Migranten unsere Geburtenraten ausgleichen und die Rentenkassen f\u00fcllen.<br \/>\nDa diese Einwanderer mit einem sogenannten Selbsteintrittsrecht ausgestattet sind und nicht etwa nach Kriterien wie Bildung und Qualifikation ausgesucht werden, findet ein gro\u00dfer Teil von ihnen keinen Job. Der Staat muss sie ern\u00e4hren. Aber was hei\u00dft der Staat: Sie werden sie ern\u00e4hren m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Man hat f\u00fcr Ihre Generation den wenig schmeichelhaften Namen \u201eGeneration Schrottpresse\u201c gepr\u00e4gt. Sie werden ausgequetscht, indem Sie auf der einen Seite f\u00fcr immer mehr Rentner aufkommen m\u00fcssen, auf der anderen Seite f\u00fcr immer mehr eingewanderte Kostg\u00e4nger. Die Einwanderung wird in Folge der Bev\u00f6lkerungsexplosion in Afrika und dem Orient absehbar kein Ende finden. Aber wehe, Sie beklagen sich \u00fcber die Folgen. Dann wird man Sie Rassisten und Ausl\u00e4nderfeinde nennen.<\/p>\n<p>Sie sind die erste Generation in der Menschheitsgeschichte, die ohne jede Verbindung zu ihrer Tradition aufw\u00e4chst. Man hat sie geistig enteignet. Sie sind auf Gleichg\u00fcltigkeit oder sogar Abneigung gegen\u00fcber ihrer eigenen Kultur abgerichtet worden. In der Schule und an den Universit\u00e4ten haben Sie gelernt, dass Sie als wei\u00dfe Europ\u00e4er Nachkommen von Kolonialisten, Sklavenh\u00e4ndlern und als Deutsche obendrein von Nazis sind, die sich sch\u00e4men und niederknien sollen, am besten buchst\u00e4blich.<br \/>\nSeit Sie politisch denken k\u00f6nnen, werden Sie von einer Kanzlerin regiert, deren Widerwillen gegen alles Deutsche allenfalls von ihrer Unf\u00e4higkeit, einen passablen deutschen Satz zu formulieren, und von ihrer historischen Unbildung \u00fcbertroffen wird.<\/p>\n<p>Sofern Sie studiert haben, hat man Sie systematisch zu austauschbaren Nummern gemacht, die \u00fcberall leben und jede Art von Arbeit verrichten k\u00f6nnen. Man hat Ihnen beigebracht, dass es keine typisch m\u00e4nnlichen und typisch weiblichen Eigenschaften gibt, sondern nur Rollen, die jeder nach Belieben spielen kann. Man hat Ihnen eingeredet, dass sich alle Konflikte friedlich l\u00f6sen lassen und dass es sich nicht geh\u00f6rt, gegen etwas oder jemanden zu k\u00e4mpfen \u2013 sofern Sie nicht glauben, dass den l\u00e4cherlichen sogenannten Schulstreiks, bei denen Jugendliche f\u00fcr die Regierungspolitik demonstrieren, etwas K\u00e4mpferisches eignet.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend man Ihnen s\u00e4mtliche Bindungen abtrainiert hat, treffen Sie im Alltag auf Kinder und Jugendliche aus Einwandererfamilien, denen ihre famili\u00e4re, kulturelle und religi\u00f6se Bindung alles bedeutet. In vielen Stadtteilen sind die Migranten bereits die Mehrheit. An solchen Orten m\u00fcssen Sie sich l\u00e4ngst an die Sitten der Einwanderer anpassen, um sich keinen \u00c4rger einzuhandeln. Trotzdem erz\u00e4hlt man Ihnen, dass Sie zumindest heimliche Rassisten sind. Oder man empfiehlt Ihnen, Arabisch zu lernen, wie es soeben ein gr\u00fcner Bundestagsabgeordneter tat.<\/p>\n<p>Sie m\u00fcssen sich genau \u00fcberlegen, welche Gedanken Sie \u00f6ffentlich \u00e4u\u00dfern. Selbst ein heute nur so dahingesagter Satz kann morgen Ihre Karriere zerst\u00f6ren \u2013 das Netz und der Twittermob vergessen nichts. T\u00fcckischerweise kann morgen schon falsch sein, was heute noch als v\u00f6llig normal gilt. Also sagen Sie am besten gar nichts. Erst wenn Sie v\u00f6llig identit\u00e4ts- und eigenschaftslos sind und falsche Gedanken gar nicht erst denken, sind Sie wirklich in der Buntheit und Diversit\u00e4t angekommen.<\/p>\n<p>Das Verr\u00fcckte an dieser Situation ist, dass trotzdem fast alle Ihrer Altersgenossen irgendwie \u201elinks drauf\u201c sind, egal ob sie die Gr\u00fcnen w\u00e4hlen oder nicht, und gar nicht bemerken, was die Ursache ihrer Schuldenlast, ihrer Rentenlast, ihres verklemmten Liebeslebens, ihrer Kinderlosigkeit und ihrer sozialen Probleme ist.<\/p>\n<p>Aber es gibt auch eine gute Nachricht. Nichts von dem, was ich geschildert habe, muss so bleiben oder geschehen. Sie kennen vielleicht den ber\u00fchmten, verschiedenen Autoren zugeschriebenen Ausspruch: Wer in seiner Jugend nicht links ist, hat kein Herz, wer es im Alter immer noch ist, hat keinen Verstand. Sie haben keine Zeit, erst im Alter vern\u00fcnftig zu werden.<br \/>\nNur die d\u00fcmmsten K\u00e4lber w\u00e4hlen ihren Metzger selber. Vielleicht denken Sie dar\u00fcber nach, ob es nicht sinnvoller f\u00fcr Sie ist, die Metzger noch rechtzeitig abzuw\u00e4hlen.<br \/>\n.<br \/>\n&#8230; Alles vom 21.7.2021 von Michael Klonovsky bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.klonovsky.de\/2021\/07\/ein-wort-an-die-jugend\/\">https:\/\/www.klonovsky.de\/2021\/07\/ein-wort-an-die-jugend\/<\/a><\/p>\n<p>Diese Rede ist auch als Wahlkampfvideo der AfD erschienen:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=fpJgrcpzIwI\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=fpJgrcpzIwI<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Ein Wort an die Jugend&#8220; ist der Text einer Wahlkampfrede, die Michael Klonovsky am 21. Juli 2021 in Chemnitz gehalten hat. 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