{"id":91908,"date":"2021-06-26T19:35:15","date_gmt":"2021-06-26T17:35:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=91908"},"modified":"2021-06-26T19:41:28","modified_gmt":"2021-06-26T17:41:28","slug":"europa-die-zukunft-der-eu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/europa-die-zukunft-der-eu\/","title":{"rendered":"Europa &#8211; Die Zukunft der EU"},"content":{"rendered":"<p>28 Jahre nach ihrer Gr\u00fcndung (Maastricht) ist die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-reform\/\">EU<\/a> gespalten: Deutschland als DER Financier und Hegemon contra 26 EU-Mitgliedsl\u00e4nder. Nordstaaten (harter <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/buendnis-buergerwille-euro-bonds\/\">Euro<\/a>) contra S\u00fcdstaaten. Absonderung der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/visegrad\/\">Visegrad<\/a>-Staaten. In dieser kritischen Situation suchen die EU-Kommission und die deutsche <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/groko\/\">GroKo<\/a>-Regierung Ablenkung:<!--more--><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/ungarn\/\">Ungarn<\/a> mit seiner konservativen Haltung zu Jugend- und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/familie-geht-vor-initiative\/\">Familienpolitik<\/a>. In einer von den <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/mainstream\/\">Medien<\/a> unterst\u00fctzen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/fake-news\/\">Kampagne<\/a> wird leider &#8211; um es freundlich auszudr\u00fccken &#8211; nicht objektiv argumentiert. Dies soll an folgendem Beispiel konkretisiert werden:<br \/>\n.<br \/>\nDie SPD-Politikerin Katarina Barley, Vizepr\u00e4sidentin des EU-Parlaments, nannte Ungarns Ministerpr\u00e4sidenten Viktor Orb\u00e1n einen &#8222;feigen Diktator&#8220;, da er &#8222;<a href=\"http:\/\/ungarn-lb\">Homosexualit\u00e4t verbiete<\/a>&#8222;.<br \/>\nDamit sich die Leser selbst ein eigenes Urteil \u00fcber diesen doch ungeheuerlichen Vorwurf machen k\u00f6nnen, lassen wir Viktor Orban selbst zu Wort kommen und dokumentieren dazu seinen am 21.6.2021 in Budapest gehaltenen Vortrag &#8222;30 Jahre in Freiheit&#8220; in der deutschen \u00dcbersetzung:<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Im Wortlaut: Viktor Orb\u00e1ns Vortrag anl\u00e4sslich \u201e30 Jahre in Freiheit\u201d<\/strong><br \/>\n<strong>Rede des ungarischen Ministerpr\u00e4sidenten Viktor Orb\u00e1n auf der Konferenz \u201e30 Jahre in Freiheit\u201c vom 21. Juni 2021<\/strong><\/p>\n<p>Guten Tag! Ich begr\u00fc\u00dfe den Pr\u00e4sidenten des Ungarischen Parlaments und Frau Vorsitzende M\u00e1ria Schmidt. Ich begr\u00fc\u00dfe die anwesenden Vertreter des in unserem Land akkreditierten Botschaftercorps, die Mitglieder der Regierung, meine alten Freunde, \u00fcberhaupt all jene, die gekommen sind.<br \/>\nIch m\u00f6chte an dem Punkt fortsetzen, an dem die Frau Ministerin aufgeh\u00f6rt hat, denn dies ist der Tag, an dem Ungarn sich das erste Mal in der im Mai initiierten Debatte \u00fcber die Zukunft der Europ\u00e4ischen Union \u00e4u\u00dfert. Gerade an diesem Tag.<br \/>\nDer genaue Sinn der Worte ist am wichtigsten. Wenn es keine Ordnung in unseren Worten gibt, dann gibt es auch keine Ordnung in unseren Gedanken.<\/p>\n<p>In der Debatte, die im Mai in der Europ\u00e4ischen Union begonnen hat, geht es um die Zukunft der Europ\u00e4ischen Union, und so wird es auch in meinem Vortrag nicht um die Zukunft Europas, sondern die der Europ\u00e4ischen Union gehen. Teil Europas sind Norwegen, die Schweiz, das Vereinigte K\u00f6nigreich, der ganze Balkan, die Ukraine und Wei\u00dfrussland mit Sicherheit, und auch Russland, bis zum Ural mit Sicherheit, und auch die t\u00fcrkische Welt erstreckt sich in den geographischen Raum hinein, den wir Europa nennen.<br \/>\nEuropa ist ein kulturelles Konstrukt, das fantastisch, \u00fcberw\u00e4ltigend, atemberaubend und unnachahmlich ist. Es ist die aus den unnachahmlichen, miteinander zusammengewachsenen Weinreben der drei Erhebungen, der Akropolis, des Kapitols und von Golgatha entsprie\u00dfende Weinranke. Wein wird an vielen Orten in der Welt produziert, man versucht auch die europ\u00e4ische Kultur an zahlreichen Orten heimisch zu machen, aber man wird nie an den Geschmack und die Sch\u00f6nheit des Originals herankommen, so oft man sich auch betrinken mag.<br \/>\nIm Leben Europas wechselten sich bessere und schlechtere Zeitalter ab, doch ist Europa ewig, und das ist es auch heute, auch wenn die Kleidung anderer heller glitzern mag. Doch sind wir heute nicht auf der Sitzung der Kunstakademie, auf der wir miteinander wetteifernd die Gr\u00f6\u00dfe unseres Kontinents loben, sondern auf einer politischen Veranstaltung, und wir m\u00fcssen nicht \u00fcber Europa nachdenken, sondern \u00fcber die Zukunft der Europ\u00e4ischen Union.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union ist ein politisches, von Menschen geschaffenes politisches Konstrukt, das ins Leben gerufen wurde, um die wirtschaftlichen und milit\u00e4rischen Interessen der L\u00e4nder der Sch\u00f6pfer zu sch\u00fctzen. Man hat sie geschaffen, um auf die politische Tatsache zu antworten, dass nach dem Zweiten Weltkrieg die eine H\u00e4lfte Europas die Amerikaner und die andere die Sowjets besetzt hatten. Man schuf die Europ\u00e4ische Union, damit die Hoffnung nicht verlorengehen sollte, dass eines Tages \u00fcber das Schicksal Europas erneut die Europ\u00e4er werden entscheiden k\u00f6nnen.<br \/>\nMeine sehr geehrten Damen und Herren!<br \/>\nAufgrund einer Umfrage schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung, im Juni 2021 h\u00e4tten nur 45 Prozent der Deutschen gesagt, man k\u00f6nne frei die eigene Meinung \u00e4u\u00dfern, und 44 Prozent vertraten den entgegengesetzten Standpunkt. Laut den Antwortenden k\u00f6nne man sich leicht \u00c4rger einhandeln, wenn man \u00fcber den Islam, den Patriotismus oder die Heimatliebe das sagt, was man denkt.<br \/>\nV\u00e1clav Klaus, der heute am weitesten leuchtende Geist der ehemaligen f\u00fchrenden Politiker in Europa, sagt, der Mensch, die Familie und die Nation st\u00fcnden zugleich unter einem Angriff, was die Zukunft Europas gef\u00e4hrde. Frau Barley, Vizepr\u00e4sidentin des Europ\u00e4ischen Parlaments, sagt, man m\u00fcsse Ungarn und Polen aushungern. Einer der Vizepr\u00e4sidenten der Kommission sagt \u00fcber einen Mitgliedsstaat der EU, gerade \u00fcber uns, wir seien eine kranke Demokratie. Was ist mit unserer Europ\u00e4ischen Union geschehen?<\/p>\n<p>Meine sehr geehrten Damen und Herren!<br \/>\nDie EU hat 2008 insgesamt 25 Prozent des GDP der Welt, also des Gesamtproduktes erwirtschaftet, 2019 waren es nur 18 Prozent. Die EU hat 2008 insgesamt 22 Prozent des gesamten industriellen Mehrwertes gegeben, und 2019 waren es 15 Prozent. Unter den 50 gr\u00f6\u00dften Firmen der Welt gab es 2001 insgesamt 14 europ\u00e4ische, heute sind es nur 7. Unter den 10 gr\u00f6\u00dften Finanzzentren der Welt findet sich kein einziger in der Europ\u00e4ischen Union.<br \/>\nDie Europ\u00e4ische Union hat vor drei\u00dfig Jahren noch siebenmal so viele Patente angemeldet wie China, heute meldet China vierzehnmal so viele an wie die Europ\u00e4ische Union. In der Welt entstanden in den vergangenen 25 Jahren 20 Firmen, deren Wert heute \u00fcber 100 Milliarden Dollar liegt: 9 amerikanische, 8 chinesische, eine europ\u00e4ische befindet sich nicht unter ihnen.<br \/>\nWas ist mit unserer EU geschehen? In den vergangenen drei\u00dfig Jahren haben die Vereinigten Staaten ihre Milit\u00e4rausgaben um mehr als 30 Prozent erh\u00f6ht, China um das Neunfache, also um 900 Prozent. Die EU steht dort, wo sie seit drei\u00dfig Jahren steht. Unter den zehn L\u00e4ndern, die \u00fcber den h\u00f6chsten R\u00fcstungsetat verf\u00fcgen, finden wir nur zwei L\u00e4nder der Europ\u00e4ischen Union. Was ist mit unserer Europ\u00e4ischen Union geschehen?<\/p>\n<p>Meine sehr geehrten Damen und Herren! Nur ein Viertel der B\u00fcrger der Europ\u00e4ischen Union glaubt, dass die n\u00e4chste Generation besser leben wird als wir heute. 57 Prozent der Franzosen, 53 Prozent der Belgier, 44 Prozent der Deutschen glauben, dass die n\u00e4chsten franz\u00f6sischen, belgischen und deutschen Generationen schlechter leben werden als die heutige Generation.<br \/>\nWohin ist der europ\u00e4ische Traum verschwunden? Was ist mit unserer Europ\u00e4ischen Union geschehen? Laut der Studie der Bertelsmanns Stiftung aus dem Jahr 2016 hat der einheitliche Binnenmarkt ein Zusatzeinkommen f\u00fcr die Mitgliedsstaaten zum Ergebnis. Wenn auch nicht im gleichen Ma\u00df. Pro Kopf berechnet ergibt das f\u00fcr die Deutschen ein Plus von 1.046 Euro, f\u00fcr die Franzosen 1.074 Euro, f\u00fcr die Ungarn 408 Euro und f\u00fcr die Polen 382 Euro, das hei\u00dft wir sehen statt Konvergenz vielmehr Divergenz. Laut der Analyse des ebenfalls deutschen CEP aus dem Jahr 2017 gewannen und gewinnen nur Deutschland und die Niederlande mit dem Euro, alle anderen Staaten der Eurozone erleiden schwerwiegende Verluste. Was ist mit unserer Europ\u00e4ischen Union geschehen?<\/p>\n<p>Meine sehr geehrten Damen und Herren!<br \/>\nHeute ist der Tag der ungarischen Freiheit. Drei\u00dfig Jahre in Freiheit. Es ist drei\u00dfig Jahre her, dass wir den Kalten Krieg gewonnen haben. Herr Pr\u00e4sident Reagan hatte die Weichen umgestellt und er hatte das entscheidende Gefecht des Kalten Krieges gestartet. Die polnische Solidarno\u015b\u0107 hat mit dem vom Papst erhaltenen Mut bewiesen, dass die Sowjets nicht mehr die Kraft hatten, das einzige Mittel, das das sozialistische Lager zusammenhielt, das Milit\u00e4r und die Gewalt, einzusetzen. 1956 geh\u00f6rte der Vergangenheit an.<br \/>\nUnd nach sieben Jahren haben wir, mitteleurop\u00e4ische V\u00f6lker, uns mit dem von den Polen erhaltenen Mut an die Seite Polens gestellt, und haben die letzte, die 1989-90-er Schlacht des Kalten Krieges gewonnen. Wir waren dort. Wir wissen, dass die Freiheit nicht von alleine gekommen war, sondern wir sie erk\u00e4mpft haben.<\/p>\n<p>Der Kommunismus ist nicht in sich zusammengest\u00fcrzt, sondern wir haben ihn umgesto\u00dfen. Die Berliner Mauer ist nicht gefallen, sondern wir haben sie umgest\u00fcrzt. Die Sowjets sind nicht hinausmarschiert, sondern wir haben sie hinausgedr\u00e4ngt. Geschickt, ohne Blutverlust haben wir sie gest\u00fcrzt, umgest\u00fcrzt, hinausgedr\u00e4ngt und erk\u00e4mpft. Auch heute sind wir jene, die wir waren: Die letzten bis auf den heutigen Tag lebenden Freiheitsk\u00e4mpfer Europas.<br \/>\nEuropas Geschichte hat sich nicht ver\u00e4ndert, sondern wir haben sie ge\u00e4ndert. Wir wissen, dass jetzt, wo die Europ\u00e4ische Union in Schwierigkeiten steckt, sie sich nicht von alleine bessern, ver\u00e4ndern und auf den richtigen Weg zur\u00fcckkehren wird. Wir m\u00fcssen sie bessern, ver\u00e4ndern und auf den richtigen, einst auch erfolgreichen Pfad zur\u00fcckf\u00fchren.<\/p>\n<p>Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Europ\u00e4ische Union braucht heute erneut gerade solche Freiheitsk\u00e4mpfer, wie wir es sind.<\/p>\n<p>Sehr geehrte Konferenz!<br \/>\nHeute formulieren wir Thesen. Jene Thesen, mit denen die ungarische Regierung zu der gesamteurop\u00e4ischen Debatte \u00fcber die Zukunft der Europ\u00e4ischen Union beitr\u00e4gt und der \u2013 so unsere Hoffnung \u2013 dann eine \u00e4hnliche Stellungnahme des ungarischen Parlaments folgen wird.<\/p>\n<p>Unsere erste These lautet: Wir rasen auf eine Europ\u00e4ische Union mit imperialem Charakter zu. Statt des Europas der Nationen wird in Br\u00fcssel an einem europ\u00e4ischen Superstaat gebaut, f\u00fcr den niemand eine Erm\u00e4chtigung gegeben hat, es gibt keinen europ\u00e4ischen Demos, es gibt nur Nationen. Und ohne den Demos kann man keine Demokratie errichten, deshalb f\u00fchrt der Bau des Br\u00fcsseler Imperiums notwendigerweise zum Fehlen der Demokratie.<br \/>\nWas wir m\u00f6chten, ist etwas ganz anderes. Wir m\u00f6chten die Demokratie der Demokratien, deren Grundlage die europ\u00e4ischen Nationen bilden. Wir sollten keine Angst haben, es auszusprechen: Wir, auf nationaler Grundlage stehenden Demokraten stehen denen gegen\u00fcber, die das Reich errichten und in Wahrheit auch die Gegner der Demokratie sind.<\/p>\n<p>Unsere zweite These lautet: Br\u00fcssel wird heute von denen gelenkt, die die Integration nicht als ein Mittel, sondern als Ziel, als Selbstzweck betrachten. Deshalb wollen sie alle nationalen Interessen und traditionellen Werte \u00fcberschreiben. Das Rechtssystem und die Institutionen der EU behindern diese Bestrebung nicht, sondern bef\u00f6rdern sie. Deshalb sind unsere politischen Gegner bestrebt, die die Grundlage der europ\u00e4ischen Kultur bildenden nat\u00fcrlichen Gemeinschaften zu schw\u00e4chen.<br \/>\nIm Fadenkreuz befinden sich die Nation, die Regionen, die christlichen und j\u00fcdischen Kirchen, die Familien. Deshalb m\u00fcsse man, sagt die ungarische Regierung, aus dem Grundlagenvertrag der EU den Ausdruck der \u201eever closer union\u201d bei der ersten sich bietenden Gelegenheit streichen.<\/p>\n<p>Unsere dritte These ist, dass Br\u00fcssel einen ansehnlichen Teil seiner Macht den von au\u00dferhalb Europas organisierten und geleiteten Netzwerken \u00fcbergeben und zugespielt hat, in erster Linie den Sorosschen Netzwerken und den dahinterstehenden amerikanischen demokratischen Interessen. Und das geschieht auf die folgende Weise. Als erster Schritt hat man die Kommission aus der Position der politisch unparteiischen H\u00fcterin der Vertr\u00e4ge wegbewegt und zu einer politischen K\u00f6rperschaft umgeformt. Dies begann nicht im Geheimen, sondern mit der \u00f6ffentlichen Ank\u00fcndigung von Herrn Pr\u00e4sidenten Juncker.<br \/>\nKlammer auf: Deshalb hatten die Briten und die Ungarn auch nicht die Wahl von Herrn Juncker zum Pr\u00e4sidenten unterst\u00fctzt, und dies hat letztendlich auch zum Brexit gef\u00fchrt. Klammer zu. Der zweite Schritt ist, dass die zur politischen K\u00f6rperschaft umgebildete Kommission beschlie\u00dft, Rechtsstaatlichkeitsberichte \u00fcber die Mitgliedsstaaten der EU anzufertigen.<\/p>\n<p>\u201eBr\u00fcssel k\u00e4mpft heute gegen sich selbst, gegen seine eigenen Mitgliedsstaaten\u201c<br \/>\nDiese Landesberichte werden aber nicht auf der Grundlage der Meinungen, Dokumente oder Tatsachenmitteilungen der Mitgliedsstaaten zusammengestellt. Diese Arbeit wird zu den in den Mitgliedsstaaten t\u00e4tigen NROs, an pseudozivile Organisationen ausgelagert, die in Wirklichkeit politische Organisationen sind, die typischerweise, beinahe ausnahmslos auf dem ganzen Kontinent zu dem Netzwerk von George Soros geh\u00f6ren, was sie selbst im \u00dcbrigen auch gar nicht leugnen.<br \/>\nDritter Schritt: Auf Grund der von ihnen gelieferten Daten und ihrer Meinung werden die demokratisch gew\u00e4hlten Regierungen der Mitgliedsstaaten bewertet, und sie wollen jene auch bestrafen, die ihnen nicht gefallen. Das ist ein Missbrauch der Macht, jener Macht, die die Mitgliedsstaaten der Kommission \u00fcbergeben haben.<\/p>\n<p>Unsere vierte These lautet: Ohne gemeinsamen wirtschaftlichen Erfolg wird die Europ\u00e4ische Union auseinanderfallen. Der Gedanke der EU baut auf die einfache Annahme auf, dass die Mitgliedsstaaten gemeinsam einen gr\u00f6\u00dferen wirtschaftlichen Erfolg erreichen k\u00f6nnen als jeweils allein f\u00fcr sich.<br \/>\nWenn es sich herausstellt, dass wir allein f\u00fcr uns wirtschaftlich erfolgreicher sind oder sein k\u00f6nnen, dann ist es mit der Europ\u00e4ischen Union vorbei. Deshalb d\u00fcrfen wir, die wir Anh\u00e4nger der Europ\u00e4ischen Union sind, nur eine Politik unterst\u00fctzen, die sich ausschlie\u00dflich auf den gemeinsamen wirtschaftlichen Erfolg konzentriert. Demgegen\u00fcber k\u00e4mpft Br\u00fcssel heute gegen sich selbst, gegen seine eigenen Mitgliedsstaaten: Es belehrt, droht, zwingt und straft, mit anderen Worten es missbraucht seine Macht und dadurch zerschl\u00e4gt es sich selbst.<\/p>\n<p>Unsere f\u00fcnfte These lautet, dass das kommende Jahrzehnt das Zeitalter gef\u00e4hrlicher Herausforderungen sein wird: V\u00f6lkerwanderungen, Migration, Seuchen und Pandemien. In diesem gef\u00e4hrlichen Zeitalter muss man Sicherheit schaffen und in der Weltwirtschaft erfolgreich sein.<br \/>\nDie Voraussetzung f\u00fcr den Erfolg ist die Wiederherstellung der europ\u00e4ischen Demokratie. Im Interesse des Schutzes der nationalen und konstitutionellen Identit\u00e4t der Mitgliedsstaaten muss man deshalb eine neue Institution unter der Einbeziehung der Verfassungsgerichte der Mitgliedsstaaten schaffen.<\/p>\n<p>Unsere sechste These lautet: Das Europ\u00e4ische Parlament hat sich hinsichtlich der europ\u00e4ischen Demokratie als Sackgasse erwiesen. Es vertritt nur seine eigenen Partei-, ideologischen und institutionellen Interessen. Es tr\u00e4gt mit nichts zur Kraft der Europ\u00e4ischen Union bei, sondern nimmt von ihr nur weg. Deshalb muss man die Rolle der nationalen Parlamente bedeutend vergr\u00f6\u00dfern.<br \/>\nIn das Europ\u00e4ische Parlament m\u00fcssten die nationalen Legislativen Vertreter entsenden \u2013 nach dem Vorbild der Parlamentarischen Versammlung des Europarates. Den nationalen Parlamenten muss man dar\u00fcber hinaus das Recht geben, den Gesetzgebungsprozess der EU aufzuhalten, wenn sie sehen, dass dieser nationale Zust\u00e4ndigkeiten verletzt, d.h. man muss das Verfahren der \u201eroten Karte\u201c einf\u00fchren.<\/p>\n<p>Unsere siebente These ist: Ceterum censeo, Serbien muss aufgenommen werden. An die Mitgliedschaft Serbiens kn\u00fcpft sich seitens der EU ein gr\u00f6\u00dferes Interesse als seitens der Serben. Diese Tatsache muss zur Kenntnis genommen werden, und man muss sie aufnehmen.<br \/>\nMeine sehr geehrten Damen und Herren!<br \/>\nDie Geschichte bietet jetzt auf dem Tablett die M\u00f6glichkeit. Die Debatte hat begonnen, wir k\u00f6nnen endlich offen \u00fcber die Probleme sprechen, \u00fcber all das, was verletzend ist und die B\u00fcrger der Mitgliedsstaaten kr\u00e4nkt. Auch das Podest hat man f\u00fcr uns gezimmert \u2013 ich hoffe, ich sehe es als das, was es ist \u2013, es ist nur der notwendige intellektuelle Mut notwendig, und wir k\u00f6nnen es f\u00fcr unsere Zwecke nutzen. Wir haben eine M\u00f6glichkeit erhalten, die Sowjetisierung der Europ\u00e4ischen Union und die Moskauisierung Br\u00fcssels aufzuhalten.<br \/>\nWir wissen, was f\u00fcr eine Gefahr droht, denn wir leben erst seit drei\u00dfig Jahren in Freiheit. Wir waren schon immer die Freiheitsk\u00e4mpfer Europas. Wir haben die Freiheit erk\u00e4mpft, und unsere westlichen Freunde haben sie geerbt. Was f\u00fcr ein Unterschied! Wir sollten gen\u00fcgend geistigen und politischen Mut haben, und einsehen, dass die Zeiten sich ge\u00e4ndert haben.<br \/>\nVor drei\u00dfig Jahren hatten wir geglaubt, Europa sei unsere Zukunft, heute sehen wir schon, dass wir die Zukunft Europas sind. Wagen wir es, auch in Br\u00fcssel Demokraten und Freiheitsk\u00e4mpfer zu sein, denn nur daraus kann die neue europ\u00e4ische Renaissance geboren werden.<br \/>\nDer liebe Gott \u00fcber uns allen,<br \/>\nUngarn vor allen Dingen!<br \/>\nVorw\u00e4rts Ungarn!<br \/>\n21.6.2021<br \/>\n.<br \/>\nQuelle: Viktor Orb\u00e1ns Vortrag auf der Konferenz \u201e30 Jahre in Freiheit\u201d<br \/>\n<a href=\"https:\/\/visegradpost.com\/de\/2021\/06\/21\/viktor-orbans-vortrag-auf-der-konferenz-30-jahre-in-freiheit\/\">https:\/\/visegradpost.com\/de\/2021\/06\/21\/viktor-orbans-vortrag-auf-der-konferenz-30-jahre-in-freiheit\/<\/a><br \/>\noder<br \/>\n<a href=\"https:\/\/miniszterelnok.hu\/viktor-orbans-vortrag-auf-der-konferenz-30-jahre-in-freiheit\/\">https:\/\/miniszterelnok.hu\/viktor-orbans-vortrag-auf-der-konferenz-30-jahre-in-freiheit\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>28 Jahre nach ihrer Gr\u00fcndung (Maastricht) ist die EU gespalten: Deutschland als DER Financier und Hegemon contra 26 EU-Mitgliedsl\u00e4nder. 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In dieser kritischen Situation suchen die EU-Kommission und die deutsche GroKo-Regierung Ablenkung:<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18,36,195,186,139,155,80,172],"tags":[633,489,372,738,682,631,703],"class_list":["post-91908","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bildung","category-engagement","category-eu","category-finanzsystem","category-heimat","category-integration","category-medien","category-zukunft","tag-demokratie","tag-european-union","tag-euro","tag-forschung","tag-freiheit","tag-staat","tag-volk"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91908","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=91908"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91908\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":91911,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91908\/revisions\/91911"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=91908"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=91908"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=91908"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}