{"id":9172,"date":"2012-08-13T08:58:03","date_gmt":"2012-08-13T06:58:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=9172"},"modified":"2012-08-13T08:58:03","modified_gmt":"2012-08-13T06:58:03","slug":"kappel-altlasten-unten-ausgraben-und-oben-aufschuetten-geht-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kappel-altlasten-unten-ausgraben-und-oben-aufschuetten-geht-nicht\/","title":{"rendered":"Kappel-Altlasten unten ausgraben und oben aufschuetten geht nicht"},"content":{"rendered":"<p>Altlasten vom Stolberger Zink in <a title=\"Kappel\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/freiburg\/kappel\/\">Freiburg-Kappel <\/a>bzw. Kirchzarten-Neuh\u00e4user: <a title=\"Umwelt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/umwelt\/\">Kontaminiertes<\/a> Erdmaterial unten ab- und oben wieder einzubauen, kommt jenem Schildb\u00fcrgerstreich nahe, als B\u00fcrger in Beh\u00e4ltern Licht in einen fensterlosen Raum tragen wollten. Geringste Erdverschiebungen, von was auch immer ausgel\u00f6st, k\u00f6nnen in den Schutzschichten des Lagerraumes Risse erzeugen, durch die das stets talw\u00e4rts dr\u00fcckende Schichtwasser das vergiftete Material allm\u00e4hlich wieder dorthin zur\u00fcckf\u00fchrt, wo es herkam, wahrscheinlich jedoch weitaus breiter gef\u00e4chert. Von weiteren Kriterien, wie sintflutartigen <a title=\"Klima\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/\">Regenf\u00e4llen<\/a>, <!--more-->wie sie in unserer mehr und mehr klimaver\u00e4nderten Umwelt vorkommen k\u00f6nnen und anderen von der Natur ausgehenden, nie umf\u00e4nglich kalkulierbaren Erdvorkommnissen, gar nicht zu sprechen. Wenn trotzdem an jenem Platz gebaut werden soll, dann muss das Altmaterial an einem sicheren Platz deponiert werden und der kann niemals auf einem Berg sein. Dies zu beurteilen braucht es keines Gutachtens, dazu reicht der gesunde Menschenverstand.<br \/>\n13.8.2012, Hans Frieder Huber, Kirchzarten\/Freiburg<\/p>\n<p><strong>Diese Last wird den Regeln der Schwerkraft nicht entkommen<br \/>\n<\/strong>Zu &#8222;Ein Bergkessel als Lagerst\u00e4tte&#8220;, BZ vom 30. Juli: Zun\u00e4chst meine Anerkennung f\u00fcr diesen Beitrag an die Autoren Uwe Mauch und Thomas Kunz. Es wurde versucht, m\u00f6glichst viele Aspekte des Projekts auf verst\u00e4ndliche Weise zu erl\u00e4utern. Auch die Chronik ist sehr aufschlussreich. Das ist dankenswert. Aber wie kommen Sie zu dem Titel &#8222;Ein Bergkessel als Lagerst\u00e4tte&#8220;? Die Grafik dazu ist \u00fcberraschend und passt nicht dazu. Sofern die Grafik korrekt ist, gibt es auf dem Berg keinen Kessel. Ich denke, dass sich ein Normalleser unter einem Bergkessel eine umschlossene Absenkung des Gel\u00e4ndes in einem Gipfelgebiet vorstellt. Da hinein giftigen Aushub zu lagern, klingt sehr beruhigend. Auch die Wortwahl im Text und in der Grafik st\u00fctzt diese Vorstellung: es ist vom &#8222;Einbau&#8220; des Materials die Rede. Offensichtlich handelt es sich aber um ein Absch\u00fctten der &#8222;dr\u00fcckenden Altlast&#8220; auf einem schr\u00e4gen Hanggel\u00e4nde und diese Last wird den Regeln der Schwerkraft nicht entkommen. Nat\u00fcrlich lassen sich mit einigem Aufwand mit Folien, Drainagen und weiteren technischen Mitteln die Risiken eines Abrutschens ins Tal erheblich reduzieren. Aber Matten und Folien k\u00f6nnen rei\u00dfen und Drainagen k\u00f6nnen verstopfen. Sp\u00e4tere Erdbewegungen sind nicht vorhersehbar. Man denke nur an die immer heftiger werdenden Starkregenf\u00e4lle. Sie zitieren Fachleute: &#8222;Wenn&#8230; keine Setzungen innerhalb der ersten zehn Jahre auftreten, dann ist damit auch sp\u00e4ter nicht zu rechnen.&#8220; Das bedeutet doch wohl, dass man solche Ereignisse nicht ausschlie\u00dfen kann. Wie soll man da eigentlich die Aussage des stellvertretenden Amtsleiters, Herrn Z\u00e4hringer, bewerten: &#8222;Es gibt keine Garantie auf Ewigkeit&#8220;. Das klingt sehr flapsig und scheint mir der Sachlage nicht angemessen. Der Verantwortungshorizont in unserer Gesellschaft scheint in unserer Zeit <a title=\"Nachhaltigkeit\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/nachhaltigkeit\/\">auf wenige Jahrzehnte geschrumpft <\/a>zu sein, was sich bei etlichen gro\u00dfen Bauprojekten der letzten 30 Jahre beobachten l\u00e4sst. L\u00e4ngere Garantien sollte man schon erwarten d\u00fcrfen. Mein Vorschlag w\u00e4re: Alles zur\u00fcck in den Berg. Ein sch\u00f6nes Foto vom Stolleneingang haben Sie ja abgebildet. Alternative: Die Giftstoffe ruhen lassen \u2013 da ist man auf der sicheren Seite. Die Bauunternehmer werden schon woanders ein Pl\u00e4tzchen finden.<br \/>\n13.8.2012, Achim W\u00f6lfing, Freiburg <!-- RSPEAK_STOP --><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Altlasten vom Stolberger Zink in Freiburg-Kappel bzw. 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