{"id":91215,"date":"2021-06-01T21:08:20","date_gmt":"2021-06-01T19:08:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=91215"},"modified":"2021-06-01T21:13:01","modified_gmt":"2021-06-01T19:13:01","slug":"klima-alleingang-hilft-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/klima-alleingang-hilft-nicht\/","title":{"rendered":"Klima-Alleingang hilft nicht"},"content":{"rendered":"<p>\u201eUnser deutscher Alleingang hilft dem <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/klimawandel\/\">Klima<\/a> nicht\u201c &#8211; dieses Resum\u00e9e zieht der CDU-<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/bundestag\/\">Bundestagsabgeordnete<\/a> Hans-J\u00fcrgen Irmer in seinem Offenen Brief zur aktuellen deutschen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/klimapolitik\/\">Klimapolitik<\/a>. Nachfolgend dokumentieren wir den kompletten Text des Grundsatzartikels.<!--more--><\/p>\n<p><strong>&#8222;Statt Hektik und Hysterie: Klimapolitik mit Verstand \u2013 Chancen nutzen<\/strong><br \/>\nJeder vern\u00fcnftige Mensch wird alles daransetzen, die Luftverschmutzung zu reduzieren, die Schadstoffbelastung m\u00f6glichst zu verringern, f\u00fcr saubere Fl\u00fcsse und B\u00e4che einzutreten, mit fossilen Rohstoffen sorgsam und zur\u00fcckhaltend umzugehen, um damit im Sinne von Nachhaltigkeit der nachkommenden Generationen eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen. Man k\u00f6nnte es auch mit \u201eBewahrung der Sch\u00f6pfung\u201c, einem biblischen Auftrag, umschreiben. Die spannende Frage, die sich stellt, ist, wie k\u00f6nnen wir das erreichen?<\/p>\n<p><strong>Bisher erreicht<\/strong><br \/>\nSchaut man sich die eine oder andere Ver\u00f6ffentlichung an, so wird der heutigen Elterngene-ration, aber auch den Gro\u00dfeltern, vorgeworfen, man habe zu wenig f\u00fcr den Umweltschutz getan, zu wenig gegen eine Klimaver\u00e4nderung. Der Schutz der Umwelt ist partei\u00fcbergreifend in den letzten 30 Jahren stetig vorangetrieben worden. Alleine die Beseitigung des sozialistischen Umwelterbes der SED\/Linkspartei der ehemaligen \u201eDDR\u201c hat Milliarden gekostet. So gelangten 1988 noch 311 Kilogramm Schwefeldioxid pro Einwohner und Jahr in der \u201eDDR\u201c in die Umwelt und 132 Kilogramm Staub. 17-mal so viel wie in der alten Bundesrepublik. 45 Prozent der Waldfl\u00e4che in der \u201eDDR\u201c waren gesch\u00e4digt, 50 Prozent der Fl\u00fcsse biologisch tot, 70 Prozent der Fl\u00fcsse durften nicht mehr zur Trinkwassergewinnung genutzt werden. Heute ist die Staubbelastung im Vergleich zu 1990 um rund 82 Prozent gesunken, der Stickstoffeintrag um rund 50 Prozent, die Phosphoreintragung um 70 Prozent und CO2 um rund 40 Prozent. Noch nie war die Luft in Deutschland so sauber wie aktuell, noch nie das Wasser so sauber. Drei Reinigungsstufen in Kl\u00e4ranlagen sorgen daf\u00fcr, dass \u00fcber 99 Prozent aller Schadstoffe eliminiert werden und wir Trinkwasserqualit\u00e4t haben. Wir haben saubere Seen, saubere Fl\u00fcsse mit reichem Fischbesatz, die vor 30 und 40 Jahren zum Fischen nicht mehr geeignet waren. H\u00e4tten alle Staaten Europas und weltweit unsere Standards, h\u00e4tten wir eine Diskussion weniger.<\/p>\n<p><strong>CO2 an Klimaerw\u00e4rmung schuld?<\/strong><br \/>\nDass sich das Klima ver\u00e4ndert, dass sich das Klima wandelt, wird ernstlich niemand bestreiten. Aber es ist auch v\u00f6llig normal, dass sich das Klima ver\u00e4ndert. Gelegentlich sei daran erinnert, dass es in den letzten 400.000 Jahren mindestens vier Eiszeiten gegeben hat. Halb Europa war dabei von einer Eisschicht von mehreren hundert Metern Dicke bedeckt \u2013 siehe zum Beispiel die Norddeutsche Tiefebene. Dazwischen gab es Warmzeiten und die ganze Ver\u00e4nderung ohne (!) jegliches menschliches oder industrielles Zutun. Schaut man sich nur die letzten 1000 Jahre an, so kann man feststellen, dass die Wikinger um das Jahr 900 herum Gr\u00fcndland, also das heutige Gr\u00f6nland, entdeckten. Sie nannten es Gr\u00fcndland, weil man dort Ackerbau und Viehzucht betreiben konnte. Um 1400 herum begann eine Kaltzeit, die sogenannte Kleine Eiszeit zwischen 1420 und 1570, und danach noch einmal zwischen 1650 und 1715. Dies bedeutete, die Winter waren lang, die Vegetationsperioden kurz.<\/p>\n<p><strong>Zahlen und Fakten<\/strong><br \/>\nIn der Natur haben wir rund 165.000 Milliarden Tonnen CO2, ein lebensnotwendiges Spuren-Gas. Ohne CO2 gibt es keinerlei Leben. Der Anteil von CO2 am Luftvolumen betr\u00e4gt 0,040 Prozent. Das Luftvolumen besteht zu 78 Prozent aus Stickstoff und rund 21 Prozent aus Sauerstoff sowie 0,9 Prozent Edelgase. Von diesen 0,040 Prozent CO2 in der Luft sind 96 Prozent naturgemacht, 4 Prozent verursacht der Mensch, was einem Anteil von 0,0016 Prozent entspricht, dies sind in Masse umgerechnet n\u00e4mlich rund 35 Milliarden Tonnen CO2-Aussto\u00df j\u00e4hrlich. Deutschlands Anteil an diesen 35 Milliarden liegt bei ca. 700 Millionen Tonnen, also etwa 2 Prozent. Das hei\u00dft, der deutsche Anteil am gesamten CO2-Aussto\u00df liegt bei 0,00003 Prozent. Diese Zahlen muss man erw\u00e4hnen, um die \u201eBedeutung\u201c Deutschlands hervorzuheben, wenn es darum geht, zu glauben, dass man als Mensch beschlie\u00dfen kann, die Erderw\u00e4rmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Welch eine Hybris!<\/p>\n<p><strong>CO2-Aussto\u00df weltweit<\/strong><br \/>\nDeutschland ist objektiv viel besser als das mediale und teilweise politisch gezeichnete Bild, denn seit 1990 sind die Zahlen kontinuierlich von 950 Millionen Tonnen CO2-Aussto\u00df auf heute aktuell 700 Millionen heruntergefahren worden. Wenn man an der alleinigen CO2-The-orie festh\u00e4lt, dann hat das Ganze gleichwohl nichts genutzt, denn w\u00e4hrend 1959 noch etwa 8,5 Milliarden Tonnen CO2 ausgesto\u00dfen wurden, sind es heute etwa 35 bis 40 Milliarden Tonnen. Das h\u00e4ngt nat\u00fcrlich u.a. von der Industrialisierung, der Motorisierung und dem Bev\u00f6lkerungswachstum von drei Milliarden Menschen 1960 auf rund 8 Milliarden 2021 ab. China allein verursacht mittlerweile einen Aussto\u00df von rund 12 Milliarden Tonnen, ein Anstieg gegen\u00fcber 1990 von \u00fcber 300 Prozent, Indien 2,6 Milliarden Tonnen, ein Plus von 300 Prozent, Saudi-Arabien plus 250 Prozent, Iran plus 220 Prozent, Indonesien plus 225 Prozent\u2026<\/p>\n<p><strong>China frisst deutsche Ersparnis bis 2045 in sechs Monaten auf<\/strong><br \/>\nUm die Dimension der deutschen CO2-Hysterie deutlich zu machen, muss man darauf verweisen, dass in den n\u00e4chsten 24 Jahren bis 2045 das, was Deutschland unter hohem Aufwand mit viel Geld einsparen will, genau die Menge ist, die China in sechs Monaten verbraucht. Und da glauben wir allen Ernstes das Weltklima retten zu k\u00f6nnen? Wenn man der CO2-bedingten Erderw\u00e4rmungstheorie Glauben schenken darf, dann m\u00fcsste sich das Klima zwischen 1959 und heute dramatisch ver\u00e4ndert haben, weil es eine knappe Verf\u00fcnffachung des CO2-Aussto\u00dfes gab.<\/p>\n<p>Fakt ist allerdings, und dar\u00fcber wird gar nicht diskutiert, dass heute \u00fcber die H\u00e4lfte der zus\u00e4tzlichen Emissionen durch Ozeane und das vermehrte Pflanzenwachstum aufgesogen werden. Das hei\u00dft, Erderw\u00e4rmung bedeutet auch mehr Pflanzenwachstum. Dies kann man sogar im Bericht des Weltklimarates (IPCC) aus dem Jahr 2013 nachlesen! Auch die WMO (World Meteorological Organization) hat wie Professor Vahrenholt von der Deutschen Wildtier Stiftung mitteilte, best\u00e4tigt, dass die Pflanzenwelt mehr CO2 aufnimmt als gedacht. Die Forscher fanden heraus, dass \u201eglobale Land- und Ozeansenken im Gro\u00dfen und Ganzen Schritt gehalten haben mit den wachsenden CO2-Emissionen seit 1958, da sie 60 Jahre sp\u00e4ter immer noch rund 50 Prozent des in die Atmosph\u00e4re abgegebenen CO2 aufnehmen\u2026\u201c<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig davon, so Professor Dieter Ameling in seinem Hauptstadtbrief, sei es schon erstaunlich, dass in der \u00f6ffentlichen Diskussion Faktoren von hohem Einfluss auf das Klimageschehen, wie die stark schwankende Sonnenaktivit\u00e4t oder das zyklische Pendeln der Erdachse \u2013 beides nicht von Menschen gemacht \u2013, \u00fcberhaupt keine Rolle spielen. F\u00fcr ihn sei dies unbegreiflich, denn Temperaturentwicklung und Sonnenaktivit\u00e4t verliefen weitgehend parallel. Zyklische Schwankungen in der Anzahl und Gr\u00f6\u00dfe von Sonnenflecken \u2013 die k\u00fchler sind und weniger Licht abstrahlen als die restliche Sonne \u2013 ver\u00e4ndern die Strahlkraft der Sonne und damit nat\u00fcrlich die Temperatur auf der Erde. \u00dcberhaupt nicht ausreichend untersucht seien weitere Einflussgr\u00f6\u00dfen wie das Magnetfeld und das Schwerefeld der Erde, der Gashaushalt der Erdkruste, die Oszillation der Meeresstr\u00f6mung, die Wolkenbildung und der Wasserdampf, die kosmische Strahlung, Vulkanausbr\u00fcche, Unterseevulkane, Aerosole oder CO2-Emissionen biogenen Ursprungs.<\/p>\n<p><strong>Klimaleugner?<\/strong><br \/>\n\u00c4hnlich wie in der Corona-Debatte \u2013 entweder man hat die Ma\u00dfnahmen der Bundesregierung vorbehaltlos unterst\u00fctzt oder man war Corona-Leugner \u2013 ist dies auch beim Thema Klimawandel der Fall. Kein seri\u00f6ser Wissenschaftler, auch Politiker, w\u00fcrde ernsthaft behaupten, dass es keine Klimaver\u00e4nderung gibt. Nat\u00fcrlich gibt es diese. Die entscheidende Frage ist die, ob sie anthropogen, also von Menschen gemacht ist, ausschlie\u00dflich oder gar nicht oder beeinflusst. Wenn man sich den Weltklimarat (IPCC) anh\u00f6rt, so hei\u00dft es, auch gerade von vielen Politikern der Linken und der Gr\u00fcnen, dass das alles ausgemachte Sache sei, dass der Klimawandel von Menschen verursacht sei. Weitere Debatten \u00fcberfl\u00fcssig, Verstand abschalten. Begr\u00fcndet wird dies h\u00e4ufig damit, dass angeblich 97 Prozent der Wissenschaftler zu diesem Ergebnis gekommen seien. Ein Totschlagargument, das nicht hinterfragt wird, denn es sind nicht 97 Prozent aller fachwissenschaftlich berufenen Wissenschaftler, sondern 97 Prozent derjenigen, die man befragt hat \u2013 und das ist nur ein Bruchteil der Wissenschaftler weltweit. Und unter diesen Befragten viele Fachfremde, die die Gesamtproblematik gar nicht ermessen k\u00f6nnen. Im Gegensatz dazu etwa 800 wissenschaftliche Ver\u00f6ffentlichungen, die die CO2-Treibhausthese widerlegen.<\/p>\n<p><strong>Deutschland energiepolitischer Geisterfahrer<\/strong><br \/>\nDie Europ\u00e4ische Union hatte urspr\u00fcnglich beschlossen, dass die CO2-Emissionen von 1990 bis 2030 um 40 Prozent sinken sollen. Das war schon ambitioniert. Im Jahr 2020 setzte man noch einen drauf und beschloss, eine Senkung um 55 Prozent anzustreben. Das Europ\u00e4ische Parlament hat dann im Oktober letzten Jahres eine Reduktion um 60 Prozent beschlossen gegen die Stimmen der Europ\u00e4ischen Volkspartei (CDU\/CSU) und der Liberalen. Der CDU-Wirtschaftsrat war im September 2020 gegen die Anhebung auf 55 Prozent. Die CDU\/CSU-Bundestagsfraktion hat im September 2020 geplante weitere Versch\u00e4rfungen als hohes wirtschaftliches Risiko eingestuft. Die EU-Kommission hat im April 2021 erkl\u00e4rt, ein entsprechend hohes Klimaziel erreichen zu wollen und wollte die Ausweitung der CO2-Be-preisung auf weitere Sektoren wie Geb\u00e4ude, Verkehr und anderes mehr, was bei elf (!) EU-Staaten zu erheblichen Bedenken gef\u00fchrt hat, weil sie zu Recht soziale Folgen sehen wie Verteuerung des Wohnraums, Belastung der Pendler, Erh\u00f6hung der Automobilkosten und anderes mehr. EU-Klimaziele unter anderem nur mit Kernkraft zu erreichen<\/p>\n<p>Bemerkenswert und von der deutschen Presse praktisch komplett verschwiegen die Vision der EU-Kommission \u00fcber ein klimaneutrales Europa im Jahr 2050, vorgelegt am 28. November 2018. Darin gibt es viel Vern\u00fcnftiges, was Ausbau der Energieeffizienz angeht, Passivhaustechnologie an Neubauten, Sanierung Altbauten und vieles andere mehr, aber auch Ausbau Erneuerbarer Energien unter \u00f6konomischen (!) und \u00f6kologischen Aspekten wie Wind, Sonne, Wasser oder auch Biomasse.<\/p>\n<p>Aber! Zu erreichen sind diese Ziele nur bei gleichzeitiger Nutzung anderer emissionsarmer Quellen wie \u201eAtomkraftwerken oder fossilen Kraftwerken mit Technologien zur Abscheidung und Lagerung von Kohlendioxid\u201c. Mit anderen Worten, w\u00e4hrend Deutschland den falschen Entschluss getroffen hat, die Kernkraft abzuschalten und gleichzeitig aus der Kohle auszusteigen, obwohl die deutschen Kohlekraftwerke weltweit die saubersten sind, in Afrika rund 450 geplant und im Bau sind, weltweit etwa 1400, schalten wir parallel die Energietr\u00e4ger ab, die die Grundlast sichern.<\/p>\n<p><strong>Greta Thunberg f\u00fcr Atomenergie<\/strong><br \/>\nEs war nur ein kurzer, um nicht zu sagen heller Moment, als die selbsternannte Umweltikone Greta Thunberg sich \u00f6ffentlich f\u00fcr die Nutzung von Atomkraft aussprach, weil sie CO2-Null (!) ist. Offensichtlich wurde sie, von wem auch immer, eingenordet, um dann zu erkl\u00e4ren, man sei missverstanden worden. Dabei hat sie recht.<\/p>\n<p><strong>Kernenergie ist Teil der Klimal\u00f6sung<\/strong><br \/>\nDer Argentinier Rafael Grossi leitet seit 2019 die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde. In einem FAZ-Interview im Oktober 2020 erkl\u00e4rte er, dass die Kernenergie eine entscheidende Rolle beim Klimawandel spiele. Ein Drittel der sauberen Energie weltweit sei nuklear. Ohne Kernenergie w\u00fcrde sich der CO2-Aussto\u00df vervielfachen. Weltweit gebe es einen kr\u00e4ftigen Anstieg der Kernkraft. Es gebe eigentlich nur ein Land, das den Ausstieg wirklich versuche, und das sei Deutschland.<\/p>\n<p><strong>Die Kernkraftlage weltweit<\/strong><br \/>\nPassend zu dem Beschluss\/der Vision der EU-Kommission zur Bedeutung der Kernkraft, hat sich aktuell Frankreichs Pr\u00e4sident Macron dazu ge\u00e4u\u00dfert und die Kernkraft als zentralen Beitrag zum Klimaschutz bezeichnet. Frankreich, Tschechien, Ungarn, Polen, Rum\u00e4nien, Slowakei und Slowenien haben die EU-Kommission aufgefordert, Atomkraft als \u201egr\u00fcne Investition\u201c anzuerkennen. Die Polen planen sechs AKW mit US-Hilfe. Schweden ist aus dem Ausstieg der Kernenergie ausgestiegen. England setzt auf neue AKW. Finnland setzt auf Atomstrom, \u00fcbrigens mit gr\u00fcner (!) Unterst\u00fctzung in Finnland. Die Niederlande planen ein neues AKW. Japan kehrt zur Nuklearenergie zur\u00fcck. Argentinien baut mit chinesischer Hilfe zwei Kernkraftwerke, Indien zehn neue Kernreaktoren und China verk\u00fcndet voller Stolz den Bau des ersten Kernkraftwerkes ohne ausl\u00e4ndische Hilfe, und zwar einen Druckwasserreaktor der dritten Generation der Nuklearindustrie. F\u00fcnf Kernkraftwerke werden im November dieses Jahres fertiggestellt, 30 Reaktoren sollen bis 2030 weltweit exportiert werden, 12 AKW sind im Bau, und im \u00dcbrigen nutzen sie teilweise Kugelhaufenkernreaktoren, die im deutschen J\u00fclich entwickelt wurden, bei denen eine Kernschmelze physikalisch nicht m\u00f6glich ist, und die heute in China genutzt werden. Deutschland hat sich aus der gesamten Kernkraftforschung weitestgehend zur\u00fcckgezogen. Wir haben noch sechs nukleare Kraftwerke in Betrieb, die rund 45 Millionen Tonnen CO2 j\u00e4hrlich einsparen. Aber damit ist es bald vorbei. Weltweit gibt es rund 440 AKW, die in Betrieb sind, und der amerikanische Pr\u00e4sident Joe Biden will aktuell die Kernenergie f\u00f6rdern, um den Strom f\u00fcr die Amerikaner billiger zu machen und CO2 einzusparen.<\/p>\n<p><strong>Deutschlands Ausstieg aus der Forschung<\/strong><br \/>\nEs ist grob fahrl\u00e4ssig, ausschlie\u00dflich auf Erneuerbare Energien zu setzen und die aktuell weltweite Forschung nicht in Betracht zu ziehen. 35 Einzelstaaten und die EU arbeiten zum Beispiel in S\u00fcdfrankreich am Projekt \u201eIter\u201c, bei dem es um Kernfusion geht. Eine Kernschmelze ist nicht m\u00f6glich, ein Endlager nicht n\u00f6tig. China hat mit dem Bau eines Fusionskraftwerkes offensichtlich bereits begonnen. In den USA wird an \u201eLaufwellenreaktoren\u201c gearbeitet, die abgereichertes Uran zur Energiegewinnung nutzen. 700.000 Tonnen dieses Materials k\u00f6nnten so r\u00fcckstandsfrei verwertet werden. Die USA, Kanada, Japan, Indien und andere arbeiten am \u201eThoriumreaktor\u201c, in dem statt Uran Thorium verarbeitet wird, das in der Erdkruste viermal so h\u00e4ufig vorkommt wie Uran. Ohne gro\u00dfe politische Unterst\u00fctzung arbeitet das Berliner Institut f\u00fcr Festk\u00f6rper-Kernphysik am \u201eDual Fluid Reaktor\u201c mit dem \u2013 neben Uran und Thorium \u2013 auch abgebrannte Brennelemente genutzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Strompreise<\/strong><br \/>\nDie Strompreise in Deutschland liegen heute bereits bei etwa 45 Prozent \u00fcber dem europ\u00e4ischen Durchschnitt. Das hei\u00dft, die deutschen B\u00fcrger zahlen die h\u00f6chsten Preise. Dies gilt im \u00dcbrigen auch f\u00fcr die Industrie, f\u00fcr die das mittlerweile wettbewerbsverzerrenden Charakter hat, wenn sie nicht in einigen besonders stromintensiven Bereichen von der Allgemeinheit \u00fcber die EEG-Umlage subventioniert wird, denn sonst w\u00e4ren diese Arbeitspl\u00e4tze, teilweise davon auch einige im Lahn-Dill-Kreis, nicht mehr hier, weil die Energiekosten im Vergleich zu Wettbewerbern eindeutig zu hoch sind. Ein Ergebnis verfehlter Energiepolitik.<\/p>\n<p><strong>Blackout?<\/strong><br \/>\nAuf der einen Seite schalten wir Kernkraftwerke und Kohlekraftwerke ab, auf der anderen Seite erh\u00f6hen wir den Strombedarf, der derzeit bei etwa 600 Terawattstunden pro Jahr liegt. Allein die politisch gewollte theoretische 100-Prozent-Versorgung mit E-Autos in Deutschland w\u00fcrde dazu f\u00fchren, 20 Kraftwerke \u00e1 1000 Megawatt bauen zu m\u00fcssen, um nur diesen Energiebedarf decken zu k\u00f6nnen, das Ganze vor dem Hintergrund, dass die ber\u00fchmten Stromtrassen wie Suedlink, die eigentlich schon fertig sein sollten, dann f\u00fcr 2026 angedacht waren, jetzt f\u00fcr 2028, nicht ausreichend vorhanden sind, dass vor allen Dingen die Stromspeicherkapazit\u00e4t v\u00f6llig fehlt\u2026 Schon heute werden immer wieder stromintensive Anlagen abgeregelt, um eine Netz\u00fcberlastung zu verhindern. Schon heute importieren wir Kernkraftstrom aus dem europ\u00e4ischen Ausland oder auch Kohlekraftstrom.<\/p>\n<p><strong>Bundesrechnungshof warnt<\/strong><br \/>\nDer Bundesrechnungshof hat deshalb vor den Folgen des Kohleausstiegs gewarnt, die nicht richtig ber\u00fccksichtigt worden seien, denn erstens sei nicht realistischerweise davon auszugehen, dass die Ausbauziele f\u00fcr Erneuerbare Energien unter den derzeit schwierigen Akzeptanzbedingungen erreicht werden k\u00f6nnen, dass zweitens die Prognosen aus den historischen und meteorologischen Bedingungen der Jahre 2009 bis 2013 nicht sachgerecht seien, wonach kein Jahr mit schwachen Energieertr\u00e4gen aus Wind und Sonne abgebildet wird und dass es schon heute dazu komme, dass Industriebetriebe ihre Produktion freiwillig gegen Entsch\u00e4digung zeitweise herunterfahren aus Strommangel (!) heraus.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt nicht nachzuvollziehen sei die Aussage der Bundesregierung, dass man \u201eNetzersatzanlagen\u201c \u00fcber 4,5 Gigawatt habe, um St\u00f6rungen des Stromgleichgewichts zu beheben. Fakt sei, dass lediglich 9,4 Megawatt im sogenannten Marktstammdatenregister erfasst seien, also eine Menge von 0,2 Prozent des von der Bundesregierung gesch\u00e4tzten Potenzials. Wenig nachvollziehbar, so der Bundesrechnungshof an die Adresse der Bundesregierung, dass bei der Vorhersage der Energienachfrage die Bev\u00f6lkerung auf unter 75 Millionen bis 2050 falle. Zus\u00e4tzliche Unsicherheiten w\u00fcrden sich aus dem steigenden Strombedarf f\u00fcr die Elektrifizierung des Verkehrs und f\u00fcr die Herstellung des Energietr\u00e4gers Wasserstoff in Elektrolyseanlagen ergeben. Das hei\u00dft, die Annahmen, auf denen die derzeitige Bewertung der Versorgungssicherheit am Strommarkt beruht, seien unrealistisch und \u00fcberholt.<\/p>\n<p>Im Stromnetz muss in jedem Augenblick genau so viel Strom erzeugt werden, wie verbraucht wird, eine Speicherung im nennenswerten Ma\u00dfstab ist heute technisch in Deutschland nicht m\u00f6glich<\/p>\n<p>Im \u00dcbrigen bedeutet ein weiterer Zubau von alternativen Kraftwerken, dass alle \u00fcbrigen bestehenden Kraftwerke im gleichen Ma\u00dfstab unwirtschaftlicher werden, weil nicht die installierte Leistung bezahlt wird, sondern die ins Netz eingespeiste Strommenge. Haben wir viel Sonne und Wind muss entweder Strom zu miesen Konditionen exportiert werden, zum Teil muss sogar Geld zugezahlt werden, oder die Anlagen m\u00fcssen heruntergeregelt werden. Gleichzeitig k\u00f6nnen wir auf kein klassisches Kraftwerk verzichten, weil im Falle einer Windflaute und bei Nacht und im Winter die Photovoltaik Anlagen keinen Strom liefern, dann m\u00fcssen die thermischen Kraftwerke die ganze Last alleine tragen.<\/p>\n<p>Bundesregierung finanziert ihre Kl\u00e4ger und freut sich \u00fcber Urteil \u2013 Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Klimaschutzgesetz gewollt?<br \/>\nAnfang Mai gab das Bundesverfassungsgericht Kl\u00e4gern recht, wonach das alte Klimaschutzgesetz nicht ausreichend definiert, wie das Klima nach 2030 gesch\u00fctzt werden soll, so dass die Gefahr bestehe, so das Bundesverfassungsgericht, dass nachkommende Generationen verst\u00e4rkt unter Klimafolgen leiden w\u00fcrden. Soweit in Kurzform.<\/p>\n<p>Logisch ist dieses Urteil in einer Hinsicht nicht, denn wenn man zu dieser jetzt ge\u00e4u\u00dferten Auffassung kommt, dann d\u00fcrfte kein Bundesverfassungsgericht beispielsweise ausufernder Staatsverschuldung das Wort reden, m\u00fcsste die hemmungslose Ausgabenpolitik der Europ\u00e4ischen Zentralbank massiv kritisieren und h\u00e4tte beim Thema Wiederaufbaufonds der Europ\u00e4ischen Union mit den Hunderte von Milliarden Risiken f\u00fcr Deutschlands Steuerzahler ebenfalls erkl\u00e4ren m\u00fcssen, dass das Ganze nicht grundgesetzkonform ist, weil man mit diesen aufgenommenen Geldern, diesen Schulden, kommende Generationen belastet. Von daher ist dieses Urteil unter diesem Aspekt nicht logisch.<\/p>\n<p>Logisch ist es allerdings unter einem anderen Aspekt, wenn man erkennt, dass der Beklagte, also die Bundesrepublik Deutschland, in Verantwortung des SPD-gef\u00fchrten Bundesumweltministeriums inhaltlich offensichtlich auf der Seite der Kl\u00e4ger, der sogenannten Klimaaktivisten, ist. Zu den Kl\u00e4gern geh\u00f6rt u.a. die Organisation Germanwatch, die auch Beschwerdef\u00fchrer aus Nepal und Bangladesch sinnigerweise unterst\u00fctzt hatte. Diese Organisation hat im Jahr 2019 rund 5,2 Millionen Euro Zusch\u00fcsse aus dem Bundeshaushalt bekommen, darunter knapp eine Million \u00fcber das Bundesumweltministerium. Ein Treppenwitz, dass der Kl\u00e4ger, vom Beklagten bezahlt, eine Klage gegen denjenigen einreicht, der ihn nicht unerheblich subventioniert.<\/p>\n<p>Im Normalfall w\u00fcrde man annehmen, dass ein Beklagter sich den besten Anwalt, die besten Fachleute holt, um gegen\u00fcber dem Kl\u00e4ger zu bestehen. Nichts davon erfolgte. Man hatte den Eindruck, dass der Rechtsvertreter des Bundesumweltministeriums den zentralen Vorw\u00fcrfen der Kl\u00e4ger offen oder stillschweigend zustimmte. Und so hatten die Richter einfaches Spiel. Statt sich der M\u00fchsal des Pro und Kontra zu unterziehen, h\u00f6rte man nur eine Seite an.<\/p>\n<p>Wie die Zeitung \u201eDie Welt\u201c berichtete, hat sich das Bundesverfassungsgericht neben dem Weltklimarat (IPCC) im Wesentlichen auf Publikationen des Umweltbundesamtes, des Sachverst\u00e4ndigenrats f\u00fcr Umweltfragen und auf ein Buch von Autoren des Potsdam Instituts f\u00fcr Klimafolgenforschung beschr\u00e4nkt. Alles Quellen mit sehr enger Bindung zum Bundesumweltministerium. Gerade der sogenannte Sachverst\u00e4ndigenrat des Umweltbundesamtes ist kein Hort wissenschaftlichen Diskurses. Wer eine abweichende Meinung hat, wird, wie das Beispiel der Wissenschaftlerin Messari-Becker gezeigt hat, aussortiert. Ein Sachverst\u00e4ndigenrat, der sich stets f\u00fcr besonders weitgehende staatliche Eingriffe beim Klimaschutz ausgesprochen hat.<\/p>\n<p><strong>\u00dcberhaupt keine Verteidiger<\/strong><br \/>\nMehr eine rhetorische Frage, denn offensichtlich wollte man von Seiten des Bundesumweltministeriums genau ein solches Ergebnis wie jetzt erzielen zu Lasten des Steuerzahlers und zu Lasten Deutschlands. Man h\u00e4tte zum Beispiel Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts f\u00fcr Meteorologie, einem der wichtigsten Klimaforschungsinstitute der Welt, berufen k\u00f6nnen mit dem Forscher Marotzke, der k\u00fcrzlich erkl\u00e4rt hat, dass Deutschland durch den Klimawandel nicht (!) direkt bedroht sei. Man h\u00e4tte auch als Verteidiger der Bundesrepublik darauf hinweisen k\u00f6nnen, dass selbst der Weltklimarat (IPCC) den Topdown-Ansatz eines CO2-Budgets verworfen hat und klimapolitisch einen Bottom-UpAnsatz, n\u00e4mlich eine Frage der Machbarkeit, gew\u00e4hlt hat. Aber das war offensichtlich alles nicht gewollt.<\/p>\n<p><strong>Zuf\u00e4lle?<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend das Bundesumweltministerium sechs Jahre brauchte, um das Urteil des Bundes-verfassungsgerichtes zur Entsch\u00e4digung der Atomkonzerne umzusetzen, reichten f\u00fcr die Umsetzung des Klimaurteils in deutsches Recht sechs Tage. SPD-Chef Scholz, Umweltministerin Schulze (SPD), Bundeswirtschaftsminister Altmaier und Kanzlerin Merkel handelten den Entwurf in kleinster Runde aus. Schaut man sich die Ziele im Entwurf des Klimaschutzgesetzes an, so stimmen sie sehr genau \u00fcberein mit dem Extrem-Szenario \u201eGreen Supreme\u201c, das vom Umweltbundesamt (!) Ende 2019 ausgearbeitet worden war. Danach will man ab dem Jahr 2030 ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum 0 (!). Der Flugverkehr wird auf das Niveau des Jahres 2010 eingefroren. Die Handelsbilanz m\u00fcsste 2050 deutlich ausgeglichener sein. Dies geht zu Lasten der Exportnation Deutschlands, und in Kombination mit dem 1,5-Grad-Ziel sei das praktisch das Ende des privaten Autobesitzes in St\u00e4dten ab 2050. Ab 2040 soll der Fleischkonsum auf 300 Gramm w\u00f6chentlich beschr\u00e4nkt werden und die Verringerung der durchschnittlichen Wohnfl\u00e4che pro Kopf um 10 Prozent auf 41,2 Quadratmeter. Da kommt doch richtig Freude auf.<\/p>\n<p>So passt es in das Bild, dass der Pr\u00e4sident des Umweltbundesamtes im M\u00e4rz letzten Jahres \u00f6ffentlich erkl\u00e4rte, im Moment komme man auf 450 Autos pro 1000 B\u00fcrger. W\u00fcnschenswert w\u00e4ren 150. Au\u00dferdem k\u00f6nne man beim fl\u00e4chendeckenden Tempolimit von 120 km\/h 2,6 Millionen Tonnen CO2 sparen. Gigantisch, wenn man sich die Ersparnis von 0,3 Prozent f\u00fcr Deutschland anschaut. Es passt aber auch in die Vorschl\u00e4ge von Fridays for Future, die diese vom Wuppertal-Institut f\u00fcr Klima vorstellen lie\u00dfen. Auch hier wurde gefordert Tempo 30 in den St\u00e4dten, Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor bis 2035 weitgehend aus dem Verkehr ziehen, Parkpl\u00e4tze teurer machen, Pkw-Verkehr bis 2035 halbieren, Wohnfl\u00e4che reduzieren, \u00d6lheizungen und andere fossile Heizungskessel schnellstm\u00f6glich verbieten\u2026<\/p>\n<p><strong>Ein neuer Morgenthau-Plan<\/strong><br \/>\nMan f\u00fchlt sich unwillk\u00fcrlich an den fr\u00fcheren amerikanischen Au\u00dfenminister Morgenthau erinnert, der aus Deutschland nach dem 2. Weltkrieg einen Agrarstaat machen wollte, einen entindustrialisierten Staat.<\/p>\n<p><strong>Nationaler Alleingang schadet<\/strong><br \/>\nSeit dem 1.1.2021 haben wir eine CO2-Bepreisung von 25 Euro pro Tonne. Dies bedeutet, dass der Liter Benzin\/Diesel um ca. 10 Cent teurer geworden ist, wobei man wissen muss, dass der Steueranteil bei Benzin ohnehin bei ca. 85 Prozent jetzt bereits liegt. Nach dem Ur-teil des Bundesverfassungsgerichtes gibt es jetzt einen aktuellen \u00dcberbietungswettbewerb, wie hoch das Ganze steigen muss. Geht es nach den Gr\u00fcnen, soll im \u00fcbern\u00e4chsten Jahr die Tonne mit 60 Euro bepreist werden. Das hei\u00dft, wir diskutieren \u00fcber einen Preisanstieg bei einem Liter Benzin von ca. 30 Cent. Geht es nach Fridays for Future sowie den Gr\u00fcnen soll dies ausgebaut werden bis auf 180 Euro pro Tonne. Das Ergebnis ist, der deutsche Michel zahlt und hat nichts davon. Es geht zu Lasten der Wirtschaft, der Arbeitspl\u00e4tze, des Warentransports, der Preise und der Inflation. Es geht zu Lasten der Pendler. Und es ist ein Unterschied, ob ich im l\u00e4ndlichen Raum wohne oder in der Stadt, wo der \u00d6ffentliche Personennahverkehr vergleichsweise gut ausgebaut ist.<\/p>\n<p><strong>Umweltschutz geht nur global<\/strong><br \/>\nDie Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin hat zu Recht darauf hingewiesen, wenn in Deutschland das Klimaziel 2045 erreicht w\u00fcrde, dass dann der Spielraum f\u00fcr andere EU-L\u00e4nder bis 2050 geschaffen werde, sich mehr Zeit zu nehmen. V\u00f6llig zu Recht hat der entwicklungspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion von CDU und CSU, Volkmar Klein, darauf hingewiesen, dass Klimaschutz nur global gedacht werden kann. Artikel 6 des Pariser Klimaschutzabkommens w\u00fcrde daf\u00fcr einen wirksamen Hebel bieten, wenn auf der internationalen Ebene endlich die konkreten Umsetzungsregeln beschlossen w\u00fcrden. Das w\u00fcrde n\u00e4mlich bedeuten, dass in dem Moment, wo ein anderes Land mit Hilfe deutscher Leistungen seine Emissionen reduziert, dies auf die deutsche Klimabilanz angerechnet wird. Weiter wies er darauf hin, dass mit den gleichen finanziellen Mitteln, die man in Deutschland investieren wolle, ein Vielfaches an CO2-Senkung zu erzielen sei, losgel\u00f6st von der Frage der Bedeutung des CO2, als wenn man dies in Deutschland selbst versuche.<\/p>\n<p>Mit einem eingesetzten Euro in Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4nder k\u00f6nne man f\u00fcr den Schutz des globalen Klimas mehr leisten als hierzulande. Und wie richtig das ist, kann man an Bundesentwicklungsminister Gerd M\u00fcller (CSU) sehen, der darauf hingewiesen hat, dass die Brandrodung im Regenwald jedes Jahr 11 Prozent des weltweiten CO2-Aussto\u00dfes verursache und dass man aus vielerlei Gr\u00fcnden alles daransetzen m\u00fcsse, auf genau diese Brandrodung zu verzichten und dass der Westen bereit sein m\u00fcsse, daf\u00fcr auch Geld zu investieren. Die ETH Z\u00fcrich hat deshalb recht, wenn sie fordert, weltweite Aufforstungsprogramme zu starten, die in der Lage sind, Gigatonnen an CO2 zu binden.<\/p>\n<p><strong>Hurra, wir leben noch!<\/strong><br \/>\nSchaut man sich die Bild-Zeitung vom 23. Februar 2007 an, so titelte sie: \u201eWir haben nur noch 13 Jahre\u2026, \u2026 um die Erde zu retten.\u201c Nach dieser Horrorprognose des Jahres 2007 k\u00f6nnen wir uns ja gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, dass wir das Jahr 2021 erreicht haben. Und wir wollen alles tun, diesen sch\u00f6nen Planeten zu retten. Mit Sinn und Verstand, Vernunft und Fakten. Hysterie, Hektik und Ideologie sind keine guten Ratgeber.&#8220;<br \/>\n.<br \/>\n1.6.2021, Hans-J\u00fcrgen Irmer, MdB (CDU)<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/abgeordnete\/biografien\/I\/520624-520624\">https:\/\/www.bundestag.de\/abgeordnete\/biografien\/I\/520624-520624<\/a><br \/>\n.<br \/>\nDokumentiert u.a. auf:<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/gastbeitrag\/irmer-klimapolitik-grundsatzartikel\/\"><br \/>\nhttps:\/\/www.tichyseinblick.de\/gastbeitrag\/irmer-klimapolitik-grundsatzartikel\/<\/a><\/p>\n<p>.<br \/>\nKommentare:<br \/>\n\u00dcber die Unsicherheiten der Klimamodelle, der geringen Rolle Deutschlands beim CO2 und den Kosten kann man nicht oft genug sprechen. Vielleicht noch \u2013 dass es durchaus monet\u00e4re Interessen am Klimaged\u00f6ns gibt:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.handelszeitung.ch\/invest\/wem-das-gruene-lobbying-am-meisten-nuetzt\">https:\/\/www.handelszeitung.ch\/invest\/wem-das-gruene-lobbying-am-meisten-nuetzt<\/a><br \/>\n1.6.2021, H.M.<br \/>\n.<br \/>\n&#8222;Um die Dimension der deutschen CO2-Hysterie deutlich zu machen, muss man darauf verweisen, dass in den n\u00e4chsten 24 Jahren bis 2045 das, was Deutschland unter hohem Aufwand mit viel Geld einsparen will, genau die Menge ist, die China in sechs Monaten verbraucht. &#8220;<br \/>\nEs geht darum das man glaubt die Vorreiter Rolle zu spielen und das andere Staaten wie USA,China, Indien die angeblich so dolle deutsche Technologie brauchen und daf\u00fcr bezahlen.<br \/>\n1.6.2021, Sch<br \/>\n.<br \/>\nSehr gute, nachvollziehbare und vern\u00fcnftige Ausf\u00fchrungen von Herrn Irmer. Wer die einfachen Grundrechenarten beherrscht, konnte auch schon vorher wissen, dass Deutschland das Klima nicht retten wird, wenn es denn \u00fcberhaupt gerettet werden muss. Alleine der Hinweis auf die Emissionen China macht doch deutlich, dass unser Beitrag, der mit immensen Kosten verbunden ist, dem Klima rein gar nichts helfen kann. Da sind die anderen aufstrebenden Staaten wie Indien noch gar nicht eingerechnet.<br \/>\nLeider wird das seine \u201eChefin\u201c nicht interessieren und das als nicht hilfreich abtun.<br \/>\nBin mal gespannt, ob seine Parteikollegen noch einen Funken Restverstand haben und den Niedergang Deutschlands stoppen. Aber da tendiert meine Hoffnung gegen Null.<br \/>\n1.6.2021, GWR<br \/>\nEnde Kommentare<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eUnser deutscher Alleingang hilft dem Klima nicht\u201c &#8211; dieses Resum\u00e9e zieht der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-J\u00fcrgen Irmer in seinem Offenen Brief zur aktuellen deutschen Klimapolitik. 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