{"id":88172,"date":"2021-02-21T18:53:57","date_gmt":"2021-02-21T17:53:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=88172"},"modified":"2021-02-26T22:00:51","modified_gmt":"2021-02-26T21:00:51","slug":"romeo-und-julia-verbieten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/romeo-und-julia-verbieten\/","title":{"rendered":"Romeo und Julia verbieten"},"content":{"rendered":"<p>Die Trag\u00f6die &#8222;Romeo und Julia&#8220; von William Shakespeare wurde 1597 in London <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/theater\/\">uraufgef\u00fchrt<\/a> und ging im gleichen Jahr in Druck. Warum konnten die Menschen das St\u00fcck \u00fcber 425 Jahre hinweg problemlos<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wir-sind-noch-mehr-buch\/\"> lesen<\/a> und als <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/literatur\/\">Weltliteratur<\/a> achten? Warum meint die heutige Generation der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/hochschulen\/universitaet\/\">Studierenden<\/a>, dies nicht mehr zu k\u00f6nnen?<br \/>\n.<br \/>\n<!--more-->Auch in Finnland beklagen Akademikernachwuchs und Akademikernachwuchsinnen, durch die Lekt\u00fcre von &#8222;Romeo und Julia&#8220; der Darstellung von Streit und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/krise\/gewalt\/linke-gewalt\/\">Gewalt<\/a> ausgesetzt worden zu sein, weshalb die Professoren und Professorinnen der Universit\u00e4t Shakespeare aus der Literaturliste streichen m\u00fcssen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/repression\/\">Wehe<\/a> den <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/hochschulen-freiheit\/\">HochschullehrerInnen<\/a>, die sich diesem <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/krise\/gewalt\/linke-gewalt\/\">linken Diktat<\/a> widersetzen! Gewalt und Streit haben in der linken Utopiewelt der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/gutmenschen\/\">Guten<\/a> keinen Platz. Deshalb geh\u00f6rt <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/sprachregime\/\">Literatur<\/a>, in der Streit vorkommt, prinzipiell verboten. Basta.<br \/>\n.<br \/>\nHat das <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/woke\/\">Woke<\/a>-Bewu\u00dftsein, hinter allem und jedem vermeintliche soziale Ungerechtigkeit, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/diskriminierung\/\">Diskriminierung<\/a>, Unterdr\u00fcckung, Ausgrenzung und gar Rassismus wahrzunehmen, die Studierenden geistig vernebelt?<br \/>\nGlauben die jungen Schneefl\u00f6ckchen in ihrer Verletzlichkeit und Verweichlichung wirklich, da\u00df es keinen Streit auf der Welt mehr geben wird, wenn man keinen Streit mehr in der Literatur zu lesen bekommt?<br \/>\nHaben die linken Woke-Instrumente wie <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/cancelculture\/\">Cancel Culture<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/deplatforming\/\">Deplatforming<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/zensur\/\">Zensur<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/political-correctness\/\">Political Correctness<\/a>, &#8222;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/ideologie\/\">Ideologie<\/a> first&#8220;, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/gesinnungsdiktatur\/\">Gesinnungsdiktatur<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/diskursverweigerung\/\">Diskursverweigerung<\/a> die jungen Leute derart im Griff, da\u00df sie begeistert mitmachen?<\/p>\n<p>W\u00e4re es da nicht logisch, wenn nach Shakespeare bei uns nun auch Goethe und Schiller bald auf die Streichliste kommen? Schlie\u00dflich gibts bei beiden Dichtern ordentlich viel Streit, Auseinandersetzung und Gewalt zu studieren. Dann w\u00e4re doch die Hochschule endlich der links ersehnte diskriminierungsfreier Safespace.<br \/>\n.<br \/>\n&#8222;Es ist an der Zeit&#8220; &#8211; haben Hannes Wader, Konstantin Wecker und Reinhard Mey 2014 gesungen: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SJnmZmy8IEU\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SJnmZmy8IEU<\/a><br \/>\n&#8222;Es ist an der Zeit&#8220;, den Woke-Snowflakes zu widerstehen und weiterhin &#8222;Romeo und Julia&#8220; zu lesen, und sogar Goethe&#8217;s &#8222;Faust&#8220; und &#8222;Die R\u00e4uber&#8220; von Friedrich Schiller. Nicht erst im Rentenalter, sondern als junger Mensch in der Schule oder Uni. Und vielleicht schreibt dann ein junger Studiosus oder eine junge Studiosa ein &#8222;Romeo und Julia&#8220;-Update wie folgt:<br \/>\nDer junge Kronprinz von Saudi-Arabien und die Tochter von Facebook-Chef Zuckerberg haben sich in Obergurgl beim Skifahren kennengelernt und unsterblich ineinander verliebt. Das Liebespaar geht an den Reibereien zwischen Wahamiten und Amerikanern zugrunde. Aber Big SocialMedia und Saudis finden zusammen zur weltumspannenden Win-Win-Kooperation. Ach wie tragisch.<br \/>\n22.2.2021<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Wenn die Nachrichten nicht gefallen<\/strong><br \/>\nAuch in Finnland f\u00fchrt gezielter Meinungsterror zur Einschr\u00e4nkung akademischer und journalistischer Freiheit. &#8230;<br \/>\nDie Techniken einer gezielten Reputationszerst\u00f6rung durch den Einsatz sozialer Medien sind kein Privileg der angels\u00e4chsischen Welt oder Mitteleuropas. Auch Finnland liefert jetzt imposante Beispiele seiner Lernf\u00e4higkeit. Die dortige Wochenzeitschrift \u201eSuomen Kuvalehti\u201c berichtete schon im Dezember von den Sorgen und Qualen der Hochschullehrer an der Theater- und Kunstakademie in Helsinki. Sie seien von Studenten beschuldigt worden, man habe sie durch die Lekt\u00fcre von Shakespeares \u201eRomeo und Julia\u201c unvermittelt der Darstellung von Gewalt ausgesetzt.<br \/>\nAuch h\u00e4tten die Studenten gefordert, die Professoren m\u00fcssten im Nachdenken \u00fcber Kolonialismus und Dekolonialismus geschult werden, damit sich ihres eigenen Eurozentrismus bewusst w\u00fcrden.<br \/>\n&#8230; Alles vom 20.2.2021 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/die-kampagne-gegen-den-finnischen-reporter-pertti-roenkkoe-17206475.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/die-kampagne-gegen-den-finnischen-reporter-pertti-roenkkoe-17206475.html<\/a><br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Die Techniken gezielter Reputationszerst\u00f6rung<\/strong><br \/>\n&#8230; Oder ist das nur die Masche der Marxisten und Poststrukturalisten, alles aus dem \u201eDiskurs\u201d zu verbannen, was nicht nach ihrer marxistischen Utopie aussieht?<br \/>\nMeint man, dass man den Streit aus der Welt schaffen kann, indem man Literatur verbietet, in der es um Streit geht?<br \/>\n&#8230; Alles vom 21.2.2021 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.danisch.de\/blog\/2021\/02\/21\/die-techniken-gezielter-reputationszerstoerung\/\">https:\/\/www.danisch.de\/blog\/2021\/02\/21\/die-techniken-gezielter-reputationszerstoerung\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Trag\u00f6die &#8222;Romeo und Julia&#8220; von William Shakespeare wurde 1597 in London uraufgef\u00fchrt und ging im gleichen Jahr in Druck. 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