{"id":87684,"date":"2021-02-04T20:49:04","date_gmt":"2021-02-04T19:49:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=87684"},"modified":"2021-02-04T20:49:50","modified_gmt":"2021-02-04T19:49:50","slug":"palmer-wir-muessen-auch-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/palmer-wir-muessen-auch-leben\/","title":{"rendered":"Palmer: Wir m\u00fcssen auch leben"},"content":{"rendered":"<p>In Freiburg liegen die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/corona-virus\/\">Inzidenzwerte<\/a> seit 1.2. an oder unter 50, in T\u00fcbingen bereits seit zwei Wochen. T\u00fcbingens OB <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/partei\/gruene\/palmer\/\">Boris Palmer<\/a> (Gr\u00fcne) fordert f\u00fcr seine Stadt <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/corona-virus\/lockdown\/\">\u00d6ffnungspl\u00e4ne<\/a> als Perspektiven, besonders f\u00fcr die Kitas und Grundschulen. Die Verzweiflung w\u00e4chst &#8211; dazu stellt Palmer einen offenen Brief einer ehem. CDU-Stadtr\u00e4tin online.<!--more--> .<\/p>\n<p><strong>Wir m\u00fcssen auch leben<\/strong><br \/>\nBoris Palmer am 1.2.2021, 22:05 Uhr, auf seiner Facebookseite:<br \/>\nGestern wurden noch drei Infektionen mit COVID im Landkreis T\u00fcbingen registriert. Wir sind seit zwei Wochen an oder unter 50. Aber es geht nicht weiter nach unten. Der behauptete Kontrolleffekt der Nachverfolgung ist eben bei diffuser Infektionslage nicht gegeben.<br \/>\nLeute wie Karl Lauterbach fordern, dass wir noch viele Wochen l\u00e4nger im Shutdown verharren m\u00fcssen. Ich halte das f\u00fcr unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig. Denn die Sch\u00e4den der Ma\u00dfnahmen wachsen jetzt auch exponentiell.<br \/>\nGestern stand im (T\u00fcbinger) Tagblatt, dass ein Viertel der Friseure vor der Pleite steht. G\u00e4rtnereien werden bald gezwungen sein, ihre Fr\u00fchjahrpflanzen zu vernichten.<br \/>\nNun erreicht mich dieser bewegende Brief einer fr\u00fcheren Stadtr\u00e4tin der CDU. Die Verzweiflung w\u00e4chst. Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben \u00d6ffnungspl\u00e4ne gemacht. Diese Perspektive brauchen wir.<\/p>\n<p><em>Sehr geehrter Herr Oberb\u00fcrgermeister Palmer,<\/em><br \/>\n<em>Es l\u00e4uft alles aus dem Ruder:<\/em><br \/>\n<em>-vor 2 Jahren durfte man das Wort Weihnachten fast nicht mehr aussprechen. Jetzt in der Pandemie hat es an Wert wiedergewonnen. Der Preis waren weitere Infektionen.<\/em><br \/>\n<em>-wer Geld spart, wird betraft.<\/em><br \/>\n<em>-wer Schulden macht, wird belohnt.<\/em><br \/>\n<em>-Mieter haben mehr Rechte als der Vermieter.<\/em><br \/>\n<em>-der Vermieter muss die Mieteinnahmen mit seinem Steuersatz versteuern. Wenn der Staat darauf verzichten w\u00fcrde, k\u00f6nnte man g\u00fcnstiger vermieten.<\/em><br \/>\n<em>-Deutschland zahlt f\u00fcr insolvente Unternehmen im Inland sowie in der EU.<\/em><br \/>\n<em>Als wenn dies alles nicht genug w\u00e4re. Nein, es kommt noch schlimmer!<br \/>\n<\/em>\u00a0.<br \/>\n<em>Allein durch die Krise muss, wer nicht Namen tr\u00e4gt analog Lufthansa, TUI oder Galeria -Karstadt-Kaufhof und viele mehr. Hier spielt es auch keine Rolle, ob sie dem Klima schaden oder zuvor schon am seidenen Faden hingen, also kurz vor der Pleite standen. Unternehmen, die in Deutschland wenig Steuern zahlen z. B. Rene Benko, Eigent\u00fcmer von Galeria Karstadt Kaufhof, \u00d6sterreicher und Eigent\u00fcmer \/Gesellschafter von Signa Holding (von Trend ermitteltes Verm\u00f6gen ca.3,81 Milliarden Euro) bekommt aktuell 460 Mio. Zuschuss vom deutschen Steuerzahler.<br \/>\n<\/em>\u00a0.<br \/>\n<em>Der Handelsverband findet diese Entscheidung gut, da diese Unternehmen Frequenzbringer f\u00fcr die Innenst\u00e4dte sind. Frequenzbringer, die den kleinen Gesch\u00e4ften schon seit Jahren immer weniger \u00fcbrig lassen. Sollte man nicht dar\u00fcber nachdenken, die Geb\u00e4ude der Frequenzbringer in Wohnraum umzuwandeln? Dann wohnt der Verbraucher, die Frequenz, schon vor Ort. Wohnraum ist doch angeblich knapp. Warum<br \/>\nwird eine Marktbereinigung im oberen Segment nicht zugelassen? Eine Marktbereinigung im unteren Segment spielt f\u00fcr die politischen Entscheidungstr\u00e4ger keine tragende Rolle. Kleine- und mittelgro\u00dfe Einzelh\u00e4ndler, Friseure, Kosmetikstudios, Nagelstudios, Fitnessstudios und Gastronomen sowie Kulturschaffende (K\u00fcnstler \/Musiker usw.) wird kurzer Hand die Lebensgrundlage entzogen und deren s\u00e4mtliche Bestrebungen und Pl\u00e4ne werden zu Nichte gemacht.<br \/>\n<\/em>\u00a0.<br \/>\n<em>Mit uns wird nicht an der Schweizer Goldk\u00fcste am Z\u00fcrichsee verhandelt. Wir werden einfach vor vollendete Tatsachen gestellt und sind hoffnungslos der planlosen Politik ausgesetzt. Wir m\u00fcssen uns auf der Homepage des Landes zurechtfinden, bekommen selten Antworten auf Mails, die an das Ministerium gerichtet werden, bekommen keine Auskunft an der Corona-Hotline und vor allem keine Hilfe. Wir bekommen im Lockdown noch zus\u00e4tzlich Post von der Bundesarbeitsagentur f\u00fcr Arbeit (obwohl die Vorl\u00e4ufigkeit bereits im monatlichen Leistungsantrag steht) mit der klaren Ansage einer Abschlusspr\u00fcfung nach Beendigung der Kurzarbeit, da die bereits geleisteten Zahlungen nur vorl\u00e4ufig sind. Zitat: \u201eWir bitten Sie bereits heute die Unterlagen vorzubereiten\u201c. Was soll das denn? Heute schon vorbereiten?<\/em><br \/>\n<em>Wir wissen doch gar nicht, wann wir wieder \u00f6ffnen d\u00fcrfen, wann wir wieder arbeiten d\u00fcrfen, ob wir \u00fcberhaupt noch einmal \u00f6ffnen k\u00f6nnen oder ob wir vielleicht bis dahin sogar schon insolvent sind. Und selbst wenn alles gut geht kein Betrieb l\u00e4uft dann gleich wieder auf 100 Prozent.<\/em><br \/>\n<em>Die Regierung wei\u00df nicht einmal, wann Ihr angeblich bestellter Impfstoff kommt und wir werden mit solchen Schreiben noch zus\u00e4tzlich unter Druck gesetzt. Es geht nicht darum, dass keine Kontrolle stattfinden soll, aber die Art und Weise ist in Anbetracht der bestehenden Umst\u00e4nde schon sehr befremdlich.<br \/>\n<\/em>\u00a0.<br \/>\n<em>Des Weiteren kann es nicht sein, dass wenn Mischsortimente angeboten werden z.B. Drogeriemarkt M\u00fcller, Aldi\u2026., das gesamte Sortiment verkauft werden darf, wenn der erlaubte Sortimentsanteil 60% betr\u00e4gt. Was f\u00fcr eine Diskriminierung gegen\u00fcber den anderen Gesch\u00e4ften, Parf\u00fcmerien, Spielwarengesch\u00e4ften, Strumpf &#8211; und W\u00e4sche Gesch\u00e4ften. All diese Einzelh\u00e4ndler m\u00fcssen jedoch geschlossen bleiben. Existiert das Virus denn nur dort bei den nun geschlossenen Einzelh\u00e4ndlern? Im \u00dcbrigen sind W\u00e4sche und Strumpfwaren G\u00fcter des t\u00e4glichen Bedarfs, solange sie den Wert des Verbrauchsgutcharakters nicht \u00fcbersteigen.<\/em><br \/>\n<em>Man wird nur von der Politik geh\u00f6rt, wenn man den richtigen Namen tr\u00e4gt oder als NONAME seine Steuern nicht bezahlt. Im letzteren Fall bekommt man sofort einen Bescheid zugestellt.<br \/>\n<\/em>\u00a0.<br \/>\n<em>Ich glaube die Politik hat vergessen, dass gerade wir kleinen NONAMES ein wichtiges Rad mit unseren Betrieben und Mitarbeitern in unserer Gesellschaft darstellen. Denn wir t\u00e4tigen unsere Gesch\u00e4fte mit Leidenschaft und Kreativit\u00e4t und begegnen den Menschen, die uns als Kunden aufsuchen mit emotionaler Intelligenz.<\/em><br \/>\n<em>Es gibt so viele M\u00f6glichkeiten einer sanften \u00d6ffnung in unseren Branchen &#8211; man muss nur willens und flexibel sein. Unsere gew\u00e4hlten Volksvertreter sollten selbst einmal erleben wie schwer der Existenzkampf in dieser harten Zeit ist\u2013 ihr Gehalt kommt p\u00fcnktlich jeden Monat von uns B\u00fcrgern auf Ihr Konto.<\/em><br \/>\n<em>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen, Sabine L\u00fcllich (fr\u00fchere Stadr\u00e4tin der CDU)<br \/>\n<\/em>\u00a0.<br \/>\nBoris Palmer am 1.2.2021, 22:05 Uhr <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/100000886242540\/posts\/4082996841739817\/\">https:\/\/www.facebook.com\/100000886242540\/posts\/4082996841739817\/<\/a><\/p>\n<p>.<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Freiburg seit vier Tagen unter Risikogebiets-Grenzwert \u2013 was nun?<\/strong><br \/>\nMit 44,1 bleibt Freiburg den vierten Tag in Folge unter einer 7-Tage-Inzidenz von 50. OB Martin Horn hat deswegen Fragen an Bund und Land. Lockerungen sind vorerst keine in Sicht.<br \/>\n.. . Alles vom 1.2.2021 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/freiburg-seit-vier-tagen-unter-risikogebiets-grenzwert-was-nun\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/freiburg-seit-vier-tagen-unter-risikogebiets-grenzwert-was-nun<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Freiburg liegen die Inzidenzwerte seit 1.2. an oder unter 50, in T\u00fcbingen bereits seit zwei Wochen. T\u00fcbingens OB Boris Palmer (Gr\u00fcne) fordert f\u00fcr seine Stadt \u00d6ffnungspl\u00e4ne als Perspektiven, besonders f\u00fcr die Kitas und Grundschulen. 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