{"id":8412,"date":"2012-08-03T19:07:47","date_gmt":"2012-08-03T17:07:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=8412"},"modified":"2012-08-04T21:24:38","modified_gmt":"2012-08-04T19:24:38","slug":"leopoldina-naturforscher-bioenergie-leistet-nichts-zur-energiewende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/leopoldina-naturforscher-bioenergie-leistet-nichts-zur-energiewende\/","title":{"rendered":"Leopoldina Naturforscher &#8211; Bioenergie leistet nichts zur Energiewende"},"content":{"rendered":"<p data-rtr-teaser=\"#read\">In der Stellungnahme &#8222;Bioenergie: M\u00f6glichkeiten und Grenzen\u201c kommt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina zu dem Schluss, dass <a title=\"Biomasse\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/biomasse\/\">Bioenergie<\/a> als nachhaltige <a title=\"Energie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/\">Energiequelle<\/a> f\u00fcr Deutschland heute und in Zukunft keinen quantitativ wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten kann. Im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energieressourcen wie der Photovoltaik, der Solarthermie und der Windenergie verbrauche Bioenergie mehr Fl\u00e4che und sei h\u00e4ufig mit h\u00f6heren Treibhausgasemissionen und Umweltbeeintr\u00e4chtigungen verbunden. Zudem konkurriere Bioenergie potenziell mit der Herstellung von Nahrungsmitteln. Vorrang solle der Einsparung von Energie sowie der Verbesserung der Energieeffizienz gegeben werden.<br \/>\n3.8.2012,\u00a0 Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina e.V.,\u00a0Halle an der Saale,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.leopoldina.org\/\">www.leopoldina.org<\/a><!--more--><\/p>\n<p data-rtr-teaser=\"#read\"><strong>Bioenergie nur in bestimten Nischen wie Abfallverwertung einsetzen<\/strong><br \/>\nBioenergie solle deshalb nur in ganz bestimmten Nischen &#8222;begrenzt&#8220; eingesetzt werden, raten die Experten. Dazu geh\u00f6re die gezielte Gewinnung aus Mist, G\u00fclle, Lebensmittelabf\u00e4llen und pflanzlichen Reststoffen in kleinen dezentralen Anlagen. Besonders kritisch sehen die Leopoldina-Forscher Pl\u00e4ne, bis 2020 in der EU fl\u00e4chendeckend zehn Prozent der im Transport- und Verkehrssektor verbrauchten Energie durch Biokraftstoffe abzudecken. Dieses Konzept solle \u00fcberdacht werden, fordern sie.<br \/>\n3.8.2012, mehr auf <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\">www.mdr.de<\/a><\/p>\n<p data-rtr-teaser=\"#read\"><strong>Leopoldina sieht \u00a0Verwendung von Biomasse als Brennstoff sehr kritisch<br \/>\n<\/strong><em>Die Produktion von Bioethanol aus St\u00e4rke oder Zucker<\/em>, die prim\u00e4r als Lebensmittel dienen, ist f\u00fcr Deutschland aufgrund der damit verbundenen Klima relevanten und \u00f6kologischen Folgen nicht zu empfehlen. Gleiches gilt f\u00fcr den Import von Bioethanol, der aus diesen Rohstoffen hergestellt wird. Hingegen ist eine Kombination von Bioethanol- und Biogasproduktion \u2013 bevorzugt aus Rest- und Abfallstoffen \u2013 in kleineren dezentralen Anlagen begrenzt vertretbar, soweit die internen Energiefl\u00fcsse optimal genutzt werden.<br \/>\n<em>Eine Produktion von Bioethanol aus Lignozellulose<\/em> ist nur dann zu empfehlen, wenn im Gesamtprozess (vom Anbau der Biomasse \u00fcber Ernte und Bioenergiekonversion bis hin zur Verbrennung) netto deutlich weniger Treibhausgase emittiert werden, als dies bei der Verbrennung einer Energie\u00e4quivalenten Menge fossiler Brennstoffe der Fall ist. Bei Importen von Biomasse sollten die mit der Produktion von Biomasse im Herkunftsland verbundenen Treibhausgas-Emissionen mit ber\u00fccksichtigt werden. F\u00fcr die Produktion von Biodiesel aus Raps, Sonnenblumen, \u00d6lpalmen oder Sojabohnen gelten die gleichen Empfehlungen.<br \/>\n<em>Die Produktion von Biogas aus landwirtschaftlichen und h\u00e4uslichen Abf\u00e4llen<\/em> sollte, auch unter dem Gesichtspunkt der Entsorgung, weiterentwickelt werden, soweit eine direkte Verbrennung oder Vergasung (Pyrolyse) nicht vorzuziehen ist. Die Abw\u00e4gung zwischen diesen Techniken ist im Wesentlichen abh\u00e4ngig vom Wassergehalt der Abfallmaterialien: Je geringer der Wassergehalt, desto eher empfiehlt sich eine Verbrennung oder Vergasung. Die Produktion von Biogas aus \u201eEnergiepflanzen\u201c sollte nur insoweit erfolgen, als sie dazu beitr\u00e4gt, die Biogasproduktion aus Agrarabf\u00e4llen und den fluktuierenden Energiebedarf zu stabilisieren und zu optimieren.<br \/>\n<em>Biomasse zum Heizen:<\/em> Bisher wurde Biomasse zum gr\u00f6\u00dften Teil f\u00fcr Heizungszwecke (das meiste Holz) und f\u00fcr die Erzeugung von Elektrizit\u00e4t (das meiste Biogas) genutzt. Das ist insofern problematisch als Biokraftstoffe f\u00fcr den Transport langfristig wohl am schwierigsten zu ersetzen sind. Die Umwandlung von Biomasse sollte \u00fcberwiegend auf Biotreibstoffe f\u00fcr Schwerlastwagen, Flugzeuge und Lastschiffe ausgerichtet sein, die wahrscheinlich auch in Zukunft nicht elektrisch betrieben werden k\u00f6nnen. &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Stellungnahme &#8222;Bioenergie: M\u00f6glichkeiten und Grenzen\u201c kommt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina zu dem Schluss, dass Bioenergie als nachhaltige Energiequelle f\u00fcr Deutschland heute und in Zukunft keinen quantitativ wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten kann. Im Vergleich zu anderen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/leopoldina-naturforscher-bioenergie-leistet-nichts-zur-energiewende\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[131,5],"tags":[360,282],"class_list":["post-8412","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-biomasse","category-energie","tag-bio","tag-biogas"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8412","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8412"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8412\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8412"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8412"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8412"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}