{"id":83657,"date":"2020-10-15T13:05:58","date_gmt":"2020-10-15T11:05:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=83657"},"modified":"2020-10-15T16:30:58","modified_gmt":"2020-10-15T14:30:58","slug":"uniklinik-will-puenktliche-zuege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/uniklinik-will-puenktliche-zuege\/","title":{"rendered":"Uniklinik will p\u00fcnktliche Z\u00fcge"},"content":{"rendered":"<p>Das A&amp;O beim <a title=\"OEPNV\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/verkehr\/oepnv\/\">\u00d6PNV<\/a> sind P\u00fcnktlichkeit und Platzangebot &#8211; doch davon ist bei der <a title=\"Breisgau-S-Bahn\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/verkehr\/eisenbahn\/breisgau-s-bahn\/\">Breisgau-S-Bahn<\/a> auch ein Jahr nach Einf\u00fchrung der neuen Wagen <a title=\"\u00d6PNV zunehmend unsicher\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/oepnv-zunehmend-unsicher\/\">nichts zu sp\u00fcren<\/a>. Alles andere wie T\u00fcren-Piep-Piep, Polstersitze und endlose <a title=\"Lautsprecher\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/verkehr\/eisenbahn\/hoellentalbahn\/lautsprecher\/\">Lautsprecherdurchsagen<\/a> ist sekund\u00e4r. Auch ein Jahr nach der Einf\u00fchrung der neuen Bahnen sind <a title=\"Breisgau-S-Bahn Vertrauen weg\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/breisgau-s-bahn-vertrauen-weg\/\">Zugversp\u00e4tungen<\/a> und \u00fcberf\u00fcllte Wagen allt\u00e4gliche Normalit\u00e4t, immer h\u00e4ufiger l\u00e4\u00dft man eine versp\u00e4tete Bahn ganz einfach ausfallen. <!--more-->Der <a title=\"Uniklinik\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/uniklinik\/\">Uniklinik<\/a> als gr\u00f6\u00dftem Arbeitgeber in Freiburg ist nun der Kragen geplatzt und sie fordert die zus\u00e4tzliche Bereitstellung von Bussen. Eine traurige Retourkutsche: Vom Gleis zur\u00fcck zu den \u00fcberf\u00fcllten Strassen, da die Bahn unf\u00e4hig ist, einen geordneten Zugverkehr anzubieten.<br \/>\n.<br \/>\nDer Wohlstand der 83 Mio Bundesb\u00fcrger wird von nur noch 15 Mio Nettosteuerzahlern &#8222;verdient&#8220;, die zum gro\u00dfen Teil per \u00d6PNV zwischen Wohnsitz und Arbeitsplatz pendeln. Diese Nettosteuerzahler, die allein unseren <a title=\"Sozialstaat\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/sozialstaat\/\">Sozialstaat<\/a> aufrecht erhalten, fordern zu Recht einen zuverl\u00e4ssigen \u00d6PNV, doch die Breisgau-S-Bahn ist nicht im Stande oder willens, diesen Verkehr von und nach Freiburg zu gew\u00e4hrleisten. Erschwerend kommt hinzu, da\u00df\u00a0so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Freiburger Uniklinik betroffen sind &#8211; Menschen, die in <a title=\"Corona-Virus\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/corona-virus\/\">Corona<\/a>-Zeiten seit M\u00e4rz 2020 ganz besonders gefordert sind.<br \/>\nDie Bahn weigert sich, statistische Daten zu Unp\u00fcnktlichkeit, Zugausfall bzw. den zugeh\u00f6rigen <a title=\"Lautsprecher\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/verkehr\/eisenbahn\/hoellentalbahn\/lautsprecher\/\">Lautsprecherdurchsagen<\/a> zu ver\u00f6ffentlichen. Dies l\u00e4\u00dft vermuten, da\u00df das wahre Ausma\u00df an Versp\u00e4tungen und Zugausf\u00e4llen durch M\u00e4ngel von Technik und Personal noch weitaus gr\u00f6\u00dfer ist und verschleiert werden soll.<br \/>\n.<br \/>\nWoran liegt&#8217;s?<br \/>\nAm Geld &#8211; auch auf Pump &#8211; wohl nicht, denn der Geld- und Kreditsch\u00f6pfung durch die Bundesbank und neuerdings auch durch die EZB sind keine Grenzen gesetzt.<br \/>\nAm technischen Equipment schon eher.<br \/>\nAm <a title=\"Dummheit\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/dummheit\/\">Unverm\u00f6gen<\/a> des Personals zu Organisation, Bedienung und Wartung von Zug und Gleis allemal.<br \/>\n.<br \/>\nEin armseliger Zustand: Der Nettosteuerzahler, als Arbeitnehmer sowieso B\u00fcrger 2. Klasse, sitzt oder steht in einem hochmodernen Wagen und erf\u00e4hrt vielf\u00e4ltiges <a title=\"Nudging\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/nudging\/\">Nudging<\/a> (Piep-Piep, Blink-Blink, Click-Click, endlose Durchsagen der Lautsprecher) &#8211; aber der Zug f\u00e4hrt ihn versp\u00e4tet zur Arbeit oder einfach gar nicht.<br \/>\nZwei Anmerkungen:<br \/>\n1) Gender:\u00a0Es sind Nettosteuerzahler wie auch Nettozahlerinnen betroffen &#8211; und ebenso Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler.<br \/>\n2) Bahn-Misere all\u00fcberall: Die Unf\u00e4higkeit der Bahnbetreiber, im Raum Freiburg einen geordneten Zugverkehr zu garantieren, zeigt sich nicht nur\u00a0auf den Linien <a title=\"Kaiserstuhl\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/kaiserstuhl\/\">Kaiserstuhl<\/a>-Freiburg und <a title=\"Hochschwarzwald\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/hochschwarzwald\/\">Hochschwarzwald<\/a>-Freiburg, sondern auch\u00a0auf\u00a0<a title=\"Markgraeflerland\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/markgraeflerland\/\">Bad Krozingen<\/a>-Freiburg, Emmendingen-Freiburg wie <a title=\"Elztal\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/tal\/elztal\/\">Elztal<\/a>-Freiburg.<br \/>\n15.10.2020<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Freiburger Uniklinik fordert p\u00fcnktliche Z\u00fcge auf der Breisgau-S-Bahn<\/strong><br \/>\nErneut ist am Dienstagmorgen die Breisgau-S-Bahn von Breisach nach Freiburg \u00fcberf\u00fcllt gewesen. Pendelnde Krankenhausmitarbeiter der Uniklinik in Freiburg sind zunehmend sauer.<br \/>\nWieder ist es am Dienstagmorgen im Pendlerverkehr auf der Breisgau-S-Bahn zu einem Problem gekommen. In Breisach startete um 7.19 Uhr ein Zug mit nur einem statt zwei Wagen. Dieser f\u00fcllte sich bis zum Freiburger Hauptbahnhof so sehr, dass Leute an Gleisen stehen gelassen wurden und sich Fahrg\u00e4ste in die Zwischeng\u00e4nge dr\u00e4ngten. In dem Zug sa\u00dfen auch wieder Pendler, die in einem besonders sensiblen Bereich arbeiten \u2013 n\u00e4mlich an der Uniklinik Freiburg, dem gr\u00f6\u00dften Arbeitgeber der Region. Einige dieser Pendler sind mittlerweile richtig sauer.<br \/>\n&#8222;Ich finde es einfach nicht mehr hinnehmbar, dass auf der einen Seite Sch\u00fcler dick eingepackt ins durchl\u00fcftete, kalte Klassenzimmer sitzen sollen und man bei der Arbeit alles tut, um das Abstandsgebot einzuhalten \u2013 nur um sich danach wieder in die v\u00f6llig \u00fcberf\u00fcllte Bahn zu zw\u00e4ngen&#8220;, sagt Alena Brand, die als Sekret\u00e4rin in der Uniklinik Freiburg arbeitet. Am Dienstagmorgen stieg sie in Breisach in den Zug ein, der aber nur einen statt der \u00fcblichen zwei Wagen umfasste. Brand findet angesichts steigender Corona-Infektionen in der Region, dass eine umfassende Kontaktverfolgung gerade nach Reisen in \u00fcberf\u00fcllten Z\u00fcgen fast nicht m\u00f6glich sei. Sie kritisiert, dass zur Hauptverkehrszeit Z\u00fcge ausfallen oder eine unzureichende Kapazit\u00e4t aufweisen.<br \/>\nFahrg\u00e4ste stehen Schulter an Schulter<br \/>\nIm selben Zug sa\u00df am Dienstagmorgen auch Arzthelferin Katja M\u00fcller, die in der Chirurgie an der Uniklinik arbeitet. &#8222;Wir standen heute Morgen wieder Schulter an Schulter und Gesicht an Gesicht in dem Zug. Das ist richtig \u00fcbel&#8220;, sagt die Bahlingerin. Sie selbst sei Asthmapatientin und mache sich angesichts der Corona-Pandemie Sorgen um ihre eigene Gesundheit. Vor der Modernisierung der Strecke habe sie die Zugausf\u00e4lle im Jahr an einer Hand abz\u00e4hlen k\u00f6nnen, doch mittlerweile komme dies mehrmals die Woche vor. Sabine Haussmann aus Eichstetten arbeitet als Krankenschwester an der Uniklinik und hat mit Corona-Patienten zu tun: &#8222;Ich finde es schlimm, dass in diesen Zeiten nicht mehr Waggons zu Verf\u00fcgung gestellt werden. Dadurch steigt f\u00fcr Pendler die Gefahr einer Corona-Infektion&#8220;, sagt sie gegen\u00fcber der Badischen Zeitung.<br \/>\n&#8222;Als gr\u00f6\u00dfer Arbeitgeber in der Region appellieren wir an die Verantwortlichen der Breisgau-S-Bahn, f\u00fcr p\u00fcnktliche Z\u00fcge zu sorgen, damit unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rechtzeitig zur Arbeit erscheinen k\u00f6nnen. Es w\u00e4re w\u00fcnschenswert, wenn gen\u00fcgend Waggons eingesetzt w\u00fcrden, damit die Reisenden einen Abstand halten k\u00f6nnen&#8220;, sagt der Pressesprecher der Uniklinik, Benjamin Waschow, auf BZ-Anfrage.<br \/>\nBereits Anfang dieses Jahres hatte der Vorstand der Uniklinik die Probleme auf der Bahnstrecke zwischen Schwarzwald und Kaiserstuhl in einem Offenen Brief vehement kritisiert: &#8222;Aufgrund des anhaltenden Problems auf den Bahnstrecken aus dem Schwarzwald und vom Kaiserstuhl kommt es vermehrt zu Engp\u00e4ssen in einzelnen Bereichen und Stationen des Universit\u00e4tsklinikums Freiburg, weil Besch\u00e4ftigte es nicht rechtzeitig zum Schichtbeginn nach Freiburg schaffen. Diese Situation ist f\u00fcr uns nicht hinnehmbar&#8220;, hie\u00df es in dem Brief von damals.<br \/>\nZwar haben sich die Zugausf\u00e4lle im Vergleich zum Januar auf der Strecke der Breisgau-S-Bahn reduziert, doch wie die Erfahrungen der vergangenen Wochen zeigen, fallen weiterhin Z\u00fcge in Teilen oder komplett aus. Das best\u00e4tigt auch der Sprecher der Uniklinik. Zu Beginn des Jahres war die Region Freiburg zudem noch nicht mit der Corona-Pandemie konfrontiert. Werden denn die Pendler, die in diesen \u00fcberf\u00fcllten Z\u00fcgen sitzen, in einer speziellen Weise hinsichtlich einer Corona-Infektion \u00fcberpr\u00fcft, bevor sie ihre Arbeit im Klinikum antreten? &#8222;Nein&#8220;, sagt Waschow.<br \/>\nDie Bahn best\u00e4tigt, dass am Dienstagmorgen nur einer der geplanten zwei Zugteile im Einsatz war und entschuldigte sich erneut. &#8222;Das ist sehr misslich f\u00fcr die Fahrg\u00e4ste und auch f\u00fcr uns schmerzhaft&#8220;, so eine Sprecherin. Dieses Mal war es keine technische St\u00f6rung im Betriebsablauf \u2013 es waren offenbar schlichtweg nicht mehr funktionierende Z\u00fcge vorhanden. &#8222;Mehrere Fahrzeuge haben derzeit M\u00e4ngel und stehen uns nicht zur Verf\u00fcgung&#8220;, sagt die Sprecherin. Man versuche, den Fahrplan mit den vorhandenen Z\u00fcgen aufrechtzuerhalten, was allerdings dazu f\u00fchre, dass manche Z\u00fcge nicht mit der geplanten Kapazit\u00e4t unterwegs sein k\u00f6nnen. &#8222;Wir haben alles im Einsatz, aber das reicht derzeit nicht aus&#8220;, so die Sprecherin. Als Reaktion auf die Probleme am Dienstag will die Bahn jetzt zus\u00e4tzliche Busverbindungen anbieten.<br \/>\nBusse statt Z\u00fcge: Ab Mittwoch setzt die Bahn um 7.10 Uhr einen Direktbus von Eichstetten nach Freiburg (\u00fcber Bissier-Stra\u00dfe und Robert-Kochstra\u00dfe) ein. Der Bus um 7.15 Uhr ab B\u00f6tzingen nach Gottenheim (dort Umstieg in die S-Bahn) wird ab Mittwoch bis zum Freiburger Hauptbahnhof verl\u00e4ngert.<br \/>\n&#8230; Alles vom 13.10.2020 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/freiburger-uniklinik-fordert-puenktliche-zuege-auf-der-breisgau-s-bahn--196891536.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/freiburger-uniklinik-fordert-puenktliche-zuege-auf-der-breisgau-s-bahn&#8211;196891536.html<\/a><br \/>\n.<br \/>\nKommentare:<br \/>\n<strong>Auf der Breisgau-S-Bahn scheint alles auf Kante gen\u00e4ht worden zu sein:<\/strong><br \/>\nOb Personal, Z\u00fcge oder Strecke. Mir ist nicht klar, wie die Bahn es im November schaffen will, das urspr\u00fcngliche Konzept wieder einzuf\u00fchren und gleichzeitig die Zuverl\u00e4ssigkeit gew\u00e4hrleisten zu k\u00f6nnen. Wahrscheinlich wird das einfach abgeblasen. Schade, weil die Voraussetzungen ja eigentlich gut sind, viele Menschen, die S-Bahn fahren wollen und z.B. Platz in Breisach, um einen Reservezug abstellen zu k\u00f6nnen. Wenn dann noch die SC-Fans ab Hauptbahnhof zum Stadion fahren wollen, wird das ganze System zusammenklappen.<br \/>\n13.10.2020, V.H.BZO<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Was f\u00e4llt \u00f6fter aus, Energieversorgung oder Nahverkehrsversorgung?<\/strong><br \/>\nNur so ein Gedanke: Was macht die Uniklinik z.B. falls die \u00f6ffentliche Energieversorgung ausf\u00e4llt? Richtig, diese versorgt sich selbst. Und was macht die Uniklinik wenn die \u00f6ffentliche Nahverkehrsversorgung ausf\u00e4llt? Sie beschwehrt sich beim Versorger.<br \/>\nWas f\u00e4llt nun \u00f6fter aus? Die \u00f6ffentliche Energieversorgung oder der \u00f6ffentliche Nahverkehr? Und was w\u00e4re bzgl. Pandemie und der eigenen Mitarbeiter evtll. von Vorteil? Denk mal&#8230;..!<br \/>\n13.10.2020, J.M.<br \/>\nEnde der Kommentare<\/p>\n<p><strong>Zugausf\u00e4lle in der Region: So geht es nicht weiter<\/strong><br \/>\nAuf der Strecke Breisach-Freiburg (und Freiburg-Titisee) fallen regelm\u00e4\u00dfig Z\u00fcge aus, was zu teils chaotischen Szenen in den Waggons f\u00fchrt. Es wird Zeit, dass endlich ein schl\u00fcssiges Konzept erarbeitet wird.<br \/>\nAm Dienstag dieser Woche hat das Land Baden-W\u00fcrttemberg aufgrund steigender Infektionszahlen die Kontrollen der Corona-Regeln versch\u00e4rft. Die zweite Stufe eines dreiteiligen Warnsystems wurde ausgerufen. Damit will die Landesregierung den Menschen deutlich machen, dass die Situation ernst ist. Ein starker Anstieg der Zahl der mit dem heimt\u00fcckischen Virus Infizierten soll auf jeden Fall verhindert werden.<br \/>\nAm Dienstagmorgen, auch in dieser Woche, standen \u00fcber 100 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler gegen 7.30 Uhr am Oberrotweiler Bahnhof. Sie warteten auf den Zug der SWEG, der normalerweise mit drei Waggons nach Breisach f\u00e4hrt. Aufgrund einer kurzfristigen technischen St\u00f6rung kam aber nur ein Waggon in Oberrotweil an und dieser war bereits so gut wie voll.<br \/>\nEs folgte, was in Corona-Zeiten eigentlich unbedingt vermieden werden sollte: Gedr\u00e4nge beim Einstieg und nicht einmal zehn bis 20 Zentimeter Abstand zwischen den Fahrg\u00e4sten auf dem Weg nach Breisach.<br \/>\nV\u00f6llig zu Recht \u00e4rgerten sich Sch\u00fcler und Eltern und beschwerten sich bei der SWEG. Doch nicht nur bei dem in Lahr ans\u00e4ssigen Unternehmen kommt es immer wieder einmal zu St\u00f6rungen. Wer auf der Strecke Breisach-Freiburg t\u00e4glich mit dem Zug unterwegs ist, wei\u00df davon ein Lied zu singen. Dort fallen in der Regel noch mehr Z\u00fcge aus, was zu teils chaotischen Szenen in den Waggons f\u00fchrt.<br \/>\nNat\u00fcrlich kann man jetzt dem Land vorwerfen, dass es in den vergangenen Jahren zu wenig Z\u00fcge bestellt hat, und den Zugherstellern, dass sie die Lieferfristen nicht eingehalten haben. Viel wichtiger w\u00e4re jedoch ein sofortiger Ma\u00dfnahmenkatalog, der schnell konkrete Hilfe verspricht. Darin k\u00f6nnte zum Beispiel stehen, dass Deutsche Bahn und SWEG verpflichtet werden, bei Ausf\u00e4llen von ganzen Z\u00fcgen oder Waggons sofort die Fahrg\u00e4ste zu informieren. Sinnvoll w\u00e4re au\u00dferdem, Ersatzbusse bereit zu halten, um schnell reagieren zu k\u00f6nnen. Nachdenken sollten die Verantwortlichen in Corona-Zeiten auch \u00fcber eine H\u00f6chstzahl von Fahrg\u00e4sten in einem Waggon. Es wird Zeit, dass endlich ein schl\u00fcssiges Konzept f\u00fcr Zugausf\u00e4lle in der Region erarbeitet wird, bei dem die Gesundheit der Fahrg\u00e4ste an erster Stelle steht. Denn so kann es nicht weitergehen.<br \/>\n11.10.2020, <a href=\"mailto:zink@badische-zeitung.de\">zink@badische-zeitung.de<\/a><\/p>\n<p>Kommentare:<br \/>\n<strong>Auf der Rheintalbahn wurden auch wichtige Z\u00fcge im Berufsverkehr morgens gestrichen,<\/strong><br \/>\nder Zug um 6.35 (Ebringen &#8211; Freiburg). Der Bus ist \u00fcberhaupt keine Alternative (25 Minuten) und in Coronazeiten eine absolute Zumutung dazu. Auch sind immer wieder Personen ohne Maske im Bus bzw. tragen die Maske nicht richtig (Nase frei oder Maske h\u00e4ngt \u00fcber dem Kinn). Es wird \u00fcberhaupt nichts gesagt vom Busfahrer oder kontrolliert. Eine Zumutung f\u00fcr alle anderen Personen im Bus, die arbeiten m\u00fcssen. Die Gesundheit von uns Menschen interessiert doch niemand von der Bahn.<br \/>\n11.10.2020, S.B.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>13 Z\u00fcge der Breisgau-S-Bahn sind seit Montag ganz oder zum Teil ausgefallen<\/strong><br \/>\nKonkret waren es am Montag acht Teilausf\u00e4lle und am Mittwoch f\u00fcnf komplette Ausf\u00e4lle, wie eine Bahnsprecherin mitteilt. Am Dienstag seien die Z\u00fcge p\u00fcnktlich unterwegs gewesen. T\u00e4glich gebe es auf den Strecken der Breisgau- S-Bahn 312 Zugfahrten. Betroffen waren diese Woche insbesondere Verbindungen am Kaiserstuhl. Da sich dort die Ausf\u00e4lle in den Morgenstunden ereigneten, waren besonders viele Pendler und Sch\u00fcler betroffen. Der Amtschef im Landesministerium f\u00fcr Verkehr Uwe Lahl wiederholte angesichts der Zugausf\u00e4lle seine Forderungen: &#8222;Der Hersteller Alstom muss die Probleme mit den Kuppelvorg\u00e4ngen nun l\u00f6sen. Zudem m\u00fcssen die Triebfahrzeugf\u00fchrer geschult werden, dass so etwas nicht mehr vorkommt. Das Ministerium hat die Situation im Blick. Die Deutsche Bahn ist nun in der Pflicht.&#8220; &#8230; Alles vom 1.10.2020 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/13-zuege-der-breisgau-s-bahn-sind-seit-montag-ganz-oder-zum-teil-ausgefallen--195730791.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/13-zuege-der-breisgau-s-bahn-sind-seit-montag-ganz-oder-zum-teil-ausgefallen&#8211;195730791.html<br \/>\n<\/a>\u00a0.<br \/>\nKommentar:<br \/>\n<strong>&#8230; Bahn setzt auf eine derartig wuchernde Vielfalt des Rollmaterials<\/strong><br \/>\nDem Laien erschlie\u00dft sich einfach nicht, weshalb die Schienenverkehrsunternehmen und die Hersteller auf eine derartig wuchernde Vielfalt des Rollmaterials setzen. Es ist inzwischen der Standard, dass jede Angebotsverbesserung, jeder Ausbau und jede Taktverdichtung mit der Neubestellung von Fahrzeugen einhergeht. Diese Fahrzeuge sind meinem Eindruck nach immer fast komplette Neuentwicklungen, deren Kinderkrankheiten dann im laufenden Betrieb geheilt werden. Das f\u00fcr Au\u00dfenstehende Frustrierende an diesem System ist, dass die Beseitigung dieser Kinderkrankheiten keinen Einfluss auf zuk\u00fcnftige Angebotsverbesserungen hat, denn auch bei diesen wird dann wieder auf eine Neubeschaffung g\u00e4nzlich neuartiger Fahrzeuge gesetzt, und das Spiel beginnt von vorn.<br \/>\nGeht man einige Jahrzehnte zur\u00fcck, zeigt sich eine andere Herangehensweise: Ziel war in den 50er, 60er, 70er und 80er Jahren die Entwicklung von Rollmaterial das langfristig produziert, verbessert und genutzt werden konnte. Die n-W\u00e4gen (&#8222;Silberlinge&#8220;), von denen fast 25 Jahre lang \u00fcber 5000 St\u00fcck gebaut wurden sind auch heute noch auf den Strecken der DB anzutreffen. Diese robusten W\u00e4gen wurden \u00fcber die Jahre immer weiter verbessert. \u00c4hnlich sieht es dann in den 70ern, 80ern und 90ern aus, als viele S-Bahn-Systeme in Deutschland (z.B. Stuttgart und M\u00fcnchen) ausschlie\u00dflich die Baureihe 420 nutzten, die fast 30 Jahre lang gebaut und verbessert wurde und genauso wie die Siberlinge einfach grundrobust und Kinderkrankheiten lange entwachsen war. Selbst beim Blick auf die VAG zeigt sich ein \u00e4hnliches Bild: hier wurden \u00fcber Jahrzehnte einfach GT-8 Serien nachbestellt, immer mit kleineren \u00c4nderungen, aber auf bew\u00e4hrter Technik aufbauend. Die Anschaffung einer v\u00f6lligen Neuentwicklung Ende der 90er f\u00fchrte dann zum bekannten Combino-Desaster.<br \/>\nMan bekommt den Eindruck, dass die Industrie gutes Geld damit verdient, bei jedem neuen Kundenwunsch einfach eine komplett neue Baureihe zu entwickeln. Die volkswirtschaftlichen Kosten dieser redundanten Neuentwicklungen und den daraus resultierenden jahrelangen und nicht enden wollenden Kinderkrankheiten d\u00fcrften erheblich sein. Auch das Personal muss vermutlich f\u00fcr jeden Fahrzeugtyp neu geschult werden, f\u00fcr die Wartung m\u00fcssen spezielle Werkzeuge, Werkst\u00e4tten und Abl\u00e4ufe eingerichtet werden.<br \/>\nSpezialw\u00fcnsche wie abweichende T\u00fcrendichten, Platz f\u00fcr Fahrr\u00e4der oder eine komplett andere Innenraumgestaltung sollten doch m\u00f6glich sein, ohne das komplette Fahrzeug samt Antriebstechnik und Software neu entwickeln zu m\u00fcssen. Selbst die Sprintst\u00e4rke eines Fahrzeuges muss doch in einem gewissen Ma\u00df aus Laiensicht durch ein Auswechseln des Antriebs anzupassen sein. Es w\u00e4re f\u00fcr die Fahrg\u00e4ste, die Verkehrspolitik und vor allem auch die Betreiber enorm w\u00fcnschenswert wenn man beim Bau oder der Elektrifizierung einer neuen Strecke einfach auf zuverl\u00e4ssiges Rollmaterial zur\u00fcckgreifen kann, dass sich im Einsatz bew\u00e4hrt hat und um Zweifelsfall auch ausgetauscht oder je nach Anforderung anderswo eingesetzt werden kann.<br \/>\nAuch die Probleme mit der automatischen Kupplung frustrieren ungemein. Wenn man z.B. einmal auf der Insel R\u00fcgen unterwegs war, wo mit dem Rasenden Roland Dampfz\u00fcge sehr zuverl\u00e4ssig im Taktverkehr auf eingleisen Strecken eingesetzt werden, w\u00fcnscht man sich die alten Eisenbahnerzeiten sehnlichst zur\u00fcck. Das An- und Abkuppeln von W\u00e4gen und Loks findet hier in k\u00fcrzester Zeit (1-2 Minuten) und vor allem zuverl\u00e4ssig manuell statt. Die Kupplungen sind mit zwei Schraubverbindungen derart simpel aufgebaut, dass ein Fehlschlagen des Vorgangs einfach nicht m\u00f6glich erscheint. Klemmt mal etwas, hilft ein Schlag mit einem auf der Lok bereitliegenden Hammer. Das Problem des schnellen und zuverl\u00e4ssigen Zusammenkuppelns von Schienenfahrzeugen scheint also bereits vor 150 Jahren gel\u00f6st worden zu sein. Weshalb es Anfang des 21. Jahrhunderts eine derart komplizierte Aufgabe geworden ist an dem multinationale Hersteller und Eisenbahnunternehmen kl\u00e4glich und wiederholt scheitern, erschlie\u00dft sich dem Laien nicht unmittelbar.<br \/>\n1.10.2020, Thomas Sperber<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das A&amp;O beim \u00d6PNV sind P\u00fcnktlichkeit und Platzangebot &#8211; doch davon ist bei der Breisgau-S-Bahn auch ein Jahr nach Einf\u00fchrung der neuen Wagen nichts zu sp\u00fcren. Alles andere wie T\u00fcren-Piep-Piep, Polstersitze und endlose Lautsprecherdurchsagen ist sekund\u00e4r. 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