{"id":82713,"date":"2020-08-08T22:22:35","date_gmt":"2020-08-08T20:22:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=82713"},"modified":"2020-08-24T12:24:22","modified_gmt":"2020-08-24T10:24:22","slug":"target-saldo-eu-1-billion-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/target-saldo-eu-1-billion-euro\/","title":{"rendered":"Target-Saldo EU: 1 Billion Euro"},"content":{"rendered":"<p>Die Bundesbank teilt heute mit, dass der <a title=\"Target\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/target\/\">Target2-Saldo<\/a> in ihrer Bilanz per Ende Juli 2020 erstmals \u00fcber <a title=\"976 Mrd \u20ac Target-Forderungen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/976-mrd-e-target-forderungen\/\">eine Billion Euro<\/a> betrug. Deutschland hat Waren und Dienstleistungen im Wert von \u00fcber einer Billion Euro &#8211; genauer: 1.019 Mrd Euro bzw. 1.019.000.000.000 Mrd Euro &#8211; in <a title=\"EU-Banken\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-banken\/\">EU-S\u00fcdl\u00e4nder<\/a> exportiert, die von den Importeuren in Italien, Spanien, Griechenland, &#8230; nicht direkt bezahlt werden mussten, <!--more-->sondern sich durch Anschreiben auf das <a title=\"EU-Solidarit\u00e4t: Bonds \u2013 Target\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/eu-solidaritaet-bonds-target\/\">Target-Konto<\/a> bei <a title=\"EZB\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/ezb\/\">EZB<\/a> bzw. Bundesbank begleichen lie\u00dfen. In der Bilanz der Deutschen Bundesbank haben sich also \u00fcber 1.019 Mrd Euro an <a title=\"Target-Schulden und Migration\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/target-schulden-und-migration\/\">Target-Forderungen<\/a> angeh\u00e4uft, f\u00fcr die die deutschen Steuerzahler haften.<br \/>\n.<br \/>\nDeutschlands wohl renommiertester Volkswirtschaftler <a title=\"Sinn\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/sinn\/\">Prof Hans-Werner Sinn<\/a> dr\u00fcckt dies so aus: &#8222;So ist Deutschland zu einem Selbstbedienungsladen geworden, in dem man nach Belieben anschreiben lassen kann, ohne dass der Ladeninhaber seine Forderungen f\u00e4llig stellen kann. Die Attraktivit\u00e4t des <a title=\"Target-Forderungen \u2013 Tickende Zeitbombe f\u00fcr deutsche Sparer?\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/target-forderungen-tickende-zeitbombe-fur-deutsche-sparer\/\">Kaufs auf Pump<\/a> war so gro\u00df &#8230;&#8220; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/976-mrd-e-target-forderungen\/\">https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/976-mrd-e-target-forderungen\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\nDeutschland verschenkt seine <a title=\"Export\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/export\/\">Exportprodukte<\/a> an EU-S\u00fcdl\u00e4nder, damit deren Volkswirtschaften nicht kollabieren. Da sich diese Target-Salden nur durch Exportieren der S\u00fcdl\u00e4nder abbauen lassen &#8211; was niemals geschehen wird -, sind die Billion Euro im Krisenfall abzuschreiben, also verloren. Dazu nochmals <a title=\"Hans-Werner Sinn \u2013 Wahrheit\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/hans-werner-sinn-wahrheit\/\">Prof Sinn<\/a> in seinem neuen Buch &#8222;Der Corona-Schock&#8220; (Herder Verlag Freiburg, 2020) auf Seite 108: <em>&#8222;am offenkundigsten ist das Risiko im Falle eines Zusammenbruchs des <a title=\"Euro\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/euro\/\">Euro<\/a>. Da nichts geregelt ist und einige Stimmen, auch solche aus Deutschland, dieTarget-Forderungen wiederholt als belanglose Verrechnungssalden dargestellt haben, <strong>wird die Bundesbank in einem solchen Fall vermutlich ihre gesamten Target-Forderungen von einer Billion Euro verlieren.<\/strong><\/em>&#8220;<br \/>\n.<br \/>\nAls im Zuge des Corona-Wiederaufbaubaufonds von 500 bzw. 750 Mrd Euro <a title=\"EU-Solidarit\u00e4t: Bonds \u2013 Target\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/eu-solidaritaet-bonds-target\/\">Deutschlands Solidarit\u00e4t<\/a> fast schon ultimativ eingefordert wurde, verschwieg Bundeskanzlerin Angela Merkel, da\u00df sich Deutschland \u00fcber die Bundesbank bereits mit einer Billion Euro an Target-\u00dcberziehungskrediten solidarisch mit der EU gezeigt habe. <a title=\"976 Mrd \u20ac Target-Forderungen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/976-mrd-e-target-forderungen\/\">Dazu Prof Hans-Werner Sinn<\/a>: &#8222;Die Bundesregierung kann den Target-Kredit der Bundesbank beim europ\u00e4ischen Verhandlungspoker heute nicht \u00f6ffentlich in die Waagschale werfen, weil sie ihn seit Jahren unter den Tisch kehrt, um nicht in Erkl\u00e4rungsnot gegen\u00fcber der \u00d6ffentlichkeit zu geraten.&#8220; Die B\u00fcrger wurden also von der Regierung, von EU-Kommissionspr\u00e4sidentin von der Leyen und den Medien bewu\u00dft get\u00e4uscht.<br \/>\nNochmals: Es geht um einen von der deutschen Gesellschaft m\u00fchsam erwirtschafteten Betrag in H\u00f6he von schier unvorstellbaren 1.019.000.000.000 Mrd Euro, der von Politik wie Medien <a title=\"Schweigen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/schweigen\/\">verschwiegen<\/a> wird bzw. nicht diskutiert werden darf.<\/p>\n<p><strong>Target an einem Beispiel erkl\u00e4rt (mehr dazu <a title=\"Target\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/target\/\">hier<\/a>)<\/strong><br \/>\nDer spanische Importeur einer deutschen Maschine aus Reutlingen \u00fcberweist den Kaufpreis 1) an seine Hausbank in Sevilla, die die Zahlung an die spanische Notenbank nach Madrid weitergibt. Fr\u00fcher h\u00e4tte Madrid das Geld an die Deutsche Notenbank in Frankfurt \u00fcberwiesen, heute jedoch flie\u00dft kein Geld mehr zur\u00fcck ins exportierende Land, da die Madrider Notenbank 2) den Geldbetrag einfach auf dem Target-Konto anschreiben l\u00e4\u00dft. Abschlie\u00dfend \u00fcberweist die Zentralbank in Frankfurt die Target-Kontobelastung an die Hausbank des Herstellers der Maschine in Reutlingen.<br \/>\nAuf diese Weise rechnen private Banken \u00fcber ihre jeweilige nationale Notenbank grenz\u00fcberschreitende Transaktionen \u00fcber das Target-Zahlungssystem ab, im Schnitt t\u00e4glich 2,5 Millionen Euro.<br \/>\nZu den obigen Anmerkungen: Nat\u00fcrlich erh\u00e4lt der spanische Importeur von seiner Hausbank einen g\u00fcnstigen Kredit, um den Kaufpreis 1) zu finanzieren. Denn schlie\u00dflich ist die Madrider Notenbank 2) liquide, da \u00fcber Target der Kredit zu 100% abgesichert ist.<br \/>\n.<br \/>\nUrspr\u00fcnglich wurde Target in der EU installiert als Instrument, um zwischenzeitliche Ungleichgewichte im Aussenhandel Export-Import kurzfristig auszugleichen. Durch die abnehmende Konkurrenzf\u00e4higkeit der EU-S\u00fcdstaaten nahmen die deutschen Export\u00fcbersch\u00fcsse in diese L\u00e4nder zu und Target wurde ungleichgewichtig.<br \/>\nDass die S\u00fcdl\u00e4nder hiervon profitieren, kann man ihnen nicht vorwerfen.<br \/>\nDass die deutschen Regierungen unter Angela Merkel mitsamt den hoff\u00e4hrigen Medien ihren B\u00fcrgern die immensen Risiken und Lasten von Target verheimlichen, mu\u00df man der Groko sehr wohl vorwerfen. Hasst die Kanzlerin ihr eigenes Land?<br \/>\n9.8.2020<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><a title=\"EU-Transferunion\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-transferunion\/\">Sinn: Der EU-Wiederaufbaufonds f\u00fchrt zum Verlust der Wettbewerbsf\u00e4higkeit<\/a>\u00a0(23.8.2020)<\/p>\n<p>.<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Target-2-Saldo der Bundesbank erstmals \u00fcber 1 Billion<\/strong><br \/>\n\u201cDer Target-Saldo ist zwar nur ein SYMPTOM des zu Lasten Deutschlands fehlkonstruierten Euros \u2013 allerdings eines der teuersten. Schon seit 2007 finanziert Deutschland nun \u00fcber den als Kreditvehikel f\u00fcr EU-S\u00fcdland missbrauchten Target-Mechanismus weite Teile seiner Exporte in die Eurozone selbst. Volkswirtschaftlich gesehen wird also ein gro\u00dfer Teil unserer Exportprodukte verschenkt.<br \/>\nDer so entstehende Schaden ist nun erstmals 13-stellig. W\u00fcrde die Bundesbank ihre Target-Forderungen zu aktuellen Kursen in Gold tauschen (was sie noch bis 1967 faktisch getan hat), k\u00f6nnte sie daf\u00fcr sogar zu den heutigen hohen Goldpreisen \u00fcber 18.000 Tonnen kaufen (aktuell h\u00e4lt sie gut 3350 Tonnen)\u2026!<br \/>\n.<br \/>\nNeben den Handelsbilanz\u00fcbersch\u00fcssen Deutschlands gegen\u00fcber Italien, Spanien und Griechenland sind es vor allem Kapitalfluchtbewegungen aus den Euro-S\u00fcdl\u00e4ndern sowie die u.E. nach verfassungswidrigen Anleihek\u00e4ufe im Zuge des \u2018Corona\u2019-Programms PEPP der EZB, die zum schnellen Aufwachsen des Target-Saldos beitragen. All dies zeigt, dass die auseinanderstrebende Euro-Zone seit der seit 2010 anhaltenden Euro-Krise nur noch durch planwirtschaftliche Ma\u00dfnahmen der EZB (v.a. Anleihek\u00e4ufe von ohne EZB nicht mehr kreditf\u00e4higen Staaten) zusammenzuhalten ist, was die M\u00e4rkte aber aktuell nicht mehr mit Vertrauen in die (illegale) Transfergemeinschaft Euro honorieren, sondern was genau den gegenteiligen Effekt bewirkt.<br \/>\nObwohl die direkte Gegenpartei der Bundesbank bei Target-Verrechnungen die EZB ist, wird diese Billion niemals mehr werthaltig an Deutschland zur\u00fcckflie\u00dfen: Die indirekten Schuldnerl\u00e4nder des Mittelmeerraums sind innerhalb des Euros mangels realwirtschaftlicher Wettbewerbsf\u00e4higkeit nicht zu einem Ausgleich von einer Billion Euro in der Lage. Die EZB wird im Falle der Aufl\u00f6sung des Euros oder des Ausscheidens eines dieser S\u00fcdl\u00e4nder die deutsche Billionen-Forderung darum nur mehr aus dem Nichts drucken k\u00f6nnen und sie dann in massiv abgewerteten oder gar wertlosen Euros zur\u00fcckzahlen.<br \/>\nWenn es eines Tages wirklich zu rapidem Vertrauensverlust in die Euro-Zone kommt, kann der unlimitierte, derzeit unverzinste, nicht besicherte und niemals f\u00e4llig stellbare Target-Kreditmechanismus der Bundesbank in wenigen TAGEN um weitere Billionen ansteigen.<br \/>\nEin Euro-Ende bedeutete dann die entsprechende Vollabschreibung dieser Billionen.<br \/>\n.<br \/>\nSeit 2011 leugnen Bundesbank, Bundesregierung und System\u00f6konomen mit haneb\u00fcchenen Argumenten dieses Risiko. Die M\u00e4rkte sehen es anders und glauben der z.T. absurden Argumentation nicht mehr. Die Target-Fallh\u00f6he liegt nun bereits in der Gr\u00f6\u00dfenordnung mehrerer Bundeshaushalte! Eine entsprechende Abschreibung der Bundesbank w\u00fcrde zu deren sofortiger Insolvenz f\u00fchren \u2013 es sei denn, die Bundesregierung rekapitalisierte diese mit den Steuereinnahmen mehrerer Jahre \u2013 also mit Steuereinnahmen aus Millionen Mannjahren deutscher Arbeit.&#8220;<br \/>\n&#8230; Alles vom 8.8.2020 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.pboehringer.de\/target-2-saldo-der-bundesbank-erstmals-ueber-1-billion-euro-euro-exit-deutschlands-jetzt\/\">https:\/\/www.pboehringer.de\/target-2-saldo-der-bundesbank-erstmals-ueber-1-billion-euro-euro-exit-deutschlands-jetzt\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bundesbank teilt heute mit, dass der Target2-Saldo in ihrer Bilanz per Ende Juli 2020 erstmals \u00fcber eine Billion Euro betrug. 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