{"id":82134,"date":"2020-07-15T10:20:14","date_gmt":"2020-07-15T08:20:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=82134"},"modified":"2020-07-15T10:20:14","modified_gmt":"2020-07-15T08:20:14","slug":"handwerksbetriebe-nachfolger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/handwerksbetriebe-nachfolger\/","title":{"rendered":"Handwerksbetriebe Nachfolger"},"content":{"rendered":"<p><a title=\"Handwerk\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/handwerk\/\">Handwerksbetriebe<\/a>, kleine Dienstleister, <a title=\"Mittelstand\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/mittelstand\/\">Selbst\u00e4ndige<\/a> sind von <a title=\"Corona-Virus\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/corona-virus\/\">Corona<\/a> und <a title=\"Rezession\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/rezession\/\">Rezession<\/a> stark betroffen. Sie tragen das unternehmerische Risiko. Nicht so all die <a title=\"Anywheres\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/gesellschaft\/anywheres\/\">Anywheres<\/a>, die von den \u00f6ffentlichen H\u00e4nden, Kirchen und den zahlreichen vom Staat gepamperten <a title=\"NGO\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/ngo\/\">NGO&#8217;s<\/a> bezahlt werden. Dazu kommt die bei\u00a0immer mehr\u00a0<a title=\"Handwerkskammer\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/handwerk\/handwerkskammer\/\">Handwerksbetrieben<\/a> ungel\u00f6ste <a title=\"Generationenvertrag\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/generationenvertrag\/\">Nachfolgefrage<\/a>. <!--more-->.<br \/>\nWoran liegt der fehlende Mut, den Schritt in die Selbst\u00e4ndigkeit zu wagen, begr\u00fcndet? Zum einen an der ausufernden <a title=\"Buerokratie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/buerokratie\/\">B\u00fcrokratie<\/a>. Kein neues Gesetz, keine neue Verordnung ohne zus\u00e4tzliche Formbl\u00e4tter. Ein <a title=\"AltesHandwerk\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/handwerk\/alteshandwerk\/\">Meister<\/a>, Arzt bzw. Chef verbringt 1\/3 der Arbeitszeit am PC mit B\u00fcrokratismus &#8211; wenn es denn reicht.<br \/>\nZum anderen an der abnehmenden Bereitschaft der Jungen, neben der unternehmerischen Freiheit auch <a title=\"Verantwortung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/verantwortung\/\">Verantwortung<\/a> zu \u00fcbernehmen. Entsprechendes gilt im Bildungswesen: Es gibt Regionen, da ist jede zweite Stelle als Rektorin bzw. Rektor einer <a title=\"Schulen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/schulen\/\">Schule<\/a> unbesetzt, seit langem schon &#8211; trotz Erh\u00f6hung der Gehaltszulagen, trotz g\u00fcnstiger Dienstwohnung. Lehrer wie Handwerker scheuen das Tragen von Verantwortung. Liegt es auch daran, da\u00df Eltern wie Kunden heute viel schneller den Rechtsweg bestreiten? In dieser Beziehung w\u00e4re der Lehrer im Vorteil, denn im Hintergrund wartet ja die Staatshaftung. Wohingegen der Handwerker voll in der Verantwortung steht.<br \/>\n15,7,2020<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Das Handwerk ist \u00fcberaltert<\/strong><br \/>\nKnapp ein Drittel aller Handwerksbetriebe in Freiburg wird sich in den kommenden Jahren Gedanken um eine Nachfolgeregelung machen m\u00fcssen, weil die Besitzer das Rentenalter erreichen. Allerdings wollen zu wenige junge Handwerker den Schritt in die Selbst\u00e4ndigkeit wagen. Vor allem der b\u00fcrokratische Aufwand schreckt potentielle Nachfolger ab. Einen eigenen Betrieb zu haben, galt einmal als Inbegriff eines selbst\u00e4ndigen Arbeitens. Der Selbst\u00e4ndige k\u00f6nne frei arbeiten, w\u00e4hrend der Angestellte an die Vorgaben des Chefs gebunden ist \u2013 &#8222;dieser Freiheitsgedanke hat sich heute gewandelt&#8220;, sagt Handirk von Ungern-Sternberg, Mitglied der Gesch\u00e4ftsleitung in der Handwerkskammer Freiburg.<br \/>\nW\u00e4hrend die Selbst\u00e4ndigkeit heute eher negativ besetzt ist, lockt das Angestelltenverh\u00e4ltnis mit geregelten Arbeitszeiten, festem Einkommen und Work-Life-Balance. &#8222;Bei Umfragen geben junge Handwerker meist an, dass der b\u00fcrokratische Aufwand sie von der Selbst\u00e4ndigkeit abhalte&#8220;, so Ungern-Sternberg. &#8222;Und dass das Kerngesch\u00e4ft sich dann nicht mehr im eigentlichen Handwerk abspiele, sondern zunehmend im B\u00fcro.&#8220;<br \/>\nDie Handwerkskammer versuche daher, die positiven Aspekte der Selbstst\u00e4ndigkeit zu betonen. Schlie\u00dflich seien die Perspektiven aktuell g\u00fcnstiger denn je: Durch die niedrigen Zinsen sind Gr\u00fcndungen auch ohne viel Eigenkapital m\u00f6glich, es gebe gute F\u00f6rderungsm\u00f6glichkeiten und die Auftragslage sei \u2013 zumindest vor Corona \u2013 sehr gut. Das mache Gr\u00fcndungen oder \u00dcbernahmen eigentlich attraktiv. Notwendig werden sie in den kommenden Jahren auf alle F\u00e4lle. Denn die Betriebe im Bezirk der Handwerkskammer Freiburg sind im Bundesschnitt \u00fcberaltert. Ein Drittel der Inhaber von Handwerksbetrieben ist \u00e4lter als 55 Jahre, acht Prozent sind gar \u00e4lter als 65. F\u00fcr diese ist eine Nachfolgeregelung ein dr\u00e4ngendes Thema. Dabei betrifft die \u00dcberalterung in der Regel gr\u00f6\u00dfere Betriebe, so dass durch eine Betriebsaufgabe gleich mehrere Existenzen bedroht sind.<br \/>\nIn Freiburg ist eine Tendenz auszumachen: Unter den gut 2000 Freiburger Handwerksbetrieben gehe die Zahl der klassischen mittleren Meisterbetriebe zur\u00fcck, w\u00e4hrend es mehr gr\u00f6\u00dfere Betriebe und mehr Soloselbst\u00e4ndige gebe, so Ungern-Sternberg.<br \/>\n.<br \/>\nIn der Region geht es um zwei Milliarden Euro Umsatz<br \/>\nAuch nehme die Zahl der Betriebe in der Stadt allgemein ab, w\u00e4hrend sie im Umland steige \u2013 wahrscheinlich eine Folge der hohen Mieten in der Stadt. Im gesamten Einzugsgebiet der Handwerkskammer besch\u00e4ftigen 15 500 Betriebe mehr als 90 000 Menschen. Diese wiederum haben im vergangenen Jahr gut 12 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. Sollten die 2500 Betriebe, deren Inhaber in den kommenden Jahren das Rentenalter erreichen, keinen Nachfolger finden und ersatzlos wegfallen, gehe der Region ein Umsatzvolumen von knapp zwei Milliarden Euro verloren, rechnet die Handwerkskammer. Au\u00dferdem w\u00fcrde die \u00f6rtliche Nahversorgung deutlich schlechter, Ausbildungspl\u00e4tze w\u00fcrden wegfallen und der Handwerkermangel sich versch\u00e4rfen.<br \/>\nDabei gebe es im Handwerk durchaus Zukunft. &#8222;Wenn man sich die gro\u00dfen Linien der europ\u00e4ischen und der Bundespolitik anschaut&#8220;, so Ungern-Sternberg, &#8222;dann geht es um Klimawandel und Mobilit\u00e4tswende. Und da landet man am Ende der Kette immer bei den Handwerkern, die die Solaranlage anbringen, die Heizung erneuern oder die Geb\u00e4ude sanieren.&#8220; An Arbeit werde es nicht fehlen, ist er \u00fcberzeugt. Zur Zeit fehle es eher am Nachwuchs und an Zuwanderungsm\u00f6glichkeiten.<br \/>\n&#8230; Ales vom 10.7.2020 von Manuel Fritsch bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/das-handwerk-ist-ueberaltert--187442431.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/das-handwerk-ist-ueberaltert&#8211;187442431.html<br \/>\n<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Kommentar: Das Handwerk hat zuweilen goldenen Boden<\/strong><br \/>\nFreiburg hat einen der h\u00f6chsten Gewerbesteuers\u00e4tze in BaW\u00fc und ist hochverschuldet. D.h. mit einer Herabsetzung der GewSt ist nicht zu rechnen, eher mit weiteren Erh\u00f6hungen. Das motiviert ganz sicher nicht zur \u00dcbernahme oder Er\u00f6ffnung eines Betriebs in Freiburg.<br \/>\nJeder Tag ohne Strafzettel ist ein guter Tag, denn Zone 30, Umweltschutzplakette, Parkverbote u.v.m. belasten die Handwerker nicht unerheblich.<br \/>\nViel Zeit verbringen Handwerker hier im Stau. Der Kunde zahlt das meistens nur zu einem geringen Teil, der Rest bleibt bei Mitarbeitern und dem Chef h\u00e4ngen.<br \/>\nSteuerpr\u00fcfungen, SV-Pr\u00fcfungen, Jahresabschl\u00fcsse, Angebote, Faktura, Mahnwesen, Forderungsausf\u00e4lle, Gew\u00e4hrleistungsf\u00e4lle kosten Unmengen an Kraft, Zeit und Geld.<br \/>\nDie Mieten hier sind hoch, gute Mitarbeiter zu finden und zu halten ist schwer.<br \/>\nIHK, Handwerkskammer, die Stadt, Banken, Steuerberater und Versicherer freuen sich \u00fcber neue Betriebe.<br \/>\nDie Wertsch\u00e4tzung und die Unterst\u00fctzung in der Gesellschaft h\u00e4lt sich allerdings in Grenzen.<br \/>\nWer einen durchschnittlichen Handwerksbetrieb er\u00f6ffnet, oder \u00fcbernimmt, darf von einer w\u00f6chentlichen Arbeitszeit von 60 Std. ausgehen. Viele Angestellte kommen max. auf 40 und haben zudem bezahlte Urlaubs- und Krankheitstage und meistens sogar mehr Urlaub.<br \/>\nW\u00e4hrend die Handwerkskammer von jedem zahlenden Mitglied profitiert, bezahlen viele Handwerker f\u00fcr ihre Selbst\u00e4ndigkeit mit ihrer Gesundheit und manche mit einem Stundensatz, der unter dem Mindestlohn liegt und wenn es ganz dumm l\u00e4uft, folgt irgendwann noch die Insolvenz.<br \/>\nDas Handwerk hat zuweilen goldenen Boden. Dies gilt aber bei weitem nicht immer, das sollte man den Interessierten ehrlich sagen und auch auf was sie sich sonst einlassen.<br \/>\n10.7.2020, Anton Behringer, BZ<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Handwerksbetriebe, kleine Dienstleister, Selbst\u00e4ndige sind von Corona und Rezession stark betroffen. Sie tragen das unternehmerische Risiko. Nicht so all die Anywheres, die von den \u00f6ffentlichen H\u00e4nden, Kirchen und den zahlreichen vom Staat gepamperten NGO&#8217;s bezahlt werden. 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