{"id":81422,"date":"2020-06-16T10:03:50","date_gmt":"2020-06-16T08:03:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=81422"},"modified":"2020-06-17T16:39:35","modified_gmt":"2020-06-17T14:39:35","slug":"dont-go-with-the-flow","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/dont-go-with-the-flow\/","title":{"rendered":"Don\u2019t go with the flow"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;So schlimm ist die Lage nun auch wieder nicht, da\u00df man sich in Optimismus fl\u00fcchten m\u00fc\u00dfte&#8220;, meint <a title=\"Klonovsky\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/klonovsky\/\">Michael Klonovsky<\/a>. Also dann ist doch eher <a title=\"Angst\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/angst\/\">Pessimismus<\/a> angesagt in Zeiten. in denen eine Massenhysterie die andere jagt: <a title=\"EU\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/\">EU-Rettung<\/a>, <a title=\"Erneuerbare100Prozent\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/energiepolitik\/erneuerbare100prozent\/\">Energie<\/a>, <a title=\"Migrationspolitik\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/migrationspolitik\/\">Migration<\/a>, <a title=\"Klimawandel\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/klimawandel\/\">Klimawandel<\/a>, <a title=\"Corona-Virus\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/corona-virus\/\">Corona<\/a>, <a title=\"Rassismus\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/rassismus\/\">Rassismus<\/a>, &#8230; Was tun als kleiner normaler <a title=\"Tibi: Laicit\u00e9 Citoyennet\u00e9 in EU\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/tibi-laicite-citoyennete-in-eu\/\">B\u00fcrger<\/a>? Mit Chaim Noll (s.u.) &#8222;don\u2019t go with the flow\u201c.<br \/>\n.<br \/>\n<!--more-->Ich habe mich lange aus \u00dcberzeugung dem <a title=\"Mainstream\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/mainstream\/\">Flow<\/a> entgegengestellt. Nun bin ich es leid, nach all den Anfeindungen wegen &#8218;<a title=\"Kritik und abweichende Meinung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kritik-und-abweichende-meinung\/\">abweichender Meinung&#8216;<\/a>, Zweifeln und <a title=\"Kritik\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/kritik\/\">Kritik<\/a>.<br \/>\nIch habe keine Kraft mehr. Und auch keine Lust mehr.<br \/>\nDer links-ideologisierte Mainstream m\u00f6ge bekommen, was er so sehr herbeiw\u00fcnscht: Haftung f\u00fcr EU-Schulden, <a title=\"Blackout\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/strom\/blackout\/\">Blackout<\/a> der Stromversorgung, Abbau des Sozialstaates, Beschr\u00e4nkung von Grundrechten, Deindustrialisierung f\u00fcr CO2, Verlust des <a title=\"Consent-of-the-Governed\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/consent-of-the-governed\/\">Consent of the Governed<\/a>, &#8230;<\/p>\n<p>Gleichwohl f\u00e4llt es schwer, sich durch <a title=\"Schweigen der Mitte \u2013 vornehm\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/schweigen-der-mitte-vornehm\/\">Schweigen<\/a> gemein zu machen mit diesem Abgleiten in den <a title=\"Sozialismus\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/sozialismus\/\">Sozialismus<\/a>. Es f\u00e4llt schwer, sich in die <a title=\"Schweigen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/schweigen\/\">schweigende Mehrheit<\/a> einzureihen. Und noch schwerer, klein beigegeben zu haben und in der inneren Emigration zuzuschauen, wie unser in \u00fcber 70 Jahren aufgebauter <a title=\"Sozialstaat\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/sozialstaat\/\">Sozialstaat<\/a> mitsamt freiheitlich-demokratischer Grundordnung sp\u00e4testens seit <a title=\"Budapest-Dublin2015\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/budapest-dublin2015\/\">9\/2015<\/a> zugrunde geht.<br \/>\n16.6.2020<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Massenhysterie: \u201eDon\u2019t go with the flow\u201c<\/strong><br \/>\nvon Chaim Noll<br \/>\nWo ist Greta Thunberg? Ich will nicht behaupten, dass ich sie vermisse, trotzdem mache ich mir Gedanken, wie sie so sang- und klanglos verschwinden konnte. Wochen lang haben wir t\u00e4glich von ihr geh\u00f6rt und gelesen, ihre verfusselten Schals und Hoodies in Nahaufnahme gesehen, sie hielt Reden vor den Vereinten Nationen, konferierte mit Staatsoberh\u00e4uptern, \u00fcberquerte Ozeane unter Kamera-Begleitung, ihr blasses, kaum erkennbares L\u00e4cheln, ihr Stirnrunzeln waren Schlagzeilen wert.<\/p>\n<p>Dann kam Corona und nach Corona die Black-Lives-Matter-Bewegung mit einem neuen Heiligen, und irgendwo im halb Verborgenen lauert schon die n\u00e4chste atemberaubende Aufregung mitsamt ihren anbetungsw\u00fcrdigen Figuren. Wir leben in einer Zeit massenhysterischer Aufwallungen. Da die Wirtschaft in den letzten zwei Jahrzehnten gnadenlos globalisiert wurde, treten auch die Massenpsychosen global in Erscheinung. Und geben uns das Gef\u00fchl im Wortsinn weltersch\u00fctternder Ereignisse.<\/p>\n<p>Wie verh\u00e4lt man sich in solchen Tagen? Wie bewahrt man die zum \u00dcberleben n\u00f6tige Ruhe, wie erh\u00e4lt man seine psychische Gesundheit in den Sto\u00dfwellen immer neuer Elektroschocks? Den Rummel ignorieren? Nicht selten verwandelt sich die Hysterie in Massenpanik, dann muss man im Bilde sein, reagieren, Entscheidungen treffen. Andererseits wei\u00df jeder Viehhirt: Es ist lebensgef\u00e4hrlich, sich einer Stampede frontal entgegenzustellen. Die in Panik geratene Herde zertritt alles, was ihr im Wege steht. In den Tagen der Greta-Hysterie oder der \u201eKampf-gegen-Rechts\u201c-Mobilisierung konnte ein zweifelndes Wort zu ernsthaften existenziellen Sch\u00e4den f\u00fchren, zum Abbruch von gesch\u00e4ftlichen Beziehungen, zum Ende von Freundschaften, zum Verlust des Arbeitsplatzes, zu Ausgrenzung und \u00c4chtung.<\/p>\n<p>Also lieber Mitmachen, und sei es zum Schein? Die amerikanische Autorin Amanda Ripley, eine Spezialistin f\u00fcr Crowd Dynamics, r\u00e4t auch davon dringend ab. \u201eDon\u2019t go with the flow\u201c, schrieb sie in einem 2009 erschienenen Essay, Lass dich nicht von der Str\u00f6mung mitrei\u00dfen. Sie empfiehlt, sich aus gro\u00dfen, dichten, in eine bestimmte Richtung dr\u00e4ngenden Menschenmassen herauszuhalten, im direkten wie \u00fcbertragenen Sinn. \u201eInmitten von etwas\u201c zu sein, von Gleichgerichteten umringt, wom\u00f6glich \u201evon allen vier Seiten\u201c, sei ein deutliches Zeichen, dass man sofort nach einem Fluchtweg Ausschau halten m\u00fcsse. Man solle sich schrittweise seitw\u00e4rts bewegen, empfiehlt Ripley, um langsam, aber sicher den Rand des strudelnden Stromes zu erreichen. Die alten Chinesen haben es noch k\u00fcrzer und deutlicher gesagt: \u201eNur tote Fische schwimmen mit dem Strom\u201c.<br \/>\n&#8230; Alles vom 13.6.2020 von Chaim Noll bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/dont_go_with_the_flow\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/dont_go_with_the_flow<br \/>\n<\/a>.<br \/>\n<em>Chaim Noll wurde 1954 unter dem Namen Hans Noll in Ostberlin geboren. Sein Vater war der Schrift\u00adsteller Dieter Noll. Er studierte Kunst und Kunstgeschichte in Ostberlin, bevor er Anfang der 1980er Jahre den Wehrdienst in der DDR verweigerte und 1983 nach Westberlin ausreiste, wo er vor allem als Journalist arbeitete. 1991 verlie\u00df er mit seiner Familie Deutschland und lebte in Rom. Seit 1995 lebt er in Israel, in der W\u00fcste Negev. 1998 erhielt er die israeli\u00adsche Staatsb\u00fcr\u00adgerschaft. Chaim Noll unterrichtet neben seiner schriftstellerischen T\u00e4tigkeit an der Universit\u00e4t Be\u2019er Sheva und reist regelm\u00e4\u00dfig zu Lesungen und Vortr\u00e4gen nach Deutschland. <\/em><br \/>\n<em><a href=\"https:\/\/www.chaimnoll.com\/\">https:\/\/www.chaimnoll.com\/<\/a><\/em><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\n<strong>Wer immer dem Zeitgeist hinterher hechelt,<\/strong><br \/>\nverh\u00e4lt sich wie tote Fische, die im Strom mit schwimmen und sich dann sp\u00e4ter in der Weite des Ozeans verlieren.<br \/>\nWer sich dem Winde aufrecht entgegenstellt, kann auch einem Sturme trotzen. Mit anderen Worten gesagt, wer gegen den Strom schwimmt , sieht als einziger den Dreck, der ihm entgegen kommt.<br \/>\n14.6.2020<\/p>\n<p><strong> Lieber Herr Noll, aus ihrem Text, schallt die Warnung: Es ist wieder soweit.<\/strong><br \/>\nJa, es ist wieder soweit. Nun trennt sich die Spreu vom Weizen. In den Familien, bei der Arbeit, im Freundeskreis. Ein von den Linken w\u00e4hrend Corona generalstabsm\u00e4\u00dfig f\u00fcr ganz andere Herrschaften gef\u00fchrte Krieg tobt im Westen. Er ist nicht vollst\u00e4ndig global. Innerhalb des Westens scheinen aber ganze Gesellschaften der Freiheit \u00fcberdr\u00fcssig (scheinen!) und die Linke liefert die totalit\u00e4re Ideologie des Selbsthasses und des Rassismus, der der linken Identit\u00e4tspolitik nicht weniger inh\u00e4rent ist als der der ehemaligen Nazis. Die Gesellschaften haben unter der ideologischen F\u00fchrung dieser linken Identit\u00e4tspolitik ihre L\u00e4nder segregiert. Nun bestehen sie nur noch aus Parallelgesellschaften, die unter dem Banner der Moral gegen die (vermeintlichen) Mehrheitsgesellschaften in Stellung gebracht werden. Multikulti wird zum Mittel, die Stimmen der Freiheit zum Schweigen zu bringen. Noch wenige merken, dass der neue Faschismus im linken Gewande daherkommt.<br \/>\nDie Aufforderung zum Niederknien und der Bildersturm, der exakt dasselbe meint, was die Nazis mit der B\u00fccherverbrennung veranstaltet haben, kennzeichnet den moralischen Selbstmord der westlichen Linken, deren sozialdemokratischer Teil den westlichen Gesellschaften doch einst Bereicherung und St\u00fctze war und den weniger betuchten B\u00fcrgern Aufstiegsm\u00f6glichkeiten bot, Wohlfahrt und (Bildungs)W\u00fcrde. Die heutige Linke hat mit den B\u00fcrgern nichts mehr zu tun, nichts mit Demokratie und nichts mehr mit den Grundrechten. Sie haben ihre eigene Agenda und wollen die Gesellschaft zwingen ihr zu folgen. Sie drohen uns. Jeden Tag ein bisschen mehr. Was kommt als n\u00e4chstes nach Corona und linken Abziehbildern der SA auf den Stra\u00dfen? Die Linke dekonstruiert sich selbst, und ist nun endg\u00fcltig im Mittelalterfaschismus angekommen. Wir m\u00fcssen uns dem sich ank\u00fcndigenden erneuten Zivilisationbruch entegegenstellen. Nicht frontal, etwas am Rande, wie es einem gegeben ist.<br \/>\n14.6.2020, M.B.<\/p>\n<p><strong>Rechte waren konform, Linke dachten quer: So war es fr\u00fcher, aber heute umgekehrt<\/strong><br \/>\nWir erleben im Moment ein interessantes Ph\u00e4nomen: wer es auch nur wagt die staatlichen Zwangsma\u00dfnahmen in Frage zu stellen, wer es auch nur wagt vorsichtig nach der Sinnhaftigkeit und der Angemessenheit der Coronama\u00dfnahmen zu fragen, dem wird sofort unterstellt ganz b\u00f6se zu sein. Fr\u00fcher war das so, dass man Leuten die sich nach einem starken Staat sehnten, Leuten die nicht permanent den Staat und seine Ma\u00dfnahmen kritisierten und Leute die nicht permanent die Autorit\u00e4ten hinterfragten in die rechte Ecke stellte. Rechte waren konform, Linke dachten quer, so das Narrativ. Heute ist es komplett umgedreht! Um noch ein chinesisches Sprichwort beizusteuern: Es gibt angeblich einen chinesischen Fluch der da lautet: \u201cM\u00f6gest du in interessanten Zeiten leben.<br \/>\n14.6.2020, T.K.<\/p>\n<p><strong>&#8230;. nach Verlust der \u201cklassischen\u201d Religiosit\u00e4t?<\/strong><br \/>\nIch vermute, dass es sich bei vielen der beschriebenen Massenhypes im Westen &#8211; in Deutschland vor allem auch der Willkommenskultur-Bewegung &#8211; um eine verzweifelte Suche nach \u00fcbergreifendem Sinn nach Verlust der \u201cklassischen\u201d Religiosit\u00e4t handelt. Da sind doch alle Elemente drin, definiertes Gut und B\u00f6se, G\u00f6ttliches und Teuflisches, Schuld und S\u00fchne, Verf\u00fchrer und Retter, Erbs\u00fcnde, gemeinsame Rituale und Anbetungen, Erweckung und Erl\u00f6sung. (Sehen wir doch gerade Menschen voreinander niederknien wir fr\u00fcher nur vor Gott in der Kirche oder anderen gar wie Jesus die F\u00fcsse waschen.)<br \/>\nWarum der abgeschaffte \u201cexterne\u201d Gott viel sinnvoller war, sehen wir an dem erzeugten Elend, wenn Menschen sich mangels diesem selbst zu Weltenrettern und Erl\u00f6sern fantasieren und \u201cAndersgl\u00e4ubige\u201d zu primitiven Heiden, Ketzern bis hin zum Satan erkl\u00e4ren. Es scheint, als ob wir ohne Religion doch nicht so gut leben, wie wir dachten. Dass wir uns nicht nur \u201cbefreit\u201d, sondern auch eine grosse klaffende Leerstelle in unseren Seelen erzeugt haben.<br \/>\n14.6.2020, M.H.<\/p>\n<p><strong>&#8230;. die Regelhaftigkeit des Diskurses fehlt<\/strong><br \/>\nDie Mehrheit in einer offenen Gesellschaft ist ein fragiles Gebilde, tempor\u00e4r, beruht auf Konsens, der sich in einem regelhaften Diskurs entwickelt. Nur die Regelhaftigkeit des Diskurses erlaubt die zeitweise Unterwerfung der unterlegenen Minderheit. Mit anderen Worten, die Entscheidungen folgen der Ratio. Einen groesseren Abgrund zwischen einer demokratischen und rechtsstaatlichen Konsensfindung und dem, was an Hysterien in den letzten 5 Jahren das allgemeine Geschrei dominiert, ist kaum vorstellbar. Das ist ein R\u00fcckfall in magisches Denken, eine Art kollektive Geisteskrankheit. Barbarei, Chaos und Zerst\u00f6rung sind die unmittelbaren Folgen. Der Mob tobt.<br \/>\n14.6.2020, A.R.<\/p>\n<p><strong>Diese Massenhysterien sind Sinnstiftungsrituale.<\/strong><br \/>\nDie Menschen schreien nach H\u00f6herem, das ihrem Leben jenseits von Biomarkt-Produkten, Ipads und Hightech-Fahrr\u00e4dern in unserer durchkommerzialisierten Welt einen Sinn verleiht. Solche Hysterien finden wir in der Geschichte immer, wenn alte Gewissheiten verlorengehen. In unserer westlichen Welt ist inzwischen fast alles \u201cdekonstruiert\u201d. Die alten Rituale der Verabeitung der \u201cErbschuld\u201d funktionieren nicht mehr, das Schuldgef\u00fchl existiert aber weiter, da wir nicht einfach wie die Katze die Maus fressen k\u00f6nnen, deren Lebenszweck in den Augen der weniger selbstreflexiven Katze wie selbstverst\u00e4ndlich schlicht darin besteht, von der Katze gefressen zu werden. Wir suchen krampfhaft nach etwas, das unserem chaotischen und schuldbeladenen Leben einen h\u00f6heren Sinn gibt. Das absolut Gute und Ordnende k\u00f6nnen wir nicht mehr denken (zu dem ist ja der \u201cliebe Gott\u201d in der christlichen Welt entartet), da bleibt als Ding h\u00f6herer Ordnung nur noch das absolut B\u00f6se und Zerst\u00f6rerische.<br \/>\nDie westlichen Menschen glauben an keinen Gott mehr, aber Teufel sehen sie \u00fcberall. Ihnen stellen sie sich entgegen \u201cauf der Suche nach Gott\u201d, den sie so in sich selbst erkennen k\u00f6nnen. Wie immer, gibt es nat\u00fcrlich auch Menschen, die dies instrumentalisieren. Diese Hysteriewellen sind auch ein Ausdruck des Verlustes an Ordnung. Nicht zuf\u00e4llig sind es vor allem sehr junge Menschen und, wie mir scheint, auch mehr junge M\u00e4dchen und Frauen. Und von hier ab schreibe ich lieber nicht weiter &#8230;.<br \/>\n14.6.2020, Dr. M.K.<\/p>\n<p><strong>Massenpanik\/-psychose: Wie Kaprun und Enschede<\/strong><br \/>\nGef\u00e4hrlich ist es immer, wenn die menschliche Hammelherde jemanden folgt, der sich zum F\u00fchrer aufschwingt, aber in die falsche Richtung l\u00e4uft.<br \/>\nF\u00fcr ein zutreffendes Beispiel von Massenpanik\/-psychose halte ich den Brand eines im Tunnel befindlichen Zuges der Gletscherbahn Kaprun 2, bei dem am 11. November 2000 155 sehr junge Menschen starben. Es waren vor allem junge, unerfahrene Menschen, die nach meiner Meinung nicht nur Opfer der Rauchgase wurden, sondern auch der damals schon vorhandenen Massenverbl\u00f6dung. Jemand mit klarem Verstand und einigen wenigen physikalischen Kenntnissen h\u00e4tte die Menschen statt in den Tunnel aufw\u00e4rts in den Tunnel abw\u00e4rts f\u00fchren m\u00fcssen, abgesehen davon, dass offenbar keiner so intelligent war, den Entstehungsbrand mit einem der normalerweise in Z\u00fcgen vorhandenen Feuerl\u00f6scher zu bek\u00e4mpfen. Wahrscheinlich ist die Hammelherde den ersten nach oben Fliehenden gefolgt. Handlungsunf\u00e4higkeit und Panik im Gefahrenfall oder selbst bei geringf\u00fcgigen Ereignissen habe ich im Berufs- und Privatleben mehrfach erlebt, was ich teilweise auf die weit verbreitete Obrigkeitsh\u00f6rigkeit zur\u00fcckf\u00fchre, nach dem Motto: Irgend jemand muss jetzt hier vom Himmel fallen, um das von Amtswegen zu regeln.<br \/>\nBeim Zugungl\u00fcck von Eschede h\u00e4tte, statt nach dem Zugbegleitpersonal zu suchen, jemand sofort die Notbremse bet\u00e4tigen m\u00fcssen, als Teile eines geborstenen Radreifens durch einen Wagonboden drangen.<br \/>\nAls \u00fcberdimensionales Beispiel f\u00fcr sowohl Handlungsunf\u00e4higkeit als auch Hammelherdenverhalten betrachte ich die aktuellen Massenpsychosen. Es sind nicht nur die weit \u00fcberwiegend jungen Menschen, die den von den vom linksgr\u00fcnen politmedialen Komplex gesch\u00fcrten Hysterien zum Opfer fallen, es sind auch die viel zu vielen Passiven, die, obwohl einigerma\u00dfen bei Verstand geblieben, ihre Stimme nicht erheben und im Abseits dahind\u00e4mmern.<br \/>\n14.6.2020 R.L.<\/p>\n<p><strong>Sei zielgerichteter Zweckpessimist<\/strong><br \/>\nMeine Devise f\u00fcr das \u00dcberleben auf Planet-Irrsinn: Sei Pessimist. Nicht irgendein 08\/15 Pessimist, sondern ein zielgerichteter Zweckpessimist. Erwarte stets das Schlimmste. Besonders von deinen Mitmenschen. Bereite dich darauf vor dieses \u201cSchlimmste\u201d mit halbwegs heiler Haut zu \u00fcberstehen &#8230;. und freue dich wenn (ausnahmsweise) nichts passiert. Denn eines ist ganz klar. Wann immer man glaubt nun endg\u00fcltig das Bodenblech menschenm\u00f6glicher Dummheit erreicht zu haben, klopft es unter deinen F\u00fc\u00dfen, eine Klappe \u00f6ffnet sich und jemand zwingt dich an einem Rundgang durch sein ganz pers\u00f6nliches Wahnsinnsbergwerk teilzunehmen.<br \/>\n14.6.2020, A.M.<\/p>\n<p><strong>Der Mainstream kennt keine Zweifel<\/strong><br \/>\nDas Zweifeln, welches uns Achse-Lesern als selbstverst\u00e4ndlich erscheint, ist wohl der \u00fcberwiegenden Mehrheit der Bev\u00f6lkerung g\u00e4nzlich unbekannt.<br \/>\nOb Corona, ob BLM, ob Parteien, ob Sozialismus-Revival,<br \/>\nob Einseitigkeit der Medien, ob Trump-Bashing, ob Klima-Hysterie,<br \/>\nob der Glaube an ein berechtigtes Vorhandensein von Grenzen, ob Meinungsfreiheit,<br \/>\nob das Erfassen und Ernstnehmen von demokratischen Regeln,<br \/>\nob das Bewahren des Industriestandorts Deutschland, ob der Verschwendung von Steuergeldern,<br \/>\nwir haben in der Regel zu diesen Themen eine eigene Meinung. Und diese steht der ver\u00f6ffentlichen Meinung h\u00e4ufig kritisch gegen\u00fcber.<br \/>\nDoch sind wir eine Minderheit. Die Mehrheit steht dieser Minderheit nicht selten mit Unverst\u00e4ndnis, wenn nicht mit offener Ablehnung gegen\u00fcber. Denn wir machen nicht mit. Wir scheinen uns dem zu widersetzen, was allgemein als das Gute identifiziert und anerkannt worden ist. Und dieses passiert nicht nur einmal, sondern fortw\u00e4hrend. Auf keiner der vorgegebenen Wellen surfen wir mit. Keine dieser Wellen ist uns geheuer. Wir ersp\u00fcren die Absicht, die hinter jeder \u00fcber uns rollenden Welle steckt. Wir f\u00fchlen die Manipulation.<br \/>\nWir schaffen es nicht, uns gemein zu machen, selbst wenn wir dieses versuchen w\u00fcrden. Wir schaffen es nicht, unser eigenes, kritisches Denken auszuschalten. Einige Mitmenschen reagieren darauf (uns gegen\u00fcber) mit Unwillen bis Hass. Sollten wir uns lieber still verhalten? Hoffen, dass der Spuk schon vorbeigehen wird? Alles wieder gut werden wird?<br \/>\nZum Gl\u00fcck hat die Gro\u00dfmutter von Chaim Noll das nicht getan. Nehmen wir uns lieber ihren Rat zu Herzen und rennen nicht in Panik zum Hauptausgang. Bewahren wir lieber die \u00dcbersicht und suchen das T\u00fcrchen hinter der B\u00fchne. Selbst wenn aus dieser Richtung das Feuer kommt.<br \/>\n14.6.2020, W.A.<\/p>\n<p><strong>Wir schaffen es nicht, unser eigenes, kritisches Denken auszuschalten<\/strong><br \/>\n@Werner Arning: \u00bb[&#8230;] Wir schaffen es nicht, uns gemein zu machen, selbst wenn wir dieses versuchen w\u00fcrden. Wir schaffen es nicht, unser eigenes, kritisches Denken auszuschalten. Einige Mitmenschen reagieren darauf (uns gegen\u00fcber) mit Unwillen bis Hass.\u00ab\u2014\u2014<br \/>\nGenau so erlebe ich das auch. Ihr Kommentar gibt meine eigene Zwiesp\u00e4ltigkeit ziemlich gut wieder. Wie oft habe ich schon erwogen, die Klappe zu halten, um nicht anzuecken. Aber es gelingt mir nur selten; am ehesten, wenn Personen anwesend sind, die ich nicht in Verlegenheit bringen m\u00f6chte. Das war zwar \u201eschon immer\u201c so, aber mit zunehmendem Alter f\u00e4llt es mir leichter, die Verachtung (oder \u00c4chtung) der Masse auszuhalten. @Gertraude Wenz: Es gibt keinen Grund, warum man \u00e4lter aussehen sollte als man ist oder sich f\u00fchlt. Teenielooks bei Omas sind allerdings ein Greuel (Gr\u00e4uel, o graus\u2026)<br \/>\n^4.6.2020, I.G.<\/p>\n<p>.<br \/>\n<strong>&#8230; das 1895 von Gustave Le Bon verfa\u00dfte Buch \u201ePsychologie der Massen\u201c<\/strong><br \/>\nDanke, sehr verehrter Herr Noll, f\u00fcr Ihren klugen Text (ich bin versucht, ihn als weise zu bezeichnen). Angesichts der st\u00e4ndigen euphorischen Berichte \u00fcber die Massenzusammenrottungen der \u201eedlen Seelen\u201c wird mir tats\u00e4chlich schon mulmig. Und wieder einmal sah ich mich veranla\u00dft, das 1895 von Gustave Le Bon verfa\u00dfte Buch \u201ePsychologie der Massen\u201c mir vorzunehmen, in dem der Autor erschreckend deutlich die geradezu Mechanik des Massenph\u00e4nomens durchleuchtet. Um auch noch kurz auf Greta Thunberg zu kommen: wie wird das arme M\u00e4dchen psychisch damit zurechtkommen, da\u00df sie auf einmal nach dem monatelangen Hype um sie nun fast in die Bedeutungslosigkeit zur\u00fcckgefallen ist? Anfangs versuchte wohl ihr Management auf den Zug aufzuspringen mit der Meldung, Greta bef\u00fcrchte, an Corona erkrankt zu sein und habe sich in freiwillige Quarant\u00e4ne begeben, aber das war so l\u00e4cherlich wie durchschaubar.<br \/>\n14.6.2020, R.ST-B.,<\/p>\n<p><strong>\u201eImmer, wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit sich zu besinnen.\u201c<\/strong><br \/>\nMark Twain. Jedes Leben ist individuell. Diese Erkenntnis ist f\u00fcr den Mitl\u00e4ufer bahnbrechend und f\u00fcr den Individualisten ein gro\u00dfer Trost. Sch\u00f6nen Sonntag.<br \/>\n14.6.2020, S.SCH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;So schlimm ist die Lage nun auch wieder nicht, da\u00df man sich in Optimismus fl\u00fcchten m\u00fc\u00dfte&#8220;, meint Michael Klonovsky. Also dann ist doch eher Pessimismus angesagt in Zeiten. in denen eine Massenhysterie die andere jagt: EU-Rettung, Energie, Migration, Klimawandel, Corona, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/dont-go-with-the-flow\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[181,5,80,172],"tags":[281,633,682],"class_list":["post-81422","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-buergerbeteiligung","category-energie","category-medien","category-zukunft","tag-burgerinitiativen","tag-demokratie","tag-freiheit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/81422","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=81422"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/81422\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=81422"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=81422"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=81422"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}