{"id":78453,"date":"2020-01-21T18:56:50","date_gmt":"2020-01-21T17:56:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=78453"},"modified":"2020-01-22T15:02:30","modified_gmt":"2020-01-22T14:02:30","slug":"informatik-mathe-physik-imp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/informatik-mathe-physik-imp\/","title":{"rendered":"Informatik Mathe Physik (IMP)"},"content":{"rendered":"<p>Am humanistischen Berthold-<a title=\"Gymnasium\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/schulen\/gymnasium\/\">Gymnasium<\/a> in Freiburg k\u00f6nnen 10.Kl\u00e4ssler w\u00e4hlen zwischen Griechisch und <a title=\"Informatik ist Allgemeinbildung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/informatik-ist-allgemeinbildung\/\">Informatik<\/a>&#8211;<a title=\"Mathematik macht uns alle reich\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/mathematik-macht-uns-alle-reich\/\">Mathe<\/a>&#8211;<a title=\"Science\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/science\/\">Physik<\/a> (IMP). Gut so. Das passt zu <a title=\"Youth-Bulges\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/krieg\/youth-bulges\/\">Gunnar Heinsohn<\/a>&#8217;s neuem Buch <em>&#8222;Wettkampf um die Klugen&#8220;<\/em>: Moderne <a title=\"Digitalisierung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/digitalisierung\/\">Technologie<\/a> (<a title=\"Schulen-digital\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/schulen\/schulen-digital\/\">Digitalisierung<\/a>, <a title=\"D-Dummheit und C-Cleverness\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/d-dummheit-und-c-cleverness\/\">KI<\/a>) verlangt zunehmende kognitive Kompetenz &#8211; von hier oder immigriert. Und in diesem Wettkampf darf Deutschland<!--more--> &#8211; will es sich als Industriestandort und damit Lebensstandard <a title=\"Verbl\u00f6dung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/verbloedung\/\">behaupten<\/a> &#8211; nicht <a title=\"Forschung ist Zukunft: 17 zu 50\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/forschung-ist-zukunft-17-zu-50\/\">weiter zur\u00fcckfallen<\/a> gegen\u00fcber <a title=\"Lust auf Innovation in China\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/lust-auf-innovation-in-china\/\">China<\/a> und Fernost.<br \/>\nNach einer <a title=\"China\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/china\/\">China<\/a>-Reise \u00e4u\u00dferte sich <a title=\"Zukunft: Angst und Euphorie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/zukunft-angst-und-euphorie\/\">Ranga Yogeshwar<\/a> in seiner WDR-Sendung zur K\u00fcnstlichen Intelligenz (KI) beeindruckt von der <em><strong><a title=\"Lust auf Innovation in China\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/lust-auf-innovation-in-china\/\">&#8222;Lust auf Innovation&#8220;<\/a><\/strong><\/em> von Chinas Jugend, der bei uns die <em><strong>&#8222;Angst vor dem Klimawandel\u201c<\/strong><\/em> gegen\u00fcber zu stehen scheint. Gerade deshalb sind Ans\u00e4tze wie die Einf\u00fchrung des IMP-Profils am Berthold-Gymnasium in Freiburg so wichtig.<br \/>\nGanz konkret dazu: Ein chinesischer Sch\u00fcler (die Sch\u00fclerin nat\u00fcrlich auch) lernt zum IMP-Profil<br \/>\n&#8211; Informatik: Die Grundlagen von C als maschinennaher Sprache sowie einer weiteren h\u00f6heren Programmiersprache<br \/>\nwie etwa ein Basic-Derivat oder Pascal.<br \/>\n&#8211; Mathematik: Differenzengleichungen bei Wachstum<br \/>\n&#8211; Physik, wie ein Drehmomentschl\u00fcssel (Anwendungsorientierung: Radwechseln beim Fahrrad) funktioniert.<br \/>\n&#8211; Ausserdem lernt er im Profil Oeconomics (<a title=\"Berufliche Schulen in Freiburg\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/berufliche-schulen-in-freiburg\/\">Wirtschaft<\/a>) die Grundlagen des betrieblichen Rechnungswesen (Bilanz<br \/>\nsowie Gewinn-und-Verlust-Rechnung). Aber dies gibt es nur in China, in Deutschland nicht mehr.<br \/>\n&#8211;<br \/>\nUm mit Ranga Yogeshwar zu sprechen: Fragen Sie einen deutschen Abiturienten (nat\u00fcrlich auch eine Abiturientin) mal nach<br \/>\n&#8211; Informatik: Parameter\u00fcbergabe bei der Programmiersprache C,<br \/>\n&#8211; Mathematik: Z inseszins-Sparen,<br \/>\n&#8211; Physic: Drehmoment oder<br \/>\n&#8211; Oeconomics: Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn.<br \/>\nAls Sch\u00fclerantwort werden Sie zumeist &#8222;&#8230; keine Ahnung&#8220; erhalten. Alle Untersuchungen &#8211; <a title=\"Verbl\u00f6dung menschengemacht\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/verbloedung-menschengemacht\/\">Shell-Studie<\/a>, <a title=\"Pisa\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/pisa\/\">Pisa<\/a>, OECD, UN-Bildungsbericht &#8211; zeigen, wie sehr deutsche gegen\u00fcber chinesischen Sch\u00fclern ins Hintertreffen geraten sind &#8211; man kann auch sagen unterfordert werden. Die Sch\u00fcler hierzulande sind nicht <a title=\"Dummheit\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/dummheit\/\">d\u00fcmmer<\/a> als die in China, aber unsere <a title=\"Verbl\u00f6dung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/verbloedung\/\">Bildungspolitiker<\/a>\u00a0sehr wohl. Hier besteht gewaltiger Aufholbedarf. Es ist Aufgabe des Bildungswesens, der Jugend &#8222;Lust auf Innovation&#8220; zu machen, man k\u00f6nnte auch sagen &#8222;Lust auf Zukunft&#8220; bzw. Optimismus.<br \/>\n21.1.2020<\/p>\n<p>.<br \/>\n<strong>IMP als neues Profil am BG in Freiburg<\/strong><br \/>\n<em>Am Gymnasium gibt es ein neues Profil: Informatik, Mathe und Physik. Auch das humanistische Berthold-Gymnasium in Freiburg bietet es an. Der Lehrer Alexander Wollmann erkl\u00e4rt, wieso das gut passt.<\/em><br \/>\nBZ: Wie kommen denn die Griechen zu Informatik und Co.?<br \/>\nAlexander Wollmann: Wenn unsere Sch\u00fcler sich in der achten Klasse f\u00fcr ein neues Hauptfach entscheiden, k\u00f6nnen sie seit diesem Schuljahr zwischen Franz\u00f6sisch, Griechisch und IMP w\u00e4hlen. Und weil die Griechischklasse in Stufe 10 gerade alte Texte \u00fcber Astronomie \u00fcbersetzt und in IMP die Achtkl\u00e4ssler das Thema ebenfalls behandeln, treffen sie sich jetzt, um festzustellen, welche Erkenntnisse der alten Griechen bis heute Bestand haben. Zum Abschluss wollten wir eigentlich gemeinsam ein Mondph\u00e4nomen beobachten, leider war es dann zu bew\u00f6lkt. Aber das holen wir nach.<br \/>\nBZ: Das Griechisch-Profil ist vermutlich nicht gerade ein Zugpferd.<br \/>\nWollmann: Wir haben um die 50 Achtkl\u00e4ssler, grob gerundet haben ungef\u00e4hr 20 IMP gew\u00e4hlt, 20 Franz\u00f6sisch und 10 Griechisch. Wir waren erstmal stolz darauf, dass wir als traditionsreiches humanistisches Gymnasium, auf dem auch alle Sch\u00fcler Latein lernen, einen modernen <a title=\"Science\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/science\/\">naturwissenschaftlichen Unterricht <\/a>anbieten k\u00f6nnen. Aber es soll sich nicht zersplittern: Die Sch\u00fcler m\u00fcssen sich zwar entscheiden, doch das bedeutet nicht, dass sie von Griechisch nichts mitbekommen.<br \/>\nBZ: Was steht jetzt auf dem Stundenplan des neuen Profils?<br \/>\nWollmann: Im Moment besch\u00e4ftigen wir uns mit dem Internet und lernen, selber zu programmieren. Die Sch\u00fcler entwickeln eigene kleine Apps f\u00fcr ihr Smartphone. Und gerade haben wir ein Freiburger Technologie-Unternehmen besichtigt, da haben sie die Digitalisierung in der Praxis gesehen \u2013 das, was sie in der Schule gelernt haben. Die Digitalisierung nimmt zu, unsere Lebenswelt ver\u00e4ndert sich.<br \/>\n&#8230; Alles vom 21.1.2020 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/an-freiburger-gymnasien-gibt-es-ein-neues-naturwissenschaftliches-profil\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/an-freiburger-gymnasien-gibt-es-ein-neues-naturwissenschaftliches-profil<br \/>\n<\/a>.<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/an-freiburger-gymnasien-gibt-es-ein-neues-naturwissenschaftliches-profil\"><br \/>\n<\/a><a href=\"https:\/\/www.berthold-gymnasium.de\">https:\/\/www.berthold-gymnasium.de<\/a><a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/an-freiburger-gymnasien-gibt-es-ein-neues-naturwissenschaftliches-profil\"><br \/>\n<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Ein Wettkampf, den Deutschland ignoriert und deshalb verliert<\/strong><br \/>\n<em>Fachkr\u00e4ftediskussion: <a title=\"5G\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/5g\/\">Gunnar Heinsohn<\/a> zeigt auf, da\u00df Bildung die Grundlage f\u00fcr die wirtschaftliche und technische Entwicklung jeder Nation ist<\/em><br \/>\nvon Erich Weede<br \/>\n.<br \/>\nDer in Danzig lebende Gunnar Heinsohn analysiert in seinem neuen Buch \u201eWettkampf um die Klugen\u201c den Zusammenhang von Kompetenz, Bildung und Wohlfahrt der Nationen. Als breit aufgestellter Wissenschaftler ignoriert er souver\u00e4n die intellektuellen Z\u00e4une zwischen den Fachgebieten. Vor allem wei\u00df der 76j\u00e4hrige, der bis 2009 Soziologie an der Uni Bremen lehrte, da\u00df Menschen sich in ihren kognitiven F\u00e4higkeiten unterscheiden, da\u00df diese Tatsache weder f\u00fcr den individuellen Berufserfolg noch f\u00fcr die Unternehmen, wo die Menschen arbeiten, noch f\u00fcr den Wohlstand der Nationen belanglos ist.<br \/>\nDie kognitiven F\u00e4higkeiten kann man mit Intelligenztests oder mit Schulleistungstests in Mathematik und Naturwissenschaften erfassen, wobei verschiedene Tests sehr \u00e4hnliche Ergebnisse bringen. Heinsohn verwendet vorwiegend Mathematik-Tests und den von Nation zu Nation variierenden Prozentsatz derer, die dabei die h\u00f6chste Leistungsklasse erreichen. Obwohl Heinsohn bewu\u00dft die Anlage-Umwelt-Debatte unter Psychologen vermeidet, kommt er implizit der Auffassung derer nahe, die der Anlage gro\u00dfe Bedeutung beimessen. Denn er verwendet gelegentlich das Wort \u201eUnbeschulbare\u201c und betont, da\u00df p\u00e4dagogische Erfolge bei manchen Menschen extrem selten sind.<br \/>\nModerne Volkswirtschaften, in denen k\u00fcnstliche Intelligenz von zunehmender Bedeutung ist, ben\u00f6tigen kompetente Mitarbeiter.<br \/>\nJe kompetenter und besser ausgebildet die Bev\u00f6lkerung ist, desto wohlhabender und wettbewerbsf\u00e4higer ist eine Volkswirtschaft. Nach <a title=\"Youth-Bulges\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/krieg\/youth-bulges\/\">Heinsohn<\/a> (und fast allen Psychometrikern, die sich mit dieser Frage besch\u00e4ftigt haben) sind Ostasiaten im Schnitt kognitiv kompetenter als Wei\u00dfe oder Europ\u00e4er und diese kompetenter als die meisten Menschen in Entwicklungsl\u00e4ndern. Mit dieser Feststellung setzt sich <a title=\"Babyboom \u2013 kein Babyboom\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/babyboom-kein-babyboom\/\">Heinsohn <\/a>nat\u00fcrlich dem Vorwurf der Diskriminierung aus.<br \/>\nEr erinnert deshalb an die Bedeutung des Rassismus, n\u00e4mlich \u00dcbersch\u00e4tzung der F\u00e4higkeiten der eigenen Rasse und Untersch\u00e4tzung der F\u00e4higkeiten der anderen. Diese Definition pa\u00dft zweifellos f\u00fcr das Dritte Reich.<br \/>\nHeinsohn aber erkennt an, da\u00df es Menschen gibt, die anders aussehen als er und seinesgleichen und meist kl\u00fcger sind. Da\u00df die \u00dcberwindung der Massenarmut dennoch zuerst in Europa und dem Westen und nicht in Fernost gelang, erkl\u00e4rt er mit institutionellen Unterschieden zwischen Ost und West, vor allem mit den Eigentums- und Verf\u00fcgungsrechten. Aber inzwischen sind f\u00fcr Heinsohn die eigentumsrechtlichen Unterschiede zwischen Ostasien und dem Westen nicht mehr gro\u00df genug, um die Unterschiede in der kognitiven Leistungsf\u00e4higkeit von Ostasiaten und Europ\u00e4ern zu verdecken.<br \/>\n.<br \/>\nKognitive \u00dcberlegenheit der Ostasiaten offenkundig?<br \/>\nDeshalb beurteilt Heinsohn die japanische und chinesische Volkswirtschaft und deren Zukunftsaussichten viel positiver als im Westen \u00fcblich. Den Hinweis auf die Alterung Chinas wehrt er mit dem Hinweis auf die Vergreisung der westlichen Konkurrenz ab. Nat\u00fcrlich kann und wird es in Ostasien wie im Westen auch Krisen geben \u2013 schlie\u00dflich impliziert Kapitalismus \u201ekreative Zerst\u00f6rung\u201c \u2013 aber sp\u00e4testens danach wird sich die kognitive \u00dcberlegenheit der Ostasiaten wieder zeigen.<\/p>\n<p>Aus zwei Gr\u00fcnden gibt es in der Welt einen Wettkampf um die Klugen: Erstens verlangt moderne Technologie zunehmende kognitive Kompetenz. Zweitens haben gerade kluge Menschen zu wenige Kinder, so da\u00df kognitive Kompetenz immer knapper wird. Volkswirtschaften, die auch k\u00fcnftig global eine f\u00fchrende Rolle spielen wollen, m\u00fcssen deshalb versuchen, sich gegen die <a title=\"Migration-Zahlen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/migration-zahlen\/\">Zuwanderung<\/a> weniger kompetenter Menschen zu sch\u00fctzen \u2013 Heinsohn spricht sogar von \u201eKompetenzfestungen\u201c \u2013 und kompetentere anzuziehen. Auch schon lange vor Angela Merkel hat das die deutsche Politik nie versucht.<\/p>\n<p>Heinsohn verweist allerdings auf zwei relativ kleine Gruppen von Zuwanderern nach Deutschland, die erfolgreich und gut integriert sind, n\u00e4mlich Vietnamesen und Iraner. Weil in Deutschland inzwischen etwa 40 Prozent aller Kinder aus Zuwandererfamilien und nur noch 60 Prozent aus \u201a\u201ealtdeutschen\u201c Familien stammen und das mit Kompetenzunterschieden korreliert, ist Heinsohn pessimistisch, was die Zukunft hierzulande angeht. Optimistischer ist er f\u00fcr Osteuropa und die angels\u00e4chsische Welt. Weil die Mehrheit der Mathe-Asse, so sein Ausdruck, aus Ostasien stammt, h\u00e4ngt die Zukunft des Westens auch von erfolgreicher Abwerbung \u00f6stlicher Intelligenz durch den Westen ab. Auch wegen der Freiheitsdefizite zu Hause sind Chinesen durchaus wanderungsbereit.<\/p>\n<p>Am Rande streift Heinsohn, der seit 2010 Kriegsdemographie am Nato Defense College (NDC) in Rom lehrt, auch sicherheitspolitische Fragen. Bei der Kriegsvermeidung machen ihn das nukleare Gleichgewicht des Schreckens und die Alterung aller dominierenden Gesellschaften optimistisch. In den armen L\u00e4ndern werden Kriege und B\u00fcrgerkriege weitergehen. Dort gibt es mehr S\u00f6hne als frei werdende Positionen, was Gewalt f\u00f6rdert. Der Migrationsdruck wird eher wachsen als abflauen. Heinsohn scheint eine Zivilisationsfestung gegen unerw\u00fcnschte Zuwanderung zu erhoffen, die Nordamerika und das n\u00f6rdliche Eurasien \u2013 einschlie\u00dflich Ru\u00dflands und Chinas \u2013 umfa\u00dft. Aber dazu sind seine \u00dcberlegungen l\u00e4ngst nicht so detailliert wie zum Zusammenhang von kognitiver Kompetenz und Wohlstand.<br \/>\nDas Buch ist gut lesbar, geradezu spannend. Es ist politisch inkorrekt, weil Heinsohn nirgendwo der Versuchung erliegt, die Analyse der Welt, wie sie ist, durch Moralisieren zu ersetzen. Das bedeutet nicht unbedingt, da\u00df er in allen Fragen recht haben mu\u00df. Was Indien und das Humankapital dort angeht, w\u00e4re ich optimistischer als er. Was China angeht, k\u00f6nnte er die Gef\u00e4hrdung seiner Wirtschaft durch das KP-Regime untersch\u00e4tzen. Zustimmen kann man seiner Aussage, da\u00df Protektionismus niemanden kl\u00fcger macht.<br \/>\n&#8230; Alles vom 17.1.2020 bitte lesen in Junge Freiheit, 4\/20, Seite 11<\/p>\n<p><em>Prof. Dr. Erich Weede lehrt Soziologie an der Universit\u00e4t Bonn.<br \/>\nEr geh\u00f6rte zu den Gr\u00fcndungsmitgliedern der Friedrich-A.-von-Hayek-Gesellschaft.<br \/>\n<\/em>\u00a0.<br \/>\nGunnar Heinsohn: Wettkampf um die Klugen.<br \/>\nKompetenz, Bildung und die Wohlfahrt der Nationen.<br \/>\nVerlag Orell F\u00fcssli, Z\u00fcrich 2019, broschiert, 232 Seiten, 12 Euro<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am humanistischen Berthold-Gymnasium in Freiburg k\u00f6nnen 10.Kl\u00e4ssler w\u00e4hlen zwischen Griechisch und Informatik&#8211;Mathe&#8211;Physik (IMP). Gut so. Das passt zu Gunnar Heinsohn&#8217;s neuem Buch &#8222;Wettkampf um die Klugen&#8220;: Moderne Technologie (Digitalisierung, KI) verlangt zunehmende kognitive Kompetenz &#8211; von hier oder immigriert. 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